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Eva Kreienkamp wird neue BVG-Chefin
geschrieben von B-V 3313 
Zitat
nicolaas
Diese Begründung mit der Projektgesellschaft geistert ja schon eine Weile rum.
Was die Begründung aber nicht sinnvoller macht :)

Grundsätzlich halte ich es ja für eine gute Idee, entsprechende Fachkräfte quasi im Haus zu halten. Dann kann man flexibler agieren und muß nicht erst eine langwierige Ausschreibung starten, gegen die dann der unterlegende Bieter ggf erstmal klagt, ehe man sich die benötigten Planer extern organisieren kann.

Und natürlich ist es klar, dass man sich keine Projektgesellschaft für Tunnelbau leistet, wenn die entsprechenden Leute nur dumm rumsitzen würden, weil niemand Tunnel baut.

Nur die Begründung: "Wir bauen neue U-Bahnen, damit unsere Angestellten beschäftigt sind" klingt ein wenig nach einer sehr, sehr teuren ABM-Maßnahme :)

Zitat
nicolaas
Aber eigentlich hätte sie zuerst mit der Sanierung des Bestands bei der U-Bahn über viele Jahre zu tun.
Das sehe ich ähnlich. Alleine die Sanierung des Waisentunnels dürfte die Projektgesellschaft doch eine ganze Weile beschäftigt halten, wenn ich mich nicht irre...

~ Mariosch
Zitat
Mariosch
ABM-Maßnahme

Eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen-Maßnahme?

****
Serviervorschlag
Zitat
Philipp Borchert
Zitat
Mariosch
ABM-Maßnahme
Eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen-Maßnahme?

Ich hab vor dem Posten noch drüber nachgedacht. :D
Wird umgangssprachlich halt so verwendet, auch wenn es gramtikalisch doppelt gemoppelt ist (so wie LCD Display, sagen ja auch viele).

Die Formulierung "eine sehr, sehr teure ABM" fühlte sich aber auch nicht richtig an, und bei "AB Maßnahme" würde ich wohl vermutlich zuerst an A/B-Vergleiche denken, aber eher nicht an Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen...

~ Mariosch
Hallo
Ich lese den Artikel auch so, dass die neue Chefin eben auch gucken muss, in welchem politischen Umfeld sie sich hier bewegt. Sie ist kaum ein paar Wochen im Amt, nächstes Jahr wird ein neuer Senat gewählt. Da ist schon etwas Vorsicht geboten, um es sich nicht gleich mit allen zu verscherzen. Da kann sie nicht einfach einem möglichst kurzfristigen U-Bahn-Ausbau eine Absage erteilen. Und vielleicht ist das, was sie da als mögliche Verlängerung genannt hat, auch nicht mehr als ein Spielball, den sie den untergrundwilligen Politiker*innnen zuwerfen musste, damit sie nicht gleich rumheulen. Aber etwas seltsam ist es schon, dass die U-Bahn- Sanierung kein Thema für sie zu sein scheint, dass sie in der Öffentlichkeit groß pusht.
Mal schauen, wie sich die Äußerung, der Straßenbahnausbau dauere ihr in Berlin zu lange, in ein aktives Eintreten für zügigere Erweiterungen wandelt?!
Ist denn bekannt, mit welchen ihr vertrauten Leuten sie die eigentlichen Leitungsebenen besetzt? Alles gute Wollen führt ja zu nichts, wenn dieselben Chargen mit ihren Denkstrukturen an ihren Plätzen verharren.
Gruß
Greifswalder
War da nicht irgendwas mit einem gewissen Herrn Necker, der sich ein mal etwas zu weit aus dem Fenster lehnte und daraufhin gehen musste?
Im Rahmen der Eröffnung der U5-Verlängerung war heute Frau Kreienkamp in der Berliner Abendschau zu Gast. Auf mich hat sie fürs erste einen ganz vernünftigen Eindruck gemacht.


