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Jahresticket für 365 Euro?!
geschrieben von micha774 
Zitat
stephan

die Story mit dem 365 € Ticket ist eine typische SPD Luftblase vom RBM Michael Müller

Bereits im März 2018 gab es eine Diskussion um kostenlosen ÖPNV, der, wenn ich mich recht erinnere, neben der SPD auch von CDU/CSU begehrt wurde.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 22.07.2019 21:46 von Railroader.
Zitat
B-V 3313
Dieses ewige Geseiere ohne Aufzeigen von anderen Wegen geht mir sowas von auf den Geist.

Das überrascht mich jetzt aber doch ein bißchen.

Zitat
B-V 3313
Und dann noch das stupide Wiederholen von Unwahrheiten. Das sind nichts als hingerotzte Stammtischparolen nach zuviel Alkohol.

Hier muß ich allerdings zustimmen, obgleich ich dies manchen auch ohne vorherigen Alkoholgenuß zutraue.


Beginne den Tag mit einem Lächeln - dann hast Du es hinter Dir.
Übrigens geht die SPÖ im aktuellen Nationalratskampf noch weiter und fordert einen Ausbau des Konzepts: die Jahreskarte für ein Bundesland soll demzufolge in allen Ländern 1 Euro pro Tag kostet, die Jahreskarte für zwei Bundesländer 2 Euro pro Tag und die für ganz Österreich (den gesamten öffentichen Verkehr) drei Euro pro Tag.

[www.spoe.at]
Wie darf man denn das verstehen? Ist damit nur der ÖPNV gemeint Oder haben wir hier dann ein Äquivalent zum schweizerischen GA? Das würde vom Preis her ja, einkommensbereinigt*, fast hinkommen.

*bezogen auf deutsche Einkommen


Beginne den Tag mit einem Lächeln - dann hast Du es hinter Dir.
Es dürfte alles gemeint sein, zumal es in Österreich die Einteilung in Nah- und Fernverkehr in dieser Form nicht gibt. Ein Ticket von A nach B gilt in allen Zügen von A nach B, unabhängig vom Zugtyp (ausgenommen natürlich Sparschienen mit Zugbindung und dem Einfach-Raus-Ticket, das nur in Regionalzügen gilt).



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 23.07.2019 12:42 von def.
Kleines Veto da ich letzte Woche in Wien war.

Dort befahren Regionalbahn, S-Bahn und Expresszug (CAT) die gleiche Strecke vom Flughafen bis mind. Wien Mitte und der CAT kostet im Sondertarif doppelt soviel im Einzelticket wie die S-Bahn. (12 Euro zu 4.80).

Desweiteren muß man bei Mehrtagestickets aufpassen.

48h-Ticket 14,10 plus Hin/Rückfahrt Airport (3.60€) = 17.70€ bei Einzelkauf.

Kauft man es zusammen, werden zwei Tagestickets zu 8€ und die 3,60€ berechnet, also 19.60€.

Hat man zudem schon ein Ticket kostet die S-Bahn nur 1.80 einzeln. Ohne Ticket 4.80€.
Entsprechend hoch der Andrang beim ÖBB-Kiosk im Flughafen.
Zitat
def
Übrigens geht die SPÖ im aktuellen Nationalratskampf noch weiter und fordert einen Ausbau des Konzepts: die Jahreskarte für ein Bundesland soll demzufolge in allen Ländern 1 Euro pro Tag kostet, die Jahreskarte für zwei Bundesländer 2 Euro pro Tag und die für ganz Österreich (den gesamten öffentichen Verkehr) drei Euro pro Tag.

[www.spoe.at]

naja, typisch Oppsition. Wenn ich mir die Zahlen für Brandenburg ins Verhältnis setze [www.bahninfo-forum.de] , und andererseits weiß, dass der Nahverkehr in Österreich bisher auf in etwa deutschem Preisniveau für den Endverbraucher liegt, scheint der angegebene Finanzrahmen von 100 Mio Euro (woher soll das Geld kommen?) verdammt eng gestrickt zu sein. (Zumal man mit dem Angebot auf der Fläche nur begrenzt neue Fahrgäste in die Züge und Busse bekommt - da sind die relativ weiten Takte auf den Bus-und Bahnstrecken m.E. zwangsläufig abschreckend gegenüber den potentiellen Nutzern. Wenn ich aus der nächstgrößeren Stadt in mein Dorf bloß alle 1 oder 2 Stunden wegkomme und nach 18 Uhr gar nicht mehr, nutzt auch das 365 Euro-ticket wenig, neue Nutzer zu gewinnen.)

