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Ausschreibung System Stadtbahn - Thema beendet
geschrieben von merlinbt01 
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Nemo
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Wutzkman
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Jim Knopf vom Niederrhein
Die BWL´er und Controller, die von nichts eine Ahnung haben, sollte man besser in die Wüste schicken und Ihnen keine Chance geben "einmal Eisenbahn zu spielen".

Du wirfst anderen vermeintliche Ahnungslosigkeit vor und verwendest selbst den Deppenapostroph? *slowclap*

Desweiteren frage ich mich wirklich, ob du wirklich selber glaubst, was du da schreibst?

Sind denn Magier und Hexen BWLer und Controller Schuld daran, dass Keolis keine Lokführer eingestellt hat?

Naja, die Manager hätten natürlich mit realistischen übertariflichen Löhnen kalkulieren können. Nur hätte dann irgendwer anderes den Auftrag bekommen.

Und der, der dann den Auftrag bekommen hätte, hätte sich die nun fehlenden Lokführer getöpfert?
Genauso, wie Nemo es schreibt, ist es. Nur "nackte" Zahlen vergleichen oder auf falsche (vermeintlich kostengünstigere) Annahmen / Vermutungen zu setzen bringt nichts bei einem so komplexen Gebilde wie im speziellen Fall "S-Bahn". Sollte in Berlin ja eigentlich jeder wissen. z.B. hat die Formel: neue Fahrzeuge = die sind zuverlässiger als die alten Fahrzeuge = weniger Fahrzeugreserven = weniger Werkstätten = weniger Personal hat ja schon einmal ins Chaos geführt.
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Jim Knopf vom Niederrhein
bzgl. Ausschreibungen von S-Bahnen an "leistungsfähige und kostengünstigere" Privatbahnen sollten die Verantwortlichen in Berlin einmal einen Blick nach NRW werfen. Da wird seit Jahren geplant ab 2019 Privatbahnen anstatt DB einzusetzen und jetzt, 6 Wochen (!) vor Fahrplanwechsel, stellt der Verkehrsverbund Rhein Ruhr fest, daß dem beauftragten Unternehmen Keolis (Eurobahn) Lokführer fehlen.

Immerhin haben dort die Verantwortlichen rechtzeitig die Reißlinie gezogen.

Ansonsten: die, die meinen, man sollte doch die S-Bahn um jeden Preis in den Händen der DB AG belassen, sollten doch einmal einen Blick auf Berlin 2009 werfen.

Und gerne einen zweiten Blick auf die Ringbahnausschreibung, die ganz strikt auf die DB zugeschnitten war, und dem Steuerzahler nun recht teuer kommt.
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Global Fisch

Und gerne einen zweiten Blick auf die Ringbahnausschreibung, die ganz strikt auf die DB zugeschnitten war, und dem Steuerzahler nun recht teuer kommt.

Wenn es dafür genug Reserven gäbe, bin ich bereit den Preis zu zahlen
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PassusDuriusculus
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Global Fisch

Und gerne einen zweiten Blick auf die Ringbahnausschreibung, die ganz strikt auf die DB zugeschnitten war, und dem Steuerzahler nun recht teuer kommt.

Wenn es dafür genug Reserven gäbe, bin ich bereit den Preis zu zahlen

Aber dann bitte für mich mit.

Danke.

PS: ich halte es durchaus auch für sinnvoll, genügend Reserven einzuplanen, auch wenn der Besteller dann etwas mehr zahlen muss.

Aber dass ist eine Frage der jeweiligen Ausschreibungs-/Vertragsbedingungen und *völlig* unabhängig davon, ob nun ein Unternehmen oder mehrere zum Zuge kommen.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 27.10.2019 18:25 von Global Fisch.
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Nemo
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Wutzkman
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Jim Knopf vom Niederrhein
Die BWL´er und Controller, die von nichts eine Ahnung haben, sollte man besser in die Wüste schicken und Ihnen keine Chance geben "einmal Eisenbahn zu spielen".

Du wirfst anderen vermeintliche Ahnungslosigkeit vor und verwendest selbst den Deppenapostroph? *slowclap*

Desweiteren frage ich mich wirklich, ob du wirklich selber glaubst, was du da schreibst?

