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Teslaansiedlung in Grünheide (Mark) bei Erkner bei Berlin
geschrieben von Nemo 
Zitat
dubito ergo sum
Jeder Haushalt verfügt über einen Dreiphasenwechselstromanschluss - zum Betrieb des E-Herds und zur Versorgung der recht kurzen 220-Volt-Stromkreise. Von einer Haushaltssteckdose ist es daher nie weit zu einem richtigen Stromanschluss.

Das hatte ich bis vor kurzem auch gedacht, bis in meiner Wohnung der Sicherungskasten ausgetauscht werden mußte, und der Monteur von den 4 Leitungen zur Herdanschlußdose nur 2 angeschlossen hatte, und somit die Spülmaschine nicht ging. Ich hatte mir eingebildet, daß wenn die Herdanschlußdose 5 Kontakte hat, daß dann auch 3 Phasen anliegen, aber Pustekuchen. Die „3 Phasen“ waren und sind mit einer einzigen 16-Ampère-Sicherung abgesichert.

Der Erbauer des Hauses hatte einfach die 3 Phasen auf die je 3 Wohnungen per Etage verteilt, jede nur genau 1 Phase, abgesichert mit 35 A.

Ein Pflegedienst kommt m.E. nicht mit nur 5 mobilen Pflegern aus, wenn er wirklich gemäß Blüm ordentlich Kohle verdienen will. Es müßten mindestens 10 sein, oder gar 20 und mehr. Ich müßte mal die Frau wieder ausfindig machen, die mich vor 2 Jahrzehnten mit dem Ansinnen konfrontiert hatte, ich solle ihr eine Pflegeverwaltung und -abrechnung aus Excel-Tabellen zusammenbasteln. Meinen Gegenvorschlag einer richtigen Datenbank hatte sie nicht verstanden… Vielleicht verrät sie mir ja, wieviel Pferdchen sie als Minimum ansieht.

Auf jeden Fall kommt da der Leitungsquerschnitt eines kleinen Büros ins Glühen, wenn so viele Batterieautos gleichzeitig geladen werden wollen.

Batterieautos sind derzeit nur verkaufbar an Leute mit Eigenheim, das eine eigene Garage oder mindestens eine Einfahrt hat. Öffentliche Ladesäulen taugen da nix, auf die kann man sich nicht verlassen. Die 2 Ladesäulen am Straßenrand, die ich auf meinen Gängen so sehe, sind immer zugeparkt mit benzingetriebenen Autos.


heute mal keine sig
Bin ja gerade auf Wohnungssuche. Und einmal gehörte auch ein Tiefgaragenplatz inkl. abschließbarer eigener Ladesäule dazu...
Zitat
Henning
Warum existierten früher so viele Tankstellen mehr als heute, obwohl es damals viel weniger Kraftfahrzeuge gab?

Es geht um den Umsatz pro Säule, pro Quadratmeter Tankstellenfläche und pro Arbeitskraft, was den Umfang des möglichen Profits bestimmt, der ja maximiert werden muß.

Einflußfaktoren:
• Verbrennungsmotoren werden sparsamer im Verbrauch;
• Tanksäulen pumpen schneller und mut weniger Verlusten;
• Selbstbedienung reduziert radikal den Personalbedarf (was elektronische Übertragung der getankten Menge zu Kasse voraussetzt, d.h. Computereinsatz)
• zentrale Einstellung der Preise an Zapfsäulen, Kassensystemen und großen Anzeigetafeln von der jeweiligen Konzernzentralen aus spart nochmals Arbeitszeit.

PS: ich hab in meiner Leihsklavenzeit einige Wochen im „Tankstelleninnendienst“ der regionalen Zentrale von Texaco gearbeitet. Damals wurden Preisänderungen noch per Telefon an jede einzelne Tankstelle durchgegeben.


heute mal keine sig



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 01.03.2020 15:07 von L.Willms.
Berlin könnte ja auch mal so was machen
Oder auch die Städte im Speckgürtel.
Aber eigendlich ist das nur eine vorüber gehende Soforthilfe gegen die vielen Abgase. Mir ist völlig egal, wie die Autos die die Stadt zu stauen angetrieben werden.
Finde diese Diskusion hier in einem ÖPNV-Forum eigendlich überflüssig :))
Zitat
andre_de
Zitat
angus_67
....das ist so nicht ganz richtig :)
Wir haben zB. bei uns im Kraftwerk nur zwei Asynchronmaschinen deren Drehzahl per Regelung konstant gehalten wird.

