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Berichterstattung zum ÖPNV in Berliner Tageszeitungen
geschrieben von Latschenkiefer 
Zitat
Jay


Zumindest beim ND wird dir bei jedem Artikel eine Bezahlmöglichkeit angeboten. Ich meine, die TAZ ermöglicht auch das auch.

Bei der TAZ habe ich das schon gesehen und auch was bezahlt. Ansonsten gibt es diese Möglichkeit kaum. Meist kann man die Bezahlschranke nur mit einem Abo, das sich verlängert, umgehen. Hier wäre es schön, wenn man die Option hätte, bspw nen Euro per Paypal zu zahlen und gut ist.
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Railroader
Als K[o]nsument, der online "querbeet" durch viele Blätter liest, finde ich es sehr bedauerlich, dass die Optionen recht überschaubar und unflexibel sind. Ich möchte kein Abo abschließen, was sich immer wieder automatisch verlängert, möchte aber gern für Artikel, die mich interessieren, bezahlen. Leider scheint es aber offenbar weder möglich, für einzelne Artikel zu zahlen, noch für eine Woche oder einen Monat, ohne einer automatischen Verlängerung zuzustimmen. Verlagsübergreifende Flatratangebote etc habe ich auch noch nicht gesehen. Am Ende bleibt dann also nur, wo unkompliziert möglich, eine Spende.

Und leider stehen sich dort die Verlage auch selbst im Wege. Man übertrage dieses eigenwillige Geschäftsmodell einmal auf den klassischen Zeitungsmarkt, also in Zeiten ohne Internet:

"Nein, tut uns Leid, Sie können nicht die eine Ausgabe kaufen, nur weil Sie ein Artikel interessiert! Wie kommen Sie eigentlich auf diesen absurden Gedanken? Aber gern können Sie ein Monatsabonnement abschließen! Und eine reduzierte Ausgabe unserer Zeitung erhalten Sie kostenlos, wenn Sie dazu noch diesen Otto-Katalog mitnehmen und uns eine Übersicht da lassen, welche Zeitschriften und Zeitungen Sie zuletzt gelesen haben und als nächstes zu lesen gedenken!"
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def
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Railroader
Als K[o]nsument, der online "querbeet" durch viele Blätter liest, finde ich es sehr bedauerlich, dass die Optionen recht überschaubar und unflexibel sind. Ich möchte kein Abo abschließen, was sich immer wieder automatisch verlängert, möchte aber gern für Artikel, die mich interessieren, bezahlen. Leider scheint es aber offenbar weder möglich, für einzelne Artikel zu zahlen, noch für eine Woche oder einen Monat, ohne einer automatischen Verlängerung zuzustimmen. Verlagsübergreifende Flatratangebote etc habe ich auch noch nicht gesehen. Am Ende bleibt dann also nur, wo unkompliziert möglich, eine Spende.

Und leider stehen sich dort die Verlage auch selbst im Wege. Man übertrage dieses eigenwillige Geschäftsmodell einmal auf den klassischen Zeitungsmarkt, also in Zeiten ohne Internet:

"Nein, tut uns Leid, Sie können nicht die eine Ausgabe kaufen, nur weil Sie ein Artikel interessiert! Wie kommen Sie eigentlich auf diesen absurden Gedanken? Aber gern können Sie ein Monatsabonnement abschließen! Und eine reduzierte Ausgabe unserer Zeitung erhalten Sie kostenlos, wenn Sie dazu noch diesen Otto-Katalog mitnehmen und uns eine Übersicht da lassen, welche Zeitschriften und Zeitungen Sie zuletzt gelesen haben und als nächstes zu lesen gedenken!"


oh oh.. Nur weil du und die anderen Admins hier umsonst arbeiten, heißt das nicht, dass echte Journalisten das auch tun sollten. Sie schreiben ähnlichen Blödsinn, wollen aber dafür bezahlt werden.

IsarSteve



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 18.12.2021 23:41 von IsarSteve.
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IsarSteve
Zitat
def
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Railroader
Als K[o]nsument, der online "querbeet" durch viele Blätter liest, finde ich es sehr bedauerlich, dass die Optionen recht überschaubar und unflexibel sind. Ich möchte kein Abo abschließen, was sich immer wieder automatisch verlängert, möchte aber gern für Artikel, die mich interessieren, bezahlen. Leider scheint es aber offenbar weder möglich, für einzelne Artikel zu zahlen, noch für eine Woche oder einen Monat, ohne einer automatischen Verlängerung zuzustimmen. Verlagsübergreifende Flatratangebote etc habe ich auch noch nicht gesehen. Am Ende bleibt dann also nur, wo unkompliziert möglich, eine Spende.

