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U5 Alexanderplatz - Brandenburger Tor (Bauzeitraum ab 10/2014)
geschrieben von manuelberlin 
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Nemo
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Heidekraut
Ich habe mich eigentlich schon länger gefragt, warum man den Tube-Charakter des neuen U-Bahn-Abschnittes in keinen der Bahnhöfe übernommen hat. Möglicherweise, weil das nicht typisch für die Gesamtlinie ist (…).

Nun, das kann nicht der Grund gewesen sein. Die neuen Bahnhöfe haben keinerlei Gemeinsamkeiten mit den anderen Bahnhöfen der Linie.

Doch, nämlich konzeptionelle Gemeinsamkeit: Alle Bahnhöfe repräsentieren baulich ihre Erschaffungsperiode und damit auch eine politische Periode. Weimar, Frühere DDR, Spät-DDR, Vereinigtes Deutschland.
Zitat
Slighter


Doch, nämlich konzeptionelle Gemeinsamkeit: Alle Bahnhöfe repräsentieren baulich ihre Erschaffungsperiode und damit auch eine politische Periode.

Das trifft ja nun auf die wenigsten Bahnhöfe nicht zu!

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
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Nemo
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Slighter


Doch, nämlich konzeptionelle Gemeinsamkeit: Alle Bahnhöfe repräsentieren baulich ihre Erschaffungsperiode und damit auch eine politische Periode.

Das trifft ja nun auf die wenigsten Bahnhöfe nicht zu!

Lustigerweise trifft es genau auf Schillingstraße usw. eben nicht zu, da diese ja aufwendig umgestaltet wurden. Aber das hab ich eingangs etwas unter den Tisch fallen lassen.
Zitat
Slighter
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Nemo
Zitat
Slighter


Doch, nämlich konzeptionelle Gemeinsamkeit: Alle Bahnhöfe repräsentieren baulich ihre Erschaffungsperiode und damit auch eine politische Periode.

Das trifft ja nun auf die wenigsten Bahnhöfe nicht zu!

Lustigerweise trifft es genau auf Schillingstraße usw. eben nicht zu, da diese ja aufwendig umgestaltet wurden. Aber das hab ich eingangs etwas unter den Tisch fallen lassen.

Kaputtsaniert hat man vielerorts, aber dann steht der Bahnhof wenigstens für die Sanierungszeit.

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
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andre_de
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phönix
Ich überlege gerade, wann die Dauerbaustelle dort eingerichtet wurde? Hat das noch jemand parat?

Das kannst Du hier gut nachvollziehen:
http://www.baustellen-doku.info/berlin_erweiterung_u5/page/2/

Ah danke. Obwohl nur 1,5 Jahre Verspätung: Für die touristischen Nutzer der Straße Unter den Linden war die ewige Baustelle nicht gerade attraktiv.

Mit besten Grüßen

phönix
Den Fahrgästen ist es sicher egal, welche Bauweise den jeweiligen Bahnhof erzeugt hat. Alles nur nicht so, wie die echte Tube in London, das ist echt klaustophobisch. Ich hatte leichte Panikattacken, obwohl ich sonst nicht besonders klausto bin. Aber wenigstens einen röhrenförmigen Bahnhof wünsche ich mir für Berlin. U7-Verlängerung wirds ja auch nicht werden. Vielleicht U8 im märkischen Viertel. ;-)

Heidekraut zum Hauptbahnhof
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der weiße bim
Die neuen Bahnhöfe stehen für die Bauepoche des beginnenden 21. Jahrhunderts und sind ein Zeugnis für einen eleganten, repräsentativen Baustil. Sie passen daher nicht so recht in die alte neue Hauptstadt Deutschlands. Ins Umfeld der Regierungsbauten aber umso besser.

Dass Berlin Hauptstadt Deutschlands ist, ist doch nicht neu.
Zitat
Henning
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der weiße bim
Die neuen Bahnhöfe stehen für die Bauepoche des beginnenden 21. Jahrhunderts und sind ein Zeugnis für einen eleganten, repräsentativen Baustil. Sie passen daher nicht so recht in die alte neue Hauptstadt Deutschlands. Ins Umfeld der Regierungsbauten aber umso besser.

Dass Berlin Hauptstadt Deutschlands ist, ist doch nicht neu.

Wie mans nimmt. Rund 50 lange Jahre, von 1949 bis 1999, war das Städtchen Bonn Regierungssitz der Bundesrepublik Deutschland und damit faktisch deutsche Hauptstadt.

so long

Mario
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UndergroundBerlin
Finden diese Testfahrten jetzt regelmäßig nachts statt?

