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StUB Erlangen (Planung)
geschrieben von Manfred Erlg 
Die Verkürzung auf "Renommierobjekt für andere Verkehrsanlagen in Bayern" ergibt überhaupt keinen Sinn. Außerdem wurde der Satz aus dem Zusammenhang zitiert, wodurch er den Sinn verliert. Der ganze Absatz bezog sich auf die Reaktion von Seiten der Politik. Ich habe geschrieben:

>> Die StUB wird sowohl vom Erlanger Bundestagsabgeordneten Stefan Müller (CSU) wie auch vom Erlanger Landtagsabgeordneten Innenminister Joachim Herrmann (CSU) unterstützt. Dass die StUB ein Renommierobjekt und Testprojekt für weitere neue Verkehrsanlagen in Bayern ist, haben die Erlanger Kleingeister von CSU, FWG und natürlich AfD nicht verstanden. <<

Ich schreibe den Anfang des zweiten Satzes, der stark zugespitzt ist, etwas ausführlicher:

"Dass die StUB ein Renommierobjekt für die Landespolitik und ein Testprojekt für die Durchführung der Planung weiterer neuer Verkehrsanlagen in Bayern ist" [so ins obige Selbstzitat einfügen].

Meine - zugegeben - provokante Frage bezog sich auf die aufgezählten Gründe, warum die StUB kein Renommierprojekt sein sollte - sie sei zu billig ausgeführt - was ich bestreite. Im Dialog mit interessierten Teilnehmern aus der Bevölkerung ist das Optimum für die beteiligten Städte entstanden.

Dass die StUB als Linie durch drei Städte keine Vorbildfunktion in Bayern hat, liegt auf der Hand, da es eine vergleichbare Situation gar nicht gibt. Neben Regensburg, z.B., liegt keine Stadt, die mit Herzogenaurach vergleichbar ist.
Zitat
Manfred Erlg
...

Nun zu den Nachträgen von StribelB:

1) Nutzen-Kosten-Untersuchung und Förderung:

Erst kommt die Untersuchung, dann wird entschieden, ob eine Förderung möglich ist. Geänderte Förderungsbedingungen ändern am Ergebnis der Untersuchung nichts.

Ja, schon klar! Meine Frage zielte auch mehr auf die Zeitschiene bzw. auf die Frage "Was war zuerst?" ab. Konkret: Wenn die Bedingungen zur Zeit der Förderantragstellung maßgeblich sind, man den tatsächlichen Förderantrag ja aber frühestens dann stellen kann, wenn man weiß, was man genau bauen will, dann dienen sämtliche diesbezüglichen Berechnungen doch ausschließlich der Beurteilung der Förderfähigkeit - und zwar bereits, wie in unserem Falle, bevor überhaupt mit der detaillierten Ausführungsplanung (und somit Kostenermittlung) begonnen worden sein kann.
Um den Teufel nicht an die Wand zu malen: Ich befürchte angesichts des erfreulich weiten Fortgeschrittenseins der Sache nicht, daß derlei hypothetische Betrachtungen die sich klar abzeichnende Linie hin zu der (ja im folgenden unmißverständlich definierten) Vorzugstrasse in Frage stellen werden; ich will mehr darauf hinaus, theoretisch bestehende "Stolperdrähte" sicher ausschließen zu können, mehr nicht! Ich denke auch nicht, daß die derzeit unwirtschaftlichen Varianten die aktuell zu bevorzugende "überholen" könnten. Ich denke da mehr an die Möglichkeit, daß z.B. die bisher unwirtschaftlichere, jedoch sachlich zu bevorzugende Teilvariante T-1009 (s.u.) ihre Chance bekämen. Deswegen auch mein Hinweis auf die weiteren letzte Woche beschlossenen Änderungen; hier konkret EKrGes.

Zitat
Manfred Erlg
2) Trasse in Tennenlohe:

Es handelt sich um zwei Varianten, eine Variante bei T.-Süd (T-1009) und eine bei T.-Nord (T-1012); siehe Plan unten. Das RP hat bei T.-Süd eine weitere Variante zur Prüfung aufgegeben. Im Plan ist die Vorzugstrasse von 2019 in voller Farbe eingezeichnet, die Rückfallebene blass, straßenbündige Abschnitte in rot.

