Falls interessiert:

Zitat

Neben dem Neubau wird jetzt auch der Wiederaufbau von stillgelegten Strecken in Berlin voran gebracht. Aktuelles Beispiel: Die vor Jahrzehnten stillgelegte Siemens-S-Bahn wird aus ihrem Dornröschenschlaf wach geküsst! Im Juni hat Berlin für Planungsarbeiten zur Wieder-Inbetriebnahme 2,3 Mio Euro freigegeben. Bevor Ingenieur*innen die Strecke in Beschlag nehmen, lädt Daniel Buchholz mit der Deutschen Bahn zu einer exklusiven Entdeckertour mit Führung über die verwilderten Gleise der Siemensbahn ein. Interessierte können kostenlos am Freitag 23. August 2019 ab 16 Uhr dabei sein. Bitte melden Sie sich umgehend mit Namen, Alter (14+) und Adresse per E-Mail an. Wegen der großen Nachfrage werden die Plätze ausgelost. Mehr Infos:

www.daniel-buchholz.de/verkehr/siemensbahn

Stellt sicher eine gute Gelegenheit dar, den aktuellen Zustand auf legale Weise zu dokumentieren.
Zitat

"Trittbrettfahrer" am 10.8.2019 um 13.48 Uhr:

Stellt sicher eine gute Gelegenheit dar, den aktuellen Zustand auf legale Weise zu dokumentieren.

Da wird es in den nächsten Monaten sicherlich eine Menge Angebote geben, denn das Interesse am morbiden Charme einer zugewachsenen Bahntrasse ist immer noch hoch. Heute gab es z. Bsp. wieder eine Führung an und teilweise auf der Trasse vom Verkehrspolitischen Informationsverein (VIV) unter Leitung des Berliner Bahnchefs und Mitbegründers des VIVs Alexander Kaczmarek. Die Abendschau war dabei: Abendschau-Webseite, Mediathek.


Im Bild: Peter Bley und Alexander Kaczmarek mit Kopien von zwei Seiten der Vereinbarung zum Bau der Siemensbahn aus dem Jahr 1925

Gruß, Thomas

--
Thomas Krickstadt, Berlin, Germany, usenet@krickstadt.de



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 10.08.2019 21:58 von krickstadt.
Ich bin froh illegal 1983 da drüber gewandert zu sein, da gabs wenigstens noch was zu sehen.

Gruß aus dem Speckgürtel :-)

Regio + S-Bahn + U-Bahn + Tram + Bus = nur gemeinsam stark
Zitat
krickstadt
Heute gab es z. Bsp. wieder eine Führung an und teilweise auf der Trasse vom Verkehrspolitischen Informationsverein (VIV) unter Leitung des Berliner Bahnchefs und Mitbegründers des VIVs Alexander Kaczmarek.

Die Führung heute war ausgesprochen lohnenswert, da sich die Gelegenheit ergab, ALLE Gebäude (also auch das ehem. Gleichrichterwerk) von innen besichtigen zu können. Danke dafür an den VIV und die DB.

Eine Wanderung oben auf der Strecke ist in der aktuellen Jahreszeit allerdings nicht sehr sinnvoll, daher glaube ich nicht, dass Herr Buchholz tatsächlich einen längeren Abschnitt "oben" abwandern wird.

Viele Grüße
André
Hallo,

es gab eine Kleine Anfrage im Deutschen Bundestag zur Siemensbahn und eine dazugehörige Antwort des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur:

Zitat

Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke vom 28.6.2019 und Antwort des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur vom 29.7.2019 (Vorabfassung): Wiederbelebung der Siemensbahn in Berlin

Vorbemerkung der Fragesteller:

