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Neue Baureihe 483 / 484
geschrieben von Bäderbahn 
Zitat
PassusDuriusculus

Wie du ja selbst sagst: Gesundheitsschädigend ist nicht der konkrete Temperaturunterschied in Zahlen, sondern die konkrete Situation.

Wenn du bei -20 Grad Außentemperatur in die Wohnung kommst und ein heißes Bad nimmst, empfindest du das vmtl. als angenehm und würdest nicht auf die Idee kommen, dass es dich krank macht. Ebenso wenn du aus der 35 Grad warmen Wanne wieder in den auf 15 Grad temperierten Raum steigst. Oder wenn du in die Sauna gehst. Gerade das Wechselduschen heiß/kalt wird sogar empfohlen, um das Immunsystem zu stärken. Krasse Temperaturunterschiede können sicher Menschen mit eingeschränktem Immumsystem etwas anhaben, nicht aber gesunden Leuten. Ein Temperaturunterschied überträgt keine Viren, der Körper ist dafür durchaus ausgelegt.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 27.10.2019 00:37 von Railroader.
Zitat
andre_de
Hallo,

der Tagesspiegel schreibt über die Tests in der Klimakammer in Wien:
https://www.tagesspiegel.de/berlin/auf-dem-pruefstand-in-der-hitze-kaelte-kammer-neue-berliner-s-bahn-wird-in-wien-getestet/25155224.html



Viele Grüße
André

Hierzu gibt es auch eine

[deutschebahn.yesspress.com]

Zitat
DB Presseinformation

Alle Wetter! Neue S-Bahn für Berlin besteht Test im längsten Klimakanal der Welt
12-Wochen-Testprogramm im Klima-Wind-Kanal in Wien ⋅ Umfangreiche Prüfungen bei Eis, Schnee und Hitze


Egal, ob brütend heißer Sommer oder frostiger Winter: Die neue S-Bahn für Berlin und Brandenburg soll bei jedem Wetter reibungslos funktionieren. Dazu durchläuft ein vierteiliger Zug der Vorserie ein 12 Wochen langes Testprogramm in Wien. Im weltweit längsten Klima-Wind-Kanal des Rail Tec Arsenal (RTA) in Wien werden auf Knopfdruck extreme Temperatur- und Wetterverhältnisse erzeugt. Bei Temperaturen von -25 Grad Celsius mit Eis und Schnee bis +45 Grad Celsius und starker Sonneneinstrahlung entstehen realistische Simulationen für Zug und Fahrgäste. So kann geprüft werden, ob auch bei starkem Schneefall und Vereisung der Stromabnehmer funktioniert, die Türen öffnen und schließen und die Spaltminderungen reibungslos ein- und ausfahren. All diese Tests hat Berlins „Neue“ mit Bravour gemeistert.

Alexander Kaczmarek, DB-Konzernbevollmächtigter für Berlin: „Zuverlässigkeit der Züge bei jedem Wetter – das erwarten unsere Fahrgäste und das wollen wir mit der neuen Baureihe künftig bieten. Daher werden die Fahrzeuge über einen Zeitraum von zwei Jahren getestet. Die DB hat dieses umfangreiche Testprogramm fest im Lastenheft verankert.“

Um die Situation im Fahrgastbereich bei jedem Wetter nachzustellen, werden zwei Wagen des Fahrzeugs mit Temperaturfühlern sowie weiteren Sensoren ausgestattet. Heizmatten simulieren die Wärme der Fahrgäste während Wasserverdampfer für die feuchte Atemluft sorgen.
„Die Baureihe 483/484 ist die erste Berliner S-Bahn mit einer Klimaanlage. Die Berliner Infrastruktur mit niedrigen Tunneln und Unterführungen erfordert besondere technische Lösungen beim Einbau der Komponenten und der Steuerung der kalten Luft. Ein Schwerpunkt des Testprogramms liegt daher auf der Prüfung ihrer Funktion bei höchsten Anforderungen. Die Ergebnisse sämtlicher Prüfungen werden umfangreich ausgewertet. Sollte es dabei Optimierungsbedarf geben, können wir entsprechende Maßnahmen ergreifen“, sagt Jure Mikolčić, CEO der Stadler Pankow GmbH.

