Willkommen! Einloggen Ein neues Profil erzeugen

erweitert
Neue Baureihe 483 / 484
geschrieben von Bäderbahn 
Zitat
Alter Köpenicker
Zitat
Heidekraut
Ich dachte eigentlich, man hat aus den vielen Bernauern, Oranienburgern, Coladosen usw.die Stromabnehmer alle aufgehoben und baumelt sie bei Bedarf nun an die Prototypen. Aber wenn das vergaberechtlich nicht erlaubt ist, dann sieht's natürlich enge aus.

Wie weit greift dieses ominöse Vergaberecht denn noch in die Freiheit eines Kunden ein? Man wird sich doch wohl eine S-Bahn ohne Stromabnehmer kaufen können, wenn man selbst schon genug davon hat.

Man hat nicht genug davon, die Dinger sind Verschleißteile und halten kein Fahrzeugleben lang.
Natürlich kann der Kunde wichtige Teile zum Gesamtprodukt beistellen, wenn er dafür ein ganz bestimmtes Fabrikat haben möchte. Die Beistellung muss aber in der Ausschreibung explizit vorgegeben werden. Die Klausel wird dann Bestandteil der Kaufverträge. Selbstverständlich wird der Finalproduzent für diese Teile keine Haftung übernehmen und ist auch bei Folgeschäden und Terminverzug aufgrund Produktmängeln der Beistellteile aus der Verantwortung. Der Dumme ist dann der Auftraggeber.

so long

Mario
Zitat
der weiße bim
Man kann also dem Konsortium Stadler-Siemens keinen bestimmten Stromabnehmertyp vorgeben. Das würde die Vergabe sonst stark erschweren und rechtlich angreifbar machen. Allerdings erleichtert und verkürzt die Verwendung von Komponenten, die bereits die Bahnzulassung besitzen, das Abnahme- und Genehmigungsverfahren beträchtlich.

Nun ja, man hätte aber durchaus Vorgaben zu maximaler - um was ging es doch gleich - Größe (?) machen können. Das wäre natürlich legitim gewesen und hätte die Vergabe keineswegs rechtlich angreifbar gemacht.
Heute steht ein 484 in Grünau.
Wenn eine verkopfte, akademische Debatte auf Stammtischniveau geführt wird, dann kommt der Bahninfo-Stromabnehmer raus.
Zitat
Wutzkman
Zitat
der weiße bim
Man kann also dem Konsortium Stadler-Siemens keinen bestimmten Stromabnehmertyp vorgeben. Das würde die Vergabe sonst stark erschweren und rechtlich angreifbar machen. Allerdings erleichtert und verkürzt die Verwendung von Komponenten, die bereits die Bahnzulassung besitzen, das Abnahme- und Genehmigungsverfahren beträchtlich.

Nun ja, man hätte aber durchaus Vorgaben zu maximaler - um was ging es doch gleich - Größe (?) machen können. Das wäre natürlich legitim gewesen und hätte die Vergabe keineswegs rechtlich angreifbar gemacht.

Nee. Es wird ein Fahrzeug, das auf den Gleisnetz S-Bahn Berlin der DB Netz für die Fahrgastbeförderung zugelassen ist. Die Zulassungsvorrausetzungen um auf dem Netz rumzufahren stellt der freundliche Monopolnetzbetreiber selbstverständlich allen transparent bereit. Da muss nix näher definiert werden. Da muss sich der Fahzreugbauer selbst n Kopp machen. Was soll der Fahrzeugbesteller noch vorgeben - Wie viele Wicklungen der Motor hat?

*******
Aufgrund von Verzögerungen im Schreibablauf kommt es bei einige Beiträgen zu Verspätungen und Ausfällen.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 20.08.2019 16:29 von Logital.
Zitat
Logital
Die Zulassungsvorrausetzungen um auf dem Netz rumzufahren stellt der freundliche Monopolnetzbetreiber selbstverständlich allen transparent bereit. Da muss nix näher definiert werden. Da muss sich der Fahzreugbauer selbst n Kopp machen.

Naja, das kann schon der springende Punkt hier sein, ob die Vorgaben und Spezifikationen klar, präzise und vollständig waren. Wenn ich mir dieses DB-Netz-Dokument hier anschaue (und was detaillierteres finde ich nicht), dann ist das schon bisschen dünn:
[fahrweg.dbnetze.com]

Da sind keine Grafiken mit den Abmessungen drin, und vor allem keine konkreten fahrdynamischen Vorgaben. Stattdessen solche Stilblüten an physikalischer Unmöglichkeit:
Zitat

Der Stromabnehmer muss vertikale und horizontale Bewegungen, die durch die Bauart der Stromschienenanlage bedingt sind, sicher jedoch bedämpft und dennoch unverzögert ausführen...

Sicher wird man eine technische Lösung für das aktuelle Problem finden. Bei unzureichenden Vorgaben streitet man sich dann aber gerne mal über Mehraufwände und Nachforderungen.

Viele Grüße
André
Zitat
Logital
Zitat
Wutzkman
Zitat
der weiße bim
Man kann also dem Konsortium Stadler-Siemens keinen bestimmten Stromabnehmertyp vorgeben. Das würde die Vergabe sonst stark erschweren und rechtlich angreifbar machen. Allerdings erleichtert und verkürzt die Verwendung von Komponenten, die bereits die Bahnzulassung besitzen, das Abnahme- und Genehmigungsverfahren beträchtlich.

Nun ja, man hätte aber durchaus Vorgaben zu maximaler - um was ging es doch gleich - Größe (?) machen können. Das wäre natürlich legitim gewesen und hätte die Vergabe keineswegs rechtlich angreifbar gemacht.