Sind denn Magier und Hexen BWLer und Controller Schuld daran, dass Keolis keine Lokführer eingestellt hat?

Naja, die Manager hätten natürlich mit realistischen übertariflichen Löhnen kalkulieren können. Nur hätte dann irgendwer anderes den Auftrag bekommen.

Und nun hat dennoch jemand anderes den Auftraggeber bekommen. Und der Ruf ist gleich mit ruiniert.

*******
Beachten Sie die 3G-Regeln: Gelesen, gelacht, geantwortet.
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PassusDuriusculus
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Global Fisch

Und gerne einen zweiten Blick auf die Ringbahnausschreibung, die ganz strikt auf die DB zugeschnitten war, und dem Steuerzahler nun recht teuer kommt.

Wenn es dafür genug Reserven gäbe, bin ich bereit den Preis zu zahlen

Wenn! Genau. Vielleicht ist aber auch nur die Rendite höher?

*******
Beachten Sie die 3G-Regeln: Gelesen, gelacht, geantwortet.
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Global Fisch

Ansonsten: die, die meinen, man sollte doch die S-Bahn um jeden Preis in den Händen der DB AG belassen, sollten doch einmal einen Blick auf Berlin 2009 werfen.

Das hatten wir schon so oft. Wer ist Eigentümer der Bahn? Wer hat den Börsengang und die Einsparungen gefordert? Aber an der Stelle auch egal. Wie war es denn bis 2009 mit dem Unternehmen aus einer Hand? Das Gleiche kannst du heute bei der BVG sehen: ist Frau Nikutta wirklich schuld, dass sich der Sparwahn der vergangenen Jahrzehnte, von der Politik ausgehend, nun rächt, oder doch wer anders? Schön, dass nun alle auf Frau Nikutta einhauen, das Übel begann aber schon weit vor 2010. Man hatte nicht mal 50 Prozent der H-Züge bestellt, die man hättte bestellen können. Hätte man es getan und nicht den Pfennig 5 Mal umgedreht, wäre die Situation heute entspannter. Bei der S-Bahn hat man Ausschreibungen verschleppt etc. Zeigt lieber mal mit den Finger auf Leute und Parteien, die ihr selbst wählt.



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 28.10.2019 21:35 von Railroader.
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Railroader
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Global Fisch

Ansonsten: die, die meinen, man sollte doch die S-Bahn um jeden Preis in den Händen der DB AG belassen, sollten doch einmal einen Blick auf Berlin 2009 werfen.

Das hatten wir schon so oft. Wer ist Eigentümer der Bahn? Wer hat den Börsengang und die Einsparungen gefordert? Aber an der Stelle auch egal. Wie war es denn bis 2009 mit dem Unternehmen aus einer Hand? Das Gleiche kannst du heute bei der BVG sehen: ist Frau Nikutta wirklich schuld, dass sich der Sparwahn der vergangenen Jahrzehnte, von der Politik ausgehend, nun rächt, oder doch wer anders? Schön, dass nun alle auf Frau Nikutta einhauen, das Übel begann aber schon weit vor 2010. Man hatte nicht mal 50 Prozent der H-Züge bestellt, die man hättte bestellen können.

Da Nikutta die Vorgabe "schwarze Null" deutlich "übererfüllt" hat und sie zur Erlangung dieses Ziels Investitionen zurückstellen ließ, zudem als Vorstand Technik ein wenig schmeichelhaftes Bild abgegeben hat, wird vollkommen zu Recht auf sie "eingehauen", denn sie verantwortet das operative Geschäft.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Zitat
Jay

Da Nikutta die Vorgabe "schwarze Null" deutlich "übererfüllt" hat und sie zur Erlangung dieses Ziels Investitionen zurückstellen ließ, zudem als Vorstand Technik ein wenig schmeichelhaftes Bild abgegeben hat, wird vollkommen zu Recht auf sie "eingehauen", denn sie verantwortet das operative Geschäft.