Nein, vorerst nur in dieser Woche als Test der Grundfunktionen von Gleisanlagen, Fahrstromanlagen und der neuen Zugsicherungstechnik.
Heute Nacht ist ein Vierwagenzug unterwegs. Zum Beginn des Zehnminutenverkehrs kommt er aus Friedrichsfelde und wartet im dazu abgesperrten Gleis 1 Alexanderplatz auf Einfahrt in die Noch-Baustelle. Erst muss festgestellt werden, dass auf der 4 Kilometer langen Strecke niemand mehr arbeitet, bevor man die Sicherungsmaßnahmen entfernt und den Fahrstrom zuschaltet.

so long

Mario



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 24.06.2020 00:42 von der weiße bim.
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Heidekraut
Ich habe mich eigentlich schon länger gefragt, warum man den Tube-Charakter des neuen U-Bahn-Abschnittes in keinen der Bahnhöfe übernommen hat. Möglicherweise, weil das nicht typisch für die Gesamtlinie ist, aber es ist doch eigentlich naheliegend, die eher neue Bauweise (für Berlin) auch stärker sichtbar zu machen.

Das ist ganz einfach zu beantworten: Die Bahnhöfe, die Du im Kopf hast, sind allesamt bergmännisch in Gestein errichtet worden. Da sind nicht nur die Tunnel, sondern auch die Bahnsteighallen und Zugangstunnnel im Querschnitt rund.
In Berlin wurde aber nur der Tunnel bergmännisch aufgefahren, die Stationen sind in offener (oder Deckel-) Bauweise erstellt und haben deswegen notwendigerweise senkrechte Wände. Einzige Ausnahme ist Museumsinsel - und bei dem ist die ja genau deswegen die Baugeschichte auch noch an der gewölbten Decke erkennbar.
Zitat

"andre_de" am 22.6.2020 um 23.07 Uhr:

im Bereich Unter den Linden sind die Bauwände gefallen und die Arbeiten zur Wiederherstellung des Mittelstreifens haben begonnen.

Als wenn Ihr Euch abgesprochen hättet ... die heutige Berliner Abendschau kündigt folgendes Thema an:

Zitat

U5 auf der Zielgeraden

Ein neues Stadtbild bietet sich Unter den Linden. Die meterhohen Bauzäune sind weg, neue Aufzüge da. Der Rückbau der jahrelangen Baustelle zeigt: Die U5-Verlängerung ist fast auf der Zielgeraden.

Gruß, Thomas ;-)

--
Thomas Krickstadt, Berlin, Germany, usenet@krickstadt.de
Zitat
krickstadt
Zitat

"andre_de" am 22.6.2020 um 23.07 Uhr:

im Bereich Unter den Linden sind die Bauwände gefallen und die Arbeiten zur Wiederherstellung des Mittelstreifens haben begonnen.

Als wenn Ihr Euch abgesprochen hättet ... die heutige Berliner Abendschau kündigt folgendes Thema an:

Ich habe die Information an die Abendschau verkauft ;-)
Zitat
der weiße bim
Wie mans nimmt. Rund 50 lange Jahre, von 1949 bis 1999, war das Städtchen Bonn Regierungssitz der Bundesrepublik Deutschland und damit faktisch deutsche Hauptstadt.

Was dabei aber gerne unterschlagen wird: Berlin war bis zum 2. Oktober 1990 ebenfalls funktionierender Regierungssitz (wenn auch ohne Verteidigungsministerium) und auch Hauptstadt, wie man auf vielen Wegweisern lesen konnte.

Um die Kurve zum Thema U5-Verlängerung zu kriegen, schlage ich vor, in Anbetracht der Nähe zwischen dem Westausgang des U-Bahnhofs Museumsinsel und dem Außenministerium den Bahnhof zur Erinnerung an diese Zeit in Außenminister-Fischer-Platz umzubenennen. ;-)
Passt, wir hatten in der DDR ja Oskar Fischer und in der Bundesrepublik Joschka Fischer... :-)

Viele Grüße, Rico
Zitat
Jumbo
Was dabei aber gerne unterschlagen wird: Berlin war bis zum 2. Oktober 1990 ebenfalls funktionierender Regierungssitz (wenn auch ohne Verteidigungsministerium) und auch Hauptstadt, wie man auf vielen Wegweisern lesen konnte.
Leider war die "DDR", wie wir heute wissen und in neueren Geschichtsbüchern nachlesen können, ein sogenannter Unrechtsstaat. Die wirkliche Hauptstadt war Moskau ;-)

