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Umgestaltung Schönhauser Allee
geschrieben von Christian Linow 
Zitat
Taari
Ich habe noch nie ein live beobachten können an der rechten Seite der Autos. Ich bin mir natürlich bewusst, dass das keine vernünftige Meinungsgrundlage ist, bei meinen größtenteils nicht so krass mit Rad befahreren Straßen, überhaupt wenig Straßen mit dieser Streifenaufteilung und wenn ich mich auf den eigenen Verkehr konzentrieren muss, hab ich natürlich nicht die Möglichkeit, groß nach rechts durch die Autoscheiben zu schauen. Daher die Frage an die Radler, wie oft so etwas praktisch vorkommt.
Ich habe mal einen grade-noch-gut-gegangen-Fall live erlebt, als damals noch Autofahrer. Ich hielt am Fahrbahnrand an, um die Beifahrerin aussteigen zu lassen und die öffnete sofort die Tür, ohne vorher nach Radfahrern auf dem Hochbord-Radweg zu gucken. Zum Glück konnte der Radfahrer grade noch rechtzeitig bremsen.

Und da sehe ich auch eine Relativierung, dass es zwar weniger Beifahrer als Fahrer gibt. Dafür haben die Fahrer immer einen Führerschein.
Mir wurde in der (damals noch nicht lange zurückliegenden) Fahrschule eingeschärft, beim Aussteigen auf den rückwärtigen Verkehr zu achten. Meine Beifahrerin hatte keinen Führerschein.
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Wollankstraße
Sind wir hier im Radfahrer-Forum oder in einem ÖPNV-Forum ?

ÖPNV ist weder Selbstzweck noch findet er irgendwo im luftleeren Raum, auf Wolke 7 oder in Wolkenkuckucksheim statt. Abgesehen davon betrifft die threadgegenständliche Maßnahme unmittelbar mehrere Haltestellen und einen Bahnhof.

Viele Grüße
Arnd
Zitat
Jumbo
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Taari
Ich habe noch nie ein live beobachten können an der rechten Seite der Autos. Ich bin mir natürlich bewusst, dass das keine vernünftige Meinungsgrundlage ist, bei meinen größtenteils nicht so krass mit Rad befahreren Straßen, überhaupt wenig Straßen mit dieser Streifenaufteilung und wenn ich mich auf den eigenen Verkehr konzentrieren muss, hab ich natürlich nicht die Möglichkeit, groß nach rechts durch die Autoscheiben zu schauen. Daher die Frage an die Radler, wie oft so etwas praktisch vorkommt.
Ich habe mal einen grade-noch-gut-gegangen-Fall live erlebt, als damals noch Autofahrer. Ich hielt am Fahrbahnrand an, um die Beifahrerin aussteigen zu lassen und die öffnete sofort die Tür, ohne vorher nach Radfahrern auf dem Hochbord-Radweg zu gucken. Zum Glück konnte der Radfahrer grade noch rechtzeitig bremsen.

Und da sehe ich auch eine Relativierung, dass es zwar weniger Beifahrer als Fahrer gibt. Dafür haben die Fahrer immer einen Führerschein.
Mir wurde in der (damals noch nicht lange zurückliegenden) Fahrschule eingeschärft, beim Aussteigen auf den rückwärtigen Verkehr zu achten. Meine Beifahrerin hatte keinen Führerschein.

Stimmt, das ist ein einleuchtendes Argument. Wenn ich Beifahrer habe, haben die in aller Regel tatsächlich auch keinen Führerschein oder zumindest keine/kaum Fahrpraxis. Und das mit der Fahrschule kann ich bei mir bestätigen, auch wenn das mittlerweile auch schon 12 Jahre her ist. Danke für die Antwort (und die anderen Antworten auf meine Frage.).
Zitat
Wollankstraße
jajajaja, Alles für die Fahrräder, Fußgänger und Bus- und Bahnfahrgäste ohne Fahrrad sind egal, obwohl in der Mehrheit.

Trollst du mit Absicht oder willst du es nicht verstehen?
Der alte Hochbordradweg kommt doch dann den Fußgängern zugute, Fahrgäste die hier zB. an der Nachtbushaltestelle warten haben keinen Konflikt mehr mit Radlern.
Zitat
X-Town Traffic
Zitat
Wollankstraße
jajajaja, Alles für die Fahrräder, Fußgänger und Bus- und Bahnfahrgäste ohne Fahrrad sind egal, obwohl in der Mehrheit.