Man kann auf sie für ihre Unzulänglichkeiten einhauen wie man will, aber sie sicher nicht für die gesamte BVG-Krise verantwortlich machen. Das Gleiche gilt auch für die S-Bahn. Diese Manager erfüllen eine Aufgabe, die ihnen vorgegeben wird, von Menschen und Parteien, die wir wählen.
Zitat
Railroader
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Jay

Da Nikutta die Vorgabe "schwarze Null" deutlich "übererfüllt" hat und sie zur Erlangung dieses Ziels Investitionen zurückstellen ließ, zudem als Vorstand Technik ein wenig schmeichelhaftes Bild abgegeben hat, wird vollkommen zu Recht auf sie "eingehauen", denn sie verantwortet das operative Geschäft.

Man kann auf sie für ihre Unzulänglichkeiten einhauen wie man will, aber sie sicher nicht für die gesamte BVG-Krise verantwortlich machen. Das Gleiche gilt auch für die S-Bahn. Diese Manager erfüllen eine Aufgabe, die ihnen vorgegeben wird, von Menschen und Parteien, die wir wählen.

Das liest sich so, als wären sie reine Marionetten, die gar nicht anders könnten. Das ist mitnichten so. Manager haben einen erheblichen Gestaltungsspielraum, womit ja auch ihr hohes Gehalt gerechtfertigt wird. Und ich möchte klar widersprechen: Doch, sie trägt maßgeblich die Verantwortung dafür, wie die Situation aktuell ist.

Die relevanten Themen wurden ihr seit Amtsantritt, teils öffentlichkeitswirksam, immer wieder nahe gebracht und sowohl beim Thema Fahr- und Werkstattpersonal, als auch bei Straßenbahn- und U-Bahnfahrzeugen war seither auch viel Zeit das "Ruder rumzureißen". Bei der Straßenbahn gab es glücklicherweise einen Beschaffungsvertrag über eine große Fahrzeuganzahl, die inzwischen komplett abgerufen wurde. Das Verfahren zur Folgebeschaffung stockt allerdings deutlich. Es ist genauso aufgebaut, wie das Verfahren für neue U-Bahn-Fahrzeuge, das komplett unter ihrer Ägide läuft.

Und nein, sie hat keinesfalls alles vergeigt. Dass überhaupt wieder Personal in Größenordnungen eingestellt werden konnte, rechne ich ihr hoch an, genauso wie sie sicher ihren Anteil daran hatte die Politik von der Notwendigkeit einen Fahrzeugbeschaffungsprogramms zu überzeugen. In beiden Fällen ist die Umsetzung aber mangelhaft. Die zuvor verschlankte Führungsstruktur wurde wieder aufgebläht und die Fahrzeugbeschaffung... - nunja, siehe oben.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Zitat
Jay
Da Nikutta die Vorgabe "schwarze Null" deutlich "übererfüllt" hat und sie zur Erlangung dieses Ziels Investitionen zurückstellen ließ, zudem als Vorstand Technik ein wenig schmeichelhaftes Bild abgegeben hat, wird vollkommen zu Recht auf sie "eingehauen", denn sie verantwortet das operative Geschäft.

Einen technischen Vorstand gibt es bei der BVG seit Jahrzehnten nicht mehr, vielmehr nahm die "Alleskönnerin" ihren Zweitjob als Vorstand Betrieb so nebenbei mit. Das übernahm sie übrigens von ihrem Vorgänger Sturmowski. Dessen Vertrag als Vorstandsvorsitzender und Vorstand Betrieb war nach unbedachten Äußerungen gegenüber der Presse über absehbare Auswirkungen bei weiteren Verschieben der Fahrzeugneubeschaffungen seitens des Aufsichtsrates schnellstmöglich beendet worden.

Die Personalunion Vorstandsvorsitzender + Betriebsvorstand existierte seit dem Vertragsende des umstrittenen Betriebsvorstands Thomas Necker (2004 - 2009), der letzte studierte Techniker in der BVG-Unternehmensführung. Seitdem gibt es nur noch Manager.

so long

Mario
Hallo,

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Philipp
Der taugt aber nicht gerade zum positiven Beispiel.

Das kann man zum Glück auch ganz anders bewerten. Thomas Necker war meiner Ansicht nach der letzte BVG-Vorstand, der zumindest ansatzweise im Sinne der Fahrgäste und des Unternehmens BVG agiert hat. Das kann man von Frau Nikutta ganz gewiss nicht behaupten.

