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Kurzmeldungen September 2018
geschrieben von micha774 
Zitat
tram-kenner
Bitte liebe Leute , einfach an die Vorschriften halten , alle , so absurd sie manchmal vorkommen.

Dann fang doch am besten gleich selbst damit an.


Es fährt keinmal am Tag ein Bus und das in beide Richtungen.
Zitat
Joe
Zitat
T6
Zitat
Joe


Und schuld ist natürlich lt.den Kommentaren die Tram mit ihren Schienen...

Lese ich so nicht. Sicherlich wird die Schiene [im Artikel] mit als Unfallursache genannt. Stimmt ja auch.

Zu dem Zeitpunkt, als ich das schrieb waren es nur 7 Kommentare, davon 4 mit kritischer Haltung zur Schiene (und demzufolge für mich die Tram).
Trotzdem schlimm der Unfall.

Ihr scheint hier etwas aneinander vorbei geredet zu haben. Die Kommentare sind (wie immer) größtenteils unterirdisch.

@Der_Fonz: Einzig die Straßenbahn darf da geradeaus fahren. Alle Anderen müssen vor der Haltestelle rechts abbiegen und können anschließend nach links in die Schönhauser Allee einbiegen. Neben den vielen Radfahrern gibt es aber auch immer mal wieder Autofahrer, die trotzdem geradeaus fahren und dann vor der Ampel stehen, die nur Fahrsignale zeigt. Rettungswagen und Feuerwehren auf Einsatzfahrt aus der nahegelegenen Wache Oderberger Straße fahren da auch immer mal wieder entlang.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Letztendlich ist es bei diesem Unfall ja eigentlich egal, ob da nun Einbahnregelung war oder nicht.
Der Unfall hätte ja genauso 50 Meter vorher passieren können. Einmal irgendwie falsch auf die Gleise gekommen und weggerutscht oder in der Rille stecken geblieben, und dann passiert sowas. Traurig ist es allemal, das es wieder einen Verkehrstoten mehr gibt.

_____________

Guten Tag !
Moin,

egal an welchem Morgen ich an Ostkreuz vorbei fahre, der RE 3106 aus Eisenhüttenstadt nach Magdeburg hat grundsätzlich Verspätung, mal 10, mal 25, heute sogar 50 Minuten Verspätung. Heute mal ins RIS geschaut, angeblich "Technische Störung am Zug", aber da sieht man wieder, irgendetwas ist immer, und immer derselbe Zug, der RE3106

MfG Holger



Hoch lebe die Meinungs- und Pressefreiheit!



Zitat
Der Fonz
Letztendlich ist es bei diesem Unfall ja eigentlich egal, ob da nun Einbahnregelung war oder nicht.
Der Unfall hätte ja genauso 50 Meter vorher passieren können. Einmal irgendwie falsch auf die Gleise gekommen und weggerutscht oder in der Rille stecken geblieben, und dann passiert sowas. Traurig ist es allemal, das es wieder einen Verkehrstoten mehr gibt.

Gibt es 50 Meter vorher nicht noch einen Fahrradstreifen?

Aber die Problematik mit den Schienen ohne extra Radstreifen gibt es in Berlin an (zu) vielen Stellen. Da müssten die Radwege schleunigst vernünftig ausgebaut werden.
Heute wieder Signalstörung in Schöneweide.

Langsam kann ich den Text kopieren und alle 2 Wochen hier reinstellen.
Zitat
Jay
Zitat
Joe
Zitat
Jay
Und in Berlin ist ein Radfahrer beim Befahren einer Straßenbahnschiene in Prenzlberg gestürzt und mit einem entgegenkommenden LKW kolldiert, wobei er tödliche Verletzungen erlitt.

[www.tagesspiegel.de]

Und schuld ist natürlich lt.den Kommentaren die Tram mit ihren Schienen...

War auch nicht anders zu erwarten. In der Berliner Zeitung gibt es übrigens ein Foto von der Unfallstelle direkt vor der Haltestelle U Eberswalder Straße (stadtauswärts). Ich bin mal böse und stelle die Frage, was ein Radfahrer auf einer Sperrfläche zu suchen hat. StVO-konform müssen auch Radfahrer dort nach rechts abbiegen oder absteigen und schieben. All das ändert aber natürlich überhaupt nichts an der Tragik dieses Unfalls und dem unnötigen Tod eines Menschen.