Mit besten Grüßen

phönix
Zitat
phönix
woher soll das Geld kommen?.

Aus einem ominösen Klimafonds, wer auch immer den füllt.

Zitat
phönix
Zumal man mit dem Angebot auf der Fläche nur begrenzt neue Fahrgäste in die Züge und Busse bekommt - da sind die relativ weiten Takte auf den Bus-und Bahnstrecken m.E. zwangsläufig abschreckend gegenüber den potentiellen Nutzern. Wenn ich aus der nächstgrößeren Stadt in mein Dorf bloß alle 1 oder 2 Stunden wegkomme und nach 18 Uhr gar nicht mehr, nutzt auch das 365 Euro-ticket wenig, neue Nutzer zu gewinnen.

"Bloß" alle 1 oder 2 Stunden? Für weite Teile Niederösterreichs (vor allem die Gegenden zwischen Wien und der tschechischen Grenze) wären das abseits der Bahnstrecken im Vergleich zu heute paradiesische Zustände. Hier sind ganze Kleinstädte am Wochenende gar nicht und in Schulferien auch unter der Woche nur 2-3 mal pro Tag erreichbar.
Zitat
phönix
Zitat
def
Übrigens geht die SPÖ im aktuellen Nationalratskampf noch weiter und fordert einen Ausbau des Konzepts: die Jahreskarte für ein Bundesland soll demzufolge in allen Ländern 1 Euro pro Tag kostet, die Jahreskarte für zwei Bundesländer 2 Euro pro Tag und die für ganz Österreich (den gesamten öffentichen Verkehr) drei Euro pro Tag.

[www.spoe.at]

naja, typisch Oppsition. Wenn ich mir die Zahlen für Brandenburg ins Verhältnis setze [www.bahninfo-forum.de] , und andererseits weiß, dass der Nahverkehr in Österreich bisher auf in etwa deutschem Preisniveau für den Endverbraucher liegt, scheint der angegebene Finanzrahmen von 100 Mio Euro (woher soll das Geld kommen?) verdammt eng gestrickt zu sein. (Zumal man mit dem Angebot auf der Fläche nur begrenzt neue Fahrgäste in die Züge und Busse bekommt - da sind die relativ weiten Takte auf den Bus-und Bahnstrecken m.E. zwangsläufig abschreckend gegenüber den potentiellen Nutzern. Wenn ich aus der nächstgrößeren Stadt in mein Dorf bloß alle 1 oder 2 Stunden wegkomme und nach 18 Uhr gar nicht mehr, nutzt auch das 365 Euro-ticket wenig, neue Nutzer zu gewinnen.)

Soweit ich weiß, ist das Angebot durch die flächendeckende Vertaktung des Nahverkehrs jedenfalls im Bundesland Vorarlberg besser. Ein 365-Euro-Ticket gibt es dort wohl schon - und es wohl nicht von der dort traditionell schwachen SPÖ eingeführt worden. Hier mal ein etwas älterer Link für Interessierte: [presse.vorarlberg.at]
Zitat
Marienfelde
Zitat
phönix
Zitat
def
Übrigens geht die SPÖ im aktuellen Nationalratskampf noch weiter und fordert einen Ausbau des Konzepts: die Jahreskarte für ein Bundesland soll demzufolge in allen Ländern 1 Euro pro Tag kostet, die Jahreskarte für zwei Bundesländer 2 Euro pro Tag und die für ganz Österreich (den gesamten öffentichen Verkehr) drei Euro pro Tag.

[www.spoe.at]

naja, typisch Oppsition. Wenn ich mir die Zahlen für Brandenburg ins Verhältnis setze [www.bahninfo-forum.de] , und andererseits weiß, dass der Nahverkehr in Österreich bisher auf in etwa deutschem Preisniveau für den Endverbraucher liegt, scheint der angegebene Finanzrahmen von 100 Mio Euro (woher soll das Geld kommen?) verdammt eng gestrickt zu sein. (Zumal man mit dem Angebot auf der Fläche nur begrenzt neue Fahrgäste in die Züge und Busse bekommt - da sind die relativ weiten Takte auf den Bus-und Bahnstrecken m.E. zwangsläufig abschreckend gegenüber den potentiellen Nutzern. Wenn ich aus der nächstgrößeren Stadt in mein Dorf bloß alle 1 oder 2 Stunden wegkomme und nach 18 Uhr gar nicht mehr, nutzt auch das 365 Euro-ticket wenig, neue Nutzer zu gewinnen.)

