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Sammelthread: Verkehrspolitik in Berlin II (ab 01/21)
geschrieben von B-V 3313 
Zitat
Nordender
Gar nicht mehr aktuell, Abbiegen ist teilweise nicht mehr möglich, Parkzone, Verengungen...alles die letzten Jahre passiert. Einschließlich Hochpreis-Sanierungen vieler Altbauten.

Doch, natürlich aktuell, denn all die von dir genannten Entwicklungen ändern ja rein gar nichts am von def benannten Grundproblem: Nämlich, dass jeder Zentimeter gnadenlos zugeparkt wird und somit keine Lieferzone zur Verfügung steht. Nebenbei ist die Schreinerstraße abschnittsweise mit 10 km/h ausgewiesen. Hält sich nur keiner dran.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
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Nemo
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def
Heute fährt man mit Gestalten wie Beton-Franzi und Märchen-Raed auf - visionslos, opportunistisch, verlogen.

Ja, ehrlich gesagt finde ich es auch erstaunlich, dass es die SPD geschafft hat, vollkommen ungestraft aus dem Bankenskandal herauszukommen und es seitdem so einzurichten dass es keine Regierung ohne sie gibt. Im Prinzip müsste man die SPD auch mal in die Opposition schicken und nicht nur deren Koalitionspartner auszutauschen, wenn es einem nicht passt.

Leider kann ich mir in Berlin aber auch keine Konstellation vorstellen, bei der das klappt.

Edit: so rein von der Dramaturgie her wäre es ja schon irgendwie witzig, wenn die Grünen mit CDU und FDP "durchbrennen" würden. Ich würde das jedenfalls Frau Giffey gönnen (und dann würde ich mich wohl darüber ärgern).

Überlegene Taktik der Mehrheitssozialdemokratie seit 1914, die immerhin weiß, was sie nicht will, während die Konkurrenz noch mit der Zielsuche beschäftigt ist? Klar: Das völlige Versagen (auch) der deutschen Arbeiterbewegung in den Jahren vor 1933 bleibt als schwere Hypothek.

Ansonsten: Bei der Abgeordnetenhauswahl gab es drei Gewinner, nämlich Grüne, CDU und FDP (in dieser Reihenfolge, wohlgemerkt bei der Abgeordnetenhauswahl). Etwas weniger Arroganz gegenüber den politischen Mitbewerbern würde dem hiesigen Führungspersonal der SPD daher gut zu Gesicht stehen,

Marienfelde.
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Jay
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Nordender
Gar nicht mehr aktuell, Abbiegen ist teilweise nicht mehr möglich, Parkzone, Verengungen...alles die letzten Jahre passiert. Einschließlich Hochpreis-Sanierungen vieler Altbauten.

Doch, natürlich aktuell, denn all die von dir genannten Entwicklungen ändern ja rein gar nichts am von def benannten Grundproblem: Nämlich, dass jeder Zentimeter gnadenlos zugeparkt wird und somit keine Lieferzone zur Verfügung steht. Nebenbei ist die Schreinerstraße abschnittsweise mit 10 km/h ausgewiesen. Hält sich nur keiner dran.

Und dann kommt der 7,5 Tonner mit den Möbeln und weiß nicht wohin, außer die ganze Durchfahrt zu blockieren, und das Ordnungsamt kennt kein Pardon und fordert sofort wegzufahren...sowas ist keine Lösung.
Zitat
Nordender
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Jay
Zitat
Nordender
Gar nicht mehr aktuell, Abbiegen ist teilweise nicht mehr möglich, Parkzone, Verengungen...alles die letzten Jahre passiert. Einschließlich Hochpreis-Sanierungen vieler Altbauten.

Doch, natürlich aktuell, denn all die von dir genannten Entwicklungen ändern ja rein gar nichts am von def benannten Grundproblem: Nämlich, dass jeder Zentimeter gnadenlos zugeparkt wird und somit keine Lieferzone zur Verfügung steht. Nebenbei ist die Schreinerstraße abschnittsweise mit 10 km/h ausgewiesen. Hält sich nur keiner dran.

Und dann kommt der 7,5 Tonner mit den Möbeln und weiß nicht wohin, außer die ganze Durchfahrt zu blockieren, und das Ordnungsamt kennt kein Pardon und fordert sofort wegzufahren...sowas ist keine Lösung.

