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Das Projekt Zehn Siebzehn kommt in Schwung
geschrieben von Jules 
Die Mehrheiten sind klar, aber ab September werden die Karten neu gemischt und Rotgrün tut nun wirklich Alles, um tiefe Wahlschlappen zu erreichen. Ich denke so wie der Leserbriefschreiber aus der NP von morgen zum Thema Steintorplatzbebauung:

Bild entfernt
So langsam reichts den Bürgern und die Vertuschung bzw. politisch gewollte gezielte Intransparenz bei 10/17 hat die Stimmung weiter angeheizt.



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 24.02.2016 16:13 von Forummaster Berlin.
Zitat
Jules
Umgekehrt ist freilich auch klar, dass ein D-Tunnel-Projekt, das ja um ein vielfaches teurer gekommen wäre, sehr viel mehr Kritik hervorgerufen hätte, und zwar nicht nur von Seiten der Umweltverbände, sondern gerade auch von den Geschäftsleuten, dem ADAC oder dem Bund der Steuerzahler, denen das Wohl und Wehe der ÖPNV-Fahrgäste schnuppe ist. Und die sich darauf versteift hätten, die Baumaßnahmen wegen zu hoher Kosten abzusagen und die Linie 10 einfach einzustampfen.

"Freilich" (ich kann dieses Füllwort echt nicht mehr hören...) Ihre ganz persönliche (und gewohnt verquere) Einzelmeinung. Da es noch keiner auch nur ansatzweise versucht hat, den Bau des D-Tunnels zu finanzieren und sich Bundesfördergelder von 60% der Gesamtkosten dazuzupacken, ist es natürlich sehr einfach, alles kaputtzureden. Zusammenrechnen, beantragen, Summen analysieren. NICHT ERFOLGT. Stattdessen "undenkbar", "unfinanzierbar", "vielfaches teuer", ad nauseam. Landesfördergelder und kommunale Kosten haben die Anteile zum D-Tunnel JETZT erreicht und werden sie offenbar noch überflügeln. Und wenn Jagau keine Stahlplatte im Dickschädel hat, wird ihm dieses herunterfallende Damoklesschwert seines jahrelangen Märchens den Schädel spalten. Während Sie dazu als Hofnarr die Laute zupfen.
Zitat
Amarok
Zitat
Jules
Umgekehrt ist freilich auch klar, dass ein D-Tunnel-Projekt, das ja um ein vielfaches teurer gekommen wäre, sehr viel mehr Kritik hervorgerufen hätte, und zwar nicht nur von Seiten der Umweltverbände, sondern gerade auch von den Geschäftsleuten, dem ADAC oder dem Bund der Steuerzahler, denen das Wohl und Wehe der ÖPNV-Fahrgäste schnuppe ist. Und die sich darauf versteift hätten, die Baumaßnahmen wegen zu hoher Kosten abzusagen und die Linie 10 einfach einzustampfen.

"Freilich" (ich kann dieses Füllwort echt nicht mehr hören...) Ihre ganz persönliche (und gewohnt verquere) Einzelmeinung. Da es noch keiner auch nur ansatzweise versucht hat, den Bau des D-Tunnels zu finanzieren und sich Bundesfördergelder von 60% der Gesamtkosten dazuzupacken, ist es natürlich sehr einfach, alles kaputtzureden.

Ihre freilich leider üblichen verbalen Ausfälle hab' ich aus dem Zitat gelöscht. Und zu der "Einzelmeinung" folgendes: Sie schreiben ja selbst, "Da es noch keiner auch nur ansatzweise versucht hat, den Bau des D-Tunnels zu finanzieren ..." es handelt es sich also wohl kaum um eine "Einzelmeinung" meinerseits, wenn ich drauf hinweise, dass der D-Tunnelbau viel zu teuer ist. Da doch viele Menschen, über den sehr langen Zeitraum von rund fünf Jahrzehnten (1965 wurde mit dem Bau der ersten Tunnelstation begonnen) die Möglichkeit gehabt hatten, zu versuchen, den D-Tunnelbau zu finanzieren.

