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Tram-Gleiserneuerungen in Mitte
geschrieben von Arnd Hellinger 
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Nordender
Wahrscheinlich ist diese Fahrradstr früher fertig als die BVG-Baustelle, mich ärgert hier die Prioritätensetzung des Bezirks und die Argumentation, fahren Rettungswagen dort nicht auch zur Charite?

Ich dachte, die Verzögerungen liegen irgendwo im Bereich zwischen der ehemaligen VLB und der BVG, insofern kann der Bezirk doch gar nicht in die Prioritätensetzung eingreifen. Außerdem ist der "Umbau" in Fahrradstraßen meist nur mit geringen baulichen Änderungen, die oft auch ohne Sperrungen umgesetzt werden können, verbunden. Da die Straße mehr oder weniger quer zu den meisten denkbaren Wegen zur Charité verläuft, mag es zwar sein, dass dort gelegentlich Rettungswagen entlang fahren, aber sicherlich nicht so häufig wie auf den Hauptzufahrtsstrecken.
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def
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Nordender
Wahrscheinlich ist diese Fahrradstr früher fertig als die BVG-Baustelle, mich ärgert hier die Prioritätensetzung des Bezirks und die Argumentation, fahren Rettungswagen dort nicht auch zur Charite?

Inwiefern würden die Gleisbauarbeiten früher fertig gewesen sein, wenn es diese Planung nicht gegeben hätte?

Und wieso sollten Rettungswagen nicht durch Fahrradstraßen fahren können?

Rettungswagenfahrer dürften lieber einen kleinen Umweg fahren, als Poller an der Diagonalsperre herauszunehmen (und nach der Durchfahrt wieder einzusetzen). Deutlich spannender wäre da das S-Bahn-SEV-Thema, aber das hat hier im Thread zu den Straßenbahn-Bauarbeiten nichts zu suchen.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Das tut weh, denn das ist der wichtigste Schleichweg zu meiner Bibliothek. Soll ich jetzt lieber den Hackischen verstopfen, der wahrscheinlich als nächstes dran ist, oder soll ich über die Linden anfahren? Das käme mir normalerweise nicht in den Sinn. Allerdings hatte ich auch schon mal einen Unfall an einer der Kreuzungen, an dem ich nur teilschuld war, da der Gegner mit überhöhter Geschwindigkeit aus einer 10 kmh Fahrradstraße kam, allerdings von rechts. Die Tucholski hatte früher Vorfahrt und ist eine wichtige Verbindungsstraße für den MIV. Ein weiterer Schritt den MIV vollständig aus dem Zentrum heraus zu halten
Zitat
Heidekraut
Das tut weh, denn das ist der wichtigste Schleichweg zu meiner Bibliothek. Soll ich jetzt lieber den Hackischen verstopfen, der wahrscheinlich als nächstes dran ist, oder soll ich über die Linden anfahren? Das käme mir normalerweise nicht in den Sinn. Allerdings hatte ich auch schon mal einen Unfall an einer der Kreuzungen, an dem ich nur teilschuld war, da der Gegner mit überhöhter Geschwindigkeit aus einer 10 kmh Fahrradstraße kam, allerdings von rechts. Die Tucholski hatte früher Vorfahrt und ist eine wichtige Verbindungsstraße für den MIV. Ein weiterer Schritt den MIV vollständig aus dem Zentrum heraus zu halten

Mir kommen die Tränen ob so schlimmer Schicksale, zumal man ja auch nicht ohne Auto ins Zentrum kommt!
Zitat
Heidekraut
Die Tucholski hatte früher Vorfahrt und ist eine wichtige Verbindungsstraße für den MIV. Ein weiterer Schritt den MIV vollständig aus dem Zentrum heraus zu halten

