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Ausschreibung "Berlin-Stettin" veröffentlicht
geschrieben von Knut Rosenthal 
Zitat
Jay
Die Kritik daran war u.a., dass die RB24 langsamer als der RE3 ist, da sie jede "Milchkanne" mitnimmt

Das sind gerade mal drei Stationen (Rüdnitz, Biesenthal und Melchow). Außerdem ist "jede Milchkanne mitnehmen" doch auch eine der besten Übungen des RE 3. Erst recht auf dem Abschnitt Angermünde - Prenzlau, wo das Prinzip RE/RB völlig ad absurdum geführt wird. Und weiter bis Stralsund ist es auch ein ganz schönes Gezuckel.


Bitte sprechen Sie während der Fahrt mit dem Busfahrer/der Busfahrerin - er/sie hat sonst niemanden.
Wenn RE3, RE9 und RB24 je in Stundentakt nach Prenzlau(RE3)/ Schwedt (RB24)/ Stettin (RE9) fahren, dann ergibt sich folgendes;

RE3: Umklappen der Schwedter Züge nach Prenzlau. Kompensation: Einstellung RB62 (Angermünde – Prenzlau), die frei werdenden Fahrzeuge könnte man bei der NEB sicher anderweitig verbraten.

RE9: Rückverlängerung der der erst in Angermünde startenden Züge nach Berlin. Kompensation: DB Fernverkehr würde vsl keine Fernzüge Berlin – Stettin anbieten. Will ich jetzt mal nicht weiter werten. Wenn die RE9 Züge von hoher Qualität sind wäre es vielleicht verschmerzbar

RB24: Verlängerung ab Eberswalde nach Schwedt. Kompensation: Einstellung RB61 (Angermünde Schwedt) auch hier gibt es sicher Einsatzgebiete bei der NEB.

Im Abschnitt Eberswalde – Angermünde dagegen echte Mehrleistung ohne Kompensation.

Wie würdet ihr dieses Angebot bewerten?

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Se srie dji rul äpleis onn trains!
Ich sehe jetzt nicht wo nordlich von Eberswalde der Bedarf für durchgehend drei Züge die Stunde (+ Fernverkehr) herkommen soll.

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1 mal bearbeitet. Zuletzt am 11.09.2021 20:30 von Bumsi.
Zitat
Bumsi
Ich sehe jetzt nicht wo nordlich von Eberswalde der Bedarf für durchgehend drei Züge die Stunde (+ Fernverkehr) herkommen soll.

Ganz einfach: Aus Schwedt, Stettin und Prenzlau. Und am Wochenende sehe ich in Chorin auch mehr Bedarf als einen Zug pro Stunde. Ganz nebenbei hat dann auch dieses unsägliche Rudelrennen zwischen RE 3 und RB 66 in Angermünde ein Ende.


Bitte sprechen Sie während der Fahrt mit dem Busfahrer/der Busfahrerin - er/sie hat sonst niemanden.
Zitat
Alter Köpenicker
Zitat
Bumsi
Ich sehe jetzt nicht wo nordlich von Eberswalde der Bedarf für durchgehend drei Züge die Stunde (+ Fernverkehr) herkommen soll.

Ganz einfach: Aus Schwedt, Stettin und Prenzlau. Und am Wochenende sehe ich in Chorin auch mehr Bedarf als einen Zug pro Stunde. Ganz nebenbei hat dann auch dieses unsägliche Rudelrennen zwischen RE 3 und RB 66 in Angermünde ein Ende.

Man muss das sehr realistisch betrachten. Nördlich von Angermünde ist plattes Land, viele Felder und vor allem, janz wenig Menschen.
Die Nachfrage auf der Relation Berlin-Stettin ist stark Pendler-getrieben, die vormals merkliche Nachfrage zu den Flughäfen ist dank Corona extrem reduziert und wird erst zurückkommen, wenn sich die Flugpläne bei den Airlines normalisieren und stabilisieren.

Es macht einfach keine Sinn, die Kapazität an der Lastspitze auszulegen, weil man dann die meisten Tage in der Woche nur leere Luft durch die Gegend fährt. Ja, am Wochenenden fahren viele mit Regio nach Chorin. Aber dann ist es vielleicht sinnvoller, zu prüfen, ob man einen Halt für jene Linien einbaut, die da am Wochenende durchrauschen als weitere Züge zu bestellen, die am Ende hochgradig subventioniert sind.

