Willkommen! Einloggen Ein neues Profil erzeugen

erweitert
Neue Chance für Stammbahn?
geschrieben von Ronny_Sommer 
Zitat
Jumbo
Neue Kreuzungen von Schienenbahnen sind aber nur noch in Bahnhöfen oder Abweigstellen erlaubt, steht im § 12 der EBO.

Nun, eigentlich nennt man jene Orte, wo sich Eisenbahnstrecken außerhalb von Bahnhöfen verzweigen oder kreuzen einfach Abzweigstelle.

In Kohlhasenbrück gibt es auch bereits eine Abzweigstelle, die würde man dann einfach entsprechend vergrößern.

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat
Nemo
Zitat
Jumbo
Neue Kreuzungen von Schienenbahnen sind aber nur noch in Bahnhöfen oder Abweigstellen erlaubt, steht im § 12 der EBO.

Nun, eigentlich nennt man jene Orte, wo sich Eisenbahnstrecken außerhalb von Bahnhöfen verzweigen oder kreuzen einfach Abzweigstelle.

In Kohlhasenbrück gibt es auch bereits eine Abzweigstelle, die würde man dann einfach entsprechend vergrößern.
diese Abzweigstelle ist aber keine Kreuzung, sondern eben nur eine Ein- bzw Ausfädelung vermittels Weichen von Stammbahn in die bzw aus der "Kanonenbahn".

Eine Kreuzung würde entstehen, wenn die Stammbahn jenseits davon wiederhergestellt würde und die Gleise sich einfach höhengleich kreuzen, in einem Winkel von — grob geschätzt — 60 Grad. Um das zu vermeiden, muß man die beiden Strecken in verschiedene Ebenen d.h. Höhenlagen verschieben, wie am Ostkreuz, Südkreuz und Westkreuz (nur ohne Bahnsteige), aber nicht wie an den Abzweigen von Gesundbrunnen oder Westhafen zum Tunnel Nord-Süd Fernbahn. Ist der Unterschied zwischen Abzweig und Kreuzung jetzt klar?

Dank an Nemo Jumbo für den Hinweis auf §12 EBO. Diese Vorschrift meinte ich, aber leider hat Covid-19 mein Gedächtnis beschädigt, und ich suchte nur im AEG (Allgemeines Eisenbahngesetz), die EBO war ausgeblendet.


Pardon, Nemo, ich war beim Verfassen dieses Beitrags wohl noch etwas schlaftrunken, so daß ich die Namen verwechselt hatte.


immer noch keine richtige sig



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 18.07.2022 07:07 von L.Willms.
Zitat
Jumbo
Neue Kreuzungen von Schienenbahnen sind aber nur noch in Bahnhöfen oder Abweigstellen erlaubt, steht im § 12 der EBO. Wobei die Kreuzung zwischen Stamm- und Wetzlarer Bahn sicher entweder im zu erweiternden Bahnhof Griebnitzsee oder an einer neu zu schaffenden Abzweigstelle erfolgen würde.

Für zwei aufeinanderfolgene Abzweige ist an der Örtlichkeit kein Platz. Das würde auch den Betrieb verlangsamen und eine Quelle von Betriebsstörungen sein.

Nein, da muß eine echte Kreuzung her, natürlich als höhenungleiche Kreuzung, wie die 14[*] Kreuzungen des Berliner Außenrings mit den radialen Strecken. Am Bhf Potsdam-Pirschheide kann man das ohne Wanderung durch Wildnis inspizieren (früher war das mit den Bahnsteigen am oben liegenden Außenring Potsdam Hauptbahnhof).

Dazu Verbindungskurven von Magdeburg-Potsdam nach Charlottenburg, d.h. Stadtbahn, und von Dessau auf die Stammbahn zum Tunnel Nord-Süd Fernbahn. Auf 3 Ebenen, damit völlig kreuzungsfrei, wie gestern von mir beschrieben.


Nachtrag: Wie sah diese Kreuzung eigentlich vorm Krieg aus?


[*] nach meiner Zählung, incl Heidekrautbahn


immer noch keine richtige sig



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 18.07.2022 07:36 von L.Willms.
Zitat
L.Willms

Nachtrag: Wie sah diese Kreuzung eigentlich vorm Krieg aus?


[*] nach meiner Zählung, incl Heidekrautbahn
[fbinter.stadt-berlin.de]

Also ich sehe da zumindest eine Überführung der Stammbahn über die Wetzlarer Bahn. Bei den Verbindungskurven von Potsdam Richtung Wannsee sehe ich eher eine niveaugleiche Lösung.

Kann man irgenwie auch Links auf die Luftbilder direkt setzen?

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 18.07.2022 08:42 von Nemo.
Zitat

"Nemo" am 18.7.2022 um 8.40 Uhr:

[...] [fbinter.stadt-berlin.de] [...]

Die "jsessionid" ist abgelaufen.

Zitat

Kann man irgenwie auch Links auf die Luftbilder direkt setzen?

Könnte ich, wenn Du schreiben würdest, welchen Jahrgang Du zeigen möchtest (ist aus der URL nicht ersichtlich).

