Willkommen! Einloggen Ein neues Profil erzeugen

erweitert
Umbau S-Bahnhof Karlshorst und Treskowallee - Bauzeitraum ab 01/2018
geschrieben von Arnd Hellinger 
Zitat
Florian Schulz
Zitat
Jay
Der andere Punkt ist, dass üblicherweise Güterverkehr angenommen wird (auch auf der Dresdener Bahn), der mit dem alten Standard mit Graugussklotzbremse und aufgerauhten Rädern fährt und somit deutlich lauter ist. Damit erklären sich dann die 5-6 Meter hohen Mammutwände und neuerdings auch die ähnlich hohen Zwischenwände nach zwei Gleisen.

Dann fällt also ein wesentlicher Rechtfertigungsgrund für die Sichtschutzwände weg, da inzwischen 90% aller Güterwaggons von DB Cargo ihre Graugussklotzbremsen zugunsten von LL-Bremsen verloren haben: [www1.deutschebahn.com]

DB Cargo macht allerdings auch nur noch gut die Hälfte der Transportleistung im Schienengüterverkehr aus. Aber an sich denke und hoffe ich auch, dass mit zunehmend leiseren Güterzügen die aktuellen Lärmschutzmauern (vor allem das Wie) infragegestellt werden. Ich bin mir auch nicht sicher, ob es alle Anwohnenden so gut heißen, wenn ihnen zumindest zu manchen Tages- und/oder Jahreszeiten das Südlicht genommen wird. Den Effekt hätte man zumindest bei kleinere Lärmschutzwänden weniger stark.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 10.07.2020 09:55 von def.
Das interessiert jetzt aber noch niemanden. Die Stettiner Bahn wird derzeit komplett zugestellt mit dem Mist - und es fällt mir echt schwer zu glauben, dass wer direkt an der Strecke wohnt diese Sicht- und Lichtbarrieren ernsthaft der Lautstärke durch den Schienenverkehr vorzieht.

Warum das dann auch noch scheiße aussehen muss, frage ich mich ebenso. Warum zum Beispiel können die Oberkanten nicht dem Neigungsverlauf der Strecke entsprechen, sondern sind strikt waagerecht ausgerichtet? Wieso diese harten Übergänge aus verschiedenen Höhen und auch Materialien, warum die unterschiedlichen Abstände der Pfosten?

****
Dieser Text ist zu gut, um mit einer Signatur von ihm abzulenken.
Zitat
Philipp Borchert
Das interessiert jetzt aber noch niemanden. Die Stettiner Bahn wird derzeit komplett zugestellt mit dem Mist - und es fällt mir echt schwer zu glauben, dass wer direkt an der Strecke wohnt diese Sicht- und Lichtbarrieren ernsthaft der Lautstärke durch den Schienenverkehr vorzieht.
[...]

Tja, ist aber so. Die Wände entlang der Stettiner Bahn entstehen auch, weil es massiven Druck aus der Anwohnerschaft gab. Die leeren Kesselwagenzüge nach Schwedt sind einfach mal so richtig laut.

Zu den Einwendungen beim Ausbau Karower Kreuz gab es auch vielfach den Wunsch einer längeren Lärmschutzwand, die durch die Vorhabenträgerin lapidar abgelehnt wurden, weil nicht Teil der Maßnahme Karower Kreuz.

Zitat
Philipp
Warum das dann auch noch scheiße aussehen muss, frage ich mich ebenso. Warum zum Beispiel können die Oberkanten nicht dem Neigungsverlauf der Strecke entsprechen, sondern sind strikt waagerecht ausgerichtet? Wieso diese harten Übergänge aus verschiedenen Höhen und auch Materialien, warum die unterschiedlichen Abstände der Pfosten?

Es geht eben nicht um Optik, sondern um jeden Cent. Es wird das gebaut, was berechnet notwendig (und baubar) ist. Nicht mehr und nicht weniger. Eben darum bringt es auch nichts irgendwelche theoretischen Spielräume anzubringen, die die betroffenen Kommunen dann in jedem Verfahren rechtzeitig erkämpfen und ggf. teilfinanzieren müssen, sondern eine generelle Überarbeitung. Auch die Verwendung des Mittlungs(schall)pegels treibt seltsame Stilblüten, weil dafür die Anzahl der Züge relevant ist.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Zitat
Philipp Borchert
Das interessiert jetzt aber noch niemanden. Die Stettiner Bahn wird derzeit komplett zugestellt mit dem Mist - und es fällt mir echt schwer zu glauben, dass wer direkt an der Strecke wohnt diese Sicht- und Lichtbarrieren ernsthaft der Lautstärke durch den Schienenverkehr vorzieht.

