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Neuauslage der Pläne für die Straßenbahn über Ostkreuz (Tram21)
geschrieben von Nemo 
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Jay
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Nordender
Schön und gut, ist damit das Projekt zu den Akten gelegt? Dürfte ziemlich einmalig in Deutschland sein dass die Feuerwehr so ein Vorhaben unmöglich macht. Von einer Lösung oder Kompromiss ist ja keine Rede.

Im Text steht doch: "Hierzu ergänzt die BVG: "Der zweite Rettungsweg wird auch weiterhin durch Anleitern durch die bei der Feuerwehr verfügbaren Technik gewährleistet. Die dafür erforderlichen Detailabstimmungen der Vorhabenträgerin erfolgen derzeit mit Feuerwehr und Planfeststellungsbehörde.""

Das bedeutet in Berlin aber nicht unbedingt eine Lösung. Da kann man sich ja ein paar Jahre ergebnislos den Kopf zerbrechen.
Wie der Tagesspiegel von heute berichtet, wurde heute im Verkehrsausschuss des Abgeordnetenhauses von SenUMVK ein "realistischer Zeitplan" für die Ostkreuz-Tram vorgestellt. Demnach soll der Neubauabschnitt in 2026 in Betrieb gehen und ein "Puffer für Verzögerungen nicht enthalten" sein.

Wohl lese ich die Worte, allein mir fehlt der Glaube...

Viele Grüße
Arnd
Und die Schienen verlegen sich von alleine? Außerdem ist doch der Zeitraum am Ostkreuz sowieso nicht realistisch. Man beachte nur mal den Umbau der Fuß- und Radwege in der Karlshorster Str. der nur unwesentlich um 9 Monate verlängert wurde. Der Umbau sollte nach 3 Monate beendet sein. Die Wiedereröffnung ist zum Montag geplant. Da ja in Berlin Egon schon lange keinen Plan mehr hat, bleibt ab Montag die Umleitung über die Schlichtallee bestimmt weiterhin bestehen, damit es für die Autofahrer und Busnutzer nicht langweilig wird, obwohl schon alles fertig ist. Vielleicht muss ja der Bezirksbürgermeister erst feierlich im Beisein der Presse ein Band durchschneiden und benötigt dafür eine Schere die einer bestimmten DIN-Norm entsprechen muss.
Zitat
Arnd Hellinger
Wie der Tagesspiegel von heute berichtet, wurde heute im Verkehrsausschuss des Abgeordnetenhauses von SenUMVK ein "realistischer Zeitplan" für die Ostkreuz-Tram vorgestellt. Demnach soll der Neubauabschnitt in 2026 in Betrieb gehen und ein "Puffer für Verzögerungen nicht enthalten" sein.

Wohl lese ich die Worte, allein mir fehlt der Glaube...

Ein Plan ohne Puffer ist per se kein "realistischer Zeitplan".
Zitat
schenkcs
Und die Schienen verlegen sich von alleine?

Wenn keine Leitungsumverlegungen notwendig wären dann könnte innerhalb von weniger als 6 Monaten der Gleisbau, Straßenbau und Haltestellenbau erledigt sein.

Das was da in der Karlshorster Straße "geleistet" wurde ist nun wirklich kein Ruhmesblatt. Wenn man alles zusammen rechnet dann ist dort 6 Monate überhaupt nicht gearbeitet worden.
Zitat
andre_de
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Arnd Hellinger
Wie der Tagesspiegel von heute berichtet, wurde heute im Verkehrsausschuss des Abgeordnetenhauses von SenUMVK ein "realistischer Zeitplan" für die Ostkreuz-Tram vorgestellt. Demnach soll der Neubauabschnitt in 2026 in Betrieb gehen und ein "Puffer für Verzögerungen nicht enthalten" sein.

Wohl lese ich die Worte, allein mir fehlt der Glaube...

Ein Plan ohne Puffer ist per se kein "realistischer Zeitplan".

Das musst Du nicht mir erklären, sondern Frau Niedbal und Herrn Erfurt, wobei ich denen unterstelle, derlei auch ohne "Nachhilfe" unsererseits zu wissen. :-)

Ich habe gestern Abend nur wiedergegeben, was laut TSP-Artikel vom Vorhabenträger im Verkehrsausschuss des AHB zum Thema gesagt worden sein soll. Schon aus der Art meiner Darstellung kannst Du die Skepsis meinerseits darob ableiten.

Ich vermute, man wollte einfach irgendwas aus dem Hut zaubern, weil im AHB eben auch Fragen aufkommen, warum man denn nicht endlich...

