Willkommen! Einloggen Ein neues Profil erzeugen

erweitert
S21 - Aktueller Stand der Arbeiten (ab Oktober 2017)
geschrieben von klausberlin 
Hallo,

Ulli Zelle hat gestern in der Abendschau die Lehrter Straße besucht und dabei vom Dach des "Single-Wohnhochhauses" der Groth-Gruppe die Eisenbahntrassen an der Perleberger Straße filmen lassen:


(Webseite, Mediathek)

Gruß, Thomas

--
Thomas Krickstadt, Berlin, Germany, usenet@krickstadt.de
Zitat
krickstadt
Ulli Zelle hat gestern in der Abendschau die Lehrter Straße besucht und dabei vom Dach des "Single-Wohnhochhauses" der Groth-Gruppe die Eisenbahntrassen an der Perleberger Straße filmen lassen

Danke für den schönen Bericht. Im Zellengefängnis saßen übrigens auch die Polen ein, die 1848 wegen Widerstand gegen die hohenzollen-brandenburgische Annektierung Polens z.T. sogar zum Tode verurteilt wurden, und nach dem Sieg auf den Barrikaden vom 18. März 1848 befreit wurden und von den siegreichen Aufständischen im Triumph zum Schloß geführt wurden, wo der König sich vor ihnen verneigen mußte. Leider hat dann die Frankfurter Paulskirchenversammlung die Polen wieder verraten und die Annektierung polnischer Gebiete offizialisiert und die sogar nicht nur an "Preußen" sondern an Deutschland insgesamt annektiert.

Im Volkspark Friedrichshain zwischen Freiluftkino und Klinikum, am Ernst-Zinna-Weg, gibt es einen Friedhof und Gedenkstätte der "Märzgefallenen", d.h. der Leute, die ihr Leben für die Freiheit gegeben hatten.
Zitat
de.Wikipedia.org über Ernst Zinna
Wieder in Berlin, beteiligte sich Zinna während der revolutionären Kämpfe am 18. März 1848 am Bau und der Verteidigung einer Barrikade gegen preußische Truppen in der Friedrichstraße an der Ecke zur Jägerstraße. Dabei trafen ihn Schüsse der königlichen Truppen. Zinna verstarb kurze Zeit später in der Charité. Am 19. März wurde König Friedrich Wilhelm IV. gezwungen, ihm und den anderen Getöteten an ihren aufgebahrten Särgen die Ehre zu erweisen. Am 22. März wurde Zinna auf dem Friedhof der Märzgefallenen beerdigt.

Ich möchte noch daran erinnern, wie vor Jahren hier im Forum der Protest wogte, wie man denn einen Hauptbahnhof in so eine leere Brache setzen könne, wo doch absolut nichts sei. Daß die Leere schnell gefüllt werden würde, können Leute halt nicht verstehen, die die Welt nur als Projektsfläche ihrer Fan-Vorstellungen sehen, aber von Entwicklung keine Ahnung haben. Das einzig Beständige ist die beständige Veränderung.


heute mal keine sig



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 02.03.2020 07:16 von L.Willms.
Das Gefasel hat mit dem Thema was zu tun?

x--x--x--x

Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Zitat
B-V 3313
Das Gefasel hat mit dem Thema was zu tun?

Zitat
B-V 3313 in Ausgemusterte DL
Du hast hier nichts zu verbieten und welchen Wert Kommentare haben bestimmst du auch nicht.

owT
Kleine, informative Abstecher mit Kontextinformationen sind durchaus im Sinne des (Foren-)Erfinders. Ich fand das sehr interessant.
Aber B-V 3133 eben nicht und er sagt, wo's lang geht. Noch nicht mit bekommen?

Es MUSS ein Hobby sein - leisten kann ich mir das nicht... :)
Danke für den Hinweis, das ist ja aus mehreren beruflichen/privaten Gründen für mich interessant ;)

Zitat
krickstadt
Hallo,

Ulli Zelle hat gestern in der Abendschau die Lehrter Straße besucht und dabei vom Dach des "Single-Wohnhochhauses" der Groth-Gruppe die Eisenbahntrassen an der Perleberger Straße filmen lassen:


(Webseite, Mediathek)

Gruß, Thomas

Zitat
krickstadt
Hallo,

Ulli Zelle hat gestern in der Abendschau die Lehrter Straße besucht und dabei vom Dach des "Single-Wohnhochhauses" der Groth-Gruppe die Eisenbahntrassen an der Perleberger Straße filmen lassen:


(Webseite, Mediathek)

