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News zum Projekt S21 bis Kaltenkirchen
geschrieben von Glinder 
Nein, damit muss man keineswegs rechnen. Und vor 30 Jahren hätte ich sogar eher damit gerchnet, dass.die Linie komplett eingestellt.wird, wie so viele andere. Oder rechnest Du vorausschauend auch damit, dass die kleine Straße vor Deiner Tür in 20 Jahren 4-spurig ausgebaut wird? Oder der kleine Gewerbebereich 2 Ecken weiter sich zu einem Industriegebiet mausert? Ich nicht.


Gruß, Matthias
Zitat
masi1157
Du meinst, wenn man ein Haus an einer Bahnlinie kauft, auf der ab und an (und damals viel seltener als heute) ein kleiner Triebwagen vorbeikommt, muss man damit rechnen, dass ein paar Jahrzehnte später dort eine S-Bahn mit erheblich engerer Taktfolge und höherer Geschwindigkeit fahren wird? Und dass die Bahn dafür einen Teil Deines Grundstücks will, um dort Gleise, Oberleitungsmasten udgl. hinzubauen? Na dann.


Gruß, Matthias

So haben aber auch im damaligen West-Berlin viele gedacht, innerstädtisch und ins Umland. Frei nach Honnecker "Die Mauer steht noch 50 bis 100 Jahre".....

Wer da an eine Bahnstrecke zieht soll sich dann nicht beschweren.

Ich bin 1971 in die Einflugschneise nach Tegel gezogen, noch als Kind. Der heutige TXL wurde erst 1974 oder so eröffnet und heute teilweise Flieger im Minutentakt.

Damit konnte auch niemand rechnen, aber gut, es ist jetzt so (an die BER-Eröffnung glaube ich nicht mehr)

Da sind doch auch -wie bei uns - nur NIMBYS (Not In My Back Yarden) am Werke.
Daß man die noch anhört, ein Witz.

Über solche Leute schrieb schon Tucholsky sinngemäß "Nach vorne die Friedrichstraße (war früher Amüsiermeile) und nach hinten raus die Ostsee"

Grüße aus Berlin,

mit solchen Typen haben wir es hier auch zu tun.

Freue mich auf meine nächste Kurzreise nach Hamburg....

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Viele Grüße aus Wedding
Zitat
Wollankstraße
,mit solchen Typen haben wir es hier auch zu tun.

Wohet weißt Du das? Kennst Du die Leute persönlich?

Ich kenne jedenfalls einige Kollegen, die vor 20 oder 30 Jahren "aufs Land" bzw. in den Grüngürtel von Hamburg gezogen sind (Neubaugebiet im nichts am Rand von Elmshorn oder so). Die haben eine evtl. Bahnlinie gar nicht auf dem Schirm gehabt. Wirklich nutzen konnte man die damals kaum, die war bestimmt nicht der Grund, weshalb die da hingezogen sind. Eher war sie lästig (die Schranken "ewig" unten), aber die Häuser waren billig und die fuhren sowieso mit dem Auto. So jemand ist dann ohnehin nicht ÖPNV-affin und ist heute genervt, wenn diese "komische Bahn" ihm plötzlich an die Hecke rückt.

Dass Leute so denken, ist zwar nicht schön, aber nachvollziehbar. Die haben nun mal Interessen, die im Konflikt mit anderen stehen. Selbstverständlich muss man deren Interessen ernstnehmen und einen Kompromiss zu finden versuchen. Die alle pauschal für bekloppt zu halten, ist mir viel zu kurz gesprungen.


Gruß, Matthias



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 25.01.2019 22:58 von masi1157.
Doch , mit so etwas muss man Rechnen . Hamburg hat auch bald über 2 Millionen Einwohner. Und da wird irgendwann auch auf der Grünfläche , auf die ich zur Zeit blicke, Häuser stehen. Damit muss ich Rechnen. Auch wer an einer Bahnstrecke lebt und sich dort ein Haus gekauft hat oder das Erbe angenommen ( muss man ja nicht ) hat und ein Haus geerbt hat, an einer Bahnstrecke die seit über 100 Jahren besteht. Derjenige muss mit mehr Verkehr oder einen mehrgleisigen Ausbau Rechnen.
Damit muss man nicht rechnen, kann man ja auch nicht. Aber man muss es gegebenenfalls hinnehmen, nähmlich wenn so ein Vorhaben gut begründet ist.

