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S32 - neuer Anlauf
geschrieben von Bale1972 
Re: S32 - neuer Anlauf
22.01.2013 15:27
Zitat
Asimov
Eine Frage zum Thema S32/CEX, die ich mir bei einem Blick auf die Landkarte gestellt habe:
Gibt es eigentlich ein lohnenswertes Fahrgastpotential (Sprich vor allem nennenswerte Pendlerströme) für eine Direktverbindung Hamburg - Bremerhaven? Letzteres hat immerhin 112.000 Einwohner, ist mit der Bahn von Hamburg aus aber nur umständlich erreichbar. Mein Gedanke wäre dann, die S32 als eine Art Unterelbe Regio-S-Bahn umzusetzen: Start an der Elbgaustraße (Um die dort irgendwann wegfallende S21 zu ersetzen, Alternativ Start in Altona, wenn die S31 dafür ab Holstenstraße bis Elbgaustraße geführt wird), auf den bestehende S-Bahn-Gleisen über Dammtor bis Neugraben, ab hier übernimmt wie gewohnt die S3 die Rolle des Milchkannensammlers bis Stade, die S32 fährt (Zumindest ein Teil der Züge, ein 10-Minuten-Takt über Neugraben hinaus macht wohl wenig Sinn) ohne Halt bis Buxtehude und wird hier geflügelt, ein Teil fährt weiter als Express bis Stade und ab da mit Halt auf allen Stationen bis Cuxhaven, der andere Teil ersetzt die heutigen Bummelzüge von Buxtehude über Bremervörde bis Bremerhaven. Brauchen würde man ein Zwei-System-Fahrzeug, das ab Neugraben mit Diesel weiterfährt und aus zwei zusammengekuppelten Teilen besteht, die zusammen in der Länge etwa einem S-Bahn-Langzug entsprechen. Was ich mich frage: Wäre die evb-Strecke ab Buxtehude überhaupt in der Lage, einen Stundentakt mit solchen Fahrzeugen zu verarbeiten?

Da gibt es noch ganz andere Probleme.

Z.B.
-Die 474 haben nur eine Zulassung für die Strecke Neugraben-Stade.
-Passen die Fahrgäste aus 5 Dostos in einen Kurzzug?
-wie will man mit vmax 100km/h Express ohne Überholmöglichkeiten fahren?

Davon mal abgesehen. Wäre die EVB es wirklich Wert als S-Bahn ausgbaut zu werden? Meine Meinung dazu ist ganz klar: Nein! Fahrgastpotential von Bremerhaven nach Hamburg ist gering und geht wohl gegen 0, da Bremerhaven sich klar Richtung Bremen orientiert. Wenn die EVB wirklich einen besseren Anschluss nach Hamburg brauchen würde, könnte man eher die EVB bis Neugraben verlängern. Aber auch das ist zurecht nicht passiert. Vorher stehen mindestens noch ein dutzend andere ÖPNV-Projekte auf dem Plan.

Auch wenn es Mode geworden ist RBs durch S-Bahnen zu ersetzen, bzw sie als Marketinggründen als solche zu bezeichnen, so sollte man doch die Kirche im Dorf bzw. die S-Bahn in der Stadt lassen. Stade, Oldesloe, Elmshorn und von mir aus noch Lüneburg schön und gut, aber in Bremervörde, Dannenberg, Soltau, Mölln oder Bad Bevensen hat eine Hamburger S-Bahn nichts verloren! Das sind die klassischen Aufgaben einer RB.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 22.01.2013 15:28 von NWT47.
Re: S32 - neuer Anlauf
22.01.2013 16:24
Zitat
NWT47
Da gibt es noch ganz andere Probleme.

Z.B.
-Die 474 haben nur eine Zulassung für die Strecke Neugraben-Stade.
-Passen die Fahrgäste aus 5 Dostos in einen Kurzzug?
-wie will man mit vmax 100km/h Express ohne Überholmöglichkeiten fahren?

