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Neue Baureihe 483 / 484
geschrieben von Bäderbahn 
Zitat
Alter Köpenicker
Huch, ich dachte, so etwas gibt es gar nicht mehr. Hieß es nicht beim Neubau vom Bf. Baumschulenweg dort sei die letzte Brückenleitschiene oder was bringe ich hier durcheinander?

Da musst Du wirklich was durcheinanderbringen. U.a. gibt es nördlich des S-Bahnhofs Schönholz auch noch welche. Und ich bin mir sehr sicher, dass auch diese nicht die letzten sind.

Viele Grüße
André
Zitat
Mike485
Zitat
der weiße bim
Zitat
T6Jagdpilot
Ist ja nun erst mal nichts gravierendes.

Das ist nur die halbe Wahrheit. Ein weiteres Problem, neben den erwähnten Weichenaufläufen an den älteren Weicheisenstromschienen der Aufstellgleise und Kehranlagen funktionieren die neu entwickelten Stromabnehmer auch an Brückenleitschienen nicht optimal.[...] Ausgerechnet die neueste noch nicht eröffnete S-Bahnverlängerungsstrecke zum BER weist zwischen Bahnhof Schönefeld und Waßmannsdorf eine nagelneue Brückenleitschiene auf und wäre mit der neuen Baureihe ohne Umkonstruktion der Stromabnehmer nicht befahrbar.

Naja, der eigentliche Gag, den Peter Neumann im Artikel formulierte, ist ja der, dass die Stromabnehmer (wenigstens dem Vernehmen nach) dem Lastenheft des Bestellers Bahn entsprächen.

Darüber bin ich auch gestolpert. Wenn tatsächlich die Brückenleitschienen im Lastenheft gefehlt haben, wäre das wirklich peinlich. Zumal sich dies (im Gegensatz zu irgendwelchen alten Stromschienen in Werkstätten) nun überhaupt nicht in kurzer Zeit infrastrukturseitig beheben ließe.

In dem Zusammenhang: Man hat wohl damals beim Erstellen des Lastenhefts ebenfalls um Haaresbreite vergessen gehabt, die netzweit kleinsten Kurvenradien in den Bauvorleistungen südlich des Bahnhofs Potsdamer Platz zu berücksichtigen. Diese werden zwar aktuell nicht befahren, werden aber mit dem entsprechenden S21-Bauabschnitt relevant. Das wäre dann auch großes Kino geworden.

Viele Grüße
André
Zitat
neuer
Zitat
der weiße bim

Das Thema hatten wir hier vor Jahren schon mal kurz angerissen: [www.bahninfo-forum.de]
Ausgerechnet die neueste noch nicht eröffnete S-Bahnverlängerungsstrecke zum BER weist zwischen Bahnhof Schönefeld und Waßmannsdorf eine nagelneue Brückenleitschiene auf und wäre mit der neuen Baureihe ohne Umkonstruktion der Stromabnehmer nicht befahrbar.

Dieser Link geht ins interne Forum der Forumleitung, ...

Sorry, habe oben den Link korrigiert.

so long

Mario
@ Mario: Hat man das mit den Brückenleitschienen in Wildenrath festgestellt?
Zitat
der weiße bim

Sorry, habe oben den Link korrigiert.
Danke, interessante Diksussion.
Zitat
Railroader
Hat man das mit den Brückenleitschienen in Wildenrath festgestellt?

Das glaube ich nicht, denn dort ist alles neu und normgerecht, relativ weit entfernt von der Betriebspraxis.
Dennoch muss man irgendwo möglichst weit weg von Fahrgästen, Presse, Auftraggeber und Konkurrenz so einer Neuentwicklung erstmal das Laufen beibringen. Das kostet viel Zeit und Geld, ersetzt aber nicht ebenso umfangreiche Erprobungen in real existierenden Bahnanlagen und schließlich mit realen "Beförderungsfällen". Dazu hat man ja den Zeitrahmen von der Konstruktion bis zur endgültigen EBA-Zulassung straff, aber nicht zu eng bemessen, obwohl täglich bestellte Fahrten wegen fehlender Fahrzeuge nicht geleistet werden können.

Trotzdem wird der Lieferant der Stromabnehmerbaugruppe der neuen DBAG-Baureihe sicherlich auch dieses Problem lösen. Bei den IK17 der BVG hat er es nach etwas Nachjustierung auch geschafft.

so long

Mario
Zitat
der weiße bim

Das glaube ich nicht, denn dort ist alles neu und normgerecht, relativ weit entfernt von der Betriebspraxis.

