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Die unendliche Geschichte... Stadt Fürth vs. S-Bahnverschwenk
geschrieben von Christian0911 
Solange der Beschluss des Eisenbahnbundesamtes zur Planänderung zwecks Einbau der zusätzlichen Weichen nicht vorliegt (siehe oben mein Beitrag vom 23. Februar), wird da nichts geschehen. Die nötige Finanzierung vom Freistaat, der für separate S-Bahngleise zuständig ist, ist bewilligt, sodass es von dieser Seite keine Hindernisse gibt.

Bei den Dokumenten zum Schienenpakt bzw. Masterplan Schienenverkehr, die am 30. Juni veröffentlicht worden sind, ist eins dabei ("Erste große Etappe"), in dem die Inbetriebnahme der Gleise in Unterfarrnbach mit Termin 12/2021 vorgesehen ist.

Die Neubaustrecke Würzburg - Nürnberg mit der Anbindung von Erlangen ist bisher nicht mehr als ein Phantasieprojekt, das sich aus einem Wunschfahrplan 2030+ (eher 2040) ableitet. Soll man deswegen alle Projekte zwischen Erlangen und Nürnberg beenden?


Aus "Deutschlandtakt: die erste große Etappe bis Mitte der 2020er-Jahre" (Seite 22):

Welche Angebotsverbesserungen sollen erreicht werden?
Taktverdichtung S-Bahn-Verkehr zwischen Nürnberg/Fürth und Erlangen von 2 auf 3 Fahrten je Stunde

Welche Infrastruktur wird benötigt?
Zusätzliche Weichen im Bereich Fürth-Unterfarrnbach

Wann wird der Deutschlandtakt voraussichtlich spürbar?
Ab Fahrplanjahr 2022 [d.h. 12/2021]

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Nachtrag: Pressemitteilung von Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (auch Landtagsabgeordneter aus Erlangen, damals auch Verkehrsminister) vom 28.09.2018:

>> Bayerns Innenminister Joachim Herrmann einigt sich mit Bahn und Verkehrsministerium auf Interimslösung für S-Bahn-Ausbau zwischen Fürth und Erlangen - Verkehrsstaatssekretär Josef Zellmeier sagt gleichzeitigen Bau beim Südzugang Eltersdorf zu

+++ Für den S-Bahn-Ausbau zwischen Nürnberg und Erlangen, der Strecke mit dem höchsten Fahrgastaufkommen des gesamten S-Bahn-Netzes Nürnberg, ist eine Übergangslösung in Sicht. In einem Gespräch mit dem Konzernbevollmächtigten der Deutschen Bahn für den Freistaat Bayern, Klaus-Dieter Josel, Verkehrsstaatssekretär Josef Zellmeier und Innenminister Joachim Herrmann einigten sich die Beteiligten darauf, dass der Realisierungs- und Finanzierungsvertrag für die Interimslösung auf dem viel befahrenen Abschnitt zwischen Fürth und Erlangen noch im Oktober unterzeichnet werden soll. Herrmann: „Damit wird es auf der Strecke zwar keinen exakten 20-Minuten-Takt geben, aber es wird möglich sein, dass dann drei S-Bahnen pro Stunde und Richtung fahren können.“ Herrmann freute sich auch über die Zusage von Staatssekretär Zellmeier, den Südzugang zum Haltepunkt Eltersdorf gleichzeitig herzustellen. Darüber hinaus begrüßte Herrmann auch die Zusage von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer, den Güterzugtunnel Fürth in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans aufzunehmen. +++ <<

Weiterlesen: [www.stmi.bayern.de]

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Noch ein Nachtrag: Die Vollzugsmeldung für die für Oktober 2018 vereinbarte Unterschrift kam dann am 17. Mai 2019 - durch den neuen Bau- und Verkehrsminister Hans Reichhart, der inzwischen schon wieder weg ist. Pressemitteilung:

>> Bayerns Verkehrsminister Dr. Hans Reichhart: "Interimslösung" bei der S-Bahn in Fürth kommt

