Zitat
Kirk
Danke. Wie gesagt, mich wundert dass man sich auf der Seite nicht richtig präsentiert. Die werden doch alle einen Background haben ?!
Haben sie bestimmt, aber mit Verkehrsplanung haben sie alle nichts am Hut gehabt. Dieser Jung sagte mal bei einer Diskussion zur Sternbrücke, dass er seit vielen Jahren in Altona lebt und häufig mit der Bahn fährt. So als wenn ein häufiger Fluggast nun Ingenieur für Luft- und Raumfahrttechnik, Airline-Management und Flughafenplanung ist. So ähnlich verhält es sich mit den Gegnern anderer Projekte, zum Beispiel U5. Nimbys halt. Bisschen verstörend finde ich, dass solche Laien nicht nur demokratische Entscheidungen nicht akzeptieren können, sondern auch unabhängige Gutachten von Fachleuten sowie richterliche Urteile. Damit entkoppeln sie sich völlig von jedem Diskurs. Aber ist zum Glück egal. Der Bau läuft ja.
Zitat
kalle_v
... Bisschen verstörend finde ich, dass solche Laien nicht nur demokratische Entscheidungen nicht akzeptieren können, sondern auch unabhängige Gutachten von Fachleuten sowie richterliche Urteile. ...


"Unabhängige Gutachten von Fachleuten sowie richterliche Urteile", so ein Quatsch! Es gab pro Diebsteich weder unabhängige Gutachten, noch richterliche Urteile. Im Gegenteil, es wurde ein Baustopp verfügt und das endgültige Urteil wäre ebenfalls gegen Diebsteich ausgegangen, weil die DB viele vom Gericht gesetzte Fristen versäumt hatte und es in vielen Monaten nicht geschafft hatte, die Fragen des Gerichtes hinreichend zu beantworten.

Für die dann von der Stadt im Kompromiss mit dem VCD ausgehandelten Veränderungen gibt es bis heute nicht einmal rechtskräftiges Planungsrecht. Außerdem kann jeder, der halbwegs bei Sinnen ist, problemlos erkennen, dass ein 6-gleisiger Durchgangsbahnhof Diebsteich, der dazu noch zu zwei Dritteln als Endbahnhof genutzt werden soll, deutlich weniger Kapazität haben würde, als ein Kopfbahnhof Altona mit 8 Gleisen plus zwei Gleisen zur Verbindungsbahn und plus zwei Gleisen zu den Betriebswerken sowie zusätzlich zwei weitere Gleisen, die am Bahnhof Altona vorbeiführen.

Das Diebsteich-Projekt ist wie Stuttgart 21 nichts weiter als ein Grundstücksdeal, der eisenbahntechnisch ins Chaos führen wird. Rausgeschmissenes Geld für eine Verschlechterung der DB–Infrastruktur à la Mehdorn. Es ist höchste Eisenbahn für die von Bundesverkehrsminister Wissing angekündigte Trennung von Netz und Betrieb, mit der Ausgliederung von DB Netz und DB StuS in eine gemeinnützige Gesellschaft ohne Gewinnerzielungsabsicht.
@DB-Bahner - die Verbindungsbahn wird aber viergleisig...
Zitat
christian schmidt
@DB-Bahner - die Verbindungsbahn wird aber viergleisig...


Genau deshalb müssen alle Pläne erst einmal in Sack und Tüten sein, bevor an Diebsteich auch nur eine Schippe Sand bewegt wird. Auch der heute von Arnecke vorgestellte Abzweig nach Lurup bedingt ja zwei zusätzliche S-Bahn-Gleise und vermutlich unterirdisch aus dem VET.
Zitat
NVB
[. Auch der heute von Arnecke vorgestellte Abzweig nach Lurup bedingt ja zwei zusätzliche S-Bahn-Gleise und vermutlich unterirdisch aus dem VET.

Klingt ja schon fast wie "entweder Tunnel oder garkeine neue Linie". Ich dachte, es wird noch geprüft ob und wie.....für mich ist der Tunnel einfach nur ein riesiges Massengrab für viele viele Euros. Am Ende gibt es über Jahre eine riesige Baustelle, die von der Bahn nochmal extra in die Länge gezogen wird (wenn die Bahn baut....), weil man sich mit der Bauzeit und Kostenplanung total verrechnet hat.
Ich war eigentlich der Meinung, dass der große Zusammenhang hier im Forum schon relativ klar war:

Solange nur zwei Gleise der Verbindungsbahn für Fern-/Regional sind, reicht Altona-Nord auch mit 6 Gleisen in den allermeisten Fällen aus, die Krücke ist eher, dass S-Diebsteich zweigleisig bleibt.

Der große Wurf ist dann der VET/Ferlemann-Tunnel, mit S-Bahn komplett unterirdisch inklusive neuem viergleisigen unterirdischen S-Bahnhof Diebsteich, der dann alles magisch verbindet und nur die Winkel von Nord (Langenfelde), Ost (VET-Alsenplatz), Süd (Altona) und West (S32-Bornkampsweg) spannend unter einen Hut bringen muss.

Die S32 Ausfädelung ab Holstenstraße ist ja eher ein Hamburger Projekt, wo letztendlich der Bund durch einen üppig bezahlten VET der Stadt die zweite Hälfte der Verbindungsbahn zeitnah "abkaufen" muss, damit diese nicht mit einer S32 ab Holstenstraße zwei S-Bahn Gleise auf der Verbindungsbahn zementiert.
@bahn42 - sehe ich auch so!

Wobei man anmerken sollte dass sowohl ein 4-gleisiger unterirdischen S-Bahnhof untersucht wird als auch 2 unterirdische Gleise und die jetzigen 2. Obwohl im Protokoll vom Verkehrsausschuss bereits steht dass der Verkehrsplaner der Stadt der Meinung es wäre "sinnvoll, vier Gleise unten vorzusehen und damit die viergleisige Verkehrsstation in Altona unterirdisch zu bauen." Klarer geht kaum!

Der Fernbahnhof wird dann wohl auch 8-gleisig - sicher genug für eine 4-gleisige Verbindungsbahn. Wobei ich aber auch große Mühe habe mir die Lage des 4-gleisigen S-Bahnhofs vorzustellen. Die Verbindungen Langenfelde-Altaltona, Langenfelde-Verbindungsbahn und Altaltona-Verbindungsbahn sind ein Dreieck von dem jeder Schenkel befahren wird und doch sicher weiter befahren werden soll. Und wenn Altaltona-Verbindungsbahn an Neualtona vorbei geführt wird, müsste es 3 unterirdische gebohrte Abzweige geben? Sicherlich machbar, aber €€€€€€€€€...
Sorry, in diesem Forum dürfen nur registrierte Benutzer schreiben.

Hier klicken, um sich einzuloggen