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Neue Straßenbahnlinien 9, 10, 11 und 12
geschrieben von Marktkauf 
Ziemlich viel Geld...

Priomäßig würde ich ja die Gestaltung und Bau der Haltestelle Melanchthonplatz absolut vor dem Verbreitern der Steige Haltestelle Landgrabenstraße sehen. Ggf. ist die Verbreiterung ja auch nicht mehr nötig, da sich das hohe Fahrgastaufkommen wegen den Linien 10 und 11 und der neuen Haltestelle Melanchthonplatz dort reduzieren dürfte.
Linienverknüpfungen

Am Sonntag sind interessanterweise die 4 und 10 am Wegfeld ebenfalls verbunden, ich meine das war zum Fahrplanwechsel noch anders.
Dies führt zu einer sehr komfortablen Wendezeit von 16 Minuten an Sonntagen im 20-Minuten-Takt.
Weiß jemand was da der Hintergrund ist?
In den Fahrpläne auf vgn.de ist zu sehen, dass es für die Linien 5, 10 und 11 ab 08.04. einen neuen Jahresfahrplan gibt. Auf den ersten Blick scheint der Betriebsbeginn der 10 und 11 etwas nach vorne gerückt zu werden, sodass die ersten Bahnen nicht mehr erst gegen 06:30 starten.
Es gibt ein neues Reporting zum Mobilitätsbeschluss der Stadt Nürnberg, das in der Sitzung des Verkehrsausschusses im März vorgestellt worden ist:

[online-service2.nuernberg.de] (siehe TOP Ö 4.1)

Aus "Ausführlicher Sachverhalt":

Zitat

REPORTING ZUM MOBILITÄTSBESCHLUSS

Nürnberg hat das Ziel, eine klimaneutrale, zukunftsfähige, gerechte und stadtverträgliche Mobilität zu schaffen. Mit dem 2021 gefassten „Mobilitätsbeschluss für Nürnberg“ werden Ziele, Handlungsfelder und Maßnahmen bis zum Jahr 2030 definiert. [...]

Bis 2030 soll der Anteil des motorisierten Individualverkehrs (MIV) am Modal Split von 39 Prozent vor der Pandemie auf 32 Prozent reduziert werden. Entsprechend sollen 68 Prozent der Wege bis zum Jahr 2030 mit dem Umweltverbund (ÖPNV, Rad, zu Fuß) zurückgelegt werden.

Aus AUSGANGSLAGE PERSONAL, PERSONALBESTAND UND AUSBLICK:

Zitat

Fachkräftemangel und die von langen und mehrmaligen Bewerbungsrunden geprägten Stellenbesetzungen sowie die interne „Kannibalisierung“ der Mitarbeiter/innen führen dazu, dass die für 2030 zeitlich geplanten Ziele des Mobilitätsbeschlusses in der ursprünglich gewollten Geschwindigkeit nicht erreicht werden können. Die einzelnen Maßnahmen müssen daher auf eine den verfügbaren Kapazitäten entsprechende Priorisierungsreihenfolge gebracht und damit auch die zeitliche Umsetzung auf den Zeitraum nach 2030 gestreckt werden. Nach aktueller Bewertung ergibt sich hier ein verlängerter Umsetzungszeitraum von mehreren Jahren.

Aus HANDLUNGSFELD „ÖFFENTLICHER PERSONENNAHVERKEHR“:

Zitat

Maßnahme: Das Straßenbahnnetz soll ausgebaut werden. Bis 2030 werden die im „ÖPNV-Maßnahmenpaket 2030“ enthaltenen Erweiterungen im Straßenbahnnetz geprüft, geplant und soweit möglich umgesetzt. Aber auch hierfür müssen aufgrund der Erläuterungen im Abschnitt zur „Ausgangslage Personal“ die erforderlichen Maßnahmen in eine Priorisierungsreihenfolge gebracht werden und dann mit den verfügbaren Ressourcen sukzessive abgearbeitet werden. Das zeitliche Ziel 2030 wird auch hier nicht erreicht werden können, zumal bereits in der Planfeststellung befindliche oder schon beschlossene Maßnahmen, wie die Ostendstraße, dringend umgesetzt werden müssen.