Bevor man die begrenzte Ressource "Subventionen" auf eine Taktverdichtung nach Chorin verschwendet, sollte man viel lieber überlegen, wo man dieses Geld verwendet, um überhaupt erst einmal ein ÖPNV Angebot zu schaffen. Da ist das Geld dann sehr viel sinnvoller angelegt. Und wem es am Wochenende zu voll ist, der kann im Zweifelsfalle einen Urlaubstag nehmen und unter der Woche fahren. Auch das ist ja ein erwünschter Effekt, dass sich die Nachfrage verteilt. Da dies über den Preis nicht zu steuern ist, geschieht es dann eben über den Auslastungsgrad der Züge.
Zitat
Balu der Bär
Bevor man die begrenzte Ressource "Subventionen" auf eine Taktverdichtung nach Chorin verschwendet, sollte man viel lieber überlegen, wo man dieses Geld verwendet, um überhaupt erst einmal ein ÖPNV Angebot zu schaffen.

Es geht doch nicht um eine Taktverdichtung für Chorin, das wäre doch nur ein Nebeneffekt. Das Mehrangebot bestünde doch lediglich in einer um drei Stationen verlängerten RB 24; ab Angermünde wird ja alles durch den Fortfall der RB 61, 62 und 66 kompensiert. Nach Schwedt und Prenzlau würde es gar kein Mehrangebot geben; stattdessen stets umsteigefreie Verbindungen nach Berlin. Im Übrigen könnte ich mir vorstellen, daß so ein 20-Minuten-Takt zwischen Angermünde und Berlin noch einiges an Nachfrage generiert.


Bitte sprechen Sie während der Fahrt mit dem Busfahrer/der Busfahrerin - er/sie hat sonst niemanden.
Zitat
Balu der Bär
Bevor man die begrenzte Ressource "Subventionen" auf eine Taktverdichtung nach Chorin verschwendet, sollte man viel lieber überlegen, wo man dieses Geld verwendet, um überhaupt erst einmal ein ÖPNV Angebot zu schaffen. Da ist das Geld dann sehr viel sinnvoller angelegt. Und wem es am Wochenende zu voll ist, der kann im Zweifelsfalle einen Urlaubstag nehmen und unter der Woche fahren. Auch das ist ja ein erwünschter Effekt, dass sich die Nachfrage verteilt. Da dies über den Preis nicht zu steuern ist, geschieht es dann eben über den Auslastungsgrad der Züge.
Du hast "ein Auto" falsch geschrieben.
Zitat
VvJ-Ente
Zitat
Balu der Bär
Bevor man die begrenzte Ressource "Subventionen" auf eine Taktverdichtung nach Chorin verschwendet, sollte man viel lieber überlegen, wo man dieses Geld verwendet, um überhaupt erst einmal ein ÖPNV Angebot zu schaffen. Da ist das Geld dann sehr viel sinnvoller angelegt. Und wem es am Wochenende zu voll ist, der kann im Zweifelsfalle einen Urlaubstag nehmen und unter der Woche fahren. Auch das ist ja ein erwünschter Effekt, dass sich die Nachfrage verteilt. Da dies über den Preis nicht zu steuern ist, geschieht es dann eben über den Auslastungsgrad der Züge.
Du hast "ein Auto" falsch geschrieben.

Habe ich nicht.
Ein Nutzer, der zeitlich nicht flexibel ist und ein Auto hat, wird eben auf das Auto umsteigen.

Ein Nutzer, der die zeitliche Flexibilität hat (und/oder kein Auto) wird einen anderen Reisetag wählen.
Ein normaler Arbeitnehmer wird nicht zwei Urlaubstage opfern, weil Bahn und Länder es nicht gebacken kriegen, an den Sommerwochenenden Entlastungszüge einzusetzen. Die fahren dann mit dem Auto und fertig.
Heute fand der erste Spatenstich zum Ausbau der Strecke statt.
Hier ein Überflugsvideo zum derzeitigen Zustand:

Angermünde – Grenze D/PL (– Szczecin) – Befliegung im Oktober 2021
Es sieht nicht so aus, als wäre das Stück über die Grenze jemals zweigleisig gewesen. War die Verbindung Berlin Stettin tatsächlich nur eingleisig? Was passiert auf der polnischen Seite?

Heidekraut zum Hauptbahnhof
Zitat
Heidekraut
Es sieht nicht so aus, als wäre das Stück über die Grenze jemals zweigleisig gewesen. War die Verbindung Berlin Stettin tatsächlich nur eingleisig? Was passiert auf der polnischen Seite?

Doch natürlich war die Strecken bis 1945 zweigleisig.

Auf polnischer Seite wird die Strecke auch zweigleisig bis Szczecin Gumieńce ausgebaut; das wurde heute bekannt gegeben. War lange offen. Was eingleisig bleibt ist von Gumieńce in die Stadt, wobei es da noch eine zweite Strecke gibt.
Danke, dann ist der Bahndamm wirklich an vielen Stellen so weit runter. Ist eigentlich nicht zu fassen, dass es so lange gedauert hat.

Heidekraut zum Hauptbahnhof
Zitat
Heidekraut
Es sieht nicht so aus, als wäre das Stück über die Grenze jemals zweigleisig gewesen. War die Verbindung Berlin Stettin tatsächlich nur eingleisig? Was passiert auf der polnischen Seite?