Soweit ich weiß, ist das Angebot durch die flächendeckende Vertaktung des Nahverkehrs jedenfalls im Bundesland Vorarlberg besser. Ein 365-Euro-Ticket gibt es dort wohl schon - und es ist wohl nicht von der dort traditionell schwachen SPÖ eingeführt worden. Hier mal ein etwas älterer Link für Interessierte: [presse.vorarlberg.at]
Zitat
Marienfelde
Soweit ich weiß, ist das Angebot durch die flächendeckende Vertaktung des Nahverkehrs jedenfalls im Bundesland Vorarlberg besser. Ein 365-Euro-Ticket gibt es dort wohl schon - und es wohl nicht von der dort traditionell schwachen SPÖ eingeführt worden. Hier mal ein etwas älterer Link für Interessierte: [presse.vorarlberg.at]

Die gute Vertaktung gibt es immer dort, wo viel Bedarf besteht, das ist kaum anders als in Deutschland. Ich kenne das zumindest aus den Regionen, in denen wir ab und zu sind (Raum Flattach und Raum Jennersdorf), das ist halt extrem unterschiedlich.
Zu den preisen: Raum Vorarlberg: [www.vmobil.at] -sehr günstiges Jahresticket
Raum Jennersdorf: Beispiel Burgenland Strecke Jennersdorf - Wiener Neustadt (+Nebenstrecken) jährlich 1.860 Euro, will man Waldviertel + Wien dazu ist man bei knapp 3.000 Euro. [www.vor.at]

Mit besten Grüßen

phönix



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 23.07.2019 17:02 von phönix.
noch ein Gedanke: Nicht nur die weiten Takte sind in der Fläche das Problem, auch die teilweise abwegigen Verkehrsverbindungen: Will ich bspw. vom hübschen Dorf Deutsch Minihof im Burgenland in die nächste größere Stadt mit Einkaufsmöglichkeiten, bietet sich Fürstenfeld an, 18 km mit dem Auto, aber aktuell nur 2 x werktags 2,5 Stunden mit mehrfachem Umsteigen mit den Öffentlichen für die einfache Wegstrecke. Da würde auch das 365-Euro-Jahresticket nichts reißen...
Zitat
phönix
noch ein Gedanke: Nicht nur die weiten Takte sind in der Fläche das Problem, auch die teilweise abwegigen Verkehrsverbindungen: Will ich bspw. vom hübschen Dorf Deutsch Minihof im Burgenland in die nächste größere Stadt mit Einkaufsmöglichkeiten, bietet sich Fürstenfeld an, 18 km mit dem Auto, aber aktuell nur 2 x werktags 2,5 Stunden mit mehrfachem Umsteigen mit den Öffentlichen für die einfache Wegstrecke. Da würde auch das 365-Euro-Jahresticket nichts reißen...

... was ja im Grunde auch die Aussage der oben verlinkten Untersuchung zu Wien ist: entscheidend sind Netzdichte und Bedienungsfrequenz, weniger der Preis.

Man könnte allenfalls auf indirekte Effekte hoffen, wenn dadurch das öffentliche Interesse an attraktivem Nahverkehr steigt.

Ein konkretes Wiener Problem würde das Ticket nur mildern, nicht beseitigen: die großen Preissprünge an der Kernzonengrenze.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 23.07.2019 17:46 von def.
Zitat
Tatra83
Bei der ganzen Diskussion um die 365-EUR-Jahreskarte darf bezogen auf Wien jedoch nicht vergessen werden, was da passiert ist: es handelt sich schlicht und ergreifend um einen politischen PR-Coup, denn in Summe hat man als in Wien arbeitender Mensch fast gleich viel bezahlen müssen. Vor der Preissenkung hat die Jahreskarte 449 EUR gekostet, gleichzeitig hat man als Arbeitnehmer in Wien die "U-Bahn-Steuer" (Landessteuer, die in den U-Bahn-Ausbau fließt, nicht aber zur Straßenbahn) zu zahlen, die machte 50 Cent pro Woche aus, pro Jahr also 26 EUR, zusammen mit der Jahreskarte also 475 EUR.
Mit der Einführung der 365-EUR-Jahreskarte hat man kurzerhand die "U-Bahn-Steuer" vervierfacht, also 2 EUR pro Woche. 365 plus 104 EUR = 469 EUR. Es ist also ganz heiße sechs EUR pro Jahr günstiger geworden, den ÖV in Wien zu nutzen.