Wenn das Ordnungsamt den 7,5-Tonner sofort wegschicken kann, dann hätte das Ordnugnsamt auch das Freihalten der Lieferzonen veranlassen können.

Edit: also klarer Fall von falscher Prioritätensetzung. Ebenso ist es eine falsche Prioritätensetzung wenn man beim Umbau den Lieferverkehr nicht beachtet hat.

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 08.10.2021 11:57 von Nemo.
Na für den Späti gibts ne Zone, sonst im Prinzip nichts, vielleicht gerade mal so für einen Sprinter.
Zitat
Nordender
Und dann kommt der 7,5 Tonner mit den Möbeln und weiß nicht wohin, außer die ganze Durchfahrt zu blockieren, und das Ordnungsamt kennt kein Pardon und fordert sofort wegzufahren...sowas ist keine Lösung.

Wenn die Lieferzonen nicht ausreichen, gibt es immer noch die Möglichkeit, temporäre Halteverbote einzurichten. Der Umstand, dass dies etwas kostet, kann kein Argument sein, weshalb eine längere Blockade durch den Lieferverkehr toleriert werden muss, die i.d.R. mindestens zu Verkehrsbehinderungen oft auch zu Gefährdungen führt.

Ungünstig ist allerdings, dass die Verkehrsverstöße auch nach der StVO-Novelle so niedrig bestraft werden, dass dass ordnungsgemäße Verhalten mit einem temporären Halteverbot teurer ist als das Bußgeld und zudem die Kosten garantiert entstehen, während beim Bußgeld eine Chance besteht, nicht bestraft zu werden.
Zitat
Marienfelde
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Global Fisch
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Marienfelde
2. Muß es nicht einen gewissen Gleichklang zwischen den Flächen für Fahren und Parken geben? Wieder zugespitzt: Ganz ohne Parkraum gäbe es für den MIV keine Ziele mehr, sondern nur noch "Transitverkehre" und natürlich Liefer- und Versorgungsverkehre?

Mein Eindruck bleibt, vor allem bei Frage 2:
Du steckst tief in diesem unrealen Narrativ von (fast) sofortiger drastischer Reduzierung des MIV auf nahe Null drin.

"Ganz ohne Parkraum" wird in absehbarer Sicht nicht kommen, warum sollte es das?
Und warum sollte es nicht auch kostendeckend arbeitende Parkhäuser weiterhin geben? Und wenn der reduzierte Parkraum auch zu einer Reduzierung des fließenden Verkehrs führen sollte, was wäre daran schlimm?

Zu 1) es ist mitnichten so, dass der Autoverkehr die öffentliche Hand reich machen würden, auch wenn die Autolobby das gerne behauptet.
Das Gegenteil ist der Fall.

Konkret zum Bewohnerparken: jetzt sind die Einnahmen aus dem Bewohnerparken quasi Null; decken vielleicht den Verwaltungsaufwand.

Und ja: es wird mehr Ausgaben für den ÖPNV geben, logisch. Aber an welcher Stelle im Haushalt nun die entsprechenden Mittel frei werden, können wir getrost erstmal dahingestellt lassen. Nochmal: es wird nicht so sein, dass man schon in 2 Jahren doppelt soviel ÖPNV-Mittel braucht wie jetzt. Auf lange Sicht spielen soviele Dinge in die Entwicklung des Haushalts hinein.

Zu 2.: Das scheint mir alles nicht restlos überzeugend. Auf mich wirken die Planungen für die Krausenstraße wie ein Vorgehen mit der Brechstange. Der Hinweis, in den Nachbarstraßen würde sich ja zunächst nichts ändern, wird die Leute, die dort wohnen, kaum beeindrucken.

Ich weiß nicht so recht, was ich dazu sagen soll.Ich sehe keinerlei wesentlichen Bezug zu dem, was ich schrieb. Ich hatte mich auf Dein Automobilität als "mitbestimmender Faktor" bezogen; was eben kein Grund sein sollte, das Projekt mit der Reduktion des Autoverkehr nicht anzugehen.
Zur Krausenstraße selbst hatte ich nichts geschrieben, und sie interessiert mich auch nicht besonders.

