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Geplanter O-Bus-Test in Spandau - alter Wein in neuen Schläuchen?
geschrieben von B-V 3313 
Schaut und staunt selbst:

Morgenpost - Test für O-Busse in Berlin

rbb24 - Studie empfiehlt O-Busse für Spandau

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Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Steht doch schon lange so im Nahverkehrsplan...

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Ohne nachzuschauen, stand im NVP dazu bisher nicht nur, dass man das untersuchen lassen möchte? Jetzt ist also das Ergebnis da bzw. durchgesickert.

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Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Auf dem Fahrgastsprechtag wurde bereits angedeutet, dass die Ergebnisse nun vorliegen und die Möglichkeit, Strecken in Spandau derart auszustatten, tragbar ist. Ich nehme eher an, dass die Ergebnisse nun offiziell vor liegen, weshalb man bisher mit dem konkreten Thema zurückhaltend war.

Es MUSS ein Hobby sein - leisten kann ich mir das nicht... :)
Ich verstehe nicht den Vorteil - wenn man mittlerweile an Endhaltestellen den Bus binnen weniger Minuten per Stromabnehmer aufladen kann, so ist doch diese Installation deutlich kleinräumiger und wohl auch kostengünstiger als eine komplette Oberleitung im Straßenraum zu verwirklichen?
Sicher sind Elektrobusse derzeit noch teurer, aber die Preise sinken von Jahr zu Jahr im Vergleich zu konventionellen und zu O-Bussen.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 12.01.2020 12:55 von m7486.
Je mehr Möglichkeiten zur Ladung bestehen, desto kleiner können doch die Akkus sein. Kleinere Akkus = weniger Gewicht, Rohstoffbedarf, Platz im Fahrzeug für Fahrgäste (erschreckende Bilanz bei den neuesten 12-Meter-Wagen). Und es sollen ja eben keine kompletten Oberleitungen werden, sondern nur auf geraden Straßen ohne Abzweige und Kreuzungen, was sie entsprechend günstig (Bau und Unterhalt) machen, realisiert werden.

Es MUSS ein Hobby sein - leisten kann ich mir das nicht... :)
Zitat
m7486
Ich verstehe nicht den Vorteil - wenn man mittlerweile an Endhaltestellen den Bus binnen weniger Minuten per Stromabnehmer aufladen kann, so ist doch diese Installation deutlich kleinräumiger und wohl auch kostengünstiger als eine komplette Oberleitung im Straßenraum zu verwirklichen?

So eine Oberleitung über der Straße hat durchaus Vorteile.
Sie übernimmt die Verteilung der zugeführten Energie entlang der Verkehrslinien.
Ohne Oberleitung muss man für Endstellenlader an jedem Endpunkt ein Unterwerk bauen, mit entsprechendem Platzbedarf und hohen Kosten für den Anschluss an sichere und leistungsfähige öffentliche Netze. Oder man führt dicke Kabel im Erdreich entlang der Linien, was ebenso aufwändig und langwierig, und durch hohe Ladeströme verlustreich ist.

so long

Mario
Für mich haben O-Busse einige wesentliche Vorteile:

1. Man braucht keinen großen Akku und spart damit erheblich an Fahrzeuggewicht.
2. Leichtere Fahrzeuge benötigen weniger Energie.
3. Die Anschaffungskosten der Fahrzeuge liegen deutlich unter denen für Akku-Busse.
4. Man benötigt keine Ladezeit an den Endhaltestellen.
5. Die Reichweite wird nicht durch die Akku-Ladung eingeschränkt.

Natürlich gibt es auch Nachteile, wie z. B. den notwendigen Bau einer Oberleitung. Darüber hinaus hat ein O-Bus Schwierigkeiten mit Umleitungen. Deswegen hat man in der Vergangenheit oft zusätzlich ein Dieselaggregat eingebaut. Heute würde man da vielleicht eher einen kleinen Akku nehmen.
Zitat
mitropam
Heute würde man da vielleicht eher einen kleinen Akku nehmen.

Aber ganz sicher. In Eberswalde rüstet man die Flotte gerade um, die neuesten O-Busse in Solingen "BOB" sind ebenfalls Batterie-O-Busse und eine Umleitung dürfte damit überhaupt kein Problem mehr sein. Die für Berlin vorgesehene Oberleitung wird auch nicht wie beim klassischen O-Bus direkt für die im Augenblick benötigte Energie genutzt, sondern dient tatsächlich schlichtweg der Ladung des Akkus, aus dem die Busse IMMER ihre Energie für den Betrieb ziehen.