[www.berliner-zeitung.de]

Bevor hier über Fehlverhalten des Opfers spekuliert wird: Die Markierungen der Polizei beginnen schon deutlich vor der Sperrfläche. Wir können also gar nicht wissen, ob der Radfahrer regelwidrig den 'kurzen Weg' geradeaus zur Pappelallee nehmen wollte oder nicht etwa durch ein falsch parkendes Fahrzeug gezwungen war, neben der Radspur zwischen den Schienen zu fahren, regelkonform rechts abbiegen wollte und beim Überqueren der Schienen stürzte. Zwei von vielen denkbaren Szenarien, beide möglich. Die Wahrheit wird nun der Verkehrsunfalldienst ermitteln.
Weil so gut dazu passt:

hatte eben gerade so einen Herzinfarktmoment. Stand an der Invalidenstraße und habe mit einem Rad-Cop geplaudert. Die waren gerade zu zweit unterwegs und haben alle Gehwegparker aufgeschrieben (war eine zweistellige Anzahl). Wollte mich für deren Arbeit bedanken weil überall, wo die auftauchen, der verkehr ein klein wenig erträglicher wird. Er lächelte gequält auf meine Frage, wieviel das Falschparken denn kostet. "Zehn Euro."
"Was weniger, als würde die einen Parkschein ziehen für einen legalen Parkplatz, der unter Umständen mehrere hundert Meter weg ist?"
"Ja, das ist leider so."

Wir sind dann weiter ins Gespräch gekommen, weil ich wissen wollte, was ich tun kann gegen drängelnde, pöbelnde, zu dicht überholende, aggressive, nötigende Autofahrer, ohne selbst irgendwann zum Täter zu werden.
"Da können Sie gar nichts machen. Ich weiß was sie meinen. Das passiert Ihnen zwei, dreimal am Weg. Nach dem zehnten mal sind sie so wütend und geladen, der elfte kriegt es dann ab. Ich haben einen langen Anfahrtsweg zur Arbeit und ich fahre gerne mit dem Pedelec. Aber da werde ich angehupt, beschimpft und beleidigt, das ist kaum zum aushalten. Ich zieh die dann natürlich raus, habe ja meinen Dienstausweis dabei, die kriegen alle ihre Strafe. Aber das ist ja auch kein Zustand, so komm ich ja nie auf der Arbeit an. Mittlerweile fahre ich nicht mehr in Zivil auf dem Pedelc, nur noch in Uniform. Dann lassen die mich in Ruhe."
"Wir beobachten das jeden Tag, gegen die zunehmende Aggressivität und Rücksichtslosigkeit können wir nichts unternehmen. Da sind wir machtlos."
"Merken Sie sich das Kennzeichen, den Typ, die Marke und geben Sie am besten noch eine Personenbeschreibung. Wenn Sie dann noch präzise aussagen können und sich genau erinnern, was passiert ist, dann geht das auch vor Gericht zu 100% durch und führt zu einer Verurteilung. Es gibt kein 'Aussage steht gegen Aussage'. Vor Gericht wird nur einem geglaubt, und zwar dem, dessen Aussage präziser und glaubwürdiger ist und besser zur Realität passt."

Dann kommen wir auf den Unfall in der Kastanienalle zu sprechen "Schlimme Sache, bin gerade aus dem Urlaub zurück, war das erste, was ich gehört habe." und der Radcop erwähnt auch den Unfall an dieser Stelle, genau hier, Invalidenstraße, Radfahrer rutscht auf Schiene aus, stürzt, Straßenbahn, kein Chance.