Aber das ist für mich nur ein Kriterium. Ein anderer wichtiger Grund dafür, dass die Linien 10 und 17 nicht unter die Erde verlegt werden dürfen, um dem Autoverkehr mehr Platz zu verschaffen, wurde an dem Diskussionsabend zur Steintorbebauung vom Präsidenten der Architektenkammer Niedersachsen und von Landschaftsarchitekt Christoph Schonhoff angesprochen: <"Die Innenstadtränder passen nicht mehr, wir müssen etwas tun", sagte Wolfgang Schneider, Präsident der Architektenkammer Niedersachsen. Landschaftsarchitekt Christoph Schonhoff trat Befürchtungen entgegen, Häuser auf dem Steintorplatz würden das innerstädtische Mikroklima beeinflussen. "Wenn man die Versiegelung des Cityrings auflockern würde, hätte das stärkeren Einfluss, und zwar positiven", sagt er und streifte damit ein anderes Reizthema.> HAZ vom 19.2.2016: "Wo ist das Problem?"

Das Reizthema, dass er da streifte ist natürlich der Rückbau der autogerechten Stadt, die wir Hillebrecht "zu verdanken" haben. Zu dieser autogerechten Stadt à la Hillebrecht gehören die breiten Schneisen, die er durch die Stadt geschlagen hat. Eine Symbiose aus Stadtautobahnen und Luftkrieg-Vorbeugemaßnahmen zu einer Zeit, als viele Regierende einen weiteren Krieg, diesmal Ost gegen West erwarteten. Verständlich ist es, dass das nicht großartig in der Bevölkerung kommuniziert wurde, die war kriegsmüde. Aber andererseits wurde 1949 die Nato und 1955 der Warschauer Pakt gegründet. Den Menschen wurde indessen die autogerechte Stadt als zukunftsfähiges Idealbild von Stadtgestaltung erfolgreich eingeimpft.

Bevor Sie jetzt gleich wieder loszetern von wegen "Einzelmeinung" lesen Sie doch einfach mal den angegebenen Wikipedia-Artikel über Hillebrecht und versuchen Sie, die darin genannten Fakten einzuordnen. Zum Beispiel Hillebrechts Architekten-Tätigkeit Anfang bis Mitte der 40er Jahre: "Ab 1944 war er tätig in Albert Speers Wiederaufbaustab. Mit Gutschow unternahm Hillebrecht im Januar 1944 eine Reise, die sie durch 24 schwer vom Luftkrieg zerstörte Städte führte. Sie erarbeiteten „Richtlinien zur Statistik“ und Schadenskartierung, die als Grundlage für die Wiederaufbauplanung dienen sollten." [de.wikipedia.org]



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 20.02.2016 00:08 von Jules.


Zitat
Jules
Umgekehrt ist freilich auch klar, dass ein D-Tunnel-Projekt, das ja um ein vielfaches teurer gekommen wäre, sehr viel mehr Kritik hervorgerufen hätte, und zwar nicht nur von Seiten der Umweltverbände, sondern gerade auch von den Geschäftsleuten, dem ADAC oder dem Bund der Steuerzahler, denen das Wohl und Wehe der ÖPNV-Fahrgäste schnuppe ist. Und die sich darauf versteift hätten, die Baumaßnahmen wegen zu hoher Kosten abzusagen und die Linie 10 einfach einzustampfen.

