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Stand der Straßenbahnplanungen
geschrieben von Marienfelde 
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Gleisdreiecke
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Jay
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Gleisdreiecke
Dann wollen wir doch mal hoffen – auf offene Berliner Bauweise mit 50 m breiten Graben für die Tunnelbaustelle, wird bestimmt viele "Freunde" vor Ort finden … und das dauert dann bestimmt nicht nur ein verlängertes Wochenende bis das Loch dann wieder zu zu ist

Die U-Bahn würde ja gar nicht in die Nähe dieser Kleingartensiedlung kommen. Da wären dann ganz andere Wohngebiete betroffen.

Schade, trifft also - wie immer - die falschen.

Und genau darum geht es: Hauptsache, das eigene Grundstück und sein Umfeld bleiben unangetastet. Dabei geht es sehr häufig auch weniger um Ruhebedürfnis oder Frischluftzufuhr, sondern um die Angst um einen potenziellen Wertverlust des Grundstücks. Und den Grundstückswert wähnt man allzuoft am besten gewahrt, wenn sich möglichst nichts im Umfeld ändert.
Unlängst ist es tatsächlich mal gelungen, einen in diesem Sinne tätigen Akteur vorzustellen - es ging hier allerdings um das gescheiterte Seilbahnprojekt in Wuppertal. Zu sehen in diesem Beitrag bei Arte - ab etwa Minute 19:20:
[www.arte.tv]

Ingolf
Es ging schon etwas länger nicht mehr um die direkte Anbindung des Ostkreuzes. Aber ich fand heute diesen sehr passenden Tweet zur der dortigen "Idylle".
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Ingolf
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Gleisdreiecke
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Jay
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Gleisdreiecke
Dann wollen wir doch mal hoffen – auf offene Berliner Bauweise mit 50 m breiten Graben für die Tunnelbaustelle, wird bestimmt viele "Freunde" vor Ort finden … und das dauert dann bestimmt nicht nur ein verlängertes Wochenende bis das Loch dann wieder zu zu ist

Die U-Bahn würde ja gar nicht in die Nähe dieser Kleingartensiedlung kommen. Da wären dann ganz andere Wohngebiete betroffen.

Schade, trifft also - wie immer - die falschen.

Und genau darum geht es: Hauptsache, das eigene Grundstück und sein Umfeld bleiben unangetastet. Dabei geht es sehr häufig auch weniger um Ruhebedürfnis oder Frischluftzufuhr, sondern um die Angst um einen potenziellen Wertverlust des Grundstücks. Und den Grundstückswert wähnt man allzuoft am besten gewahrt, wenn sich möglichst nichts im Umfeld ändert.
Unlängst ist es tatsächlich mal gelungen, einen in diesem Sinne tätigen Akteur vorzustellen - es ging hier allerdings um das gescheiterte Seilbahnprojekt in Wuppertal. Zu sehen in diesem Beitrag bei Arte - ab etwa Minute 19:20:
[www.arte.tv]

Ingolf

Ich kann den Wuppertaler Seilbahngegner, der sich von einer dauerhaften Halbierung seines Grundstückswertes bedroht fühlt, durchaus verstehen.

Würden die Häuser bis zur anderen (östlichen) Seite der Greulichstraße für den Ausbau der Dresdener Bahn abgerissen und durch sechs Meter hohe Lärmschutzwände ersetzt, würde sich meine Begeisterung über den Bahnausbau in sehr engen Grenzen halten - und wenn es zehnmal dem Gemeinwohl dienen würde.

Man muß eben versuchen, diese Konflikte zu lösen. Eine Bemerkung zu Wuppertal kann ich mir dann doch nicht verkneifen: Im nahen Solingen gibt es ein Obusnetz, eine Linie fährt (wenn auch ohne Draht) neuerdings wieder über die Grenze nach Wuppertal. Die Wiederaufnahme des Obusbetriebs in Wuppertal selbst wäre eine naheliegende, kleine und relativ schnell erreichbare Verbesserung,

Marienfelde.
Neuerdings? Die Linie nach Wuppertal-Vohwinkel? An der ist doch nichts "neuerdings" und die entsprechende Oberleitung existiert nach wie vor. Lediglich für ein paar hundert Meter wird seit 2014 abgedrahtet auf einer kurzen über die eigentliche Strecke hinaus gehende Verbindung gefahren.

