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Kurioses 2020
geschrieben von LariFari 
Zitat
Lehrter Bahnhof
Ob ihr "BVG" bisher richtig ausgesprochen habt, seht ihr hier: [www.tagesspiegel.de]

Dieses Dokument soll als einziges zum Thema BVG Gründung den Bombenangriff auf die damalige Hauptverwaltung in der Köthener Straße "überlebt" haben.

Ich kann es sogar auf dem Handy lesen!

Beste Grüße
Harald Tschirner
Re: Kurioses 2020
08.06.2020 00:55
Hallo XXX XXX,

eine Störung auf einer von Ihnen ausgewählten Linie ist beendet:

Linie: 60

Status: Beendet

Gültig von: 08.06.2020 01:00

Gültig bis: 07.06.2020 22:45

Richtung: beide

Von: S Schöneweide

Bis: Haeckelstr.

Ursache: Sperrung wegen Bauarbeiten

Auswirkungen: Ersatzverkehr zwischen S Schöneweide < > Haeckelstraße

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Möchten Sie diese Benachrichtigungen anpassen, Linien hinzufügen oder löschen, gehen Sie bitte auf diese Seite. Am Ende der Seite unter "Meine Linien" und "Meine Linien bearbeiten" können Síe gerne Ihre Änderung vornehmen und anschließend speichern.
BVGxxxxx

Berliner Verkehrsbetriebe (BVG)
Anstalt des öffentlichen Rechts
Holzmarktstraße 15-17
10179 Berlin
Telefon: +49 30 256-0
Telefax: +49 30 256-49256
www.BVG.de info@bvg.de
Vorsitzende des Aufsichtsrates: Ramona Pop
Die BVG wird gesetzlich vertreten durch den Vorstand: Dr. Rolf Erfurt und Dirk Schulte

Sitz: Berlin, AG Charlottenburg
HRA 31152

GLG.................Tramy1
Re: Kurioses 2020
08.06.2020 10:21
Das die Uhren bei der BVG rückwärts laufen ist nix neues :-)
Re: Kurioses 2020
08.06.2020 10:36
Zitat
Lehrter Bahnhof
Ob ihr "BVG" bisher richtig ausgesprochen habt, seht ihr hier: [www.tagesspiegel.de]

Das Auge des Bevs.

Steckt im Bev ein lateinisches Rindvieh drin?
Re: Kurioses 2020
08.06.2020 14:13
Bevauge, klingt französisch. Da steht aber Leipziger Platz, also was nun, Köthener Straße oder Leipziger Platz? Leider kann ich das Datum im Stempel nicht gut erkennen.

Gut 1929, ich hab's gelesen. Kamen nicht auch Formen wie B.V.G. vor und woher stammt das Berliner Verkehrs Betriebe?

Heidekraut zum Hauptbahnhof



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 08.06.2020 14:17 von Heidekraut.
Re: Kurioses 2020
08.06.2020 14:48
Zitat
Heidekraut
Bevauge, klingt französisch. Da steht aber Leipziger Platz, also was nun, Köthener Straße oder Leipziger Platz? Leider kann ich das Datum im Stempel nicht gut erkennen.

Gut 1929, ich hab's gelesen. Kamen nicht auch Formen wie B.V.G. vor und woher stammt das Berliner Verkehrs Betriebe?

Datum des Schreibens ist der 10. Januar 1929, im Stempel steht 11. JAN 1929
Der Sitz eines Unternehmens ist oftmals an einer vornehmen Adresse und sagt nichts darüber aus, wo sich die Verwaltung befindet.
Punkte und sonstige Ergänzungen waren nicht zulässig (steht doch im Schreiben)
Berliner Verkehrs-Aktiengesellschaft

Bäderbahn
Zitat
Harald Tschirner
Zitat
Lehrter Bahnhof
Ob ihr "BVG" bisher richtig ausgesprochen habt, seht ihr hier: [www.tagesspiegel.de]

Dieses Dokument soll als einziges zum Thema BVG Gründung den Bombenangriff auf die damalige Hauptverwaltung in der Köthener Straße "überlebt" haben.

Ich kann es sogar auf dem Handy lesen!

Das liegt an der seltsamen Formatierung von Fotos beim Tagesspiegel. Ichhabe am Desktop dasselbe Problem, mir wird das in einer stark verminderten Auflösung angezeigt.

Probiert mal den Link, das müsste besser passen:
[www.tagesspiegel.de]
Re: Kurioses 2020
08.06.2020 14:55
Zitat
Heidekraut
...und woher stammt das Berliner Verkehrs Betriebe?

Das ging wohl mit der Umgründung als städtischer Eigenbetrieb zum 1.1.1938 einher. Scheinbar war der Name BVG da schon so etabliert, dass man keine Umbenennung in BVB wollte. Nachdem auch das G schon streng genommen falsch war, war das dann auch egal...
Re: Kurioses 2020
08.06.2020 15:23
Zitat
Lopi2000
Zitat
Heidekraut
...und woher stammt das Berliner Verkehrs Betriebe?

