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Tram Wista II - Bauzeitraum ab 05/2020
geschrieben von Arnd Hellinger 
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Alba Coach
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Philipp Borchert
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Nemo
Haben die Grünen denn schon signalisiert dass Frau Günther nicht die Umweltsenatorin bleiben wird?

Das könne sie doch noch gar nicht wissen. Ob sie in Berlin in regierender Position bleiben und in welcher Konstellation und wer künftig was zu tun hat...
Ich bin mir allerdings ziemlich sicher, dass - so wenig vom Versprochenen auch umgesetzt werden konnte - es kein anders zusammen gesetzter Senat besser machen wird. Wie auch, die Einwohner bleiben ja dieselben.

Da erlaube ich mir den Einwurf, dass ich es, egal unter welche Koalition ich arbeiten würde, deutlich besser machen würde als alle im derzeitigen Senat versammelten Mitglieder. Ist bei diesem Trümmerhaufen aber auch nicht besonders schwer. Mir fällt jetzt keine Senatorin oder kein Senator ein, der nicht negativ aufgefallen ist.

Und die AfD so: Hold my beer...
Bleiben wir doch mal beim Thema, bitte!

Dass die Wista II-Strecke die einzige Strecke ist die (beinahe) in dieser Legislatur fertig wird, ist schon ein Armutszeugnis. Ich bin hier kein Insider, aber ich habe die Vermutung, dass dies mit dem krankheitsbedingten Ausfall von Herrn Kirchner zu tun hat. Jedenfalls ist mein Eindruck, dass es seitdem nicht mehr so richtig voran ging. Frau Günther macht jedenfalls nicht den Eindruck, dass der Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel bei ihr Chefsache ist.

Die Planerstellen tut sich außerdem niemand an, der nicht eine andere Option hat, denn die Bezahlung ist sehr übersichtlich. Wenn man schon Planer ist und eine sichere Stelle sucht, dann findet man sehr ähnliche (aber besser bezahlte) bei der DB, die ja allen AG-Träumen zum Trotz auch eine Quasi-Behörde ist. Meine zweite Vermutung ist, dass es den armen Leuten die jetzt da sind, einfach an Erfahrung mangelt.

Insgesamt ist die Bilanz der letzten 5 Jahre enttäuschend, und ich befürchte, dass es bei der U-Bahn-geilen BM-Kandidatin in den nächsten 5 Jahren weiterhin im Schneckentempo voran geht.
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Philipp Borchert
Du würdest es schaffen, die entsprechenden Fachleute für die noch offenen Stellen zu züchten?
Du würdest es schaffen, diese vielen unterschiedlichen Interessen in dieser Stadt zu einen?

Die muss man nicht züchten, die muss man ranholen und ordentlich bezahlen. Übrigens ein Problem im gesamten öffentlichen Dienst. Es ist einfach zu sagen, wir finden nichts, weil wir schlecht bezahlen und keine Perspektive bieten. Man kann das Problem aber auch angehen und umdrehen. Perspektiven sollte der ÖPNV in Berlin genug bieten, wenn man sich hier so die Expertenbeiträge im Forum zu Gemüte führt.

Und wo eine Wille ist, würde man auch einen Weg finden. Aber außer Quatschen bringen alle Berliner Parteien einfach nichts auf die Kette, weil auch deren Personal zu großen Teilen einfach unterirdisch ist. Und ich betone nochmals, es gilt für alle Parteien.

5 Jahre hat man jetzt ins Land streichen lassen und eigentlich ist nichts passiert. Und zum Thema Interesse einigen. Da kann man auch viel Zeit verquatschen und sich über Jahre immer die gleichen Argumente anhören, irgendwann muss man dann mal handeln und nicht Rücksicht nehmen auf die eigenen Genossen, weil die evtl an einer geplanten Strecke wohne (Grüße an die 21 am Ostkreuz).