Zwei Minuten später stehe ich an der Fußgängerampel Sandkrugbrücke und will auf die Nordseite. Autos nach Osten bekommen rot, halten an, ich will schon los. Da rauscht eine M10 über die Brücke an und ich erinnere mich gerade nochmal daran, dass ich ja Nahverkehrsforist bin und schonmal von sowas wie Pförtnerampeln gehört habe. Ich bleibe stehen, hebe den Blick und tatsächlich zeigt die Fußgängerampel auf der fernen, anderen Seite noch rot. Da hatte ich gar nicht hingeschaut.
Im selben Moment fährt drüben eine Radfahrerin los. Die M10 klingelt, macht eine Gefahrenbremsung, die Radfahrerin kann gerade noch ihr Fahrrad zurückziehen, steht nun auf dem Gleis Richtung Hauptbahnhof, die M10 kommt erst weit hinter der Fußgängerfurt zu stehen, auf dem Gegengleis rauscht einen M8 an, und ich höre es innerlich schon krachen und schreien.
Klingeln, Gefahrenbremsung und die M8 kommt um zehn Meter versetzt überlappend mit der anderen Bahn zu stehen. Kurz darauf kommt die Frau mit ihrem Fahrrad zwischen den beiden Bahnen zum Vorschein, unversehrt. Sie muss sich längs gestellt haben und in dem schmalen Zwischenraum zwischen den Zügen knapp der Katastrophe entgangen sein. Nach aller Wahrscheinlichkeit hätte sie tot sein müssen.
Die Straßenbahnfahrer steigen aus, sichtlich gezeichnet. Die beiden Radpolizisten sind sofort die hundert Meter zur Ampel hochgeradelt, wollen wissen, was passiert ist, ab wer unter der Bahn liegt. Wir alle zeigen nur auf die Frau, die, total verdattert und kreidebleich, am Straßenrand steht und noch gar nicht begriffen hat, was da gerade geschehen ist.
Wahnsinn. Und ich hab keine Idee, wie man diese Kreuzung "sicherer" gestalten kann. Die Ampel war ja rot und im Gegensatz zur Spandauer Straße/Marienkirche gibt es auch keine Ampel in der Mitte, die man leicht übersehen kann.

Auf der anderen Seite hab ich bei mir um die Ecke eine Stelle, wo ich auch gegen Automatismen ankämpfen muss, weil so verdammt viele Autofahrer nicht in der Lage sind StVO-konform ihr Folgen der abbiegenden Vorfahrtsstraße per Blinker anzuzeigen. Einmal war ich schon auf der Straße und der Nichtblinker fuhr tatsächlich wirklich geradeaus. Da ging es mir aber wie dir und ich hatte nur diesen einen Schritt gesetzt, so dass es für mich ungefährlich blieb.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Zitat
schallundrausch
Weil so gut dazu passt:

hatte eben gerade so einen Herzinfarktmoment....

Zwei Minuten später stehe ich an der Fußgängerampel Sandkrugbrücke und will auf die Nordseite. Autos nach Osten bekommen rot, halten an, ich will schon los. Da rauscht eine M10 über die Brücke an und ich erinnere mich gerade nochmal daran, dass ich ja Nahverkehrsforist bin und schonmal von sowas wie Pförtnerampeln gehört habe. Ich bleibe stehen, hebe den Blick und tatsächlich zeigt die Fußgängerampel auf der fernen, anderen Seite noch rot. Da hatte ich gar nicht hingeschaut.
Im selben Moment fährt drüben eine Radfahrerin los. Die M10 klingelt, macht eine Gefahrenbremsung, die Radfahrerin kann gerade noch ihr Fahrrad zurückziehen, steht nun auf dem Gleis Richtung Hauptbahnhof, die M10 kommt erst weit hinter der Fußgängerfurt zu stehen, auf dem Gegengleis rauscht einen M8 an, und ich höre es innerlich schon krachen und schreien.
Klingeln, Gefahrenbremsung und die M8 kommt um zehn Meter versetzt überlappend mit der anderen Bahn zu stehen. Kurz darauf kommt die Frau mit ihrem Fahrrad zwischen den beiden Bahnen zum Vorschein, unversehrt. Sie muss sich längs gestellt haben und in dem schmalen Zwischenraum zwischen den Zügen knapp der Katastrophe entgangen sein. Nach aller Wahrscheinlichkeit hätte sie tot sein müssen.
Die Straßenbahnfahrer steigen aus, sichtlich gezeichnet. Die beiden Radpolizisten sind sofort die hundert Meter zur Ampel hochgeradelt, wollen wissen, was passiert ist, ab wer unter der Bahn liegt. Wir alle zeigen nur auf die Frau, die, total verdattert und kreidebleich, am Straßenrand steht und noch gar nicht begriffen hat, was da gerade geschehen ist.