Das ging wohl mit der Umgründung als städtischer Eigenbetrieb zum 1.1.1938 einher. Scheinbar war der Name BVG da schon so etabliert, dass man keine Umbenennung in BVB wollte. Nachdem auch das G schon streng genommen falsch war, war das dann auch egal...

Witzige Diskussion. Gerdae weil das G falsch war hätte man es ja 1938 glatt ziehen können. Die Ost-"BVG" hieß ja sogar BVB, aber bei der Wiedervereinigung überwog dann doch das historische "G". Aber ist ist ja auch gut so. Sonst könnte man ja nicht "Bin vorsichthalber gelaufen" draus machen.

*******
Die Signatur ist zu kurz um sie mit Inhalten zu verstopfen.
Zitat
Logital
Gerdae weil das G falsch war hätte man es ja 1938 glatt ziehen können.

So falsch finde ich das gar nicht. Vielleicht legte man größeren Wert auf die Gesellschaft als auf die Aktien.
Apropos: Gab es eigentlich mal BVG-Aktien? Und wenn ja, was ist daraus geworden?


Beginne den Tag mit einem Lächeln - dann hast Du es hinter Dir.
T6
Re: Kurioses 2020
08.06.2020 15:54
Zitat
Alter Köpenicker
Zitat
Logital
Gerdae weil das G falsch war hätte man es ja 1938 glatt ziehen können.

So falsch finde ich das gar nicht. Vielleicht legte man größeren Wert auf die Gesellschaft als auf die Aktien.
Apropos: Gab es eigentlich mal BVG-Aktien? Und wenn ja, was ist daraus geworden?

Guck mal hier:

Die BVG wird gegründet

Da geht es u.a. um diese Frage.
Danke für den Link.

Zitat
Quelle
Der Rest der Aktien ist bei der Deutschen Treuhandgesellschaft hinterlegt,

Das ist die heutige "KPMG".

______________________

Nicht-dynamische Signatur
Re: Kurioses 2020
08.06.2020 16:25
Zitat
Alter Köpenicker
So falsch finde ich das gar nicht. Vielleicht legte man größeren Wert auf die Gesellschaft als auf die Aktien.

Zumindest heutzutage ist man eher streng mit solchen Angaben. Wenn ein Unternehmen eine Aktiengesellschaft ist, muss sie sich auch mit AG abkürzen und darf zumindest keine irreführenden Bezeichnungen zur Unternehmensform tragen.

Wobei diese Angabe auch im eher Kleingedruckten stehen kann: Bei der Deutschen Post AG steht oben auf dem Briefkopf z.B. auch nur Deutsche Post im Logo und unten auf der Seite dann Deutsche Post AG.

Zitat
Alter Köpenicker
Apropos: Gab es eigentlich mal BVG-Aktien? Und wenn ja, was ist daraus geworden?

Ich vermute eher nicht, da von Anfang an nur die Stadt bzw. das Land Berlin Aktionär war und es auch keine Absicht gab, die Aktien zu handeln. Möglicherweise wurde die AG als Form gewählt, weil man zunächst die unterschiedlichen Verkehrsbetriebe fusionieren wollte. Letztlich wurden aber wohl lt. Wikipedia zumindest von der Hochbahngesellschaft Anlagen und Fahrzeuge an die BVG verkauft, Mitarbeitende übernommen und die alte Hochbahngesellschaft dann liquidiert. [de.wikipedia.org]

Theoretisch hätte man diese Gesellschaft auch mit anderem Betriebszweck weiterverwenden können, so ist z.B. die ehemalige Tegernseebahn AG heute als TAG eines der größten Wohnungsunternehmen bundesweit.
Re: Kurioses 2020
08.06.2020 16:31
Zitat
Lehrter Bahnhof
Danke für den Link.

Zitat
Quelle
Der Rest der Aktien ist bei der Deutschen Treuhandgesellschaft hinterlegt,

Das ist die heutige "KPMG".

Köngliche PorzellanManufaGtur?
Es steht doch in der Quelle, warum man sich zunächst für die Rechtsform AG entschied. Das hatte rechtliche und steuerliche Gründe, vor allem eine noch laufende Anleihe, die die Hochbahngesellschaft in "Amerika" herausgegeben hatte. Als es rechtlich möglich war, hat man die BVG ja gleich in einen Eigenbetrieb umgewandelt. Man wollte eigentlich explizit kein privatrechtliches Unternehmen, weil es damals noch eine Vermögensteuer gab, die sich auf die Infrastruktur bezog. Das war natürlich bei der U-Bahn ziemlich teuer.

