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Sammelthread: Verkehrspolitik in Berlin II (ab 01/21)
geschrieben von B-V 3313 
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Railroader
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Christian Linow
„ und ich hoffe, dass durch sie die Zivilgesellschaft stärker in die Entscheidungen einbezogen wird.“

Was ist mit dieser Aussage gemeint? Der Wunsch nach mehr direkter Demokratie?

Größerer Einfluss der Verbände wie ADAC und Fuß e.v.?
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phönix
Größerer Einfluss der Verbände wie ADAC und Fuß e.v.?

Am besten beiden gleichsam gerecht werden - dann haben wir nichts gewonnen XD

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HUSCHEN - Fortbewegungsmodus der Flinken! Lern' Du es auch!
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Philipp Borchert
Zitat
phönix
Größerer Einfluss der Verbände wie ADAC und Fuß e.v.?

Am besten beiden gleichsam gerecht werden - dann haben wir nichts gewonnen XD

Wenn die Fußgänger/innen genauso ernstgenommen würden wie die Autofahrenden, -abstellenden und -lagernden, wäre schon viel gewonnen.
Zitat
Railroader

Was ist mit dieser Aussage gemeint? Der Wunsch nach mehr direkter Demokratie?

Ich war genauso überrascht, zumal ich eigentlich immer eher den Eindruck hatte, die IGEB würde in kleinteiligen Bürgerinitiativen mehr ein Problem als eine Chance sehen, um Verkehrsprojekte schnell umsetzen zu können.

Jedenfalls hatte ich bis dato Statements wie dieses im Inforadio nicht gerade als einen flammenden Appell für mehr Zivilgesellschaft in Entscheidungsprozessen aufgefasst: „Alle sagen: Wir wollen es, aber bitte nicht vor meiner Haustür ...“
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Arnd Hellinger
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X-Town Traffic
Zitat

Sensationserfolg Pop-up-Radweg Kantstraße in Berlin: Untersuchung der Deutschen Umwelthilfe belegt Verdreifachung des Radverkehrs und Verbesserung der Luftqualität

Von 1.500 auf mehr als 5.100 Fahrräder pro Tag nach Einführung des Pop-up-Radwegs, Kfz-Verkehr sinkt um 22 Prozent

Die ganze Pressemitteilung auf [www.duh.de]

Mein Eindruck in der Gegend ist eher, der MIV hat sich auf parallel verlaufende Straßen verlagert, was ja nun auch nicht so ganz Sinn der Sache sein kann...

Das ist durchaus möglich. Interessant wäre aber, ob sich der Autoverkehr im Gebiet insgesamt reduziert hat, so wie in und um der der Friedrichstraße. Jetzt wo das Radfahren auf dem Straßenzug deutlich zugenommen hat und wegen der Staugefahr Bequemlichkeitsfahrten mit dem Auto unattraktiver sind.

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Das Gegenteil von umfahren ist umfahren.
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Latschenkiefer
Von der vorherigen Senatorin ist der IGEB-Sprecher bei Twitter übrigens geblockt (!) worden...

Ich drücke jedenfalls Frau Jarasch die Daumen, dass sie mit der vorhandenen Verwaltung mehr auf die Reihe hekommt als ihre Vorgängerin (das ist allerdings nicht sehr schwer). Immerhin ist es mit der Spitzenkandidatin prominent besetzt, und kann damit vielleicht ein Gegengewicht zu Beton-Franzi bilden.

Die Berliner Mitarbeiter*innen ihrer Behörde werden der Augsburgerin schon zeigen was sie von ihr halten.
Diesen "schweren" Stand hat man als Auswärtige*r Senator*in wenn man im Vorfeld so aussagen trifft wie "die Stadt wird von uns jetzt radikal umgebaut".
Das kommt in etwa dem gleich: "alles was ihr hier bisher gemacht habt war K**ke und jetzt zeigen wir Euch mal wie man es richtig macht und wie man arbeitet".

Da braucht man sich dann nicht wundern wenn keiner mitzieht, sich Mitarbeiter krank schreiben lassen und man gaaaaaanz laaaaange für ein Genehmigungsverfahren braucht.