Merken Sie eigentlich, dass Sie hier unsinniges widersprüchliches Zeug reden? Die City Gemeinschaft war immer für den D-Tunnel, weil dieser nicht soviel Kollateralschäden mit sich gebracht hätte wie das 08/15-Projekt. Warum sollten die Umweltverbände etwas gegen einen 1,2km langen Tunnel haben, der die Fahrgäste mit kurzen Umsteigewegen ohne Verletzungsgefahr von A nach B bringt? Oder meinen Sie, dass in 15m Tiefe irgendwelche Nacktmulle durch den Schildvortrieb beeinträchtigt werden? Das Kostenargument scheint ja bei den Grünen das einzige zu sein, was dagegen gehalten wird. Wie man nun sieht, ists eher andersherum. Und der D-Tunnel hätte funktioniert, was vom "08/15"-Projekt noch zu beweisen wäre, aber immer unwahrscheinlicher wird.

Die Ausführungen zur hillebrechtschen autogerechten Stadt kann man wirklich nicht mehr hören. Sie wiederholen sich in Ermangelung von Argumenten.
Bitte eine neue Platte auflegen!



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 20.02.2016 14:18 von reini.
Zitat
reini
Zitat
Jules
Umgekehrt ist freilich auch klar, dass ein D-Tunnel-Projekt, das ja um ein vielfaches teurer gekommen wäre, sehr viel mehr Kritik hervorgerufen hätte, und zwar nicht nur von Seiten der Umweltverbände, sondern gerade auch von den Geschäftsleuten, dem ADAC oder dem Bund der Steuerzahler, denen das Wohl und Wehe der ÖPNV-Fahrgäste schnuppe ist. Und die sich darauf versteift hätten, die Baumaßnahmen wegen zu hoher Kosten abzusagen und die Linie 10 einfach einzustampfen.

Merken Sie eigentlich, dass Sie hier unsinniges widersprüchliches Zeug reden? Die City Gemeinschaft war immer für den D-Tunnel, weil dieser nicht soviel Kollateralschäden mit sich gebracht hätte wie das 08/15-Projekt. Warum sollten die Umweltverbände etwas gegen einen 1,2km langen Tunnel haben, der die Fahrgäste mit kurzen Umsteigewegen ohne Verletzungsgefahr von A nach B bringt?

"Auch die Vereinigung der City-Kaufleute hält den unterirdischen Streckenverlauf für die beste Lösung, da die Kurt-Schumacher-Straße somit frei für den Autoverkehr bliebe. „Aber ich muss den Tunnel auch nicht bezahlen“, sagte der Geschäftsführer der City-Gemeinschaft, Martin Prenzler." Diese Aussage des Sprechers der City-Gemeinschaft zeigt doch sehr deutlich, dass auch Prenzler letztlich nicht dran glaubt, dass der D-Tunnel finanzierbar wäre. Oder wie interpretieren Sie diese Aussage Prenzlers?

Quelle: [www.haz.de]

Schon der Titel der Berichterstattung über die damalige Veranstaltung "Was-bringt-uns-die-D-Linie-wirklich" lässt doch jeden selbst mit weniger feinem Gehör aufhorchen! Was bringt uns die D-Linie wirklich? Soll heißen: D-Linie kann wegfallen! Das ist die eigentliche Gefahr, der die Region mit dem Projekt Zehn Siebzehn wirkungsvoll begegnet!

Die Umweltverbände - und ich gehe jetzt mal davon aus, dass Sie den ADAC nicht dazuzählen - haben sich klar für den oberirdischen barrierefreien Ausbau der Linien 10 und 17 ausgesprochen, gerade auch im Interesse der Fahrgäste! "Die optimierte oberirdische D-Strecke ist für die Fahrgäste insgesamt attraktiver als ein Tunnel."