• Wesentliche Verbesserung für Fahrgäste auf vielbefahrenen S-Bahn-Strecke zwischen Nürnberg und Erlangen
• Einbau von zusätzlichen Weichen und Signalen im Streckenabschnitt Fürth-Unterfarrnbach
• Künftig verkehren drei S-Bahnen pro Stunde und Richtung
• Freistaat investiert rund 20 Millionen Euro

Gute Nachrichten für die Fahrgäste der Nürnberger S-Bahn-Linie 1: Freistaat und Deutsche Bahn haben den Finanzierungsvertrag für die „Interimslösung“ abgeschlossen. Damit hat der Freistaat Bayern die finanziellen Voraussetzungen geschaffen, um den Einbau von sieben Weichen und zusätzlichen Signalen im Bereich Fürth-Unterfarrnbach durch die Deutsche Bahn zu ermöglichen. „Künftig können auf der Strecke Nürnberg – Erlangen drei S-Bahnen pro Stunde und Richtung verkehren. Bislang erlaubt die bestehende Infrastruktur nur zwei S-Bahnen. Durch die zusätzliche Infrastruktur können wir vor allem den zahlreichen Pendlern zwischen Nürnberg und Erlangen ein deutlich verbessertes S-Bahn-Angebot zur Verfügung stellen“, freut sich Verkehrsminister Reichhart. Die Deutsche Bahn will die Baumaßnahmen, die den bereits fertiggestellten Fürther Bogen an die Bestandstrasse anbinden, bis Dezember 2022 abgeschlossen haben. <<

[Von den Weichen und dem Südzugang in Eltersdorf ist nicht mehr die Rede. Und welcher Termin gilt denn nun?]

[www.stmb.bayern.de]



4 mal bearbeitet. Zuletzt am 07.07.2020 18:49 von Manfred Erlg.
Jetzt bin ich doch wirklich froh, daß mir Manfred Erlg's sorgfältige chronologische Zusammenstellung amtlicher Äußerungen meine Blitzbewertung dieser "7-Weichen-für-FÜ"-Frage (übrigens: kein Schwein spricht anscheinend mehr über die zwei Weichen für Eltersdorf-Süd; ich hoffe bloß, daß die im allgemeinen Kompetenzwirrwarr nicht total "übersehen" worden sind und jetzt in die virtuelle Lücke zwischen PFA 16 und PFA 17 zu fallen drohen - dann wäre die Zielwirkung total dahin!) möglich macht, bevor mich die Teilamputation meines Schädels für bislang unabsehbare Zeit aus dem Feld schlagen wird ...
Die zentrale Knackstelle scheint mir der zweimalige Ministeraustausch innerhalb weniger als zwei Jahren zu sein - das Aufräumen derer Schreibtische scheint so ein Ministerium für ca. 6-8 Monate handlungsunfähig zu machen; bleibt zu befürchten, daß das funktionale In-Tritt-Kommen der Kerstin Schreyer ähnlich lange dauern könnte und der womöglich bereits "im Hause" liegende Beschlußbescheid für die Planänderung bis Spätherbst im Chaos der Umzugskartons unauffindbar ist. Denkbar wäre aber auch, daß selbiger tatsächlich bis heute auf sich warten läßt, weil der allein in seinen Aktenbergen wühlende Sachbearbeiter in DA jetzt 'mal in zweijährigen Corona-Sonderurlaub abgedriftet ist ...
Wie dem auch sei: Wer den zentralen Bockmist begangen hat, 15-20 Jahre alte PF-Unterlagen als Basis für heute zu definierende Maßnahmenbeschlüsse zu benutzen und damit das sich Weiterdrehen der übrigen Welt schlichtweg fast schon mutwillig ignoriert hat, sortiert sich ein in die widerrühmliche Kategorie derer, die (auch bei DB Projektbau) bis heute an in den Wurzeln 40 Jahre alten Planungen sich hirnkrampfartig festkrallen.