„Die Tests im Klimakanal sorgen für einen zuverlässigen Einsatz der S-Bahn Berlin bei allen Wetterlagen. Das Rail Tec Arsenal bietet uns optimale Bedingungen zur Durchführung unterschiedlicher Klimatests in einer Anlage. Mit Maßnahmen wie diesen, unterstützen wir unsere Kunden, für die Fahrgäste einen stabilen Betrieb zu garantieren und den Fahrgastkomfort zu verbessern“, sagt Sabrina Soussan, CEO von Siemens Mobility.

Bilder gibt es hier:
[www.deutschebahn.com]

Beste Grüße
Harald Tschirner
Zitat
Railroader
Zitat
PassusDuriusculus

Wie du ja selbst sagst: Gesundheitsschädigend ist nicht der konkrete Temperaturunterschied in Zahlen, sondern die konkrete Situation.

Wenn du bei -20 Grad Außentemperatur in die Wohnung kommst und ein heißes Bad nimmst, empfindest du das vmtl. als angenehm und würdest nicht auf die Idee kommen, dass es dich krank macht. Ebenso wenn du aus der 35 Grad warmen Wanne wieder in den auf 15 Grad temperierten Raum steigst. Oder wenn du in die Sauna gehst. Gerade das Wechselduschen heiß/kalt wird sogar empfohlen, um das Immunsystem zu stärken. Krasse Temperaturunterschiede können sicher Menschen mit eingeschränktem Immumsystem etwas anhaben, nicht aber gesunden Leuten. Ein Temperaturunterschied überträgt keine Viren, der Körper ist dafür durchaus ausgelegt.

Eben. Große Temperaturunterschiede sind körperlicher Stress, der - wenn man gerade gesund und entspannt ist - das Immunsystem trainiert. Es gibt aber viele Leute, die dass in der S-Bahn nicht sind: Gerade erst von einer OP geheilt, Stress im Beruf, insb. zu wenig Schlaf, Familienstreit, schwere Krankheit Angehöriger, etc. Da kann dann der Temperaturunterschied das Fass der Gesundheit zum Überlaufen bringen.

Und nochmal: Für den Körper sind die -20°C irrelevant, solange wir entsprechende Kleidung tragen. Dass der Körper an einem kalten Wintertag, nach dem er von draußen kommt in die Wanne steigt, 57K Temperaturunterschied ausgleichen muss, ist leider einfach falsch. Würde dein Körper mehrere Minuten -20°C aushalten müsste, bist du schnell erfroren. Wie schnell hängt ab von Körperbau, Stärke der körpereigenen Thermoregulation, Luftfeuchtigkeit, uvm. [https://www.wissenschaft-im-dialog.de/projekte/wieso/artikel/beitrag/wie-viel-kaelte-vertraegt-ein-mensch/] Was ich sagen will: (1) Dank Kleidung erlebt dein Körper (und für die Thermoregulation ist insbesondere dein Oberkörper=In der Fachliteratur der sog. Kernkörper relevant) die -20°C nicht.* (2) Eine bestimmte Temperatur kann sich je nach Luftfeuchtigkeit und Fettgehalt des eigenen Körpers sehr unterschiedlich anfühlen.

*Vgl. hierzu auch: Koppe, C. (2005): Gesundheitsrelevante Bewertung von thermischer Belastung unter Berücksichtigung der kurzfristigen Anpassung der Bevölkerung an die lokalen Witterungsverhältnisse, Dissertation, Albert-Ludwigs-Universität, Freiburg i. Brsg.