Trollst du mit Absicht [...]?

Ja.
Zitat
Tagesspiegel

Mammut-Projekt in Berlin startet bald: Der große Abriss-Plan für die Schönhauser-Allee-Brücke steht

„Nach derzeitigem Planungsstand wird weiterhin das Ziel verfolgt, im Jahr 2025 mit den Baumaßnahmen zu beginnen“, erklärte ein Sprecher der Verwaltung. Abriss und Neubau sollen demnach „innerhalb von sechs Jahren durchgeführt werden“ – also bis 2031.

In dieser Zeit soll sämtlicher Verkehr über die östliche Brückenseite weiterfließen können. Vor deren Abriss soll dann die neue West-Brücke schon fertig sein und ihrerseits den Verkehr aufnehmen. Ziel sei es, während der gesamten Bauzeit „die Aufrechterhaltung des Zweirichtungsverkehrs (…) aller Verkehrsarten“ zu gewährleisten, so die Verkehrsverwaltung.

Eine Ausnahme bildet die Tram: Der Weiterbetrieb der Linie M1 sei „vonseiten der BVG als nicht zweckmäßig bewertet worden und wird aus diesem Grund mit Ersatzverkehren abgewickelt“.
[...]
Die Verkehrsverwaltung bestätigte, dass analog zum südlich gelegenen Abschnitt der Schönhauser Allee der Hochbordradweg von der neuen Brücke verschwinden wird. Stattdessen „wird ein geschützter Radfahrstreifen auf Straßenniveau umgesetzt“, so der Sprecher. Die Tramhaltestellen sollen in dem Zuge unter die Hochbahntrasse verschoben werden: „Die Gestaltung der Straßenbahnhaltestelle als barrierefreiem Umstieg wird durch das Ein-/Aussteigen hin zur Mittelpromenade unter dem Hochbahnviadukt ermöglicht.“

Heißt das, die M1 wird sechs Jahre lang unterbrochen? Vom Norden her kommend fahren die Bahnen vermutlich bis Björnsonstr., doch wo enden die Züge aus der Innenstadt kommend? Folgen sie der 12 bis in die Wisbyer Str.? Dann wäre die nächste Wendemöglichkeit "Am Steinberg".

So ärgerlich, dass die benötigten Weichenverbindungen an der Kreuzung Schönhauser/Bornholmer sowie Wisbyer/Stahlheimer Straße fehlen. Die Baustelle könnte dann einfach umfahren werden.

Hier die Meldung (mit kleinem, gelbem Ulf in der Animation ;) )
[www.tagesspiegel.de] €
[archive.ph]
Vom Süden kommend wird sie bis an den S+U Schönhauser Allee herangeführt und je nach Baufeld mal auf der Stadtauswärtigen oder Stadteinwärtigen Straßenseite kehren.
Zitat
X-Town Traffic

Zitat
Tagesspiegel
Eine Ausnahme bildet die Tram: Der Weiterbetrieb der Linie M1 sei „vonseiten der BVG als nicht zweckmäßig bewertet worden und wird aus diesem Grund mit Ersatzverkehren abgewickelt“.

Dann kann ja die M1 ab morgen für immer eingestellt werden.


Das Gegenteil von pünktlich ist kariert.
Zitat
X-Town Traffic

So ärgerlich, dass die benötigten Weichenverbindungen an der Kreuzung Schönhauser/Bornholmer sowie Wisbyer/Stahlheimer Straße fehlen. Die Baustelle könnte dann einfach umfahren werden.

Anderswo würde man eine derartige Verbindung in diesem Fall einbauen.

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Für 6 Jahre versteht kein Mensch, dass da nicht Hilfsweichen extra eingebaut werden.
An solchen Dingen zeigt sich doch immer ganz gut, was von "Wir müssen den ÖPNV fördern", "Angebote statt Verbote" und dem ganzen anderen Blablabla übrig bleibt, wenn es konkret wird: nichts.

Die Weichenverbindungen, die eine Umleitung über Wisbyer und Stahlheimer Straße erlauben, wären für kurzfristige Umleitungen sowieso sinnvoll. Sie wären auch sinnvoll, wenn die Baustelle nur ein Jahr dauerte. Dass die Brücke erneuert wird, war auch lange genug bekannt, man hätte also genug Vorlaufzeit für einen Einbau gehabt.