Und natürlich hat man auch das Recht die Frage ob die Begründung wirklich gut im Sinne des Gesetzes ist, von einem Gericht überpruefen lassen. Was mich aber ziemlich nervt ist wenn es offensichtlich ist dass ein Vorhaben gut begründet ist und man trotzdem nicht bereit ist das hinzunehmen. Und dass diese Vorhaben gut begründet ist sieht man ja schon an der Argumentation dagegen - Elektrosmog von Oberleitungen (von denen es in Deutschland tausende Kilometer gibt) bzw. Züge die mit wohl mit digitalem Schierlings-Wasserfenchel angetrieben werden sollen?
Ach ja ist ja nicht weiter schlimm: Oberleitung durch die Städte und Dorfer, sieht ja für die wachsende Stadt super aus und die Masten erinnern so schön an früher.
Dafür bleiben alle Bahnübergänge erhalten, so das beim höheren Takt sich die Autoschlängen noch verlängern, dabei sieht man heute schon in Burgwedel den Krankenwagen an der geschlossenen Schranke mit Blaulicht stehen und in Schnelsen am Bahnübergang sieht man ihn noch ein mal an der geschlossenen Schranke stehen.
Nun ja die Bahnsteige müssen ja auch noch angepasst werden.
Takt Verdichtung ist schon gut, aber ob es unbedingt eine S-Bahn mit Oberleitung sein muss, bezweifele ich.
Die S-Bahn ist ja auch so zuverlässig und sehr Pünktlich, grade was den Oberleitungsbetrieb Richtung Stade betrifft, da freut man sich bestimmt Richtung Kaltenkirchen drauf.
Man weiß ja ohnehin nicht, wie viele Züge Kaltenkirchen pro Tag überhaupt erreichen werden. ;-)
Zitat

Dafür bleiben alle Bahnübergänge erhalten, so das beim höheren Takt sich die Autoschlängen noch verlängern, dabei sieht man heute schon in Burgwedel den Krankenwagen an der geschlossenen Schranke mit Blaulicht stehen und in Schnelsen am Bahnübergang sieht man ihn noch ein mal an der geschlossenen Schranke stehen.

Der Takt wird im Berufsverkehr nicht erhöht und außerhalb des Berufsverkehrs ist auf der Straße weniger los.

Zitat

Takt Verdichtung ist schon gut, aber ob es unbedingt eine S-Bahn mit Oberleitung sein muss, bezweifele ich.

Man kann auch einfach alles so lassen: den bequemen Umstieg im windgeschützten und zentralen Eidelstedt. Dort machen viele Fahrgäste ihre Erledigungen - es gibt fast alles direkt unter der Eingangshalle. Perfekt, wenn man mal ausnahmsweise eine AKN verpasst, weil die S21 eine kleine wochenlange Langsamfahrstelle hat. Im Grunde will jedoch kaum jemand weiter als nach Eidelstedt. Dazu die Top-Fahrzeuge. Die LINTs bewähren sich täglich - viele Türen für schnellen, stufenlosen Ein- und Ausstieg, die breiten Gänge und trotzdem so viele Sitze, dass kaum jemand stehen muss.



3 mal bearbeitet. Zuletzt am 26.01.2019 22:50 von Herbert.
Zitat
christian schmidt
. Und dass diese Vorhaben gut begründet ist sieht man ja schon an der Argumentation dagegen...
Wer sieht das daran? Du? Oder ich? Ja, vielleicht. Die Widerständler? Nein, die werden nicht an ihren eigenen weit hergeholten Argumenten erkennen (wollen/können), dass die Begründung der Gegenseite gut ist. Die Gerichte? Nein, die werden das verhandeln.


Gruß, Matthias
Zitat
Dieter Meyer
Takt Verdichtung ist schon gut, aber ob es unbedingt eine S-Bahn mit Oberleitung sein muss, bezweifele ich

Das ist schon ein interessanter Punkt. Die einfache Antwort ist das die Planung ergibt dass dieses nun mal die best und effizienteste Lösung ist um die Ziele (bessere Anbindung, Umsteiger, Umweltverträglichkeit, usw.) zu erreichen. Nun kann man darauf erwidern dass es in Hamburg genug Beispiele gab wo auch offizielle Verkehrsplanungen sehr diskussionswürdig (und z.T. einfach falsch) waren - wie ja hier im Bahninfo-Forum auch schön dokumentiert ist. Aber: ersten ich finde schon dass man sagen kann das es in Schleswig-Holstein anders aussieht, mit fällt jetzt erstmal kein grosses ÖPNV-Projekt ein wo aus politischen Gründen durchaus mögliche gute Alternativen nicht in Betracht gezogen wurden. Und zweitens hat ja für die AKN-Strecke selbst in der jetzigen Diskussion niemand eine Alternative vorgeschlagen die nicht irgendwelche ungeprüften neuen Ideen beinhaltet. Die meisten Gegenargumente gegen die Pläne sind in der Praxis halt gegen die Ziele gerichtet die durch die Pläne verwirklicht werden sollen.