Wo hat man es dann aber festgestellt? Die 2 Züge haben ja bisher das Berliner S-Bahn-Netz, außerhalb des Prüfgleises in Schöneweide, nie befahren. Woher kommt die Erkenntnis mit den Brückenleitschienen?



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 13.08.2019 01:08 von Railroader.
Zitat
Railroader
Zitat
der weiße bim

Das glaube ich nicht, denn dort ist alles neu und normgerecht, relativ weit entfernt von der Betriebspraxis.

Wo hat man es dann aber festgestellt? Die 2 Züge haben ja bisher das Berliner S-Bahn-Netz, außerhalb des Prüfgleises in Schöneweide, nie befahren.
Woher kommt die Erkenntnis mit den Brückenleitschienen?

Das meinte ich mit " nicht gravierend" innerhalb des "RAW" Geländes.
Mehr als hin und hergefahren ist man ja dort nicht.
Ausserhalb wäre es ein kapitaler Bock, den man geschossen hat.
Aber wie Maro schrieb, für jede neue Baureihe muss man die Strecken anpassen,
wenn man neue Fzg. nicht nach den vorhandenen Strecken konfiguriert.

Das Problem hat man bei der Berliner Straßenbahn seit Auslieferung der TDE auch bei jedem neuen Fahrzeug.......

T6JP
Zitat
Railroader
Zitat
der weiße bim

Das glaube ich nicht, denn dort ist alles neu und normgerecht, relativ weit entfernt von der Betriebspraxis.

Wo hat man es dann aber festgestellt? Die 2 Züge haben ja bisher das Berliner S-Bahn-Netz, außerhalb des Prüfgleises in Schöneweide, nie befahren. Woher kommt die Erkenntnis mit den Brückenleitschienen?

Es betrifft ja offensichtlich nicht nur die Brückenleitschienen, sondern auch eine bestimmte Bauform der Auflauf(?)-Schienen im Weichenbereich. Vielleicht ist letzteres ja im Werk Schöneweide aufgefallen und hat dann weitere Aufmerksamkeit erzeugt?

Viele Grüße
André
Ihr macht euch hier wieder mal mit Halb HörenSagen und mit einem unwichtigen Artikel in der Berliner Zeitung mal wieder einen Kopf um Sachen, die nicht wichtig sind.
Das Problem mit dem Schleifer wurde längst erkannt und die Züge haben bereits einen Prototypen eines neuen Schleifers mit Dämpfung dran.

Das Problem was wirklich gravierend ist, das derzeit das Netz komplett für die Züge gesperrt ist weil sie zu viel Strom verbrauchen und nur 750V Spannung haben.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 13.08.2019 21:16 von Kowalski.
Die 750V sind ja nun wirklich keine Neuigkeit und daher auch nicht das Problem.

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 13.08.2019 21:41 von Nemo.
Zitat
Nemo
Die 750V sind ja nun wirklich keine Neuigkeit und daher auch nicht das Problem.

Doch, genau das ist mit das Hauptproblem im Moment.
Bei s-bahn-forum.de hab ich auch von dem elektrischen Problem gelesen.
Da wurde von Überlegungen geschrieben, wie eine Inbetriebnahme der Züge ohne Klima bis zum Ausbau der Stromversorgung oder langfristige Spannungserhöhung auf 1500 Volt, wo bei gleicher Fahrzeugleistung die Züge weniger Strom ziehen.

Was an den Überlegungen dran ist weiß ich nicht.
Kann leider den Themenstrang auf die Schnelle dort nicht finden.

Edit ist unter Link zum Thema Klimaanlagen zu finden Beitrag vom 20. Juni 2019 vom Forist Meeresbiologe.

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Viele Grüße aus Wedding



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 13.08.2019 22:06 von Wollankstraße.
Zitat
Wollankstraße
Bei s-bahn-forum.de hab ich auch von dem elektrischen Problem gelesen.
Da wurde von Überlegungen geschrieben, wie eine Inbetriebnahme der Züge ohne Klima bis zum Ausbau der Stromversorgung oder langfristige Spannungserhöhung auf 1500 Volt, wo bei gleicher Fahrzeugleistung die Züge weniger Strom ziehen.

Was an den Überlegungen dran ist weiß ich nicht.
Kann leider den Themenstrang auf die Schnelle dort nicht finden.

Derzeit ist die angedachte Lösung die Beschleunigung zu vermindern, so wäre erstmal ein Probebetrieb zumindest möglich.
Zitat
Kowalski
Das Problem was wirklich gravierend ist, das derzeit das Netz komplett für die Züge gesperrt ist weil sie zu viel Strom verbrauchen und nur 750V Spannung haben.