Viele Grüße vom Oberdeck...


BVG - Doofheit auf Rädern!



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 29.10.2019 01:41 von Oberdeck.
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Oberdeck
Hallo,

Zitat
Philipp
Der taugt aber nicht gerade zum positiven Beispiel.

Das kann man zum Glück auch ganz anders bewerten. Thomas Necker war meiner Ansicht nach der letzte BVG-Vorstand, der zumindest ansatzweise im Sinne der Fahrgäste und des Unternehmens BVG agiert hat. Das kann man von Frau Nikutta ganz gewiss nicht behaupten.

Viele Grüße vom Oberdeck...

In welcher Form denn? BVG2005plus als großes Sparpaket fällt direkt in seinen Beginn, anschließend war die Weiterentwicklung des Angebots nach dem 28.5.2006 tot. Fahrzeugneubeschaffungen gab es nur mit den kleinen Eindeckern EN 09. Wo findest du es da wieder?


Die Problematik ist aktuell aus meiner Sicht unabhängig von Fahrzeugen und Personal, dass man kaum eine Weiterentwicklung macht. Die Fahrgastinfo ist im Vergleich zu anderen Betrieben rückständig, für Entwicklung des Netzes wird nicht vorangetrieben (oder wie im August nur
aus Fahrzeugzwängen getan). Und für den Ausbau von Straßenbahn und U-Bahn ist die BVG doch selbst nicht Feuer und Flamme. Die zeigt auf den Senat, der soll machen. Aber wie in anderen Städten ist das nicht. Die Kampagne rettet glaube der BVG den Arsch, weil viele das nett finden. Oder das würde man nur eine Truppe ohne Vision sehen.

Die Berliner Linienchronik (+Stationierungen S-Bahn/BVG) 1868-2021
Necker war doch der, der die Straßenbahn abschaffen wollte? Oder? Gut, von einem Busfan akzeptiere ich das als fahrgastfreundlich obwohl ich da gänzlich anderer Meinung bin!

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Wollte man die Straßenbahn nicht schon in den 90ern abschaffen?
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Railroader
...
Man kann auf sie für ihre Unzulänglichkeiten einhauen wie man will, aber sie sicher nicht für die gesamte BVG-Krise verantwortlich machen. Das Gleiche gilt auch für die S-Bahn. Diese Manager erfüllen eine Aufgabe, die ihnen vorgegeben wird, von Menschen und Parteien, die wir wählen.

Da hänge ich mich mal ran.
Gibt es hier jemanden im Forum welcher wirklich weiß ab wann die BVG, also Frau N., wieder Gestaltungsraum hatte? Also, finanziell und politisch!
Des Weiteren glaube ich mich zu entsinnen, dass ihr Vorgänger gegangen wurde, weil er gegen den Sparkurs auf die Barrikade ging (bzw. ihn nicht mittragen wollte).
Und, weiß denn jemand, ob die jetzigen Spielräume nach den Großinvestitionen überhaupt noch für die angesprochenen Weiterentwicklungen ausreichen?

Ach ja, ich schreibe bewusst "weiß", also bitte keine Kristallkugel, keinen Kaffeesatz oder "ich glaube".
Merci.
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T6

Des Weiteren glaube ich mich zu entsinnen, dass ihr Vorgänger gegangen wurde, weil er gegen den Sparkurs auf die Barrikade ging (bzw. ihn nicht mittragen wollte).
.

Genau das ist auch mit Herrn Ruppert von der S-Bahn passiert, der die Pläne nicht mittragen wollte.
Zitat
Nemo
Necker war doch der, der die Straßenbahn abschaffen wollte? Oder?

Nein, im Gegenteil. Unter Neckers Regie erfolgte die Ausschreibung der neuesten Fahrzeuggeneration, die mit der Bestellung der vier Flexity-Prototypen und noch bis heute ausreichenden Optionen zumindest quantitativ in Ordnung war. Die Einstellung der unwirtschaftlichsten Linien war seinerzeit in der Politik gern gesehen, da für die Sanierung in der Zeit der maximalen Kreditlinien keinerlei Aussichten bestanden. Von einer Abschaffung der Straßenbahn war nie die Rede.

so long

Mario
Dieses Thema wurde beendet.