Davon mal abgesehen. Wäre die EVB es wirklich Wert als S-Bahn ausgbaut zu werden? Meine Meinung dazu ist ganz klar: Nein! Fahrgastpotential von Bremerhaven nach Hamburg ist gering und geht wohl gegen 0, da Bremerhaven sich klar Richtung Bremen orientiert. Wenn die EVB wirklich einen besseren Anschluss nach Hamburg brauchen würde, könnte man eher die EVB bis Neugraben verlängern. Aber auch das ist zurecht nicht passiert. Vorher stehen mindestens noch ein dutzend andere ÖPNV-Projekte auf dem Plan.

Auch wenn es Mode geworden ist RBs durch S-Bahnen zu ersetzen, bzw sie als Marketinggründen als solche zu bezeichnen, so sollte man doch die Kirche im Dorf bzw. die S-Bahn in der Stadt lassen. Stade, Oldesloe, Elmshorn und von mir aus noch Lüneburg schön und gut, aber in Bremervörde, Dannenberg, Soltau, Mölln oder Bad Bevensen hat eine Hamburger S-Bahn nichts verloren! Das sind die klassischen Aufgaben einer RB.

Faszinierend, und ich dachte immer schon, das meine Nachhilfekinder Schwierigkeiten beim Textverständnis haben. ;)

Was haben die Kapazitäten und technischen Parameter der Baureihe 474 mit einem hypothetischen, für den Zeitraum 2018+x noch zu konzipierenden und entwickelnden Stromschienen-Diesel-Hybrid Zugtyp zu tun?
Die Frage nach der Passagierkapazität ist aber tatsächlich interessant: In wie weit wird den das bestehende Platzangebot auf der Strecke nach Cuxhaven überhaupt benötigt? Ich hatte hier immer den Eindruck, das der Metronom hier einfach sein Standardprogramm fährt, um sich keine unnötigen Kosten mit einem extra nur für diese Strecke angeschafften Fahrzeugtyp aufzuhalsen.
Und was die Aufgabe einer S-Bahn angeht: Sie hat die Aufgabe, die man ihr zuteilt. So etwas wie eine "klassische" Aufgabe gibt es nicht, guck dir mal die deutschen S-Bahn-Systeme an, im Regelfall handelt es sich dabei um genau das, was du kritisierst: RBs mit einem grünen S-Bahn-Logo dran. Der quasi-U-Bahn-Standard der Hamburger S-Bahn ist zwar im direkten Umfeld der Stadt berechtigt, aber genau genommen eine große Ausnahme. Und Gott sei dank haben sich die Planer mittlerweile von dem Anspruch, dieses Niveau im gesamten System beizubehalten, ansonsten hätten wir keine S-Bahn nach Stade (Die bekanntermaßen ein Riesen Erfolg ist) und es gäbe auch keine realistische Chance auf eine S4. Für jedes Problem die passende, pragmatische Lösung, statt dem krampfhaften festhalten an dogmatischen Grundsätzen ist gerade in Zeiten knapper Kassen das Gebot der Stunde.
Re: S32 - neuer Anlauf
22.01.2013 16:46
Zitat
Asimov
Und Gott sei dank haben sich die Planer mittlerweile von dem Anspruch, dieses Niveau im gesamten System beizubehalten, ansonsten hätten wir keine S-Bahn nach Stade (Die bekanntermaßen ein Riesen Erfolg ist)

Das nennst Du einen "Riesen Erfolg"?

Isoliert auf die Stader Fahrgäste mag es zutreffen, aber wie kurzsichtig ist bitte eine Planung, die ein totale Unterkapazität auf den innerstädtischen Abschnitten (in Richtung Citytunnel) in Folge der Angebotserweiterung unberücksichtigt lässt - zumal in vom vom SPNV ansonsten nicht erschlossenen, Hamburger Süderelberaum?

Zudem bringt diese Abkehr vom System ganz neue Probleme für den "quasi U-Bahn-Standard", weil die vor allem im Winter störungsanfälligen Zweisystemer zu Verspätungsketten im Innenstadtbereich führen.
Re: S32 - neuer Anlauf
22.01.2013 17:20
Zitat
bansh84
Zitat
Asimov
Und Gott sei dank haben sich die Planer mittlerweile von dem Anspruch, dieses Niveau im gesamten System beizubehalten, ansonsten hätten wir keine S-Bahn nach Stade (Die bekanntermaßen ein Riesen Erfolg ist)

Das nennst Du einen "Riesen Erfolg"?