Ganz kurz aber hierzu.
"Vorgehen mit der Brechstange" betrifft den Stil, nicht den Inhalt. Auch ein inhaltlich sinnvolles Projekt kann jemand mit der Brechstange durchsetzen wollen. Darüber, ob es eine sinnvolle Maßnahme ist, sagt "Vorgehen mit der Brechstange" rein gar nichts.

Ich kenne die Krausenstraße nicht sonderlich gut, und habe keine Ahnung, ob man problemlos eine Ecke weiter parken könnte. Wie auch immer, es ist im wesentlichen ein Projekt, was die Wohngebietsgestaltung angeht. Verkehrlich ist die Relevanz der Sache marginal. Der ÖPNV hat nichts von den wegfallenden Parkplätzen, Fußgänger und Radfahrer abgesehen von den unmittelbaren Anwohnern auch nicht.

Zitat

Außerdem: Wenn man so ein Konzept für richtig hält (also 0 "normale" Parkplätze im öffentlichen Straßenraum), dann liegt die Linie ja fest: Als nächste Straße käme dann z.B. die Schützenstraße dran, oder meinetwegen eine Straße in Nord-Süd-Richtung.

Das ist immer noch das dieses unrealistische ("Bullshit" sagte ich dazu) Narrativ. Nur weil an einer Stelle eine Entwicklung eingeleitet wird, bedeutet das eben keineswegs, dass diese Entwicklung zeitnah an jeder Stelle kommen wird!
Nochmal zum Thema Krausenstraße (obwohl ich dazu eigentlich nichts sagen wollte) Es wird sicherlich geschaut werden, wie sich die Sache entwickelt, und wenn das letztlich den Verantwortlichen sinnvoll erscheint, wird es vielleicht in einer anderen Straße versucht werden. Aber sicher nicht zuerst in der direkten Nachbarschaft.

Als Langfristziel sind 0 Parkplätze im öffentlichen Straßeraum m.E. schon sinnvoll, aber so etwas geht nur langfristig. Anfangen sollte man allerdings im Hauptstraßennetz. Gerne in "der" Hauptstraße (Schöneberg).


Zitat
Marienfelde
Auch würde mir eine "gleichgewichtigere" Entwicklung eher einleuchten, also etwas weniger Fahrfläche und etwas weniger Parkraum statt gleicher Fahrfläche und 0 Parkraum (wieder zugespitzt).

Das ist nicht zugespitzt, sondern einfach falsch. "0 Parkplätze im öffentlichen Straßenraum" ist ganz grundlegend nicht dasselbe wie "0 Parkraum"!

Und im übrigen gilt auch: Fahrfläche ist nicht nur für Autos.

Zitat

Zu 1.: In den öffentlichen Haushalten (hier sind z.B. auch die Haushalte der Krankenkassen mitgemeint!) gibt es theoretisch Entlastungen, wenn weniger Auto gefahren wird. Allerdings geht die Rechnung eben gerade deswegen nicht auf, weil die Kosten des MIV zu einem Teil "externalisiert" werden - saubere Luft ist nur schwer quantifizierbar.

Ich befürchte: In Wirklichkeit wird in den öffentlichen Haushalten so gut wie gar nichts frei.

Nochmal: wie die öffentlichen Haushalte *langfristig* sein werden, wissen wir nicht. Es kann ganz grundlegend anders sein als jetzt. Du selbst hattest das schon in diesem Beitrag angedeutet. Ein (optimistisch aber m.E. machbares Szenario zur Verkehrswende) sieht für mich auf einer Zeitskale von ein paar Jahren so aus:
Umbau der Infrastruktur im Hauptstraßennetz, weg vom Parkraum, hin zu sicheren Radwegen, ggf. mehr Busspuren etc. Dadurch Reduzierung des MIV um vielleicht 10%-20%; teils zugunsten des ÖPNV, teils zugunsten des Radverkehrs. Bei grob geschätzt derzeit ähnlichen Modal Split-Anteilen MIV/ÖPNV macht das 5%-10% mehr Fahrgäste im ÖPNV. Kapazitäten wären dazu sicher drin; Ausbau derselben sicherlich wünschenswert, aber dennoch noch im Rahmen. (Und Busse und Straßenbahnen würden etwas schneller werden). Die Auswirkungen auf die öffentliche Haushalte wären bis dahin gering.