Es MUSS ein Hobby sein - leisten kann ich mir das nicht... :)
Sorry, aber den kann ich mir nicht verkneifen:
Vielleicht sorgt so ein Oberleitungsbus wenigstens ungewollt noch für eine Verkehrswende in Spandau...

Stau auf A5 bei Weiterstadt: Spanngurt verfängt sich in Oberleitung von E-Highway

Aber zurück zum Thema, die Heerstraße ist natürlich prädestiniert für die Erprobung von "Zukunftstechnologien" im Bussektor. Oder zumindest deren Ankündigung...
Tagesspiegel Online vom 01.10.2001



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 12.01.2020 18:30 von hvhasel.
Ich finde ein O Bus Test in einem Gebiet wo die gesamte Oberleitungsinfrastruktur inkl. Unterwerke erst aufgebaut werden muss vollkommen sinnfrei und Vergeudung von Geld. Duo O Busse funktionieren gut auf Strecken wo sie sich grossteiligan die vorhandene Tramoberleitung andocken können und dann nur ergänzend kleine Teilbereiche neu verdrahtet werden müssen. Spandau ist da gänzlich ungeeignet, zu mal man sich damit jede Betriebsoption von Doppeldeckerbussen verbaut mit der zu tief hängenden Leitung unter der Brücke Klosterstr.
Nur diese würden die angespannte Verkehrssituation in Spandau lösen bis zum Bau eines vernünftigen Tramnetzes oder dem U Bahn Ausbau.
Ein wirtschaftlich vertretbarer Test ist nur bei entsprechendem Parallelverlauf zu Tramstecken gegeben z.B in Pankow beim 250er oder in Köpenick beim 164er. Dort bräuchte man nur kurze Abschnitte neu verdrahten.
Ausserdem fahren Duo O Busse immer mit Netzspannung sofern verfügbar, ein kontinuierlicher Akkubetrieb während des Aufladens bei Oberleitungsverfügbarkeit würde eine unnötigen hohen Akkuverschleiß erzeugen und zu häufigen Überhitzungen dieser führen. Selbst vor fast 30 Jahren als die ersten 0405er Akku O Busse in Potsdam auf dem 690er liefen um den Bahnübergang Drewitz zu überbrücken wurde immer mit Netztstrom sonst gefahren.

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Eisern Union!
1. Koennt ihr mir bitte erklaeren, wie ein Akku gleichzeitig be- und entladen werden kann, wenn er waehrend der Ladephase unter Oberleitung die Traktion uebernehmen soll?
2. Das Gewicht eines Elektrofahrzeugs spielt bei der Energiebilanz fast keine Rolle, da praktisch nur der (recht geringe) Rollwiderstand davon beeinflusst wird. Beim Anfahren/Bergsteigen wird die Energie fast zu 100% beim Bremsen/Bergabfahren wieder zurueckgewonnen.
Henner
Zitat
M69
Ich finde ein O Bus Test in einem Gebiet wo die gesamte Oberleitungsinfrastruktur inkl. Unterwerke erst aufgebaut werden muss vollkommen sinnfrei und Vergeudung von Geld. Duo O Busse funktionieren gut auf Strecken wo sie sich grossteiligan die vorhandene Tramoberleitung andocken können und dann nur ergänzend kleine Teilbereiche neu verdrahtet werden müssen. Spandau ist da gänzlich ungeeignet, zu mal man sich damit jede Betriebsoption von Doppeldeckerbussen verbaut mit der zu tief hängenden Leitung unter der Brücke Klosterstr.
Nur diese würden die angespannte Verkehrssituation in Spandau lösen bis zum Bau eines vernünftigen Tramnetzes oder dem U Bahn Ausbau.
Ein wirtschaftlich vertretbarer Test ist nur bei entsprechendem Parallelverlauf zu Tramstecken gegeben z.B in Pankow beim 250er oder in Köpenick beim 164er. Dort bräuchte man nur kurze Abschnitte neu verdrahten.
Ausserdem fahren Duo O Busse immer mit Netzspannung sofern verfügbar, ein kontinuierlicher Akkubetrieb während des Aufladens bei Oberleitungsverfügbarkeit würde eine unnötigen hohen Akkuverschleiß erzeugen und zu häufigen Überhitzungen dieser führen. Selbst vor fast 30 Jahren als die ersten 0405er Akku O Busse in Potsdam auf dem 690er liefen um den Bahnübergang Drewitz zu überbrücken wurde immer mit Netztstrom sonst gefahren.

Einspruch!!

