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Neue E-Buslieferungen
geschrieben von Harald Tschirner 
Zitat
nicolaas
Zitat
T6
Kann wer was zu den im Artikel angesprochenen Problemen mit dem Baugrund auf dem Gelände des neuen Betriebshofes sagen?

Es geht wohl um eine Moorlinse neben der Brückenrampe in Niederschöneweide. Die ist auch in der BAugrundkarte Berlins eingetragen, also eigentlich keine Überraschung.

Die Bodenarbeiten zur Schadstoffbeseitigung gehen schon seit vielen Jahren,da muss richtig übles Zeug im Boden und das recht tief liegen..
an diverse Fischsterben zu Ostzeiten im Britzer Zweigkanal kann ich mich gut erinnern.
Die merkwürdigen Autohändler gleich neben der Bodenwaschanlage nimmt man hoffentlich gleich mit in Haftung für ihre Hinterlassenschaften.
Als Stippis haben wir auch am Spreeufer in Bunkern bzw deren Resten gespielt-vielleicht gibts da auch noch ein paar Überraschungen.
Zu DDR Zeiten war das da unten ein großes Industriegebiet, für das man Anfang der 70iger Jahre sogar den Industriebahnanschluß
vom Gbf Sw kommend mit Neubau der Markgrafenbrücke umlegte.

T6JP
Schon im Jahr 1907 ist für das Gelände dort "Chemische Fabrik" eingetragen

[www.blocksignal.de]

Mit besten Grüßen

phönix
Zitat
T6Jagdpilot
Zu DDR Zeiten war das da unten ein großes Industriegebiet, für das man Anfang der 70iger Jahre sogar den Industriebahnanschluß
vom Gbf Sw kommend mit Neubau der Markgrafenbrücke umlegte.

Du meinst die Marggraffbrücke, die von 1963 bis 1965 neu errichtet wurde. Nicht nur für den Straßenverkehr der damaligen F96A, sondern auch mit Doppelgleis für die Straßenbahnlinien nach Baumschulenweg und Treptow. Zur Bauzeit war die Stilllegung der Straßenbahn noch nicht beabsichtigt: [de.m.wikipedia.org]

Das Anschlussgleis unter der Brücke ersetzte mehrere höhengleiche Eisenbahnkreuzungen. Nach der Deindustrialisierung des Nieder-Schöneweider Industriegebiets wurde es ebenfalls verschrottet: [www.flickr.com]

Im Netz finden sich auch noch ein paar Folien zur Brückenerneuerung der letzten Jahre. Die Straßenbahnbrücke (seit 1973 nur noch Mittelstreifen) ist dabei entfallen, was einen Wiederaufbau irgendwann erschweren wird: [www.grbv.de] (pdf-Datei, 2,9 MB).

so long

Mario



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 20.12.2020 23:09 von der weiße bim.
Genau die Brücke mein ich.
Als Stippi noch mit der 87 / 92 über die ganzen Kreuzungen der Industriebahnanschlüsse bis Schweineöde mit drübergerumpelt.

Ein Wiederaufbau der Straßenbahntrasse nach Treptow dürfte illusorisch sein, hat man doch gleich nach deren Beseitigung eine große Gasleitung und anderes darunter verbuddelt.

T6JP
Zitat
phönix
Schon im Jahr 1907 ist für das Gelände dort "Chemische Fabrik" eingetragen

[www.blocksignal.de]

Gleiche Überraschungen für den neuen Hof Adlershof auch ---> Benzolwerk.

T6JP
Zitat
T6Jagdpilot
Genau die Brücke mein ich.
Als Stippi noch mit der 87 / 92 über die ganzen Kreuzungen der Industriebahnanschlüsse bis Schweineöde mit drübergerumpelt.

Ein Wiederaufbau der Straßenbahntrasse nach Treptow dürfte illusorisch sein, hat man doch gleich nach deren Beseitigung eine große Gasleitung und anderes darunter verbuddelt.

T6JP

Als Kind habe ich diese Ecke gehasst wegen der vollen Busse dort, am Wochenende waren die auch voll und fuhren gefühlt seltener wie man es
sonst gewohnt war. Da lagen natürlich noch fast überall die Schienen...warum fährt denn da nichts, nur der doofe Bus...später wusste man warum.
Solaris: Charge von 90 E-Bussen bei BVG nun im Dienst

