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Umbau S-Bahnhof Karlshorst und Treskowallee - Bauzeitraum ab 01/2018
geschrieben von Arnd Hellinger 
Dem aktuellen "navi" ist die Einläutung einer neue Bauphase am 12. Oktober zu entnehmen. Demnach fährt die 21 von Friedrichshain kommend bis zum Blockdammweg und die M17, 27 sowie 37 von Norden kommend bis Marksburgstraße. Von dort bis Bf. Schöneweide wird SEV gefahren. Was aber geschieht mit der Ehrlichstraße? Kein SEV?


Beginne den Tag mit einem Lächeln - dann hast Du es hinter Dir.
Wird wohl schlicht oder übel einfach vergessen worden sein mit abzudrucken?!?
Vergessen werden die den bestimmt nicht.
ich habe heute in der Ehrlichstr. heute Ersatzhaltestellen gesehen, datiert vom 12.10. bis 13.12.
Der Ersatzverkehr für die Straßenbahnlinie 21 wird als Ringlinie Blockdammweg - Ehrlichstraße - Treskowallee - Rummelsburger Landstraße gefahren. Dort sollen zwei EN-Wagen vom Betriebshof Lichtenberg eingesetzt werden.

so long

Mario
ich habe heute mal den Umlauf des Erstzverkehrs an einer Haltestelle fotografiert


und dann habe ich noch die bereits fertig gestellten Motive im neuen Personentunnel eingefangen


2 gibts noch


Diese fürchterlichen Perspektivverzerrungen...die sieht man nahezu IMMER bei diesen Abbildungen. Auch z.B. an den Wänden am Bahnhof Gesundbrunnen. Ist das womöglich so gewollt? Ich meine, wer solche Bilder anfertigt muss doch ein Auge dafür haben, das kann doch nicht immer versehentlich so daneben sein. Immer wieder erster Eindruck...schick...zweites Mal Hinschauen...da bekomm' ich Augenweh.

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Dieser Text ist zu gut, um mit einer Signatur von ihm abzulenken.
Hallo!
Nach langer Zeit war ich heute wieder einmal auf dem Bahnhof Karlshorst.
Ich weiß nicht, ob das hier schon einmal jemand erwähnenswert fand: Ich fand es ausgesprochen schön, daß und wie man das Bahnhofsdach in der alten historischen Form wieder aufgebaut hat. Es wird wohl in dieser Qualität Jahrzehnte halten und seine Funktion erfüllen. Um so widersinniger erscheint mir im Nachhinein die Handhabung des ganzen Regulations- und Vorschriftensystems welches es unmöglich gemacht hat, gleiches in Ostkreuz zu tun.
Grüße
Zitat
Bauart Bernau
Hallo!
Nach langer Zeit war ich heute wieder einmal auf dem Bahnhof Karlshorst.
Ich weiß nicht, ob das hier schon einmal jemand erwähnenswert fand: Ich fand es ausgesprochen schön, daß und wie man das Bahnhofsdach in der alten historischen Form wieder aufgebaut hat. Es wird wohl in dieser Qualität Jahrzehnte halten und seine Funktion erfüllen. Um so widersinniger erscheint mir im Nachhinein die Handhabung des ganzen Regulations- und Vorschriftensystems welches es unmöglich gemacht hat, gleiches in Ostkreuz zu tun.

Das "ganze Regulations- und Vorschriftensystem" in Form des Landesdenkmalschutzgesetzes hat es überhaupt erst erzwungen, dass der denkmalgeschützte Bahnhof Karlshorst auch weiterhin mit einem Dach in historischer Form glänzen kann, die Bahn hier also keine kostengünstigen Industrielösungen umsetzen konnte. Die von Dir so bezeichnete "Unmöglichkeit" am Ostkreuz ist dagegen reiner Unwillen der für den dortigen Bau Verantwortlichen, die man mangels Denkmalschutz leider nicht zu ordentlichen Lösungen zwingen kann.

Viele Grüße
André
Zitat
andre_de
Zitat
Bauart Bernau
Hallo!
Nach langer Zeit war ich heute wieder einmal auf dem Bahnhof Karlshorst.
Ich weiß nicht, ob das hier schon einmal jemand erwähnenswert fand: Ich fand es ausgesprochen schön, daß und wie man das Bahnhofsdach in der alten historischen Form wieder aufgebaut hat. Es wird wohl in dieser Qualität Jahrzehnte halten und seine Funktion erfüllen. Um so widersinniger erscheint mir im Nachhinein die Handhabung des ganzen Regulations- und Vorschriftensystems welches es unmöglich gemacht hat, gleiches in Ostkreuz zu tun.