Kostendeckende Parkgebühren (also Anwohnerparken im mittleren zweistelligen Betrag im Monat) wäre sicherlich eine nette Mehreinnahme, aber letztlich überhaupt nicht entscheidend für die Haushaltbilanz.



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 08.10.2021 15:50 von Global Fisch.
Dann sage mir mal ob Du sowas bei einer Möbellieferung schon erlebt hast. Eine komplette Küche abladen kostet nun mal mehr Zeit als Couchteile.
Bei Umzügen sehe ich das als Pflicht an. Sämtliche Paketdienste legen in Nebenstrassen oft den gesamten Verkehr lahm. Das Problem ist nicht neu, interessiert in den Bezirken nur niemand, da wird jeder Quatsch angeordnet, nur keine Lieferzone. Und wenn eine da ist, passt der Sprinter kaum rein.
Oder die Herrschaften sind zu bequem und nehmen die Bushaltestelle, zum Pause machen in Pankow besonders beliebt.
In Sachen ruhender Verkehr ist noch eine Menge Arbeit nötig. Wie sagte ein Mitarbeiter des Pankower Ordnungsamtes, na wo soll der denn hin?
Aber Hauptsache man schreibt wegen abgelaufener Parkscheine auf.
Zitat
def
Zitat
Alter Köpenicker
Erst in die Kaufhalle und dann die Blagen aus dem Kindergarten abholen - dann haben wirklich alle etwas davon.

Das ist auch zu kurz gedacht. Wer soll denn dann die Einkäufe tragen?

Es reicht doch, wenn die Gören ab dem Kindergarten übernehmen.


Bitte sprechen Sie während der Fahrt mit dem Busfahrer/der Busfahrerin - er/sie hat sonst niemanden.
Zitat
Logital
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Alter Köpenicker
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Nordender
In die Ecke fahren auch Handwerker nicht gerne...

Auch nicht mit dem Taxi? Damit wäre doch allen geholfen. Kunde spart Anfahrtskosten und der Handwerker benötigt keinen Parkplatz.

Aber die Handwerkenden haben doch meist auch Werkzeuge bei, die machen doch nicht alles mit der Hand.

Ich habe eigentlich noch nie etwas davon gehört, daß im Taxi keinerlei Werkzeug mitgeführt werden darf.


Bitte sprechen Sie während der Fahrt mit dem Busfahrer/der Busfahrerin - er/sie hat sonst niemanden.
Zitat
Alter Köpenicker
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Logital
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Alter Köpenicker
Zitat
Nordender
In die Ecke fahren auch Handwerker nicht gerne...

Auch nicht mit dem Taxi? Damit wäre doch allen geholfen. Kunde spart Anfahrtskosten und der Handwerker benötigt keinen Parkplatz.

Aber die Handwerkenden haben doch meist auch Werkzeuge bei, die machen doch nicht alles mit der Hand.

Ich habe eigentlich noch nie etwas davon gehört, daß im Taxi keinerlei Werkzeug mitgeführt werden darf.

In vielen Handwerker-Fahrzeugen befinden sich aber nicht nur tragbare Werkzeugkoffer mit Inhalt, sondern auch fest installierte Werkzeugmaschienen, Teileregale etc. Das kannst Du nicht alles mit einem Taxi befördern, zumal oftmals erst am Arbeitsort klar wird, welches Werkzeug oder welche Teile man konkret benötigt.

Viele Grüße
Arnd
Zitat
Arnd Hellinger
In vielen Handwerker-Fahrzeugen befinden sich aber nicht nur tragbare Werkzeugkoffer mit Inhalt, sondern auch fest installierte Werkzeugmaschienen, Teileregale etc. Das kannst Du nicht alles mit einem Taxi befördern, zumal oftmals erst am Arbeitsort klar wird, welches Werkzeug oder welche Teile man konkret benötigt.

Also die Handwerker, die ich bislang so im Haus hatte, kamen alle mit einer Werkzeugtasche, aus der sie meist nicht mehr als einen Schraubenzieher und eine Zange benötigten. Das jeweilige Gerät wurde auseinandergeschraubt und während eines zweiten Termins wurde das defekte Teil getauscht. Alles wäre problemlos mit dem Taxi transportierbar gewesen. Vielleicht bietet sich ja die Taxi-Lösung wenigstens für diese Art von Handwerkern an, damit wäre ja auch schon vielen geholfen. Außerdem würden die Kunden viel besser über die Ankunft des Monteurs bescheid wissen, da sie ja immer das Taxi bestellen müssen.