Gruß, Thomas

Guten Abend,

cool...das sieht aus wie auf meiner Modelleisenbahnplatte :)))
Zitat

"angus_67" am 2.3.2020 um 21.47 Uhr:

cool ... das sieht aus wie auf meiner Modelleisenbahnplatte :)))

Noch mehr wie Deine Modelleisenbahnplatte sähe es aus, wenn man den so genannten Miniatureffekt einsetzen würde, also wenn der Kameramann die Blende geöffnet und gleichzeitig die Belichtungszeit gekürzt hätte. Auch mit Bildbearbeitungssoftware kann man das manchmal machen, so wie in dem folgenden Versuch:



Gruß, Thomas ;-)

--
Thomas Krickstadt, Berlin, Germany, usenet@krickstadt.de
Zitat

L. Willms am 1.3.2020 um 9.04 Uhr:

[ Grafik aus den Berliner Verkehrsblättern, Heft August 2000, Seite 146, mit dem Quellenhinweis "Dokumentation Tunnelplanung im zentralen Bereich, Information Nr. 4, Berlin, Mai 1993" ]

Hallo,

als ich Anfang März den oben erwähnten Beitrag von L. Willms las, war ich von der Planung der Tunnelanlagen im zentralen Bereichs aus dem Jahr 1993 fasziniert. Ich holte die BVB aus dem Regal, las den Artikel von Michael Braun (dem Autor des 2008 erschienenen Nordsüd-S-Bahn-Buches) und wunderte mich über die zitierte Dokumentation, weil sie mir irgendwie bekannt vorkam und trotzdem so unwirklich erschien. Dann kramte ich all' die bei irgendwelchen Veranstaltungen mitgenommenen Broschüren und losen Blätter aus dem Schrank und da lag sie dann plötzlich vor mir: Die von der "Ingenieurgemeinschaft für die Planung der Verkehrsanlagen im Zentralen Bereich von Berlin" herausgegebene "Information Nr. 4" mit dem "Stand Mai 1993", also knapp 27 Jahre alt (ich hatte völlig vergessen, dass ich sie hatte).

Na? Lust auf etwas "Dokumentenarchäologie"? Unter den dem Link "1993-05-tunnelplanung-im-zentralen-bereich.pdf" könnt Ihr eine 15.827.071 Bytes große PDF-Datei mit einem OCR-Scan der 33 Seiten dicken Broschüre laden (im Original mit Ringbindung und Klarsichtblättern als Front-/Rückseite). Für diejenigen unter Euch, die auf die Seite gedrehte Grafiken nicht leiden können, habe ich auch noch eine Version mit sieben "quer gelegten" Seiten anzubieten: "1993-05-tunnelplanung-im-zentralen-bereich-ausgerichtet.pdf" (gleiche Größe). Drei ausgewählte Grafiken aus dieser Broschüre zeigen, wie einfach die Führung der S21- und der U5-Trasse an den Regierungsbauten vorbei gewesen wäre, wenn man diese Planung aus dem Jahr 1993 bis zum Ende gefolgt wäre.

Seite 24: Der von der U5 und von der S21 bediente Bahnhof Reichstag, oberer Bahnsteig S21 zum Potsdamer Platz und U5 zum Hauptbahnhof, unterer Bahnsteig U5 zum U-Bahnhof Brandenburger Tor und S21 zum Hauptbahnhof.



Seite 39: Notausgang aller vier Tunnelröhren südlich des Reichstags.



Seite 27: Tunnel der U5 vor dem Brandenburger Tor (die Neigung der Gleise und die offene Bauweise deutet eher auf die S21 kurz vor dem Anschluss an den Heuboden hin, aber der Titel der Grafik ist eindeutig).



Viel Vergnügen wünscht Thomas

--
Thomas Krickstadt, Berlin, Germany, usenet@krickstadt.de



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 28.03.2020 10:16 von krickstadt.
Zitat
krickstadt
Na? Lust auf etwas "Dokumentenarchäologie"?

Ja, immer. Vielen Dank fürs Teilen der Denkschrift.
So eine Version hatte ich auch im Hinterkopf, ist ja schon länger her. Genau aus der Zeit stammt auch die Nutzen-Kosten-Berechnung für die U5-Verlängerung Alexanderplatz bis Flughafen Tegel, eine der ersten Standardisierten Bewertungen der Nachwendezeit. Leider wurde diese nie veröffentlicht, nur das Ergebnis mitgeteilt.


Zitat
krickstadt
Seite 27: Tunnel der U5 vor dem Brandenburger Tor (die Neigung der Gleise und die offene Bauweise deutet eher auf die S21 kurz vor dem Anschluss an den Heuboden hin, aber der Titel der Grafik ist eindeutig).

