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Wiederaufbau der Siemensbahn
geschrieben von Trittbrettfahrer 
Zitat
B-V 3313
Zitat
Latschenkiefer
ECG7C hat schon recht. Es ist eigentlich erstaunlich, dass man hier X-tausend neue Wohnungen für noch viel mehr Einwohner baut, aber bisher absolut keinen blassen Schimmer hat, wie man eine Schienenanbindung hinbekommen will.

Natürlich hat man den, es soll unterirdisch gehen.

Es gibt einen Flächennutzungsplan, da ist eine gestrichelte Linie drin für eine unterirdische S-Bahn-Verlängerung. Ansonsten gibt es wohl recht aktuell eine Machbarkeitsstudie, die bisher nicht veröffentlicht wurde (so weit ich es mitbekommen habe). Für eine Straßenbahn gibt es in den letzten 20 Jahren gar kein Konzept - es gab (so erinnere ich mich) mal eines für die Wasserstadt, aber das ist deutlich weiter westlich und ging von einem Inselbetrieb in Spandau aus.

Man fängt also an Wohnungen in diesem Bereich zu bauen, ohne wenigstens etwas Handfestes (Entwurfsplanung z.B.) in der Hand zu haben. Wenn Du es besser weißt, dann her mit den Fakten. Ansonsten verschone uns mit Deinen besserwissenden Einzeilern.
Ich find das schon merkwürden eine komplett neue Großsiedlung aus dem Boden zu stampfen ohne sich ernsthaft Gedanken über den ÖPNV zu machen, oder wie war das damals zum Baubeginn?
Da war der Osten damals wohl weiter, keine Groß-Plattensiedlung ohne Verkehrskonzept. Selbst der obere Blumberger Damm war nachrüstfähig für eine Straßenbahn. Der Leitungsbau war sogar darauf vorbereitet.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 24.06.2021 15:20 von Nordender.
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Latschenkiefer
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B-V 3313
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Latschenkiefer
ECG7C hat schon recht. Es ist eigentlich erstaunlich, dass man hier X-tausend neue Wohnungen für noch viel mehr Einwohner baut, aber bisher absolut keinen blassen Schimmer hat, wie man eine Schienenanbindung hinbekommen will.

Natürlich hat man den, es soll unterirdisch gehen.

Es gibt einen Flächennutzungsplan, da ist eine gestrichelte Linie drin für eine unterirdische S-Bahn-Verlängerung. Ansonsten gibt es wohl recht aktuell eine Machbarkeitsstudie, die bisher nicht veröffentlicht wurde (so weit ich es mitbekommen habe). Für eine Straßenbahn gibt es in den letzten 20 Jahren gar kein Konzept - es gab (so erinnere ich mich) mal eines für die Wasserstadt, aber das ist deutlich weiter westlich und ging von einem Inselbetrieb in Spandau aus.

Man fängt also an Wohnungen in diesem Bereich zu bauen, ohne wenigstens etwas Handfestes (Entwurfsplanung z.B.) in der Hand zu haben. Wenn Du es besser weißt, dann her mit den Fakten. Ansonsten verschone uns mit Deinen besserwissenden Einzeilern.

Die Planung für die Insel Gartenfeld sieht eine ÖPNV-Trasse vor. Die Absicherung erfolgt über das B-Plan-Verfahren. Zudem sind die Straßenbahnstrecken in einer Anlage zum FNP untergebracht und auch über die anderen städtischen Planwerke untersetzt. In der Tat wird es aber zunächst beim Busbetrieb bleiben, weil ein Spandauer Inselnetz weiterhin nicht vorgesehen ist. Stattdessen läuft der Versuch über Moabit und Jungfernheide das UTR-Gelände zu erreichen und ab dort das Spandauer Netz via Gartenfeld zu entwickeln. Der Realisierungszeitraum ist natürlich traurig langsam.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Seit Februar diesen Jahres lassen sich ein paar Eckpunkte unter [www.berlin.de] nachlesen.

Wohneinheiten: 3700 (7000 Menschen)
Wohnungstypen: 1 bis 5 Zimmer
Eigentumsverhältnisse: Privat und Genossenschaftlich
Baubeginn: Voraussichtlich 2024

7000 Menschen auf einer Insel mit drei Brücken, ÖPNV mit Busverkehr zu je einer U-Bahnlinie und S-Bahnlinie. Kann man machen aber das wird nicht dazu führen das die neuen Bewohner auf einen PKW vor der Haustür verzichten werden.