~ Das ist alles von der Kunstfreiheit gedeckt ~
Zitat
Marienfelde


Ich kann den Wuppertaler Seilbahngegner, der sich von einer dauerhaften Halbierung seines Grundstückswertes bedroht fühlt, durchaus verstehen.

Würden die Häuser bis zur anderen (östlichen) Seite der Greulichstraße für den Ausbau der Dresdener Bahn abgerissen und durch sechs Meter hohe Lärmschutzwände ersetzt, würde sich meine Begeisterung über den Bahnausbau in sehr engen Grenzen halten - und wenn es zehnmal dem Gemeinwohl dienen würde.



Marienfelde.

Allerdings wirken Straßenbahnstrecken da ganz anders. Aufgrund der kurzen Haltestellenabstände profitiert eigentlich jeder, der davon betroffen ist auch von der besseren Anbindung. Wenn man keinen ÖPNV nutzt, so hat man was davon dass der Grundstückswert steigt, insbesondere in Gegenden, wo bisher kaum ÖPNV vorhanden ist. Wenn man zu denjenigen gehört, die einen Teil ihres Grundstücks verlieren, ist das sicherlich bedauerlich. Allerdings gibt es da ja eine Entschädigung. Im Ostkreuzfall wird natürlich die ÖPNV-Anbindung nur minimal verbessert. Allerdings wird die Straße attraktiviert. Ob sich nun eine Verknappung des Parkraums von viel zu knapp auf sehr viel zu knapp einen Einfluss auf den Preis hat, glaube ich nicht, da in dieser Gegend Autofahrer eigentlich sowieso nicht davon ausgehen können einen legalen, kostenfreien Parkplatz zu finden.

Lustig finde ich im Pankower Fall allerdings dass die Straßenbahngegner, die ansonsten gerne Autobahnen und Schnellstraßen bauen wollen, nun mit dem Argument kommen, dass die Gefahr bestünde, dass man mit einer 46m breiten Straßenbahntrasse (echt 46m?) die TVN durch die Hintertüre einführen möchte. Ich hätte jetzt eigentlich gedacht, dass man den Straßenbahnfreunden auf diese Art und Weise die TVN unterschieben möchte.

Verkehrte Welt.

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 24.04.2021 12:52 von Nemo.
Zitat

…mit einer 46m breiten Straßenbahntrasse (echt 46m?)

ich hab grade mal im Brandenburgviewer die Trasse im Rosenthaler Weg in Französisch Buchholz nachgemessen. Die 2-gleisige Trasse ist so ca. 10 bis 12m breit (unter Berücksichtigung der Ungenauigkeiten beim Nachmessen von Luftbildern).
Also wird die Trasse in Pankow wohl 8-gleisig werden? :-)

Den Rosenthaler Weg hab ich genommen, weil das vor dem Bau der Straßenbahn und des Wohngebiets vermutlich unbebautes Gebiet war und man deshalb eher keine Zwangspunkte in der Breite hatte.
Zitat
Jumbo
Zitat

…mit einer 46m breiten Straßenbahntrasse (echt 46m?)

Also wird die Trasse in Pankow wohl 8-gleisig werden? :-)

Gemeint ist wohl eher Straßenbahntrasse plus 2x2 spurige TVN (mit separaten Busspuren) und Fahrrad- und Fußwegen.

so long

Mario



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 24.04.2021 21:13 von der weiße bim.
Hallo zusammen!

46 Meter ist schon eine Menge. Die Prenzlauer Allee ist zwischen den Hausfassaden rund 45 Meter breit (aus Google-Luftbildern abgemessen, nicht aus Katasterkarten). Straßenbahn mit beiderseits rund zwei Meter Grünstreifen, 2x2 Fahrspuren, beiderseits Querparken, (zu schmale Hochbord-)Radwege und auch noch großzügige Gehwege.