Weiteres aus der Wissenschaft:
Eine Hitzewelle mit mehreren Tagen über 30°C im Mai erfordert mehr Hitzetote als eine Hitzewelle desselben Ausmaßes im August. Warum? Weil sich unsere Körper im jahreszeitlichen Verlauf allmählich akklimatisieren und deshalb Temperaturen auch noch mehr unterschiedlich wahrnehmen. [Koppe 2005 (s.o.) und Gabriel, K. (2009): Gesundheitsrisiken durch Wärmebelastung in Ballungsräumen. Eine Analyse von Hitzewellen-Ereignissen hinsichtlich der Mortalität im Raum Berlin-Brandenburg, Dissertation, Geographisches Institut, Humboldt-Universität zu Berlin, Berlin.]

Für die Region Berlin/Brandenburg wurde festgestellt, dass es ab 30°C aufwärts und bei unter -8°C einen signifikanten Anstieg Hitze-/Kältetoten gibt. [Gabriel, K. (2009): Gesundheitsrisiken durch Wärmebelastung in Ballungsräumen. Eine Analyse von Hitzewellen-Ereignissen hinsichtlich der Mortalität im Raum Berlin-Brandenburg, Dissertation, Geographisches Institut, Humboldt-Universität zu Berlin, Berlin.] In viel wärmeren Sevilla beginnt der starke Anstieg von Hitzetoten z. B. erst ab 41°C [Heudorf, U. und Meyer, C. (2005): Gesundheitliche Auswirkungen extremer Hitze – am Beispiel der Hitzewelle und der Mortalität in Frankfurt am Main im August 2003, Gesundheitswesen, Vol. 67, S. 369-374.]


Warum ich das schreibe:
Um zu zeigen, dass folgendes schlichtweg falsch ist: Bei -10°C in eine +10°C warme S-Bahn zu steigen sei für den Körper das Gleiche wie bei 40°C in einer 20°C warme S-Bahn zu steigen.
Die 20 Kelvin Temperatur-Unterschied sind auf den Körperbezogen eben nicht vergleichbar, denn vernachlässigt werden: Luftfeuchtigkeit, Wind, Kleidung, körperliche Stressoren, etc.

Was wir jetzt damit anfangen können:
Der pro-Klimaanlagenvergleich mit frostigen Wintertemperaturen ist einfach falsch (Kleidung, jahreszeitliche Akklimatisierung des Körpers).

Nichts destotrotz liegt es halt viel auf individueller Ebene und ich persönlich halte da den Umgang mit dem eigenen Stress als wichtigsten Faktor. Und da aber gefühlt, alle Menschen gestresster sind, als sie sein müssten, kann die Raumtemperatur in der S-Bahn sowieso nur die Falsche sein ^^

Edits: Formatierung Schriftgrößen und eine fälschliche, doppelte Vereinung entfernt



4 mal bearbeitet. Zuletzt am 27.10.2019 16:32 von PassusDuriusculus.
Ihr verwechselt Norm mit Spezifikation. Die geschlossenen Systeme sind entsprechend spezifiziert, aber nicht genormt.

Aber gut, hier ist ja Berlin/Preussen. Da ist ja alles Gesetz, was der Chef sagt ;-)
Zitat
PassusDuriusculus
[Warum ich das schreibe:
Um zu zeigen, dass folgendes schlichtweg falsch ist: Bei -10°C in eine +10°C warme S-Bahn zu steigen sei für den Körper das Gleiche wie bei 40°C in einer 20°C warme S-Bahn zu steigen.

Ja. Aber weder das eine noch das andere schadet deiner Gesundheit.
Und Railroader hat ja auch noch das Beispiel Sauna gebracht, was angeblich sogar gesundheitsförderlich sein soll.


Zitat
DerMichael
Ihr verwechselt Norm mit Spezifikation. Die geschlossenen Systeme sind entsprechend spezifiziert, aber nicht genormt.