Ich persönlich finde der Vergleich mit Marzahn hinkt etwas weil die Verfügbarkeit von PKW im Vergleich zur heutigen Zeit deutlich schlechter war. Der Osten hatte damals gar keine andere Wahl die Wohn- und Schlafstädte vernünftig mittels ÖPNV anzubinden.
Wird diese Brücke hier nun eigentlich saniert oder muß die einem Ersatzneubau weichen?


Zitat
Jay
Die Planung für die Insel Gartenfeld sieht eine ÖPNV-Trasse vor. Die Absicherung erfolgt über das B-Plan-Verfahren. Zudem sind die Straßenbahnstrecken in einer Anlage zum FNP untergebracht und auch über die anderen städtischen Planwerke untersetzt. In der Tat wird es aber zunächst beim Busbetrieb bleiben, weil ein Spandauer Inselnetz weiterhin nicht vorgesehen ist. Stattdessen läuft der Versuch über Moabit und Jungfernheide das UTR-Gelände zu erreichen und ab dort das Spandauer Netz via Gartenfeld zu entwickeln. Der Realisierungszeitraum ist natürlich traurig langsam.

Dennoch ist für 7000 Bewohner in fußläufiger Entfernung zu einem wiederaufzubauenden Schnellbahnhof zunächst kein übertriebener Aktionismus nötig.
In den Morgenstunden zwischen 6 und 10 Uhr angenommene 5000 Plätze in S-Bahnzügen bereitzustellen, sollte kein Problem sein. Am Endpunkt Gartenfeld bieten selbst Sechswagenzüge ausreichende Sitzplatzzahl (z.B. BR483+484: 264 Sitzplätze). In 6 Zügen pro Stunde sind das über 1500 Sitzplätze, in vier Stunden also über 6000. Dazu ergänzende E-Buslinien auf den nicht so nachgefragten Strecken - und kein Bewohner muss unbedingt mit einem Auto fahren.
Zusätzlich eine ÖPNV-Trasse an der Oberfläche planerisch zu sichern, ist bei neuen Standorten immer eine gute Idee.

so long

Mario
Zitat
der weiße bim
Dennoch ist für 7000 Bewohner in fußläufiger Entfernung zu einem wiederaufzubauenden Schnellbahnhof zunächst kein übertriebener Aktionismus nötig.
In den Morgenstunden zwischen 6 und 10 Uhr angenommene 5000 Plätze in S-Bahnzügen bereitzustellen, sollte kein Problem sein. Am Endpunkt Gartenfeld bieten selbst Sechswagenzüge ausreichende Sitzplatzzahl (z.B. BR483+484: 264 Sitzplätze). In 6 Zügen pro Stunde sind das über 1500 Sitzplätze, in vier Stunden also über 6000. Dazu ergänzende E-Buslinien auf den nicht so nachgefragten Strecken - und kein Bewohner muss unbedingt mit einem Auto fahren.
Zusätzlich eine ÖPNV-Trasse an der Oberfläche planerisch zu sichern, ist bei neuen Standorten immer eine gute Idee.

Das ist zwar für die Relation Insel Gartenfeld <-> S-Bahn ganz gut gerechnet, aber was ist mit der Verbindung nach Spandau? Die vorhandenen Buslinien dort sind schon voll bis übervoll.

x--x--x--x

Für mehr gelbe Farbe im Netzplan: die Farben der U4 und U7 tauschen!
Gibt es eigentlich schon sichtbare Bauarbeiten auf der Siemensbahn außer das Entfernen der Schwellen und Schienen?
Hallo Henrik,

nein, es gab noch keine Bauarbeiten. Die Planung läuft ja noch und das sicherlich auch noch längere Zeit.

Das Entfernen der Schwellen und Schienen kann man nicht zu "Bauarbeiten" zählen - es diente ja dazu, die Bausubstanz darunter begutachten zu können. Man muss das also eher als Startschuss für die Planung sehen.

Viele Grüße
Manuel

Zitat
Henrik
Gibt es eigentlich schon sichtbare Bauarbeiten auf der Siemensbahn außer das Entfernen der Schwellen und Schienen?
Zitat
manuelberlin
Hallo Henrik,

nein, es gab noch keine Bauarbeiten. Die Planung läuft ja noch und das sicherlich auch noch längere Zeit.

Das Entfernen der Schwellen und Schienen kann man nicht zu "Bauarbeiten" zählen - es diente ja dazu, die Bausubstanz darunter begutachten zu können. Man muss das also eher als Startschuss für die Planung sehen.

