Willkommen! Einloggen Ein neues Profil erzeugen

erweitert
Tangentiale Verbindung Ost (TVO) - Stand der Planung, Sinn, Unsinn und etwaige Alternativen
geschrieben von Arnd Hellinger 
Zitat
Latschenkiefer
Weiter gedacht: Was spricht gegen eine TVO mit einer MIV-Spur und einer baulich davon abgetrennten (überbreiten) Fahrradspur?

Eine einspurige TVO hatte ich weiter oben schon vorgeschlagen. Die Fahrradspur direkt neben der Fahrbahn für den MIV und Wirtschaftsverkehr halte ich für zu kurz gedacht. Von der B1 nach Straße An der Wuhlheide sind es ca. 7-8 km . Es wird nicht übermäßig viele Radfahrer geben die Lust daran haben, neben dem LKW/PKW-Verkehr die ganze Strecke zu fahren. Jedenfalls kenne ich aus meinem Umfeld wenige, die sich das freiwillig antun. Ich würde eher anstreben, die teilweise ausgebaute Verbindung in Biesdorf parallel zur Köpenicker Straße (Alberichstr.) mit Anschlüssen Richtung Straße an der Wuhlheide in ausreichender Entfernung zur TVO (teilweise) durch den Wald auszubauen. Dann gewinnt man auch Ausflugsradler, die die neue Fahrradroute durchaus nutzen können.

Eine Busspur würde nur Sinn machen, wenn der Bedarf der Fahrgäste entsprechend wäre. Diesen sehe ich nur, wenn eine direkte Schnellbus-Verbindung von Marzahn/Hohenschönhausen Richtung Bahnhof Adlershof (Wista) und weiter zum Flughafen BER geplant würde. Quasi als Ersatz für die früher mal geplante aber nie realisierte Außenringverbindung. Wahrscheinlich wird der Bedarf, der eine solche Busverbindung erfordert, erst im Laufe der ersten Betriebsjahre von BER, einigermaßen sicher prognostizierbar.

Mit besten Grüßen

phönix



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 05.04.2020 22:30 von phönix.
Zitat
def
Zitat
T6Jagdpilot
Zu eins:...sinnloses nicht zum Thema passendes Gefasel..

Mit anderen Worten: Volltreffer. :)

Zitat
T6Jagdpilot
zu zwei:..ich sagte schon eigene Wahrnehmung- heut früh waren es zwei Radfahrer, aber mindestens 20 Kfz die ich auf dem Arbeitsweg fahren hab sehen,
Euer "Radfahrn über alles, über alles in der Welt" ist eben halt nicht das was in der realen Welt vorkommt, das war es nichtmal zu DDR Zeiten als man weit weniger Privatwagen hatte..

Apropos: hätte die DDR-Verkehrsplanung der 60er und 70er Jahre genauso agiert wie Du es in Bezug auf Radfahrende forderst, gäbe es keinen Grunertunnel und die Leipziger Straße wäre vierspurig (inkl. Straßenbahn, die nie verschwunden wäre). Denn mit einem nennenswerten Verkehraufkommen konnte man das nicht rechtfertigen.

Zitat
T6Jagdpilot
Und ich habe die dreihundert gegen das Kontakt und Versammlungsverbot Verstoßenden in Neukölln sehr stark wahrgenommen, genauso wie die Räumung des Boxhagener Platz..!

Wenn meine auf Dich konkret bezogenen Aussagen "sinnloses nicht zum Thema passendes Gefase[l]" sind - was ist dann das?

Zitat
T6Jagdpilot
und zu vier:..ich hab vor allem gegen das Millionenobjekt dieser futuristischen Brücke abgelästert, das für mich in keinem Verhältnis von Aufwand zu (Be)nutze(r)n steht.

Gestern hatte ich kurz die Hoffnung, dass Du es verstanden hast (nämlich dass die Brücke nicht für Radfahrer, sondern für Autofahrer gebaut wird). Zu viel der Hoffnung.

Zu eins:..Rohrkrepierer, nicht Volltreffer
Zu zwei:..Anscheinend ist Dir die Verkehrsbelastung der Innenstadt von Ostberlin entgangen. Ich hab damals schon Motorrad gefahren und leer waren die Straßen in den 80iger nicht.
Zu drei:.. das war die Antwort auf Deinen Einwand Zitat " Wer glaubt die Türken..."
Zu vier: Vergiss es ..unsere Ansichten passen nicht zu einander und werden es auch nie..