Die S21-Tunnel für die Eisenbahnstrecke nach EBO sind wesentlich höher und breiter als die U-Bahntunnel nach BOStrab. Während U-Bahn Großprofil mit 4,00 m Höhe auch in Bogengleisen auskommt, setzte man für die S-Bahn 5,40 m über Schienenoberkante an. Zum Zeitpunkt der Planung war der Pariser Platz noch weitgehend frei von Bebauung, so dass auch für die Führung der U5 eine offene Bauweise möglich gewesen wäre. Nach dem Neubau des Liebermannhauses neben dem Brandenburger Tor musste die U5 zwischen Reichstag (Scheidemannstraße) und Pariser Platz bergmännisch im Schildvortrieb gebaut werden.

so long

Mario
Zitat
der weiße bim
Zitat
krickstadt
Na? Lust auf etwas "Dokumentenarchäologie"?

Ja, immer. Vielen Dank fürs Teilen der Denkschrift.

Auch von mir vielen Dank an Thomas!

Zitat
der weiße bim
Die S21-Tunnel für die Eisenbahnstrecke nach EBO sind wesentlich höher und breiter als die U-Bahntunnel nach BOStrab. Während U-Bahn Großprofil mit 4,00 m Höhe auch in Bogengleisen auskommt, setzte man für die S-Bahn 5,40 m über Schienenoberkante an.

5,40m über SOK ist aber die Höhe für ganz "normale" Eisenbahnen. Bei den Gleichstrom-S-Bahnen setzt man eine geringere Höhe an, da dauerhaft kein Stromabnehmer/Oberleitung zu berücksichtigen ist. Allerdings natürlich nicht mehr so niedrig wie im Nordsüd-Tunnel, sodass man alle Neubauten mit normalen Bahnfahrzeugen (z.B. Bauzügen) befahren kann. Ich habe Pläne der S21-Station am Hauptbahnhof, da haben die engsten Stellen (unter den Rolltreppen) ungefähr 4,80m Luft über SOK. Das deckt sich dann auch mit den offiziellen Maßen im Lichtraumprofil.

Viele Grüße
André
erst einmal vielen Dank für das Einstellen der Doku.
Ich denke auch, daß die Zeichnung mit dem Schnitt am Brandenburger Tor die U-Bahn zeigt, mit Deckenhöhe 4 m über Schienenoberkante.

S-Bahnen mit Oberleitung (München, Frankfurt) haben im Tunnel eine Deckenhöhe von 5,40 m, Fahrdrahthöhe 4,80 m.

Lichtraumprofil S-Bahn Berlin 4800 mm über S.O.K. - Nord-Süd Tunnel Berlin (S-Bahn) 3830 mm.
Wie ich irgendwo gelesen habe, wird´s aber bei 4800 mm bzgl. Trassierung der S21 südlich dem geplanten Bahnhof Gleisdreieck schwierig, wegen Kreuzungsbauwerken usw. Warum man da nicht per Ausnahmegenehmigung einen kleineren Wert als 4800 mm ansetzen kann, ist mir ein Rätsel, Nord-Süd Tunnel und Teilstück Potsdamer Platz - Heuboden haben eh nur die 3830 mm.
Für die weiterführenden Arbeiten auf dem Brückenzug an der Perleberger Straße wird nun ein Arbeitsschutzgitter installiert, wie man auf dieser Webcam hier sehen kann.

--
Neues vom Ostkreuz im Ostkreuzblog
Hallo zusammen,

bei meiner gestrigen kleinen Fahrrad-Runde konnte ich einen kurzen Blick auf den Baufortschritt werfen.

Im Bereich Tegeler Straße/Mettmannplatz habe ich keinerlei Aktivitäten erkennen können. Dort steht ja an, den Damm aufzuschütten.

Im Bereich Minna-Cauer-Straße ist der Tunnel nun definitiv fertig. Es wird mit dem Verfüllen begonnen.

Was mir dort nicht ganz klar ist: Der Raum zwischen Tunneldecke und dem Bauwerk, das die Minna-Cauer-Straße über die Baugrube führt - wird der verfüllt oder bleibt dieser zu Revisionszwecken begeh- oder bekriechbar? Im zweiten Fall müsste dieser Bereich ja durch Wände auf der Tunneldecke von den zu verfüllenden Bereichen getrennt werden. Vom Bauzaun aus ist das natürlich nicht einsehbar.

Viele Grüße
Manuel


(1) Südseite: Hier handelt es sich definitiv um die Schutzschicht auf der Tunnelabdichtung. Rechts liegt schon Sand zum Verfüllen bereit. Bemerkenswert ist auch der Baufortschritt am Eckgebäude im Hintergrund, dort ist nun bereits das dritte Obergeschoss betoniert.