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Neues vom Ostkreuz im Ostkreuzblog
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Stefan Metze
Die Berliner Mitarbeiter*innen ihrer Behörde werden der Augsburgerin schon zeigen was sie von ihr halten.
Diesen "schweren" Stand hat man als Auswärtige*r Senator*in wenn man im Vorfeld so aussagen trifft wie "die Stadt wird von uns jetzt radikal umgebaut".
Das kommt in etwa dem gleich: "alles was ihr hier bisher gemacht habt war K**ke und jetzt zeigen wir Euch mal wie man es richtig macht und wie man arbeitet".

Da braucht man sich dann nicht wundern wenn keiner mitzieht, sich Mitarbeiter krank schreiben lassen und man gaaaaaanz laaaaange für ein Genehmigungsverfahren braucht.

Firlefanz! Frau Jarasch lebt seit 1992 in Berlin, dass sind 29 Jahre. Ein gewisser Heinrich Lummer lebte erst 24 Jahre in Berlin, als er Innensenator wurde. Trotzdem haben seine Mitarbeiter auf seinen Befehl hin sofort losgeknüppelt.

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Für mehr gelbe Farbe im Netzplan: die Farben der U4 und U7 tauschen!



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 07.12.2021 10:31 von B-V 3313.
Warum spielt eigentlich die Herkunft von Beton-Franzi nie eine Rolle, wenn es um die Einschätzung ihrer verkehrspolitischen Kompetenzen geht? Wenn Menschen aus kleinen Großstädten wie Augsburg kommen, sind sie ja angeblich komplett ungeeignet, um in einer Großstadt wie Berlin über verkehrspolitische Belange zu entscheiden. Aber jemand, der in Frankfurt an der Oder (war selbst in besten Zeiten nie Großstadt, noch nicht mal vor 1945 inkl. Dammvorstadt) geboren und in Briesen (war nie Stadt) aufgewachsen ist, ist kompetent?

(Das soll nicht heißen, dass man in verkehrspolitischer Sicht inkompetent ist, weil man in FFO geboren und in Briesen aufgewachsen ist. Kompetenz hat schlicht nichts mit der Herkunft zu tun.)
Zitat
def
Warum spielt eigentlich die Herkunft von Beton-Franzi nie eine Rolle, wenn es um die Einschätzung ihrer verkehrspolitischen Kompetenzen geht?

Spielt sie doch. Beton-Franzi kennt nur "olle, kleine Tatra-Straßenbahnen" und aus Neukölln die U-Bahn. Bullerbü-Betty kennt den (leider gestrichenen) 5 Minuten-Takt der Straßenbahn aus Augsburg...

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Für mehr gelbe Farbe im Netzplan: die Farben der U4 und U7 tauschen!
Zitat
B-V 3313
Zitat
Stefan Metze
Die Berliner Mitarbeiter*innen ihrer Behörde werden der Augsburgerin schon zeigen was sie von ihr halten.
Diesen "schweren" Stand hat man als Auswärtige*r Senator*in wenn man im Vorfeld so aussagen trifft wie "die Stadt wird von uns jetzt radikal umgebaut".
Das kommt in etwa dem gleich: "alles was ihr hier bisher gemacht habt war K**ke und jetzt zeigen wir Euch mal wie man es richtig macht und wie man arbeitet".

Da braucht man sich dann nicht wundern wenn keiner mitzieht, sich Mitarbeiter krank schreiben lassen und man gaaaaaanz laaaaange für ein Genehmigungsverfahren braucht.

Firlefanz! Frau Jarasch lebt seit 1992 in Berlin, dass sind 29 Jahre. Ein gewisser Heinrich Lummer lebte erst 24 Jahre in Berlin, als er Innensenator wurde. Trotzdem haben seine Mitarbeiter auf seinen Befehl hin sofort losgeknüppelt.