T6JP
Zitat
T6Jagdpilot
Zu zwei:..Anscheinend ist Dir die Verkehrsbelastung der Innenstadt von Ostberlin entgangen. Ich hab damals schon Motorrad gefahren und leer waren die Straßen in den 80iger nicht.

Grunertunnel und Leipziger Straße wurden aber nicht in den achtzigiger Jahren errichtet, sondern in den sechzigiger und siebzigiger Jahren.

Zitat
T6Jagdpilot
Zu drei:.. das war die Antwort auf Deinen Einwand Zitat " Wer glaubt die Türken..."

Womit Du dankenswerterweise bestätigt hast, was ich geschrieben habe. Und Dir fällt es nicht mal auf. :)

Zitat
T6Jagdpilot
Zu vier: Vergiss es ..unsere Ansichten passen nicht zu einander und werden es auch nie..

Da bin ich auch sehr froh drüber.
Zitat
VvJ-Ente
Wieso sollte man eine Busspur brauchen? Zwischen Waldbacher Weg und Zinsgutstr. fährt doch überhaupt kein Bus, also braucht man auch keine Busspur...

Mein Kommentar bezog sich generell auf mehrspurige Bestandsstraßen und weniger auf die TVO.

Im Rahmen eines Neubaus sollte man natürlich nicht zwingend eine Busspur bauen, aber grundsätzlich zunächst mal andenken. Wenn die Straße innerhalb des Straßennetzes eine so große Bedeutung hat, dass man etliche Millionen dafür investiert, scheint es ja einen gewissen verkehrlichen Bedarf in dieser Relation zu geben. Dann sollte es zum verkehrsplanerischen Standard zählen, nicht nur Verkehrsprognosen für den Kfz-Verkehr mit der neuen Straße zu rechnen sondern auch zu überprüfen, welche Funktion diese Relation im ÖPNV-Netz spielen könnte. Selbst wenn entlang der Trasse selbst nur ein geringer Bedarf besteht, könnte eine Expressbus-Linie sinnvolle Querbezüge herstellen.
Zitat
Lopi2000
Zitat
VvJ-Ente
Wieso sollte man eine Busspur brauchen? Zwischen Waldbacher Weg und Zinsgutstr. fährt doch überhaupt kein Bus, also braucht man auch keine Busspur...

Mein Kommentar bezog sich generell auf mehrspurige Bestandsstraßen und weniger auf die TVO.

Im Rahmen eines Neubaus sollte man natürlich nicht zwingend eine Busspur bauen, aber grundsätzlich zunächst mal andenken. Wenn die Straße innerhalb des Straßennetzes eine so große Bedeutung hat, dass man etliche Millionen dafür investiert, scheint es ja einen gewissen verkehrlichen Bedarf in dieser Relation zu geben. Dann sollte es zum verkehrsplanerischen Standard zählen, nicht nur Verkehrsprognosen für den Kfz-Verkehr mit der neuen Straße zu rechnen sondern auch zu überprüfen, welche Funktion diese Relation im ÖPNV-Netz spielen könnte. Selbst wenn entlang der Trasse selbst nur ein geringer Bedarf besteht, könnte eine Expressbus-Linie sinnvolle Querbezüge herstellen.

Ein Expressbus wäre in der Tat interessant. Problem sind aber die bisher nicht berücksichtigten Haltestellen an den Knoten der kreuzenden Linien, bzw. der fehlende Haltepunkt der S5.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Zitat
Jay
Problem sind aber die bisher nicht berücksichtigten Haltestellen an den Knoten der kreuzenden Linien, bzw. der fehlende Haltepunkt der S5.

Ab S Wuhletal auf der S5 gäbe es eine Möglichkeit, die U-Bahn bis Biesdorf Süd zu nutzen, und nachfolgend in den Expressbus umzusteigen. Aber die TVO-Strecke soll ausdrücklich nach Biesdorfer Einwohnerwillen auf der Westseite des Außenrings entlangführen. Auch eine Ausfädelungsmöglichkeit für den Verkehr (also auch Busse) soll es nach dem Willen der Anwohner in Biesdorf (Übergang zur U-Bahn) nicht geben.

