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Letzter Einsatztag der Tatras in Berlin
geschrieben von Florian Schulz 
Zitat
Philipp Borchert
An den Wagen werden wir noch mindestens zwei, drei Jahre Spaß haben. Und auch danach, würde ich sagen, wenn auch reduziert.

Die drei Städte Brandenburg an der Havel, Cottbus und Frankfurt (Oder) erhalten zwar neue Wagen, die reichen aber in allen Fällen nicht, um die KT4D/KTNF6 abzulösen (BRB: 4 Neufahrzeuge fest bestellt, 8 optional, 10 KTNF6 vorhanden; CB: 7 Neufahrzeuge fest bestellt, 13 optional, 22 KTNF 6 vorhanden; FF: 13 Neufahrzeuge fest bestellt, 16 KT4D vorhanden). Heißt: Mit der jetzt fest bestellten Lieferung dürfte es - bei derzeitigem Auslauf - noch kein Ende der Hochflur-Einsätze bedeuten, wenn die Neuwagen komplett ausgeliefert sind. Wie es dann weiter geht, bleibt offen. Wenn alle Optionen eingelöst werden, ist eher damit zu rechnen. Für Potsdam gibt es meines Wissens derzeit eine Neufahrzeug-Ausschreibung. Aber sowas dauert ja mittlerweile und bis da dann was passiert...und Potsdam wächst ja auch, mit ihrem komischen 20-Minuten-Takt auf manchen Strecken werden sie nicht mehr lange daher kommen können, soll heißen, das wird noch 'n Weilchen dauern bis die Tatras raus gehen können.

Das hängt aber in allen Städten auch von der Bevölkerungsentwicklung und der Finanzsituation der Kommunen nach Corona ab, ebenso von der Fahrgastentwicklung nach der Pandemie. Außer in Potsdam haben alle drei Städte Strecken in Stadtrückbau-Gebiete wie Schmellwitz oder Neuberesinchen. Da fürchte ich ein Ausdünnen des Angebots statt vollständiger Optionseinlösung. Oft ist der dortige Betriebshof noch die letzte Rettung der Strecken, aber ob es da immer bei Fahrgastbetrieb und normalen Takten bleibt?
Zitat
M48er
Das hängt aber in allen Städten auch von der Bevölkerungsentwicklung und der Finanzsituation der Kommunen nach Corona ab, ebenso von der Fahrgastentwicklung nach der Pandemie.

Aber sicherlich, niemand kann sagen, was in fünf Jahren los ist. Prognosen kann man jetzt höchstens anhand der derzeitigen und bis vor kurzem vorhandenen Lage treffen. Derzeit ist nicht zu erkennen, dass Takte ausgedünnt werden. Ich weiß nicht, ob in den Städten der massive Rückzug sich mittlerweile beruhigt hat. Nähmen wir mal an, die Pandemie hätte wirklich eine längerfristig abgeschwächte Wirtschaft zur Folge, dann bräuchte man weiterhin den sehr günstigen Wohnraum wie er in den beschriebenen Gebieten vermutlich am ehesten angeboten werden kann, insofern...die prosperierende Wirtschaft würde vermutlich eher den weiteren Rückzug aus solchen Gebieten mit sich bringen.

Zitat
PassusDuriusculus
Wobei in Frankfurt müsste es reichen, da ja wenn ich das richtig im Kopf habe auch Doppeltraktionen auf der Linie 2 im Einsatz sind und diese 13 Neufahrzeuge mit den mittelalten GT6(?) wohl auf den Punkt genau für die Umlaufpläne reichen sollen.

Ich kenne keine Doppeltraktionen mehr in Frankfurt (Oder), die gibt es schon seit vielen, vielen Jahren nicht mehr. Die acht vorhandenen GT6M plus die 13 bestellten ForCity ergäben eine Flotte von 21 Fahrzeugen. Man benötigt, wenn ich es richtig im Kopf habe, maximal 14 Kurse. Gleichwohl dürfte klar sein, dass auch die GT6M irgendwann mal 'ordentlich durchgenommen' werden müssen. Anders als die MGT6 in Brandenburg an der Havel fahren die noch weitgehend im Originalzustand umher. Auch nach kompletter Lieferung aller Neuwagen wird man sich nicht komplett von der Tatra-Flotte verabschieden.