Viele Grüße
Manuel

Zitat
Henrik
Gibt es eigentlich schon sichtbare Bauarbeiten auf der Siemensbahn außer das Entfernen der Schwellen und Schienen?

Genau. Ebenso wurden z.B. am Bahnhof Jungfernheide die großen Pappeln auf der Nordseite des Bahndamms gefällt, dort, wo das dritte Gleis inkl. Bahnsteig entstehen soll. Vermutlich für Vermessungsarbeiten und Baugrunduntersuchungen.

Viele Grüße
André
Zitat
ECG7C
Zitat
hansaplatz
Ich sehe in der fehlenden Verknüpfung des Wasserstadt-UTR-Astes mit dem Bahnhof Gartenfeld absolut kein großes Problem.

In 10 Jahren schlagen sich alle mit der Hand vor den Kopf und fragen sich warum es nicht gleich richtig gemacht wurde. Aber strategische Verkehrsplanung ist jetzt nicht so die Stärke dieser Stadt.

Ein wunderschönes Beispiel für vorausschauende Planung findet man wenige Hundert Meter südlich am U-Bhf Paulsternstraße: Die meisten Fahrgäste haben ihr Ziel nördlich der Nonnendammallee, die Ausgänge befinden sich jedoch ausschließlich auf der südlichen Seite der Nonnendammallee. Der Höhepunkt liegt noch darin, dass man vom östlichen Ausgang des U-Bahnhofs auf dem Weg zur Ostseite der Paulsternstraße gleich zwei Grünphasen für die Querung der Nonnendammallee benötigt, da die Ampeln ausschließlich auf den MIV ausgerichtet sind und die Fahrgäste nur die Phasen bekommen, die gerade übrig sind. Auf meine Anfrage, ob man nicht auch mal zwei Ausgänge nördlich der Nonnendammallee bauen möchte, um Fahrgästen die mühevolle Querung der Nonnendammallee zu ersparen, bekam ich von Seiten des Senats als Antwort, dass verlegte Leitungen dies unmöglich machen.
Zitat
DaniOnline
Auf meine Anfrage, ob man nicht auch mal zwei Ausgänge nördlich der Nonnendammallee bauen möchte, um Fahrgästen die mühevolle Querung der Nonnendammallee zu ersparen, bekam ich von Seiten des Senats als Antwort, dass verlegte Leitungen dies unmöglich machen.

Würde ja heißen das schon damals beim Bau der U-Bahn der Weg des geringsten Wiederstandes gegangen wurde.
Zitat
DaniOnline
Ein wunderschönes Beispiel für vorausschauende Planung findet man wenige Hundert Meter südlich am U-Bhf Paulsternstraße: Die meisten Fahrgäste haben ihr Ziel nördlich der Nonnendammallee, die Ausgänge befinden sich jedoch ausschließlich auf der südlichen Seite der Nonnendammallee. Der Höhepunkt liegt noch darin, dass man vom östlichen Ausgang des U-Bahnhofs auf dem Weg zur Ostseite der Paulsternstraße gleich zwei Grünphasen für die Querung der Nonnendammallee benötigt, da die Ampeln ausschließlich auf den MIV ausgerichtet sind und die Fahrgäste nur die Phasen bekommen, die gerade übrig sind. Auf meine Anfrage, ob man nicht auch mal zwei Ausgänge nördlich der Nonnendammallee bauen möchte, um Fahrgästen die mühevolle Querung der Nonnendammallee zu ersparen, bekam ich von Seiten des Senats als Antwort, dass verlegte Leitungen dies unmöglich machen.

Den Sarkasmus-Zahn muss ich dir hier leider ziehen, denn die Situation an der Paulsternstraße hat tatsächlich vorausschauende Planungsgründe. Der U-Bahnhof nimmt in seiner Lage Rücksicht auf zwei (nie realisierte) Straßenbauvorhaben. Geplant war die Verlängerung der Paulsternstraße über Otternbruchstraße bis zum Spandauer Damm als neue Spreequerung. Deswegen liegt der westliche Zugang weiter westlich als er eigentlich sein müsste. Andererseits sollte diese Kreuzung zweier zukünftiger Hauptverkehrsstraßen entsprechend leistungsfähig werden. Dazu sollte die Nonnendammallee einen Straßentunnel unmittelbar parallel zum U-Bahntunnel erhalten. Wegen der gleichen Tiefenlage erlaubte die Situation hier nur Ausgänge auf der Südseite der Nonnendammallee. Die für den U-Bahnbau eingetriebenen Rammbohlen an der nördlichen Tunnelwand ließ man nach der Fertigstellung im Boden, um sie für den Straßentunnel weiterverwenden zu können. Für die neuen Ausgänge müssten diese Bohlen erst einmal gezogen werden, was nach 40 Jahren Liegedauer sicher nicht einfach werden dürfte. Klar ist, dass die Straßenbauabsichten heutzutage absolut überholt sind und die Situation für die Fahrgäste verbessert gehört. Auch weil der barrierefreie Ausbau ebenfalls noch aussteht. Doch mit ein paar Leitungsumverlegungen wird es nicht getan sein.