Mit besten Grüßen

phönix
Zitat
def
Zitat
T6Jagdpilot
Zu zwei:..Anscheinend ist Dir die Verkehrsbelastung der Innenstadt von Ostberlin entgangen. Ich hab damals schon Motorrad gefahren und leer waren die Straßen in den 80iger nicht.

Grunertunnel und Leipziger Straße wurden aber nicht in den achtzigiger Jahren errichtet, sondern in den sechzigiger und siebzigiger Jahren.

Zitat
T6Jagdpilot
Zu drei:.. das war die Antwort auf Deinen Einwand Zitat " Wer glaubt die Türken..."

Womit Du dankenswerterweise bestätigt hast, was ich geschrieben habe. Und Dir fällt es nicht mal auf. :)

Zitat
T6Jagdpilot
Zu vier: Vergiss es ..unsere Ansichten passen nicht zu einander und werden es auch nie..

Da bin ich auch sehr froh drüber.

Zu eins: Errichtet sicher, man dachte damals auch schon ein paar Jahre weiter..und Fahrschule fürs Motorrad hab ich genau in der Gegend gemacht...
Zu zwei: Und Du mich, weil Du Deine Lieblingsklientel vom Boxhagener Platz gleich mit übersehen hast.
Und Zu drei: ich ebenso....

T6JP
Zitat
Aderlassfreund
Zu eins: Errichtet sicher, man dachte damals auch schon ein paar Jahre weiter...

Wenn man also leere riesige Straßen baut, ist das ein paar Jahre weiter denken, baut man für einen Bruchteil des Geldes vorerst leere Radwege, Geldverschwendung...

Zitat

Zu zwei: Und Du mich, weil Du Deine Lieblingsklientel vom Boxhagener Platz gleich mit übersehen hast.

Türken am Boxhagener Platz? Vielleicht ein paar Hipster aus Istanbul, aber sonst? Scheinst Dich ja verdammt gut in der Gegend auszukennen. :D (Gut, ich habe auch nicht erwartet, dass Du Dich mit irgendwas auskennst. Die Hoffnung habe ich auch längst aufgegeben.)

@phönix: Du bist ja auch mal wieder da. Auf eine Antwort hast Du Dich aber auch nicht herabgelassen. Ungefragt ein paar Tipps geben und dann, wenn man etwas anderes als "Ja, vielen Dank für die Hilfe" antwortet, schnell wieder verschwinden. Bist Du zufällig Unternehmensberater?



4 mal bearbeitet. Zuletzt am 06.04.2020 16:54 von def.
Zitat
phönix
Zitat
Jay
Problem sind aber die bisher nicht berücksichtigten Haltestellen an den Knoten der kreuzenden Linien, bzw. der fehlende Haltepunkt der S5.

Ab S Wuhletal auf der S5 gäbe es eine Möglichkeit, die U-Bahn bis Biesdorf Süd zu nutzen, und nachfolgend in den Expressbus umzusteigen. Aber die TVO-Strecke soll ausdrücklich nach Biesdorfer Einwohnerwillen auf der Westseite des Außenrings entlangführen. Auch eine Ausfädelungsmöglichkeit für den Verkehr (also auch Busse) soll es nach dem Willen der Anwohner in Biesdorf (Übergang zur U-Bahn) nicht geben.

Wahrscheinlich ist es auch gar nicht so sinnvoll, eine Expressbuslinie einzurichten, die dann stur die TVO abfährt, sondern mehrere (die natürlich dicht genug bedient werden müssen, um attraktiv zu sein). Eine könnte ja durchaus in Wuhletal beginnen, dort einen Übergang zu U5 und S5 herstellen und dann über die B1 zur TVO zu fahren. Eine andere Linie sollte zumindest den S-Bahnhof Marzahn bedienen (und könnte dann z.B. Richtung Hohenschönhausen weiterfahren), auch um den Preis, dass sie zwischen Springpfuhl und Marzahn parallel zur S7 verkehrte.