Nur zahlt die Abgabe nach dem "Gesetz über die Einhebung einer Dienstgeberabgabe" [de.wikipedia.org] nicht der Arbeitnehmer, sondern der Arbeitgeber (mit einigen Ausnahmen). Das erhöht also die Lohnnebenkosten der in der Bundeshauptstadt Österreichs ansässigen Unternehmen.

Vielleicht schlägt die konservative Berliner Opposition so etwas mal vor. Also anstelle der aus Geldmangel angekündigten Umgestaltung weiterer Hauptstraßen zu Gleistrassen den Bahnverkehr lieber konsequent in den Untergrund verlegen. Rechnet man die Teilzeitjobs und Rentner raus, kommt man für Berlin auf fast 1 Million Beschäftigte, was 100 Millionen Euro pro Jahr ergäbe, und das zweckgebunden.

so long

Mario
Zitat
phönix
Zitat
Marienfelde
Soweit ich weiß, ist das Angebot durch die flächendeckende Vertaktung des Nahverkehrs jedenfalls im Bundesland Vorarlberg besser. Ein 365-Euro-Ticket gibt es dort wohl schon - und es wohl nicht von der dort traditionell schwachen SPÖ eingeführt worden. Hier mal ein etwas älterer Link für Interessierte: [presse.vorarlberg.at]

Die gute Vertaktung gibt es immer dort, wo viel Bedarf besteht, das ist kaum anders als in Deutschland. Ich kenne das zumindest aus den Regionen, in denen wir ab und zu sind (Raum Flattach und Raum Jennersdorf), das ist halt extrem unterschiedlich.
Zu den preisen: Raum Vorarlberg: [www.vmobil.at] -sehr günstiges Jahresticket/

Ich beziehe mich ausdrücklich nur auf Vorarlberg und verlinke einmal das dortige Linienverzeichnis: [www.vmobil.at]

Das Angebot ist deutlich besser als früher; auch und gerade beim Bus (klar, viele Bahnstrecken gibt es ja nicht). Seit Bestehen der Zweiten Republik wird der Landeshauptmann stets von der Volkspartei gestellt, aktuell gibt es eine Koalition der ÖVP mit den Grünen.
Zitat
def
Übrigens geht die SPÖ im aktuellen Nationalratskampf noch weiter und fordert einen Ausbau des Konzepts: die Jahreskarte für ein Bundesland soll demzufolge in allen Ländern 1 Euro pro Tag kostet, die Jahreskarte für zwei Bundesländer 2 Euro pro Tag und die für ganz Österreich (den gesamten öffentichen Verkehr) drei Euro pro Tag.

[www.spoe.at]

Der SPÖ (danke, dass Du die immer noch mit Capital S schreibst!) geht halt der Arsch auf Grundeis - berechtigterweise. Da bleibt halt nur noch, die Grünen links stehend zu überholen. Ich bin begeistert.
Zitat
micha774
Kleines Veto da ich letzte Woche in Wien war.

Dort befahren Regionalbahn, S-Bahn und Expresszug (CAT) die gleiche Strecke vom Flughafen bis mind. Wien Mitte und der CAT kostet im Sondertarif doppelt soviel im Einzelticket wie die S-Bahn. (12 Euro zu 4.80).

Desweiteren muß man bei Mehrtagestickets aufpassen.

48h-Ticket 14,10 plus Hin/Rückfahrt Airport (3.60€) = 17.70€ bei Einzelkauf.

Kauft man es zusammen, werden zwei Tagestickets zu 8€ und die 3,60€ berechnet, also 19.60€.

Hat man zudem schon ein Ticket kostet die S-Bahn nur 1.80 einzeln. Ohne Ticket 4.80€.
Entsprechend hoch der Andrang beim ÖBB-Kiosk im Flughafen.

Toll, jetzt hast Du genau die eine Ausnahme zu der von def dargestellten Regel gefunden. Dass der CAT eine vermurkste Schlippsträgerbahn ist, wissen wir doch mittlerweile alle.
Zitat
schallundrausch
Der SPÖ (danke, dass Du die immer noch mit Capital S schreibst!)