Man möchte halt nicht. ÖPNV-Nutzende sind für Politik und BVG letztlich der letzte Dreck, ÖPNV nur eine nette Kulisse für Propagandafotos, bei denen man infantil in die Kamera grinsen kann.
Was hindert denn die BVG öffentlich diese Weichen zu fordern, aber vermutlich hat sie selbst kein Interesse daran.
Zitat
Nordender
Was hindert denn die BVG öffentlich diese Weichen zu fordern, aber vermutlich hat sie selbst kein Interesse daran.

Sie muss diese Weichen ja noch nicht einmal öffentlich fordern. Ein Problem ist aber sicher, dass aktuell handelnde Personen nun schon seit Jahrzehnten in einem Klima von "sparen (müssen) bis es quietscht", monetärer Schuldenbremse und überwiegend betriebswirtschaftlicher Betrachtung des ÖPNV- und Bahnsektors arbeiten.

Dies wirkt sich natürlich auch auf das Denken im Unternehmen und der Verwaltung aus, so dass die Idee für eine solche Weiche, die nur irgendwie nützlich wäre, aber für das Alltagsliniennetz nicht benötigt wird, entweder gar nicht aufkommt oder in irgendwelchen Ebenen der Unternehmens- oder Verwaltungsstruktur stecken bleibt, weil auf irgendeiner Ebene dann diejenige Person sitzt, die weiß, dass sie ihre vorgesetzte Person besser nicht mit betrieblich nicht unmittelbar erforderlichen Kosten belästigen sollte.

Es wäre vermutlich einfacher eine Linie zu kreieren und (z.B. über Aufnahme in den Nahverkehrsplan) zu beauftragen, die diese Weichen benötigt, als die Forderung nach Weichen durchzubringen, die im Alltagsbetrieb nicht zwingend erforderlich sind.

Die bezirkliche Ebene, die solche kleinräumigen Themen naturgemäß eher auf dem Schirm hat, als die Landespolitik, ist aber leider inhaltlich nicht für den ÖPNV zuständig und wird höchstens gehört, wenn sie einen direkten Draht zur zuständigen Landespolitik hat.
Zitat
Nordender
Was hindert denn die BVG öffentlich diese Weichen zu fordern, aber vermutlich hat sie selbst kein Interesse daran.

Richtig, die BVG hat selbst kein Interesse daran, weil diese Umleitung zusätzliche Umläufe und planfeststellungspflichtige Änderungen der Anlagen mit sich bringt. Ich verstehe auch nicht, warum so viele Leute diesen Umweg so toll finden.

Der richtige Lösungsansatz wäre doch wohl eher die M1 eingleisig über die intakte Brückenhälfte zu führen und die anderen beiden Fahrstreifen für den MIV zu nutzen. Unter grüner Hausleitung wäre das sogar denkbar gewesen, aber hier hat die BVG gemauert und war der Meinung, so ein eingleisiger Abschnitt wäre nicht ausreichend leistungsfähig und hat ihn daher abgelehnt.

Ob das mit der Endstelle von Süden her wirklich klappt, ist wohl auch noch offen. Nach meinem Kenntnisstand läuft noch die Prüfung der Umsetzbarkeit.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Zitat
Jay
Der richtige Lösungsansatz wäre doch wohl eher die M1 eingleisig über die intakte Brückenhälfte zu führen und die anderen beiden Fahrstreifen für den MIV zu nutzen. Unter grüner Hausleitung wäre das sogar denkbar gewesen, aber hier hat die BVG gemauert und war der Meinung, so ein eingleisiger Abschnitt wäre nicht ausreichend leistungsfähig und hat ihn daher abgelehnt.

Ob das mit der Endstelle von Süden her wirklich klappt, ist wohl auch noch offen. Nach meinem Kenntnisstand läuft noch die Prüfung der Umsetzbarkeit.

An welcher Stelle soll die Straßenbahn unter der U-Bahn hindurchgeführt werden? Das ist doch der Punkt, der es kompliziert macht. Ein Heranführen von Süden kann ich mir noch vorstellen, aber auch dafür müsste man doch bereits in der Kastanienallee auf die richtige Seite wechseln.

Und wenn das von Süden her klappt, könnte ich mir auch vorstellen, die M1 auch von Norden her bis an die Baustelle heranzuführen. Allerdings müsste dazu die Kreuzung Schönhauser Allee / Bornholmer Straße vollständig umgebaut werden. Für 6 Jahre meiner Meinung nach aber gerechtfertigt.

Gruß w.
Zitat
Jay
Zitat
Nordender
Was hindert denn die BVG öffentlich diese Weichen zu fordern, aber vermutlich hat sie selbst kein Interesse daran.