Quelle: "Mittendrin statt drunterdurch" Gemeinsame Broschüre zum Ausbau der Stadtbahnstrecke D von BIU und VCD [www.vcd.org]

Übrigens lehnen nicht nur die Umweltverbände, die SPD und die Grünen den D-Tunnelbau ab. Auch die Linke hat eine klar ablehnende Stellung zum D-Tunnelbau bezogen: "Dies würde nicht nur zu fünfmal höheren Baukosten führen, sondern auch die Unterhaltskosten in die Höhe treiben. Allein der Baukostenanteil der Region dürfte bei rund 100 Mio. Euro liegen, schätzt Müller. Zudem müsste der Tunnel sehr tief gebaut werden. Die neuen Stationen für die Linien 10 und 17 würden unter den bestehenden Stationen am Steintor und am Hauptbahnhof/Raschplatz liegen. Damit würde sich die Erschließung der Innenstadt für Fahrgäste aus Richtung Linden, Limmer und Ahlem massiv verschlechtern. Hinzu kämen lange Wege von der Oberfläche bis zur Stationsebene."

Quelle: [www.linksfraktion-hannover.de]

Dass die genannten Vertreter den D-Tunnelbau ablehnen ist berechtigt, denn sie haben ein Koinzept erarbeitet für den oberirdischen barrierefreien Ausbau im Rahmen von Projekt Zehn Siebzehn. Dass hingegen so manche Akteure auf der politischen Bühne Projekt Zehn Siebzehn ablehnen ist sehr fragwürdig, denn sie haben eben kein handfestes alternatives Konzept für den Fortbestand der Stadtbahnstrecke D. Vollkommen fragwürdig wird es, wenn Gruppierungen wie die Piraten, die Freien Wähler, die Neuen Liberalen oder die AfD gegen Projekt Zehn Siebzehn zu Felde ziehen. Das ist Autofahrer-Populismus pur!
Ich berufe mich auf die Intraplan Studie und die spricht klare Worte. Keiner der Kaufleute in der City muss einen teuren Tunnel bezahlen (siehe GVFG) und der Kommunalanteil liegt bei 10/17 mindestens genauso hoch wie beim Tunnel. Zudem müssen die Anlieger noch 8 Mio€ für eine Straßensanierung ausgeben, die im Tunnelfall wesentlich einfacher ausgefallen wäre, weil keine Bahnanlagen zu integrieren wären.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 20.02.2016 19:39 von reini.
"D-Linie: Planerbüro darf weitermachen
Für einen Wechsel des Büros gebe es "keinen Anlass", sagte Infra-Chef Stefan Harcke. Transtec habe das Kostengutachten im Auftrag der Infra erstellt, wenngleich die Version, die dann an die Öffentlichkeit kam, noch im "Entwurfsstadium" und "nicht autorisiert" gewesen sei, betonte Harcke.", schreibt die Neue Presse vom 20.2.2016
Zusammengefasst bedeutet das, die Zeitungsberichterstattung in den letzten Tagen über die angeblichen Kostensteigerungen bei Projekt Zehn Siebzehn war maßlos übertrieben, da sie letztlich auf Spekulationen beruhte, jedoch bisweilen so tat, als lägen unwiderbringliche Beweise für Kostensteigerungen vor. Das hört der "Wutbürger" ja auch gerne, bestätigt es doch seine Vorurteile gegenüber angeblich "unfähigen Politikern, die das Geld mit großen Händen zum Fenster rauswerfen".
Fakt ist, dass Projekt Zehn Siebzehn unter anderem dazu dient, die gesetzlich geforderte Barrierefreiheit herzustellen, und die gibt's nun mal nicht zum Nulltarif. Ganz nebenbei wird mit Projekt Zehn Siebzehn auch die gesetzlich vorgeschriebene Barrierefreiheit für die Untergrundhaltestelle Steintor hergestellt. Denn die vorhandene Rampenanlage ist zu steil und die Rampenstücke sind zu lang, um als barrierefrei zu gelten. Eigentlich ist es so gesehen nicht in Ordnung, wenn die Üstra trotzdem in ihrem Aushang an der oberirdischen Haltestelle Steintor den U-Bahn-Zugang mit einem Rollifahrer-Symbol versieht!