Bitte sprechen Sie während der Fahrt mit dem Busfahrer/der Busfahrerin - er/sie hat sonst niemanden.
Es gibt da nur eins was mich wundert. Im Rahmen des Wechsels von Feau Nikutta zur Deutschen Bahn hieß es damals, dass sie ihren Rauswurf zuvor gekommen ist, weil sie keine Einsparungen vornehmen wollte.

Nun behauptet Frau Kreienkamp, dass es keine Einsparungen geben soll. Ich traue ihr nicht über den Weg. Auffällig ist seitdem sie da ist, auf jeden Fall dass Ablösungen ein paar Minuten später hingestellt werden, damit man ganz unauffällig aus 2 Fahrten 1 machen kann.
Zitat
schenkcs
Nun behauptet Frau Kreienkamp, dass es keine Einsparungen geben soll. Ich traue ihr nicht über den Weg. Auffällig ist seitdem sie da ist, auf jeden Fall dass Ablösungen ein paar Minuten später hingestellt werden, damit man ganz unauffällig aus 2 Fahrten 1 machen kann.

Bitte was?

x--x--x--x

Für mehr gelbe Farbe im Netzplan: U4 verlängern - jetzt!
Zitat
Alter Köpenicker
Im Rahmen der Eröffnung der U5-Verlängerung war heute Frau Kreienkamp in der Berliner Abendschau zu Gast. Auf mich hat sie fürs erste einen ganz vernünftigen Eindruck gemacht.

Geht mir auch so. Sie macht einen ruhigen, sachlichen und sympathischen Eindruck. Zum Glück nicht wieder so eine Selbstdarstellerin und Schaumschlägerin ;-) Wünschen wir ihr viel Erfolg!
Zitat
schenkcs
Es gibt da nur eins was mich wundert. Im Rahmen des Wechsels von Feau Nikutta zur Deutschen Bahn hieß es damals, dass sie ihren Rauswurf zuvor gekommen ist, weil sie keine Einsparungen vornehmen wollte.

Bitte? Ein Großteil der Wirkungszeit von Frau Nikutta war von Einsparung, Mangelwirtschaft, Investitionsfeindlichkeit und Innovationsverweigerung geprägt! Und das Ganze dann in albernes Marketing eingepackt und mit Herzchenaufklebern zugekleistert, weil es der dumme Fahrgast dann vielleicht nicht merkt.
Zitat
andre_de
Zitat
schenkcs
Es gibt da nur eins was mich wundert. Im Rahmen des Wechsels von Feau Nikutta zur Deutschen Bahn hieß es damals, dass sie ihren Rauswurf zuvor gekommen ist, weil sie keine Einsparungen vornehmen wollte.

Bitte? Ein Großteil der Wirkungszeit von Frau Nikutta war von Einsparung, Mangelwirtschaft, Investitionsfeindlichkeit und Innovationsverweigerung geprägt!

Bitte? Der Vorstand eines - zumal öffentlichen - Unternehmens kann innovationsfreundlich und investitionswillig sein, wie er möchte, wenn Eigentümer (Senat, Abgeordnetenhaus) und Mitarbeitervertretung (ver.di, Personalrat) aber nicht mitziehen, funktioniert das nicht. Bis Herr Geisel Verkehrs- und Herr Kollatz Finanzsenator wurde, hatte die BVG in der Stadtregierung kaum Freunde...

Und wer hat jetzt die Flexity-Optionen bis zum Gehtnichtmehr ausgeschöpft, die Baureihen Ik, J, Jk, Doppeldecker und Elektrobusse bestellt sowie weitere Straßenbahnen ausgeschrieben, die dieser Tage gerade beauftragt werden?

Viele Grüße
Arnd
Zitat
Arnd Hellinger
Und wer hat jetzt die Flexity-Optionen bis zum Gehtnichtmehr ausgeschöpft, die Baureihen Ik, J, Jk, Doppeldecker und Elektrobusse bestellt sowie weitere Straßenbahnen ausgeschrieben, die dieser Tage gerade beauftragt werden?