Nein. Das Problem ist lediglich, dass du nicht bereit bist, deine preußisch chef-gegebene Definition von Norm zu hinterfragen. Aber das ist hier im Forum durchaus die Norm - auch ohne Annahme durch eine anerkannte Institution. ;)
Jay
Re: Neue Baureihe 483 / 484
27.10.2019 18:45
Zitat
Wutzkman
Zitat
PassusDuriusculus
[Warum ich das schreibe:
Um zu zeigen, dass folgendes schlichtweg falsch ist: Bei -10°C in eine +10°C warme S-Bahn zu steigen sei für den Körper das Gleiche wie bei 40°C in einer 20°C warme S-Bahn zu steigen.

Ja. Aber weder das eine noch das andere schadet deiner Gesundheit.
Und Railroader hat ja auch noch das Beispiel Sauna gebracht, was angeblich sogar gesundheitsförderlich sein soll.
[...]

Du kannst uns natürlich alle für reinsassige Arier [bewusst überspitzt] halten, aber gerade die Saunaaussage ist gefährliches Halbwissen. Richtig ist, dass ein gesunder Körper mit dem Stress zurecht kommt und dadurch eine gewisse "Abhärtung" stattfinden kann. Aber schon mit Erkältungssymptomen wird davon abgeraten, weil dann das Gegenteil eintritt und das Immunsystem geschwächt wird. Es besteht sogar die Gefahr einer Herzmuskelentzündung.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Zitat
Jay
Zitat
Wutzkman
Zitat
PassusDuriusculus
[Warum ich das schreibe:
Um zu zeigen, dass folgendes schlichtweg falsch ist: Bei -10°C in eine +10°C warme S-Bahn zu steigen sei für den Körper das Gleiche wie bei 40°C in einer 20°C warme S-Bahn zu steigen.

Ja. Aber weder das eine noch das andere schadet deiner Gesundheit.
Und Railroader hat ja auch noch das Beispiel Sauna gebracht, was angeblich sogar gesundheitsförderlich sein soll.
[...]

Du kannst uns natürlich alle für reinsassige Arier [bewusst überspitzt] halten, aber gerade die Saunaaussage ist gefährliches Halbwissen. Richtig ist, dass ein gesunder Körper mit dem Stress zurecht kommt und dadurch eine gewisse "Abhärtung" stattfinden kann. Aber schon mit Erkältungssymptomen wird davon abgeraten, weil dann das Gegenteil eintritt und das Immunsystem geschwächt wird. Es besteht sogar die Gefahr einer Herzmuskelentzündung.

Nicht grundlos schrieb ich, dass es angeblich gesundheitsförderlich sein soll. :)
Zitat
Wutzkman
Zitat
PassusDuriusculus
Zitat
Wutzkman
Zitat
PassusDuriusculus
Wir hatten aber auch schon geklärt, dass bei Kälte die Kleidung den Temperaturunterschied stark puffert!

Geklärt hatten wir das nicht, weil einige halt immer noch lieber dieser urdeutschen Legende nachtrauern. ;)
Es geht nicht darum, ob Temperaturunterschiede gemildert, geschwächt, ge-sonstwie-t werden können, sondern ob sie gesundheitsschädlich sind.


Zitat
PassusDuriusculus
20K Temperaturunterschied sind nicht gleich 20K Temperaturunterschied!

Doch, genau deshalb sind sind ja mit 20K angegeben.

Natürlich. Physikalisch sind 20K = 20K, aber für unseren Organismus muss das differenziert betrachtet werden.

Wie du ja selbst sagst: Gesundheitsschädigend ist nicht der konkrete Temperaturunterschied in Zahlen, sondern die konkrete Situation.

Wenn ich von einer -18°C Umgebung in einen +18°C warmen Zug steige, ziehe ich Mantel und Pulli aus.

Aber wenn ich mit T-Shirt in einer 22°C warmen S-Bahn sitze und dann aussteige und mich im Schatten 37°erwarten. Was kann ich dann noch ausziehen?

