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Redesigns 481/482
geschrieben von merlinbt01 
Wie kommt es eigentlich zu dem Begriff "Öffnungshilfe"? Darunter würde ich eher etwas verstehen wie eine irgendwie geartete Übersetzung, damit man die Tür leichter aufschieben kann - aber man muss noch schieben (ähnlich dem Pedelec oder einfacher einer Gangschaltung am Rad). Ich habe die Dinger Türöffner genannt und bin davon ausgegangen, dass das kein Ausbildungsberuf ist.

Es MUSS ein Hobby sein - leisten kann ich mir das nicht... :)
Hallo Bäderbahn!

Danke Dir, diese Änderung in den letzten Einsatzjahren war mir bisher nicht bekannt.

Beim 420 war es ja auch so, dass die Taschenschiebetüren während der Fahrt durch anhaltende Druckluftbeaufschlagung geschlossen gehalten wurden. Bei dieser Baureihe von Anfang an und im Gegensatz zu den hiesigen Altbaureihen ausschließlich - einen mechanischen Riegel, der durch den Türgriff betätigt wurde, gab es dort gar nicht.

Allerdings gab es Überwachungskontakte - wenn jemand mit Kraft während der Fahrt die Türflügel auseinanderzog, wurde das dem Triebfahrzeugführer angezeigt (mehr aber auch nicht - keine Zwangsbremsung o.ä.). Man brauchte allerdings schon extrem viel Kraft, um die Türen mehr als nur eine Hand breit gegen die Druckluft zu öffnen.

Ohne Druckluftunterstützung waren die Türflügel des 420 aber auch nur mit erheblichem Kraftaufwand zu bewegen, egal in welche Richtung - siehe, was ich oben zur Öffnungshilfe geschrieben hatte. Um eine Tür am Bahnsteig von Hand zu schließen, musste man auch schon ordentlich zerren. Kein Vergleich zu den eher leichtgängigen Taschenschiebetüren an den Altfahrzeugen der Berliner U- oder S-Bahn.

Viele Grüße
Manuel


Zitat
Bäderbahn
Zitat
manuelberlin
Aber eine Frage dazu: Stimmt es, dass die Altbaureihen (Vorkriegsbaureihen) der Berliner S-Bahn tatsächlich noch mit einer Türblockierung nachgerüstet wurden? Daran kann ich mich nicht erinnern, kann da aber auch falsch liegen.

Türblockierung wäre übertrieben. Ursprünglich wurden die Türen mit Druckluft geschlossen. Wenn sie dann zu waren, wurde der Druck wieder gesenkt, man konnte die Türen also problemlos aufschieben - auch während der Fahrt.
Das wurde dann so geändert, dass der Druck, der die Türen geschlossen hat auch während der Fahrt weiterhin anlag, so war dann wesentlich mehr Kraft zum öffnen notwendig. Erst kurz vor Stillstand im Bahnhof wurde der Druck gesenkt und die Türen konnten wie gewohnt geöffnet werden.
Re: Redesigns 481/482
24.01.2020 22:56
Zitat
Bäderbahn
Zitat
manuelberlin
Aber eine Frage dazu: Stimmt es, dass die Altbaureihen (Vorkriegsbaureihen) der Berliner S-Bahn tatsächlich noch mit einer Türblockierung nachgerüstet wurden? Daran kann ich mich nicht erinnern, kann da aber auch falsch liegen.

Türblockierung wäre übertrieben. Ursprünglich wurden die Türen mit Druckluft geschlossen. Wenn sie dann zu waren, wurde der Druck wieder gesenkt, man konnte die Türen also problemlos aufschieben - auch während der Fahrt.
Das wurde dann so geändert, dass der Druck, der die Türen geschlossen hat auch während der Fahrt weiterhin anlag, so war dann wesentlich mehr Kraft zum öffnen notwendig. Erst kurz vor Stillstand im Bahnhof wurde der Druck gesenkt und die Türen konnten wie gewohnt geöffnet werden.

So war es bei den Baureihen 476 und 477. Bei den 475er konnte man bis zu ihrer Ausmusterung die Türen während der Fahrt problemlos öffnen.
Re: Redesigns 481/482
24.01.2020 23:03
Zitat
der weiße bim
Zitat
Bäderbahn
Das wurde dann so geändert, dass der Druck, der die Türen geschlossen hat auch während der Fahrt weiterhin anlag, so war dann wesentlich mehr Kraft zum öffnen notwendig. Erst kurz vor Stillstand im Bahnhof wurde der Druck gesenkt und die Türen konnten wie gewohnt geöffnet werden.