Bitte sprechen Sie während der Fahrt mit dem Busfahrer/der Busfahrerin - er/sie hat sonst niemanden.
Zitat
Alter Köpenicker
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Logital
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Alter Köpenicker
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Nordender
In die Ecke fahren auch Handwerker nicht gerne...

Auch nicht mit dem Taxi? Damit wäre doch allen geholfen. Kunde spart Anfahrtskosten und der Handwerker benötigt keinen Parkplatz.

Aber die Handwerkenden haben doch meist auch Werkzeuge bei, die machen doch nicht alles mit der Hand.

Ich habe eigentlich noch nie etwas davon gehört, daß im Taxi keinerlei Werkzeug mitgeführt werden darf.

Die Handwerker*Inneninnung wird das sicher anders sehen. Arndt hat dir Gründe ja schon genannt.

*******
Beachten Sie die 3G-Regeln: Gelesen, gelacht, geantwortet.
Zitat
Alter Köpenicker
Zitat
Arnd Hellinger
In vielen Handwerker-Fahrzeugen befinden sich aber nicht nur tragbare Werkzeugkoffer mit Inhalt, sondern auch fest installierte Werkzeugmaschienen, Teileregale etc. Das kannst Du nicht alles mit einem Taxi befördern, zumal oftmals erst am Arbeitsort klar wird, welches Werkzeug oder welche Teile man konkret benötigt.

Also die Handwerker, die ich bislang so im Haus hatte, kamen alle mit einer Werkzeugtasche, aus der sie meist nicht mehr als einen Schraubenzieher und eine Zange benötigten. Das jeweilige Gerät wurde auseinandergeschraubt und während eines zweiten Termins wurde das defekte Teil getauscht. Alles wäre problemlos mit dem Taxi transportierbar gewesen. Vielleicht bietet sich ja die Taxi-Lösung wenigstens für diese Art von Handwerkern an, damit wäre ja auch schon vielen geholfen. Außerdem würden die Kunden viel besser über die Ankunft des Monteurs bescheid wissen, da sie ja immer das Taxi bestellen müssen.

So, ein Elektromeister soll also sein Sortiment an Kabeln, Steckdosen, Schaltern, Verteilern etc. pp. nebst Leitern und Werkzeug jeweils von einem Arbeitsort zum Nächsten mit dem Taxi transportieren? Oder ein Gas- und Wasserinstallateur...?

Viele Grüße
Arnd



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 08.10.2021 18:48 von Arnd Hellinger.
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Arnd Hellinger
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Alter Köpenicker
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Arnd Hellinger
In vielen Handwerker-Fahrzeugen befinden sich aber nicht nur tragbare Werkzeugkoffer mit Inhalt, sondern auch fest installierte Werkzeugmaschienen, Teileregale etc. Das kannst Du nicht alles mit einem Taxi befördern, zumal oftmals erst am Arbeitsort klar wird, welches Werkzeug oder welche Teile man konkret benötigt.

Also die Handwerker, die ich bislang so im Haus hatte, kamen alle mit einer Werkzeugtasche, aus der sie meist nicht mehr als einen Schraubenzieher und eine Zange benötigten. Das jeweilige Gerät wurde auseinandergeschraubt und während eines zweiten Termins wurde das defekte Teil getauscht. Alles wäre problemlos mit dem Taxi transportierbar gewesen. Vielleicht bietet sich ja die Taxi-Lösung wenigstens für diese Art von Handwerkern an, damit wäre ja auch schon vielen geholfen. Außerdem würden die Kunden viel besser über die Ankunft des Monteurs bescheid wissen, da sie ja immer das Taxi bestellen müssen.

So, ein Elektromeister soll also sein Sortiment an Kabeln, Steckdosen, Schaltern, Verteilern etc. pp. nebst Leitern und Werkzeug jeweils von einem Arbeitsort zum Nächsten mit dem Taxi transportieren? Oder ein Gas- und Wasserinstallateur...?

Mein Elektriker ist sogar mit dem Fahrrad gekommen. Wenn man nicht die komplette Wohnung neu machen muss, dann geht das sogar ganz gut.