****
Serviervorschlag
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T6Jagdpilot
Zitat
Henning
Zitat
PassusDuriusculus
Leider können weder die Tatras den GTZ-Mangel lindern, noch müssen die Tatras durch GTZ ersetzt werden.


In sofern sind das zwei verschiedene Paar Schuhe:
Es gibt genug Flexities: Durch die Tatraabstellung entsteht kein Mangel. (Disclaimer: ich werde sie sehr vermissen)

Ganz unabhängig davon gibt es zu wenig GTZ für die ganzen GTZ-Zwangslinien.

Die GT6 und Flexitys sind Niederflurfahrzeuge und daher deutlich komfortabler. Was findest du an den KT4D so schön, so dass du sie sehr vermisst?

Benutze die Suchfunktion im Forum-oft genug hat man speziell Dir das schon erklärt!!

T6JP

Du findest ja die Fahrzeuge aus ehemaligen DDR besser als die neueren. Dann ist es logisch, dass du die Tatras bevorzugst.

Ich habe nach der Meinung von "PassusDuriusculus" gefragt.
Zitat
Philipp Borchert


Zitat
PassusDuriusculus
Wobei in Frankfurt müsste es reichen, da ja wenn ich das richtig im Kopf habe auch Doppeltraktionen auf der Linie 2 im Einsatz sind und diese 13 Neufahrzeuge mit den mittelalten GT6(?) wohl auf den Punkt genau für die Umlaufpläne reichen sollen.

Ich kenne keine Doppeltraktionen mehr in Frankfurt (Oder), die gibt es schon seit vielen, vielen Jahren nicht mehr. Die acht vorhandenen GT6M plus die 13 bestellten ForCity ergäben eine Flotte von 21 Fahrzeugen. Man benötigt, wenn ich es richtig im Kopf habe, maximal 14 Kurse. Gleichwohl dürfte klar sein, dass auch die GT6M irgendwann mal 'ordentlich durchgenommen' werden müssen. Anders als die MGT6 in Brandenburg an der Havel fahren die noch weitgehend im Originalzustand umher. Auch nach kompletter Lieferung aller Neuwagen wird man sich nicht komplett von der Tatra-Flotte verabschieden.


Ich gehe stark davon aus, das dort BWL'isch berechnet wurde, dass inkl. Reserve 21 Fahrzeuge ausreichen, sodass man alle Tatras ausmustern kann. Gerade Frankfurt hatte ja schon vorher eine Ausschreibung gestartet und dann auch immer Druck bei dieser Ausschreibung gemacht.

Ich denke eher, dass der Plan ist alle Tatras auszumustern und dann in wenigen Jahren festzustellen, dass die Reserve evtl. doch zu knapp bemessen ist.


PS: Für den Studenteverkehr auf der Linie 2 gab es in den 2010ern auf jeden Fall (wieder) Doppeltraktionen in FFO. Kann sein, dass die vor wenigen Jahren dann doch wieder abgeschafft wurden.
Zitat
Henning
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T6Jagdpilot
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Henning
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PassusDuriusculus
Leider können weder die Tatras den GTZ-Mangel lindern, noch müssen die Tatras durch GTZ ersetzt werden.


In sofern sind das zwei verschiedene Paar Schuhe:
Es gibt genug Flexities: Durch die Tatraabstellung entsteht kein Mangel. (Disclaimer: ich werde sie sehr vermissen)

Ganz unabhängig davon gibt es zu wenig GTZ für die ganzen GTZ-Zwangslinien.

Die GT6 und Flexitys sind Niederflurfahrzeuge und daher deutlich komfortabler. Was findest du an den KT4D so schön, so dass du sie sehr vermisst?

Benutze die Suchfunktion im Forum-oft genug hat man speziell Dir das schon erklärt!!