Da gibt es einige auch im Berliner Raum, z-B. [bino-schiene.de]
Aber wohnt einer von denen auch direkt an der Strecke? Ein paar Meter weiter sieht man die Wände ja nicht mehr, dann kann's ja egal sein wenn einem Wurst ist, wie der Wohnort sonst so aussieht.

Und die leeren Tankzüge...auch die werden immer leiser. Ständig fahren hier Züge vorbei, bei denen schon massiv auffällt, wenn noch einer der älteren Wagen drin hängt. Der ganze Zug relativ ruhig (klar, lauter als wenn kein Zug fahren würde ist auch ein leiser Zug)...bis der eine Wagen kommt...der hört sich an wie drei Züge...dann ist's wieder annehmbar bis zum Zugschluss. Fantastisch. Und diese Entwicklung hat man nicht abwarten können oder wird das immer noch als zu laut empfunden?

****
Dieser Text ist zu gut, um mit einer Signatur von ihm abzulenken.
Zitat
def
Zitat
Florian Schulz
Zitat
Jay
Der andere Punkt ist, dass üblicherweise Güterverkehr angenommen wird (auch auf der Dresdener Bahn), der mit dem alten Standard mit Graugussklotzbremse und aufgerauhten Rädern fährt und somit deutlich lauter ist. Damit erklären sich dann die 5-6 Meter hohen Mammutwände und neuerdings auch die ähnlich hohen Zwischenwände nach zwei Gleisen.

Dann fällt also ein wesentlicher Rechtfertigungsgrund für die Sichtschutzwände weg, da inzwischen 90% aller Güterwaggons von DB Cargo ihre Graugussklotzbremsen zugunsten von LL-Bremsen verloren haben: [www1.deutschebahn.com]

DB Cargo macht allerdings auch nur noch gut die Hälfte der Transportleistung im Schienengüterverkehr aus. Aber an sich denke und hoffe ich auch, dass mit zunehmend leiseren Güterzügen die aktuellen Lärmschutzmauern (vor allem das Wie) infragegestellt werden. Ich bin mir auch nicht sicher, ob es alle Anwohnenden so gut heißen, wenn ihnen zumindest zu manchen Tages- und/oder Jahreszeiten das Südlicht genommen wird. Den Effekt hätte man zumindest bei kleinere Lärmschutzwänden weniger stark.

Das Verbot der lauten Güterzüge in Deutschland ab nächstem Jahr betrifft natürlich alle Güter-EVU, nicht nur DB Cargo. Die spannende Frage ist, wann die entsprechenden Bewertungspegel in der Schall 03 angepasst werden. Solange das nicht passiert (dito für die inzwischen viel leiseren Triebzüge), haben die real leiseren Züge keinerlei Einfluss auf die Höhe von neu geplanten Schallschutzwänden.

Viele Grüße
André
Zitat
Jay
Zitat
Alter Köpenicker
Zitat
Global Fisch
Aktiv wäre für mich die tatsächliche Verringerung des Schalls an der Quelle, also hier Rad und Schiene.

Alles zwischen der Quelle und dem Ohr des Betrachters, ähm Zuhörers, halte ich für passiv, egal, an welcher Stelle das genau geschieht.

Ich stelle mir unter passiv etwas vor, das nur dasteht und nichts macht, um den Schall zu unterdrücken, etwa eine Lärmschutzwand oder ein schalldichtes Fenster. Unter aktiv würde ich zum Beispiel ein Gerät verstehen, dass einen Gegenschall erzeugt und Interferenzen auslöst, um alles unhörbar zu machen. Oder, so wie Du, etwas, das irgendwie auf Rad oder Schiene einwirkt, jedenfalls nichts, was sich durch blosse Anwesenheit hervortut.

Eine Schallschutzwand steht ja eben nicht nur einfach so da und reflektiert fleißig, sondern "schluckt" auch einen Teil des Schalls, insofern ist die Einordnung als "aktiv" schon richtig.

Auch Schallschutzfenster etc. haben sowohl eine absorbierende als auch reflektierende Wirkung. Insofern verstehe ich die Einteilung nach wie vor nicht.
Zitat
Global Fisch

Auch Schallschutzfenster etc. haben sowohl eine absorbierende als auch reflektierende Wirkung. Insofern verstehe ich die Einteilung nach wie vor nicht.