Auch im Süden reicht m.E. eine Buslinie nicht aus, um möglichst viele Relationen zu bedienen. Die Görlitzer Bahn sollte auf jeden Fall erreicht werden, m.E. sind aber auch Oberschöneweide und die WISTA nicht uninteressant. Und so doch dauerhaft Regionalzüge von der Stadtbahn über den östlichen Außenring nach BER fahren, wäre eine Station Ottomar-Geschke-Straße nicht verkehrt, als Umsteigepunkt zwischen Straßenbahn (in die WISTA und nach Köpenick, vielleicht sogar mal ins Allendeviertel...), tangentialen Expressbussen und Regionalzügen.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 06.04.2020 17:02 von def.
Zitat
phönix
Zitat
Jay
Problem sind aber die bisher nicht berücksichtigten Haltestellen an den Knoten der kreuzenden Linien, bzw. der fehlende Haltepunkt der S5.

Ab S Wuhletal auf der S5 gäbe es eine Möglichkeit, die U-Bahn bis Biesdorf Süd zu nutzen, und nachfolgend in den Expressbus umzusteigen. Aber die TVO-Strecke soll ausdrücklich nach Biesdorfer Einwohnerwillen auf der Westseite des Außenrings entlangführen. Auch eine Ausfädelungsmöglichkeit für den Verkehr (also auch Busse) soll es nach dem Willen der Anwohner in Biesdorf (Übergang zur U-Bahn) nicht geben.

Au ja. So ein zusätzlicher 0-Minuten-Umstieg ohne Anschlussgarantie in Wuhletal ist natürlich richtig prickelnd. Dazu dann noch der lange Fußweg in Biesdorf-Süd. So sieht attraktiver ÖPNV aus. #Sarkasmus

"Ausfädeln" muss der Bus nicht - es braucht aber sinnvoll nutzbare Zugänge für das 'selbstverladende Stückgut' und Haltestelleninfrastruktur, wie Bordstein, Betonfahrbahn und Gehweg. Busbuchten sind dank der Vierstreifigkeit obsolet.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Zitat
T6Jagdpilot
Zitat
def
Zitat
T6Jagdpilot
Und zu Deiner komischen Intention mit den Lebensmittelgeschäften- die ist mit Radfahren nicht vergleichbar-Radfahren ist nicht lebensnotwendig.

Privates Autofahren auch nicht. Also richten wir das Straßennetz nur noch dem unbedingt notwendigen Straßenverkehr aus?

Privates Autofahren ist aber mehr verbreitet..
Says who? @Mairenfelde hat das neulich sehr fleißig zusammengetragen, da gibt es eine eindeutige Tendenz
[www.bahninfo-forum.de]
Zitat

warum hab ich heut früh nur einen einzigen Radler auf dem Weg zur Arbeit gesehen..?
Sind's die Augen, geh zu Ruhnke. Ich kann dir zig Gründe dafür nennen, aber die werden dich nicht interessieren, nehme ich an? Selbst, wenn es so war, hat Dein genormtes Auge jetzt auf einmal repräsentative Relevanz? Selbst, wenn da niemand auf dem Rad unterwegs ist, hast Du schonmal davon gehört, dass Angebot Nachfrage erzeugt? Und deswegen vielleicht auch die B1/5 voll ist? Und T/K in der Radförderung der vorletzten Platz vor Reinickendorf belegt?
Zitat

Der "Modal Split" wird sich weiter verschieben-
Richtig, das tut er derzeit mit eindeutiger Tendenz in Richtung Radverkehr und Öffis.
Zitat

in den tollen Statistiken "Auto pro Haushalt" vergisst man nämlich eins-
die zahlreichen Dienstwagen incl Kleintransporter, die mit nach Hause genommen werden.
Verfasser fabuliert. Die Gesamtzahl der Kfz durch die Anzahl der Haushalte ergibt die Kfz pro Haushalt. Und die sinkt. Was hat das für ein Relevanz, auf wen die Kfz zugelassen sind, Firma oder Rahrer?
Zitat

Anders ist, ausser mit dem Bevölkerungszuwachs, nicht zu erklären, das die Straßen immer voller werden.
Richtig! Der relative Autobesitz sinkt, trotzdem wächst durch Bevölkerungswachstum die absolute Zahl an zugelassenen Autos. Ich weiß relativ, absolut, Zahlen, Fakten, alles so wissenschaftlich, schwierig zu verstehen, schwere Kost. Kann ich verstehen, dass Dir das keinen Spaß macht.
Zitat

Rings um den Hof Köp und in meinem Wohngebiet sind abends kaum Parkplätze zu finden,im Gegensatz zum Zeitraum vor 10-12 Jahren.
T6JP