Jeder neue Senator ganz egal welchen Fachgebiets hat die Aufgabe, seine Beamten und Angestellten und Dienstleister auf seine politischen Wünsche auszurichten und auf diesen Weg mitzunehmen. Und er hat darüber hinaus die Aufgabe, Verwaltung und die ihr obliegenden Rechtsvorschriften zu verstehen und selbst zu verinnerlichen, sonst läuft er Gefahr, schnell gegen Wände zu rennen und vor Gericht bei sich häufenden Gelegenheiten jedes Mal eine Klatsche zu kassieren.
Ob Frau Jarasch das hinbekommt, wissen wir derzeit alle nicht. Es wäre ihr jedenfalls zu wünschen. Ob aber im Vorfeld der Wahl getätigte Aussagen in der Praxis überhaupt eine Rolle spielen, ist wie bei jedem anderen Politiker auch stark zu hinterfragen. Es sind schon seeeehr viele Politiker mit ihren Wahlversprechen an der Realität gescheitert.

Mit besten Grüßen

phönix
Bezüglich Wahlversprechen finde ich gerade einen Artikel im Wochenblatt Köpenick recht lustig. Dort wird die neu gewählte grüne Verkehrsstadträtin der Stadtbezirks vorgestellt. Und dann heißt es:
"Claudia Leistner ist die erste grüne Stadträtin in der Geschichte von Treptow-Köpenick. Angetreten ist sie, weil sie die Mobilitätswende im Bezirk auf den Weg bringen will. Dazu gehören dichtere Takte für Busse und generell im öffentlichen Nahverkehr, der Ausbau von Rad- und Fußgängerwegen. Leistner möchte mehr Spielstraßen und Kiezblocks einrichten. ...Weniger gut findet sie, „dass man so lange von A nach B braucht“. Doch das sei etwas, was sie ändern wolle."
Ich wünsche ihr durchaus Erfolg dabei, befürchte aber ziemlich wenig Einflussmöglichkeiten des Köpenicker Bezirksstadtrats. Abgerechnet wird am Ende der Wahlperiode...

[www.berliner-woche.de]

Mit besten Grüßen

phönix
Durch Spielstraßen und Kiezblocks will sie also schneller von A nach B. Aha!

Heidekraut zum Hauptbahnhof
Ja ist doch logisch.

Das ist keine Ironie



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 10.12.2021 06:19 von PassusDuriusculus.
Logik geht anders.

Das ist keine Ironie!

Heidekraut zum Hauptbahnhof
Wenn ich schneller über die Straße komme und dank weniger Autos der ÖPNV schneller ist, komme ich schneller von A nach B.
Du kommst aber nicht schneller über die Straße, denn da spielen die Kinder und stehen Blumentöppe und Entschleunigung ist angesagt. ÖPNV wird mit Macht verhindert. Siehe Sonntagstraße. (Tschuldigung für die Satire.)

Heidekraut zum Hauptbahnhof



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 10.12.2021 09:38 von Heidekraut.
Stimmt die Laufgeschwindigkeit ist in dem Moment vllt. langsamer, aber ich muss nicht warten, sondern kann mit offenen Augen einfach losgehen.
Zitat
Heidekraut
Du kommst aber nicht schneller über die Straße, denn da spielen die Kinder und stehen Blumentöppe und Entschleunigung ist angesagt. ÖPNV wird mit Macht verhindert. Siehe Sonntagstraße. (Tschuldigung für die Satire.)

Deine leider immer billiger werdende Polemik kennen wir ja bereits. Das ist auch gewiss keine Satire, das ist die überholte Denkweise der autogerechten Stadt.

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Für mehr gelbe Farbe im Netzplan: die Farben der U4 und U7 tauschen!
Es wird sich erst noch zeigen, ob diese Denke überholt ist. Da bin ich sicher.

Heidekraut zum Hauptbahnhof
Zitat
B-V 3313
Zitat
Heidekraut
(Benutzer wird ignoriert)

Deine leider immer billiger werdende Polemik kennen wir ja bereits. Das ist auch gewiss keine Satire, das ist die überholte Denkweise der autogerechten Stadt.

Ich kann die o.g. Funktion nur empfehlen. Seitdem geht es meinem Blutdruck viel besser! :-)
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