Natürlich. Ich beneide die Österreicher in dieser Hinsicht auch ein wenig, dass dort noch eine sozialdemokratische Partei zum politischen Spektrum gehört, nicht nur eine rot lackierte FDP.
Zitat
phönix
noch ein Gedanke: Nicht nur die weiten Takte sind in der Fläche das Problem, auch die teilweise abwegigen Verkehrsverbindungen: Will ich bspw. vom hübschen Dorf Deutsch Minihof im Burgenland in die nächste größere Stadt mit Einkaufsmöglichkeiten, bietet sich Fürstenfeld an, 18 km mit dem Auto, aber aktuell nur 2 x werktags 2,5 Stunden mit mehrfachem Umsteigen mit den Öffentlichen für die einfache Wegstrecke. Da würde auch das 365-Euro-Jahresticket nichts reißen...

Leider ist das Land Burgenland nicht gewillt, mehr finanzielle Mittel für den ÖV zur Verfügung zu stellen. Es wird schon jetzt wieder am tagesdurchgängigen Stundentakt am Wochenende gesägt, für den Regionalbus ist man nur gewillt, Schülerverkehr zu finanzieren (somit auch keine/kaum Einnahmen durch zahlende Kundschaft) und stattdessen schwadroniert man von einem Zentralbahnhof im Burgenland mit einer riesigen P+R-Anlage...

Zitat
der weiße bim
Nur zahlt die Abgabe nach dem "Gesetz über die Einhebung einer Dienstgeberabgabe" [de.wikipedia.org] nicht der Arbeitnehmer, sondern der Arbeitgeber (mit einigen Ausnahmen). Das erhöht also die Lohnnebenkosten der in der Bundeshauptstadt Österreichs ansässigen Unternehmen.

Auch wenn es heißt, der Arbeitgeber zahle diese Abgabe, so muss der Arbeitnehmer diese zwei EUR pro Woche mit seiner Arbeitsleistung erstmal erbringen.
Zitat
Tatra83
Leider ist das Land Burgenland nicht gewillt, mehr finanzielle Mittel für den ÖV zur Verfügung zu stellen. Es wird schon jetzt wieder am tagesdurchgängigen Stundentakt am Wochenende gesägt, für den Regionalbus ist man nur gewillt, Schülerverkehr zu finanzieren (somit auch keine/kaum Einnahmen durch zahlende Kundschaft) und stattdessen schwadroniert man von einem Zentralbahnhof im Burgenland mit einer riesigen P+R-Anlage...

Man kann das wahrscheinlich nicht so pauschal verdammen. Der Bereich des Großraum Wiens bis nach Wiener Neustadt und Eisenstadt ist bereits jetzt gut erschlossen, teilweise auch durch recht engen Takt, soweit die Nachfrage gegeben ist.
Alles weiter südlich ist nicht nur hügelig, sondern richtig gebirgig (wenngleich es dort kein Hochgebirge gibt), da gibt es aber kaum Bahnverbindungen, und die Orte in den Tälern sind halt analog Deutschland mit Regionalbussen erschlossen. Die hüglige und von Landwirtschaft geprägte Region ganz im Süden ist ohne größere Städte, da ist alles eher auf das steirische Graz ausgerichtet, wenn nicht gleich auf ungarische oder slowenische größere Orte wie Sopron/Szombathely oder Maribor.
Die Idee mit den Zentralbahnhöfen habe ich ehrlich gesagt nie verstanden. Der Norden hat Wien als funktionierenden Zentralbahnhof. Und im Süden wird sich nie einer lohnen, mangels Fahrgastströmen. Irgendwann nach Fertigstellung der Schnellverbindung Wien - Klagenfurt- (und weiter Richtung Italien) wird Graz noch stärker die Zentralbahnhofsfunktion übernehmen - aber nicht fürs Burgenland allein, sondern für den gesamten südlichen steirisch-burgenländischen Bereich. Wahrscheinlich kommt diese Idee der zusätzlichen Zentralbahnhöfe aus der unsinnigen ausschließlichen Länderbezogenheit der Politik. Aber etwas vergleichbares haben wir auch hier in Deutschland.

Mit besten Grüßen

phönix



3 mal bearbeitet. Zuletzt am 25.07.2019 14:51 von phönix.
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