Das hängt davon ab, was du an hast ;) Und nein, auch ein Wechsel von 22 auf 37 Grad ist nicht gesundheitsschädlich.

Genau. In vielen anderen Ländern ist solch ein Wechsel im Sommer der absolute Alltag.
Der 484 stand übers Wochenende in der östlichen Kehre des Bahnhofs Schöneweide und war an einem Ende mit einem nicht von der S-Bahn beauftragten Anstrich versehen.

*******
Aufgrund von Verzögerungen im Schreibablauf kommt es bei einige Beiträgen zu Verspätungen und Ausfällen.
Zitat
Logital
Der 484 stand übers Wochenende in der östlichen Kehre des Bahnhofs Schöneweide und war an einem Ende mit einem nicht von der S-Bahn beauftragten Anstrich versehen.
Oh nein. Das Schicksal allen alten Eisens. Und neuen.
Warum häufen sich in letzter Zeit so extrem die Schmierereien? Weniger Personal für die Reinigung oder hat es andere Gründe?
Zitat
m7486
Warum häufen sich in letzter Zeit so extrem die Schmierereien? Weniger Personal für die Reinigung oder hat es andere Gründe?

Es gibt diese 'eiserne' Regel - was draußen steht, wird bemalt. Bei der S-Bahn ist das derzeit noch nichtmal besonders auffällig. Schlimm ist es bei der U-Bahn, wo die Graffiti-Entfernung anscheinend massiv zurückgefahren wurde, um Stillstandzeiten zu reduzieren. Da wird mittlerweile alles eingesetzt, was fahren kann, und wenn nur notdürftig die Scheiben und Lampen freigekratzt wurden. Noch vor ein paar Jahren wäre das gegen die Betriebsehre gewesen.
Wollen oder können die Betriebe ihr Gerät nicht vor Vandalismus außerhalb der Betriebszeiten schützen?
T6
Re: Neue Baureihe 483 / 484
28.10.2019 20:17
Zitat
hansaplatz
Wollen oder können die Betriebe ihr Gerät nicht vor Vandalismus außerhalb der Betriebszeiten schützen?

Ich häng' mich mal dran:
Ist es für die BVG billiger ständig zu reinigen als bewachen zu lassen?
Zitat
hansaplatz
Wollen oder können die Betriebe ihr Gerät nicht vor Vandalismus außerhalb der Betriebszeiten schützen?

Gegen Vandalismus gibt es keinen kompletten Schutz. Die S-Bahn hat nun nachts schon fast in jeder Kehre den Sicheitsdienst. Das Ding wurde selbst schon im Stadler-Werk bemalt.
Zitat
T6

Ich häng' mich mal dran:
Ist es für die BVG billiger ständig zu reinigen als bewachen zu lassen?

Das kommt hinzu.
Zitat
T6
Zitat
hansaplatz
Wollen oder können die Betriebe ihr Gerät nicht vor Vandalismus außerhalb der Betriebszeiten schützen?

Ich häng' mich mal dran:
Ist es für die BVG billiger ständig zu reinigen als bewachen zu lassen?

Das billigste ist offenbar einfach gar nix zu machen.

*******
Aufgrund von Verzögerungen im Schreibablauf kommt es bei einige Beiträgen zu Verspätungen und Ausfällen.
Zitat
Logital

Das billigste ist offenbar einfach gar nix zu machen.

Trifft dann aber nicht auf die S-Bahn zu. Meine nächtlichen Pausen in Kehranlagen werden, trotz mit durch den Tf besetztem Zug, in 90 Prozent der Fälle durch 2 Sicherheitsmitarbeiter begleitet, die eben nur dafür da sind, die Züge zu bewachen. Bei der BVG werden die Abstellanlagen kameraüberwacht, soweit ich weiß. Dass man nichts tut, stimmt also nicht.