T6JP

Du findest ja die Fahrzeuge aus ehemaligen DDR besser als die neueren. Dann ist es logisch, dass du die Tatras bevorzugst.

Ich habe nach der Meinung von "PassusDuriusculus" gefragt.

Zwei Gründe

(1) Damit bin ich groß geworden. Bin damit zur Schule, Musikschule, Oma, Familie, Freunden, Konzerten, etc. gefahren. Also meine positiven Erinnerungen an die Kindheit sind mit den KT4D verknüpft


(2) Ich mag den Sitzkomfort, die Stuhlaufteilung, die Fahrgeräusche, die Helligkeit, die Aussicht, das Fahrgefühl, und auch alle anderen Gründe, die hier manchmal im Forum genannt werden.




PS: Bin gerade in Bremen und da fahren ja die GT8, quasi das Pendant zu unsern Berliner 'Gelben Tonnen'. Und ich war überrascht wie viel besser der Fahrgastraum gestaltet ist: Hell, Farbig, Aufgeräumt, fast alle Sitze haben einen sinnvollen Ausguck,... also es geht auch in Niederflurfahrzeugen. Leider nicht in Berlin. Da sind die Niederflurfahrzeuge, Grau, dunkel, verbaut, zugig,....
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Henning
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T6Jagdpilot
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Henning
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PassusDuriusculus
Leider können weder die Tatras den GTZ-Mangel lindern, noch müssen die Tatras durch GTZ ersetzt werden.


In sofern sind das zwei verschiedene Paar Schuhe:
Es gibt genug Flexities: Durch die Tatraabstellung entsteht kein Mangel. (Disclaimer: ich werde sie sehr vermissen)

Ganz unabhängig davon gibt es zu wenig GTZ für die ganzen GTZ-Zwangslinien.

Die GT6 und Flexitys sind Niederflurfahrzeuge und daher deutlich komfortabler. Was findest du an den KT4D so schön, so dass du sie sehr vermisst?

Benutze die Suchfunktion im Forum-oft genug hat man speziell Dir das schon erklärt!!

T6JP

Du findest ja die Fahrzeuge aus ehemaligen DDR besser als die neueren. Dann ist es logisch, dass du die Tatras bevorzugst.

Ich habe nach der Meinung von "PassusDuriusculus" gefragt.

Diese Trollfragen hast Du allerdings mit schöner Regelmäßigkeit gestellt, sowie es um Tatrafahrzeuge ging....

T6JP
Zitat
PassusDuriusculus
Ich denke eher, dass der Plan ist alle Tatras auszumustern und dann in wenigen Jahren festzustellen, dass die Reserve evtl. doch zu knapp bemessen ist.

Warum so pessimistisch? Meinst Du nicht, dass die Betriebe ein bisschen was dazu gelernt haben in den letzten Jahren? Ich gehe auch nicht davon aus, dass Frankfurt (Oder) dringende Gründe für das Ausmustern aller KT4D hat. Weder hat man ein Platzproblem, noch sind die Tatras dort irgendwie durch und nur mit massivem Aufwand in Betrieb zu halten. Auch sonst ist die SVF bislang nicht durch überzogenen Sparwahn aufgefallen...

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Philipp Borchert
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M48er
Das hängt aber in allen Städten auch von der Bevölkerungsentwicklung und der Finanzsituation der Kommunen nach Corona ab, ebenso von der Fahrgastentwicklung nach der Pandemie.