In ihrer Broschüre zur Steintorbebauung schreibt die Stadtratsfraktion der Grünen in Hannover: "Die derzeit vorhandene überdimensionierte Treppen und Rampenanlage der unterirdischen Stadtbahnstation Steintor soll dafür, z.B. durch eine Integration des Stationszugangs in die Neubauten auf dem Steintorplatz, im Sinne der Platzgestaltung umgebaut werden." [www.gruene-hannover.de] Diese Idee gilt es umzusetzen, denn die Rampenanlage ist einerseits wahrlich keine Augenweide und andererseits nimmt sie mit rund 30m Länge und 12m Breite eine große Fläche von ca. 360 m² ein, die viel besser als Platz genutzt werden kann zum Gehen, zum Stehen bleiben und Schauen, für Kleinkunst usw.



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 23.02.2016 00:08 von Jules.


Zitat
Jules
Auch die Linke hat eine klar ablehnende Stellung zum D-Tunnelbau bezogen: "Dies würde nicht nur zu fünfmal höheren Baukosten führen, sondern auch die Unterhaltskosten in die Höhe treiben. Allein der Baukostenanteil der Region dürfte bei rund 100 Mio. Euro liegen, schätzt Müller."

Stefan Müller von der SPD, Ex-Linke, glänzt regelmäßig durch eklatantes Nichtwissen. Rechenbeispiel: jeder U-Bahn-Bau wurde nach GVFG und >50 Mio. € mit 60% Bund / 25% Land / 15% Kommunal gefördert gebaut. Nehmen wir an, der D-Tunnel bis Hauptbahnhof würde – statt wie 2009 ca. 130 Mio. € gesamt – zu heutigen Preisen 150 Mio. € kosten. 60% = 90 Mio. € Bund / 25% = 37,5 Mio. € Land / 15% = 22,5 Mio. € Stadt und Region. Projekt 10/17 schrappt ja heute schon bei steigenden Kosten an diesen Fördermittel-Marken, und spätestens wenn dabei diese Marke fürs Land gerissen werden würde, ist Projekt 10/17 politisch tot – wir erinnern uns: "35 Mio. € sind unfinanzierbar", und laut Kostenanalyse können es schnell bis zu 41 Mio. € fürs Land werden.
Noch ein Nachtrag: der D-Tunnel hat in etwa die selbe Baumenge wie die C-Ost: eine Schildvortriebsstrecke, zwei Stationen, fast dieselbe Länge. Dieser Bau hat damals umgerechnet 103 Mio. € gekostet. 150 Mio. € für den D-Tunnel sind also sehr realistisch, aber keinesfalls mehr, und schon gar nicht bei den Fördermitteln. Und erst Recht nicht mit "Acht Jahren Chaos in der Innenstadt", wie Jagau einst behauptete – die C-Ost wurde zwischen Aegi und der Rampe-Hans-Böckler-Allee binnen 3 Jahren fertiggestellt (Schild­vortrieb, Baugruben­wände, Aushub, Rohbau, Verfüllung, Ausbau).
Was mich dementsprechend stört ist, dass so viele Märchen erzählt werden, dass viele dieses auch noch für bare Münze nehmen und ein Halbwissen aus Zeitungsausschnitten aufgebaut wird, wenn deren Artikel teilweise selber ungenau recherchiert sind. Wer nicht im Besitz der Originalpläne, Beschreibungen, Protokolle und sonstigen Dokumente ist, die den U-Bahn-Bau explizit beschreiben, sollte nicht ganz so laut mitdiskutieren. Sonst macht man sich schnell – siehe Müller und Jules – leicht lächerlich.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 22.02.2016 17:27 von Amarok.
Zitat
Jules
Zusammengefasst bedeutet das, die Zeitungsberichterstattung in den letzten Tagen über die angeblichen Kostensteigerungen bei Projekt Zehn Siebzehn war maßlos übertrieben, da sie letztlich auf Spekulationen beruhte, jedoch bisweilen so tat, als lägen unwiderbringliche Beweise für Kostensteigerungen vor.