Nein, sag bloß! Großes Problem, warum gibts in der Nachbarschaft noch keinen Aufstand? Was glaubst Du was helfen würde, um diesen unwürdigen Zustand zu beenden? Ich gebe biete Dir zwei Möglichkeiten an!
A) Einschränken des Kfz-Verkehrs, Parkraumbewirtschaftung zu Marktpreisen, Kostendeckende Kiezgaragen, sichere Radwege, Abstellmöglichkeiten, attraktive Öffis in dichtem Takt, guter Nachtverkehr, Anreize zum Nutzen "weicher" Mobilität. Oder:
B) Mehrstreifiger Ausbau, mehr Straßen, mehr Parkplätze, mehr Anreize zum Autofahren.

So lieber T6, nun musst Du dich entscheiden!
Ich tippe auf
C) Die Flüchtlinge sind schuld!!!!!!
Hallo,

Mein Vorschlag: Lasst es langsam gut sein. Argumente und Ansichten sind mehr als hinreichend ausgetauscht. Ein weiterer Erkenntnisgewinn ist nicht zu erwarten. Jetzt steht es jedem frei, ob und was er daraus mitnimmt, um den eigenen Standpunkt zu reflektieren, oder eben auch nicht. Alle weiteren Äußerungen laufen nur Gefahr, ins Persönliche oder gar Beleidigende abzugleiten, und das wollen wir sicher alle nicht.

Viele Grüße
André
Zitat
def
Zitat
Aderlassfreund
Zu eins: Errichtet sicher, man dachte damals auch schon ein paar Jahre weiter...

Wenn man also leere riesige Straßen baut, ist das ein paar Jahre weiter denken, baut man für einen Bruchteil des Geldes vorerst leere Radwege, Geldverschwendung...

Zitat

Zu zwei: Und Du mich, weil Du Deine Lieblingsklientel vom Boxhagener Platz gleich mit übersehen hast.

Türken am Boxhagener Platz? Vielleicht ein paar Hipster aus Istanbul, aber sonst? Scheinst Dich ja verdammt gut in der Gegend auszukennen. :D (Gut, ich habe auch nicht erwartet, dass Du Dich mit irgendwas auskennst. Die Hoffnung habe ich auch längst aufgegeben.)

@phönix: Du bist ja auch mal wieder da. Auf eine Antwort hast Du Dich aber auch nicht herabgelassen. Ungefragt ein paar Tipps geben und dann, wenn man etwas anderes als "Ja, vielen Dank für die Hilfe" antwortet, schnell wieder verschwinden. Bist Du zufällig Unternehmensberater?

Man hat sich damals in Ostberlin u.a nicht nur am Westen als Vorbild orientiert, sonder auch an den "Prachtstraßen" aus Moskau etc...
hatte ebenso dabei die ansteigende Motorisierung im Auge, die dann 87-89 die Parkplätze vor meinem damaligen Plattenbau ausfüllte..
das waren aber genauso wie heute weitaus mehr KFZ-Führer als Radfahrer..und man ging davon aus das bleibt so.
Angesichts der TVO -abgeschottet von den Siedlungsgebieten rechts und links wird das auch nicht annäherd soviel Radfahrer dorthin lenken
wie in den jetzigen Siedlungsgebieten unterwegs sind...
sonst müsste man jetz jetzt schon Horden davon in der Rühlallee oder zumindest aus dem Waldweg an der Bahntrasse neben der Spindlersfelder sichten um dann davon auszugehen diese Masse vervielfacht sich noch.
Das würde eine Zukunftsplanung normaler Radweg noch erklärbar machen, aber nicht diesen futuristischen Bau,
der sich in meinen Augen ab 5000 Benutzern pro Tag langsam in das Spektrum bewegt drüber nachzudenken ob...

Die am Boxhagener haben sich nur genausowenig an die geltenden Einschränkungen gehalten, diese "hippe und urbane Szene"...
die u.a. der Meinung ist am 1.Mai demonstrieren zu wollen und damit Versammlungsverbote zu ignorieren.
Deine Kenntnislage kann ich genauso nicht nachvollziehen, ich weis das tröstet Dich nicht.

T6JP
Zitat
schallundrausch
Zitat
T6Jagdpilot
Zitat
def
Zitat
T6Jagdpilot
Und zu Deiner komischen Intention mit den Lebensmittelgeschäften- die ist mit Radfahren nicht vergleichbar-Radfahren ist nicht lebensnotwendig.

