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City-S-Bahn oder S21 - the never ending story - Bauzeitraum ab 03/2022
geschrieben von Arnd Hellinger 
Zitat

"gt670dn" am 6.3.2022 um 19.15 Uhr:

Aber wo sind denn da acht Gleise?

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Arnd Hellinger am 6.3.2022 um 19.25 Uhr:

Ich denke, er (Neumann) wird "2 von 4" meinen, wenn es um die Bahnsteiggleise der Fernbahn geht.

In der heutigen gedruckten Ausgabe kann Herr Neumann den Fehler auf Seite 5 nicht mehr korrigieren, aber in der Online-Ausgabe hat er es so geändert, wie Du es denkst.

Gruß, Thomas

--
Thomas Krickstadt, Berlin, Germany, usenet@krickstadt.de
Zitat
B-V 3313
Beschäftige dich mal genauer mit dem Tunnel, da hat man Bauwerke wieder abgerissen und neugeplant, sinnfreie und bis heute nur schlecht nutzbare Vorleistungen geschaffen.

Ich empfehle dir dringend einen Besuch im Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit.

wo genau wurde was gebaut unnd wieder abgerissen ? Und wo sind diese sinnfreien und bis heute nur schlecht nutzbaren Vorleistungen ?

... und übrigens empfehle ich, einmal die diversen Bücher über den Nord-Süd-Bahn zu lesen, z.B. dürfte im Buch "Die Berliner Nord-Süd Bahn" (Verlag Kenning) die Seite 34 interessant sein, zur Frage, welche Arbeiter dort eingesetzt wurden ...
Zitat
Jim Knopf vom Niederrhein
wo genau wurde was gebaut unnd wieder abgerissen ? Und wo sind diese sinnfreien und bis heute nur schlecht nutzbaren Vorleistungen ?

Beides am Anhalter Bahnhof.

Klick mich - Absatz Anhalter Bahnhof

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Für mehr gelbe Farbe im Netzplan: die Farben der U4 und U7 tauschen!
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def
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Nemo
Die Entscheidungen zur Streckenführung und Bauweise dürften ja vor der Machtübergabe an unseren Putin erfolgt sein.

Ob "Putin" irgendwann auch mal von der Forumssoftware in Sonderzeichen umgewandelt wird?

OT: Wenn er sich weiterhin so verhält wie in den letzten Wochen, könnte das passieren. Schade um ihn wäre es eingedenk der aktuellen Ereignisse aber nicht wirklich. Auch das hat er mit dem Postkartenmaler aus Braunau gemeinsam.

Viele Grüße
Arnd
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B-V 3313
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Jim Knopf vom Niederrhein
wo genau wurde was gebaut unnd wieder abgerissen ? Und wo sind diese sinnfreien und bis heute nur schlecht nutzbaren Vorleistungen ?

Beides am Anhalter Bahnhof.

Klick mich - Absatz Anhalter Bahnhof

Der während der Bauzeit nachträglich eingeplante "Abzweig S-Bahn zum Görlitzer Bahnhof" ist m.E. überhaupt nicht "sinnfrei", sondern eine Vorleistung. Über Bauvorleistungen bei unterirdischen Verkehrsbauten kann man ja lange und ausgiebig diskutieren, gibt´s aber auch in der "Neuzeit". Zwei Beispiele aus dem Bereich S-Bahn: nordmainische S-Bahn. Dort hat man 1983 zwei Tunnel (356 m + 294 m) zum Anschluß der S-Bahn nach Hanau gebaut (jetzt, nach 40 Jahren, Baubeginn 2023). Und in München, bei der im Bau befindlichen 2. Stammstrecke, gibt´s zwischen Isar und Ostbahnhof einen Abzweig für die S-Bahn nach Süden. Wann, und ob da jemals weitergebaut wird, weiß heute niemand.
Um beim Thema zu bleiben: Hätten unsere Vorväter den "Heuboden" noch 100m weiter in Richtung Norden gebaut, wär´s jetzt einfacher, die S21 (oder Citybahn) dort einzufädeln und zwar ohne Unterbrechung der Nord-Süd S-Bahn.
Zitat
BusUndBahnAusBerlin
Pressemitteilung DB