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat
Global Fisch
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Marienfelde
Zitat
Global Fisch
Zitat
Marienfelde
2. Muß es nicht einen gewissen Gleichklang zwischen den Flächen für Fahren und Parken geben? Wieder zugespitzt: Ganz ohne Parkraum gäbe es für den MIV keine Ziele mehr, sondern nur noch "Transitverkehre" und natürlich Liefer- und Versorgungsverkehre?

Mein Eindruck bleibt, vor allem bei Frage 2:
Du steckst tief in diesem unrealen Narrativ von (fast) sofortiger drastischer Reduzierung des MIV auf nahe Null drin.

"Ganz ohne Parkraum" wird in absehbarer Sicht nicht kommen, warum sollte es das?
Und warum sollte es nicht auch kostendeckend arbeitende Parkhäuser weiterhin geben? Und wenn der reduzierte Parkraum auch zu einer Reduzierung des fließenden Verkehrs führen sollte, was wäre daran schlimm?

Zu 1) es ist mitnichten so, dass der Autoverkehr die öffentliche Hand reich machen würden, auch wenn die Autolobby das gerne behauptet.
Das Gegenteil ist der Fall.

Konkret zum Bewohnerparken: jetzt sind die Einnahmen aus dem Bewohnerparken quasi Null; decken vielleicht den Verwaltungsaufwand.

Und ja: es wird mehr Ausgaben für den ÖPNV geben, logisch. Aber an welcher Stelle im Haushalt nun die entsprechenden Mittel frei werden, können wir getrost erstmal dahingestellt lassen. Nochmal: es wird nicht so sein, dass man schon in 2 Jahren doppelt soviel ÖPNV-Mittel braucht wie jetzt. Auf lange Sicht spielen soviele Dinge in die Entwicklung des Haushalts hinein.

Zu 2.: Das scheint mir alles nicht restlos überzeugend. Auf mich wirken die Planungen für die Krausenstraße wie ein Vorgehen mit der Brechstange. Der Hinweis, in den Nachbarstraßen würde sich ja zunächst nichts ändern, wird die Leute, die dort wohnen, kaum beeindrucken.

Ich weiß nicht so recht, was ich dazu sagen soll.Ich sehe keinerlei wesentlichen Bezug zu dem, was ich schrieb. Ich hatte mich auf Dein Automobilität als "mitbestimmender Faktor" bezogen; was eben kein Grund sein sollte, das Projekt mit der Reduktion des Autoverkehr nicht anzugehen.
Zur Krausenstraße selbst hatte ich nichts geschrieben, und sie interessiert mich auch nicht besonders.

Ganz kurz aber hierzu.
"Vorgehen mit der Brechstange" betrifft den Stil, nicht den Inhalt. Auch ein inhaltlich sinnvolles Projekt kann jemand mit der Brechstange durchsetzen wollen. Darüber, ob es eine sinnvolle Maßnahme ist, sagt "Vorgehen mit der Brechstange" rein gar nichts.

Ich kenne die Krausenstraße nicht sonderlich gut, und habe keine Ahnung, ob man problemlos eine Ecke weiter parken könnte. Wie auch immer, es ist im wesentlichen ein Projekt, was die Wohngebietsgestaltung angeht. Verkehrlich ist die Relevanz der Sache marginal. Der ÖPNV hat nichts von den wegfallenden Parkplätzen, Fußgänger und Radfahrer abgesehen von den unmittelbaren Anwohnern auch nicht.

Zitat

Außerdem: Wenn man so ein Konzept für richtig hält (also 0 "normale" Parkplätze im öffentlichen Straßenraum), dann liegt die Linie ja fest: Als nächste Straße käme dann z.B. die Schützenstraße dran, oder meinetwegen eine Straße in Nord-Süd-Richtung.

Das ist immer noch das dieses unrealistische ("Bullshit" sagte ich dazu) Narrativ. Nur weil an einer Stelle eine Entwicklung eingeleitet wird, bedeutet das eben keineswegs, dass diese Entwicklung zeitnah an jeder Stelle kommen wird!
Nochmal zum Thema Krausenstraße (obwohl ich dazu eigentlich nichts sagen wollte) Es wird sicherlich geschaut werden, wie sich die Sache entwickelt, und wenn das letztlich den Verantwortlichen sinnvoll erscheint, wird es vielleicht in einer anderen Straße versucht werden. Aber sicher nicht zuerst in der direkten Nachbarschaft.