Privates Autofahren auch nicht. Also richten wir das Straßennetz nur noch dem unbedingt notwendigen Straßenverkehr aus?

Privates Autofahren ist aber mehr verbreitet..
Says who? @Mairenfelde hat das neulich sehr fleißig zusammengetragen, da gibt es eine eindeutige Tendenz
[www.bahninfo-forum.de]
Zitat

warum hab ich heut früh nur einen einzigen Radler auf dem Weg zur Arbeit gesehen..?
Sind's die Augen, geh zu Ruhnke. Ich kann dir zig Gründe dafür nennen, aber die werden dich nicht interessieren, nehme ich an? Selbst, wenn es so war, hat Dein genormtes Auge jetzt auf einmal repräsentative Relevanz? Selbst, wenn da niemand auf dem Rad unterwegs ist, hast Du schonmal davon gehört, dass Angebot Nachfrage erzeugt? Und deswegen vielleicht auch die B1/5 voll ist? Und T/K in der Radförderung der vorletzten Platz vor Reinickendorf belegt?
Zitat

Der "Modal Split" wird sich weiter verschieben-
Richtig, das tut er derzeit mit eindeutiger Tendenz in Richtung Radverkehr und Öffis.
Zitat

in den tollen Statistiken "Auto pro Haushalt" vergisst man nämlich eins-
die zahlreichen Dienstwagen incl Kleintransporter, die mit nach Hause genommen werden.
Verfasser fabuliert. Die Gesamtzahl der Kfz durch die Anzahl der Haushalte ergibt die Kfz pro Haushalt. Und die sinkt. Was hat das für ein Relevanz, auf wen die Kfz zugelassen sind, Firma oder Rahrer?
Zitat

Anders ist, ausser mit dem Bevölkerungszuwachs, nicht zu erklären, das die Straßen immer voller werden.
Richtig! Der relative Autobesitz sinkt, trotzdem wächst durch Bevölkerungswachstum die absolute Zahl an zugelassenen Autos. Ich weiß relativ, absolut, Zahlen, Fakten, alles so wissenschaftlich, schwierig zu verstehen, schwere Kost. Kann ich verstehen, dass Dir das keinen Spaß macht.
Zitat

Rings um den Hof Köp und in meinem Wohngebiet sind abends kaum Parkplätze zu finden,im Gegensatz zum Zeitraum vor 10-12 Jahren.
T6JP

Nein, sag bloß! Großes Problem, warum gibts in der Nachbarschaft noch keinen Aufstand? Was glaubst Du was helfen würde, um diesen unwürdigen Zustand zu beenden? Ich gebe biete Dir zwei Möglichkeiten an!
A) Einschränken des Kfz-Verkehrs, Parkraumbewirtschaftung zu Marktpreisen, Kostendeckende Kiezgaragen, sichere Radwege, Abstellmöglichkeiten, attraktive Öffis in dichtem Takt, guter Nachtverkehr, Anreize zum Nutzen "weicher" Mobilität. Oder:
B) Mehrstreifiger Ausbau, mehr Straßen, mehr Parkplätze, mehr Anreize zum Autofahren.

So lieber T6, nun musst Du dich entscheiden!

Ich entscheide mich..immer wieder dagegen Eure Meinung zu teilen!!
Ich bekomme in Zeitung oder Nachrichten mit-Anzahl der KFZ Zulassungen in Berlin steigt an und man sieht-immer mehr Autos stehen an den häufig frequentierten Orten,
wo vor ein paar Jahren reichlich Platz war....
Ich kann ganz gut sehen, war erst letztens beim Betriebsdoc..heute früh waren es drei!! Radler, gut war auch ein Wochentag und kein Frost wie am WE.
Trotzdem sind um 4.00 nicht mehr Radler unterwegs..aber Autofahrer reichlich. Und diese Beobachtung lässt sich nicht negieren,soviel Ihr Euern Radlertanz aufführen wollt.
Das mag um 9.00 bei schönem Wetter anders sein , jaucht es aus Kannen sind nur noch die abgebrühten auf dem Rad unterwegs-
und wie der alte Köpenicker richtig beobachtet dann schlagartig Öffis UND Straßen voller.
Und ich denke, man könnte nochsoviel Verbesserungen im ÖPNV schaffen, die Bewohner der genannten Kieze haben trotzdem ein Auto, behalten das auch.
Zuzügler bringen das Auto mit, trotz zahlreicher Linien die in Reichweite sind, trotz vorhandener Radwege,
und quetschen das Auto irgendwo hin, oder besitzen wie ich eben einen eigenen Parkplatz, so angeboten wird.
Man entscheidet sich je nach zu fahrendem Weg oder Zeit- nimmt man Auto oder Öffis oder Rad,
aber das Auto schafft man deshalb nicht ab-deshalb haben sich in den letzten Jahren die beschriebenen Kieze so gefüllt.
In Richtung Innenstadt benutze ich auch höchst selten das Auto, aber auf jeden Fall um zur Arbeit zu fahren,für Ausflüge,Reisen, oder Einkäufe zu machen, die mehr als eine Plastetüte füllen .
Von 20 Kollegen meiner "Abteilung" nutzen z.B.
1x Öffis
4x Rad ( die wohnen nicht weit von Hof)
die restlichen 15 kommen mit dem Auto....