Das glaub ich Dir das Du fast Herzkasper hattest, genauso wie die Kollegen.
Das sind die Momente wo es auf Arbeit schon heissen kann: Setz Dich mal in Dein Auto, nimm Ersatzfahrer mit und dann mit Sondersignal zum Unfallort..
weil der Fahrer vom Dienst abtritt. Weil er fix und fertig mit den Nerven ist.
Ein Moment Unaufmerksamkeit kann dem Radfahrer das Leben kosten, den Fußgänger ebenso, beim Auto dem Lenker u.U. auch,
aber die beiden Erstgenannten haben halt wie schon erwähnt den Beginn der Knautschzone an der Nasenspitze.
Wenn man als Kutscher solche Momente ein paar mal im Dienst erlebt,dann haste Hals auf solche Verkehrsregelignoranten.

Da gibts auf der IFA als ganz tolle Neuheit Kopfhörer , die komplett alle Aussengeräusche herausfiltern,
dann kann man sich ausrechnen, wer dann bald als Hackepeter unter der Bahn enden wird.

T6JP
Ich habe das bewusst neutral formuliert weil Schuld und Schuld doch verschiedene dinge sind. Konkret: ich habe etwas gegen bewusste Regelübertretung, die andere Teilnehmer zum Handeln zwingt, um Unfälle zu vermeiden. Bolide mit eingebauter Vorfahrt.
Ich habe was gegen Ignoranten, die auf nichts achten und wenn sie angehupt werden auch noch den Stinkefinger zeigen.
Die Frau heute hat echt Mist gebaut. Und trotzdem tat sie mir leid. Die war an Zittern und am Stammeln und sich tausend mal am Entschuldigen. Sie ist einfach intuitiv ihrem erlernten Wissen gefolgt "Autos kriegen rot, Autos halten an, Fußgänger kriegen grün." Ist ja auch meistens so. Dass da noch eine Straßenbahn im Spiel ist, hatte die überhaupt nicht auf dem Schirm. Mir ging es doch genau so, und ich habe über die Ampel ja schon fast ne Diss geschrieben!
Selbes Phänomen sehe ich rund 20x am Tag an der Eberswalder/Pappel/Kastnienallee. Die schräg kreuzenden Bahnen hat einfach niemand auf dem Zettel. Ist relativ unkompliziert bei den niedrigen gefahrenen Geschwindigkeiten.
Meine Erkenntnis heute: Ich sage nicht: "Die Infrastruktur ist schuld!". Aber mir wird auf einmal klar, wie wertvoll intuitiv funktionierende Infrastruktur ist. Auf Plänen nervt sowas total, "...warum muss hier noch eine Insel hin, warum da ein Drängelgitter, warum muss das alles so kompliziert sein?!" In der Realität aber fühle ich mich auf dem weiten Weg über 4x Autospuren und 2x Tramgleise irgendwie ganz schön 'nackt'.
Ich meine, dass nach den aktuellen Vorschriften solch ein Übergang ohne Zwischeninsel nicht mehr genehmigungsfähig sei (bin nicht ganz sicher, war glaube ich, ein Statement von M. Horth auf einer der vielen Veranstaltungen). Und nach heute leuchtet mir auch ein, warum.
Zitat
T6Jagdpilot
Zitat
schallundrausch
Weil so gut dazu passt:

hatte eben gerade so einen Herzinfarktmoment....

Zwei Minuten später stehe ich an der Fußgängerampel Sandkrugbrücke und will auf die Nordseite. Autos nach Osten bekommen rot, halten an, ich will schon los. Da rauscht eine M10 über die Brücke an und ich erinnere mich gerade nochmal daran, dass ich ja Nahverkehrsforist bin und schonmal von sowas wie Pförtnerampeln gehört habe. Ich bleibe stehen, hebe den Blick und tatsächlich zeigt die Fußgängerampel auf der fernen, anderen Seite noch rot. Da hatte ich gar nicht hingeschaut.
Im selben Moment fährt drüben eine Radfahrerin los. Die M10 klingelt, macht eine Gefahrenbremsung, die Radfahrerin kann gerade noch ihr Fahrrad zurückziehen, steht nun auf dem Gleis Richtung Hauptbahnhof, die M10 kommt erst weit hinter der Fußgängerfurt zu stehen, auf dem Gegengleis rauscht einen M8 an, und ich höre es innerlich schon krachen und schreien.
Klingeln, Gefahrenbremsung und die M8 kommt um zehn Meter versetzt überlappend mit der anderen Bahn zu stehen. Kurz darauf kommt die Frau mit ihrem Fahrrad zwischen den beiden Bahnen zum Vorschein, unversehrt. Sie muss sich längs gestellt haben und in dem schmalen Zwischenraum zwischen den Zügen knapp der Katastrophe entgangen sein. Nach aller Wahrscheinlichkeit hätte sie tot sein müssen.