Jo stimmt natürlich, für so niedliche Kraftwerke ;-) Asynchrongeneratoren müssen ja sowieso nicht synchronisiert werden, da entfällt die Frage der 50Hz-"Regelung" erst recht. Welches Kraftwerk ist denn "eures"?

Mir gings um Großkraftwerke, siehe 1 GW / Block, und die haben immer Synchronmaschinen.

Viele Grüße
André

...nur 16MW,
aber Inselbetriebsfähig
Zitat
Nemo
Zitat
andre_de


Falls Du Dich auf mich beziehst: Hab ich so nicht geschrieben. Selbstverständlich kann man erneuerbare Energien nutzen, um die jährliche Menge an fossilen Energieträgern zu reduzieren. Das machen wir ja auch tagtäglich in Größenordnungen. Es lässt sich dadurch nur eben kein einziges konventionelles Kraftwerk final abschalten.

Man kann in dem Maße konventionelle Kraftwerke abschalten, wie man Wasserkraft- und Biomassekraftwerke hat, die auch zu regenerativne Energien zählen und ebenso verfügbar sind wie Fossile Kraftwerke. Zusätzlich kann man natürlich noch weitere Kraftwerke abschalten, da die befürchtete Dunkelflaute zu 100% nie zu gleich überall stattfindet. Es gibt sogar Standorte in Deutschland, da windet es immer!

von dem was andre_de ausgeführt hat hast du nichts verstanden...oder?

Stichwort Wasserkraft:
wir könnten ja auch mal sowas hier
[de.wikipedia.org]
versuchen in Deutschland zu bauen...

Stichwort Biomasse:
Es gibt Gegenden in D wo du 3Tage lang fahren kannst und nichts ausser Mais siehst

Stichwort Dunkelflaute:
Nachts ist es dunkel...ausser in manchen Köpfen
Zitat
Stowaway
Berlin könnte ja auch mal so was machen

Zitat
electrive.net, Branchendienst für Elektromobilität
Die niedersächsische Stadt Langenhagen und der Energiedienstleister Enercity haben fünf Straßenlaternen zu Ladepunkten für E-Autos aufgerüstet. Ein Vorteil sollen die niedrigeren Anschaffungskosten sein.

Die Ladeleistung liegt bei maximal 4,6 kW. „Die Ladeplätze sind daher insbesondere für Anwohner interessant, die ihr E-Auto etwa über Nacht laden möchten“, schreibt Enercity in der Mitteilung.

Schön. Da komm ich also spät von der Arbeit nach hause, und will mein Auto über Nacht ans Ladekabel hängen (wie mein Händie ja auch), aber die Laterne ist schon besetzt. Womöglich sogar von einem Benzinauto. OK, vielleicht reicht das Kabel ja ein paar Meter länger. Hat gereicht! Später höre ich den lauten Aufschrei meines Nachbarn, der spät abends nochmal seinen Fiffi ausführen wollte, und über das Kabel gestolpert ist, als er zwischen zwei parkenden Autos auf die andere Straßenseite gehen wollte. Erbsenbein an der rechten Hand gebrochen beim Aufprall, muß unbedingt sofort zur Notaufnahme. Schiet, der Akku in meinem Auto reicht noch nicht für die Fahrt zum nächsten Krankenhaus! Das ist eine Stunde Fahrt entfernt; das Krankenhaus um die Ecke wurde geschlossen, weil der Krankenhauskonzern damit nicht genug verdient hat.

Was nu?

Nu muß die Einsicht kommen, daß batterieelektrische Autos in einem Lande, wo die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung eben nicht in Eigenheimen mit eigener Garage wohnt, einfach nicht praktikabel sind.