Das ging auf Anweisungen der Aufsichtsbehörden zurück und betraf außer den S-Bahnbaureihen der DR und BVG auch die U-Bahnwagen der Reihe E III.

Ich habe ein Buch über die Baureihe EIII. Darin steht, dass bei nur die EIII/5-Einheiten 1908/1909, 1914/1915, 1916/1917, 1920/1921, 1958/1959, 1960/1961, 1962/1963, 1964/1965 und 1966/1967 so umgebaut wurden.
Re: Redesigns 481/482
24.01.2020 23:10
Zitat
manuelberlin
Hallo Bäderbahn!

Danke Dir, diese Änderung in den letzten Einsatzjahren war mir bisher nicht bekannt.

Beim 420 war es ja auch so, dass die Taschenschiebetüren während der Fahrt durch anhaltende Druckluftbeaufschlagung geschlossen gehalten wurden. Bei dieser Baureihe von Anfang an und im Gegensatz zu den hiesigen Altbaureihen ausschließlich - einen mechanischen Riegel, der durch den Türgriff betätigt wurde, gab es dort gar nicht.

Allerdings gab es Überwachungskontakte - wenn jemand mit Kraft während der Fahrt die Türflügel auseinanderzog, wurde das dem Triebfahrzeugführer angezeigt (mehr aber auch nicht - keine Zwangsbremsung o.ä.). Man brauchte allerdings schon extrem viel Kraft, um die Türen mehr als nur eine Hand breit gegen die Druckluft zu öffnen.

Ohne Druckluftunterstützung waren die Türflügel des 420 aber auch nur mit erheblichem Kraftaufwand zu bewegen, egal in welche Richtung - siehe, was ich oben zur Öffnungshilfe geschrieben hatte. Um eine Tür am Bahnsteig von Hand zu schließen, musste man auch schon ordentlich zerren. Kein Vergleich zu den eher leichtgängigen Taschenschiebetüren an den Altfahrzeugen der Berliner U- oder S-Bahn.

Viele Grüße
Manuel

Man kann sagen, dass die 420er mit den Taschenschiebetüren das so gut wie gleiche Türkonzept wie die F74, F76 und F79 vor der Ertüchtigung besaßen.

Die 420er mit den Schwenkschiebetüren, die heute noch im regulären Linieneinsatz sind, haben so gut wie das gleiche Türsystem wie die F84 und F87.
Re: Redesigns 481/482
24.01.2020 23:13
Zitat
Flexist
Zitat
der weiße bim
Zitat
Bäderbahn
Das wurde dann so geändert, dass der Druck, der die Türen geschlossen hat auch während der Fahrt weiterhin anlag, so war dann wesentlich mehr Kraft zum öffnen notwendig. Erst kurz vor Stillstand im Bahnhof wurde der Druck gesenkt und die Türen konnten wie gewohnt geöffnet werden.

Das ging auf Anweisungen der Aufsichtsbehörden zurück und betraf außer den S-Bahnbaureihen der DR und BVG auch die U-Bahnwagen der Reihe E III.

Das war ja auch den D/DL so. Mit viel Kraft bekam man die Türen auf, "fielen" aber wieder zu.

So war es von Anfang an bei den Giselas, D/DL und A3/A3L außer A3L92.
Zitat
Henning
Zitat
manuelberlin
Hallo Bäderbahn!

Danke Dir, diese Änderung in den letzten Einsatzjahren war mir bisher nicht bekannt.

Beim 420 war es ja auch so, dass die Taschenschiebetüren während der Fahrt durch anhaltende Druckluftbeaufschlagung geschlossen gehalten wurden. Bei dieser Baureihe von Anfang an und im Gegensatz zu den hiesigen Altbaureihen ausschließlich - einen mechanischen Riegel, der durch den Türgriff betätigt wurde, gab es dort gar nicht.

Allerdings gab es Überwachungskontakte - wenn jemand mit Kraft während der Fahrt die Türflügel auseinanderzog, wurde das dem Triebfahrzeugführer angezeigt (mehr aber auch nicht - keine Zwangsbremsung o.ä.). Man brauchte allerdings schon extrem viel Kraft, um die Türen mehr als nur eine Hand breit gegen die Druckluft zu öffnen.