Richtig, die BVG hat selbst kein Interesse daran, weil diese Umleitung zusätzliche Umläufe und planfeststellungspflichtige Änderungen der Anlagen mit sich bringt. Ich verstehe auch nicht, warum so viele Leute diesen Umweg so toll finden.

Naja, was heißt "toll"? "Kleineres Übel als die jetzt geplante 'Lösung'" trifft es eher.

Zitat

Der richtige Lösungsansatz wäre doch wohl eher die M1 eingleisig über die intakte Brückenhälfte zu führen und die anderen beiden Fahrstreifen für den MIV zu nutzen. Unter grüner Hausleitung wäre das sogar denkbar gewesen, aber hier hat die BVG gemauert und war der Meinung, so ein eingleisiger Abschnitt wäre nicht ausreichend leistungsfähig und hat ihn daher abgelehnt.

Wenn die Eingleisigkeit wirklich von der Bornholmer bis zur Danziger Straße ginge, wäre das m.E. auch nicht von der Hand zu weisen. Das volle Programm könnte man wahrscheinlich nicht fahren. Die Frage wäre dann, was mit den "übrig gebliebenen" Zügen im Südabschnitt passiert. Umleitung zum Steinberg? Das wäre wiederum der Reiz der Umleitung über die Pappelallee - man könnte das Angebot beibehalten. Der Fußweg zur Ringbahn könnte durch eine provisorische Haltestelle an der Ecke Wichertstraße verkürzt werden.

Letztlich wären alle Lösungen (Umleitung über Pappelallee, Eingleisigkeit mit ausgedünnten Takten im Baustellenbereich, Stumpfendstelle beiderseits der Brücke) natürlich auch mit Nachteilen verbunden (wenn eine Baustelle keine Nachteile für die betroffene Linie bringt, ist die Linie überflüssig), aber sie alle wären besser als das, was man nun (vielleicht!) umsetzt. Irgendeinen Tod muss man also sterben, aber BVG und Politik haben es geschafft, die Lösung zu finden, bei der man alle Tode stirbt.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 27.06.2024 10:36 von def.
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def
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Jay
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Nordender
Was hindert denn die BVG öffentlich diese Weichen zu fordern, aber vermutlich hat sie selbst kein Interesse daran.

Richtig, die BVG hat selbst kein Interesse daran, weil diese Umleitung zusätzliche Umläufe und planfeststellungspflichtige Änderungen der Anlagen mit sich bringt. Ich verstehe auch nicht, warum so viele Leute diesen Umweg so toll finden.

Naja, was heißt "toll"? "Kleineres Übel als die jetzt geplante 'Lösung'" trifft es eher.

Ich sehe sie eben nicht als kleineres Übel an. Für 6 Jahre müsste man sich eigentlich ein passendes (Gesamt-)Linienkonzept überlegen, statt "nur" nach Umleitungen zu gucken. Die Schönhauser wird mit der U2 oben aber immer ein Sonderfall bleiben und egal wie 'schön' umgeleitet wird, der Großteil der Fahrgäste wird dann 'einfach' in die U2 wechseln, die in diesem Abschnitt auch ausreichend Kapazitätsreserven aufweist.

Zitat

Zitat

Der richtige Lösungsansatz wäre doch wohl eher die M1 eingleisig über die intakte Brückenhälfte zu führen und die anderen beiden Fahrstreifen für den MIV zu nutzen. Unter grüner Hausleitung wäre das sogar denkbar gewesen, aber hier hat die BVG gemauert und war der Meinung, so ein eingleisiger Abschnitt wäre nicht ausreichend leistungsfähig und hat ihn daher abgelehnt.

Wenn die Eingleisigkeit wirklich von der Bornholmer bis zur Danziger Straße ginge, wäre das m.E. auch nicht von der Hand zu weisen. Das volle Programm könnte man wahrscheinlich nicht fahren. Die Frage wäre dann, was mit den "übrig gebliebenen" Zügen im Südabschnitt passiert. Umleitung zum Steinberg? Das wäre wiederum der Reiz der Umleitung über die Pappelallee - man könnte das Angebot beibehalten. Der Fußweg zur Ringbahn könnte durch eine provisorische Haltestelle an der Ecke Wichertstraße verkürzt werden.