Umsetzung:

Verlängerung der Straßenbahnlinie 7 vom Hauptbahnhof zur Stadtparkschleife:

[...]Eine Inbetriebnahme der Straßenbahnlinie 7 bis zur Stadtparkschleife wird für den Herbst 2025 angestrebt.

Straßenbahnlückenschluss Minervastraße:

[...] Der Baubeginn ist je nach Zeitpunkt des Planfeststellungsbeschlusses sowie der Finanzierungsbereitstellung inklusive Zuschussbeantragung und -bewilligung im Jahr 2025 geplant. Der Zeitplan sieht eine Inbetriebnahme noch vor der Sanierung des sog. Mauslochs (Bahnunterführung Katzwanger Straße) vor, um die neue Trasse als Ausweichstrecke für die lange Dauer der Sanierungsmaßnahme nutzen zu können.

Straßenbahnverlängerung Brunecker Straße (Lichtenreuth):

[...]Derzeit werden die Unterlagen für das erforderliche Planfeststellungsverfahren erarbeitet und in Folge Fördermittel beantragt.

Der Bau kann in Abhängigkeit vom Zeitpunkt des Planfeststellungsbeschlusses sowie der Finanzierungsbereitstellung inklusive Zuschussbeantragung und -bewilligung voraussichtlich 2026 beginnen. Der Zeitplan sieht eine Inbetriebnahme des ersten Planungsabschnitts frühestens im Jahr 2028 vor. Darüber hinaus wurden Varianten für die Weiterführung der Straßenbahnlinie über den Verknüpfungspunkt Bauernfeindstraße hinaus bis zur Messe/Bertolt-Brecht-Schule und weiter bis zum Klinikum Süd geplant und hinsichtlich der Förderfähigkeit untersucht sowie mit dem Bund und dem Freistaat Bayern abgestimmt.

Stadt-Umland-Bahn Nürnberg – Erlangen – Herzogenaurach:

Die Planung für die Verlängerung der Straßenbahn von Am Wegfeld im Nürnberger Norden nach Erlangen / Herzogenaurach als Stadtbahn läuft. Auch eine spätere Erweiterung um den sogenannten Ostast bei Erlangen ist in Vorbereitung. [...] Laut Angaben des Zweckverbandes StUB sollen 2025 die Unterlagen zur Einleitung eines Planfeststellungsverfahrens für den ersten Planfeststellungsabschnitt (in Nürnberg) eingereicht werden.

Das ist also, was mittelfristig erreichbar erscheint. Desweiteren geht es um den Stand der Umsetzung bei den folgenden Maßnahmen:

➤ Maßnahme: Die Haltestellen der Straßenbahn werden bis 2030 barrierefrei umgebaut. Ebenso wie die Haltestellen im Busnetz.

➤ Maßnahme: Straßenbahnen und Busse sollen beschleunigt werden, um ein pünktliches, schnelles und zuverlässiges ÖPNV-Angebot bereitstellen zu können.

Zitat

➤ Maßnahme: Auf allen Straßenbahnstrecken und wichtigen Buslinien sollen bis 2030 Taktverdichtungen umgesetzt werden. Ziel ist es, auf allen Straßenbahnästen in der Haupt- und Nebenverkehrszeit einen 5-Minutentakt zu realisieren. In der Schwachverkehrszeit und am Wochenende soll auf allen Straßenbahnlinien mindestens ein 15-Minutentakt angeboten werden. Bei den Buslinien soll in der Haupt- und Nebenverkehrszeit der Mindesttakt im Nürnberger Stadtgebiet von 40 Minuten auf 30 Minuten, in Gebieten hoher Nutzungsdichte auf mindestens 15 Minuten verbessert werden.

➤ Umsetzung: Im Zuge der Fortschreibung des Nahverkehrsplans sollen die neuen Mindesttakte als verbindliche Zielwerte aufgenommen und dann schrittweise umgesetzt werden.