Ohne Druckluftunterstützung waren die Türflügel des 420 aber auch nur mit erheblichem Kraftaufwand zu bewegen, egal in welche Richtung - siehe, was ich oben zur Öffnungshilfe geschrieben hatte. Um eine Tür am Bahnsteig von Hand zu schließen, musste man auch schon ordentlich zerren. Kein Vergleich zu den eher leichtgängigen Taschenschiebetüren an den Altfahrzeugen der Berliner U- oder S-Bahn.

Viele Grüße
Manuel

Man kann sagen, dass die 420er mit den Taschenschiebetüren das so gut wie gleiche Türkonzept wie die F74, F76 und F79 vor der Ertüchtigung besaßen.

Die 420er mit den Schwenkschiebetüren, die heute noch im regulären Linieneinsatz sind, haben so gut wie das gleiche Türsystem wie die F84 und F87.

Die Logischere wahl henning, wäre da die U-Bahn Typen A und B der Münchner U-Bahn, und DT 1 DT 2 der Nürnberger U-Bahn statt der BR420.
Re: Redesigns 481/482
24.01.2020 23:15
Zitat
GraphXBerlin
Zitat
Jay
Na du bist ja wieder lustig. Wie denn sonst, wenn nicht mit Muskelkraft? Vom Anstarren allein haben die sich wohl kaum geöffnet.
Und wann bist du eigentlich das letzte Mal U-Bahn gefahren? Was haben denn A3, F & G für Türen und wie funktionieren die?
Ich habe gestern beim Schreiben auf die Schnelle mich dummerweise durch Hennings "Kraft" zu "Muskelkraft" verleiten lassen.
Wie ich später schrieb haben Deine drei genannten Typen ursprünglich keine Öffnungshilfe die genaugenommen halt nicht nötig ist.

Die komplette Baureihe F und die A3L92 besitzen von Anfang an eine Öffnungshilfe.
Zitat
Flexist
Das war ja auch den D/DL so. Mit viel Kraft bekam man die Türen auf, "fielen" aber wieder zu.

Diese Umrüstung passierte aber auf Weisung der Aufsichtsbehörde (West) schon viele Jahre eher und betraf neben den D/DL auch A3/A3L bis 71. Erst nach der Wiedervereinigung galt diese technische Forderung auch im Osten Berlins und wurde schnell umgesetzt.

so long

Mario
Zitat
Henning
So war es von Anfang an bei den Giselas, D/DL und A3/A3L außer A3L92.
Also bei den A3 stimmt es definitiv nicht. Dort konnte ich Anfang der 1980er die Türen während der Fahrt öffnen. Somit wird es bei den Dora-Zügen auch so gewesen sein bzw. war dies in den 1960-70er Jahren so.
Bei den Giselas könnte ich es mir ziemlich gut vorstellen, weiß es aber nicht. Wiederum wäre es mir neu, dass man bei den A3L92 die Türen während der Fahrt öffnen konnte. Drückst Du Dich falsch aus oder verstehe ich es falsch?
Re: Redesigns 481/482
25.01.2020 00:18
Zitat
GraphXBerlin
Zitat
Henning
So war es von Anfang an bei den Giselas, D/DL und A3/A3L außer A3L92.
Also bei den A3 stimmt es definitiv nicht. Dort konnte ich Anfang der 1980er die Türen während der Fahrt öffnen. Somit wird es bei den Dora-Zügen auch so gewesen sein bzw. war dies in den 1960-70er Jahren so.
Bei den Giselas könnte ich es mir ziemlich gut vorstellen, weiß es aber nicht. Wiederum wäre es mir neu, dass man bei den A3L92 die Türen während der Fahrt öffnen konnte. Drückst Du Dich falsch aus oder verstehe ich es falsch?

Henning hat doch geschrieben, dass die A3L92 ausgenommen sind.
Zitat
Bäderbahn

Türblockierung wäre übertrieben. Ursprünglich wurden die Türen mit Druckluft geschlossen. Wenn sie dann zu waren, wurde der Druck wieder gesenkt, man konnte die Türen also problemlos aufschieben - auch während der Fahrt.
Das wurde dann so geändert, dass der Druck, der die Türen geschlossen hat auch während der Fahrt weiterhin anlag, so war dann wesentlich mehr Kraft zum öffnen notwendig. Erst kurz vor Stillstand im Bahnhof wurde der Druck gesenkt und die Türen konnten wie gewohnt geöffnet werden.