Das "ganze Regulations- und Vorschriftensystem" in Form des Landesdenkmalschutzgesetzes hat es überhaupt erst erzwungen, dass der denkmalgeschützte Bahnhof Karlshorst auch weiterhin mit einem Dach in historischer Form glänzen kann, die Bahn hier also keine kostengünstigen Industrielösungen umsetzen konnte. Die von Dir so bezeichnete "Unmöglichkeit" am Ostkreuz ist dagegen reiner Unwillen der für den dortigen Bau Verantwortlichen, die man mangels Denkmalschutz leider nicht zu ordentlichen Lösungen zwingen kann.

Viele Grüße
André

Ja, am Ostkreuz hätte man nach einer denkmalgerechten Sanierung sicher noch so 1-3 Baustile hinzufügen können.

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat
Nemo
Ja, am Ostkreuz hätte man nach einer denkmalgerechten Sanierung sicher noch so 1-3 Baustile hinzufügen können.

Ich bin mir nicht ganz sicher, was Dein Satz aussagen soll. Der Denkmalstatus am Ostkreuz war ohnehin hinfällig, da man den Bahnhof vollständig neu gebaut hat, da gab es nichts mehr denkmalgerecht zu sanieren.

Den Verweis von Bauart Bernau habe ich dahingehend interpretiert, dass er die hier bereits diskutierte Billig-Industrie-Dacheindeckung ansprach. Und darauf bezog ich mich. Diese Dacheindeckung hat die Bahn aus reinen Kostengründen ausgewählt, nicht aufgrund irgendwelcher von außen vorgegebener Vorschriften. Sie hätte am Ostkreuz genauso gut wieder Holzdächer bauen können, wenn sie schon mit diesen Disneyland-historisierten Dachstützen anfängt.

Insbesondere die Stadtbahnebene hätte das Potential gehabt, durchgängig in historischer Form gestaltet zu werden, als schöner Kontrast zur modernen neuen Ringbahnebene. Dies hätte allerdings überhaupt mal ein Gesamtgestaltungskonzept dort erfordert, welches offensichtlich nie existierte. Stattdessen fing man zu Ende hin an, zusammenhangslos ein paar alte Buden und Dachstützen unter ein Dach aus Baumarktplatten und Stahltragwerk zu stellen. Der Bahnhof Karlshorst und weitere auf der S3 zeigen dagegen sehr gut, was man unter Einhaltung aktueller Vorschriften und Gesetze für schöne Bahnsteige grunderneuern kann.

Viele Grüße
André



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 09.10.2020 00:01 von andre_de.
Hallo!
Dann habe ich mich wohl geirrt. Ich war immer der Meinung, daß die Gesamtveränderung der beiden Bahnsteige im Wesentlichen ein Neubau war, der den Rahme der Wiederherstellung eines alten denkmalwürdigen Zustandes überschritten hat. Die Dächer in Karlshorst und ähnlichen Bahnhöfen waren ja wirklich nahezu deckungsgleich mit dem Original. Die Bahn hat m.E. am Ostkreuz nur, von vornherein angekündigt, bestimmte Elemente entweder funktionslos eingeliedert oder nachgebildet als Reminiszensen aufgebaut. So war ich der Ansicht, daß dort aus aktuellen Brandschutzvorschriften Holz als Baustoff für Bahnhofsdächer ausgeschlossen wurde.
Ich weiß nicht, ob die in die Hose gegangene Imitatlösung so viel billiger war.
Grüße



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 09.10.2020 16:13 von Bauart Bernau.
Zitat
Bauart Bernau
Hallo!
Dann habe ich mich wohl geirrt. Ich war immer der Meinung, daß die Gesamtveränderung der beiden Bahnsteige im Wesentlichen ein Neubau war, der den Rahme der Wiederherstellung eines alten denkmalwürdigen Zustandes überschritten hat. Die Dächer in Karlshorst und ähnlichen Bahnhöfen waren ja wirklich nahezu deckungsgleich mit dem Original. Die Bahn hat m.E. am Ostkreuz nur, von vornherein angekündigt, bestimmte Elemente entweder funktionslos eingeliedert oder nachgebildet als Reminiszensen aufgebaut.

