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Tarifverhandlungen für BVG- und BT-Beschäftigte zwischen Ver.di und KAV 2019
geschrieben von der weiße bim 
Wonach richtet sich ob eine Leistung unattraktiv ist?

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Dieser Beitrag ist für Sie kostenlos. Er finanziert sich allein aus der Freizeitspende seines Schreibers.
Um es salopp zu formulieren:

8-10 Stunden im Kreis fahren bei 4 Runden pro Stunde mit wenig Pausen ist unattraktiv.

Oder anders gefragt: ist der M41 mit seinem Klientel attraktiv wo sich die Fahrer drum reißen den zu fahren?
Und was sollte bei der U-Bahn, abgesehen der U4, der Grund sein?
Zitat
micha774
Um es salopp zu formulieren:

8-10 Stunden im Kreis fahren bei 4 Runden pro Stunde mit wenig Pausen ist unattraktiv.

Oder anders gefragt: ist der M41 mit seinem Klientel attraktiv wo sich die Fahrer drum reißen den zu fahren?

Das ist jetzt dein persönliches orakeln. Das würde doch jeder Fahrer anders sehen. Der eine will Abwechslung der andere seine Ruhe. Daher hätte ich schon interessoert woher die Feststellung (oder Vermutung) von Bd2001, dass es unattraktiv wäre. Objektiv wäre ja wenn unattraktiv wäre wo viel unbezahte Zeiten drin wären.

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Zitat
der weiße bim
Zitat
T6Jagdpilot
Immerhin sind die zwei letzten Tariferhöhungen seitens des Senats ausgesetzt worden, Geld was der BVG auf der Einnahmenseite fehlt..
das es angesichts der Minderleistungen mangels annehmbar bezahltem Personal ein gewisser Ausgleich war, steht auf einem anderen Blatt.

Der vereinbarte Tarifabschluss im Gesamtumfang von rund 100 Millionen Euro würde gleichmäßig auf alle 1,1 Milliarden Fahrten mit BVG-Verkehrsmitteln aufgeteilt, zu etwa 9 Cent Mehrkosten pro Einzelfahrt führen.
Damit wird eine moderate Preiserhöhung zum Jahresende kaum zu vermeiden sein.

Wieso eigentlich? Über ein Jahrzehnt hinweg sanken die erbrachten Leistungen der BVG (oder blieben allenfalls konstant), während die Fahrpreise jährlich stiegen. Der Kostendeckungsgrad stieg von 71,8 % 2004 auf 103,2 % 2017 (oder wurde zwischenzeitlich an der Erhebungsmethodik was geändert?). Dabei ist der Kostendeckungsgrad eigentlich nur ein Euphemismus für den Anteil der Kosten, der auf diejenigen abgewälzt wird, die sich ökologisch fortbewegen. Es wäre mal an der Zeit, den Autoverkehr beim Preisanstieg etwas aufholen zu lassen.

Quellen zu Kostendeckungsgraden:

2004 (S. 12, pdf): [unternehmen.bvg.de]
2017 (S. 27, pdf): [geschaeftsbericht.bvg.de]

(Seitenzahlen jeweils nach pdf-Zählung)




1 mal bearbeitet. Zuletzt am 08.04.2019 16:59 von def.
Zitat
Logital
Zitat
micha774
Um es salopp zu formulieren:

8-10 Stunden im Kreis fahren bei 4 Runden pro Stunde mit wenig Pausen ist unattraktiv.

Oder anders gefragt: ist der M41 mit seinem Klientel attraktiv wo sich die Fahrer drum reißen den zu fahren?

Das ist jetzt dein persönliches orakeln. Das würde doch jeder Fahrer anders sehen. Der eine will Abwechslung der andere seine Ruhe. Daher hätte ich schon interessoert woher die Feststellung (oder Vermutung) von Bd2001, dass es unattraktiv wäre. Objektiv wäre ja wenn unattraktiv wäre wo viel unbezahte Zeiten drin wären.

"Wünsch dir was"? :-)
Zitat
def
Wieso eigentlich? Über ein Jahrzehnt hinweg sanken die erbrachten Leistungen der BVG (oder blieben allenfalls konstant), während die Fahrpreise jährlich stiegen.

Wieso eigentlich nicht? Seit der Abkehr von den Spardiktaten steigt der Aufwand wieder schneller als die Verkehrsleistung.
Die Verkehrsverträge des Landes Berlin mit der BVG beinhalten die steigende Beteiligung der Nutzer an den durchschnittlichen Betriebskosten. Die landeseigene Infrastruktur wird dazu kostenneutral zur Verfügung gestellt wie die Straßen und Wege für die motorisierten und nichtmotorisierten Verkehrsteilnehmer.
Das ist Beschlusslage der demokratisch gewählten Volksvertretung, des Berliner Abgeordnetenhauses und des von ihm eingesetzten Senats. Wer das nicht will, muss eine andere Regierung wählen. wenn das eine Mehrheit ebenso macht, dann ändern sich Machtverhältnisse und andere Beschlüsse wären damit umsetzbar.

so long

Mario
Schwieriges Thema. Ob der Nutzer nun zur Kasse gebeten wird oder der Steuerzahler - das Geld muss ja irgendwo herkommen. Beim zahlenden Fahrgast ist es also das berühmte Linke-Tasche-Rechte-Tasche-Spiel. Für einen gewissen Anteil der Fahrgäste sind die Preise ja zurückgegangen oder sie gehen zurück (das Sozialticket und jetzt bald das Schülerticket).

Mir ist es aber ebenso Suspekt, dass bei gewissen Minderleistungen sofort nach Preissenkungen gerufen wird, wie bei Verbesserungen sofort die Tasche aufgemacht werden soll. Die S-Bahnkrise damals war was anderes, da wurden ja ganze Streckenabschnitte eingestellt. Soll man bei notwendigen Ersatzverkehren sofort Preissenkungen raushauen? Soll man bei Verdichtungen an der Preisschraube drehen? Was ist mit den Fahrgästen, die abends oder nachts fahren müssen? Die haben nur ein deutlich eingeschränktes Angebot zur Verfügung, das personalkostenmäßig auch noch teurer ist.

x--x--x--x

Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
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