Projekt City-S-Bahn: Pandemie verzögert Inbetriebnahme des ersten Teilstücks
Grund insbesondere Lieferengpässe • Interimszustand wird nicht wie geplant Ende 2022 fertig • Arbeiten an der Humboldthafenbrücke • Geringe verkehrliche Einschränkungen von 9. April bis 8. Juli


Die Pandemie verzögert die Fertigstellung des ersten Teilstücks der neuen City-S-Bahn (S21), des sogenannten Interimszustands. Grund sind insbesondere Lieferengpässe, etwa bei Schaltanlagen und speziellen Betonbauteilen wie Kabelschächten und -kanälen. Dazu kommt durch die anhaltende Corona-Situation auch ein Mangel an Fachpersonal, vor allem in der Planung. Trotz des sichtbaren Baufortschritts – die Gleise liegen auf weiten Teilen der Strecke, die Abzweige mittels Weichen nach Gesundbrunnen und Wedding sind fertig, der Bahnhof wird nach und nach ausgebaut – wird der S-Bahn-Pendelverkehr zwischen Hauptbahnhof und Gesundbrunnen dadurch nicht wie eigentlich geplant im Dezember 2022 aufgenommen.

Auch auf die Inbetriebnahme des sogenannten Endzustands des ersten Bauabschnitts hat die Pandemie negative Auswirkungen. Zusätzlich erfolgen hier im Zuge der laufenden Arbeiten Überprüfungen vorhandener Bauwerke und Vorsorgemaßnahmen, woraus sich Umplanungen und zusätzliche Baumaßnahmen ergeben. Schon jetzt zeichnet sich deshalb ab, dass der Inbetriebnahmetermin 2026 nicht gehalten werden kann. Neue Termine werden aktuell geprüft und können voraussichtlich Mitte dieses Jahres genannt werden.

Konkret führt die Deutsche Bahn (DB) zusätzliche Arbeiten an der Humboldthafenbrücke am Berliner Hauptbahnhof durch. Beim Baufortgang der neuen City-S-Bahn wurde Korrosion an einem der Fundamente festgestellt, die stellenweise durch eine ungenügende Verbindung zwischen Beton und Stahl entstanden ist. Die DB führt nun aufwändige Reparaturen durch und verstärkt das Fundament, dieses ist nämlich gleichzeitig auch die Decke der zukünftigen unterirdischen S-Bahn-Station. Um den Verkehr auf der Stadtbahn so wenig wie möglich zu beeinträchtigen, wird zunächst eine Hilfskonstruktion errichtet. Sie wird die Lasten von oben aufnehmen, danach kann das Fundament saniert werden.

Während der Fertigstellung der Hilfskonstruktion zwischen 9. April und 8. Juli 2022 sind die zwei darüberliegenden Gleise für den Verkehr gesperrt. Es stehen also weiterhin vier der sechs oberirdischen Gleise am Hauptbahnhof für den Verkehr zur Verfügung. Die S-Bahn ist nicht betroffen. Auch auf die unterirdischen Gleise haben die Bauarbeiten keine Auswirkungen. Züge des Fern- und Regionalverkehrs werden zum Teil umgeleitet beziehungsweise unterbrochen, einige Halte entfallen. Die DB bittet alle Reisenden, sich vor ihrer Fahrt auf bahn.de oder im DB Navigator über ihre Verbindung zu informieren.

Allgemein: Die City-S-Bahn ist eine komplett neue Nord-Süd-Achse für die Berliner S‑Bahn. Die Strecke führt vom Nordring über den Hauptbahnhof und den Potsdamer Platz hin zur Yorckstraße. Das Projekt schafft enorme zusätzliche Kapazitäten und ermöglicht neue Linienführungen. Der Hauptbahnhof ist dann aus allen vier Himmelsrichtungen per S-Bahn erreichbar. Der Potsdamer Platz wird direkt an den Hauptbahnhof angebunden, der Umsteigeknoten Friedrichstraße entlastet. Mehr Infos: [bauprojekte.deutschebahn.com]

Beste Grüße
Harald Tschirner
Seltsam, dass bei anderen Projekten, wie Dresdner Bahn oder Stuttgart-Ulm diese Materialengpässe nicht bestehen. Wer verfolgt hat, wie engagiert die Rampe zum Overfly aufgeschüttet wurde, wundert sich doch nicht darüber, dass nichts fertig wird.
Würde mich nicht wundern, wenn hier die gleichen Planer, wie an der Warschauer Straße tätig sind.