Wir haben da irgendwie ein Missverständnis und Du hast Dich nicht geirrt. Denn genau das habe ich ja auch geschrieben. Ostkreuz war als Gesamtanlage unter Denkmalschutz gestellt, mit Ringbahnsteig, Gewölbebrücken, Stadtbahnsteigen, Fußgängerbrücke und Zugangsgebäuden. Davon ist nichts übrig geblieben, der PFB genehmigte den Abbruch dieses Baudenkmals (interessanterweise ist es dagegen weiterhin in der Landesdenkmalliste aufgeführt, da ist wohl die Löschung noch im Verwaltungs-Labyrinth unterwegs). Damit musste die Bahn auch nicht darauf Rücksicht nehmen. Alles, was da historisierend wiederentstanden ist, ist rein freiwillig und nach Gutdünken der Bahn. Dagegen musste sie sich z.B. in Karlshorst bei allen Arbeiten mit der Denkmalbehörde abstimmen und entsprechend ordentlich sanieren.

Zitat
Bauart Bernau
So war ich der Ansicht, daß dort aus aktuellen Brandschutzvorschriften Holz als Baustoff für Bahnhofsdächer ausgeschlossen wurde.

Der Verweis auf Brandschutzvorschriften war reine Propaganda der Bahn. Natürlich kann man weiterhin Holzdächer bauen mit entsprechender Brandfestigkeit, siehe eben z.B. in Karlshorst. Das macht dann bei der Materialauswahl und den zu erbringenden Nachweisen nur etwas mehr Arbeit, die sich die Bahn in Ostkreuz gespart hat.

Viele Grüße
André
Zitat
andre_de
Ostkreuz war als Gesamtanlage unter Denkmalschutz gestellt, mit Ringbahnsteig, Gewölbebrücken, Stadtbahnsteigen, Fußgängerbrücke und Zugangsgebäuden. Davon ist nichts übrig geblieben,

Ich finde es zwar auch immer schade, wenn historische Bauten verschwinden, erst recht, wenn Neubauten jeden Wiedererkennungswert vermissen lassen. Aber im Falle des Ringbahnsteigs von Ostkreuz ist man, vom Regionalbahnsteig einmal abgesehen, in meinen Augen durchaus den richtigen Weg gegangen.


Beginne den Tag mit einem Lächeln - dann hast Du es hinter Dir.
Zitat
Alter Köpenicker
Zitat
andre_de
Ostkreuz war als Gesamtanlage unter Denkmalschutz gestellt, mit Ringbahnsteig, Gewölbebrücken, Stadtbahnsteigen, Fußgängerbrücke und Zugangsgebäuden. Davon ist nichts übrig geblieben,

Ich finde es zwar auch immer schade, wenn historische Bauten verschwinden, erst recht, wenn Neubauten jeden Wiedererkennungswert vermissen lassen. Aber im Falle des Ringbahnsteigs von Ostkreuz ist man, vom Regionalbahnsteig einmal abgesehen, in meinen Augen durchaus den richtigen Weg gegangen.

Das sehr ich auch so. Bemängelt hatte ich das fehlende gestalterische Gesamtkonzept.

Viele Grüße
André
Zitat
Alter Köpenicker

Ich finde es zwar auch immer schade, wenn historische Bauten verschwinden, erst recht, wenn Neubauten jeden Wiedererkennungswert vermissen lassen. Aber im Falle des Ringbahnsteigs von Ostkreuz ist man, vom Regionalbahnsteig einmal abgesehen, in meinen Augen durchaus den richtigen Weg gegangen.

Die freie Wirkung der Halle ist durch die Verkaufsbuden und die unvorteilhafte Aufstellung von Hinweissschildern völlig verlorengegangen.
Mit Sicherheit hätte man hier eleganter handeln können, zudem fällt man sich oft über die Füsse.
Zitat
Nordender
Zitat
Alter Köpenicker

Ich finde es zwar auch immer schade, wenn historische Bauten verschwinden, erst recht, wenn Neubauten jeden Wiedererkennungswert vermissen lassen. Aber im Falle des Ringbahnsteigs von Ostkreuz ist man, vom Regionalbahnsteig einmal abgesehen, in meinen Augen durchaus den richtigen Weg gegangen.

Die freie Wirkung der Halle ist durch die Verkaufsbuden und die unvorteilhafte Aufstellung von Hinweissschildern völlig verlorengegangen.
Mit Sicherheit hätte man hier eleganter handeln können, zudem fällt man sich oft über die Füsse.

Das mag sein. Dennoch ist die Situation jetzt besser, als auf dem alten, zugigen und viel zu schmalen Ringbahnsteig.


Beginne den Tag mit einem Lächeln - dann hast Du es hinter Dir.
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