Langfristig sinnvoll ist m.M.n. nur, den Strom für die Elektroautos direkt im Auto während der Fahrt zu erzeugen, und zwar per Brennstoffzelle mit Wasserstoff. Der wird mit überschüssigem Strom aus Solar und Wind produziert, die man dann nicht abzuschalten braucht, wenn die Sonne mal zu stark scheint und zuwenig verbraucht wird. Wasserstoff kann man m.E. wesentlich leichter und mit weniger Investitionen verteilen, indem man die vorhandenen Tankstellen mit einer weitere Zapfsäule für Wasserstoff ausrüstet, als daß man das gesamte Stromnetz gigantisch ausbauen muß, wo doch die Stromerzeugung doch eher radikal reduziert werden soll. Verkehrte Welt...

Zitat
Stowaway
Finde diese Diskusion hier in einem ÖPNV-Forum eigendlich überflüssig :))

Der Anlaß dieses Diskussionsstrangs ist aber der Bau einer Fabrik für Batterieautos, wozu auch der Bahnanschluß des GVZ Berlin Ost Freienbrink eine Rolle spielen soll. Der laut Schweers+Wall Atlas von der DRE (Deutsche Regional-Eisenbahn GmbH) betrieben wird.

Da ist es geradezu unvermeidlich, daß die Diskussion auf das dort herzustellende Produkt hinübergleitet. Was mich wundert, daß in diesen 11 Seiten mehr darüber, als über den Bahnanschluß diskutiert wird.


heute mal keine sig
Der Bauplatz für Elon Musk's neueste Fabrik endet im Norden wohl schon auf der Linie, wo die "Alte Poststraße" die Autobahn A10 unterfährt:
Bauplatz Tesla in Open Street Map (OSM) und nicht etwa bis an die Bahnstrecke 6153, auch Frankfurter und früher Schlesische Bahn genannt. Das ist nur der Bebauungsplan 13 Freienbrink-Nord (sie OSM).

Ich sehe deswegen keinen Anlaß, den Haltepunkt Fangschleuse um 1,5 km nach Westen zu verschieben.


heute mal keine sig
Zitat
L.Willms
Der Bauplatz für Elon Musk's neueste Fabrik endet im Norden wohl schon auf der Linie, wo die "Alte Poststraße" die Autobahn A10 unterfährt:
Bauplatz Tesla in Open Street Map (OSM) und nicht etwa bis an die Bahnstrecke 6153, auch Frankfurter und früher Schlesische Bahn genannt. Das ist nur der Bebauungsplan 13 Freienbrink-Nord (sie OSM).

Ich sehe deswegen keinen Anlaß, den Haltepunkt Fangschleuse um 1,5 km nach Westen zu verschieben.

Ausser vielleicht einer Bushaltestelle nach 2025 und einem werkseigenen Shuttleverkehr nach Erkner und Fürstenwalde sehe ich keinerlei
ÖPNV-Anbindung jemals.

Selbst wenn Tesla alles bezahlen würde gäbe es so etwas nicht vor 2030.
Falls es einige vergessen haben sollten...wir befinden uns in Deutschland.

Schönen guten Abend
Zitat
L.Willms
Der Bauplatz für Elon Musk's neueste Fabrik endet im Norden wohl schon auf der Linie, wo die "Alte Poststraße" die Autobahn A10 unterfährt:
Bauplatz Tesla in Open Street Map (OSM) und nicht etwa bis an die Bahnstrecke 6153, auch Frankfurter und früher Schlesische Bahn genannt.

Ich gehe stark davon aus, dass die OSM-Eintragung so nicht stimmt. Das Tesla-Gelände ist definitiv deutlich größer, siehe hier [www.deutsches-architekturforum.de]

Man sieht gut, wo was produziert werden soll. Das alles auf dem in OSM markierten Gelände wäre gar nicht möglich.
Zitat
hansaplatz

Man sieht gut, wo was produziert werden soll. Das alles auf dem in OSM markierten Gelände wäre gar nicht möglich.

Dort sieht aber auch sehr gut das nur im unteren linken Bereich und ober rechts etwas gebaut werden soll...der Rest sind "Optionsflächen"
Zitat
Nemo
Man kann in dem Maße konventionelle Kraftwerke abschalten, wie man Wasserkraft- und Biomassekraftwerke hat, die auch zu regenerativne Energien zählen und ebenso verfügbar sind wie Fossile Kraftwerke.