Ich vermute "aktiv" bedeutet hier, dass der Schallschutz direkt dicht an der Schallquelle aufgestellt wurde, quasi neben dem Schallaussender.
Passiv bedeutet, dass der Schallschutz in der Nähe des Schallempfänger (Wohnung) aufgestellt wurde.

*******
Die Signatur ist zu kurz um sie mit Inhalten zu verstopfen.
Zitat
Logital
Zitat
Global Fisch

Auch Schallschutzfenster etc. haben sowohl eine absorbierende als auch reflektierende Wirkung. Insofern verstehe ich die Einteilung nach wie vor nicht.

Ich vermute "aktiv" bedeutet hier, dass der Schallschutz direkt dicht an der Schallquelle aufgestellt wurde, quasi neben dem Schallaussender.
Passiv bedeutet, dass der Schallschutz in der Nähe des Schallempfänger (Wohnung) aufgestellt wurde.

Genau. Aktive Maßnahmen senken den Bewertungspegel an der Quelle, d.h. bei der Berechnung des weiteren Ausbreitungswegs hin zu den potentiell Schutzbedürftigen arbeitet man sofort mit niedrigeren Werten. Passive Maßnahmen (an der Senke) dagegen werden für jede einzelne Senke anhand des Schalls kalkuliert, der an dort noch ankommt. Die Unterteilung bezieht sich also im Wesentlichen auf den Rechenweg, nicht darauf, wie die Maßnahmen real aussehen.

Viele Grüße
André
Zitat
andre_de
Zitat
Logital
Zitat
Global Fisch

Auch Schallschutzfenster etc. haben sowohl eine absorbierende als auch reflektierende Wirkung. Insofern verstehe ich die Einteilung nach wie vor nicht.

Ich vermute "aktiv" bedeutet hier, dass der Schallschutz direkt dicht an der Schallquelle aufgestellt wurde, quasi neben dem Schallaussender.
Passiv bedeutet, dass der Schallschutz in der Nähe des Schallempfänger (Wohnung) aufgestellt wurde.

Genau. Aktive Maßnahmen senken den Bewertungspegel an der Quelle,

Danke. Also: aktive Maßnahmen senken nicht den Lärm, aber den Bewertungspegel. ;-)
Moin,sehe Ich das richtig,das auf den Bildern 11-13 unterhalb der Bahnbrücke eine Wartehalle steht,jedoch bei den außenliegenden Haltestellenbereichen zwar Sitzmöbel vorhanden sind,die Fahrgäste aber im Regen stehen würden?

Gruß aus HH.
Wie ist denn jetzt eigentlich die Verkehrsführung an der Einmündung Treskowallee/Ehrlichstraße? Kann aus der Ehrlichstraße weiterhin links abgebogen werden?

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Ja, es kann sowohl aus der Ehrlichstrasse nach links in die Treskowallee, als auch von der Treskowallee rechts in die Ehrlichstrasse abgebogen werden.
Alles wie gehabt, nur etwas nach hinten verschoben.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 11.07.2020 15:50 von BR 475.
Zu den Arbeiten von DB Station&Service gibt es - wenn auch nicht von mir - im öffentlichen Bereich von Facebook ein paar gute aktuelle Bilder. Es deutet viel darauf hin, dass dieses Mal die Ankündigungen tatsächlich gehalten werden können und ab Montag, den 13.07.2020, die S3 wieder nutzbar ist.

Ein paar Restarbeiten wie Installation der Elektrik unter dem Dach, Pflasterverlegung und Abbau der "Bühnenrüstung" müssen zwar noch folgen, aber das war schon so angekündigt und soll nun unter Betrieb geschehen.

Viele Grüße
Arnd
Das Dach sieht gut aus. Verkabelung & Beleuchtung müssen noch erfolgen, aber das Provisorium steht ja noch weiter zur Verfügung.

