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Straßenbahnverlängerung Turmstraße II
geschrieben von Pneumatik 
Die Elsenbrücke wurde wegen Tragfähigkeitsbedenken gesperrt. Eine Erneuerung war eigentlich erstmal nicht vorgesehen.


Die Mühlendamm- und Spittelmarktbrücke werden im Gegensatz dazu seit Jahren für Ersatz bzw. Neubau vorbereitet (Planungen). Bis 2029 sollten die alle fertig sein. Die Mühlendammhälfte wurde ausnahmsweise mal nicht wegen akuter Einsturzgefahr* abgerissen, sondern wegen regulärer Erneuerung.

*Auch wenn das vielleicht nicht mehr lange gedauert hätte...



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 28.07.2025 19:04 von PassusDuriusculus.
Zitat
PassusDuriusculus
Die Elsenbrücke wurde wegen Tragfähigkeitsbedenken gesperrt. Eine Erneuerung eigentlich erstmal nicht vorgesehen.

Dafür ist man mittlerweile aber recht weit mit dem Neubau...

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat
IsarSteve
In diesem Forum wurde es 2003 als unerhört angesehen, als jemand (ich) spekulierte, dass es mindestens bis 2025 dauern würde, bis die Straßenbahn Steglitz erreichen würde.
In der Zwischenzeit hat die BVG ihr Bestes getan, um jegliche Nachfrage nach einer Verbindung von Friedenau und Schöneberg über den Potsdamer Platz zum Alexanderplatz zu unterbinden. Ob mit oder ohne Brücke an der Fischerinsel, der Abschnitt Schöneberg-Steglitz braucht wirklich eine Straßenbahnverbindung. Warum nutzt man die Wartezeit für den Brückenbau nicht, um den Abschnitt Potsdamer Platz–Schöneberg zu bauen? Gleichzeitig könnte man einen Standort für ein Betriebsbahnhof auf dieser Strecke finden. Natürlich ist sowas 'in tollen Berlin' überhaupt nicht möglich. Hier ist eine Karte von dem, was Paris im Zeitraum 1992–2023 gebaut hat (Ungefähr der Zeitraum nach der Wende bis Heute).

Alle Beteiligten sollten sich schämen.

Hallo IsarSteve,
deine Argumentation klingt überzeugend! Bis es soweit ist, schlage ich folgende Sofortmaßnahmen in einer konzertierten Aktion vor:

-ab Beginn der Bauarbeiten im U-Bhf. Nollendorfplatz (unten) fährt die U3 zusätzlich bis mindestens Spittelmarkt (Entlastung des genannten Korridors Bülowstraße-Potsdamer Platz-Leipziger Straße)
-nach Ende der Bauarbeiten im U-Bhf. Nollendorfplatz: U2 Verdichtung des derzeitigen 4-Minuten-Takts auf 3-Minuten-Takt
-S1: lückenloser Einsatz der bestellten Verstärkerzüge Bhf. Zehlendorf-Potsdamer Platz, dadurch Verdichtung von 10- auf 5-Minuten-Takt (die Verstärkerzüge fahren offenbar derzeit nicht, gestrichen wie oft ähnlich bei den S26, S45, S85)
-Stammbahn Potsdam-Düppel-Zehlendorf-Rathaus Steglitz-Schöneberg-Potsdamer Platz: sofortiger konkreter Planungsbeginn
-Verlängerung des M48 bis U-Bhf. Stadtmitte (derzeitige Endhaltestelle des M85) und Verdichtung des 10-Minuten-Takts auf 5 Minuten
-M85: Verdichtung des 10-Minuten-Takts ebenfalls auf 5 Minuten.

Um die Finanzierung und Personalakquise müssen sich die entsprechenden Fachleute kümmern... ;)
Vielleicht kann ja Frau Giffey noch vor der nächsten Wahl etwas frohes verkünden, schließlich will sie ja offenbar wieder "Regierende" werden...

Wie ausgelastet ist denn derzeit der Bus 200?

Herzliche Grüße von
'Möckernbrücke'
Dipl.-Fahrgast h.c.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 28.07.2025 22:49 von Möckernbrücke.
Zitat
Heidekraut
Die Autos müssen der Tram hinterher zuckeln? Au warte!

Ja, genau, und offenbar auch die Busse, die sicherlich auch weiterhin aus allen Himmelsrichtungen auf die Turmstraße* fahren werden (123, DD-101).

Durch das jetzt schon angeordnete Tempo 30 km/h wird nicht so auffallen, dass die Tram durch die Turmstraße „zuckeln“ muss. Wie jetzt schon auf dem östlichen Abschnitt. Schnell ist anders.

(*nach einem Abendschau-Bericht aus den 1960er-Jahren wurde sie damals "der Ku-Damm Moabits" genannt...)