Gruß, Thomas

--
Thomas Krickstadt, Berlin, Germany, usenet@krickstadt.de
Zitat
krickstadt
Zitat

"Nemo" am 18.7.2022 um 8.40 Uhr:

[...] [fbinter.stadt-berlin.de] [...]

Die "jsessionid" ist abgelaufen.

Zitat

Kann man irgenwie auch Links auf die Luftbilder direkt setzen?

Könnte ich, wenn Du schreiben würdest, welchen Jahrgang Du zeigen möchtest (ist aus der URL nicht ersichtlich).

Gruß, Thomas

1928

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat

"Nemo" am 18.7.2022 um 8.55 Uhr:

Zitat

"Nemo" am 18.7.2022 um 8.40 Uhr:

Kann man irgenwie auch Links auf die Luftbilder direkt setzen?

Zitat

Thomas Krickstadt am 18.7.2022 um 8.54 Uhr:

Könnte ich, wenn Du schreiben würdest, welchen Jahrgang Du zeigen möchtest (ist aus der URL nicht ersichtlich).

1928

Die Luftbilder aus dem Jahrgang 1928 sind in der Nutzung etwas besonderes, weil sie im Gegensatz zu anderen Jahrgängen direkt angezeigt werden. Man muss dann nur den "URL"-Button verwenden, um den Bildausschnitt und die Zoomstufe als URL angezeigt zu bekommen:

https://fbinter.stadt-berlin.de/fb/index.jsp?loginkey=zoomStart&mapId=k_luftbild1928@senstadt&bbox=372943,5806515,373556,5806875

Man kann auch die entsprechende Seite der Vergleichsseite vom Tagesspiegel nutzen (dort werden die Luftbilder aus den Jahrgängen 1928 und 2015 miteinander verglichen):

https://1928.tagesspiegel.de/#33d13dh

Leider reichen die Luftbilder aus dem Jahrgang 2015 nicht so weit südlich, sodass man beim Verschieben des Ausschnitts immer wieder zurückgeworfen wird.

Gruß, Thomas

PS: Aus anderen historischen Bildern weiß ich, dass der Königsweg mit einem Bahnübergang über die S-Bahn und mit einer Brücke über die Wetzlarer Bahn geführt wurde. Die Verbindungskurve Wetzlarer / Berlin-Potsdamer-Magdeburger Bahn ist natürlich auf der gleichen Ebene und die Überführung der Stammbahn über die Wetzlarer Bahn eine solche.

--
Thomas Krickstadt, Berlin, Germany, usenet@krickstadt.de



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 18.07.2022 09:17 von krickstadt.
Dank an Nemo und Thomas Krickstadt für den Blick in die Vergangenheit! Sehr hilfreich!
Zitat
krickstadt
PS: Aus anderen historischen Bildern weiß ich, dass der Königsweg mit einem Bahnübergang über die S-Bahn und mit einer Brücke über die Wetzlarer Bahn geführt wurde. Die Verbindungskurve Wetzlarer / Berlin-Potsdamer-Magdeburger Bahn ist natürlich auf der gleichen Ebene und die Überführung der Stammbahn über die Wetzlarer Bahn eine solche.
Eine Verbindungskurve von der Wetzlarer Bahn auf die Stammbahn Richtung Berlin gab es demnach damals nicht, denn die wäre doch nur in der Sackgasse des Potsdamer Bahnhofs gelandet, der damit womöglich überlastet worden wäre.

Heute ist das anders, weil man auf diesem Weg in den Tunnel Nord-Süd Fernbahn gelangt, der Durchbindungen zu allen nördlich von Berlin liegenden Zielen ermöglicht.

Die Kreuzung war damals mit 2 Ebenen, wobei dann das "Linksabbieger"-Gleis das Gegengleis der Zielstrecke kreuzen muß. Das kann man vermeiden, wenn man eine dritte Ebene einführt, wo entweder -- wie ich vorher schrieb --, die "geradeaus" führenden Gleise auf Ebene -1 bzw +1 führt, und die abbiegenden Verbindungsgleise auf Ebene 0, oder indem man nur eine Überführung auf Ebene +1 hat, und die Linksabbieger in Ebene -1 (oder umgekehrt) führt.

Die den Abbieger aufnehmende Weiche ist natürlich in einem Streckenblock beider Strecken enthalten und wird entsprechend gesperrt für die jeweils betroffene Richtung.


immer noch keine richtige sig



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 18.07.2022 11:00 von L.Willms.
Zitat
L.Willms
Eine Verbindungskurve von der Wetzlarer Bahn auf die Stammbahn Richtung Berlin gab es demnach damals nicht, denn die wäre doch nur in der Sackgasse des Potsdamer Bahnhofs gelandet, der damit womöglich überlastet worden wäre.

Blödsinn, der Grund war viel einfacher: von der Wetzlarer Bahn Richtung Zehlendorf ging es über die Wannseebahn!

x--x--x--x

Für mehr gelbe Farbe im Netzplan: die Farben der U4 und U7 tauschen!
Zitat
B-V 3313
Zitat
L.Willms
Eine Verbindungskurve von der Wetzlarer Bahn auf die Stammbahn Richtung Berlin gab es demnach damals nicht, denn die wäre doch nur in der Sackgasse des Potsdamer Bahnhofs gelandet, der damit womöglich überlastet worden wäre.