Und leider stehen sich dort die Verlage auch selbst im Wege. Man übertrage dieses eigenwillige Geschäftsmodell einmal auf den klassischen Zeitungsmarkt, also in Zeiten ohne Internet:

"Nein, tut uns Leid, Sie können nicht die eine Ausgabe kaufen, nur weil Sie ein Artikel interessiert! Wie kommen Sie eigentlich auf diesen absurden Gedanken? Aber gern können Sie ein Monatsabonnement abschließen! Und eine reduzierte Ausgabe unserer Zeitung erhalten Sie kostenlos, wenn Sie dazu noch diesen Otto-Katalog mitnehmen und uns eine Übersicht da lassen, welche Zeitschriften und Zeitungen Sie zuletzt gelesen haben und als nächstes zu lesen gedenken!"

oh oh.. Nur weil du und die anderen Admins hier umsonst arbeiten, heißt das nicht, dass echte Journalisten das auch tun sollten. Sie schreiben ähnlichen Blödsinn, wollen aber dafür bezahlt werden.

Erstens bin ich kein Admin, und zweitens habe ich überhaupt nicht geschrieben, dass echte Journalist/innen umsonst arbeiten sollen - ganz im Gegenteil, ich habe (wie Railroader auch) beklagt, dass Verlage mögliche Einnahmen links liegen lassen. Wenn einen früher ein Artikel interessiert hat, hat man die Zeitung halt gekauft; heute soll man gleich ein Abo nehmen. Um eben diese Lücke geht es.

In der Vertriebswelt deutscher Zeitungsverlage scheint man sich den durchschnittlichen Konsumenten oder die durchschnittliche Konsumentin so vorzustellen: "Stimmt! Die Artikelüberschrift klingt einfach so spannend, dass ich direkt ein Abo abschließe, das sich automatisch verlängert, wenn ich nicht rechtzeitig kündige!".



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 18.12.2021 23:51 von def.
Richtig, hätte der Verlag nicht etwas davon, wenn man den Euro für die virtuelle Ausgabe bezahlt?

x--x--x--x

Für mehr gelbe Farbe im Netzplan: die Farben der U4 und U7 tauschen!
Zitat
B-V 3313
Richtig, hätte der Verlag nicht etwas davon, wenn man den Euro für die virtuelle Ausgabe bezahlt?

Das, oder, wenn es die aktuelle Ausgabe gar nicht mehr als pdf gibt, vielleicht einfach ein "Kurzabo" von ein, zwei Stunden, in denen man z.B. die "Plus"-Artikel lesen kann, die in den letzten 24 Stunden veröffentlicht wurden. Wie eben bei der klassischen Zeitung - da hat man ja, selbst wenn man die Ausgabe wegen eines bestimmten Artikels gelesen hat, natürlich die ganze Zeitung durchgeblättert und noch weitere Artikel gelesen.

Aber das aktuelle Geschäftsmodell der deutschen Zeitungsverlage ist ausbaufähig und auf andere Branchen übertragbar:

"Willkommen in Luigis Eisdiele! Leider können wir Ihnen Schlumpfeis nur im Abo anbieten, für nur 25 Euro im Monat! Dafür gibt's Vanille- und Schokoeis kostenlos, wenn Sie hoch und heilig versprechen, hier aushängende Anzeigen zu Mega-Forschungsergebnissen zu eingewachsenen Fingernägeln nicht komplett zu ignorieren und Sie uns verraten, wo und was Sie sonst so konsumieren!"

Wobei, irgendwie kommt mir das mit dem Abo, obwohl man doch eigentlich nur einmalig ein Produkt wäre, bekannt vor... Richtig, vom Jamba-Sparabo! Und wenn man als seriöser Verlag mit irgendwas assoziiert werden möchte, dann doch wohl mit dem Jamba-Sparabo!



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 19.12.2021 00:08 von def.
Zitat
IsarSteve


oh oh.. Nur weil du und die anderen Admins hier umsonst arbeiten, heißt das nicht, dass echte Journalisten das auch tun sollten. Sie schreiben ähnlichen Blödsinn, wollen aber dafür bezahlt werden.