... Ich weiß nicht, ob in den Städten der massive Rückzug sich mittlerweile beruhigt hat. Nähmen wir mal an, die Pandemie hätte wirklich eine längerfristig abgeschwächte Wirtschaft zur Folge, dann bräuchte man weiterhin den sehr günstigen Wohnraum wie er in den beschriebenen Gebieten vermutlich am ehesten angeboten werden kann, insofern...die prosperierende Wirtschaft würde vermutlich eher den weiteren Rückzug aus solchen Gebieten mit sich bringen.
Die Bevölkerungszahl ist in allen drei Städten momentan relativ konstant (Flüchtlingszuwachs 2015, danach wieder leichtes absinken). Brandenburg adH hat sogar leicht Bevölkerungsgewinne (Lagegunst als "Überlaufventil" von Potsdam). Insgesamt gleichbleibende Bevölkerung heißt aber nicht gleichbleibende Anzahl von Fahrgästen im ÖPNV-Netz. Die für die ÖV-Fahrgastzahlen besonders wichtigen Plattenbaustadtteile haben nach wie vor zu kämpfen, die haben immer noch das höchste Durchschnittsalter aller Bewohner (was ein Indiz dafür ist, dass bald auch die Bevölkerung aus demographischen Gründen sinkt). Gleichzeitig entstehen in allen Städten auch immer noch Wohnungsneubauten außerhalb des ÖPNV-Netzes und als Nachverdichtungen im Stadtzentrum (die brauchen auch weniger ÖV, da vieles fußläufig). Die Luftbilder (Tramstrecken neben Abrissfeldern, massiv überdimensionierte 6-gleisige Endstelle in Hohenstücken Nord, etc.) machen einen ersten Eindruck von bestimmten Problemen. Das Luftbild aus Neuberesinchen finde ich immer wieder extrem, wie leer es da geworden ist.

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Philipp Borchert
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PassusDuriusculus
Wobei in Frankfurt müsste es reichen, da ja wenn ich das richtig im Kopf habe auch Doppeltraktionen auf der Linie 2 im Einsatz sind und diese 13 Neufahrzeuge mit den mittelalten GT6(?) wohl auf den Punkt genau für die Umlaufpläne reichen sollen.

Ich kenne keine Doppeltraktionen mehr in Frankfurt (Oder), die gibt es schon seit vielen, vielen Jahren nicht mehr. Die acht vorhandenen GT6M plus die 13 bestellten ForCity ergäben eine Flotte von 21 Fahrzeugen. Man benötigt, wenn ich es richtig im Kopf habe, maximal 14 Kurse. Gleichwohl dürfte klar sein, dass auch die GT6M irgendwann mal 'ordentlich durchgenommen' werden müssen. Anders als die MGT6 in Brandenburg an der Havel fahren die noch weitgehend im Originalzustand umher. Auch nach kompletter Lieferung aller Neuwagen wird man sich nicht komplett von der Tatra-Flotte verabschieden.
Frankfurt bestellt m.E. sehr üppig Neufahrzeuge, die werden ihre Tatras nur noch als Museumszüge brauchen. Mit 21 Fahrzeugen müssen die locker hinkommen und ihre ca. 14 Kurse stellen können. Da wären nur 66% Einsatzquote in der HVZ, eigentlich sollte ein gut geführtes Verkehrsunternehmen da deutlich über 80 liegen. Für mich stellt sich eher in Frankfurt die Frage, ob die Neubeschaffungen nicht auch schon erste GT6M (oder bei einer Sparorgie am Angebot sogar alle GT6M) aufs Altenteil schicken werden, die sind ja schließlich auch schon fast 30 Jahre alt.
Zitat
M48er
Für mich stellt sich eher in Frankfurt die Frage, ob die Neubeschaffungen nicht auch schon erste GT6M (oder bei einer Sparorgie am Angebot sogar alle GT6M) aufs Altenteil schicken werden, die sind ja schließlich auch schon fast 30 Jahre alt.

Von sowas habe ich noch nichts gehört. Es würde mich auch überraschen und ein wenig betrüben. Inwieweit es sinnvoll wäre, so einen Kurs zu fahren, vermag ich nicht zu beurteilen, mein Gefühl dabei (z.B. was die Nachhaltigkeit angeht) ist aber kein gutes. Da finde ich den Brandenburger Weg sinnvoller. Hier hat man die ähnlich alten MGT6 einmal 'durchsaniert' und kann den Fahrgästen zumindest optisch neuwertige Wagen bieten. Die Kosten für die Aufarbeitung des ersten Fahrzeugs (Tw 100) sollen etwa 330.000 Euro betragen haben, man rechnet mit einer Einsatzzeit von 15 Jahren. Nehmen wir mal an das ist realistisch (was ich doch hoffe), dann dürfte sich das auch aus der rein wirtschaftlichen Seite für die Stadt und den Verkehrsbetrieb rechnen wenn man bedenkt, dass ein Neufahrzeug (für das man ja offenbar gerade mal eine doppelt so lange Einsatzzeit vorsieht) mindestens sechsmal so teuer ist.