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 21.02.2021 20:06 von Alba Coach.
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Latschenkiefer
Die Planerstellen tut sich außerdem niemand an, der nicht eine andere Option hat, denn die Bezahlung ist sehr übersichtlich. Wenn man schon Planer ist und eine sichere Stelle sucht, dann findet man sehr ähnliche (aber besser bezahlte) bei der DB, die ja allen AG-Träumen zum Trotz auch eine Quasi-Behörde ist. Meine zweite Vermutung ist, dass es den armen Leuten die jetzt da sind, einfach an Erfahrung mangelt.

Der grundsätzliche Fehler von Frau Günther an dieser Stelle war, die Herausforderung völlig verkannt zu haben. Wenn man sich vornimmt, Straßenbahnausbau in einer völlig anderen Größenordnung als vorher angehen zu wollen, dann schaffe ich doch nicht einfach nur 8 (schlecht bezahlte) Stellen in einer bestehenden Verwaltungsstruktur, die für diese Herausforderung gar nicht aufgestellt und geeignet ist. Dito im Übrigen auch bei der BVG. Sondern dann setze ich gleich zu Beginn eine Projektgesellschaft auf, die sich ausschließlich um die Planung (und sinnvollerweise den Bau) der neuen Straßenbahnstrecken kümmert. Da ist man nicht nur mit der Bezahlung flexibler, sondern hat auch von Beginn an ein Arbeitsumfeld, was attraktiv ist und konzentriert arbeiten kann, im Gegensatz zu den beiden verkrusteten Behörden, wo man nun seit fünf Jahren damit herumwurschtelt.

Viele Grüße
André
Oberleitungsmasten werden gesetzt. Hier an der Haltestelle Nieberstraße:


Foto StefanB
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andre_de
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Latschenkiefer
Die Planerstellen tut sich außerdem niemand an, der nicht eine andere Option hat, denn die Bezahlung ist sehr übersichtlich. Wenn man schon Planer ist und eine sichere Stelle sucht, dann findet man sehr ähnliche (aber besser bezahlte) bei der DB, die ja allen AG-Träumen zum Trotz auch eine Quasi-Behörde ist. Meine zweite Vermutung ist, dass es den armen Leuten die jetzt da sind, einfach an Erfahrung mangelt.

Der grundsätzliche Fehler von Frau Günther an dieser Stelle war, die Herausforderung völlig verkannt zu haben. Wenn man sich vornimmt, Straßenbahnausbau in einer völlig anderen Größenordnung als vorher angehen zu wollen, dann schaffe ich doch nicht einfach nur 8 (schlecht bezahlte) Stellen in einer bestehenden Verwaltungsstruktur, die für diese Herausforderung gar nicht aufgestellt und geeignet ist. Dito im Übrigen auch bei der BVG. Sondern dann setze ich gleich zu Beginn eine Projektgesellschaft auf, die sich ausschließlich um die Planung (und sinnvollerweise den Bau) der neuen Straßenbahnstrecken kümmert. Da ist man nicht nur mit der Bezahlung flexibler, sondern hat auch von Beginn an ein Arbeitsumfeld, was attraktiv ist und konzentriert arbeiten kann, im Gegensatz zu den beiden verkrusteten Behörden, wo man nun seit fünf Jahren damit herumwurschtelt.

Viele Grüße
André

Man müsste ja nicht mal eine neue Projektgesellschaft gründen - gibt ja bereits eine, bei der man festgestellt hat, dass man sie erhalten möchte. Nur ist man bisher nicht den Schritt gegangen, dort die Projekte zu konzentrieren. Mit dem Waisentunnel hat sie auch ein herausforderndes Projekt, das geeignet (und herausfordernd genug) ist, um die Tunnel-Kompetenz zu halten. Aber es fehlt - wie immer - an der entsprechenden (Führungs-)Entscheidung. Und in der Tat sehe ich im Verlauf der Legislaturperiode auch eine deutliche Kopplung zur Position des Staatssekretärs. Zu Beginn war da direkt ein frischer Wind zu spüren. Viele Akteure bei SenUVK hatten Lust auf die Herausforderung und der Wille war zu erkennen, dass sich jetzt endlich mal was ändert. Aktuell beschreibt "Lethargie" wohl am Besten den Zustand bei SenUVK. Vor der Wahl wird sich da auch nichts mehr tun. Und dann bleibt abzuwarten, welche Partei künftig die Hausleitung stellt, ob die Resorts erneut neu gewürfelt werden und wer die Führungsposten übernimmt.