Ja natürlich. Eine S-Bahn-Linie, die sich vor Passagieren kaum retten kann, ist definitiv ein Erfolg. Das wäre ja in etwa so, um mal einen Vergleich zu ziehen, als würdest du postulieren, das dass I-Phone kein wirtschaftlicher Erfolg ist, wenn es aufgrund des Kundenansturms phasenweise schlicht mal ausverkauft ist. Dass der Fahrgastansturm auf der S3 ein Problem ist, weil die Linie erfolgreicher ist, als gedacht, ist ein völlig anderes Problem (Das die hier diskutierte S32 bekanntlich lösen soll).
Was das Problem mit den eingefrorenen Pantografen angeht (Das in meinem Vorschlag für die neue Linie keine Rolle spielt, weil ich ab Neugraben mit Diesel fahren würde), wäre es mal interessant zu erfahren, wie es in anderen S-Bahn-Systemen, die ausschließlich mit Oberleitung fahren, gehandhabt wird. Und wenn es standardisierte Lösungen gibt, wo liegen dann die Gründe, das es bei der Hamburger S-Bahn nicht klappt? Einfach nur zu meckern, das es seit Einführung der 2-Systemer Probleme gibt, aber keine Lösung anzubieten, erscheint mir doch etwas zu einfach.
Re: S32 - neuer Anlauf
22.01.2013 17:37
Faszinierend, dass du glaubst dass man für eine S-Bahn nach Bremerhaven extra neue Züge entwerfen und bauen wird. Oder ist dir entfallen das man im Hamburger S-Bahn System eben nicht den DB Standard fahren kann? In Zeiten knapper Kassen kann man sich so eine Geldverschwendung nämlich nicht erlauben. Was versprichst du dir von einer umsteigefreien Verbindung von Bremerhaven nach Hamburg? Damit werden werder Kapazitäten auf der Niederelbebahn geschaffen, noch ist da ein großer Boom an Fahrgästen zu erwarten.

Die S32 soll im übrigen dazu dienen, die S3-Süd zu entlasten. Das ist aber nicht möglich, wenn die neugewonnenen Kapazitäten durch weitere Fahrgäste aus dem Umland gleich wieder wegfallen.

Und es gibt einen Unterschied zwischen Umland erschleißen, wie es in Hamburg durchaus Sinn macht, oder die aber die S-Bahn in die tiefste Provinz zu führen wo nur noch Wald und Wiesen erschlossen werden.

Wenn du andere Systeme mit dem Hamburger vergleichst, solltest du auch die Umgebung vergleichen. Der Ruhrpott, die Rhein-Main und Rhein-Necker Region zb sind dichtbesiedelte Gebiete mit mehreren Großstädten in der Nähe. Bei Hamburg muss man aber bis nach Lübeck, Bremerhaven, Bremen oder Hannover schauen um eine Stadt >100k Einwohner zu finden. Das sind alles Distanzen um die 100km und größer. S-Bahnen dienen aber der Feinerschließung. Für solche Distanzen gibt es RE und RB.

Setz dich mal in die S3 und Fahr erst von Stade nach Pinneberg, dann von Elbgaustraße nach Bergedorf. Da ist man nicht nur eine gefühlte Ewigkeit unterwegs, sondern die Sitze sind sehr unbequem und Toiletten suchst du vergebens.
Re: S32 - neuer Anlauf
22.01.2013 18:01
Zitat
NWT47
Faszinierend, dass du glaubst dass man für eine S-Bahn nach Bremerhaven extra neue Züge entwerfen und bauen wird. Oder ist dir entfallen das man im Hamburger S-Bahn System eben nicht den DB Standard fahren kann? In Zeiten knapper Kassen kann man sich so eine Geldverschwendung nämlich nicht erlauben. Was versprichst du dir von einer umsteigefreien Verbindung von Bremerhaven nach Hamburg? Damit werden werder Kapazitäten auf der Niederelbebahn geschaffen, noch ist da ein großer Boom an Fahrgästen zu erwarten.
Die S32 soll im übrigen dazu dienen, die S3-Süd zu entlasten. Das ist aber nicht möglich, wenn die neugewonnenen Kapazitäten durch weitere Fahrgäste aus dem Umland gleich wieder wegfallen.