Die Tucholskystraße zählt weder aktuell noch planerisch zum übergeordneten Straßennetz Berlins, insofern ist sie eine recht untergeordnete Straße, die eher für den Anliegerverkehr vorgesehen ist. Insofern finde ich es konsequent, hier auch einen Umbau anzustreben, zumal eine weitgehende Reduzierung des MIV im Zentrum ja auch schon länger verkehrsplanerisches Ziel ist.
Die Tucholskystraße, vor allem seit sie wieder eine funktionstüchtige Spreebrücke besitzt, ist für die immer wieder auftretenden monatelangen Sperrungen von Hauptverkehrsstraßen wichtig.
Beispielsweise wird sie seit Monaten für den Ersatzverkehr für die Straßenbahn in den Spät- und Nachtstunden genutzt. Der Rückbau aller Nebenstraßen außer den übergeordneten Hauptstraßen für Fahrradwege, Multifunktionsflächen, Beete und Parkflächen schadet vor allem dem oberflächigen ÖPNV. Ich weiß gar nicht, ob Buslinien in Fahrradstraßen prinzipiell genehmigungsfähig wären. Gut in Erinnerung ist vielleicht das Hin und Her für die Führung der Nachtlinie N6 im Bereich der ohne Baustelle voll gesperrten Friedrichstraße zwischen Französische und Leipziger Straße.
Auch mit der Sperrung zwischen Weidendamm und Oranienburger Tor wegen der besonders behutsamen Teilerneuerung von Straßenbahngleisen wird die Nachtlinie N6 noch immer über Tucholsky- und Oranienburger Straße umgeleitet.

so long

Mario
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Jay
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def
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Nordender
Wahrscheinlich ist diese Fahrradstr früher fertig als die BVG-Baustelle, mich ärgert hier die Prioritätensetzung des Bezirks und die Argumentation, fahren Rettungswagen dort nicht auch zur Charite?

Inwiefern würden die Gleisbauarbeiten früher fertig gewesen sein, wenn es diese Planung nicht gegeben hätte?

Und wieso sollten Rettungswagen nicht durch Fahrradstraßen fahren können?

Rettungswagenfahrer dürften lieber einen kleinen Umweg fahren, als Poller an der Diagonalsperre herauszunehmen (und nach der Durchfahrt wieder einzusetzen).

Dafür soll es gerüchteweise Poller geben, die sich auf Funkanforderung durch Blaulichtdienste oder auch Linienbusse absenken und nach Passieren selbiger Fahrzeuge automatisch wieder ihre Grundstellung einnehmen.

Solche Wunderwerke der Mechatronik existieren sogar hier in Berlin...

Viele Grüße
Arnd
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Jay
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def
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Nordender
Wahrscheinlich ist diese Fahrradstr früher fertig als die BVG-Baustelle, mich ärgert hier die Prioritätensetzung des Bezirks und die Argumentation, fahren Rettungswagen dort nicht auch zur Charite?

Inwiefern würden die Gleisbauarbeiten früher fertig gewesen sein, wenn es diese Planung nicht gegeben hätte?

Und wieso sollten Rettungswagen nicht durch Fahrradstraßen fahren können?

Rettungswagenfahrer dürften lieber einen kleinen Umweg fahren, als Poller an der Diagonalsperre herauszunehmen (und nach der Durchfahrt wieder einzusetzen).

Sind denn Diagonalsperren auch tatsächlich vorgesehen?

Die könnte man übrigens auch so gestalten, dass sie sich bei Annäherung (bzw. Anforderung) absenken, das wäre aber für die Stadt von Beton-Franzi und Brumm-Brumm-Manja doch sehr viel an Innovation.
Hier gibt es die Verkehrszeichenpläne: [www.berlin.de]

Diagonalsperren sind vorgesehen. Wenn man nach der in den Plänen genannten Typenbezeichnung bildersuchgoogelt, werden überwiegend bewegliche Pfosten angezeigt.

--
Das Gegenteil von umfahren ist umfahren.
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def
(...)vdas wäre aber für die Stadt von Beton-Franzi und Brumm-Brumm-Manja doch sehr viel an Innovation.