Die Siemens AG plant, auf dem historischen Siemens-Gelände in Berlin Spandau in den kommenden Jahren bis zu 600 Mio. Euro in eine neue Arbeits- und Lebenswelt zu investieren. Es soll ein "Innovations-Campus" mit hochqualifizierten attraktiven Arbeitsplätzen entstehen. Das bisherige Industrieareal soll sich in einen modernen und von vielfältiger Nutzung geprägten urbanen Stadtteil der Zukunft wandeln.
Zur verkehrlichen Erschließung des Areals haben das Land Berlin und die Siemens AG in dem Memorandum of Understanding folgende Maßnahme vereinbart: "Die Aktivierung und Revitalisierung der S-Bahn-Trasse östlich und nördlich des Areals (sog. denkmalgeschützte Siemensbahn) inklusive Brückenneubau über der Spree (Rohrdamm-Brücke und Rudolf-Wissell-Brücke) nach aktuellem Leistungs- und Qualitätsstandards und als Teil des Berliner ÖPNV-Angebots sowie Anbindung an den Hauptbahnhof zur optimalen Verknüpfung mit dem Fernverkehr der Deutschen Bahn und schnelle Anbindung an den Flughafen BER" (Memorandum of Understanding, Seite 10). Die Deutsche Bahn AG steht einer Wiederbelebung der Siemensbahn aufgeschlossen gegenüber. Der Bahnbevollmächtigte für Berlin beabsichtigt, dieses Vorhaben prioritär zu behandeln und zügig umzusetzen (vgl. www.morgenpost.de/bezirke/spandau/article216339801/Die-Siemensbahn-wird-zum-Vorzeigeprojekt.html).

Frage 1: Wie steht die Bundesregierung zu den Plänen einer Wiederbelebung der Siemensbahn in Berlin?

Antwort zu 1.: Die Bundesregierung setzt sich für den Ausbau des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) ein. Auf Grund der gesetzlichen Vorgaben liegt die Verantwortung für die Planung, Organisation und Finanzierung des ÖPNV bei den Ländern. Dies schließt auch den Nahverkehr ein, der als Schienenpersonennahverkehr (SPNV) auf den Eisenbahnstrecken erbracht wird. Dabei unterstützt der Bund die Länder bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben mit unterschiedlichen Finanzierungsinstrumenten in Höhe von derzeit jährlich über neun Mrd. Euro. Gesetzliche Grundlagen sind das Regionalisierungsgesetz, das Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz sowie das Entflechtungsgesetz. Über den Einsatz dieser Mittel entscheiden jeweils die Länder. Für die Inbetriebnahme der Siemensbahn, die wie früher als S-Bahn-Strecke ausschließlich für den Nahverkehr genutzt werden wird, ist somit ausschließlich das Land Berlin als SPNV-Aufgabenträger zuständig.

Frage 2: Welche konkreten Pläne hat nach Kenntnis der Bundesregierung die DB Netz AG zur Wiederbelebung der Siemensbahn in Berlin, und in welchem Zeitraum sollen diese realisiert werden?

Frage 3: Wie ist nach Kenntnis der Bundesregierung die weitere Zeitplanung für die einzelnen Planungsschritte zur Wiederinbetriebnahme der Siemensbahn?

Antwort zu 2. und 3.: Die Fragen 2 und 3 werden aufgrund ihres Sachzusammenhangs gemeinsam beantwortet.

Nach Auskunft der DB AG ist eine Aussage zum Projektumfang und eine genaue zeitliche Einordnung aufgrund der frühen Planungsphase derzeit noch nicht möglich.

Frage 4: Wie bewertet nach Kenntnis der Bundesregierung die DB Netz AG den Zustand der Gleisanlage bzw. die Schäden der ehemaligen Siemensbahn?

Frage 5: Wie bewertet nach Kenntnis der Bundesregierung die DB Netz AG den Zustand der zur Trasse gehörenden Brücken z. B. über den Jungfernheideweg?

Antwort zu 4. und 5.: Die Fragen 4 und 5 werden aufgrund des Sachzusammenhangs gemeinsam beantwortet.

Nach Auskunft der DB AG befinden sich die Untersuchungen zum Zustand der Gleisanlagen und der zur Trasse gehörenden Brückenbauwerke der Siemensbahn im Anfangsstadium. Abschließende Ergebnisse liegen noch nicht vor.

Frage 6: Inwieweit liegen nach Kenntnis der Bundesregierung der Deutschen Bahn AG konkrete Aussagen darüber vor, wie die Strecke wieder in Betrieb gehen kann und welche Kosten sowie juristischen Probleme damit verbunden sind (vgl. www.morgenpost.de/bezirke/spandau/article216339801/Die-Siemensbahn-wird-zum-Vorzeigeprojekt.html)?

Antwort zu 6.: In der jetzt laufenden Vorplanungsphase werden die technischen Optionen der Wiederinbetriebnahme der Siemensbahn hinsichtlich ihrer Machbarkeit untersucht und auf Verwendbarkeit geprüft. Ergebnisse liegen noch nicht vor.

Frage 7: Wer soll nach Auffassung der Bundesregierung die Kosten für eine Wiederinbetriebnahme der Siemensbahn tragen? Wird sich der Bund an der Finanzierung beteiligen?