Sie sollen keineswegs umsonst arbeiten, ich will ja zahlen. Nur was bringt mir ein Abo, wenn ich dann 3 Artikel im Monat lese und bei anderen Zeitungen ebenfalls jeweils 3? Wie viele Abos sollen es dann werden? Ich möchte mich auch nicht überall registrieren und Werbung etc hinnehmen, sondern einfach nur für mich relevante Artikel lesen und dafür unkompliziert bezahlen; will da auch gar nicht rumgeizen. Und vor allem möchte ich für das einfache Lesen einzelner Artikel keine Listen führen, damit ich nicht vergesse, irgendwas fristgerecht zu kündigen. Das System ist einfach zu unflexibel, wenn man sich nicht binden möchte.
Zitat
Railroader

Sie sollen keineswegs umsonst arbeiten, ich will ja zahlen. Nur was bringt mir ein Abo, wenn ich dann 3 Artikel im Monat lese und bei anderen Zeitungen ebenfalls jeweils 3?

Also es gibt zumeist mehr als drei lesenswerte Artikel in den Online-Ausgaben der Zeitungen, aber ich stimme.dir prinzipiell zu.

Zitat

Wie viele Abos sollen es dann werden? Ich möchte mich auch nicht überall registrieren und Werbung etc hinnehmen, sondern einfach nur für mich relevante Artikel lesen und dafür unkompliziert bezahlen; will da auch gar nicht rumgeizen.

Also ich habe derzeit einen Zugang zu WELT Online für 9,90 EUR und das Tagesspiegel-Plus-Abo für 14,90 EUR.
Wenn man da wie ich täglich drin schmökern, dann ist das.vom Preis her meiner Meinung nach OK.
Aber auch ich ärgere mich Immer wieder, wenn bei irgendeiner Regionalzeitung (dazu zähle ich jetzt einfach auch mal die Berliner Zeitung) ein interessanter Artikel hinter der Paywall versteckt ist und man ein ganzes Abo abschließen müsste, um den Artikel zu lesen.
Einzig und allein (as far as I know) lässt die Leser auch die Leserechte an einzelnen Artikeln für wenig Geld erwerben.

Grüße
Nic
Wenn ich daran denke was Fußballfans brauchen um alles sehen zu können:

Sky, DAZN, Amazon Prime, RTL plus, Magenta.

Da ist man im Monat mit einem Hunni dabei (und hat dann Kommentatoren die, ähnlich wie Journalisten, schlecht recherchieren und polarisieren.
Ja, die Verlage haben weiterhin keinen vernünftigen Umgang mit Bezahlmöglichkeiten für Teile des Angebots gefunden. Dazu zähle ich auch Optionen wie nur ein Ressort zu abonnieren, für dann vielleicht fünf bis zehn Euro pro Monat. Verlagsübergreifende Flatrates könnten auch attraktiv sein. Da sperren sich nicht nur die Verlage massiv, das dürfte auch ein kartellrechtliches Problem sein.
Zitat
Heidekraut
Nichts gegen Peter Neumann, aber die Berliner ist fest in Putins Hand.

Nein - aber wenn es so wäre, wäre die Berliner Zeitung in gewissem Sinn wieder an ihrem Ursprung (Untertitel der ersten Ausgabe vom 21. Mai 1945: "Organ des Kommandos der Roten Armee").

Soweit ich weiß, bestehen die Einnahmen "normaler" Zeitungen in unserem Land vorwiegend aus Anzeigenerlösen. Auf der Basis der Ausgabe der Berliner Zeitung von diesem Wochenende wäre die Berliner Zeitung demnach vorwiegend in der Hand von:

- Porta Möbel Handels GmbH & Co KG (ganzseitige Anzeige auf Seite 7)
- Media Markt (ganzseitige Anzeige auf Seite 27)
- Ruder Küchen und Hausgeräte GmbH (ganzseitige Anzeige auf Seite 58)
- Naturkaufhaus in der Galleria GmbH (2/3-seitige Anzeige auf Seite 9)
- Telekom Deutschland GmbH (ca. 2/5-seitige Anzeige auf Seite 5)
- weiteren "kleineren" Anzeigenschaltern.