T6JP
Zitat
T6Jagdpilot
Man hat sich damals in Ostberlin u.a nicht nur am Westen als Vorbild orientiert, sonder auch an den "Prachtstraßen" aus Moskau etc...
hatte ebenso dabei die ansteigende Motorisierung im Auge, die dann 87-89 die Parkplätze vor meinem damaligen Plattenbau ausfüllte..
das waren aber genauso wie heute weitaus mehr KFZ-Führer als Radfahrer..und man ging davon aus das bleibt so.

Ja, und das war der Fehler. Genauso, wie Du auch nach seitenlanger Diskussion nicht verstanden hast, was "Angebot schafft Nachfrage" bedeutet. Du weigerst Dich schlicht, es wahrzunehmen. Es ist sowas von irrelevant, was Du siehst oder wie Deine Kollegen fahren. Nicht nur, weil ihr ein verschwindend kleiner Teil der Stadtbevölkerung seid: bei Investitionen ins Verkehrsnetz geht es nicht um heute - es geht darum, wie man in 10, 20 Jahren fährt.

Wenn man möchte, dass der Pkw-Verkehr steigt (samt negativen Folgen für Umwelt und Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum), investiert man in Straßen (die sicherste Möglichkeit dürfte eine kreuzungsfreie mehrspurige Schnellstraße quer durch die Stadt sein, vor allem, wenn es keine ansatzweise konkurrenzfähige ÖPNV-Verbindung gibt und auch nicht vorgesehen ist). Wenn man möchte, dass mehr Leute Rad fahren, ins Radwegenetz. Und da ist es völlig wurscht, ob die ersten Abschnitte wenig nachgefragt sind - je dichter das Netz ist, desto voller wird es.

Und nun würde ich Andrés Empfehlung folgen. Die Argumente sind ausgetauscht (mit dem Unterschied, dass ich Deine wenigstens wahrgenommen habe...), und überzeugen werde ich Dich sowieso nicht. Ich frage mich, was schiefgelaufen ist, dass ihr (Phönix und Du) Fahrräder so verabscheut. Ist ein Fahrrad hinter einem Baum vorgesprungen, als ihr 12 wart, und hat Euren Dackel vor Euren Augen gefressen? Steht ihr auf Abgase?



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 07.04.2020 18:36 von def.
Die Krux ist aber..man kann ganz viel Angebot schaffen-um festzustellen, das es nicht angenommen wird.
Und das beobachte ich täglich aus Privatpkw,Dienstpkw oder der Bimmel.
(und bekomme dann z.B. zur Antwort da für den Autofahren ein ganz tolles Angebot drei Kilomter weiter geschaffen wurde, was quasi im nichts endet.)
Und genauso wie sich das Verhältnis der Mobilität auf Arbeit darstellt, ist es für den großen Teil der Stadt.
Man kann Radwege malern soviel wie man will, wer eben mit dem Auto fahren will oder muß-der macht das.
Und auf Deine Frage, warum ich eine Aversion gegen Radler habe, würden wir die nächste Diskussion vom Zaune brechen und die Argumente austauschen,
die sich im Befolgen von Verkehrsregeln, zu Kennzeichen am Rad, Licht am Rad usw usf noch zehn Jahre hinziehen könnte...
und zum Schluß kommen das sich unsere gegensätzlichen Postionen nie annähren werden.