Und wer kann sich noch erinnern, auf welchen Streckenabschnitt vor der Wende, die Türen ständig während der Fahrt unter Druck verschlossen zu halten waren...?
Schönhauser<->Pankow...ab den "Warzenschweinen" trötete dann auch dauernd die Türwarnanlage..

T6JP
Hä? Wieso das?

______________________

Nicht-dynamische Signatur
Re: Redesigns 481/482
25.01.2020 09:33
Zitat
Lehrter Bahnhof
Hä? Wieso das?

Wegen der Nähe zur Grenze. Man wollte wohl versehentliche Ausstiege zur falschen Seite während der Fahrt verhindern.

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat
Triebfahrzeugführer
Zitat
Bäderbahn

Türblockierung wäre übertrieben. Ursprünglich wurden die Türen mit Druckluft geschlossen. Wenn sie dann zu waren, wurde der Druck wieder gesenkt, man konnte die Türen also problemlos aufschieben - auch während der Fahrt.
Das wurde dann so geändert, dass der Druck, der die Türen geschlossen hat auch während der Fahrt weiterhin anlag, so war dann wesentlich mehr Kraft zum öffnen notwendig. Erst kurz vor Stillstand im Bahnhof wurde der Druck gesenkt und die Türen konnten wie gewohnt geöffnet werden.

Und wer kann sich noch erinnern, auf welchen Streckenabschnitt vor der Wende, die Türen ständig während der Fahrt unter Druck verschlossen zu halten waren...?

Auf der U6 zwischen Wedding-Hallesches Tor mit Ausnahme Freidrichstr. und U8 zwischen Moritzplatz und Voltastr vielleicht auch nur Bernauer Str. bin mir da nixht zu 100 Prozent sicher.
Zitat
Nemo
Zitat
Lehrter Bahnhof
Hä? Wieso das?

Wegen der Nähe zur Grenze. Man wollte wohl versehentliche Ausstiege zur falschen Seite während der Fahrt verhindern.

Ach so, ich hatte eher an U6 und U8 gedacht.

______________________

Nicht-dynamische Signatur
Zitat
Sasukefan86
Zitat
Triebfahrzeugführer
Zitat
Bäderbahn

Türblockierung wäre übertrieben. Ursprünglich wurden die Türen mit Druckluft geschlossen. Wenn sie dann zu waren, wurde der Druck wieder gesenkt, man konnte die Türen also problemlos aufschieben - auch während der Fahrt.
Das wurde dann so geändert, dass der Druck, der die Türen geschlossen hat auch während der Fahrt weiterhin anlag, so war dann wesentlich mehr Kraft zum öffnen notwendig. Erst kurz vor Stillstand im Bahnhof wurde der Druck gesenkt und die Türen konnten wie gewohnt geöffnet werden.

Und wer kann sich noch erinnern, auf welchen Streckenabschnitt vor der Wende, die Türen ständig während der Fahrt unter Druck verschlossen zu halten waren...?

Auf der U6 zwischen Wedding-Hallesches Tor mit Ausnahme Freidrichstr. und U8 zwischen Moritzplatz und Voltastr vielleicht auch nur Bernauer Str. bin mir da nixht zu 100 Prozent sicher.

Wer hat eigentlich die Abfertigung auf Friedrichstr übernommen?

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Nicht-dynamische Signatur
Zitat
Lehrter Bahnhof
Zitat
Nemo
Zitat
Lehrter Bahnhof
Hä? Wieso das?

Wegen der Nähe zur Grenze. Man wollte wohl versehentliche Ausstiege zur falschen Seite während der Fahrt verhindern.

Ach so, ich hatte eher an U6 und U8 gedacht.

Geht um die damalige S-Bahn Kurve Zwischen Pankow und Schönhauser Allee, die durch den Mauerstreifen unter der Bornholmer Str durchfuhr, nicht um die U2 strecke.
Würde vermuten im Nord-Süd Tunnel und zwischen Gesundbrunnen und Wollankstr. würde es auch sinn gemacht haben so zu fahren.
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