Techniker und Kaufleute.

so long

Mario
Zitat
Arnd Hellinger
Zitat
andre_de
Zitat
schenkcs
Es gibt da nur eins was mich wundert. Im Rahmen des Wechsels von Feau Nikutta zur Deutschen Bahn hieß es damals, dass sie ihren Rauswurf zuvor gekommen ist, weil sie keine Einsparungen vornehmen wollte.

Bitte? Ein Großteil der Wirkungszeit von Frau Nikutta war von Einsparung, Mangelwirtschaft, Investitionsfeindlichkeit und Innovationsverweigerung geprägt!

Bitte? Der Vorstand eines - zumal öffentlichen - Unternehmens kann innovationsfreundlich und investitionswillig sein, wie er möchte, wenn Eigentümer (Senat, Abgeordnetenhaus) und Mitarbeitervertretung (ver.di, Personalrat) aber nicht mitziehen, funktioniert das nicht. Bis Herr Geisel Verkehrs- und Herr Kollatz Finanzsenator wurde, hatte die BVG in der Stadtregierung kaum Freunde...

Und wer hat jetzt die Flexity-Optionen bis zum Gehtnichtmehr ausgeschöpft, die Baureihen Ik, J, Jk, Doppeldecker und Elektrobusse bestellt sowie weitere Straßenbahnen ausgeschrieben, die dieser Tage gerade beauftragt werden?

Hallo Arnd,

darum sprach ich auch von "Großteil der Wirkungszeit" und nicht von ihrer gesamten Zeit. Die Bestellung der U-Bahn-Züge kam sehr spät, speziell die Ausschreibung von J/JK hat die BVG "super professionell" gemanagt. Über das Doppeldecker-Disaster müssen wir sicher nicht reden. Die E-Busse waren keine BVG-Idee.

Ich meinte allerdings auch weniger diese Großinvestitionen, bei denen die BVG unbestritten vom Geldgeber abhängig ist. Sondern die Dinge, die sie in eigener Verantwortung und mit eigenem Budget hätte tun können und sollen. Stichwort Fahrgastinformation (in der U-Bahn, Displays an Bushaltestellen, Daisy, Prozesse zur Störungsinformation, ...), effiziente U-Bahn-Werkstätten, Graffiti-Behandlungsanlagen, fahrgastfreundliche Sitze, Abbau der Verfrühungen, Ernstnehmen des Vorstandspostens Betrieb, ...

Dieses "aber sie konnte ja nicht anders, immer haben andere bestimmt" kann ich echt nicht mehr hören. Niemand hat sie gezwungen, den Job 10 Jahre zu machen und damit (sehr viel) Geld zu verdienen. Dann muss man auch die Prügel einstecken können, wenn nur Mist rauskommt, egal, wer einen angeblich nicht gelassen hat. Und mehr als genug ist unmittelbar durch ihr (Nicht-)Tun begründet gewesen. 10 schlimme Jahre für den BVG-Betrieb. Nun geht es hoffentlich aufwärts.

Viele Grüße
André
Zitat
andre_de
Ein Großteil der Wirkungszeit von Frau Nikutta war von Einsparung, Mangelwirtschaft, Investitionsfeindlichkeit und Innovationsverweigerung geprägt!

Man kann ja von der Frau halten was man will. Aber pauschal Innovationsfeindlichkeit kann man ihr im Rahmen von Olli, Berlkönig, Jelbi, diversen E-Busversuchen und digitalen Haltestellenanzeigen nun wirklich nicht vorwerfen. Wie oft wurde hier im Forum kritisiert, sie würde einen Innovationsfördertopf nach dem anderen anzapfen? Was man kritisch anmerken kann und muss, ist die teils mangelhafte Umsetzung der gewonnenen Erkenntnisse außerhalb der Projektgrenzen. Also im alltäglichen Betrieb.