Die Straßenbahnfahrer steigen aus, sichtlich gezeichnet. Die beiden Radpolizisten sind sofort die hundert Meter zur Ampel hochgeradelt, wollen wissen, was passiert ist, ab wer unter der Bahn liegt. Wir alle zeigen nur auf die Frau, die, total verdattert und kreidebleich, am Straßenrand steht und noch gar nicht begriffen hat, was da gerade geschehen ist.

Das glaub ich Dir das Du fast Herzkasper hattest, genauso wie die Kollegen.
Das sind die Momente wo es auf Arbeit schon heissen kann: Setz Dich mal in Dein Auto, nimm Ersatzfahrer mit und dann mit Sondersignal zum Unfallort..
weil der Fahrer vom Dienst abtritt. Weil er fix und fertig mit den Nerven ist.
Ein Moment Unaufmerksamkeit kann dem Radfahrer das Leben kosten, den Fußgänger ebenso, beim Auto dem Lenker u.U. auch,
aber die beiden Erstgenannten haben halt wie schon erwähnt den Beginn der Knautschzone an der Nasenspitze.
Wenn man als Kutscher solche Momente ein paar mal im Dienst erlebt,dann haste Hals auf solche Verkehrsregelignoranten.

Da gibts auf der IFA als ganz tolle Neuheit Kopfhörer , die komplett alle Aussengeräusche herausfiltern,
dann kann man sich ausrechnen, wer dann bald als Hackepeter unter der Bahn enden wird.

T6JP

Ein Fall für die Polizei. Wer einen Unfall durch Kopfhörer/Ohrstöpsel hat, hat selber schuld.
Zitat
Flexist

Ein Fall für die Polizei. Wer einen Unfall durch Kopfhörer/Ohrstöpsel hat, hat selber schuld.

Ach was? Und ist jeder Autofahrer der bei einem Unfall das Autoradio anhatte auch automatusch Schuld? Und was hat schallundrauschs Schilderung denn jetzt mit Ohrhörern zu tun? Übrigens sind Ohrhörer für Radfahrer genauso wenig verboten oder erlaubt wie für Autofahrer. Ich nutze Ohrhörer auch regelmäßig beim Radfahren. Die täglichen zwei Stunden möchte ich nicht mit dem Straßenlärm allein verbringen. Ich bin auch gegen ein gesetzliches Verbot. Ein gesetzliches Verbot ist die letzte Maßnahme, die der Gesetzgeber einrichten sollte um das Miteinander bzw. die Sicherheit seiner Bürger zu gewährleisten. Bevor es ausgesprochen wird, sollte in jedem Fall seine Verhältnismäßigkeit und die Gleichbehandlung geprüft werden. Betrachten wir also die beiden Argumente, die für ein Verbot sprechen könnten:

Kommen wir zum ersten Argument: Die Ohrhörer an sich würden den Schall absorbieren. Das tun Sie, ohne Frage. Aber wo besteht da der Unterschied zu den "Gehäusen", die anderen Verkehrsteilnehmer mit sich mitführen? Ein Autofahrer sitzt normalerweise, sofern er nicht bei geöffneten Fenstern fährt in einem verschlossenen "Käfig". Schall wird hierdurch genauso absorbiert wie durch Ohrhörer. Das Gebläse von Klimaanlage und Heizung tut sein übriges. Bei der Lautstärke selbst geben sich Autofahrer und Fahrradfahrer die Klinke in die Hand: Bei beiden gibt es Beispiele, wo es die Nutzer definitiv über das zulässige hinaus übertreiben. Beim Auto lebt eine ganze Industrie von besonderers basslastiger lauter Ausrüstung. Aber käme deshalb jemand auf die Idee das Radio hören im Auto zu verbieten? Ich käme den Verfechtern des Verbots noch in soweit entgegen, dass Kopfhörer die komplett übers Ohr gehen oder In-Ear-Höhrer, die tief in den Gehörgang eingeführt werden verboten werden. Jedoch nicht die normalen Ohrhörer, die man sich einfach nur ins Ohr legt.