Antwort zu 7.: Es wird auf die Antwort zu Frage 1 verwiesen.

Frage 8: Wie bewertet nach Kenntnis der Bundesregierung die Deutsche Bahn AG die Rentabilität einer Reaktivierung dieser Strecke, und wie stellt sich das in der errechneten Wirtschaftlichkeit dar?

Antwort zu 8.: Die Betrachtung der Wirtschaftlichkeit kann erst nach Abschluss der Vorplanungen erfolgen, da hierfür weitere Grundlagen und Informationen erforderlich sind und der Projektumfang zur Wiederinbetriebnahme der Siemensbahn definiert sein muss.

Frage 9: Gilt nach Kenntnis der Bundesregierung für diese Trasse und ihr Umfeld Denkmalschutz im Sinne eines Industriedenkmals?

Frage 10: Welchen Anforderungen des Denkmalschutzes der Trasse der Siemensbahn muss nach Kenntnis der Bundesregierung die DB Netz AG bei einer Reaktivierung Rechnung tragen, und welche Kosten sind damit verbunden (bitte die Maßnahmen und die Kosten tabellarisch auflisten)?

Antwort zu 9. und 10.: Die Fragen 9 und 10 werden aufgrund des Sachzusammenhangs gemeinsam beantwortet.

Die Siemensbahn ist im Landesdenkmalamt Berlin als Denkmalart Gesamtanlage (Strecke neben Empfangsgebäude) gelistet. Abstimmungen mit der Denkmalschutzbehörde werden nach Auskunft der DB AG im Rahmen der weiteren Planungen durchgeführt. Aussagen zu Kosten können erst nach Abschluss der laufenden Untersuchungen getroffen werden.

Frage 11: Soll nach Kenntnis der Bundesregierung geprüft werden, ob eine Anbindung nach Westend (Richtung Südring) sinnvoller sein kann als die historische Anbindung an den Nordring im Bahnhof Jungfernheide (vgl. www.tagesspiegel.de/berlin/berlin-spandau-reaktivierung-der-siemensbahn-ist-mit-vielen-problemen-verbunden/23257374.html)?

Antwort zu 11.: Nach Auskunft der DB AG ist die Anbindung der Siemensbahn in Richtung Westend nicht Gegenstand der derzeitigen Untersuchungen.

Frage 12: Welche anderen Varianten hat nach Kenntnis der Bundesregierung die Deutsche Bahn AG untersucht, wie ein Anschluss der Siemensbahn an das Bestandsnetz erfolgen könnte, und mit welchem Ergebnis?

Antwort zu 12.: Der Anschluss der Siemensbahn an das Bestandsnetz ist nach Auskunft der DB AG Teil der Untersuchungen. Laut aktueller Planung soll die Siemensbahn
an den Bahnhof Jungfernheide angebunden werden.

Frage 13: Mit welchen Betriebskosten rechnet nach Kenntnis der Bundesregierung die Deutsche Bahn AG jährlich? Wie und durch wen soll die Finanzierung des Betriebs der Siemensbahn sichergestellt werden?

Antwort zu 13.: Nach Auskunft der DB AG müssen für die Ermittlung zukünftiger Betriebskosten zunächst die technischen Lösungsmöglichkeiten bekannt sein. Diese werden im Rahmen der mit dem Land Berlin vereinbarten Planungen geprüft.

Frage 14: Wie soll nach Kenntnis der Bundesregierung die Siemensbahn bei einer Reaktivierung in das Berliner S-Bahn-Netz eingebunden werden? Soll eine neue Linie eingerichtet werden, und mit welchem Verlauf, oder welche bestehende Linie soll die wiederhergestellten Bahnhöfe bedienen?

Antwort zu 14.: Die möglichen Optionen zur Einbindung der Siemensbahn in das Berliner S-Bahn-Netz werden nach Auskunft der DB AG im Rahmen der weiteren Planungen untersucht.

Frage 15: Wie soll nach Kenntnis der Bundesregierung die Siemensbahn in den sonstigen öffentlichen Personennahverkehr eingebunden werden?

Antwort zu 15.: Hierzu liegen der Bundesregierung keine eigenen Informationen vor.

Frage 16: Befürwortet der Bund die Weiterführung der Siemensbahn über den Bahnhof Gartenfeld hinaus bis nach Hakenfelde? Mit welchen Kosten wäre nach Kenntnis der Bundesregierung diese Weiterführung verbunden?