Dass Kostensenkungen angesichts der Ausschreibungen auch hier einen Einfluss haben, mögen zwar die Ausschreibungsbefürworter nicht hören wollen, am Ende ist es aber so. Eine Firma "Bosse" damals war sehr gut, würde aber den finanziellen Rahmen sprengen und wäre vermutlich auch teurer als die Vertragsstrafe, die zu leisten ist, wenn künftig auf dem Ring mal wieder ein bunter Zug umher fährt. Vllt. sollte man in so einer Ausschreibung auch etwas zur Vandalismusprävention formulieren.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 28.10.2019 20:44 von Railroader.
Jay
Re: Neue Baureihe 483 / 484
28.10.2019 21:48
Zitat
Railroader
Zitat
Logital

Das billigste ist offenbar einfach gar nix zu machen.

Trifft dann aber nicht auf die S-Bahn zu. Meine nächtlichen Pausen in Kehranlagen werden, trotz mit durch den Tf besetztem Zug, in 90 Prozent der Fälle durch 2 Sicherheitsmitarbeiter begleitet, die eben nur dafür da sind, die Züge zu bewachen. Bei der BVG werden die Abstellanlagen kameraüberwacht, soweit ich weiß. Dass man nichts tut, stimmt also nicht.

Dass Kostensenkungen angesichts der Ausschreibungen auch hier einen Einfluss haben, mögen zwar die Ausschreibungsbefürworter nicht hören wollen, am Ende ist es aber so. Eine Firma "Bosse" damals war sehr gut, würde aber den finanziellen Rahmen sprengen und wäre vermutlich auch teurer als die Vertragsstrafe, die zu leisten ist, wenn künftig auf dem Ring mal wieder ein bunter Zug umher fährt. Vllt. sollte man in so einer Ausschreibung auch etwas zur Vandalismusprävention formulieren.

"Damals" waren die Anforderungen an die Reinigung noch nicht so hoch, wie sie jetzt sind. Und ansonsten kann ich nur mantraartig wiederholen, dass es sich um eine teils hoch professionell agierende Szene mit Insinderwissen handelt, die ggf. auch im Besitz von Spezielschlüsseln ist.

Und mal ganz salop gefragt: Was nutzen ein Tf und 2 Bewacher, wenn da eine Gruppe von 15-20 Mann einfällt? Die merken es im Zweifel gar nicht mal, so schnell geht das teilweise.

Die aktuelle Häufung ist recht einfach erklärt: Es waren Herbstferien & ziemlich gutes Wetter.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Zitat
Jay


"Damals" waren die Anforderungen an die Reinigung noch nicht so hoch, wie sie jetzt sind. Und ansonsten kann ich nur mantraartig wiederholen, dass es sich um eine teils hoch professionell agierende Szene mit Insinderwissen handelt, die ggf. auch im Besitz von Spezielschlüsseln ist.

Und mal ganz salop gefragt: Was nutzen ein Tf und 2 Bewacher, wenn da eine Gruppe von 15-20 Mann einfällt? Die merken es im Zweifel gar nicht mal, so schnell geht das teilweise.

Mir ist das Vorgehen der Szene bekannt. Allerdings gibt es so gut wie keine Fälle, wo 20 Mann in eine Abstellanlage rennen, die mit Tf und Sicherheitskräften besetzt ist. Die nutzen eher die 5 Minuten zwischen den Ablösezeiten oder halten den Zug am Bahnsteig auf. Dass nen Mob ne mit Security besetzte Kehranlage gestürmt hat, habe ich noch nicht gehört. Die checken das eher Tage vorher aus und wissen, wann Ablösezeiten etc sind.

Die Anforderungen mögen damals gewesen sein wie sie wollen, die Firma Bosse hatte aber fähige und gut ausgebildete und vernetzte Mitarbeiter und ne hohe Quote Täter, die gefasst wurden. Heute arbeiten viele Billigfirmen ohne das nötige Wissen und die nötige Handlugssicherheit. Hier hat man am falschen Ende gespart. Für was auch immer.
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