(2) Ebenfalls Südseite.


(3) Nordseite: Auch hier eindeutig die Schutzschicht auf der Tunnelabdichtung. Auch auf der Nordseite wurde schon Sand zum Verfüllen angeliefert, während sich die Baueinrichtungsfläche ansonsten bereits etwas leert.

Zitat
manuelberlin
Was mir dort nicht ganz klar ist: Der Raum zwischen Tunneldecke und dem Bauwerk, das die Minna-Cauer-Straße über die Baugrube führt - wird der verfüllt oder bleibt dieser zu Revisionszwecken begeh- oder bekriechbar? Im zweiten Fall müsste dieser Bereich ja durch Wände auf der Tunneldecke von den zu verfüllenden Bereichen getrennt werden. Vom Bauzaun aus ist das natürlich nicht einsehbar.

Hallo Manuel,

danke für die neuen Bilder! Hoffentlich holt jemand den armen kleinen Vorderlader vorher noch raus, siehe Bild 1 ;-)

Zur Tunneldecke: Die Frage wäre, ob die Vorleistung überhaupt eine separate Platte ist, oder (analog zur A100-Vorleistung am Ostkreuz) bereits die eigentliche Tunneldecke darstellt. Weiß ich aber leider auch nicht. Bei meinem letzten Blick in die Baugrube war die Schottwand noch drin.

Viele Grüße
André
Hallo André!

Zitat
andre_de
Zur Tunneldecke: Die Frage wäre, ob die Vorleistung überhaupt eine separate Platte ist, oder (analog zur A100-Vorleistung am Ostkreuz) bereits die eigentliche Tunneldecke darstellt.

An diese eleganteste Möglichkeit hatte ich vorhin gar nicht gedacht. Vielleicht weiß es tatsächlich jemand.

Zitat
andre_de
Hoffentlich holt jemand den armen kleinen Vorderlader vorher noch raus, siehe Bild 1 ;-)

;) Ich denke mal, den hat man eigens für die Verfüllarbeiten dort hineingesetzt. Der arbeitet sich ja dann selbst auf dem eingefüllten Sand nach oben.

Viele Grüße
Manuel
Hallo,

nachdem sich auch ein halbes Jahr nach dem ursprünglich angekündigten Weicheneinbau am Nordring bis heute nichts getan hat, habe ich mal bei der DB nachgefragt. Anbei mein diesbezügliches Schreiben.

Viele Grüße
André

Zitat

Sehr geehrter Herr […],

da sie auf der DB-Bauprojekte-Webseite als Ansprechpartner zum Projekt S21 angegeben sind, wende ich mich mit folgender Thematik an Sie.

Im Jahr 2019 gab es mehrere Sperrpausen auf dem S-Bahn-Nordring zur Vorbereitung der S21-Einbindung, jedes Mal mit erheblichen Einschränkungen bzw. Einstellungen des S-Bahn-Verkehrs. Im Herbst (konkret 25.-28.10. und 01.11.-04.11.) war dann der eigentliche Einbau der Weichen angekündigt. Zwar war an beiden Wochenenden der S-Bahn-Verkehr massiv eingeschränkt, jedoch erfolgten vor Ort keine sichtbaren Bauarbeiten. Bis heute liegen die Weichenbauteile einzeln neben der Strecke. Vor diesem Hintergrund bitte ich Sie, mir mitzuteilen:
- Was verhinderte den Einbau zum offensichtlich geplanten Termin im letzten Jahr?
- Wann ist der Einbau der Weichen nun geplant?
- Mit welchen weiteren Sperrpausen und Einschränkungen ist in diesem Zusammenhang auf dem Nordring zu rechnen?

Dass Bauarbeiten selten ohne Einschränkungen des Verkehrs möglich sind, ist mir bewusst. Gestatten Sie mir aber die Anmerkung, dass die inzwischen aufgelaufene Anzahl an mehrtägigen Vollsperrungen oder Reduzierungen auf einen 20-Minuten-Pendelverkehr aus Fahrgastsicht kaum noch nachvollziehbar und verständlich ist, insbesondere angesichts der Tatsache, dass die besagten vier Weichen dabei nicht einmal eingebaut wurden. Für die Zukunft hoffe ich, dass die Minimierung der Auswirkungen auf die eigentlichen Nutzer der von Ihnen gebauten Infrastruktur deutlich stärker gewichtet wird, als ausschließlich eine „friedliche“ und kostengünstige Baustellentechnologie.