Neue Straßenbahnverstärkerlinien 10 und 11:

Durch Einführung der neuen Straßenbahn-linien 10 (Am Wegfeld über Plärrer und Aufseßplatz zum Dutzendteich) und 11 (Gibitzenhof über Aufseßplatz , Hauptbahnhof, Mögeldorf zum Tiergarten) wurde auf den stark nachgefragten Streckenabschnitten insbesondere im Korridor der Südstadt (zwischen Landgrabenstraße und Aufseßplatz) das Bestandsangebot erheblich verbessert und der Takt deutlich verdichtet. Mit den neuen Linien wurden zudem neue umsteigefreie Direktverbindungen geschaffen. Die Umsetzung erfolgte im Dezember 2023.

Außerdem werden die Handlungsfelder RADVERKEHR, FUßVERKEHR STÄRKEN und SINNVOLLE AUTONUTZUNG behandelt. Am Schluss gibt es dieses FAZIT:

Zitat

In den vergangenen zwei Jahren seit Verabschiedung des Mobilitätsbeschlusses konnten zwar zahlreiche Maßnahmen umgesetzt werden, allerdings konnten aufgrund der erforderlichen langwierigen Planungsprozesse und der begrenzten personellen Kapazitäten nicht alle gesteckten Ziele erreicht werden. Die umfangreichen neuen Aufgaben, die mit dem Mobilitätsbeschluss verbunden sind, können nur bewältigt werden, wenn zusätzliches Personal bei der planenden (Vpl) und bei der bauenden Fachdienststelle (SÖR) eingestellt wird. Allerdings konnten die für die Aufgaben des Mobilitätsbeschlusses erforderlichen zusätzlichen Personalressourcen nur zum Teil besetzt werden. Die bewilligten neuen bzw. durch interne Besetzungen frei gewordenen Stellen können voraussichtlich auch nicht im Jahr 2024 vollständig besetzt werden.

Die Ziele des Mobilitätsbeschlusses werden folglich nicht in der Geschwindigkeit erreicht werden, wie ursprünglich vorgesehen. Derzeit ist davon auszugehen, dass sich aufgrund der beschriebenen Probleme bei der Besetzung der notwendigen Stellen der Umsetzungszeitraum um einige Jahre verlängern wird.

Da sich die Probleme beim Personalmangel in den nächsten Jahren nach den Prognosen verschärfen werden, wird es in Zukunft eher noch langsamer als heute vorangehen.

Da es hier um das Reporting 2023 geht, ist die Böglbahn kein Thema.
Planfeststellungsverfahren Lückenschluss Minervastraße:

Die PF-Unterlagen sind vom 04.03.2024 bis 03.04.2024 öffentlich in Nürnberg ausgelegt worden. Jeder, dessen Belange durch das Bauvorhaben berührt werden, kann bis spätestens einen Monat nach Ablauf der Auslegungsfrist, das ist bis zum 03.05.2024, [...], Einwendungen gegen den Plan schriftlich oder zur Niederschrift erheben.

Die Unterlagen sind derzeit auch auf der Website der Regierung von Mittelfranken eingestellt:

[www.regierung.mittelfranken.bayern.de]

Siehe auch hier: [www.nuernberg.de]


Planfeststellungsverfahren für den Ausbau der Ostendstraße (St 2241):

Die Unterlagen sind noch auf der Website der Regierung von Mittelfranken zu finden (waren 2019 ausgelegt):

[www.regierung.mittelfranken.bayern.de]

Siehe auch hier: [www.nuernberg.de]


Planfeststellungsverfahren Verlängerung bis Bauernfeindstraße:

Zum PF-Verfahren gibt es noch keine Informationen.

Siehe auch hier: [www.nuernberg.de]



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 29.04.2024 11:36 von Manfred Erlg.
Zitat
Manfred Erlg

Planfeststellungsverfahren Verlängerung bis Bauernfeindstraße:

Zum PF-Verfahren gibt es noch keine Informationen.

Siehe auch hier: [www.nuernberg.de]


Auf meine Nachfrage an die Stadt Nürnberg auf Twitter hin hat diese auskunft gegeben, dass die Planfeststellungsunterlagen am 06. Mai diesen Jahres eingereicht worden sind. Es sollte daher noch so ca 1-2 Jahre dauern bis zum Baurecht, Ende 2028 könnten dann - bei zügigem Verfahren und Bau - Züge rollen

Link zu Twitter: [x.com]



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 12.06.2024 10:07 von KDanny41.
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