Antwort zu 16.: Hierzu liegen der Bundesregierung keine eigenen Informationen vor.

Gruß, Thomas

--
Thomas Krickstadt, Berlin, Germany, usenet@krickstadt.de



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 14.08.2019 13:21 von krickstadt.
Ich bin jetzt nicht so der Fachmann. Aber welchen Sinn sollte die Anfrage an das Bundesministeriums haben wenn dies eher Ländersache (Berlin) ist?
Desweiteren: Gab es nach der Wende nicht irgend eine beschlossene Vorgabe, dass die DB den Zustand wie vor dem Mauerbau herstellen muß?
Wieso konnte oder mußte die DB dies bis heute nicht machen?
Zitat
GraphXBerlin
Ich bin jetzt nicht so der Fachmann. Aber welchen Sinn sollte die Anfrage an das Bundesministeriums haben wenn dies eher Ländersache (Berlin) ist?

Die Deutsche Bahn und ihre Infrastruktur sind immer noch zu 100% Eigentum des Bundes.

[/Quote]
Desweiteren: Gab es nach der Wende nicht irgend eine beschlossene Vorgabe, dass die DB den Zustand wie vor dem Mauerbau herstellen muß? [/Quote]

Die Vereinbarung betraf die Strecken, die durch den Mauerbau gekappt wurden.

Grüße
Nic
Zitat
Nicolas Jost
Zitat
GraphXBerlin
Ich bin jetzt nicht so der Fachmann. Aber welchen Sinn sollte die Anfrage an das Bundesministeriums haben wenn dies eher Ländersache (Berlin) ist?

Die Deutsche Bahn und ihre Infrastruktur sind immer noch zu 100% Eigentum des Bundes.
Desweiteren: Gab es nach der Wende nicht irgend eine beschlossene Vorgabe, dass die DB den Zustand wie vor dem Mauerbau herstellen muß? [/Quote]

Die Vereinbarung betraf die Strecken, die durch den Mauerbau gekappt wurden.[/quote]

Ich meine, das ist so nicht richtig. Es wurden auch viele Strecken wiederaufgebaut, die 1980 stillgelegt wurden!
.... und die Planungen / Gedankenspiele gehen weiter:

Siemensbahn soll unterirdisch durch Spandau verlängert werden

Die Siemensbahn ist der verkehrstechnische Schlüssel für Spandaus neue Stadtquartiere. Zehntausende sollen hier bald wohnen, ohne S-Bahn droht der Kollaps. Weiter hier:
[www.rbb24.de]

Bäderbahn
Zitat
Bäderbahn
.... und die Planungen / Gedankenspiele gehen weiter:

Siemensbahn soll unterirdisch durch Spandau verlängert werden

Die Siemensbahn ist der verkehrstechnische Schlüssel für Spandaus neue Stadtquartiere. Zehntausende sollen hier bald wohnen, ohne S-Bahn droht der Kollaps. Weiter hier:
[www.rbb24.de]

Sorry, aber es ist so ein Trauerspiel mit der Wasserstadt oder das, was davon übrig ist - von Anfang an!

Erst wird groß geplant, dann, als die Nachfrage fehlt, wieder eingestellt. Jetzt wird wieder groß geplant und es sollen tausende neue Wohnungen verdichtet entstehen, fast wie damals. Alles schön und gut, wenn nur nicht das Thema ÖPNV ohne jegliche Strategie und Vernunft als allerletztes mitgeplant wird. Erst wird eine mögliche Straßenbahntrasse frei gehalten - ohne absehbare Folgen. Es wird eine mögliche unterirdische S-Bahn-Trasse im Flächennutzungsplan berücksichtigt. Das alles ist ja nicht mal ganz neu. Aber dass Bezirks- und Landespolitiker auf diesen Zug aufspringen, als gäbe es schnelle Erfolge zu feiern, macht mich sprachlos. So geben sie sich mit Absichtserklärungen für den Sankt-Nimmerleins-Tag zufrieden und fordern gleich noch weitere unbezahlbare und sehr langfristige Vorhaben wie die U2- und U7-Verlängerungen, leisten sich eine endlose Straßenbahndiskussion, die nie zu einem Ergebnis führt, usw. Alles mit der Konsequenz, dass möglichst jegliche Konkretheit baldiger Verbesserungen verwässert wird.