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Serviervorschlag




1 mal bearbeitet. Zuletzt am 03.05.2021 06:55 von Philipp Borchert.
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PassusDuriusculus
PS: Bin gerade in Bremen und da fahren ja die GT8, quasi das Pendant zu unsern Berliner 'Gelben Tonnen'. Und ich war überrascht wie viel besser der Fahrgastraum gestaltet ist: Hell, Farbig, Aufgeräumt, fast alle Sitze haben einen sinnvollen Ausguck,... also es geht auch in Niederflurfahrzeugen.

Der unterstrichene Punkt interessiert mich: Eigentlich dürfte man im GT6N oder eben GT8N doch gar keine Spielräume haben, was die Sitzanordnung angeht. Ich wüsste nicht, an welcher Stelle ein Sitz anders ausgerichtet sein könnte als bei uns oder wo man einen Sitz so verschieben könnte, dass die Sicht anders als bei uns sein kann. Aufgrund der extrem stark vorgegebenen Gliederung des Fahrgastraums durch die Einbauten für Fahrwerke, Motoren und Elektronik dürfte in Bremen nichts anders sein als bei uns. Lediglich das vierte Segment fehlt in Berlin, aber innerhalb dessen kann in Bremen auch nichts anders sein.

Über Farben und ähnliches wird es geteilte Ansichten geben. Mir gefallen die Innenräume des GT6N deutlich besser, seit dieses mit Dreckstückchen gesprenkelte 'weiß' dem sauberen grau gewichen ist und die Türen schwarz lackiert wurden.

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Serviervorschlag
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Philipp Borchert

Über Farben und ähnliches wird es geteilte Ansichten geben. Mir gefallen die Innenräume des GT6N deutlich besser, seit dieses mit Dreckstückchen gesprenkelte 'weiß' dem sauberen grau gewichen ist und die Türen schwarz lackiert wurden.

Da bin ich voll und ganz deiner Meinung. Nur die Fahrzeuge der Nullserie mit dem bis an die Sitze hochgezogenem Fußbodenbelag sehen echt schäbig aus. Was Anfang der 90er in Mode war hat sich zum Glück nicht lang bewährt. Dem Reinigungspersonal ist es durch das geänderte Farbkonzept auch etwas einfacher geworden, es den Schmierfinken zu vermiesen ihr Tatwerk zu geniessen. Das grau wird einfach mit der Farbrolle gereinigt. Das geht jedenfalls schneller, wie dieses mit Dreckstückchen gesprenkelte zu reinigen. Die Fahrzeuge sahen am Anfang der 2000er Jahre im Innenraum einfach nur räudig aus. Auch die Tatra´s. Am Gesamteindruck haben auch die grünen Fensterfolien viel beigetragen, da bei beleuchtetem Innenraum die Kratzer auf den Scheiben, von außen nicht mehr so auffielen. Das war einer der positiven Aspekte der Folienbeklebung. Auch haben diese Folien den Nebeneffekt gehabt das sich die Fahrzeuge im Sommer nicht so stark aufgeheizt haben. Die Tatra´s haben bei Außentemperaturen von über 30 Grad schon einmal Innentemperaturen von knapp 50 Grad erreicht. Diese ist dann um wenigstens 8-10 Grad gesunken. Die Fensterfläche durch die die Sonneneinstrahlung eindringt ist bei einem Fahrzeug dieser Größe nicht zu unterschätzen.

mfg alf1136.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 04.05.2021 05:15 von alf1136.
Abschied für immer: Am Freitag rollen zum letzten Mal Tatra-Bahnen durch Berlin

schreibt Peter Neumann in der Berliner Zeitung:
[www.berliner-zeitung.de]

Bäderbahn
Zitat
Bäderbahn
Abschied für immer: Am Freitag rollen zum letzten Mal Tatra-Bahnen durch Berlin

schreibt Peter Neumann in der Berliner Zeitung:
[www.berliner-zeitung.de]

Glaubwürdig oder nicht, Danke für den Link.