Meine Quintessenz: Auf Basis meiner wahrscheinlichkeitstheoretischen Berechnungen [*] komme ich zu folgender Abschätzung:
Aus dem Quotienten der Wurzeln der jeweiligen Summen der Quadrate der bisher schon zu messenden Zeitdilatationen und der absehbar zu befürchtenden (letzte zwei zitierte Sachverhalte) leite ich als Fertigstellungsmonat 06..08/2024 ab. Dabei bleibt die Frage "Weichen Eltersdorf-Süd" sogar noch diffus. Schau 'mer 'mal ...

@elixir: Angesichts der jüngsten Bewegungen in Sachen "Deutschlandtakt" scheint mir die weitere Detaildiskussion zum möglichen Streckenausbau derzeit als allenfalls quartär wichtig (DSt3-4) im Maßstab der Dinge, die mich in meiner fundamentalen Lebenssituation wirklich belasten. Trotzdem will ich die Überlegungen dazu, sobald Zeitschlitze sichtbar werden, hier schon noch loswerden ... soweit möglich!

Danke an alle Interessierten!

sb

[*]: Fundament ist immer die über dem rationalen Zahlenraum aufgespannte Mathematik, die aus meiner Sicht bereits die äußerste Form eines logisch konsistenten Systems darstellt.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 08.07.2020 12:56 von StribelB.
Zu meinem Beitrag vom 7. Juli:

Der im Dokument "Erste große Etappe" (Stand Frühjahr 2020) genannte Inbetriebnahmetermin "ab Fahrplanjahr 2022" (d.h. Dezember 2021) ist mit dem Zusatz "voraussichtlich" versehen. Dies entspricht einer mir jetzt vorliegenden Präsentation von der Sitzung einer Arbeitsgruppe zum Deutschlandtakt im Dezember 2019.

Zu "Noch ein Nachtrag":

Ich sehe den Stand Frühjahr 2019 genannten Termin "bis Dezember 2022" als spätest möglichen (falls es Verzögerungen bei der Vergabe der Arbeiten [Bahnsteigbau in Unterfarrnbach, Gleisbau incl. Einbau der zusätzlichen Weichen]) gibt. Der Gleisbau ist bekanntlich vor einigen Jahren unterbrochen worden. Die beauftragte Firma ist als Ersatz vermutlich mit Arbeiten an anderer Stelle entschädigt worden, die damals eine höhere Priorität hatten.

Der Bau eines ähnlichen Bahnsteigs an der Paul-Gossen-Straße hat gezeigt, dass ein solcher Bahnsteig mit Zugängen von einer Straßenbrücke innerhalb eines Jahres errichtet werden kann. Für den noch fehlenden Gleisbau gilt das sowieso. Die Arbeiten müssten für die Inbetriebnahme 12/2021 also spätestens Anfang 2021 begonnen werden.
Hallo,

es erscheint wie eine Fata Morgana, aber in Unterfarrnbach tut sich was!

- Am Richtungsgleis Erlangen ist eine Schutz-Absperrung für den Baustellenbereich eingehängt (vgl. 2. Bild im Beitrag von elixir am 18.06.2020 17:06).
- Im nicht geschotterten zukünftigen Gleisbereich sind frische Spuren eines Kettenfahrzeugs.
- Entfernt vom HP in Richtung Vach/Erlangen stehen ein Bagger und ein LKW/Anhänger (?)

Ich kann es kaum glauben und bin gespannt was sich da tut (und wie lange die Aktivität anhält!).
Ob die Bauarbeiten wohl wirklich aufgenommen wurden und es mit dem viergleisigen Ausbau bis zur Regnitzbrücke und den Weichen jetzt wirklich weiter geht?

Erstaunte Grüße
Thomas
Tag,

der Bagger ist anscheinend wieder weg. Dachte auch an was großes, aber ne ne. Der Bagger hat vom Haltepunkt Unterfarnbach
Richtung Regnitzbrücke gearbeitet. Grünpflege oder so hat er gemacht. Was auf den Weg an Gebüsch oder ähnliches war hat er
rausgerissen. Das Grünzeug zwischen den Schienen wurde nicht entfernt (Stand Mittwoch 29.07.2020).
Ende August sind Bauarbeiten angekündet. Signal wird neugestellt und paar andere Sachen.

gruß peter



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 30.07.2020 20:09 von petfranken.
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