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Heute vor 45 Jahren oder: Huch, wie lange ist das denn her? Der Thread für historisches.
geschrieben von B-V 3313 
Quatsch mit Soße, solche Dinge sind die absolute Ausnahme und nicht an der Tagesordnung.

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Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 15.01.2020 00:56 von B-V 3313.
Zitat
Henning
Ich meine, dass ich als Kind irgendwo einmal gelesen habe, dass die Wagen 9033, 9077, 9089 und 9097 alle in Ferchland verschrottet wurden.

Das ist gut möglich, dass der Schrotthandel Ferchland nach Entsorgung der U-Bahnzüge E III einen Anschlussauftrag erhielt.
Koch & Lange haben wohl vorwiegend Rekowagen anfangs der 1990er Jahre verschrottet.

Zitat
Henning
Warum bekommen die ganz neuen F8Z größtenteils die gleichen Nummer (9001 bis 9157) wie die ehemals ältesten KT4D?

Warum nicht? Das Einsatzende der KT4D mit 9000er Nummern war vor über 20 Jahren. Da können sich nicht mehr viele Leute genau dran erinnern.
Bei Einführung der Flexity sind die Nummernblöcke pragmatisch so festgelegt worden, dass freie Tausender genommen wurden. Im Bestand waren zu dieser Zeit die 1000er (GT6), 2000er (GTZ), 5000er (T6/B6), 6000er (KT4D) und 7000er (KT4Dt). Damit waren noch vier Tausender Bereiche frei, man nahm dann die 3000er für F6E, 4000er für F6Z, 8000er für F8E und 9000er für F8Z.
Für die nächste Fahrzeuggeneration stehen damit die 3000er, 5000er und 7000er wieder zur Verfügung.

so long

Mario
Zitat
M69
Es muss ja unter den Fahrern die auf der 21 Dienst hatten eine gewisse Angst damals umgegangen sein. Da werden wohl einige dann nur noch mit Pfefferspray diese Linie gefahren sein...

So dramatisch sehe ich das nicht. Allerdings habe ich zu der Zeit schon keine Dienste mehr gefahren.
Fahrgästen und Fahrern ist nie was passiert. Presseberichte lesen sich immer viel dramatischer, als es tatsächlich gewesen ist.

Und militante Hausbesetzer gibt es immer noch. Statt Mainzer nun Rigaer Straße.

so long

Mario
Zitat
B-V 3313
Zitat
Henning
Warum bekommen die ganz neuen F8Z größtenteils die gleichen Nummer (9001 bis 9157) wie die ehemals ältesten KT4D?

Weil man es kann. Fanwünsche sind bei Nummerierungen glücklicherweise unerheblich.

Nicht nur Weil man es kann, sondern weil eben die Nummern auch aus dem System getilgt wurden, durch die Verschrottung und damit wieder Frei sind.

Gleiches passiert auch beim Bus, bei der U-Bahn, nicht zu vergessen auch bei der Bahn selbst.
Zitat
der weiße bim
Zitat
M69
Es muss ja unter den Fahrern die auf der 21 Dienst hatten eine gewisse Angst damals umgegangen sein. Da werden wohl einige dann nur noch mit Pfefferspray diese Linie gefahren sein...

So dramatisch sehe ich das nicht. Allerdings habe ich zu der Zeit schon keine Dienste mehr gefahren.
Fahrgästen und Fahrern ist nie was passiert. Presseberichte lesen sich immer viel dramatischer, als es tatsächlich gewesen ist.

Und militante Hausbesetzer gibt es immer noch. Statt Mainzer nun Rigaer Straße.

Auf den Fotos des Zeitungsartikels von Mai 2018 sind auch welche von der ziemlich aktuellen Situation in der Rigaer Straße.

Ich würde sagen, dass die Hausbesetzerszene insgesamt ein düsteres Kapitel der Geschichte für die gesamte Stadt ist. Es entstehen Gewalt mit Polizisten, BVG usw. Wie auf diesen Fotos zu entnehmen ist, wurde im Jahr 1981 jemand dadurch vor einen BVG-Bus gedrängt und getötet.
Zitat
Sasukefan86
Zitat
B-V 3313
Zitat
Henning
Warum bekommen die ganz neuen F8Z größtenteils die gleichen Nummer (9001 bis 9157) wie die ehemals ältesten KT4D?

Weil man es kann. Fanwünsche sind bei Nummerierungen glücklicherweise unerheblich.

Nicht nur Weil man es kann, sondern weil eben die Nummern auch aus dem System getilgt wurden, durch die Verschrottung und damit wieder Frei sind.

Gleiches passiert auch beim Bus, bei der U-Bahn, nicht zu vergessen auch bei der Bahn selbst.

Ein Freund hat mir gesagt, dass man die alten Nummer nach der Abmeldung/Verschrottung nicht direkt für neue Fahrzeuge verwenden kann. Aus diesem Grund wurden die DN-Busse 3057 und 3049 nach Kennzeichenverlust in 3087 und 3088 umgezeichnet. Siehe [www.traditionsbus.de]

Das Gleiche ist mit dem DL-Bus 3537 passiert, nachdem er im Jahr 2016 für drei Wochen eine Zulassung in Polen bekam und nach dem Rückkehr die Nummer 3545 erhielt. Siehe [www.traditionsbus.de]

Bei der U-Bahn ist mir auch nicht bekannt, dass die jetzigen Wagennummern früher jemals verwendet wurde.