Als Langfristziel sind 0 Parkplätze im öffentlichen Straßeraum m.E. schon sinnvoll, aber so etwas geht nur langfristig. Anfangen sollte man allerdings im Hauptstraßennetz. Gerne in "der" Hauptstraße (Schöneberg).


Zitat
Marienfelde
Auch würde mir eine "gleichgewichtigere" Entwicklung eher einleuchten, also etwas weniger Fahrfläche und etwas weniger Parkraum statt gleicher Fahrfläche und 0 Parkraum (wieder zugespitzt).

Das ist nicht zugespitzt, sondern einfach falsch. "0 Parkplätze im öffentlichen Straßenraum" ist ganz grundlegend nicht dasselbe wie "0 Parkraum"!

Und im übrigen gilt auch: Fahrfläche ist nicht nur für Autos.

Zitat

Zu 1.: In den öffentlichen Haushalten (hier sind z.B. auch die Haushalte der Krankenkassen mitgemeint!) gibt es theoretisch Entlastungen, wenn weniger Auto gefahren wird. Allerdings geht die Rechnung eben gerade deswegen nicht auf, weil die Kosten des MIV zu einem Teil "externalisiert" werden - saubere Luft ist nur schwer quantifizierbar.

Ich befürchte: In Wirklichkeit wird in den öffentlichen Haushalten so gut wie gar nichts frei.

Nochmal: wie die öffentlichen Haushalte *langfristig* sein werden, wissen wir nicht. Es kann ganz grundlegend anders sein als jetzt. Du selbst hattest das schon in diesem Beitrag angedeutet. Ein (optimistisch aber m.E. machbares Szenario zur Verkehrswende) sieht für mich auf einer Zeitskale von ein paar Jahren so aus:
Umbau der Infrastruktur im Hauptstraßennetz, weg vom Parkraum, hin zu sicheren Radwegen, ggf. mehr Busspuren etc. Dadurch Reduzierung des MIV um vielleicht 10%-20%; teils zugunsten des ÖPNV, teils zugunsten des Radverkehrs. Bei grob geschätzt derzeit ähnlichen Modal Split-Anteilen MIV/ÖPNV macht das 5%-10% mehr Fahrgäste im ÖPNV. Kapazitäten wären dazu sicher drin; Ausbau derselben sicherlich wünschenswert, aber dennoch noch im Rahmen. (Und Busse und Straßenbahnen würden etwas schneller werden). Die Auswirkungen auf die öffentliche Haushalte wären bis dahin gering.

Kostendeckende Parkgebühren (also Anwohnerparken im mittleren zweistelligen Betrag im Monat) wäre sicherlich eine nette Mehreinnahme, aber letztlich überhaupt nicht entscheidend für die Haushaltbilanz.

Soweit ich mich damit beschäftigt habe, erfolgte die Einführung der Parkraumbewirtschaftung in Mitte auf einer relativ fundierten Grundlage. Diese relativ fundierte Grundlage fehlt hier. Auch die Aktion in der Friedrichstraße überzeugte ja nicht überall restlos, um es zurückhaltend auszudrücken.

Wenn Sen UVK im Bereich der Parkraumzone 2 (Begrenzung im Westen durch die Friedrichstraße, im Norden durch die Französische Straße, im Osten durch die Spree und im Süden durch die Gertraudenstraße, den Spittelmarkt, die Axel-Springer- und die Zimmerstraße) die Parkraumbewirtschaftung faktisch Schritt für Schritt beseitigen will, sollte dies in einem auch mit den Bewohner/innen abgestimmten Gesamtkonzept realisiert werden, nicht mit fortgesetzten Einzelschüssen aus der Hüfte.

Diese Art eines verkehrspolitischen Stückwerks ist nach meiner Überzeugung nicht bündnisfähig, nicht koalitionsfähig - nicht mehrheitsfähig. Die Umgestaltung der Krausenstraße sollte bis zur Entwicklung eines in sich einigermaßen schlüssigen Gesamtkonzepts für die Zone 2 vertagt werden (was nicht gegen vorgezogene Einzelmaßnahmen, z.B. Gehwegnasen, sprechen muß),

Marienfelde.