--
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1 mal bearbeitet. Zuletzt am 05.12.2020 01:21 von Florian Schulz.
Ein längeres Gespräch mit Frau Kreienkamp gab es im Nachhinein zur Abendschau auf der FB-Seite der Abendschau
[www.facebook.com]

Mit besten Grüßen

phönix
Zitat
andre_de
Zitat
schenkcs
Es gibt da nur eins was mich wundert. Im Rahmen des Wechsels von Feau Nikutta zur Deutschen Bahn hieß es damals, dass sie ihren Rauswurf zuvor gekommen ist, weil sie keine Einsparungen vornehmen wollte.

Bitte? Ein Großteil der Wirkungszeit von Frau Nikutta war von Einsparung, Mangelwirtschaft, Investitionsfeindlichkeit und Innovationsverweigerung geprägt! Und das Ganze dann in albernes Marketing eingepackt und mit Herzchenaufklebern zugekleistert, weil es der dumme Fahrgast dann vielleicht nicht merkt.

Genau dafür wurde die Dame aber eingestellt-vom Senat!!
Und die "schwarze Null" hat sie auf dessen Betreiben auch brav abgeliefert!!

T6JP
Ich habe ihr auch keine Innovationsfeindlichkeit vorgeworfen. Das Problem ist aber ein grundsätzliches: Alle wollen neue Fahrzeuge und Linienerweiterungen und Angebote wie Berlkönig und Jelbi haben, es will aber keiner der Fahrgäste mehr bezahlen und der Senat will auch nicht unendlich Gelder rausrücken. Diesen Esel aus dem Märchen "Tischlein Deck dich" dürfte doch auch Frau Kreienkamp nicht gefunden haben.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 05.12.2020 05:31 von schenkcs.
Zitat
schenkcs
Alle wollen neue Fahrzeuge und Linienerweiterungen und Angebote wie Berlkönig und Jelbi haben,

Davon bin ich nicht überzeugt.


Bitte sprechen Sie während der Fahrt mit dem Busfahrer/der Busfahrerin - er/sie hat sonst niemanden.
Zitat
schenkcs
Ich habe ihr auch keine Innovationsfeindlichkeit vorgeworfen. Das Problem ist aber ein grundsätzliches: Alle wollen neue Fahrzeuge und Linienerweiterungen und Angebote wie Berlkönig und Jelbi haben, es will aber keiner der Fahrgäste mehr bezahlen und der Senat will auch nicht unendlich Gelder rausrücken. Diesen Esel aus dem Märchen "Tischlein Deck dich" dürfte doch auch Frau Kreienkamp nicht gefunden haben.

Du hast die Ankündigungen über geplante Kreditaufnahmen nicht mitbekommen?

x--x--x--x

Für mehr gelbe Farbe im Netzplan: U4 verlängern - jetzt!
Zitat
Florian Schulz
Zitat
andre_de
Ein Großteil der Wirkungszeit von Frau Nikutta war von Einsparung, Mangelwirtschaft, Investitionsfeindlichkeit und Innovationsverweigerung geprägt!

Man kann ja von der Frau halten was man will. Aber pauschal Innovationsfeindlichkeit kann man ihr im Rahmen von Olli, Berlkönig, Jelbi, diversen E-Busversuchen und digitalen Haltestellenanzeigen nun wirklich nicht vorwerfen. Wie oft wurde hier im Forum kritisiert, sie würde einen Innovationsfördertopf nach dem anderen anzapfen? Was man kritisch anmerken kann und muss, ist die teils mangelhafte Umsetzung der gewonnenen Erkenntnisse außerhalb der Projektgrenzen. Also im alltäglichen Betrieb.

Da gehe ich komplett mit, in dieser Richtung war es auch gemeint. Viele interessante Ideen, die dann aber nur dem Marketing und der Selbstdarstellung gedient haben, ohne nachhaltig bei den Fahrgästen anzukommen.

Viele Grüße
André
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