Blödsinn, der Grund war viel einfacher: von der Wetzlarer Bahn Richtung Zehlendorf ging es über die Wannseebahn!

Vielleicht möglich, ja, aber wozu?

Man könnte ja mal in einem alten Fahrplan nachsehen, ob irgend ein Personenzug von Dessau oder auch nur Beelitz Heilstätten diesen Weg genommen hat. Ich müßte dazu in die Nationalbibliothek gehen. Mag jetzt aber nicht.


immer noch keine richtige sig
Zitat
L.Willms
Zitat
B-V 3313
Zitat
L.Willms
Eine Verbindungskurve von der Wetzlarer Bahn auf die Stammbahn Richtung Berlin gab es demnach damals nicht, denn die wäre doch nur in der Sackgasse des Potsdamer Bahnhofs gelandet, der damit womöglich überlastet worden wäre.

Blödsinn, der Grund war viel einfacher: von der Wetzlarer Bahn Richtung Zehlendorf ging es über die Wannseebahn!

Vielleicht möglich, ja, aber wozu?

Man könnte ja mal in einem alten Fahrplan nachsehen, ob irgend ein Personenzug von Dessau oder auch nur Beelitz Heilstätten diesen Weg genommen hat. Ich müßte dazu in die Nationalbibliothek gehen. Mag jetzt aber nicht.

Warum? Weil die Stadtbahn damals dicht war! Man hat ja alles, was ging über die Stadtbahn geleitet und die Kopfbahnhöfe waren sozusagen der Überlauf. Wobei ich jetzt auch nicht weiß, ob man das so gemacht hat.

Jedenfalls erklärt die Wannseebahn die fehlende Notwendigkeit einer Gleisverbindung von der Wetzlarer Bahn zur Stammbahn in Kohlhasenbrück. In den Fahrplänen wird es auch nicht unbedingt stehen, denn damals gab es ja auch noch Güterverkehr, z.B. von Seddin zum Potsdamer Güterbahnhof und den anderen Güterbahnhöfen entlang der Stammbahn.

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat
L.Willms
Zitat
B-V 3313
Blödsinn, der Grund war viel einfacher: von der Wetzlarer Bahn Richtung Zehlendorf ging es über die Wannseebahn!

Vielleicht möglich, ja, aber wozu?

Man könnte ja mal in einem alten Fahrplan nachsehen, ob irgend ein Personenzug von Dessau oder auch nur Beelitz Heilstätten diesen Weg genommen hat. Ich müßte dazu in die Nationalbibliothek gehen. Mag jetzt aber nicht.

Züge über die Wannseebahn Richtung Beelitz-Heilstätten - Dessau hat es im Fahrplanjahr 1939 nicht gegeben, die Nahverkehrszüge fuhren meist ab/bis Wannsee, manche bis Charlottenburg, E- und D-Züge über die Stadtbahn zum Schlesischen Bahnhof.

Ein Zug Richtung Dessau fuhr ab Anhalter Bahnhof, der fuhr jedoch über Wittenberg und nicht über die Wannseebahn. Ein weiterer Zug Richtung Güsten fuhr ab Wannseebahnhof, dann aber über die Stammbahn und Magdeburg.

Das lässt sich ganz ohne Gang in die Nationalbibliothek Recherchieren:
Tabelle 158: [www.deutsches-kursbuch.de]
Tabelle 199b: [www.deutsches-kursbuch.de]
Zitat
L.Willms
Vielleicht möglich, ja, aber wozu?

Auch das ist einfach zu beantworten, die Stammbahn war durch ein gewisses Ereignis nicht mehr befahrbar! Und jetzt rate mal wie die Amizüge von Griebnitzsee nach Lichterfelde West kamen...

x--x--x--x

Für mehr gelbe Farbe im Netzplan: die Farben der U4 und U7 tauschen!
Zitat
B-V 3313
Zitat
L.Willms
Vielleicht möglich, ja, aber wozu?

Auch das ist einfach zu beantworten, die Stammbahn war durch ein gewisses Ereignis nicht mehr befahrbar! Und jetzt rate mal wie die Amizüge von Griebnitzsee nach Lichterfelde West kamen...
Das "damals" meiner Frage bezieht sich selbstverständlich auf die Zeit vorm Krieg, als Stammbahn und Potsdamer Sack-Bahnhof noch intakt und in Betrieb waren.

Es ist doch sehr befremdlich, wenn jemand das nicht versteht.


immer noch keine richtige sig
Zitat
willi79
Das lässt sich ganz ohne Gang in die Nationalbibliothek Recherchieren:
Tabelle 158: [www.deutsches-kursbuch.de]
Tabelle 199b: [www.deutsches-kursbuch.de]
Danke für den Link zu dieser so wertvollen Resource!


immer noch keine richtige sig
Sorry, in diesem Forum dürfen nur registrierte Benutzer schreiben.

Hier klicken, um sich einzuloggen