Ich habe mit diesen Fahrzeugen fast mein ganzes Arbeitsleben verbracht. Etwas Wehmut kommt jetzt auch auf.
So still und leise sollen sie verschwinden???
Noch sind die 20 Wagen einsatzfähig. Ein gebührender Abschied ist es Ihnen aber wert.
Trotz Pandemie sollte ihnen ein Abschied gewährt werden der ihnen zu steht.
Die letzten Wagen haben erst 2024 Fristablauf.
Dann kann man diese Fahrzeuggattung auch gebührend verabschieden.
Auch wenn sie geliebt und gehasst wurde, ist die Tatrabahn ein prägendes Teil der Stadtgeschichte von Berlin.
So ganz ohne Würdigung, ist es verkehrt, sie aus dem Stadtbild verschwinden zu lassen.
Da macht die BVG einen nicht wiedergutzumachenden Fehler.
Nicht nur den Nahverkehrsfans gegenüber.

Die Pandemie ist hoffentlich vor dem Fristablauf der letzten Fahrzeuge vorüber und die BVG wird sich dann entscheiden doch eine Abschiedsveranstalltung zu veranstallten.
Ein Korso durch das gesamte Streckennetz mit allen vorhandenen Fahrzeugen könnte dem gerecht werden.

mfg alf1136.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 04.05.2021 10:31 von alf1136.
Eine Abschiedsfeier soll es ja noch Ende des Jahres geben, nur der Planbetrieb endet jetzt, der ja auch schon pandemiebedingt nach hinten verschoben wurde.

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#freeAssange
Zitat
Philipp Borchert
Zitat
PassusDuriusculus
Ich denke eher, dass der Plan ist alle Tatras auszumustern und dann in wenigen Jahren festzustellen, dass die Reserve evtl. doch zu knapp bemessen ist.

Warum so pessimistisch? Meinst Du nicht, dass die Betriebe ein bisschen was dazu gelernt haben in den letzten Jahren? Ich gehe auch nicht davon aus, dass Frankfurt (Oder) dringende Gründe für das Ausmustern aller KT4D hat. Weder hat man ein Platzproblem, noch sind die Tatras dort irgendwie durch und nur mit massivem Aufwand in Betrieb zu halten. Auch sonst ist die SVF bislang nicht durch überzogenen Sparwahn aufgefallen...

Nein aber die Werkstatt ist da auch an ihre Grenzen gekommen, ist wie überall.
Nicht nur personell,auch im Instandhaltungsaufwand für die Gt6,diese Fahrzeuge sind langsam am Ende,
es war ja auch nur die einfache Version ala Braunschweig und die Gelenklager usw zu wechseln wird zum Kraftakt.
Die recht simple Tatratechnik kommt ebenso wie das teilmodernisierte elektronische Gerümpel an seine Lebensdauergrenze ohne eine erneute gründliche Aufarbeitung.
In der Hinsicht werden die Neufahrzeuge zwar den Instandhaltungsdruck an den Altwagen mildern,
jedoch ihren Tribut mit den Kinderkrankheiten fordern,die jede neue Baureihe in einem Betrieb fordert..

T6JP

T6JP
Zitat
Bumsi
Eine Abschiedsfeier soll es ja noch Ende des Jahres geben, nur der Planbetrieb endet jetzt, der ja auch schon pandemiebedingt nach hinten verschoben wurde.