Falls es wirklich an elektrotechnischer Ausrüstung fehlen würde, müsste doch wenigstens der Gleisbau inkl. Stromschiene abgeschlossen sein. Und warum bekommt man die Kabelkanäle an die Baustelle im Süden und nicht an die im Norden?
Ich bin mir ziemlich sicher, dass von den heutigen Arbeitern (und seien sie noch so unterbezahlt) niemand auf einer Baustelle arbeiten will, auf der man mit Deportation und Misshandlungen bedroht wird, wenn die Vorgesetzten eine andere Auffassung von Sicherheitsmaßnahmen haben als man selbst.
Zitat
DerMichael
Seltsam, dass bei anderen Projekten, wie Dresdner Bahn oder Stuttgart-Ulm diese Materialengpässe nicht bestehen. Wer verfolgt hat, wie engagiert die Rampe zum Overfly aufgeschüttet wurde, wundert sich doch nicht darüber, dass nichts fertig wird.

Na ja, im Ländle war eigentlich der Plan, die vollständige SFS - also beginnend in Stuttgart Hbf Tief - gleichzeitig mit Stuttgart21 in Betrieb zu nehmen ohne das jetzige Nadelöhr Wendlingen... :-)

Zitat
DerMichael
Falls es wirklich an elektrotechnischer Ausrüstung fehlen würde, müsste doch wenigstens der Gleisbau inkl. Stromschiene abgeschlossen sein. Und warum bekommt man die Kabelkanäle an die Baustelle im Süden und nicht an die im Norden?

Mit solchen Aussagen wäre ich vorsichtig. Tatsächlich gibt es Probleme mit Lieferketten und die dürften durch den Ukraine-Krieg (Ausscheiden der Transsib...) kaum geringer werden. Zudem wissen wir nicht, was genau fehlt und was genau wo in welchem Bauzustand wie eingebaut werden muss.

Leute wie @Latschenkiefer kennen sich da evtl. besser aus...

Viele Grüße
Arnd
Zitat
def
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Nemo
Die Entscheidungen zur Streckenführung und Bauweise dürften ja vor der Machtübergabe an unseren Putin erfolgt sein.

Ob "Putin" irgendwann auch mal von der Forumssoftware in Sonderzeichen umgewandelt wird?

Ich befürchte eher das irgendwann immer der Zusatz "unser grossartiger Zar..." vorangestellt werden muß...wenn unsere Landesverteidigung genau so gut ist wie unsere Planungsbehörden.
Zitat
DerMichael
Seltsam, dass bei anderen Projekten, wie Dresdner Bahn oder Stuttgart-Ulm diese Materialengpässe nicht bestehen. [...]

Materialengpässe bestehen derzeit überall, was nicht nur mit coronabedingten Störungen der Lieferketten zusammenhängt, sondern auch mit dem "Jahrhundertereignis" im Westteil der Republik. Für die Beseitigung der Hochwasserschäden bestand absolute Priorität. Wenn ich mich in der Gegend so umgucke, dass ist der S21-Stummel zum Hbf das Unwichtigste der laufenden Projekte.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Zitat
Arnd Hellinger
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DerMichael
Falls es wirklich an elektrotechnischer Ausrüstung fehlen würde, müsste doch wenigstens der Gleisbau inkl. Stromschiene abgeschlossen sein. Und warum bekommt man die Kabelkanäle an die Baustelle im Süden und nicht an die im Norden?

Mit solchen Aussagen wäre ich vorsichtig. Tatsächlich gibt es Probleme mit Lieferketten und die dürften durch den Ukraine-Krieg (Ausscheiden der Transsib...) kaum geringer werden. Zudem wissen wir nicht, was genau fehlt und was genau wo in welchem Bauzustand wie eingebaut werden muss.

Leute wie @Latschenkiefer kennen sich da evtl. besser aus...