Absolut negativ sehe ich die Ersatzhaltestelle südwärts, über die wir uns hier schon ausgetauscht haben. Da ist nichts weiter passiert, so dass sie viel zu niedrig ist und zudem von den Bussen nicht korrekt angefahren werden kann. Eine Überquerung der Fahrbahn durch Fahrgäste ist nicht vorgesehen. Ein Busfahrer schaltete daher Warnblinker ein, aber es half nichts. Wer hier so gerne auf die "bösen Radfahrer" schimpft - die werten Autofahrenden nehmen es mit der StVO auch nicht so genau: Situation C. Der Busfahrer kapitulierte dann und fuhr weiter. Der nächste Bus befand sich bereits in Sichtweite dahinter und in der Tat fand sich dann auch mal eine kurze Lücke für die Mitfahrwilligen, um die Fahrbahn zu queren.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
die S3 fährt wieder, zwar nur auf dem nördlichen Gleis, aber immerhin. Zwischen Karlshorst und Wuhletal auch nur im 20-Minuten-Takt.

Das Dach ist soweit fertig, der Tunnel ist leider immer noch nicht eröffnet
Zitat
pinkpanterkai
die S3 fährt wieder, zwar nur auf dem nördlichen Gleis, aber immerhin. Zwischen Karlshorst und Wuhletal auch nur im 20-Minuten-Takt.

Das Dach ist soweit fertig, der Tunnel ist leider immer noch nicht eröffnet

Ersetze Tal durch Heide, dann wird es stimmig. ;)

Die eingleisige Betriebsführung hatte ich gestern schon befürchtet, da die Bauzäune so umgestellt waren, dass weiterhin das Gleis stadtauswärts abgesperrt ist. Das ergibt für die reinen Bauarbeiten keinen Sinn.

Laut Homepage bis 23.7. Betriebsbeginn.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Zitat
Jay
Zitat
pinkpanterkai
die S3 fährt wieder, zwar nur auf dem nördlichen Gleis, aber immerhin. Zwischen Karlshorst und Wuhletal auch nur im 20-Minuten-Takt.

Das Dach ist soweit fertig, der Tunnel ist leider immer noch nicht eröffnet

Ersetze Tal durch Heide, dann wird es stimmig. ;)

Die eingleisige Betriebsführung hatte ich gestern schon befürchtet, da die Bauzäune so umgestellt waren, dass weiterhin das Gleis stadtauswärts abgesperrt ist. Das ergibt für die reinen Bauarbeiten keinen Sinn.

Laut Homepage bis 23.7. Betriebsbeginn.

So stand es aber m.W. auch bereits in der punkt3, mit dem 20-Minuten-Takt. Also keine kurzfristige Änderung/Verzögerung.

Viele Grüße
André
Zitat
andre_de
Zitat
Jay
Zitat
pinkpanterkai
die S3 fährt wieder, zwar nur auf dem nördlichen Gleis, aber immerhin. Zwischen Karlshorst und Wuhletal auch nur im 20-Minuten-Takt.

Das Dach ist soweit fertig, der Tunnel ist leider immer noch nicht eröffnet

Ersetze Tal durch Heide, dann wird es stimmig. ;)

Die eingleisige Betriebsführung hatte ich gestern schon befürchtet, da die Bauzäune so umgestellt waren, dass weiterhin das Gleis stadtauswärts abgesperrt ist. Das ergibt für die reinen Bauarbeiten keinen Sinn.

So stand es aber m.W. auch bereits in der punkt3, mit dem 20-Minuten-Takt. Also keine kurzfristige Änderung/Verzögerung.

Grund des Ganzen scheint übrigens weniger der Bahnsteig, sondern die Neutrassierung des stadtauswärtigen S-Bahngleises auf Höhe des ehemaligen stadteinwärtigen Regionalbahnsteiges zu sein. Dies ist ja Voraussetzung, das Kehrgleis wieder im "Einmannbetrieb" oder ohne Sperrung eines Streckengleises nutzen zu können.

Da haben die drei Wochen einfach nicht für gereicht.

Viele Grüße
Arnd
Zitat
Arnd Hellinger

Grund des Ganzen scheint übrigens weniger der Bahnsteig, sondern die Neutrassierung des stadtauswärtigen S-Bahngleises auf Höhe des ehemaligen stadteinwärtigen Regionalbahnsteiges zu sein. Dies ist ja Voraussetzung, das Kehrgleis wieder im "Einmannbetrieb" oder ohne Sperrung eines Streckengleises nutzen zu können.

Da haben die drei Wochen einfach nicht für gereicht.

Hallo Arnd,

woher kommt denn deine Meinung bzw. Wahrnehmung des Anscheins, dass das jetzt umgebaut wird, sind dafür tatsächlich Ansätze zu erkennen?
Sorry, in diesem Forum dürfen nur registrierte Benutzer schreiben.

Hier klicken, um sich einzuloggen