Na Du bist ja ein ganz Schlauer! Dass die neuen Züge eine höhere Spitzen-Stromaufnahme haben als das Netz aktuell liefern kann, war von Beginn an bekannt und gewollt. Deswegen läuft ja parallel ein Programm zur Erweiterung der Unterwerke auf der Ringbahn. Bis dahin wird die maximale Stromaufnahme über eine reduzierte Oberstrombegrenzung an die bisherige Infrastruktur angepasst. Das ist seit vielen Jahren Stand der Technik. Im Gegensatz zum - offensichtlich überraschend aufgetretenen - Problem mit den Stromabnehmern (was natürlich auch lösbar ist und gelöst werden wird) ist die höhere Stromaufnahme der Züge überhaupt kein gravierendes Problem (wie von Dir dargestellt), sondern Teil eines geplanten Vorgehens.

André



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 13.08.2019 22:39 von andre_de.
(bitte löschen)



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 13.08.2019 22:38 von andre_de.
Zitat
andre_de

Es betrifft ja offensichtlich nicht nur die Brückenleitschienen, sondern auch eine bestimmte Bauform der Auflauf(?)-Schienen im Weichenbereich. Vielleicht ist letzteres ja im Werk Schöneweide aufgefallen und hat dann weitere Aufmerksamkeit erzeugt?

Die Stromabnehmerproblematik war tatsächlich schon bekannt, bevor das erste Fahrzeug in Berlin eingetroffen ist. Zumindest hieß es da bereits, die Stomabnehmer vertragen sich nicht mit den alten Stahl-Stromschienen. Stadler wollte an einer Lösung arbeiten. Von den Brückenleitschienen weiß ich jetzt erst durch Mario. Wenn nicht in Wildenrath, wird man es vermutlich in Hennigsdorf festgestellt haben.
Zitat
andre_de
Es betrifft ja offensichtlich nicht nur die Brückenleitschienen, sondern auch eine bestimmte Bauform der Auflauf(?)-Schienen im Weichenbereich. Vielleicht ist letzteres ja im Werk Schöneweide aufgefallen und hat dann weitere Aufmerksamkeit erzeugt?

Anzunehmen. Testfahrten im S-Bahnnetz bedürfen der Genehmigung des Eisenbahn-Betriebsleiters, die er von der Erfüllung verschiedener Auflagen abhängig machen kann. So auch ein rechnerischer Nachweis der Stromabnehmerfunktion in allen vorkommenden Betriebssituationen und sämtlichen Toleranzen, die Fahrstromaufnahme, Beschleunigungswerte.
Über 20 Jahre nach der letzten Neuzulassung einer Baureihe gibt es seitens des Betreibers, noch der Industrie kaum Erfahrungen damit.

so long

Mario
Zitat
andre_de
Zitat
Kowalski
Das Problem was wirklich gravierend ist, das derzeit das Netz komplett für die Züge gesperrt ist weil sie zu viel Strom verbrauchen und nur 750V Spannung haben.

Na Du bist ja ein ganz Schlauer! Dass die neuen Züge eine höhere Spitzen-Stromaufnahme haben als das Netz aktuell liefern kann, war von Beginn an bekannt und gewollt. Deswegen läuft ja parallel ein Programm zur Erweiterung der Unterwerke auf der Ringbahn. Bis dahin wird die maximale Stromaufnahme über eine reduzierte Oberstrombegrenzung an die bisherige Infrastruktur angepasst. Das ist seit vielen Jahren Stand der Technik. Im Gegensatz zum - offensichtlich überraschend aufgetretenen - Problem mit den Stromabnehmern (was natürlich auch lösbar ist und gelöst werden wird) ist die höhere Stromaufnahme der Züge überhaupt kein gravierendes Problem (wie von Dir dargestellt), sondern Teil eines geplanten Vorgehens.

André

Nun, scheinst ja den aktuellen Stand *hust* gut zu kennen :-)
Die Stromsache war bekannt, hat sich aber nach den ersten Tests in Schöneweide noch verschärft.
Sonst würde man nicht anfangen jetzt in Schöneweide die bereits im Werk eingearbeitete Reduzierung der Stromaufnahme nochmals überarbeiten zu müssen da sie nicht ausreichend war.. Sowohl im Viertelzug als auch im Halbzug in Sw wird derzeit versucht zu optimieren. Der Viertelzug ist fahrfähig und es wird derzeit versucht die Klimaanlage zu optimieren, am Halbzug müssen grundsätzliche arbeiten an der 750V Stromversorgung erledigt werden.
Scheint jetzt auch den ersten Kalender mit einem Motiv im realen Testbetrieb zu geben, weiß nicht von wem der gedruckt und rausgebracht wurde..


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