Was will man denn da bitte in Pankow veranstalten und was hat die genannte Breite mit der geplanten Straßenbahn zu tun?

Viele Grüße
Manuel


Zitat
der weiße bim
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Jumbo
Zitat

…mit einer 46m breiten Straßenbahntrasse (echt 46m?)

Also wird die Trasse in Pankow wohl 8-gleisig werden? :-)

Gemeint ist wohl eher Straßenbahntrasse plus 2x2 spurige TVN (mit separaten Busspuren) und Fahrrad- und Fußwegen.


Die Straßenbahnen die durch Blankenburg rollen werden, scheinen besonders groß zu sein. Da braucht man dann halt auch etwas mehr Straßenbreite.

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#freeAssange
Dass dieser Rotz auch noch hier ständig zu sehen ist...als fahr' ich nicht oft genug die Bahnhofstraße entlang...

~ Das ist alles von der Kunstfreiheit gedeckt ~
In Tübingen ist man auch dabei so etwas zu bauen.
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Mit besten Grüßen

phönix
Unter dem Titel Wir machen den Süd-Osten fit! ist auf meinetram.de ein neuer Artikel zu den Themen Dörpfeldstraße, Verkehrslösung Schöneweide und Umbau in Mahlsdorf erschienen.

Zu sehen gibt es auch zahlreiche Visualisierungen.
Aus betrieblichen Gründen muss dieser Beitrag heute leider entfallen. Bitte nutzen Sie den Folgebeitrag vom selben Thread.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 19.07.2021 16:15 von PassusDuriusculus.
Nach dem ich die Bürgerinitiative der Leipziger Straße während der Infoveranstaltungen 2019 als vernünftige und straßenbahnfreundliche Initiative wahrgenommen habe, kann ich mir jetzt nur an den Kopf fassen.

Es geht um die Zwischenendstelle Spittelmarkt

- Man habe ja nichts vom Kehrgleis gewusst
- Straßenbahn ist ja was altes aus vergangener Zeit
- gelbe Wand, trennende Wirkung blabliblub

siehe
[www.google.com]

Da ich ja selbst in der Gegend dort wohne habe ich als Anwohner die Bürgerini kontaktiert...



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 19.07.2021 16:27 von PassusDuriusculus.
So, wie ich den Artikel verstehe, sagt das mit dem veralteten Verkehrsmittel nicht die BI selbst, sondern sie zitiert einige ältere Anwohner/innen. Die Bedenken zur gelben Wand scheinen mir auch nicht völlig unberechtigt, aber auch nicht unlösbar.

Die Frage wäre, ob man das Kehrgleis nicht auch z.B. auf der künftigen Trasse zum Halleschen Tor in der Axel-Springer-Straße anlegen könnte - und auch, wofür man es überhaupt braucht. Ist dort so ein starker Abfall der Nachfrage zu befürchten, dass die Zusatzbahnen wirklich über den Alex hinaus fahren müssen, aber auf dem letzten Kilometer zum Potsdamer Platz plötzlich leer wäre?

Für Flexibilität bei Betriebsstörungen reicht doch im Zweifelsfall ein Gleiswechsel.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 19.07.2021 17:01 von def.
Zitat
def
So, wie ich den Artikel verstehe, sagt das mit dem veralteten Verkehrsmittel nicht die BI selbst, sondern sie zitiert einige ältere Anwohner/innen. Die Bedenken zur gelben Wand scheinen mir auch nicht völlig unberechtigt, aber auch nicht unlösbar.

Die "Gelbe Wand" wäre aber maximal 60m lang und stünde auch nur in der HVZ jeweils ein paar Minuten dort und es sind Querungen vor wie hinter dem Kehrgleis vorgesehen. Der ganztägige MIV auf der Leipziger generiert m. E. die deutlich stärkere Trennungswirkung. Das ganze liest sich für mich eher wie schwäbisches NIMBY-Gehabe.

Abgesehen davon kann man rechtlich eh erst gegen einen PFB vorgehen, von dem aber derzeit weder Inhalt noch Erscheinungsdatum bekannt oder auch nur absehbar ist.