Hierzulande werden Zeitungen leider nicht weit überwiegend von ihrer Leserschaft finanziert, sondern von großen Anzeigenkunden. Daher wären die interessantesten Nachrichten in allen Zeitungen womöglich diejenigen, die gar keine Nachrichten werden, weil sie gar nicht erst gedruckt werden.

Zur aktuellen schwierigen wirtschaftlichen Situation der Zeitungen in unserem Land hat Nicolas Sustr auf Seite 1 dieses Beitragsstrangs ja schon etwas geschrieben.

Vielleicht wäre ein "öffentlich-rechtlicher Weg" ja eine Möglichkeit, eine langfristige Perspektive für Zeitungen zu entwickeln. Ich bin oft ganz unzufrieden mit der Berichterstattung m öffentlich-rechtlichen Rundfunk (Beispiel aus dem ZDF-Morgenmagazin der letzten Woche: Die nicht hinterfragte sinngemäße Aussage des Arbeitsministers Heil, er (!) hätte ein Gesetz gemacht), aber dennoch: Die Berichterstattung des öffentlichen-rechtlichen Rundfunks deckt eine Menge ab, trotz des vollkommen einseitigen Russlandbilds, trotz eines rosaroten USA-Bilds, ...

Vielleicht noch ein Hinweis auf die älteste heute noch erscheinende Tageszeitung der Welt, die Wiener Zeitung: [de.wikipedia.org]

Noch einen schönen Sonntagabend wünscht Euch
Marienfelde
Zitat
Marienfelde
Soweit ich weiß, bestehen die Einnahmen "normaler" Zeitungen in unserem Land vorwiegend aus Anzeigenerlösen.

Ich habe mal im Bundesanzeiger in den Geschäftsberichten einiger Verlage gestöbert. Die Berliner Verlag GmbH verzeichnet z.B. für 2019 Vertriebserlöse von 39,3 Mio. Euro und Anzeigenerlöse von 10,6 Mio. Euro. Die DvH Medien GmbH (u.a. Tagesspiegel, ZEIT, Handelsblatt) hatte 2019 Vertriebserlöse von 224,8 Mio. Euro und Anzeigenerlöse von 133,0 Mio. Euro. Die Verlagsgesellschaft Madsack GmbH & Co. KG (in der Region vor allem die MAZ) hatte 2019 Vertriebserlöse von 259,6 Mio. Euro und Anzeigenerlöse von 136,5 Mio. Euro.

In allen drei Beispielen sind es jeweils deutlich mehr Einnahmen aus dem Kerngeschäft als aus den Anzeigen, obwohl meist auch Anzeigenblätter zu den Verlagen gehören. Andererseits ist es jeweils nicht so viel Geld, dass ein Überleben ohne die Anzeigen möglich wäre.
@ Lopi 2000: Demnach stimmt mein Wissensstand nicht. Eigentlich sollte ich mich darüber wohl freuen (stärkere Leserfinanzierung = geringere Anzeigenabhängigkeit), kann es aber wegen der schwierigen wirtschaftlichen Gesamtlage der Presse nicht.
Zitat
Marienfelde
@ Lopi 2000: Demnach stimmt mein Wissensstand nicht. Eigentlich sollte ich mich darüber wohl freuen (stärkere Leserfinanzierung = geringere Anzeigenabhängigkeit), kann es aber wegen der schwierigen wirtschaftlichen Gesamtlage der Presse nicht.

Ob nun ein größerer oder kleinerer Anteil der Einnahmen aus den Anzeigen kommt: Fakt ist, dass bei vielen kommerziellen Medien eine wirtschaftliche Abhängigkeit von den Anzeigenkunden besteht. Entsprechend laufen TV-Sendungen, die sich z.B. kritisch mit den negativen Folgen der Automobilität auseinandersetzen eher im öffentlich-rechtlichen TV als auf Sendern, die eher ein Rahmenprogramm für die Autowerbespots ausstrahlen.

Ein kleiner Vorteil im Trend zu großen bundesweiten Verlagsgruppen ist dabei, dass man nicht mehr so stark von individuellen Kunden abhängig ist. Der lokale Baulöwe, der kritische Berichte über seine Vorhaben verhindert, ist wahrscheinlich heute weniger das Problem als früher.
>"Organ des Kommandos der Roten Armee"

Das waren sie doch erstmal alle, inklusive des Berliner Rundfunks in der Masuren Allee. Aber wer hat denn noch Zeit für Printmedien, das Gewäsch kann doch keiner mehr lesen, insbesondere der Magazine, sagt ein fanatischer Spiegel-Leser, der sich heute die Journalisten lieber in den Talkshaws anhört. Wer kann denn aushalten, private Sender zu gucken oder zu hören? Nein, das ist vorbei.