Jeder, der die Historie kennt, weiß, wie es die nächsten Jahrzehnte aussehen wird: Spandau bekommt noch mehr Busse, die noch mehr im Stau stehen werden, weil diese schließlich keine Privilegien gegenüber dem Automobil haben dürfen. Und wenn es gut läuft, wird zehn Jahre nach Fertigstellung der Wohnungsbauvorhaben die S-Bahn wie im Jahre 1929 nach Gartenfeld fahren. Immerhin gibt es dort dann einen neuen Umsteigebahnhof für neue Buslinien. Ganz ehrlich, aus Senatssicht würde ich Spandau in Verkehrsfragen auch nicht unterstützen. Dort gibt es schließlich (so gut wie) keinen verantwortlichen Politiker ohne zwei gegenläufige Meinungen.
Zitat
hvhasel
Zitat
Bäderbahn
.... und die Planungen / Gedankenspiele gehen weiter:

Siemensbahn soll unterirdisch durch Spandau verlängert werden

Die Siemensbahn ist der verkehrstechnische Schlüssel für Spandaus neue Stadtquartiere. Zehntausende sollen hier bald wohnen, ohne S-Bahn droht der Kollaps. Weiter hier:
[www.rbb24.de]

Sorry, aber es ist so ein Trauerspiel mit der Wasserstadt oder das, was davon übrig ist - von Anfang an!

Ja, damit ist die weitere Verlängerung der Siemensbahn über Gartenfeld hinaus quasi tot. Für 30.000 Einwohner rechnet sich weder so ein langer Tunnel und schon gar nicht gleich 3 (!) unterirdische Stationen. Wobei der Halt auf der Insel Gartenfeld rein vom Stationsabstand ja schon Quatsch ist. Zukunftsweisend wäre es m.E., sich mit der Tatsache des finalen Endbahnhofs Gartenfeld abzufinden, und darauf eine praktikable Anschluss-Planung aufzusetzen: Z.B. einen innovativen Zubringer auf eine weitgehend autofreie Insel Gartenfeld, und für den Bereich Daumstraße und Hakenfelde die Wiederaufnahme der Straßenbahnpläne mit Anbindung an den S-Bahnhof Gartenfeld.

Viele Grüße
André
Nirgendwo passt zur Zeit meine Signatur besser:

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Wenn die unbedingt unterirdisch bauen wollen, sollen sie die Trasse für die RB bauen und gleich ICE-tauglich. Dann kann man das Ding irgendwo im Spandauer Forst wieder auftauchen lassen und als Entlastungsstrecke nach Nauen und Hamburg nutzen.

Das dürfte auch die Einfädelung bei Jungfernheide ungemein erleichtern, wenn man nicht an den Ring ran muss, sondern an die Bestandsstrecke Jungfernheide - Stresow anschließen kann.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 23.08.2019 19:29 von VvJ-Ente.
Hallo,

in dem diesen Diskussionsfaden eröffnenden Beitrag von "Trittbrettfahrer" wurde eine Veranstaltung des SPD-Abgeordneten Daniel Buchholz am gestrigen Freitag, den 23. August 2019 angekündigt ("exklusive Entdeckertour mit Führung über die verwilderten Gleise der Siemensbahn"). Daniel Buchholz ist übrigens auch einer der drei SPD-Abgeordneten, die am 1. August ihre Ausbaupläne für die Berliner U-Bahn im U-Bahnhof Rotes Rathaus vorgestellt hatten.

Die Abendschau war auch wieder dabei und hat ein zweieinhalbminütiges Video darüber gesendet. Allerdings befindet sich die in der Anmoderation von Sarah Zerdick als noch in Betrieb befindliche Siemensbahn vorgestellte S-Bahnbrücke nicht in Spandau, sondern über der Spree am S-Bahnhof Bellevue, und gehört zur auch heute noch in Betrieb befindlichen Stadtbahn. ;-)


Abendschau-Webseite, Mediathek

Gruß, Thomas

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Thomas Krickstadt, Berlin, Germany, usenet@krickstadt.de
Danke für den Link! Die Anmoderation ist in der Tat missglückt...