...und es gibt Betriebe die ihre verabschiedeten Tatra immer noch fahren, oder in letzter Zeit sogar öfter fahren lassen, siehe HAL oder MD ;-)

T6JP
Zitat
T6Jagdpilot
Zitat
Bumsi
Eine Abschiedsfeier soll es ja noch Ende des Jahres geben, nur der Planbetrieb endet jetzt, der ja auch schon pandemiebedingt nach hinten verschoben wurde.

...und es gibt Betriebe die ihre verabschiedeten Tatra immer noch fahren, oder in letzter Zeit sogar öfter fahren lassen, siehe HAL oder MD ;-)

T6JP

Dafür reicht dann aber leider nicht mehr die Monatskarte Berlin AB ;)

Tante Edith hat mir verraten, dass man trotzdem noch zwischen S Friedrichshagen und Brösener Straße mit der Monatskarte Berlin AB Tatra fahren kann, was wiederum bedeutet, dass das Thema des Threads noch lange nicht beendet ist, da ja der letzte Einsatztag der Tatras in Berlin und nicht bei der BVG zur Debatte steht.^^

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#freeAssange



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 05.05.2021 13:51 von Bumsi.
Als reiches und im Geld schwimmendes Unternehmen hatte es die BVG nie nötig, solch eine primitive Niederflurerweiterung von KT4D vorzunehmen.
Es wäre den Köpenickern kaum zu vermitteln gewesen, in solchen Kisten zu reisen. Solo-KT4D auf der 68 waren da viel besser.
Oder gar eine Doppeltraktion KTNF6+KT4D auf der M4 - undenkbar!
Aber immerhin haben die KT4D auch länger gelebt, weil man anstelle von 11 F8E fürs gleiche Geld lieber 10 F8Z gekauft hat.
Zitat
Uwe-FF
Als reiches und im Geld schwimmendes Unternehmen hatte es die BVG nie nötig, solch eine primitive Niederflurerweiterung von KT4D vorzunehmen.

Ist hier etwa nicht gekennzeichneter Sarkasmus rauszulesen?


Zitat
Uwe-FF
Oder gar eine Doppeltraktion KTNF6+KT4D auf der M4 - undenkbar!

KTNF6 und KT4D im Zugverband kann ich mir nicht recht vorstellen, hat es bisher nirgends gegeben. Nicht in Cottbus, nicht in Brandenburg/Havel, nicht in der estnischen Hauptstadt Tallinn, wo alle beiden Typen im Fuhrpark sind. Doppeltraktion von KTNF6 schon eher, ist bei den Originalen von Cottbusverkehr serienmäßig möglich, wenn auch mangels Bedarf nur selten praktisch verwendet.

Die Geraer hatten beim Umbau ihrer KTNF8 größere Probleme (zu lange überlegt, dadurch viel zu spät angefangen, in die Insolvenz von CKD geraten). Deshalb gibt es nur sechs KTNF8 und damit maximal sechs Zugverbände aus KTNF8 und KT4D. Dann switchte man doch noch auf "richtige" Niederflurwagen um und beschaffte die (für unsere Verhältnisse) kurzen NGT8G, die leider nicht erweiterbar sind und in Magdeburg deswegen zum Teil mit ex-BVG Tatrabeiwagen behängt werden müssen.
Also war die Beschaffung langer NF-Wagen genau die richtige Entscheidung. "Langläufer" gibt es schon bei der U-Bahn genug. Bei Berliner Kilometerleistungen wären KTNF6 schon längst am Ende gewesen.

Zitat
Uwe-FF
Aber immerhin haben die KT4D auch länger gelebt, weil man anstelle von 11 F8E fürs gleiche Geld lieber 10 F8Z gekauft hat.

Woher hast du diese (falsche) Erkenntnis? Die Preisdifferenz zwischen F8E und F8Z beträgt (bei gleichem Baujahr) exakt 163.000 Euro. Man müsste also mehr als 20 F8E statt F8Z kaufen, um einen F8E gratis dazu zu erhalten.

so long

Mario



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 05.05.2021 23:25 von der weiße bim.
Wird eigentlich irgendeine Einheit museal aufgehoben (BVG, DVN) ? Hat man sich Gedanken gemacht ?
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