Nee. Es wird ein Fahrzeug, das auf den Gleisnetz S-Bahn Berlin der DB Netz für die Fahrgastbeförderung zugelassen ist. Die Zulassungsvorrausetzungen um auf dem Netz rumzufahren stellt der freundliche Monopolnetzbetreiber selbstverständlich allen transparent bereit. Da muss nix näher definiert werden. Da muss sich der Fahzreugbauer selbst n Kopp machen. Was soll der Fahrzeugbesteller noch vorgeben - Wie viele Wicklungen der Motor hat?

Tü'lich hätte man das machen können. Es wäre auch legitim gewesen. Das jedoch hat bim bestritten.

Ansonsten sind wir uns klar einig, ich sehe das genauso wie du.
Der 483 wurde mittlerweile auch nach Grünau überführt. Ob man das als gutes Zeichen werten kann?
Zitat
Railroader
Der 483 wurde mittlerweile auch nach Grünau überführt. Ob man das als gutes Zeichen werten kann?

Eine Überführung nach Königs Wusterhausen wäre jedenfalls ein schlechtes Zeichen.

*******
Aufgrund von Verzögerungen im Schreibablauf kommt es bei einige Beiträgen zu Verspätungen und Ausfällen.
Zitat
Logital
Zitat
Railroader
Der 483 wurde mittlerweile auch nach Grünau überführt. Ob man das als gutes Zeichen werten kann?

Eine Überführung nach Königs Wusterhausen wäre jedenfalls ein schlechtes Zeichen.

Naja...

x--x--x--x

Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Zitat
Logital
Zitat
Railroader
Der 483 wurde mittlerweile auch nach Grünau überführt. Ob man das als gutes Zeichen werten kann?

Eine Überführung nach Königs Wusterhausen wäre jedenfalls ein schlechtes Zeichen.

Warum sollte dies ein schlechtes Zeichen sein?
Zitat
Henning
Zitat
Logital
Zitat
Railroader
Der 483 wurde mittlerweile auch nach Grünau überführt. Ob man das als gutes Zeichen werten kann?

Eine Überführung nach Königs Wusterhausen wäre jedenfalls ein schlechtes Zeichen.

Warum sollte dies ein schlechtes Zeichen sein?
Weil in KW kein Betriebshof ist, sondern der Schrottplatz, auf dem in den letzten Jahren die alten Berliner Schienenfahrzeuge zerlegt und wieder dem Materialkreislauf zugeführt worden sind.

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Man kann sicher keine Vorschriften machen, welchen Stromabnehmer der Wettbewerber ein zu bauen hat, aber man hätte vielleicht den Stromabnehmer aus dem Vergabeverfahren ausnehmen können, weil die Praxis eben doch anders aussieht, als alle Theorie. Und dann hätte man Stromabnehmer nach eigenen Vorgaben extra ausschreiben können oder gleich Nachbauten bestellen können bei einem Anbieter der Wahl. Schlau wäre es gewesen. Berlin ist eben ein besonderes Pflaster, abweichend von Deutsche Bahn Netz.

Heidekraut zum Hauptbahnhof
Zitat
Heidekraut
Man kann sicher keine Vorschriften machen, welchen Stromabnehmer der Wettbewerber ein zu bauen hat, aber man hätte vielleicht den Stromabnehmer aus dem Vergabeverfahren ausnehmen können, weil die Praxis eben doch anders aussieht, als alle Theorie. Und dann hätte man Stromabnehmer nach eigenen Vorgaben extra ausschreiben können oder gleich Nachbauten bestellen können bei einem Anbieter der Wahl. Schlau wäre es gewesen. Berlin ist eben ein besonderes Pflaster, abweichend von Deutsche Bahn Netz.

Wie ich bereits geschrieben hatte, die Stromabnehmerwahl hat nichts mit der Ausschreibung und de Vergabeverfahren zu tun. Es ist eine reine Imagefrage von Stadler / Siemens.
Zitat
Heidekraut
Man kann sicher keine Vorschriften machen, welchen Stromabnehmer der Wettbewerber ein zu bauen hat, aber man hätte vielleicht den Stromabnehmer aus dem Vergabeverfahren ausnehmen können [...] Und dann hätte man Stromabnehmer nach eigenen Vorgaben extra ausschreiben können

Und welchen Vorteil soll das vermeintlich haben? Also verglichen mit der Möglichkeit, Stromabnehmer nach eigenen Vorgaben im gleichen Verfahren auszuschreiben?
483 und 484 sind mittlerweile zu nächtlichen Probefahrten unterwegs.
Na dann auf zur fotojagd! Nachdem die BVG den BerlKönig für sich gepachtet hat - wie heißen die dann, wenn man ihnen nächstens auflauert?
Endlich mal was aufregendes los bei dem Thema :D
Zitat
Slighter
Endlich mal was aufregendes los bei dem Thema :D

Die Probleme mit den Zügen und ihren Stromabnehmern scheinen jedenfalls nicht so gravierend oder kurzfristig unlösbar zu sein, wie hier erst prophezeit. Der Beginn der Erprobung war von Anfang an für den September geplant, wodurch man offenbar bisher im zeitlichen Rahmen liegt. In der letzten Nacht fuhr der 484 wohl bis Bundesplatz, wo der 483 lang ist, weiß ich nicht. Da die Züge aber alle von Grünau starten, wird man sicher in dem Abschnitt mal einen erwischen.
Sorry, in diesem Forum dürfen nur registrierte Benutzer schreiben.

Hier klicken, um sich einzuloggen