Es gibt keine Wasserkraftwerke, die ungenutzt rumstehen und darauf warten, Energie zu produzieren. Die bestehenden ersetzen also nichts. Neue Wasserkraftwerke werden in Deutschland nicht gebaut.

Große Biomasse-Kraftwerke liegen in der Größenordnung von 20 MW (0,02 GW). Da sind wir wieder bei den Zehnerpotenzen. Für viel größere Anlagen würde sich die Frage stellen, wo der Brennstoff in dieser Menge herkommen soll. In einen 1GW-Kohle-Kraftwerksblock rollen jeden Tag rund Zehntausend (!) Tonnen Kohle, das sind mehrere schwere lange Güterzüge. Wo willst Du denn die noch deutlich größere Menge Holz pro Tag (oder andere Biostoffe) als 1:1-Ersatz finden, und das n Mal für alle fossilen Blöcke? Und wieder das fehlende Verständnis für Größenordnungen.

Zitat
Nemo
Zusätzlich kann man natürlich noch weitere Kraftwerke abschalten, da die befürchtete Dunkelflaute zu 100% nie zu gleich überall stattfindet. Es gibt sogar Standorte in Deutschland, da windet es immer!

Aussagen wie "irgendwo ist immer Wind" oder "irgendwo scheint immer die Sonne" sind der Inbegriff dessen, keine Vorstellung über Größenordnungen und Komplexität des Systems zu haben! Zumal sie nicht stimmen. Du meinst, irgendwo in Deutschland ist immer SO VIEL Wind, um damit nachts ganz Deutschland versorgen zu können? Und wie wird dann an diesen vielen unterschiedlichen IRGENDWOs jeweils der Windstrom für ganz Deutschland geerntet? Und wie kommt er von diesen vielen unterschiedlichen IRGENDWOs der Windstrom für ganz Deutschland überall hin?

Doch, es gibt die Dunkelflaute. Und sie lässt sich nur verhindern, wenn man in vollem Umfang (!) regelbare Kraftwerksleistung zur Verfügung hat, da es in dieser Größenordnung keine Speicher gibt und geben wird. Man sollte also so ehrlich sein zu sagen, dass es für jedes Gigawatt Wind- oder Sonnenstrom auf Dauer ein weiteres Gigawatt konventionell geben muss und wird. Das ist an sich auch kein Drama, verdoppelt aber den Anlagen-Aufwand und damit perspektivisch den Strompreis.

Viele Grüße
André



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 01.03.2020 22:39 von andre_de.
Zitat
hansaplatz
Zitat
L.Willms
Der Bauplatz für Elon Musk's neueste Fabrik endet im Norden wohl schon auf der Linie, wo die "Alte Poststraße" die Autobahn A10 unterfährt:
Bauplatz Tesla in Open Street Map (OSM) und nicht etwa bis an die Bahnstrecke 6153, auch Frankfurter und früher Schlesische Bahn genannt.

Ich gehe stark davon aus, dass die OSM-Eintragung so nicht stimmt. Das Tesla-Gelände ist definitiv deutlich größer, siehe hier [www.deutsches-architekturforum.de]

Man sieht gut, wo was produziert werden soll. Das alles auf dem in OSM markierten Gelände wäre gar nicht möglich.

Das was in OSM als "Bebauungsplan 13" markiet ist, entspricht der Fläche, die im Architekturforum gezeigt wird. Das andere ist der (aktuelle) Bauplatz. Die Zeichnung im Architektuforum zeigt ja links oben "Erweiterungsfläche", dort wird also im Moment wohl nicht gebaut, wenn vielleicht auch schon gerodet. So erklärt paßt das doch.

Was mich an dem ganze Projekt irritiert, über die Tatsache hinaus, daß eine Fläche gerodet wird für einen Bau, der noch nicht genehmigt ist, daß m.W. der Kaufvertrag zwar schon unterschrieben, aber ein Kaufpreis noch nicht vereinbart ist und dann erst recht auch noch nicht bezahlt ist. Und wenn Tesla's Geschäfte stark von deren Börsenkurs abhängen, der ja völlig überzogen ist (höher als von GM, Ford und FCA-US zusammen, oder auch höher als von VW, BMW und Daimler zusammen), dann bringt der gegenwärtige Absturz der Börsen Elon Musk's aktuelles Lieblingskind in Schwierigkeiten. Musk's Einnahmen als Vorstandsvorsitzender hängen auf jeden Fall vom Börsenkurs ab. Was dann mit dem noch nicht bezahlten Bauplatz in der Brandenburger Sandbüchse passiert, weiß der Deibel.