Lustigerweise sah ich das Video und dachte genau das Gegenteil. Nämlich wie gut man an den meisten Stellen erkennen kann, dass das mal eine zweigleisige Strecke war. Denn an vielen Stellen erschien mir der Damm viel zu breit für ein Gleis, dazu kam, dass das Gleis mitunter merkwürdig asymmetrisch verlegt war. Für mich Indizien von Zweigleisigkeit.
Zitat
Global Fisch
Zitat
Heidekraut
Es sieht nicht so aus, als wäre das Stück über die Grenze jemals zweigleisig gewesen. War die Verbindung Berlin Stettin tatsächlich nur eingleisig? Was passiert auf der polnischen Seite?

Doch natürlich war die Strecken bis 1945 zweigleisig.

Auf polnischer Seite wird die Strecke auch zweigleisig bis Szczecin Gumieńce ausgebaut; das wurde heute bekannt gegeben. War lange offen. Was eingleisig bleibt ist von Gumieńce in die Stadt, wobei es da noch eine zweite Strecke gibt.

Stimmt. Der "wirklich" eingleisige Abschnitt ist relativ kurz da an vielen Stellen parallel noch mehr Gleise liegen. Kann mir gut vorstellen dass man da relativ einfach durch Weichenverbindungen die Kapazität erhöhen kann.
Ich bin ja seinerzeit an der Unfallstelle vorbeigekommen und hoffe, dass nun beschrankte Bahnübergänge errichtet werden.
Nach Kolberg werde ich jedoch nicht mehr die Bahn nehmen, es dauert viel zu lange und man hat in Stettin keinen Anschluss.
Auf der Rückfahrt mit Umsteigen in Angermünde musste ich von Angermünde an die ganze Zeit in einem überfüllten Zug stehen. An Abstandsregeln überhaupt nicht zu denken, ich wurde schon angemeckert weil ich eine größere Tasche dabei hatte.


Zugunglück Stettin-Berlin



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 01.12.2021 13:12 von Mont Klamott.
Eine Frage, die mir gerade in den Kopf schoss: Könnte die Elektrifizierung der Strecke von Stettin aus nicht auch eine Chance sein, den EC von/nach Gdynia über Stettin statt FFO laufen zu lassen? Müsste doch eine Fahrzeitverkürzung darstellen, oder nicht?
Zitat
Slighter
Eine Frage, die mir gerade in den Kopf schoss: Könnte die Elektrifizierung der Strecke von Stettin aus nicht auch eine Chance sein, den EC von/nach Gdynia über Stettin statt FFO laufen zu lassen? Müsste doch eine Fahrzeitverkürzung darstellen, oder nicht?

Für Fahrgäste, die die gesamte Strecke fahren wollen - vielleicht.
Aber der Zug bindet ja heutzutage auch Poznań, Bydgoszcz und weitere Städte von regionaler Bedeutung an. Zwischen Szczecin und Gdynia hingegen ist ja nicht allzu viel los. Jedenfalls wäre das eine ganz andere Linie.
Zitat
Slighter
Eine Frage, die mir gerade in den Kopf schoss: Könnte die Elektrifizierung der Strecke von Stettin aus nicht auch eine Chance sein, den EC von/nach Gdynia über Stettin statt FFO laufen zu lassen? Müsste doch eine Fahrzeitverkürzung darstellen, oder nicht?

Früher gab es eine solche Verbindung, ich glaube bis in die 1990er Jahre hinein. Der Zug startete täglich gegen 20 Uhr in Lichtenberg und fuhr ab Stettin über Kolberg, Stolp und Lauenburg nach Danzig. Ich fuhr in den 1980ern immer bis Lauenburg und war um die zehn Stunden unterwegs.


Bitte sprechen Sie während der Fahrt mit dem Busfahrer/der Busfahrerin - er/sie hat sonst niemanden.
Zitat
Alter Köpenicker
Zitat
Slighter
Eine Frage, die mir gerade in den Kopf schoss: Könnte die Elektrifizierung der Strecke von Stettin aus nicht auch eine Chance sein, den EC von/nach Gdynia über Stettin statt FFO laufen zu lassen? Müsste doch eine Fahrzeitverkürzung darstellen, oder nicht?

Früher gab es eine solche Verbindung, ich glaube bis in die 1990er Jahre hinein. Der Zug startete täglich gegen 20 Uhr in Lichtenberg und fuhr ab Stettin über Kolberg, Stolp und Lauenburg nach Danzig. Ich fuhr in den 1980ern immer bis Lauenburg und war um die zehn Stunden unterwegs.

Das wär ja deutlich langsamer als die Sechs Stunden, die man wohl heutzutage auf der Verbindung braucht. Wobei der Streckenausbau auch in Westpolen seitdem deutlich vorangekommen sein dürfte.
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