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 09.10.2021 06:41 von Marienfelde.
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Arnd Hellinger
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Alter Köpenicker
Also die Handwerker, die ich bislang so im Haus hatte, kamen alle mit einer Werkzeugtasche, aus der sie meist nicht mehr als einen Schraubenzieher und eine Zange benötigten. Das jeweilige Gerät wurde auseinandergeschraubt und während eines zweiten Termins wurde das defekte Teil getauscht. Alles wäre problemlos mit dem Taxi transportierbar gewesen. Vielleicht bietet sich ja die Taxi-Lösung wenigstens für diese Art von Handwerkern an, damit wäre ja auch schon vielen geholfen.

So, ein Elektromeister soll also sein Sortiment an Kabeln, Steckdosen, Schaltern, Verteilern etc. pp. nebst Leitern und Werkzeug jeweils von einem Arbeitsort zum Nächsten mit dem Taxi transportieren? Oder ein Gas- und Wasserinstallateur...?

Also die Handwerker, die ich bislang so im Haus hatte, kamen alle mit einer Werkzeugtasche, aus der sie meist nicht mehr als einen Schraubenzieher und eine Zange benötigten. Das jeweilige Gerät wurde auseinandergeschraubt und während eines zweiten Termins wurde das defekte Teil getauscht. Alles wäre problemlos mit dem Taxi transportierbar gewesen. Vielleicht bietet sich ja die Taxi-Lösung wenigstens für diese Art von Handwerkern an, damit wäre ja auch schon vielen geholfen.


Bitte sprechen Sie während der Fahrt mit dem Busfahrer/der Busfahrerin - er/sie hat sonst niemanden.
Zitat
Alter Köpenicker
Also die Handwerker, die ich bislang so im Haus hatte, kamen alle mit einer Werkzeugtasche, aus der sie meist nicht mehr als einen Schraubenzieher und eine Zange benötigten. Das jeweilige Gerät wurde auseinandergeschraubt und während eines zweiten Termins wurde das defekte Teil getauscht. Alles wäre problemlos mit dem Taxi transportierbar gewesen. Vielleicht bietet sich ja die Taxi-Lösung wenigstens für diese Art von Handwerkern an, damit wäre ja auch schon vielen geholfen.

Komm, in Wirklichkeit willst du doch die armen Fahrer von Zementherstellern zwingen, ihre Ware mit dem Lastenfahrrad auszuliefern!!!
Zitat
VvJ-Ente
Zitat
Alter Köpenicker
Vielleicht bietet sich ja die Taxi-Lösung wenigstens für diese Art von Handwerkern an, damit wäre ja auch schon vielen geholfen.

Komm, in Wirklichkeit willst du doch die armen Fahrer von Zementherstellern zwingen, ihre Ware mit dem Lastenfahrrad auszuliefern!!!

Das ist mir eigentlich egal. Mir geht es darum, die Parkplatzsituation zu entspannen und vor allem diese aberwitzige Anfahrtspauschale, mit der man mit dem Taxi einmal durch die ganze Stadt fahren kann, abzumildern. Man könnte meinen, Handwerker sind nur dieser Pauschale wegen mit dem (firmen-)eigenen Auto unterwegs.


Bitte sprechen Sie während der Fahrt mit dem Busfahrer/der Busfahrerin - er/sie hat sonst niemanden.
Zitat
Alter Köpenicker
Zitat
VvJ-Ente
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Alter Köpenicker
Vielleicht bietet sich ja die Taxi-Lösung wenigstens für diese Art von Handwerkern an, damit wäre ja auch schon vielen geholfen.

Komm, in Wirklichkeit willst du doch die armen Fahrer von Zementherstellern zwingen, ihre Ware mit dem Lastenfahrrad auszuliefern!!!

Das ist mir eigentlich egal. Mir geht es darum, die Parkplatzsituation zu entspannen und vor allem diese aberwitzige Anfahrtspauschale, mit der man mit dem Taxi einmal durch die ganze Stadt fahren kann, abzumildern. Man könnte meinen, Handwerker sind nur dieser Pauschale wegen mit dem (firmen-)eigenen Auto unterwegs.

Mit den paar Fahrzeugen mildert man keine Parkplatz not... Das ist in etwa so wie wenn man mit der Stilllegung einer Buslinie im 10m-Takt Stau verhindern möchte, da dann ja mehr Platz für Autos da ist und die Fahrgäste sich sicher dematerialisieren werden.

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
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