Und @Matthias - da wirst du wohl recht haben...
Neues von der Bürgerinitiative:
[www.abendblatt.de]

"Dass es ihnen gelang, den zweigleisigen Ausbau zwischen den Bahnhöfen Ellerau und Tanneneck zu verhindern, mache ihnen Mut, sagte IG-Vorsitzender Markus Spiering. Nun wollen sie auch die ungeliebten Strommasten aus dem laufenden Planfeststellungsverfahren herausstreichen."

"In einer Bewertungsmatrix schneidet sogar der Ist-Zustand am besten ab. [...] 'Ein Dieselzug ist nicht das umweltfreundlichste Verkehrsmittel', so Spiering. Aber bei Investitionskosten und Grundstücksbedarf schneide er besser ab."
Ja, da sind sie wieder, die Idio, ähm besorgten Bürger, die jedes noch so gute Infrastrukturprojekt verhindern wollen.
Zitat
STZFa
Ja, da sind sie wieder, die Idio, ähm besorgten Bürger, die jedes noch so gute Infrastrukturprojekt verhindern wollen.

Wobei sie in Teilen ja recht haben. Die Elektrifizierung per Oberleitung ist zwar die günstigste, aber betrieblich nicht unbedingt die sinnvollste Lösung. Eine Zwei-System-S-Bahn wie nach Stade ist zwar eine gute Sache, hier schafft man sich aber künstlich betriebliche Einschränkungen.

Gleichzeitig soll die S21 nach Kaltenkirchen fahren, verkehrlich verlangsamt man damit eine Anbindung an Altona, den Hafen und die Innenstadt.

Auf dem Papier sind das alles Maßnahmen, die den Nutzen-Kosten-Faktor zwar anheben, aber mit Nachteilen verbunden sind.

Der Hauptkonflikt dieser ehemaligen Bürgerinitiative war jedoch der zweigleisige Ausbau im Bereich Ellerau und damit ihrer Grundstücke. Ich kann hier den Unmut verstehen - die jetzige Lösung, bei der Kaltenkirchen bei Verspätungen einfach nicht angefahren werden soll, ist jedoch einfach eine planerische Katastrophe.

Es bleibt spannend, wie es mit diesem Projekt weitergeht - die anvisierten Eröffnungstermine (manche sprachen sogar von Dezember 2020) verschieben sich in jedem Fall massiv nach hinten.

________________________
Mit freundlichen Grüßen

Roman Berlin | Der Hanseat
Wenn Kaltenkirchen bei Verstpätungen überhaupt nicht angefahren werden soll wird KaKi so gut wie nie bedient werden.

Warum man bei der DB so auf den 2-System-Murks setzt erschließt sich mir auch nicht. Es ist vielleicht günstiger, allerdings sollte auf der Strecke nach Kaltenkirchen zumindest bis Hörgensweg an der Stromschiene gefahren werden können.

Bei der S4 könnte man bis Rahlstedt ebenfalls mit Stromschiene fahren, was im Falle eines ganztägigen 10-Min-Taktes sehr sinnvoll wäre. So können bei Fahrzeugengpässen auch Einsystemer bis Rahlstedt fahren. Aber offenbar hat man aus der S3 nix gelernt.
Zitat

Gleichzeitig soll die S21 nach Kaltenkirchen fahren, verkehrlich verlangsamt man damit eine Anbindung an Altona, den Hafen und die Innenstadt.

Eidelstedt Zentrum <-> Altona, tagsüber
stadteinwärts +1 Min langsamer
stadtauswärts -4 Min schneller
Zitat
NWT47
Es ist vielleicht günstiger, allerdings sollte auf der Strecke nach Kaltenkirchen zumindest bis Hörgensweg an der Stromschiene gefahren werden können.

Bei der S4 könnte man bis Rahlstedt ebenfalls mit Stromschiene fahren, was im Falle eines ganztägigen 10-Min-Taktes sehr sinnvoll wäre. So können bei Fahrzeugengpässen auch Einsystemer bis Rahlstedt fahren. Aber offenbar hat man aus der S3 nix gelernt.

Das stimmt, die Wechselstellen liegen noch ungünstiger als in Neugraben. Wenn ein Zug nach einem fehlgeschlagenen Systemwechsel in Eidelstedt alles blockiert wäre das übel. In Eidelstedt Zentrum ist es nicht so wild, aber ich glaube da gibt es auch keine Weichen vorm Hörgensweg, um einen Liegenbleiber zu umfahren. Ich muss aber feststellen, dass der Wechsel AC -> DC meiner Erfahrung nach viel seltener misslingt als umgekehrt.
Dass die Stromschiene nicht bis Rahlstedt geht - was sicherlich sinnvoll wäre - liegt vermutlich daran, dass dann ein zusätzliches Unterwerk nötig wäre, und das will man sich natürlich sparen...

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