Auch hier: bitte nur urteilen, wenn Sie die weiteren Grundlagen kennen. Die Kostenanalyse beschreibt sehr deutlich die gewünschten und ausgeführten Materialien und Ausstattungen, die beim Projekt 10/17 zum Zuge kommen sollen und die auch in Ausführungsplänen und "Einkaufslisten" explizit dargestellt und erwähnt werden. Es ist nicht verwunderlich, dass dann Sparmaßnahmen vorgeschlagen werden, die einen Standardausbau erzwingen könnten, die zwar die Kosten etwas moderater gestalten könnten, dennoch die Marke nicht unter 50 Mio. € drücken.
Mir liegen einige dieser Dokumente vor, das sind beileibe keine Spekulationen.
Zitat
Amarok
...
Stefan Müller von der SPD, Ex-Linke, glänzt regelmäßig durch eklatantes Nichtwissen. (...) Sonst macht man sich schnell – siehe Müller und Jules – leicht lächerlich.

Können Sie mir einen vernünftigen Grund nennen, warum ich Ihren Angaben mehr Vertrauen schenken sollte, als zum Beispiel denen eines Stadtbahnfahrers (Stefan Müller), der sich seit Jahren sehr intensiv und erfolgreich politisch engagiert, gerade auch in verkehrspolitischen Fragen und besonders zum ÖPNV? Und können Sie mir einen vernünftigen Grund dafür nennen, dass Sie - wenn Sie so viel Ahnung haben, wie Sie stets behaupten - es partout für notwendig halten, jeden erstmal herabzuwürdigen, der Ihnen widerspricht?
Zitat
reini

Die Ausführungen zur hillebrechtschen autogerechten Stadt kann man wirklich nicht mehr hören.

Wer die Vergangenheit nicht kennt, ist dazu verurteilt, sie zu wiederholen.
Zitat
Amarok
Zitat
Jules
Zusammengefasst bedeutet das, die Zeitungsberichterstattung in den letzten Tagen über die angeblichen Kostensteigerungen bei Projekt Zehn Siebzehn war maßlos übertrieben, da sie letztlich auf Spekulationen beruhte, jedoch bisweilen so tat, als lägen unwiderbringliche Beweise für Kostensteigerungen vor.

Auch hier: bitte nur urteilen, wenn Sie die weiteren Grundlagen kennen. Die Kostenanalyse beschreibt sehr deutlich die gewünschten und ausgeführten Materialien und Ausstattungen, die beim Projekt 10/17 zum Zuge kommen sollen und die auch in Ausführungsplänen und "Einkaufslisten" explizit dargestellt und erwähnt werden. Es ist nicht verwunderlich, dass dann Sparmaßnahmen vorgeschlagen werden, die einen Standardausbau erzwingen könnten, die zwar die Kosten etwas moderater gestalten könnten, dennoch die Marke nicht unter 50 Mio. € drücken.
Mir liegen einige dieser Dokumente vor, das sind beileibe keine Spekulationen.

"D-Linie: Planerbüro darf weitermachen
Für einen Wechsel des Büros gebe es "keinen Anlass", sagte Infra-Chef Stefan Harcke. Transtec habe das Kostengutachten im Auftrag der Infra erstellt, wenngleich die Version, die dann an die Öffentlichkeit kam, noch im "Entwurfsstadium" und "nicht autorisiert" gewesen sei, betonte Harcke."
, schreibt die Neue Presse vom 20.2.2016
Demnach liegen Ihnen also "bestenfalls" Dokumente vor, die noch im Entwurfsstadium und nicht autorisiert sind. Und wenn ich Sie jetzt fragte, wo Sie die herhaben, dann würden Sie vermutlich behaupten, die seien von einem Laster gefallen, an dem Sie zufällig gerade vorbeigegangen sind?