Vielen Dank für Ihre Bemühungen und viele Grüße
[…]
Zitat

"andre_de" am 11.4.2020 um 11.47 Uhr:

Anbei mein diesbezügliches Schreiben.

Ich bin wie ein "Flitzebogen" gespannt auf die Antwort und hoffe, dass Du eine "vernünftige" und nachvollziehbare, und nicht nur eine durch eine Corona-Entschuldigung verwässerte oder gar eine "Setzkasten"-Antwort bekommst. Bitte halte uns auf dem Laufenden.

Gruß, Thomas

--
Thomas Krickstadt, Berlin, Germany, usenet@krickstadt.de
Zitat
andre_de
Hallo,

nachdem sich auch ein halbes Jahr nach dem ursprünglich angekündigten Weicheneinbau am Nordring bis heute nichts getan hat, habe ich mal bei der DB nachgefragt. Anbei mein diesbezügliches Schreiben.

Viele Grüße
André

Zitat

Sehr geehrter Herr […],

da sie auf der DB-Bauprojekte-Webseite als Ansprechpartner zum Projekt S21 angegeben sind, wende ich mich mit folgender Thematik an Sie.

Im Jahr 2019 gab es mehrere Sperrpausen auf dem S-Bahn-Nordring zur Vorbereitung der S21-Einbindung, jedes Mal mit erheblichen Einschränkungen bzw. Einstellungen des S-Bahn-Verkehrs. Im Herbst (konkret 25.-28.10. und 01.11.-04.11.) war dann der eigentliche Einbau der Weichen angekündigt. Zwar war an beiden Wochenenden der S-Bahn-Verkehr massiv eingeschränkt, jedoch erfolgten vor Ort keine sichtbaren Bauarbeiten. Bis heute liegen die Weichenbauteile einzeln neben der Strecke. Vor diesem Hintergrund bitte ich Sie, mir mitzuteilen:
- Was verhinderte den Einbau zum offensichtlich geplanten Termin im letzten Jahr?
- Wann ist der Einbau der Weichen nun geplant?
- Mit welchen weiteren Sperrpausen und Einschränkungen ist in diesem Zusammenhang auf dem Nordring zu rechnen?

Dass Bauarbeiten selten ohne Einschränkungen des Verkehrs möglich sind, ist mir bewusst. Gestatten Sie mir aber die Anmerkung, dass die inzwischen aufgelaufene Anzahl an mehrtägigen Vollsperrungen oder Reduzierungen auf einen 20-Minuten-Pendelverkehr aus Fahrgastsicht kaum noch nachvollziehbar und verständlich ist, insbesondere angesichts der Tatsache, dass die besagten vier Weichen dabei nicht einmal eingebaut wurden. Für die Zukunft hoffe ich, dass die Minimierung der Auswirkungen auf die eigentlichen Nutzer der von Ihnen gebauten Infrastruktur deutlich stärker gewichtet wird, als ausschließlich eine „friedliche“ und kostengünstige Baustellentechnologie.

Vielen Dank für Ihre Bemühungen und viele Grüße
[…]

Hallo,

am 21.04.2020 erhielt ich folgende durchaus inhaltsreiche und konkrete Antwort auf meine obige Anfrage:

Zitat

Sehr geehrter Herr […],

vielen Dank für Ihre Nachricht und ihre Fragen, die ich Ihnen hiermit gerne beantworte.

  • Was verhinderte den Einbau zum offensichtlich geplanten Termin im letzten Jahr?
    Im Zuge der Planung stellte sich der Bestand anders dar, so dass zusätzliche Maßnahmen erforderlich werden. Dies betrifft u. a. den vollständigen Austausch von Grundschotter, der Planumsschutzschicht und der Gleisentwässerung.
  • Wann ist der Einbau der Weichen nun geplant?
    Der Einbau ist für Anfang September 2020 geplant.
  • Mit welchen weiteren Sperrpausen und Einschränkungen ist in diesem Zusammenhang auf dem Nordring zu rechnen?
    Es wird weitere kurze Sperrpausen im Rahmen der Abnahmen und der Inbetriebnahme geben.

Für Rückfragen stehe ich gerne bereit.

Mit besten Grüßen
[…]

EDIT: In der Jahresbauvorschau findet sich dazu als konkrete Sperrpause: "Neubau S21 – Einbau Weichen Richtung Hauptbahnhof Tief; SEV Beusselstraße–Gesundbrunnen 09.09.–14.09.2020"

Viele Grüße
André



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 29.04.2020 11:20 von andre_de.
Sorry, in diesem Forum dürfen nur registrierte Benutzer schreiben.

Hier klicken, um sich einzuloggen