Kommen wir zum zweiten Argument: Das Gehörte lenke vom Verkehr ab. Dass dies zutreffen kann, will ich gar nicht abstreiten. Doch wo liegt da eigentlich ausgerechnet beim Fahrradfahrer die Besonderheit im Gegensatz zu anderen Teilnehmern? Ich kann im motorisierten Kraftfahrzeug genauso gut spannende Sendungen hören. Dort führe dank Masse und Geschwindigkeit sogar noch eine höhere Verantwortung mit mir mit.

*******
Dieser Beitrag ist für Sie kostenlos. Er finanziert sich allein aus der Freizeitspende seines Schreibers.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 10.09.2018 20:39 von Logital.
Zitat
Logital
Doch wo liegt da eigentlich ausgerechnet beim Fahrradfahrer die Besonderheit im Gegensatz zu anderen Teilnehmern?

In seiner eigenen Sicherheit, die durch nahezu nichts ernsthaft geschützt wird. Abgesehen davon stelle ich mir Kabelgewirr wenig hilfreich vor bei den Verrenkungen, die man laut StVO vornehmen muss. Was ich ebenfalls für gefährlich halte sind gewisse Inhalte, die man den Ohren zuführen kann.

[www.youtube.com]

Die werben damit, dass man sich beim Autofahren doch ganz einer Geschichte hingeben könne. Halte ich für bedenklich.

Es MUSS ein Hobby sein - leisten kann ich mir das nicht... :)
KFZ haben etwas, was kaum ein Fahrrad hat- Rückspiegel....wer die öfter als gewöhnlich benutzt kann sich auch dem gefiltertem Genuß von Straßenlärm durch die Karosse hingeben.
Denn was die Kopfhörer einem Radler explizit nehmen, ist die Möglichkeit, von hinten kommende Gefahrenquellen wahrzunehmen*-
denn was ich höchst selten seh, sind Radler die beim Spurwechsel diesen vorher anzeigen und einen Schulterblick machen, ob auch nix kommt.
Ist schon komisch, das man diesen Blick beim Autofahrer explizit zum Abbiegen und Spurwechsel vorschreibt, beim Radler nimmt mans hin...

T6JP

*was in Hinblick auf zunehmenden E-Autoanteil die Gefahr potentiert.
Zitat
T6Jagdpilot

*was in Hinblick auf zunehmenden E-Autoanteil die Gefahr potentiert.

Deshalb hat der Gesetzgeber schon reagiert und in der EU-Verordnung 540/2014 ab 1. Juli 2019 sogenannte „Acoustic Vehicle Alerting System“ (AVAS) vorgeschrieben. Dann müssen E-Autos, die langsamer als 20 km/h fahren, ein künstliches Motorgeräusch erzeugen.
Dann dürfen Radfahrer mit Rückspiegeln Kopfhörer tragen?
Zitat
Logital
Zitat
Flexist

Ein Fall für die Polizei. Wer einen Unfall durch Kopfhörer/Ohrstöpsel hat, hat selber schuld.

Ach was? Und ist jeder Autofahrer, der bei einem Unfall das Autoradio an hatte auch automatisch Schuld?

Bei sehr lautem Musik könnte dies eventuell der Fall sein.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 10.09.2018 23:23 von Henning.
Jeder Radfahrer der Kopfhörer trägt ist eigenverantwortlich und verkehrswidrig ein kleiner Selbstmörder. Punkt. Was diskutiert ihr da ewig?

"Zielanzeigenverzeichnis Berlin 2018-Eine Sammlung" Die Preview erhältlich unter www.graphxberlin.de
Zitat
GraphXBerlin
Jeder Radfahrer der Kopfhörer trägt ist eigenverantwortlich und verkehrswidrig ein kleiner Selbstmörder. Punkt. Was diskutiert ihr da ewig?

Wenn man keine Ahnung hat,...
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