Herzliche Grüße von
'Möckernbrücke'
Dipl.-Fahrgast h.c.



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 29.07.2025 07:43 von Möckernbrücke.
Zitat
PassusDuriusculus
Bis 2029 sollten die alle fertig sein.

Glaubst du wirklich an solche vagen Prognosen?

Zurück zum Thema:
In der Berliner Zeitung stand heute früh ein Artikel von Peter Neumann: [www.berliner-zeitung.de]

Wer gerade kein laufendes Abo hat, wird inzwischen auch bei archive.ph fündig.

Zitat
Berliner Zeitung
Das Streckennetz des größten deutschen Straßenbahnbetriebs wächst – als Nächstes im Westen von Berlin. Doch bis tatsächlich die M10 über die Turmstraße hinaus zum Bahnhof Jungfernheide fährt, werden noch Jahre vergehen. Jetzt wurde bekannt, wann das Genehmigungsverfahren beginnen und enden soll. So viel steht fest: Ein Wunsch, den Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU) hegt, kann wohl nicht in Erfüllung gehen.
...
Laut einer Präsentation der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) von Ende Juni dieses Jahres, die der Berliner Zeitung vorliegt, wird der Planfeststellungsbeschluss für das dritte Quartal 2027 erwartet – zu spät für eine Party vor der Wahl. 2029 soll die M10 erstmals nach Jungfernheide fahren, hieß es zuletzt.

so long

Mario
Hallo Mario,
ein User hatte den Link schon gestern Abend gesetzt.
Nach dem aktuellen Artikel sollen wohl weit mehr Bäume gefällt werden, als zunächst bekannt.
Schruoffeneger, ick hör' dir trapsen... Nicht zu fassen, dass der BUND das auch noch gut heißt!

Herzliche Grüße von
'Möckernbrücke'
Dipl.-Fahrgast h.c.



3 mal bearbeitet. Zuletzt am 28.07.2025 23:23 von Möckernbrücke.
Zitat
Möckernbrücke

-S1: lückenloser Einsatz der bestellten Verstärkerzüge Bhf. Zehlendorf-Potsdamer Platz, dadurch Verdichtung von 10- auf 5-Minuten-Takt (die Verstärkerzüge fahren offenbar derzeit nicht, gestrichen wie oft ähnlich bei den S26, S45, S85)

Oder sie fahren nicht, weil derzeit gerade Sommerferien sind??? 😱😁😜😉
@Zektor: Irgendeinen Grund gibt’s immer…

Herzliche Grüße von
'Möckernbrücke'
Dipl.-Fahrgast h.c.
Zitat
der weiße bim
Zitat
PassusDuriusculus
Bis 2029 sollten die alle fertig sein.

Glaubst du wirklich an solche vagen Prognosen?

[/quote]

Nein.

Aber du scheinst zu glauben, dass man es schneller schaffen würde eine Straßenbahn auf der Leipziger Straße in Betrieb nehmen zu können.
Zitat
Peter Neumann

Sorgenkind M10: Auf dem Neubauabschnitt der Metrolinie, die nun von der Warschauer Straße zur Turmstraße verläuft, überstieg die Zahl der Fahrgäste schon bald die Vorhersagen. Doch die Beförderungsqualität hat sich dort auch 2024 nicht verbessert, so der Bericht. Um den Fahrplan der Wirklichkeit anzunähern, gab die BVG bei der Fahrzeit sechs Minuten hinzu. Das erforderte zwei zusätzliche Fahrzeuge und sechs weitere Fahrer. Der Anteil der als pünktlich registrierten Fahrten stieg auf 90 Prozent – was allerdings zulasten der Wirtschaftlichkeit geht. Weiterhin steht die Tram in Moabit im Autostau. An der M10 besteht an 13 Stellen Handlungsbedarf, heißt es.

[www.berliner-zeitung.de]
Wer hätte das gedacht bei der Verkehrsführung und der Priorisierung des MIV entlang der Trasse.
Eigentlich hatte ich damals eine große Erwartung an die Grünen zu dem Thema.
Da muss man doch den ganzen Planungsprozess in Frage stellen. Wozu haben wir die schlauen Verkehrsingenieure, die sowas Jahrelang planen.

Gefühlt stelle ich schon länger fest, dass die Bahnen immer voller werden. Besonders fiel mir das an Sonnabenden auf. Entgegen der allgemeinen Annahme, dass der Berufsverkehr weg fällt. An Samstagen haben die Leute Zeit und Unternehmen viel.