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Für mehr gelbe Farbe im Netzplan: U4 verlängern - jetzt!
Da auf meiner "Hauslinie" #374 fast ausschliesslich E-Busse verkehren, wuerde es mich interessieren, wie sich diese Traktionsart bisher bewaehrt. Als Fahrgast (natuerlich nicht unvoreingenommen) finde ich die Busse sehr gelungen. Im Gegensatz zu den Dieselbussen gibt es kein Ruetteln und Schuetteln (speziell im Leelauf) und Beschleunigung/Bremsen sind sehr sanft. Der Solaris "fiept" allerdings ziemlich, waehrend der Mercedes vermutlich wegen einer hoeheren Chopperfrequenz fast lautlos ist.
Henner
Zitat
md95129
Da auf meiner "Hauslinie" #374 fast ausschliesslich E-Busse verkehren, wuerde es mich interessieren, wie sich diese Traktionsart bisher bewaehrt. Als Fahrgast (natuerlich nicht unvoreingenommen) finde ich die Busse sehr gelungen. Im Gegensatz zu den Dieselbussen gibt es kein Ruetteln und Schuetteln (speziell im Leelauf) und Beschleunigung/Bremsen sind sehr sanft. Der Solaris "fiept" allerdings ziemlich, waehrend der Mercedes vermutlich wegen einer hoeheren Chopperfrequenz fast lautlos ist.
Henner

Linie 347 oder?

Die Berliner Linienchronik (+Stationierungen BVG) 1876-2021
Zitat
md95129
Als Fahrgast (natuerlich nicht unvoreingenommen) finde ich die Busse sehr gelungen.

Naja. Die Wagen sind jetzt fast neu. Rütteln, schütteln, klappern schon bei kleinen Unebenheiten der Fahrbahn kommen später.
Schade, dass der hintere Teil durch die Maschinenräume belegt ist. Da verzichtet man für teuer Geld auf den riesigen Dieselmotor, Kühler, Lichtmaschinen, Strömungsgetriebe, 360-Liter-Tank, AdBlue-Tank und weitere große Bauteile und es ist gefühlt noch weniger Platz als beim 12-Meter-Dieselbus. Dass die neuen Türen fiepen, hat ja auch die neue S-Bahntype, da wird man sich gewöhnen müssen.

so long

Mario
Natuerlich #347. Mit dem Fiepen meinte ich natuerlich nicht die Tueren, sondern die Choppersteuerung, die beim Mercedes-Bus deutlich leiser ist. Ausserdem merkt man bei beiden Bussen, dass sie nicht von Grund auf als E-Busse konzipiert sind. Meine Frage zielte auch mehr darauf, wie die Betriebserfahrungen sind.
Henner
Zitat
md95129
Natuerlich #347. Mit dem Fiepen meinte ich natuerlich nicht die Tueren, sondern die Choppersteuerung, die beim Mercedes-Bus deutlich leiser ist. Ausserdem merkt man bei beiden Bussen, dass sie nicht von Grund auf als E-Busse konzipiert sind. Meine Frage zielte auch mehr darauf, wie die Betriebserfahrungen sind.
Henner

Als was sollen die sonst konstruiert sein? Den Mercedes gibt es alleine in der Form schon nicht mit Diesel.

Die Berliner Linienchronik (+Stationierungen BVG) 1876-2021
Zitat
md95129
Da auf meiner "Hauslinie" #374 fast ausschliesslich E-Busse verkehren, wuerde es mich interessieren, wie sich diese Traktionsart bisher bewaehrt.

Es gibt Licht und Schatten. Die Busse laufen sehr betriebsstabil, sind leise und (zumindest lokal) emissionsfrei unterwegs. Unterwegs ist aber das Stichwort, denn die Depotlader müssen regelmäßig getauscht werden. Daher sind mehr Fahrzeuge und mehr Fahrer unterwegs als vorher und auf dem Betriebshof ist der Rangieraufwand recht massiv gestiegen. Nachts sind nun Reservefahrer damit beschäftigt, die Busse je nach Akkustand an die Ladesäulen zu fahren. Natürlich können nicht alle Busse gleichzeitig geladen werden, sonst geht das örtliche Stromnetz in die Knie. Für Ersatzverkehre müssen weiterhin Dieselbusse vorgehalten werden. Mit den E-Bussen kann der für alle Ersatzverkehre zuständige Hof I einen SEV Krumme Lanke - Thielplatz nicht leisten (oder in Steglitz oder jetzt für die U7).

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Für mehr gelbe Farbe im Netzplan: U4 verlängern - jetzt!
Zitat
485er-Liebhaber
Zitat
md95129
Natuerlich #347. Mit dem Fiepen meinte ich natuerlich nicht die Tueren, sondern die Choppersteuerung, die beim Mercedes-Bus deutlich leiser ist. Ausserdem merkt man bei beiden Bussen, dass sie nicht von Grund auf als E-Busse konzipiert sind. Meine Frage zielte auch mehr darauf, wie die Betriebserfahrungen sind.
Henner

Als was sollen die sonst konstruiert sein? Den Mercedes gibt es alleine in der Form schon nicht mit Diesel.