Und es gibt einen Unterschied zwischen Umland erschleißen, wie es in Hamburg durchaus Sinn macht, oder die aber die S-Bahn in die tiefste Provinz zu führen wo nur noch Wald und Wiesen erschlossen werden.

Wenn du andere Systeme mit dem Hamburger vergleichst, solltest du auch die Umgebung vergleichen. Der Ruhrpott, die Rhein-Main und Rhein-Necker Region zb sind dichtbesiedelte Gebiete mit mehreren Großstädten in der Nähe. Bei Hamburg muss man aber bis nach Lübeck, Bremerhaven, Bremen oder Hannover schauen um eine Stadt >100k Einwohner zu finden. Das sind alles Distanzen um die 100km und größer. S-Bahnen dienen aber der Feinerschließung. Für solche Distanzen gibt es RE und RB.

Setz dich mal in die S3 und Fahr erst von Stade nach Pinneberg, dann von Elbgaustraße nach Bergedorf. Da ist man nicht nur eine gefühlte Ewigkeit unterwegs, sondern die Sitze sind sehr unbequem und Toiletten suchst du vergebens.

Im Zuge der S-Bahn-Ausschreibung wird sowieso eine größere Menge an Zügen bestellt, einen Teil davon als Diesel-Seitenstrom-Hybriden zu bestellen dürfte die kosten in Relation zum Gesamtumfang nur unwesentlich erhöhen. Sollte sich das Konzept bewähren, spricht im übrigen nicht dagegen, es auf andere Strecken auszudehnen, ich denke hier vor allem an die Strecke Richtung Bad Segeberg. Mit Cuxhaven, Bremerhaven und Bad Segeberg / Neumünster hätten wir dann schon drei Strecken, wo so ein Fahrzeugtyp sinnvoll eingesetzt werden könnte, ich halte das definitiv für keine Geldverschwendung. Dazu kämen natürlich die nötigen Umbauten an den Bahnsteigen, gibt es als Vergleichswert irgendwo genau Zahlen, was diese maßnahmen bei der Verlängerung der S3 nach Stade gekostet haben? Was das Passagierpotential angeht, solltest du dich mal entscheiden, in einem Satz kritisierst du, das die zusätzlichen Kapazitäten von den zusätzlichen Passagieren wieder aufgezehrt werden, im nächsten Satz kritisierst du, das du überhaupt kein Potential für zusätzliche Passagiere siehst. Interessant wären an dieser Stelle eigentlich halbwegs aktuelle Studien zum Pendelverhalten und den Verkehrsbeziehungen an den angesprochenen Strecken. Und noch einmal: Das eine S-Bahn ausschließlich der Naherschließung im direkten Umfeld der Großstadt dient, ist deine persönliche Meinung und kein in Stein gemeißeltes Gesetz. Und im übrigen bin ich mir ziemlich sicher, dass alle Bahnhersteller auf Wunsch auch Toiletten und weichere Sitze einbauen werden, wenn der Kunde es wünscht. Und je mehr und vor allem längere S-Bahn-Strecken in die Region wachsen (Projektierte Fahrzeit für die S4 nach Kellinghusen?), umso lauter dürfte die Forderung nach solchen Komfort-Elementen durch die Fahrgäste werden.
Re: S32 - neuer Anlauf
22.01.2013 18:22
Zitat
Asimov

Ja natürlich. Eine S-Bahn-Linie, die sich vor Passagieren kaum retten kann, ist definitiv ein Erfolg. Das wäre ja in etwa so, um mal einen Vergleich zu ziehen, als würdest du postulieren, das dass I-Phone kein wirtschaftlicher Erfolg ist, wenn es aufgrund des Kundenansturms phasenweise schlicht mal ausverkauft ist. .