Laut Herrn Kaczmarek sind 18 m (!) Tiefenlage wegen der Gewässerquerungen erforderlich. Da werden sicherlich nicht nur 40%, sondern eher 400% Mehrkosten gegenüber einer ebenerdigen Trassenführung erforderlich. Vor allem, da es ab Gartenfeld keinerlei Trassenfreihaltungen gibt, wird das ein extrem teurer Spaß, mit einem sehr begrenzten Verkehrswert. Die so begeisterten Teilnehmer der Führung werden nämlich dann auch noch feststellen, dass die S-Bahn nicht in das Zentrum von Spandau fährt, wo vermutlich auch ein nicht geringer Prozentsatz der Fahrgäste hinmöchte.
Zitat
Latschenkiefer
Danke für den Link! Die Anmoderation ist in der Tat missglückt...

Laut Herrn Kaczmarek sind 18 m (!) Tiefenlage wegen der Gewässerquerungen erforderlich. Da werden sicherlich nicht nur 40%, sondern eher 400% Mehrkosten gegenüber einer ebenerdigen Trassenführung erforderlich. Vor allem, da es ab Gartenfeld keinerlei Trassenfreihaltungen gibt, wird das ein extrem teurer Spaß, mit einem sehr begrenzten Verkehrswert. Die so begeisterten Teilnehmer der Führung werden nämlich dann auch noch feststellen, dass die S-Bahn nicht in das Zentrum von Spandau fährt, wo vermutlich auch ein nicht geringer Prozentsatz der Fahrgäste hinmöchte.

Herr Kleebank, Bezirksbürgermeister von Spandau, spricht sich vehement für die "U-Bahn"-Lösung aus. Kosten sind ihm egal und die Havel sei ja gar nicht so tief. Dafür meint er, dass ein Planfeststellungsverfahren für eine oberirdische Trasse scheitert. Komisch, bei der A100 war das für die SPD kein Problem. Oberidrisch mit Enteignung und Abriss von Wohnblockbebauung. Wurde zwar bis vor das höchste Gericht gegen geklagt, kam aber trotzdem durch. Und der errungene Kompromiss (zwei Häuser bleiben stehen, Planung wird angepasst), wurde per Planänderung negiert. Kommt die Verlängerung zur Frankfurter Allee, müssen die nun verschonten Häuser auch noch weg.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Jetzt erstmal nicht über den Unsinn mit der U-Bahn aufregen.
Das ist bisher alles Hirnwichserei, Sorry, eines Spandauer Lokalpolitikers der es geschafft hat einem Redakteur weiszumachen das alles entschieden sei und man alles so mache.
Die DB als zuständiges Unternehmen bereitet grade erst die Unterlagen für die noch zu startende Variantenprüfung vor, diese wird demnächst dann erst gestartet. Nun anhand der dann irgendwann zu erwartenden Ergebnisse wird dann entschieden.
Bisher ist noch nichtmal andeutungsweise was entschieden und nur der Lokalpolitiker, der am liebsten überall U-Bahnen bauen will, ist der Meinung das alles bereits fest steht.
Zitat
Kowalski
Jetzt erstmal nicht über den Unsinn mit der U-Bahn aufregen.
Das ist bisher alles Hirnwichserei

Alles klar.
Zitat
Kowalski
Jetzt erstmal nicht über den Unsinn mit der U-Bahn aufregen.
Das ist bisher alles Hirnwichserei, Sorry, eines Spandauer Lokalpolitikers der es geschafft hat einem Redakteur weiszumachen das alles entschieden sei und man alles so mache.
Die DB als zuständiges Unternehmen bereitet grade erst die Unterlagen für die noch zu startende Variantenprüfung vor, diese wird demnächst dann erst gestartet. Nun anhand der dann irgendwann zu erwartenden Ergebnisse wird dann entschieden.
Bisher ist noch nichtmal andeutungsweise was entschieden und nur der Lokalpolitiker, der am liebsten überall U-Bahnen bauen will, ist der Meinung das alles bereits fest steht.

Eigentlich wäre die Vorgehensweise bei einer Planung doch genau anders herum. Man hat ein Verkehrsaufkommen X (oder erwartet, dass dieses in absehbarer Zeit eintrifft). Dann untersucht man, welche Maßnahmen möglich wären, um dieses abzudecken.

Hier ist es genau anders herum. Man hat eine seit 40 Jahren brachliegende Trasse, und verlängert diese auf der Karte mit dem Grafikprogramm um einige km. Ok, da liegen ein paar Gewässer dazwischen, aber das lässt sich technisch lösen, oder? Dann versucht man zu begründen, warum gerade diese Lösung die genau richtige ist. Egal, ob die Leute da wirklich lang fahren wollen oder nicht...
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