Wie passt denn diese Maßnahme überhaupt in das Weltbild der beiden?

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Sie befinden sich HIER.
@Heidekraut: Was ist eine 10kmh Fahrradstraße?
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Philipp Borchert
Zitat
def
(...)vdas wäre aber für die Stadt von Beton-Franzi und Brumm-Brumm-Manja doch sehr viel an Innovation.

Wie passt denn diese Maßnahme überhaupt in das Weltbild der beiden?

Gar nicht, zum Glück gibt es in Mitte eine progressive Mehrheit.
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der weiße bim
Ich weiß gar nicht, ob Buslinien in Fahrradstraßen prinzipiell genehmigungsfähig wären.

Natürlich sind sie das, es ändert sich ja nicht viel.

x--x--x--x

Für mehr gelbe Farbe im Netzplan: die Farben der U4 und U7 tauschen!
Zitat
def
Gar nicht, zum Glück gibt es in Mitte eine progressive Mehrheit.

Das hat in der Friedrichstraße ja auch wunderbar geklappt.

x--x--x--x

Für mehr gelbe Farbe im Netzplan: die Farben der U4 und U7 tauschen!
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B-V 3313
Zitat
def
Gar nicht, zum Glück gibt es in Mitte eine progressive Mehrheit.

Das hat in der Friedrichstraße ja auch wunderbar geklappt.

Die liegt ja nicht im Nebennetz
Es war keine echte Fahrradstraße, aber auf 10 kmh beschränkt. Also wie in einer Fahrradstraße. Der Fahrer war viel zu schnell. Ich aber wahrscheinlich auch. Tucholsky war 30 kmh, wenn ich das richtig in Erinnerung habe.
@Lopi, du scheinst kein Autofahrer in Berlin zu sein, wenn Du die Tucholsky für eine Anwohnerstraße hälst. Sie ist schon traditionell für den Ossi ein wichtiger Umfahrungsweg (gewesen). Ein typischer Schleichweg für den nicht an Staus glaubenden Taxifahrer.
Zitat
Heidekraut
@Lopi, du scheinst kein Autofahrer in Berlin zu sein, wenn Du die Tucholsky für eine Anwohnerstraße hälst. Sie ist schon traditionell für den Ossi ein wichtiger Umfahrungsweg (gewesen). Ein typischer Schleichweg für den nicht an Staus glaubenden Taxifahrer.

Da ich mich hier auf die offizielle Einordnung des Senates stütze, ist es vollkommen unerheblich, wie ich mich durch die Stadt bewege. Wenn es nicht zum übergeordneten Straßennetz gehört, ist eine Verkehrsberuhigung und die Vermeidung von Durchgangsverkehr sehr sinnvoll, unabhängig davon, wer hier wann mal was umfahren hat.
Entweder ist es eine Fahrradstraße ODER für Tempo 10 km/h.
Normale Fahrradgeschwindigkeit ist 20 bis 30 km/h. Auch schneller, wenn Tempo 50 erlaubt ist.
Zitat
PassusDuriusculus
Entweder ist es eine Fahrradstraße ODER für Tempo 10 km/h.
Normale Fahrradgeschwindigkeit ist 20 bis 30 km/h. Auch schneller, wenn Tempo 50 erlaubt ist.

Wobei in der Fahrradstraße für alle Verkehrsteilnehmenden Tempo 30 die Höchstgeschwindigkeit ist, was nicht durch eine eigene 30 im Kreis ausgeschildert wird sondern allein durch das Fahrradstraßenschild und seine Bedeutung.

"Tempo 50 erlaubt" gilt im übrigen für Radfahrende nur, wenn es auch ausgeschildert ist. Ohne Ausschilderung gilt die "Höchstgeschwindigkeit 50 innerorts" nur für Kraftfahrzeuge.
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