In T.-Süd ist die Vorzugstrasse von 2012/15 auch die Vorzugstrasse von 2019. Die betrieblich günstigere Variante T-1009 ist ohne Umbau der Straßenkreuzung durch das Straßenbauamt allein aus StUB-Mitteln nicht finanzierbar. Deshalb hat das RP vorgeschlagen, T-1009 nicht zur B4, sondern über die vorhandene Kreuzung zur Sebastianstraße zu führen und straßenbündig weiterlaufen zu lassen. Ich halte das für inkompatibel mit der stark belasteten Kreuzung in der HVZ und dem Lkw-Parkplatz.
Ich auch! So wie das jeder tun müßte, der schon 'mal die "Begegnungen der dritten Art" zwischen den 40-t-Kapitänen an der Zu-/Ausfahrt Autohof beobachten durfte ...
Deswegen ja mein mehr als fragender Blick auf den Hinweis der Landesplanung. Allerdings bin ich mir weiterhin nicht sicher, wie die Situation bzgl. Tennenlohe denn jetzt wirklich zu sehen ist - und zwar auch im Zusammenhang mit folgendem:
Zitat
Manfred Erlg
In T.-Nord hat das RP die in die Vorzugstrasse von 2019 aufgenommene Variante T-1012 aus Gründen des Baumschutzes verworfen. Die teilweise straßenbündige Variante auf der Sebastianstraße (Vorzugtrasse von 2012/15, G-0001) sei vorzuziehen.
Heißt das jetzt, daß die "blaßblau/rote" Streckenführung aus der Zeichnung für den nördlichen und die lila Linie für den südlichen Teil anzusetzen sind, jedoch grundsätzlich B4-nah zu bauen sein soll - falls finanzierbar auch unter Anwendung der T-1009? Oder kommt Ansbach auf das schmale Brett, die komplette Linienführung durch die Sebastianstraße laufen zu lassen?

Zitat
Manfred Erlg
3) Regnitzquerung:

Die Kosbacher Brücke (BW 14, G-0001) ist die Vorzugstrasse von 2012/15; die Wöhrmühlbrücke (BW 16) ist die Vorzugstrasse von 2019. Das RP bestätigt die Wöhrmühlbrücke als bessere Lösung. Aus Gründen des Naturschutzes ist die Trasse inzwischen westlich der Wöhrmühlinsel nach Süden verschoben.

Dachte ich mir inzwischen auch so; die "biotopfernere" Lösung auf der Zeichnung ist ja dann wohl diejenige welche - im Unterschied zu den ursprünglichen Ansätzen aus 2012 (über die "Seelöcher").

Zitat
Manfred Erlg
4) Auszüge aus dem Plan für das Raumordnungsverfahren:

- Tennenlohe
- Innenstadt mit Variante Sieboldstraße und Regnitzquerung

Besten Dank dafür. Manchmal sagt ein Bild doch mehr als tausend Links ...

Schönen ...mittwoch noch!

sb
@Forummaster:

Bitte diesen Beitrag (06:25 h) löschen!
Da ich um 06:24 h keine Serverantwort bekommen hatte, habe ich dies zum zweiten Mal abgesandt, wahrscheinlich sogar um 06:48 zum dritten!
Bitte alle Doppelbeiträge beseitigen außer dem um 06:24 h (oder dem um 06:48 h - sind inhaltlich identisch!)

Danke und mfG,
sb



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 12.02.2020 08:04 von StribelB.
Förderung:

Bisher ist die Förderung von der Staatsregierung in Aussicht gestellt, nach der alten Regelung mit 60% durch den Bund und 30% durch den Freistaat (die "übliche" Förderung durch den Freistaat beträgt 20%), sodass die Planung fortgesetzt werden kann. Jetzt fördert der Bund mit 75%; der Freistaat kann seinen Anteil senken. Zur Zeit spekuliert man auf die "übliche" Förderung von 20%, was eine Gesamtförderung von sogar 95% ergäbe. Warten wir's ab! Seriös kann man derzeit nur mit 90% rechnen.

Tennenlohe:

Im Online-Dialog ist trotz vieler Vorschläge zur Trasse in Tennenlohe niemand auf die Idee gekommen, die StUB von der Kreuzung am Wetterkreuz in die Sebastianstraße zu führen - aus gutem Grund. Die geringe Leistungsfähigkeit der Kreuzung ist auf die fehlenden Linksabbiegerspuren zurückzuführen. Der Auftrag des RP an die StUB-Planer zu prüfen, ob die StUB-Trasse von der Variante 1009 in die südliche Sebastianstraße geführt werden kann, kann nur negativ ausgehen.

Siehe auch das Foto im folgenden Artikel vom Juli 2019 zu den Problemen am Wetterkreuz:

[www.nordbayern.de]

Es geht in dem Artikel auch um die Wegführung des Radschnellweges.

Die Variante 1009 hat den Vorteil keine engen Kurven zu haben und etwas kürzer zu sein. Sie kann aber nach bisheriger Betrachtung nur finanziert werden, wenn die Kosten der erforderlichen StUB-Unterführung anteilig vom Straßenbau getragen werden. Und das ist nur bei einem Neubau der B4-Anschlussstelle Wetterkreuz möglich.

Eine Visualisierung aus den Unterlagen zum ROV zeigt, wie das aussehen könnte.


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