Nein, die Eingleisigkeit würde natürlich nicht von der Bornholmer bis zur Danziger gehen. Eher von der Wichert- bis zur Stargarder Str. und das sollte auch mit dem aktuellen Takt fahrbar sein, kann aber angesichts der schlechten Pünktlichkeit dieser Linie natürlich dazu führen, dass mal zwei Züge zeitgleich durch wollen und einer dann mal bis zu 3 Minuten warten müsste.

Baulich möglich wäre auch eine Zweigleisigkeit mit einem Baugleis neben dem vorhandenen Gleis, die dann aber natürlich den MIV "killt" und dazu konnten sich nicht mal die Grünen durchringen, zumal die Widmung als Bundesstraße dabei Steine in den Weg legt.

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willi79
Und wenn das von Süden her klappt, könnte ich mir auch vorstellen, die M1 auch von Norden her bis an die Baustelle heranzuführen. Allerdings müsste dazu die Kreuzung Schönhauser Allee / Bornholmer Straße vollständig umgebaut werden.

Warum das? Die Straßenbahnen passen unter der Brücke an der Bornholmer Straße durch, dann könnte man sie auch südlich der Kreuzung bis Höhe Erich-Weinert-Straße durchführen (bevor das richtige Viadukt beginnt). Südlich wäre ein Seitenwechsel Höhe Buchholzer Straße möglich. Allein schon, um die Kreuzung Ecke Schönhauser/Bornholmer nicht durch noch mehr abbiegende Bahnen lahm zu legen. Das hat ja auch immer Auswirkungen auf die geradeaus fahrenden Bahnen.

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Jay
Baulich möglich wäre auch eine Zweigleisigkeit mit einem Baugleis neben dem vorhandenen Gleis, die dann aber natürlich den MIV "killt" und dazu konnten sich nicht mal die Grünen durchringen, zumal die Widmung als Bundesstraße dabei Steine in den Weg legt.

Möglich wäre dies sicher, allerdings stellt sich dann möglicherweise auch die Frage, ob man - wenn man schon die Bundesstraße komplett sperrt - nicht gleich die gesamte Brücke in einem Rutsch austauscht und damit die Bauzeit erheblich verkürzt.

Ein entscheidendes Argument für die Unterbrechung der M1, das mir den meisten Diskussionsbeiträgen zu kurz kommt, ist, dass die U2 direkt über der Strecke verläuft. Wenn man sich den derzeitigen SEV anschaut, sieht man, dass die Fahrgäste zwar intensiv eine planmäßig verkehrende M1 nutzen, aber eine kleine Abweichung vom planmäßigen Verkehr schon dazu führt, dass ein großer Teil der Fahrgäste wohl auf die U2 oder andere Linien ausweicht. Ich könnte mir vorstellen, dass auch schon eine Umleitung über die Pappelallee dazu führen könnte, dass die Akzeptanz nicht allzu hoch ist.
Zitat
Lopi2000
Zitat
Jay
Baulich möglich wäre auch eine Zweigleisigkeit mit einem Baugleis neben dem vorhandenen Gleis, die dann aber natürlich den MIV "killt" und dazu konnten sich nicht mal die Grünen durchringen, zumal die Widmung als Bundesstraße dabei Steine in den Weg legt.

Möglich wäre dies sicher, allerdings stellt sich dann möglicherweise auch die Frage, ob man - wenn man schon die Bundesstraße komplett sperrt - nicht gleich die gesamte Brücke in einem Rutsch austauscht und damit die Bauzeit erheblich verkürzt.

Nein, die Frage stellt sich nicht wirklich, denn irgendwie muss auch Fuß-, Radverkehr und Logistik abgewickelt werden. Zudem dient die übrige Brückenhälfte zur Sicherstellung von Einsatzwegen für Polizei und Rettungskräfte.

Zitat

Ein entscheidendes Argument für die Unterbrechung der M1, das mir den meisten Diskussionsbeiträgen zu kurz kommt, ist, dass die U2 direkt über der Strecke verläuft. Wenn man sich den derzeitigen SEV anschaut, sieht man, dass die Fahrgäste zwar intensiv eine planmäßig verkehrende M1 nutzen, aber eine kleine Abweichung vom planmäßigen Verkehr schon dazu führt, dass ein großer Teil der Fahrgäste wohl auf die U2 oder andere Linien ausweicht. Ich könnte mir vorstellen, dass auch schon eine Umleitung über die Pappelallee dazu führen könnte, dass die Akzeptanz nicht allzu hoch ist.

Genau das ist ja einer meiner Punkte gewesen.

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