Dabei könnte man über die Kosten für Projekt Zehn Siebzehn, den Kostenanteil, den das Land, die Region, die Stadt tragen sollte so schön diskutieren. Zum Beispiel frage ich mich und Sie: Wenn eine Stadtbahnstrecke mit Rasengleis ausgestattet wird, was ja abschnittweise bei Projekt Zehn Siebzehn passiert, wer trägt dann zu welchem Anteil die Kosten? Es geht dabei um eine Verbesserung des ÖPNV, für den die Region zuständig ist, die ihrerseits wieder Projektförderung vom Land erhält. Aber die Braunstraße und die Goethestraße, sowie die Goethestraße bis Münzstraße einseitig werden durch das Rasengleis an Gestaltungsqualität gewinnen. Wovon am stärksten die Stadt profitiert und die Anwohner. (Aber dann kommt ein Anwohner und sagt er hätte lieber Pflaster als Gras, weil er gegen Gräserpollen allergisch ist ... Zu welchem Anteil werden die Kosten aufgeteilt? Muss auch der Gräserpollenallergiker anteilig etwas dazu zahlen? ) Da lassen sich noch zahlreiche andere Beispiele anfügen, darunter mehr und weniger ernsthafte, weiter oben hatte ich ja bereits die Haltenstellengestaltung angesprochen. Und dann frage ich mich und Sie: Wieviel direkte Bürgerbeteiligung ist hier sinnvoll und machbar? Sollen die Bürger dann auch entscheiden, wer welchen Kostenanteil übernimmt? Und sollen dann nur die Stadt-Hannoveraner abstimmen dürfen oder die ganze Region oder die ganze Bevölkerung in Niedersachsen?

Oder soll einfach nur ein Schotterbett angelegt werden, weil das billiger ist?


Zitat
Jules
.. Wenn eine Stadtbahnstrecke mit Rasengleis ausgestattet wird, was ja abschnittweise bei Projekt Zehn Siebzehn passiert, wer trägt dann zu welchem Anteil die Kosten? Es geht dabei um eine Verbesserung des ÖPNV, für den die Region zuständig ist, die ihrerseits wieder Projektförderung vom Land erhält. Aber die Braunstraße und die Goethestraße, sowie die Goethestraße bis Münzstraße einseitig werden durch das Rasengleis an Gestaltungsqualität gewinnen. Wovon am stärksten die Stadt profitiert und die Anwohner. ...

Eine Aufwertung der Braunstraße wäre auch ohne die künstlichen Engpässe durch 10/17 erfolgt und unabhängig von der Linienführung im Zentrum.

Anstatt hier weiter Werbung zu machen, sollten Sie mal einen Blick auf die Facebook-Seite Ihrer Partei werfen, dort weht Euch ein ziemlich eisiger Wind entgegen. Werfen Sie mal lieber einen Blick nach Düsseldorf, dort wird gerade die neue Wehrhahnlinie gefeiert:

[www.rp-online.de]
Zitat
reini
Werfen Sie mal lieber einen Blick nach Düsseldorf, dort wird gerade die neue Wehrhahnlinie gefeiert:

[www.rp-online.de]

Hab ich getan. Und jetzt werfen Sie mal bitte einen Blick auf die Kritik des VCD an dem Düsseldorfer U-Bahn-Projekt:
[www.juramagazin.de]

Und dann noch einen Blick auf die Kosten: 843,6 Millionen Euro für 3,4 km Strecke. [de.wikipedia.org]

Übertragen auf Hannover:
843,6 Mill. / 3,4km (Tunnelstrecke in Düsseldorf) * 1,4km (nur die Tunnelstrecke von Goetheplatz bis Hbf) = 347,36 Millionen Euro

Dazu kämen noch die zusätzlichen Kosten für den oberirdischen Abschnitt von Glocksee bis zur Rampe Goethestraße. Zusätzliche Kosten in Millionenhöhe entstünden der Stadt, denn die müsste die oberirdischen Verkehrsflächen neu gestalten auf eigene Kosten. Und dabei immer schön im Hinterkopf behalten, dass die Belastung der Stadt mit Autoverkehr in Düsseldorf zunehmen wird! Selbst wenn dort Autofahrer auf die neue U-Bahn umsteigen sollten, noch mehr werden angelockt werden von "ÖPNV-befreiten" Straßen.