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Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
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Alba Coach
Und wo eine Wille ist, würde man auch einen Weg finden. Aber außer Quatschen bringen alle Berliner Parteien einfach nichts auf die Kette, weil auch deren Personal zu großen Teilen einfach unterirdisch ist. Und ich betone nochmals, es gilt für alle Parteien.

Das Problem scheint mir zu sein, dass nicht diejenigen zu Wort kommen und die Politik prägen, die Ahnung haben oder sich wenigstens fürs Thema interessieren, sondern eben jeweils die größten Depp*innen einer jeden Partei. Grüne und SPD haben ja durchaus verkehrspolitisch versierte Politiker*innen, ich denke z.B. an Lars Düsterhöft aus Treptow-Köpenick (diesen Eindruck habe ich jedenfalls aus den schriftlichen Anfragen, die er stellt). Meine Bewunderung, dass ihm das nicht alles zu blöd wird.

Auf Bundesebene und in der Gesundheitspolitik käme die SPD doch auch nicht auf die Idee, Attila Hildmann zu Wort kommen zu lassen und ihn von höchster Stelle zu fördern. Stattdessen lässt man das selbstverständlich Herrn Lauterbach machen, der sich seit Jahren mit nichts anderem als Gesundheitspolitik beschäftigt. Auch in Berlin stinkt der Fisch eben vom Kopf her. Zumindesrt aus verkehrspolitischer Sicht ist die Berliner SPD komplett unwählbar.
off-topic
Im Spiegel stand vor ein paar Monaten (weiß das Datum leider nicht mehr) dass dieSPD überhaupt nicht zufrieden sei, dass Lauterbach sich ständig zu Corona äußert. Das stünde ihm parteihierarchisch gar nicht zu. Aber er macht es halt einfach.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 22.02.2021 08:02 von PassusDuriusculus.
Stimmt, es stünde Herrn Düsterhöft und anderen natürlich frei, sich an den Parteispitzen vorbei zu äußern. Aber wahrscheinlich würde er damit nur verlieren: ihm würde vorgeworfen, im Wahljahr Unruhe in die Partei zu bringen und den Wahlerfolg zu gefährden. Ein Standing wie Lauterbach hat er leider auch nicht, und so geben die U-Bahn-Trumps in der SPD weiter den Ton an.
Zitat
def
Stimmt, es stünde Herrn Düsterhöft und anderen natürlich frei, sich an den Parteispitzen vorbei zu äußern. Aber wahrscheinlich würde er damit nur verlieren: ihm würde vorgeworfen, im Wahljahr Unruhe in die Partei zu bringen und den Wahlerfolg zu gefährden. Ein Standing wie Lauterbach hat er leider auch nicht, und so geben die U-Bahn-Trumps in der SPD weiter den Ton an.

Allerdings ist Lars Düsterhöfts Schwerpunkt nicht die Verkehrspolitik. Gut nachvollziehbar fand ich die Argumentation des zuständigen Fachausschusses XI (Mobilität) der Berliner (sozialdemokratischen) Partei zum Thema U-Bahn vom 30.11.2018, in der die Frage derzeitiger Erweiterungen des U-Bahnnetzes sehr kritisch bewertet wurde. Insbesondere wurde seinerzeit gegen die Vorhaben U 6,5, 7 West und Süd sowie die Verlängerung der U 8 ins MV argumentiert, hier mal ein Link für Interessierte: [spd.berlin]

und noch ein Link zur Seite des Fachausschusses selbst: [spd.berlin]

Leider scheint die Berliner SPD-Spitze zu glauben, Verkehrspolitik an den fachlich ausgewiesenen Genossinnen und Genossen vorbei (eigentlich sogar gegen sie) machen zu müssen, was absolut nicht für diese Spitze spricht,

Marienfelde.
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