Bei der Deutschen Bahn ist das System ganz anders, da die Fahrzeugnummer dort immer aus einer Baureihen- und einer Ordnungsnummer bestehen.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 16.01.2020 00:00 von Henning.
Zitat
Henning
Ein Freund hat mir gesagt, dass man die alten Nummer nach der Abmeldung/Verschrottung nicht direkt für neue Fahrzeuge verwenden kann.

Vergiss es. Für Busse und Bahnen gelten da ganz andere Maßstäbe. Und natürlich wurden auch im U-Bahnbereich Nummern wieder verwendet. Die D 57/ D 60 die vom Westen in die SBZ gingen und dann wieder bei der BVG fuhren, bekamen ihre alten Nummern wieder.

Zitat
Henning
Bei der U-Bahn ist mir auch nicht bekannt, dass die jetzigen Wagennummern früher jemals verwendet wurde.

Recherchiere mal und schaue dir die Wagennummern der Beiwagen der Typen AI und AII an.

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Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Zitat
Henning

Ein Freund hat mir gesagt, dass man die alten Nummer nach der Abmeldung/Verschrottung nicht direkt für neue Fahrzeuge verwenden kann. Aus diesem Grund wurden die DN-Busse 3057 und 3049 nach Kennzeichenverlust in 3087 und 3088 umgezeichnet. Siehe [www.traditionsbus.de]

Das Gleiche ist mit dem DL-Bus 3537 passiert, nachdem er im Jahr 2016 für drei Wochen eine Zulassung in Polen bekam und nach dem Rückkehr die Nummer 3545 erhielt. Siehe [www.traditionsbus.de]

Die neuen Nummern hängen aber mit rechtlichen Vorgaben zusammen. Wenn Kennzeichen gestohlen werden oder anderweitig abhanden kommen, sind sie von der Zulassungsstelle gesperrt und können über einen längeren Zeitraum nicht wiedervergeben werden. Da ja Wagennummer und Kennzeichen identisch sind, muss mann dann eine neue Wagennummer vergeben.

Grüßle,
der Werkstattmeister
Zitat
Henning


Ich würde sagen, dass die Hausbesetzerszene insgesamt ein düsteres Kapitel der Geschichte für die gesamte Stadt ist. Es entstehen Gewalt mit Polizisten, BVG usw. Wie auf diesen Fotos zu entnehmen ist, wurde im Jahr 1981 jemand dadurch vor einen BVG-Bus gedrängt und getötet.

Klaus-Jürgen Rattay. Kurz gesagt war er damals bei einem Protest gegen eine Hausräumung, als Polizeiintervention die Teilnehmer teilweise in den Verkehr gerieten. Rattay wurde dabei von einem Doppeldecker überfahren, der ihn eine ganze Weile mitgeschliffen hat. Der Grund dafür ließ sich nie zweifelsfrei feststellen.

Das mit dem düsteren Kapitel könnte man natürlih trefflich diskutieren (z.B. ob sich das auf die Zeit generell oder auf Aspekte davon bezieht. Da würde man sehr unerschiedliche Antworten bekommen, je nachdem, wem man fragt und wieviel komplexität man sicht wünscht). Aber die ganze Debatte gehört hier eigentlich gar nicht her - daher schnell Schluss mit den OT.
Hallo,

Zitat
Slighter
Aber die ganze Debatte gehört hier eigentlich gar nicht her - daher schnell Schluss mit den OT.

Geht nicht, da Du mit dem ersten Teil Deines Beitrags einen Punkt erwähnst, der hier im Themenstrang gerade behandelt wird. Der Bus, unter den Rattay geriet, wurde aufgrund befürchteter Anschläge gegen das Fahrzeug anschließend wochen- oder sogar monatelang in der hintersten Ecke des damals noch existenten Betriebshofs Zehlendorf versteckt und erst nach Änderung der Wagennummer wieder auf die Straße gelassen. Der Bus wurde damals als "Mörderbus" bezeichnet, weil mehrere Zeugen des Geschehens gesehen haben wollen, dass der Fahrer extra beschleunigt haben soll, nachdem der junge Demonstrant unter das Fahrzeug geraten war. Filmaufnahmen vom Unglück lassen den Schluss zu, dass dies nicht als unmöglich betrachtet werden kann.

Viele Grüße vom Oberdeck...


BVG - Doofheit auf Rädern!
Zitat

"Oberdeck" am 16.1.2020 um 21.18 Uhr:

Filmaufnahmen vom Unglück lassen den Schluss zu, dass dies nicht als unmöglich betrachtet werden kann.