T6JP
Zitat
T6Jagdpilot
Die Krux ist aber..man kann ganz viel Angebot schaffen-um festzustellen, das es nicht angenommen wird.

Wo stellst Du denn sowas fest? Wie oft bist Du denn in den Gegenden unterwegs, in denen die Radinfrastruktur wirklich in der Fläche gut ausgebaut ist und beobachtest dort eine geringe Auslastung? Wie oft bist Du hingegen auf hervorragend ausgebauten breiten Straßen unterwegs und beobachtest diese gut nachgefragt?

Zitat
T6Jagdpilot
Man kann Radwege malern soviel wie man will, wer eben mit dem Auto fahren will oder muß - der macht das.

Daher ja der Berliner Ansatz dafür zu sorgen, dass weniger Menschen mit dem Auto fahren wollen, weil eben die Voraussetzungen dafür verschlechtert werden und dass weniger Menschen mit dem Auto fahren müssen, weil die Alternativen verbessert werden. Ersteres ist natürlich deutlich einfacher und günstiger und dementsprechend weitaus schneller umzusetzen als zweiteres. Gerade Du gehörst doch zu denen, die die richtige Reihenfolge gewahrt sehen möchten - erst das alternative Angebot schaffen, dann die MIV-Möglichkeiten verringern, damit "vergrämte" Autofahrer eine Chance haben, sich anderweitig zu bewegen. Dafür muss dann aber auch in kauf genommen und verstanden werden, dass zuweilen Überkapazitäten teils über Jahre vorgehalten werden müssen.

Es MUSS ein Hobby sein - leisten kann ich mir das nicht... :)
Ich weiß, dass ich mich schon aus der Diskussion verabschiedet habe - danke daher an Philipp fürs Widersprechen. Nur einige Gedanken möchte ich ergänzen:

Zitat
Philipp Borchert
Zitat
T6Jagdpilot
Die Krux ist aber..man kann ganz viel Angebot schaffen-um festzustellen, das es nicht angenommen wird.

Wo stellst Du denn sowas fest? Wie oft bist Du denn in den Gegenden unterwegs, in denen die Radinfrastruktur wirklich in der Fläche gut ausgebaut ist und beobachtest dort eine geringe Auslastung? Wie oft bist Du hingegen auf hervorragend ausgebauten breiten Straßen unterwegs und beobachtest diese gut nachgefragt?

Und mit "gut ausgebauter Radinfrastruktur" ist gemeint, dass sie aus Sicht der Radfahrenden gut ausgebaut ist. Man erkennt nämlich ganz gut, ob es darum geht, den Radverkehr zu fördern oder nur den armen Autofahrenden den Anblick möglichst vieler Radfahrender zu ersparen. In letztere Kategorie fällt z.B. die lächerliche "Fahrradstraße" in Biesdorf, die Alberichstraße. (Gilt analog auch für die ÖPNV - die Motivation, die Straßenbahn zum Hbf zu bauen, wäre sicher noch geringer gewesen, wenn man nicht nebenbei die Invalidenstraße vierspurig ausgebaut hätte.)

Zitat
Philipp Borchert
Gerade Du gehörst doch zu denen, die die richtige Reihenfolge gewahrt sehen möchten - erst das alternative Angebot schaffen, dann die MIV-Möglichkeiten verringern, damit "vergrämte" Autofahrer eine Chance haben, sich anderweitig zu bewegen. Dafür muss dann aber auch in kauf genommen und verstanden werden, dass zuweilen Überkapazitäten teils über Jahre vorgehalten werden müssen.

Ein wichtiger Hinweis, danke!
Zitat
def
Man erkennt nämlich ganz gut, ob es darum geht, den Radverkehr zu fördern oder nur den armen Autofahrenden den Anblick möglichst vieler Radfahrender zu ersparen. In letztere Kategorie fällt z.B. die lächerliche "Fahrradstraße" in Biesdorf, die Alberichstraße.

Wobei man sich aber nicht entblödete, auch auf die Köpenicker Straße je einen Angebotsstreifen pro Fahrtrichtung aufzumalen.


Beginne den Tag mit einem Lächeln - dann hast Du es hinter Dir.
Sorry, in diesem Forum dürfen nur registrierte Benutzer schreiben.

Hier klicken, um sich einzuloggen