Was mich noch mehr stört, ist was ich vor einiger Zeit schon im Radio gehört habe, nämlich daß der Brandenburgische Ministerpräsident gefordert habe, daß Tesla "mittelfristig" (!) Tariflöhne zahlen solle. Ein SPD-Ministerpräsident, der bei so einer der gemäß Börsenkurs reichsten Unternehmen der Welt nicht als Voraussetzung setzt, daß die Firma Tesla dem Arbeitergeberverband Metall- und Elektroindustrie beitritt und den Manteltarifvertrag unterzeichnet … wer wundert sich da, daß die SPD immer mehr abschifft.


heute mal keine sig
Zitat
andre_de
Man sollte also so ehrlich sein zu sagen, dass es für jedes Gigawatt Wind- oder Sonnenstrom auf Dauer ein weiteres Gigawatt konventionell geben muss und wird

Oder wir als Gesellschaft gestehen uns ein, dass unser jetziger Engergiebedarf zu hoch ist und reduziert werden muss, wenn wir ihn langfristig nicht mehr gestillt bekommen _weißerhaimusikabspiel_

[www.deutschlandfunknova.de]

Viele Grüße
Florian Schulz

--
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Zitat
Florian Schulz
Zitat
andre_de
Man sollte also so ehrlich sein zu sagen, dass es für jedes Gigawatt Wind- oder Sonnenstrom auf Dauer ein weiteres Gigawatt konventionell geben muss und wird

Oder wir als Gesellschaft gestehen uns ein, dass unser jetziger Engergiebedarf zu hoch ist und reduziert werden muss, wenn wir ihn langfristig nicht mehr gestillt bekommen.

Energiesparen ist definitiv richtig und wichtig. Es ändert aber nichts an meiner Aussage oben. Wobei sich speziell beim Strom nicht mehr so viel einsparen lässt, eher steigt der Strombedarf sogar (siehe Elektromobilität). Einsparfähig ist der Energiebedarf vor allem beim Heizen und natürlich beim Benzin/Diesel.

Viele Grüße
André
Zitat
Florian Schulz

Oder wir als Gesellschaft gestehen uns ein, dass unser jetziger Engergiebedarf zu hoch ist und reduziert werden muss, wenn wir ihn langfristig nicht mehr gestillt bekommen _weißerhaimusikabspiel_

Viele Grüße
Florian Schulz

Gute Sache und wenn jeder mal etwas nachdenkt auch leicht durchführbar. Jede nicht "erzeugte" bzw. "verbrauchte" kWh ist die sauberste und ökologischste Energieform. Irgendwo anfang der 2000er hab ich mal was von 1GW an Einsparpotenzial in deutschen Haushalten gelesen...dies entspricht in etwa einen KKW-Block. Ich meinerseits habe zB. meinen Elektroenergieverbrauch von ca. 6000kWh pro Jahr auf rund 2500kWh runter drücken können. Ohne(!) dabei wesentlich auf Komfort verzichten zu müssen. LED Beleuchtung spielt dabei aber keine wesentliche Rolle.

Um aber in Privathaushalten Elektroenergie einzusparen muss man eben auch wissen, welche Geräte und Verhaltensweisen zu erhöhten Energie"verbrauch" führen. Wenn man so einige Foren durchstöbert sträuben sich die Nackenhaare was da an Wissen über Elektrosachen in den Köpfen rumgeistert. Bei erhöhten Energie"verbrauch" kommt fast immer der "Stromklau" auf die Tagesordnung.