Die Aussage war schon richtig. Sowohl der Solaris Urbino electric als auch der eCitaro sind keine Neuentwicklungen sondern basieren beide auf dem jeweiligen
Dieselpendant und benutzen deren Basis bzw. Karosserie. Daher z.B. auch die Motortürme. Etwas anders sieht es beim MAN Lion's City E aus. Hier wurde für den
E-Bus eine eigene Basis entworfen die auf den E-Antrieb ausgelegt ist.

Der Mercedes in der Form ist auch keine optische Neuentwicklung sondern das Design entstammt dem Citaro FuturBus, und der war sehr wohl ein Dieselbus.
Außerdem handelt es sich dabei nur um ein paar veränderte Anbauteile. Diese wäre technisch gesehen auch am Dieselbus umsetzbar da der eigentliche Bus
der selbe ist.

Grüßle,
der Werkstattmeister
Zitat
werkstattmeister
Sowohl der Solaris Urbino electric als auch der eCitaro sind keine Neuentwicklungen sondern basieren beide auf dem jeweiligen
Dieselpendant und benutzen deren Basis bzw. Karosserie. Daher z.B. auch die Motortürme. Etwas anders sieht es beim MAN Lion's City E aus. Hier wurde für den
E-Bus eine eigene Basis entworfen die auf den E-Antrieb ausgelegt ist.

Basieren die E-Busse von MAN Lions City nicht auf die ganz neuen Hybridbusse [www.urban-transport-magazine.com] des gleichen Modells?
Zitat
Henning
Basieren die E-Busse von MAN Lions City nicht auf die ganz neuen Hybridbusse [www.urban-transport-magazine.com] des gleichen Modells?

Jein. Der Lion's City E gehört zwar, wie auch die MildHybrid-Variante, zur neuen Lion's City Generation weicht aber konstruktiv in einigen Punkten von der Dieselvariante ab. Im Gegensatz zu Solaris bzw. Mercedes-Benz, bei denen der Elektrobus quasi aus einem antriebsseitig umgerüsteten Dieselbus entstanden ist, wurde bei der Entwicklung der neuen Lion's City Generation von Beginn an die E-Variante konstruktiv berücksichtigt. Es gibt zwar eine sehr große Teilegleichheit mit den Dieselbussen aber die E-Variante erhielt eine eigene, auf die Bedürfnisse des E-Antriebs ausgelegte Basis. Daher gibt es z.B. im Lion's City E im Gegensatz zur Dieselvariante keinen Motorturm.

Grüßle,
der Werkstattmeister
Zitat
B-V 3313
Natürlich können nicht alle Busse gleichzeitig geladen werden, sonst geht das örtliche Stromnetz in die Knie. Für Ersatzverkehre müssen weiterhin Dieselbusse vorgehalten werden.

Das Stromnetz geht nicht in die Knie. Die Ladesäulen für die ersten vier Testwagen der Linie 204 waren zunächst noch an die reguläre Trafostation des Betriebshofs I angeschlossen. Inzwischen wurden an dem Standort Indira-Gandhi-Straße zuerst 30 Ladesäulen für die ersten 30 Depotlader und in den zwei weiteren Bauabschnitten 78 Ladesäulen für die nächsten 90 Stück 12-m-Wagen und zusätzlich sechs Säulen und ein Lademast für die Gelenk-E-Busse installiert. Zusätzlich sind im Werkstattbereich weitere fünf Ladesäulen vorhanden. Dafür verlegte der Stromnetzbetreiber in der Indira-Gandhi-Straße eine neue Stromtrasse für die zusätzlichen Einspeisungen aus dem Mittelspannungsnetz.

Für Ersatzverkehr bei U-Bahn und Straßenbahn sind fast immer Gelenkwagen erforderlich. Die vorhandenen 17 Stück reichen gerade so für die 14 Umläufe der Linie 200, oft sind davon noch bis zu 3 Dieselbusse.

Die nächsten 90 E-Busse werden zur Lieferung 2022 bestellt. Davon soll je ein Drittel auf den Höfen I, B und C stationiert werden. Also werden demnächst auch in Britz und Cicerostraße Ladesäulen errichtet.

so long

Mario
Sehr schön.

Nur so lange es keine vernünftige Zahl von Doppeldeckern für die Cicero-Linien gibt, sollte man dort auf die Platzintensiveren E-Busse verzichten...
Zitat
PassusDuriusculus
Sehr schön.

Nur so lange es keine vernünftige Zahl von Doppeldeckern für die Cicero-Linien gibt, sollte man dort auf die Platzintensiveren E-Busse verzichten...

Falls du es nicht bemerkt hast... Der Traum von einer vernünftigen Zahl, den solltest du anhand der bestellten Mengen beenden.

Die Berliner Linienchronik (+Stationierungen BVG) 1876-2021
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