--
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1 mal bearbeitet. Zuletzt am 15.07.2021 06:41 von Florian Schulz.
Interessant, dass es die Planung so gab.
Ich habe mir schon oft gewünscht, dass es zwischen Rohrdamm und Altstadt Spandau eine zweite Querung gibt. Gerade mit der Entwicklung der neuen Stadtviertel in Spandau würde der Bedarf noch mehr wachsen. Mit ein bisschen Glück gibt es in 10 Jahren wenigstens eine neue Querung für Fußgänger und Fahrradfahrer...

Und so lästig wie die Situation am U Paulsternstraße mit der Lage der Ausgänge und den Fußgängerampeln auch ist: Die Fahrgastzahlen dort sind so niedrig, dass es einfach im Vergleich zu Nutzen und Kosten zu wenig Beteiligte stört.
Zitat

Florian Schulz am 14.7.2021 um 18.18 Uhr:

[...]

Ich bin nicht ganz sicher, was die Fakten angeht, aber einige Jahre, bevor 2005 die damals so genannte "O2 World Berlin" in Friedrichshain gebaut wurde, bewarb sich Spandau auch für den Bau einer solchen Veranstaltungshalle auf dem Gelände nordöstlich der Kreuzung Nonnendammallee / Paulsternstraße, da, wo sich heute das Einkaufszentrum "Siemensstadt-Park" befindet. Dabei wurde auch die Einrichtung eines neuen U-Bahnausgangs versprochen, damit die "Massen" der Besucher der Veranstaltungshalle bequem zum Ziel gelangen können. Viel ist von dieser Planung nicht mehr zu finden, aber ich fand einen Artikel im Tagesspiegel vom 5.7.2000 (in dem auch die Reaktivierung der Siemensbahn erwähnt wird).

Gruß, Thomas

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Thomas Krickstadt, Berlin, Germany, usenet@krickstadt.de
Zitat
Trittbrettfahrer
Interessant, dass es die Planung so gab.
Ich habe mir schon oft gewünscht, dass es zwischen Rohrdamm und Altstadt Spandau eine zweite Querung gibt. Gerade mit der Entwicklung der neuen Stadtviertel in Spandau würde der Bedarf noch mehr wachsen. Mit ein bisschen Glück gibt es in 10 Jahren wenigstens eine neue Querung für Fußgänger und Fahrradfahrer...

Um diesen Bedarf zu decken, ist die Reaktivierung (und ggf. der Verlängerung) der Siemensbahn und ein Spandauer Straßenbahnnetz vorgesehen, und eine ÖPNV-Trasse in Gartenfeld. Wir sollten mal endlich davon wegkommen, dass jedes neue Stadtviertel seine eigene Schnellstraße braucht.

Zitat
Trittbrettfahrer
Und so lästig wie die Situation am U Paulsternstraße mit der Lage der Ausgänge und den Fußgängerampeln auch ist: Die Fahrgastzahlen dort sind so niedrig, dass es einfach im Vergleich zu Nutzen und Kosten zu wenig Beteiligte stört.

Naja, das könnte auch ein Henne-Ei-Problem sein. Für den Anfang könnte man ja wenigstens die Ampeln fußgänger/innenfreundlicher schalten. Aber ich weiß, auf Kosten des Autoverkehrs geht das nicht, man muss ja erst Alternativen schaffen!!1! So lange unter der Nonnendammallee keine U-Bahn und nach Falkensee & Co. regelmäßig Regionalzüge verkehren, geht das nicht!

Zitat
andre_de
Ebenso wurden z.B. am Bahnhof Jungfernheide die großen Pappeln auf der Nordseite des Bahndamms gefällt, dort, wo das dritte Gleis inkl. Bahnsteig entstehen soll.

Das dürfte am Bahnhof Gartenfeld (wie wahrscheinlich auf der ganzen Trasse) auch noch anstehen - ich war neulich mal in der Gegend und habe das Bahnhofsgebäude erstmal gar nicht bemerkt, weil es so zugewachsen war.
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