Um in Deutschland Elektroenergie im Gigawattbereich einzusparen könnte man natürlich die Energieintensiven Industrien einfach zum Teufel jagen...Papierindustrie zB. mit ihren 40.000Beschäftigten...wenn ich unseren Energiebedarf (16MW) mal hochrechne komme ich auf 1,6GW an installierter Kraftwerksleistung die man locker einsparen könnte. Was mit den 40.000 Beschäftigten und deren Familien wird? Na die können doch wohl mal sich was anderes suchen. Klimaschutz geht eben vor.
...und so kann man sich jede Industrie mal zu Brust nehmen...Stahlindustrie, Maschinenbau, Automobilbau und so weiter...bis nichts mehr übrig ist. Was mit den Menschen und deren Familien wird? Na die können doch Sozialwisssenschaften, Volkswirtschaft oder auf Lehramt studieren...an Lehrer mangelt es ja sowieso.

Was ich damit sagen will...Energie einzusparen ist die aller erste Prämisse und wurde zB. in er Papierindustrie konsequent umgesetzt. Jedes Unternehmen was dies zwischen 2005 und 2010 nicht erkannt bzw. zu spät erkannt hat ist über die Klinge gesprungen. Wir haben zB. unseren Energiebedarf an Elektroenergie um 1MW senken können. Allerdings sind der Einsparung gewisse Grenzen gesetzt. Irgendwann geht es eben nicht weiter runter. Solche "Verordnungen" wie zB. jedes Jahr x% einsparen zu müssen sind absurd. Wie will man x% von Null einsparen?!

Rein aus ökonomischen Gründen ist die Industrie schon angehalten Energie zu sparen...aber irgendwann ist eben auch Ende und man muss die Bude zu machen. Dessen müssen sich aber alle Beteiligten im Klaren sein und die Konsequenzen tragen.

In aller erster Linie sollte sich erstmal jeder an die eigene Nase fassen und Energie einsparen. Ja auch die Nutzung des Smartphones gehört dazu!

Schönen Abend noch
Zitat
L.Willms
Der Bauplatz für Elon Musk's neueste Fabrik endet im Norden wohl schon auf der Linie, wo die "Alte Poststraße" die Autobahn A10 unterfährt:
Bauplatz Tesla in Open Street Map (OSM) und nicht etwa bis an die Bahnstrecke 6153, auch Frankfurter und früher Schlesische Bahn genannt. Das ist nur der Bebauungsplan 13 Freienbrink-Nord (sie OSM).

Ich sehe deswegen keinen Anlaß, den Haltepunkt Fangschleuse um 1,5 km nach Westen zu verschieben.


Das Problem ist dabei wohl eher die Lage der Bahnsteige im Bahnhof Fangschleuse. Gegenwärtig liegen die zu kurzen Bahnsteige zwischen Bahnübergang und der ersten Weiche des Bahnhofs. Eine Verlängerung für die zukünftig längeren Züge des RE1 ist ausgeschlossen ohne den Bahnübergang zu beseitigen und das Einfahrsignal zu verschieben - ein Umbau oder eine Erweiterung des Bahnhofs mit Ausfahrmöglichkeit für Güterzüge in Richtung Osten erscheint durchaus sinnvoll.

Es ist also folglich sowieso zu vermuten, dass der Bahnhof irgendwie umgebaut werden muss, die Lage der L38 in Richtung Grünheide kann sich dabei auch verändern, wenn man Bahnübergangsbeseitung und Werkserschließung kombinieren möchte - die Position der Bahnsteige sollte natürlich weiterhin so liegen, dass man diesen auch per Straße erreicht. Für den Werksanschluss erscheint anfangs eine stündliche Buslinie und zusätzlich zu Schichtwechselzeiten Shuttle-Busse nach Erkner vollkommend ausreichend zu sein - den Bahnhof in Fangschleuse muss man also nicht gleich am Anfang mitnehmen. In Erkner gibt es ja Anschlüsse in viele Richtungen. Naturgemäß arbeiten in Autofabriken sowieso meistens Autofahrer.

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat
L.Willms

Was mich noch mehr stört, ist was ich vor einiger Zeit schon im Radio gehört habe, nämlich daß der Brandenburgische Ministerpräsident gefordert habe, daß Tesla "mittelfristig" (!) Tariflöhne zahlen solle. Ein SPD-Ministerpräsident, der bei so einer der gemäß Börsenkurs reichsten Unternehmen der Welt nicht als Voraussetzung setzt, daß die Firma Tesla dem Arbeitergeberverband Metall- und Elektroindustrie beitritt und den Manteltarifvertrag unterzeichnet … wer wundert sich da, daß die SPD immer mehr abschifft.