Zitat
Quelle
Daraus wird ein Plan entwickelt, der eine neue Aktiengesellschaft vorsieht, die den Betrieb übernimmt. Bei der Aboag wäre es möglich, diese zu liquidieren und ihren Fundus an die Stadt zu veräußern. Bei der Hochbahngesellschaft müsste das Vermögen an eine neue Städtische AG übertragen werden, da sie nach dem Amerika- Anleihe- Vertrag als privatkapitalistische Gesellschaft zu erhalten ist.
[...]
So wird ein zweites Gutachten in Auftrag gegeben, welches am 1. Juni 1928 vorliegt.

Es besagt, zunächst die »Berliner Verkehrs- Aktiengesellschaft« mit einem Kapital von 300 Millionen RM zu schaffen, was als so genannte Sachgründung geschehen soll, wobei 5 Gründer Aktien übernehmen müssen. Hinsichtlich der Befreiung von der Körperschaftssteuer muss es sich um einen Versorgungsbetrieb handeln, dessen Erträge ausschließlich Körperschaften des öffentlichen Rechtes zufließen. Dazu müssen sich alle Aktien bei der Stadt befinden, weshalb die Gründer gleich beim Abschluss des notariellen Gründungsvertrages ihre Aktienrechte an sie abzutreten haben.

Als nächstes sind Betriebe und Vermögen auf die neue Gesellschaft zu übertragen. Dies kann nicht unmittelbar erfolgen, weil sonst eine Abgeltung durch Aktien notwendig wäre. Um zu vermeiden, dass Aktien in privaten Besitz gelangen, muss die Stadt zwischengeschaltet werden, die ohnehin alleiniger Aktienbesitzer werden soll.

Für die Straßenbahn- Betriebs- GmbH heißt das, dass die Stadt den Betrieb sowie den Fundus als Sacheinlagen gegen Gewährung von Aktien in die neue Verkehrs-AG einbringt. Weil alle Geschäftsanteile der Stadt gehören, gelangen auch alle neuen Aktien an die Stadt. Da laut Satzung die Straßenbahn- Betriebs- GmbH ihren Betrieb nicht veräußern darf, muss sie vor der Einbringung liquidiert werden.

______________________

Nicht-dynamische Signatur



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 08.06.2020 16:41 von Lehrter Bahnhof.
T6
Re: Kurioses 2020
08.06.2020 16:36
Zitat
Lehrter Bahnhof
Danke für den Link.

Zitat
Quelle
Der Rest der Aktien ist bei der Deutschen Treuhandgesellschaft hinterlegt,

Das ist die heutige "KPMG".

Auch.

Unterm Strich steht lediglich das G für die Deutsche Treuhand.
Re: Kurioses 2020
08.06.2020 17:05
Zitat
Lehrter Bahnhof
Es steht doch in der Quelle, warum man sich zunächst für die Rechtsform AG entschied.

Ja, diese Quelle lese ich gerade auch mit großem Interesse, aber ich hatte meinen Beitrag parallel geschrieben...

Interessant, was für aufwändige gesellschaftsrechtliche Überlegungen man da einfließen lassen hat. Ich denke, das würde heute etwas anders laufen.
T6
Re: Kurioses 2020
08.06.2020 17:13
Zitat
Lopi2000
Zitat
Lehrter Bahnhof
Es steht doch in der Quelle, warum man sich zunächst für die Rechtsform AG entschied.

Ja, diese Quelle lese ich gerade auch mit großem Interesse, aber ich hatte meinen Beitrag parallel geschrieben...

Interessant, was für aufwändige gesellschaftsrechtliche Überlegungen man da einfließen lassen hat. Ich denke, das würde heute etwas anders laufen.

Ja.
Allerdings würde ich davon ausgehen dass es heute eher komplizierter wäre.
Re: Kurioses 2020
08.06.2020 17:31
Und ohne 5-fache Ausschreibung nicht zu machen. Ich werde jedenfalls jetzt immer BVA sagen.

Heidekraut zum Hauptbahnhof
Zitat
T6
Allerdings würde ich davon ausgehen dass es heute eher komplizierter wäre.

Nach der Wiedervereinigung von Deutschland, Berlin und der BVG sollte der damalige Eigenbetrieb von Berlin nach dem Willen maßgeblicher Wirtschaftsbosse und deren Politkern wieder zur AG rückabgewickelt werden. Anhand einiger abschreckender Bespiele in diesem Land konnte das verhindert werden und es kam die Anstalt des öffentlichen Rechts mit gesichertem Rückkehrrecht der heutigen Altbeschäftigten zum Land Berlin bei künftigen Umbildungen dabei heraus. Wahrlich kompliziert - aber eine gute Grundlage zum weiteren Erhalt des Verkehrsunternehmens als Landesbetrieb ohne Gewinnstreben und mit sicheren Arbeitsplätzen.

so long

Mario
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