Viele Grüße
Arnd
Zitat
schenkcs
Und die Schienen verlegen sich von alleine? Außerdem ist doch der Zeitraum am Ostkreuz sowieso nicht realistisch. Man beachte nur mal den Umbau der Fuß- und Radwege in der Karlshorster Str. der nur unwesentlich um 9 Monate verlängert wurde. Der Umbau sollte nach 3 Monate beendet sein. Die Wiedereröffnung ist zum Montag geplant. Da ja in Berlin Egon schon lange keinen Plan mehr hat, bleibt ab Montag die Umleitung über die Schlichtallee bestimmt weiterhin bestehen, damit es für die Autofahrer und Busnutzer nicht langweilig wird, obwohl schon alles fertig ist.

Nun ja, die Gleise verlegen sich natürlich nicht von selbst. Wie wir aber bei Adlershof I und II gesehen haben oder jetzt wieder in Moabit sehen, ist der eigentliche Straßenbahn-Bau (Gleise, Haltestellen, Bahnstrom...) bei solchen Projekten eher das, was gemessen an der Gesamtbauzeit am wenigsten Zeit braucht, sondern in unter einem Jahr fertiggestellt werden kann. Das Problem hier wie auch unter der EÜ Karlshorster Straße ist eher die Koordination mit und zwischen den übrigen beteiligten Baulastträgern, also den Strom-, Gas-, Wasser- und IT-Netzbetreibern, die wiederum "ihre" Bauunternehmen beauftragen - die wiederum auch nicht gerade leere Terminkalender und Auftragsbücher haben.

Aber auch zu Zeiten, als nur "Stadtwerke" und "Bundespost" für so etwas zu koordinieren waren, gab es deshalb Verzögerungen. Einer meiner Verwandten war in den 1980er Jahren bei der Würzburger Straßenbahn genau dafür zuständig.

Ein anderes Kapitel ist m. E. natürlich die schon grob fahrlässig zu nennende Verschleppung des PFV Ostkreuz-Tram durch SenUMVK in den letzten 5 Jahren...

Viele Grüße
Arnd
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Arnd Hellinger
Wie der Tagesspiegel von heute berichtet, wurde heute im Verkehrsausschuss des Abgeordnetenhauses von SenUMVK ein "realistischer Zeitplan" für die Ostkreuz-Tram vorgestellt. Demnach soll der Neubauabschnitt in 2026 in Betrieb gehen und ein "Puffer für Verzögerungen nicht enthalten" sein.

Wohl lese ich die Worte, allein mir fehlt der Glaube...

2026 Eröffnung heißt 2024 muss der PFB vorliegen und rechtssicher sein. Das heißt man hat noch 2 Jahre für die erneute Auslegung und die darauf folgenden gerichtlichen Prozesse - oder habe ich da was verpasst?

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 16.06.2022 20:06 von Nemo.
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Nemo
Zitat
Arnd Hellinger
Wie der Tagesspiegel von heute berichtet, wurde heute im Verkehrsausschuss des Abgeordnetenhauses von SenUMVK ein "realistischer Zeitplan" für die Ostkreuz-Tram vorgestellt. Demnach soll der Neubauabschnitt in 2026 in Betrieb gehen und ein "Puffer für Verzögerungen nicht enthalten" sein.

Wohl lese ich die Worte, allein mir fehlt der Glaube...

2026 Eröffnung heißt 2024 muss der PFB vorliegen und rechtssicher sein. Das heißt man hat noch 2 Jahre für die erneute Auslegung und die darauf folgenden gerichtlichen Prozesse - oder habe ich da was verpasst?

Hast Du nicht und genau dieser enge Zeitrahmen begründet ja auch meine Skepsis.

Wegen der begrenzten Platzverhältnisse westlich des Ostkreuzes müsste man für eine Inbetriebnahme in 2026 eigentlich mit dem Leitungstiefbau schon Mitte 2023 anfangen, weil man ja zwecks Erreichbarkeit der Häuser für BSR, Feuerwehr etc. immer nur kleinere Bauabschnitte einrichten und bearbeiten kann...

Möglicherweise haben sie (BVG und SenUMVK) ja auch einen Fachanwalt für Verwaltungs- und Planungsrecht angeheuert, der ihnen einen Weg aufgezeigt hat, wie der PFB ohne erneute Planauslage mit weiterer Beteiligungsrunde festgesetzt werden könnte. Zu wünschen wäre es nach über 5 Jahren bisheriger Verfahrensdauer ja schon - irgendwie.