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 23.02.2016 19:20 von Jules.
Zitat
reini


Eine Aufwertung der Braunstraße wäre auch ohne die künstlichen Engpässe durch 10/17 erfolgt und unabhängig von der Linienführung im Zentrum.

Und in der Goethestraße, wo es bereits ein kleines Stück Rasengleis gibt, das verlängert wird durch Projekt Zehn Siebzehn, würde im Falle eines Tunnelbaus ein Rampenloch entstehen, ca. 100m lang und ca. 7-8 m breit. "Tolle Aufwertung"!



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 23.02.2016 19:21 von Jules.
Zitat
Jules

Und in der Goethestraße, wo es bereits ein kleines Stück Rasengleis gibt, das verlängert wird durch Projekt Zehn Siebzehn, würde im Falle eines Tunnelbaus ein Rampenloch entstehen, ca. 100m lang und ca. 7-8 m breit. "Tolle Aufwertung"!

Dieses 100m Loch, wie Sie es nennen, möchte ich einmal den Straßenbahngleisen samt hässlicher Oberleitungen auf der ganzen Strecke gegenüberstellen. In Bielefeld am Jahnplatz können Sie sehen, dass es auch kürzer mit der Rampe geht als 100m, nämlich nur 41m.

Zudem ist die Kapazität Ihrer tolle Bimmelbahn auf ganze 2 Linien mit max 50m Länge , die im 10-Minutentakt verkehren können, begrenzt . Für alle Zeiten! Vielleicht ist ja eine Untertunnelung des Cityrings, um die Kapazität zu erhöhen, an dieser Stelle kostengünstiger. Ich sehe immer wieder, sie möchten gerne den ÖPNV als Dekoration für entwicklungsfähige Straßenzüge einsetzen. Vielleicht fragen Sie einmal die fahrgäste selbst, dann sind Sie schlauer!

Und auf Ihre Argumentation in Sachen MIV-Abgase muss man nicht mehr eingehen.

Und die Kostenschätzungen über den D-Tunnel liegen zwischen 115Mio€ und 150 Mio€:

[www.pielawa.de]



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 23.02.2016 22:21 von reini.
Zitat
Jules
Können Sie mir einen vernünftigen Grund nennen, warum ich Ihren Angaben mehr Vertrauen schenken sollte, als zum Beispiel denen eines Stadtbahnfahrers (Stefan Müller)

Politische Arbeit entbindet nicht automatisch vom Flunkern oder Stuss-Erzählen. Die GVFG-Rechnung 60/25/15% ist mit jedem Bauabschnitt der U-Bahn bekannt, deswegen redet Müller mit 100 Mio. € Regionskosten leider Stuss.

Zitat
Jules
Und können Sie mir einen vernünftigen Grund dafür nennen, dass Sie - wenn Sie so viel Ahnung haben, wie Sie stets behaupten - es partout für notwendig halten, jeden erstmal herabzuwürdigen, der Ihnen widerspricht?

Wenn er - siehe oben - falsche Zahlen liefert, habe ich einen Grund.
Ganz offensichtlich ist es einigen Beteiligten nicht möglich sachlich über diese Thema zu schreiben. Da entsprechende Hinweise fruchtlos blieben, wird das Thema nun geschlossen.

Sobald es neue Erkenntnissen gibt, darf gern ein neuer Thread eröffnet werden. Sollte es dort erneut persönliche Ausfälle geben, werden die entsprechenden User gesperrt.

Mit freundlichem Gruß,
Tom Gerlich - stv. Forumleiter & Forummaster Berlin
Dieses Thema wurde beendet.