Grade in Spandau macht es Sinn.
Eine Bimmel wird dort die nächsten 20 Jahre nicht fahren.
Die genannten Straßenzüge sind dafür relativ dicht mit Dieselbussen befahren-eine gute Maßnahme zur Luftverbesserung, dort auf O-Bus umzustellen,
der seine Energie genau dann zum grossen Teil verbraucht, wenn sie am Tag durch Wind+Sonne erzeugt wird und im Stromnetz verteilt werden muß.
Vor und nach der Brücke kann man automatisch ab und andrahten, funktioniert in Riga auch ....
Mario hatte übrigens in einem der zahlreichen Freds zu dem Thema schon dargelegt, das vorhandene Unterwerke der Straßenbahn NICHT zum Betrieb von O-Bussen genutzt werden können.
Daher lohnt sich der Aufbau im Spandau als Rumpfnetz eher, man braucht die dann vorhandenen Unterwerke später ggf nur um die Komponenten für die Bimmel ergänzen.

T6JP
In der Abendschau war letztens die Rede von den Linien M32, M49, X34 und X49, dies würde ja die Heerstraße mit betreffen, auf dem Fahrgastsprechtag hingegen war nur die Rede vom M32. Was stimmt denn da nun?
Zitat
md95129
1. Koennt ihr mir bitte erklaeren, wie ein Akku gleichzeitig be- und entladen werden kann, wenn er waehrend der Ladephase unter Oberleitung die Traktion uebernehmen soll?

Erklären kann ich es nicht, aber die Nutzung und gleichzeitige Ladung von Batterien ist nichts neues.

Das ist das Prinzip von einer unterbrechungsfreien Stromversorgung.
Zitat
md95129
1. Koennt ihr mir bitte erklaeren, wie ein Akku gleichzeitig be- und entladen werden kann, wenn er waehrend der Ladephase unter Oberleitung die Traktion uebernehmen soll?

Nein. Tu' Du das doch, Du arbeitest doch in dem Bereich. Es wurde so erläutert, mehr nicht.

Zitat
M69
Spandau ist da gänzlich ungeeignet, zu mal man sich damit jede Betriebsoption von Doppeldeckerbussen verbaut mit der zu tief hängenden Leitung unter der Brücke Klosterstr.

Soweit ich es verstanden habe, gehört die Klosterstraße nicht zu dem Gebiet, das nun zuallererst mit Oberleitung ausgestattet werden soll, sondern ausschließlich der Brunsbütteler Damm (und das sicherlich nur zwischen Klosterstraße und Nennhauser Damm).

Es MUSS ein Hobby sein - leisten kann ich mir das nicht... :)
Zitat
hvhasel
Vielleicht sorgt so ein Oberleitungsbus wenigstens ungewollt noch für eine Verkehrswende in Spandau...

Stau auf A5 bei Weiterstadt: Spanngurt verfängt sich in Oberleitung von E-Highway

Verunfallte Lkw sorgen auch so regelmäßig für massive Staus auf deutschen Straßen...

Es MUSS ein Hobby sein - leisten kann ich mir das nicht... :)
Zitat
Philipp Borchert
Verunfallte Lkw sorgen auch so regelmäßig für massive Staus auf deutschen Straßen...

Schon klar, das war eher als Galgenhumor wegen der Untätigkeit des Senats gemeint.
Hoffentlich baut man die Unterwerke dann auch so, dass man sie später für die Straßenbahn verwenden kann. Es wäre ja voll berlin, wenn man da wieder irgendwas inkompatibel hinbekommen würde.

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat
Philipp Borchert
Zitat
md95129
1. Koennt ihr mir bitte erklaeren, wie ein Akku gleichzeitig be- und entladen werden kann, wenn er waehrend der Ladephase unter Oberleitung die Traktion uebernehmen soll?

Nein. Tu' Du das doch, Du arbeitest doch in dem Bereich. Es wurde so erläutert, mehr nicht.
Das war eine rhetorische Frage. Gleichzeitig Laden/Entladen ist physikalisch unmoeglich. Eine Batterie hat im Prinzip zwei Anschluesse: + und Masse. Der Strom kann nur entweder in die Batterie fliessen (Laden) oder heraus (Entladen), aber nicht in beide Richtungen gleichzeitig. Folgende Betriebsarten sind vorstellbar:
1. Ohne Fahrdraht: Natuerlich nur mit Akku.
2. Mit Fahrdraht, Hilfsbetriebe (Klimaanlage etc.) jetzt mal nicht betrachtet:
- Fahren und Laden. Das Netz speist die Traktionsmotoren und laedt den Akku.
- Nur Laden (z.B. Haltestelle). Das Netz speist nur den Akku.
- Fahren ohne Laden. Die Akkus sind voll, das Netz speist die Traktionsmotoren.
- Fahren mit Akku ohne Laden. Macht keinen Sinn, denn dann braeuchte man nicht andrahten.
Henner
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