Viele Grüße
Arnd
Zitat
Arnd Hellinger
Das Problem hier wie auch unter der EÜ Karlshorster Straße ist eher die Koordination mit und zwischen den übrigen beteiligten Baulastträgern, also den Strom-, Gas-, Wasser- und IT-Netzbetreibern, die wiederum "ihre" Bauunternehmen beauftragen - die wiederum auch nicht gerade leere Terminkalender und Auftragsbücher haben.

Mir war so als wär genau dieses Phänomen vor nicht allzu langer Zeit durch eine Refomierung relevanter Bestimmungen in Teilen verbesser worden, sodass diese Schritte in solchen Vorhaben koordinierter ablaufen und nicht jeder Kabelbetreiber sein Loch erstmal wieder zuschüttet, ehe der nächste es von einer anderen ausführenden Firma wieder aufreißen lässt. Oder soll das erst noch kommen?
Mein Gott, dauert das alles lange, wenn man so den ganzen Tagesspiegelartikel verinnerlicht. Wie wird eigentlich die Verlängerung Johannestal bis Gropiusstadt aussehen, ist da schon was näheres bekannt?

Heidekraut zum Hauptbahnhof
Zitat
Heidekraut
Wie wird eigentlich die Verlängerung Johannestal bis Gropiusstadt aussehen, ist da schon was näheres bekannt?

Da gibt es diese schöne Karte hier [www.meinetram.de]
Falls das mit dem PFB nicht klappt und keine Schienen gelegt und keine Oberleitung gespannt werden können, bleibt immer noch diese Alternative; ist allerdings erst ein Prototyp.
Henner
Zitat
md95129
Falls das mit dem PFB nicht klappt und keine Schienen gelegt und keine Oberleitung gespannt werden können, bleibt immer noch diese Alternative; ist allerdings erst ein Prototyp.
Henner

Wenn die Linie 21 nicht zum Ostkreuz fahren darf dann werden zukünftig in Berlin keine neuen Straßenbahnstrecken mehr gebaut!
Bitte was? Wenn man in einem extrem schwierigen Gebiet nicht vorwärts kommt soll man auch auf einfacher umzusetzende Strecken verzichten?

~~~~~~
"Hmmm...echt eisprünglich."
Zitat
md95129
Falls das mit dem PFB nicht klappt und keine Schienen gelegt und keine Oberleitung gespannt werden können, bleibt immer noch diese Alternative; ist allerdings erst ein Prototyp.
Henner
Wenn die Alternative zwischen 20 Uhr und Betriebsschluss mit Taigatrommeln bestückt wird, bin ich einverstanden. ^^
Zitat
Philipp Borchert
Bitte was? Wenn man in einem extrem schwierigen Gebiet nicht vorwärts kommt soll man auch auf einfacher umzusetzende Strecken verzichten?

Vermutlich ist es so, dass wenn es den Straßenbahngegnern gelingt, den Ausbau bis zu einer neuen Regierung der automobilen Vernunft zu boykottieren - anders kann ich mir diese langen Planungszeiten nämlich sonst nicht erklären -, dann wird wohl keine weitere Straßenbahnstrecke gebaut. Allerdings ist die Ostkreuzstrecke da wohl eher ein Nebenkriegsschauplatz, da sie für die Weiterentwicklung des Streckennetzes nicht besonders wichtig ist.

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
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Arnd Hellinger
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andre_de
Zitat
Arnd Hellinger
Wie der Tagesspiegel von heute berichtet, wurde heute im Verkehrsausschuss des Abgeordnetenhauses von SenUMVK ein "realistischer Zeitplan" für die Ostkreuz-Tram vorgestellt. Demnach soll der Neubauabschnitt in 2026 in Betrieb gehen und ein "Puffer für Verzögerungen nicht enthalten" sein.

Wohl lese ich die Worte, allein mir fehlt der Glaube...

Ein Plan ohne Puffer ist per se kein "realistischer Zeitplan".

Das musst Du nicht mir erklären, sondern Frau Niedbal und Herrn Erfurt, wobei ich denen unterstelle, derlei auch ohne "Nachhilfe" unsererseits zu wissen. :-)

Ich habe gestern Abend nur wiedergegeben, was laut TSP-Artikel vom Vorhabenträger im Verkehrsausschuss des AHB zum Thema gesagt worden sein soll. Schon aus der Art meiner Darstellung kannst Du die Skepsis meinerseits darob ableiten.

Das habe ich auch so verstanden. Meine Antwort auf Deinen Beitrag war ein unterstützender Kommentar. Nicht hinter jedem Busch lauert gleich ein Räuber ;-)

Viele Grüße
André
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