Ups, man hat nach mir gerufen... :-)

Im konkreten Fall kann ich nicht sagen, was genau hier die Verzögerungen verursacht hat. Es ist aber richtig, dass es seit einigen Monaten teilweise massive Schwierigkeiten gibt, an bestimmte Materialien zu kommen - zum Beispiel eine Lieferzeit von einem halben Jahr für einige Kabetypen, die vorher ohne Probleme in 4 Wochen beim Kabelwerk abrufbar waren.
Zitat
Jay

Für die Beseitigung der Hochwasserschäden bestand absolute Priorität. Wenn ich mich in der Gegend so umgucke, dass ist der S21-Stummel zum Hbf das Unwichtigste der laufenden Projekte.
Das Problem bestand ja schon vor dem Hochwasser. Aber der letzte Satz trifft es wohl am deutlichsten: das Projekt hat die geringste Priorität. Vermutlich arbeitet man hier nur, wenn sonst gerade nichts anderes zu tun ist. Der Nutzen ist ja auch erstmal eher gering.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 08.03.2022 10:44 von DerMichael.
Das Provisorium wird erst fertig, wenn Fördergelder zurückgezahlt werden müssten.
Was hat denn aber Priorität in Berlin? Vrmtl. Fahrradstraßen auf denen kaum ein Fahrrad fährt.

Heidekraut zum Hauptbahnhof
Zitat
Heidekraut
Was hat denn aber Priorität in Berlin? Vrmtl. Fahrradstraßen auf denen kaum ein Fahrrad fährt.

Die Leute, die Fahrradstraßen planen, sind sowieso ganz andere als diejenigen, die Eisenbahnen planen. Da besteht also keine Konkurrenz! Geld ist ja in dieser Hinsicht gegenwärtig eher weniger das Problem.

Nebenbei fehlt auch beim Fahrradverkehr das Personal.

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 08.03.2022 12:02 von Nemo.
Zitat
Heidekraut
Was hat denn aber Priorität in Berlin? Vrmtl. Fahrradstraßen auf denen kaum ein Fahrrad fährt.

Ich habe noch nicht eine Fahrradstraße erlebt, auf der keine Fahrräder unterwegs waren, insofern gibt es für deine Fahrrad-Antipathie an dieser Stelle keinen Grund.

Warum lässt man das mit dem Provisorium nicht einfach komplett? Auf ein paar Jahre mehr oder weniger kommt es doch inzwischen auch nicht mehr an. Wenn es so schwer ist, Material zu bekommen, warum dann dieses für ein Provisorium verwenden, was dann gerade mal einen Pendelzug dient?
Zitat
Heidekraut
Was hat denn aber Priorität in Berlin? Vrmtl. Fahrradstraßen auf denen kaum ein Fahrrad fährt.

Der Vorhabenträger heißt hier aber DB Netz AG und nicht BVG, BA Mitte oder SenUMVK. Daraus ergibt sich, dass das Projekt in interner Konkurrenz zu Themen wie etwa Oberrhein-Viergleisigkeit, Stuttgart21 oder der von Jay genannten Beseitigung von Hochwasserschäden steht. Diese Maßnahmen haben - anders als hiesige City-S-Bahn europaweite Auswirkungen auf Fahrpläne und genießen daher derzeit verständlicherweise etwas höhere Priorität.

Mit Radwegen hat das also rein gar nichts zu tun. Lediglich eine etwas offenere Kommunikationsstrategie seitens der DB in der wäre wünschenswert...

Was natürlich die in der Frühphase des Projekts begangenen Saumseligkeiten mitnichten entschuldigt oder rechtfertigt.

Viele Grüße
Arnd
Zitat
Nemo
Zitat
Heidekraut
Was hat denn aber Priorität in Berlin? Vrmtl. Fahrradstraßen auf denen kaum ein Fahrrad fährt.

Die Leute, die Fahrradstraßen planen, sind sowieso ganz andere als diejenigen, die Eisenbahnen planen. Da besteht also keine Konkurrenz! Geld ist ja in dieser Hinsicht gegenwärtig eher weniger das Problem.

Der Haken ist auch, dass Eisenbahn-Planungsbüros nicht nur die Nachfrage der DB abdecken müssen, sondern auch die von PKP, ADIF, SNCF, ÖBB. ProRail etc. sowie diverser Kommunal- und Regional-EIU. Da herrscht europaweit Fachkräftemangel.

Viele Grüße
Arnd
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