Heidekraut zum Hauptbahnhof
Wobei "Der Spiegel" auch nicht mehr das ist, was er mal war.
Zitat
micha774
Wobei "Der Spiegel" auch nicht mehr das ist, was er mal war.

Wer oder was ist denn noch das, was er mal war?
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Heidekraut
Aber wer hat denn noch Zeit für Printmedien, das Gewäsch kann doch keiner mehr lesen,

Ach, wenn man das durch fachkundige Beiträge der Bahninfo-Foristen kompensieren kann, hält man auch das Gewäsch in den Printmedien eine Weile aus!

Zitat
Heidekraut
der sich heute die Journalisten lieber in den Talkshaws anhört..

Das verstehe ich nun nicht. Talkshows (egal ob gut oder schlecht) sind und waren doch inhaltlich etwas völlig anderes als Hintergrundberichte in Printmedien (egal ob gut oder schlecht).

Ansonsten, genug gestänkert, zum Thema-

ich finde (muss aus verschiedenen Gründen auch etliche Provinzzeitungen lesen) Berliner und Tagesspiegel durchaus seit Jahren sich positiv abhebend. Neumann habe ich dabei einen Tick mehr als Kurbjuweit geschätzt, Hasselmann/Jacobs haben m.E. immer noch Startschwierigkeiten. (die anderen Berliner Zeitungen verfolge ich nicht intensiv, dazu kann ich nichts sagen. Also auch nichts zu nicolaas nichts, tut mir leid, auch wenn die Forenbeiträge interessant sind). Die TAZ hatte ich vor 20 Jahren mal abbonniert und nicht zuletzt wegen der grottigen ÖPNV-Berichterstattung im Lokalteil abbestellt; ist aber nun 20 Jahre her.

Was man in der Provinzpresse und teilweise auch in den überregionalen Medien zum ÖPNV liest, finde ich oft haarsträubend. Das gilt auch für die in Berliner oder Tagesspiegel abgedruckten DPA-Meldungen o.ä. Beispiel war zuletzt der Fahrplanwechsel, wo eine zentrale DB-Pressemeldung zu den Änderungen im Fernverkehr abgedruckt wurde, die sich primär um Änderungen im Westen drehte, wo aber die (bundesweit kaum wichtgen, aber für die Berliner Leserschaft schon) kleineren Änderungen hier in der Region fehlten.

Ansonsten: auch bei den guten Journalisten fehlt mir oft die Distanz zur ihrer Quelle. Über das sowohl von Neumann als auch (glaube ich,anahnd der damaligen Zitate) von nicolaas verwendete Werbewort "Bahnsprecher" habe ich mich wiederholt geärgert.
Zitat
Global Fisch
Zitat
micha774
Wobei "Der Spiegel" auch nicht mehr das ist, was er mal war.

Wer oder was ist denn noch das, was er mal war?

Ich könnte jetzt Namen nennen und sagen "Doof bleibt doof", lasse es aber lieber ;-)

Der Spiegel war immer dann gut wenn er was aufdeckte, was den Politikern den Job kostete.
Heute ist einer Bundeskanzler mit ordentlich Dreck am Stecken und keinen juckt es.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 20.12.2021 15:25 von micha774.
Zitat
Global Fisch
Ansonsten: auch bei den guten Journalisten fehlt mir oft die Distanz zur ihrer Quelle. Über das sowohl von Neumann als auch (glaube ich,anahnd der damaligen Zitate) von nicolaas verwendete Werbewort "Bahnsprecher" habe ich mich wiederholt geärgert.

Was spricht denn dagegen, jemanden, den die Deutsche Bahn AG als "Leiter Kommunikation und Sprecher" bezeichnet, als "Bahnsprecher" zu bezeichnen? Es ist ja in der Bezeichnung schon wichtig, dass es sich nicht um jemanden mit Entscheidungsbefugnis handelt, sondern um jemanden, der im Namen des Unternehmens spricht.
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