Aber zurück zur U5:
Die neue Zugsicherung ist ein weites und sehr interessantes Feld. Beispielsweise Hauptbahnhof:
Vom Bahnsteiggleis 2 (das die U55 nicht befahren hat) geht es geradeaus ins Aufstellgleis 8, das am Montag erstmals mit einem U-Bahnzug befahren wurde. Vor der Befahrung signalisierte das Einfahrsignal für den Linksfahrbetrieb 25 km/h, dann wurde die Fahrstraße ins Gleis 8 eingestellt und das Gleis einmal befahren. Bei der nächsten Ankunft in Hauptbahnhof, wieder als Linksfahrt, wurde die Einfahrt ins Bahnhofsgleis mit 40 km/h signalisiert. Jetzt "wusste" das Elektronische Stellwerk, dass Gleis 8 frei ist und als Durchrutschweg in voller Länge zur Verfügung steht.

Im Bild das erste Mal Hp4 nach Gleis 8 (maximal 25 km/h) am Kehrsignal K2. Nach Umbau der provisorischen, nun verwaisten Werkstatt zur viergleisigen Kehr- und Aufstellgleisanlage wird es auch Gleis 5, 6 und 7 ankündigen können. Sehr viel besser wäre aber irgendwann ein neues Mastschild A2X und neue Funktion als Ausfahrsignal bei der nächsten Streckenverlängerung, vielleicht noch in diesem Jahrhundert.

Zitat
Alter Köpenicker
Na da hat der Zug im zweiten Bild ja ganz schön Staub aufgewirbelt.

Im Bahnhof Brandenburger Tor war es gerade noch erträglich. Woanders konnte man nicht mehr sehen, wieviel Wagen der Zug hatte (Bild unten).
Da waren die Masken tatsächlich sinnvoll …

Leider musste die Staubsaugerzugfahrt (wohl wegen behördlich angeordneter Einreisesperren) auf Juli verschoben werden.
Und natürlich bekommt der Testzug nach dieser Woche eine Sonderreinigung und neue Filtermatten, bevor er wieder in den normalen Einsatz geht.

so long

Mario



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 24.06.2020 20:21 von der weiße bim.


Zitat
der weiße bim
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Jumbo
Was dabei aber gerne unterschlagen wird: Berlin war bis zum 2. Oktober 1990 ebenfalls funktionierender Regierungssitz (wenn auch ohne Verteidigungsministerium) und auch Hauptstadt, wie man auf vielen Wegweisern lesen konnte.
Leider war die "DDR", wie wir heute wissen und in neueren Geschichtsbüchern nachlesen können, ein Unrechtsstaat. Die wirkliche Hauptstadt war Moskau ;-)

Zudem gehörte der Sowjetsektor völkerrechtlich nie zur DDR, er konnte also nicht die Hauptstadt sein.

x--x--x--x

Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Der Spruch hätte auch vom ex user 54e sein können.

Nun hat sich aber auf der Ostseite keiner um das Gejammer hinter der bemalten Seite der Mauer gestört- der Ostteil Berlin war halt Hauptstadt.
Auch wenn man auf die Direktiven aus Moskau hören musste.

Wird im Provinzkaff Bonn mit Direktiven aus Washington, Paris und London nicht viel anders gewesen sein...

T6JP
Der rbb hat die Baustelle besucht und im Rahmen der Sendungen "zibb" und "Abendschau" zwei Beiträge gesendet, die sicher bald in der Mediathek verfügbar sein werden.
Zitat
B-V 3313
Zudem gehörte der Sowjetsektor völkerrechtlich nie zur DDR, er konnte also nicht die Hauptstadt sein.

Lass gut sein, der kalte Krieg ist lange vorbei. Selbst Eure Beschützer hatten den Status quo akzeptiert, die Meinung von Euch eingemauerten Westberlinern war da vollständig irrelevant. Zumal Ihr es mit der Abgrenzung zur Bundesrepublik ja bekanntlich auch nicht so genau genommen habt. Vor allem habt Ihr gerne die vielen Bundes-Milliarden genommen, ohne Fragen zu stellen, und Euch dran satt gefressen. Klar, dass da irgendwann die eigene Moral auf der Strecke bleibt...
Und ist es nicht schön, wie aus der U5 langsam eine verbindende Ost-West-Linie wird :)



(Jetzt müsste nur noch die U7 bis Groß Glienicke kommen, und die U4... ;-p )
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