Viele Grüße
Arnd
Vielleicht reicht ein Gleiswechsel, aber mit einer Kehranlage steigt die Chance, dass z.B. bei Demos in der Friedrichstr. die Straßenbahn nicht nur bis zum Spittelmarkt käme, sondern, dass sogar Fahrgäste mitfahren dürfen.

Oder bei eine Störung in der Schleife Hackescher Markt am Wochenende, schafft man vllt. die M6 zum Spittelmarkt umzuleiten anstatt sie in der Virchowstr. enden zu lassen.

Bei nem einfachen Gleiswechsel würde das eher nicht gehen und wenn wir Pech haben stehen die Wagen in der Haltestelle Spittelmarkt ihre Zeit ab und Fahrgäste sind erst ab Molkenmarkt erlaubt... ;-)


Interessante Idee mit dem Kehrgleis in der A.-S.-Straße. Nur fänd ich die Beibehaltung der Kehranlage auch nach Eröffnung zum Halleschen Tor wünschenswert und ehrlich gesagt: In der Leipziger ist dort einfach luxoriös Platz.
Zitat
def
So, wie ich den Artikel verstehe, sagt das mit dem veralteten Verkehrsmittel nicht die BI selbst, sondern sie zitiert einige ältere Anwohner/innen. Die Bedenken zur gelben Wand scheinen mir auch nicht völlig unberechtigt, aber auch nicht unlösbar.

Die Frage wäre, ob man das Kehrgleis nicht auch z.B. auf der künftigen Trasse zum Halleschen Tor in der Axel-Springer-Straße anlegen könnte - und auch, wofür man es überhaupt braucht. Ist dort so ein starker Abfall der Nachfrage zu befürchten, dass die Zusatzbahnen wirklich über den Alex hinaus fahren müssen, aber auf dem letzten Kilometer zum Potsdamer Platz plötzlich leer wäre?

Für Flexibilität bei Betriebsstörungen reicht doch im Zweifelsfall ein Gleiswechsel.

Es gibt gute Gründe für das Kehrgleis genau dort:

Alle Fahrten zum Kulturforum zu schicken, scheitert an der Streckenkapazität auf der engen Leipziger Straße und an den Kehrmöglichkeiten am Kulturforum.

Die Verstärker zum Hackeschen Markt zu führen, würde unterschiedliche Abfahrtshaltestellen am S Alexanderplatz Richtung Weißensee zur Folge haben. Ein Weicheneinbau am Roten Rathaus wäre hierbei aus technischen Gründen problematisch.

Und die Lösung Axel-Springer-Straße wäre hoffentlich auch nur eine temporäre, bis auch dort die Tram fährt.

Ich verstehe aber auch die BI nicht. Was ist an 60m Kehrgleis so schlimm? Dann quert man halt die Straße ein paar Meter weiter.
Also das Lob den Autor betreffend kann ich mal wieder nicht teilen. Warum schreibt der Autor so unsachlich, so übertrieben verfälschend? In diesem Artikel steht so ein unglaublicher Unsinn drin!

Beispiel: "Nachfragen ergaben, dass es sich um ein langes Aufstellgleis handelt, das ungefähr vom Spittelmarkt bis zur Jerusalemer Straße reicht."

Würde der Autor mal die bereits vorhandenen Zwischenendstellen in der Länge ausmessen und vergleichen dann müsste ihm auffallen das die geplante Zwischenendstelle am Spittelmarkt nicht länger als die aktuell vorhandenen würde.

Beispiel: "Ein nicht unwichtiges Detail ist, dass Gleise dieser Art nicht begrünt werden dürfen. Denn es muss verhindert werden, dass Schmier- und andere Betriebsstoffe aus abgestellten Bahnen ins Erdreich geraten."

Warum verallgemeinert der Autor diese Angabe? Eine Zwischenendstelle würde aus zwei Streckengleisen und dem Mittelgleis bestehen. Somit gelte die "Nichtbegrünung" nur für dieses eine Mittelgleis und nicht für die (Mehrzahlangabe) "Gleise"!
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