Das Thema hatte ich hier im Fred schon angesprochen, inclusive der massiven Werbung um Arbeitskräfte in PL....

T6JP
Zitat
andre_de
Zitat
Florian Schulz
Zitat
andre_de
Man sollte also so ehrlich sein zu sagen, dass es für jedes Gigawatt Wind- oder Sonnenstrom auf Dauer ein weiteres Gigawatt konventionell geben muss und wird

Oder wir als Gesellschaft gestehen uns ein, dass unser jetziger Engergiebedarf zu hoch ist und reduziert werden muss, wenn wir ihn langfristig nicht mehr gestillt bekommen.

Energiesparen ist definitiv richtig und wichtig. Es ändert aber nichts an meiner Aussage oben. Wobei sich speziell beim Strom nicht mehr so viel einsparen lässt, eher steigt der Strombedarf sogar (siehe Elektromobilität). Einsparfähig ist der Energiebedarf vor allem beim Heizen und natürlich beim Benzin/Diesel.

Viele Grüße
André

Wer erinnert sich noch an das Kohlenschleppen um die Bude warm zu bekommen...oder das Zentralheizungsanlagen die wie auf dem Hof SW
ständig von einem Heizer mit Lausitzer Blumenerde beschippt wurden...
Klimaaanlagen in öffentl. Gebäuden o. ä. war Fenster auf-Fenster zu...
die größten Stromfresser heute und zukünftig mit Mehrpotential wird die sogenannte Digitalisierung sein...statt Karteikarte ohne Strom eben rödelnde Server...

Ohne stets herkömmliche Kraftwerke Kraftwerke vorzuhalten bleibt bei Dunkelflaute nur eins, man schaltet ganze Landstriche dunkel,
so wie es Thüringen im Winter 78/79 erleben musste....da geht dann nochmehr vorn Baum als damals das Viehzeug in den LPG,
wenn heute alles von computergesteuertem Kram abhängig ist, das wird ganz gern in den ganzen Ökostromwahn vergessen.

T6JP
Zitat
Nemo
Das Problem ist dabei wohl eher die Lage der Bahnsteige im Bahnhof Fangschleuse. Gegenwärtig liegen die zu kurzen Bahnsteige zwischen Bahnübergang und der ersten Weiche des Bahnhofs. Eine Verlängerung für die zukünftig längeren Züge des RE1 ist ausgeschlossen ohne den Bahnübergang zu beseitigen und das Einfahrsignal zu verschieben - ein Umbau oder eine Erweiterung des Bahnhofs mit Ausfahrmöglichkeit für Güterzüge in Richtung Osten erscheint durchaus sinnvoll.

Soweit ich sehen kann, ist Fangschleuse im formalen Sinne kein Bahnhof, sondern ein Haltepunkt. Siehe "Open Railway Map"

Die Weichen westlich davon gehören zu der Aufweitung der Strecke auf vier Gleise, von etwa knapp östlich des Abzweigs zum Güterverkehrszentrum GVZ Berlin Ost Freienbrink, vermutlich nur zu dem Zweck, dort Güterzüge zum Überholen abstellen zu können.

Ich hab gelesen, daß der Bahnübergang der L23 sowieso durch eine Eisenbahnüberführung ersetzt werden soll. Einen neuen Haltepunkt speziell für die Tesla-Fabrik würde ich vom vorhandenen Wegenetz ausgehend hier in dem Dreieck, das von der Bahnstrecke, dem Gottesbrucker Weg und der anderen schräg von Nordwest nach Südost verlaufenden Schneise gebildet wird. Es kann natürlich sein, daß diese Lage nicht zu den Planungen des Tesla-internen Wegenetzes paßt, aber die kenne ich nicht. Die jetzige Station Fangschleuse an der Autostraße würd ich beibehalten, aber in Grünheide umbenennen, und den Namen "Fangschleuse" der neuen Station an dem nach Fangschleuse führenden "Gottesbrucker Weg" geben.


heute mal keine sig
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