Um sich eventuell selbst ein Urteil über dieses Geschehen bilden zu können, gibt es Ausschnitte aus zwei RBB-Dokumentation, die die Themen "Lummerland" (meine Wortwahl als damals 18-jähriger Teilnehmer der Demonstration gegen Alexander Haig), Hausbesetzungen und Polizeigewalt zeigen, und den Wikipedia-Eintrag für Klaus-Jürgen Rattay:

"Häuser, Hass und Straßenkampf" (Erstausstrahlung am 25.9.2006, Vimeo, 43'25", oder einen Ausschnitt daraus ab 16'26" auf YouTube, 7'43")
"Berlin - Schicksalsjahre einer Stadt - 1981" (Erstausstrahlung am 7.9.2019, Mediathek, 1h 28'59", zum Thema ab 1h 0' 20" für etwa 6 Minuten)

Gruß, Thomas

--
Thomas Krickstadt, Berlin, Germany, usenet@krickstadt.de



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 18.01.2020 09:01 von krickstadt.
Zitat
Oberdeck
Der Bus, unter den Rattay geriet, wurde aufgrund befürchteter Anschläge gegen das Fahrzeug anschließend wochen- oder sogar monatelang in der hintersten Ecke des damals noch existenten Betriebshofs Zehlendorf versteckt und erst nach Änderung der Wagennummer wieder auf die Straße gelassen.

Im Januar 1982 war 2270 dann als 2283 unterwegs. Die Weisung kam vom Senat, die BVG reagierte dann etwas widerwillig. Die Reklame behielt der Bus z.B.

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Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Zitat
werkstattmeister
Zitat
Henning

Ein Freund hat mir gesagt, dass man die alten Nummer nach der Abmeldung/Verschrottung nicht direkt für neue Fahrzeuge verwenden kann. Aus diesem Grund wurden die DN-Busse 3057 und 3049 nach Kennzeichenverlust in 3087 und 3088 umgezeichnet. Siehe [www.traditionsbus.de]

Das Gleiche ist mit dem DL-Bus 3537 passiert, nachdem er im Jahr 2016 für drei Wochen eine Zulassung in Polen bekam und nach dem Rückkehr die Nummer 3545 erhielt. Siehe [www.traditionsbus.de]

Die neuen Nummern hängen aber mit rechtlichen Vorgaben zusammen. Wenn Kennzeichen gestohlen werden oder anderweitig abhanden kommen, sind sie von der Zulassungsstelle gesperrt und können über einen längeren Zeitraum nicht wiedervergeben werden. Da ja Wagennummer und Kennzeichen identisch sind, muss mann dann eine neue Wagennummer vergeben.

Grüßle,
der Werkstattmeister

Weißt du zufällig, für wie lange das entsprechende Kennzeichen dann gesperrt ist?



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 16.01.2020 23:47 von Henning.
Zitat
Henning
Weißt du zufällig, für wie lange das entsprechende Kennzeichen dann gesperrt ist?

Wenn es sich nicht geändert hat, müssten es 10 Jahre sein.

Grüßle,
der Werkstattmeister
Zitat
werkstattmeister
Zitat
Henning
Weißt du zufällig, für wie lange das entsprechende Kennzeichen dann gesperrt ist?

Wenn es sich nicht geändert hat, müssten es 10 Jahre sein.

Grüßle,
der Werkstattmeister

Wagen 3812 wurde nach der versehentlichen Kennzeichenvernichtung im Rahmen der Seitenwandsanierung nur sechs Monate in 3497 umbenannt, danach war die Sperrfrist abgelaufen. Der oben genannte 2270 ehielt die Zulassung auf 2283 nur knappe zehn Monate nach der Abstellung des ursprünglichen Wagens 2283.

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Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Manche Leute ziehen durch die Wagennummer eines Fahrzeugs schlechte persönliche Erlebnisse in Verbindung, die sie früher damit hatten.

Zum Beispiel hat der User, der früher die Diskussion über die ausgebrannte Straßenbahn begonnen hatte und schon seit über zehn Jahren hier nicht mehr schreibt, einmal erwähnt, dass er Schweißausbrüche bekommt, sobald er den H-Zug 5016 sieht, da er einmal ein schlechtes Erlebnis damit hatte.

Ich fragte ihn, was los war.

Er antwortete mir, dass er als 14-jähriger im Sommer 2007 einmal nichts zum Trinken dabei hatte und wegen der hohen Temperatur in diesem Zug zusammenbrach, so dass der Fahrer den Notarzt rief.

Warum hat man den DE-Bus 2270 damals nicht stillgelegt?



5 mal bearbeitet. Zuletzt am 19.01.2020 22:57 von Henning.
Zitat
Henning
Warum hat man den DE-Bus 2270 damals nicht stillgelegt?

Weil der Wagen eine gute Substanz hatte und noch gebraucht wurde.

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Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Mann könnte auch sagen die Kosten der Auffarbeitung, waren geringer als eine Verschrottung oder Verkauf eingebracht hätten, daher entschied man sich halt so.

Ist schliesslich immer besser als so ein Fahrzeug zurückkaufen zu müssen.
Damals hatte man noch genug Busse.

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Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Welche Aufarbeitung? Der 2270 bedurfte keiner Aufarbeitung sonder eher einer "Namensänderung" , oder verwechsel ich das jetzt was?

Es grüßt - der Fuchs ;-)
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