PS Aber das Foto zeigt eine Straßenbahn, die nicht ein- sondern ausbiegt. Schönes Foto übrigens.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 18.11.2025 13:42 von Heidekraut.
Wenn man eine renitente Senatsverwaltung hat, die alles boykottiert, das nicht "Auto" heißt und brummbrumm macht, dann kann der einzelne gar nichts machen. Es ist ja nicht so, dass die Ampelschaltungen erst seit gestern sch***e sind. So etwas fällt einem ja bloß auf, wenn man sich mal in einer Stadt mit funktionierenden Vorrangschaltungen aufhält.
Ich glaube, die Politik bevorzugt das Auto aus folgendem Grund:
Am Auto kann der Staat gut verdienen: Mineralölsteuer, Parkgebühren und Mehrwertsteuer auf alles was mit dem Auto zu tun hat, z.B. Reperaturen, Zubehör, TÜV usw.

Der öffentliche Verkehr muß ja schließlich aus Steuergeldern bezuschusst werden, und das geht hier im neoliberalen Denken natürlich nicht......
Zitat
Latschenkiefer
Wenn man eine renitente Senatsverwaltung hat, die alles boykottiert, das nicht "Auto" heißt und brummbrumm macht, dann kann der einzelne gar nichts machen. Es ist ja nicht so, dass die Ampelschaltungen erst seit gestern sch***e sind. So etwas fällt einem ja bloß auf, wenn man sich mal in einer Stadt mit funktionierenden Vorrangschaltungen aufhält.

Am Frankfurter Tor wird schon seit Monaten u.a. wegen der Ampelanlage gebuddelt. Einen Arbeiter habe ich aber dort seit Wochen nicht mehr gesehen. Die Baustelle ist nun eine Art Phantombaustelle geworden. Das ist das Tempo dieser Stadt.

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Tscheynsch hier vor Ju-Tu wis Sörvis tu Exebischn-Raunds änd Olümpick-Staydium
Zitat
Latschenkiefer
Wenn man eine renitente Senatsverwaltung hat, die alles boykottiert, das nicht "Auto" heißt und brummbrumm macht, dann kann der einzelne gar nichts machen. Es ist ja nicht so, dass die Ampelschaltungen erst seit gestern sch***e sind. So etwas fällt einem ja bloß auf, wenn man sich mal in einer Stadt mit funktionierenden Vorrangschaltungen aufhält.

In Potsdam haben wohl alle (!) Ampeln eine ÖPNV-Anmeldung und an den meisten ist dieser dann auch absolut priorisiert. Und wenn mehrfach Fahrplanabweichung von 1 Minute auftreten, klingelt wohl direkt die VIP bei den Zuständigen in der Verwaltung durch.
Zitat
Wollankstraße
Ich glaube, die Politik bevorzugt das Auto aus folgendem Grund:
Am Auto kann der Staat gut verdienen: Mineralölsteuer, Parkgebühren und Mehrwertsteuer auf alles was mit dem Auto zu tun hat, z.B. Reperaturen, Zubehör, TÜV usw.

Diese Denke ist sicherlich bei vielen verbreitet, aber dennoch im Kern falsch. Gerade die Mineralölsteuer ist eine Bundessteuer, an der der Senat systembedingt gar kein großes Interesse haben dürfte. Die minimalen Parkgebühren decken i.d.R. noch nicht mal die Kosten für die Parkraumüberwachung.

Zitat
Wollankstraße
Der öffentliche Verkehr muß ja schließlich aus Steuergeldern bezuschusst werden, und das geht hier im neoliberalen Denken natürlich nicht......

Der öffentliche Verkehr wird üblicherweise vor allem bezuschusst, weil er einen volkswirtschaftlichen Nutzen hat. Würden Millionen von Pendelnden statt mit dem ÖPNV mit dem privaten PKW zur Arbeit fahren, brächen die städtischen Verkehrsnetze regelmäßig zusammen und deren Ausbau würde nicht nur deutlich mehr Geld als die Bezuschussung des ÖPNV kosten, sondern auch flächenmäßig gar nicht gelingen, ohne erhebliche Teile des Stadtbilds zu zerstören.

Leider sind diese Selbstverständlichkeiten in der Kirche des Heiligen Privat-PKW ebenso wie bei deren ideologischen Unterstützenden entweder unbekannt oder nicht Bestandteil ihres Weltbildes und Millionen von Innenstadtbewohnenden haben unter dieser Ideologie zu leiden.
Ich denke, es ist viel einfacher: es ist die Leichtigkeit des Verkehrs, die hier absoluten Vorrang hat. Die Autos müssen immer fahren können und dürfen durch nichts behindert werden. Das scheint oberste Planungsprämisse zu sein.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 18.11.2025 14:33 von DerMichael.
Zitat
Lopi2000
und Millionen von Innenstadtbewohnenden haben unter dieser Ideologie zu leiden.

...dann sollen die doch aufs Land ziehen. Da ist die Welt noch in Ordnung und für deren Gesundheit und Fitness ist es eh besser.
Nach 5-10km Fußweg oder Radeln zum nächsten Arzt, Kiosk oder Schule sind die alle viel entspannter und gesünder.
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