Der Vergleich hinkt gewaltig, weil ein iPhone - oder jedes andere Luxusgut -

a) eben ein Luxusgut ist
b) dabei absolutes Substitutionsgut ist

Vorliegend geht es um die ein mittlerweile unverzichtbares Grundbedürfnis, im Rahmen seiner finanziellen Möglichkeiten (soll heißen: ohne Auto) mobil zu sein. Und, wie bereits geschildert, ist das im von der S3 erschlossenen, Hamburger Stadtgebiet, anderweitig durch den SPNV nicht gedeckt.
Re: S32 - neuer Anlauf
22.01.2013 19:29
Hallo,

was mir noch zu der Studie eingefallen ist, hat man da auch Entwicklungen des Fernverkehrs berücksichtigt?

Der HKX wird momentan Richtung Rhein über Gleis 5 geschickt. Sollte das im Fernverkehr Schule machen, wird man die Bahnsteigkanten sowieso wieder brauchen.


Grüße
Boris
Zitat
Asimov
Eine Frage zum Thema S32/CEX, die ich mir bei einem Blick auf die Landkarte gestellt habe:
Gibt es eigentlich ein lohnenswertes Fahrgastpotential (Sprich vor allem nennenswerte Pendlerströme) für eine Direktverbindung Hamburg - Bremerhaven?

Ich glaube einfach (wie auch NWT47), dass ein zu erwartendes Fahrgastpotential einen derartigen Aufwand wie in den obigen Beiträgen genannt nicht wirklich rechtfertigt.
Vor allem, da es im Hamburger / Hamburger Umland - ÖPNV einfach viel vordringlichere Projekte gibt.
Zitat
NWT47
Auch wenn es Mode geworden ist RBs durch S-Bahnen zu ersetzen, bzw sie als Marketinggründen als solche zu bezeichnen, so sollte man doch die Kirche im Dorf bzw. die S-Bahn in der Stadt lassen. Stade, Oldesloe, Elmshorn und von mir aus noch Lüneburg schön und gut, aber in Bremervörde, Dannenberg, Soltau, Mölln oder Bad Bevensen hat eine Hamburger S-Bahn nichts verloren! Das sind die klassischen Aufgaben einer RB.

Das sehe ich auch so! Die Bewohner in den oben genannten Orten wie Bremervörde oder Soltau können doch froh sein in schon fast "luxuriösen" Wagen mit Toilette (wenn auch vermutlich oft defekt oder zugesperrt) zu sitzen und mit wenig Zwischenhalten in Hochgeschwindigkeit nach Hamburg fahren zu können.
Re: S32 - neuer Anlauf
16.08.2013 18:55
Neuigkeiten zur S32 Planung. Die Verstärkung auf der S3 kann ab 2018 starten aber eine eigene Linie S32 hängt von der Entscheidung zur Verlängerung der S21 bis Kaltenkirchen ab weil die S32 dann bis Elbgaustraße fahren soll. ich vermute dass das nur zur Hauptverkehrszeit sein wird und es klingt so als ob die S32 durch den City-Tunnel fahren soll.

Nahverkehrhamburg.de



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 16.08.2013 19:21 von Glinder.
Re: S32 - neuer Anlauf
16.08.2013 20:45
Zitat
Glinder
Neuigkeiten zur S32 Planung. Die Verstärkung auf der S3 kann ab 2018 starten aber eine eigene Linie S32 hängt von der Entscheidung zur Verlängerung der S21 bis Kaltenkirchen ab weil die S32 dann bis Elbgaustraße fahren soll. ich vermute dass das nur zur Hauptverkehrszeit sein wird und es klingt so als ob die S32 durch den City-Tunnel fahren soll.

Nahverkehrhamburg.de

Im Text steht, dass die S32 durch die Innenstadt fahren soll. Die Verbindungsbahn liegt doch auch in der Innenstadt. Außerdem kann der City-Tunnel durch die S4 keine weitere Linie mehr ohne weiteres aufnehmen. Auf der Verbindungsbahn ist aber noch ein "Slot" frei, da es keine S41 geben wird. Es ist also wahrscheinlicher, dass die S32 über die Verbindungsbahn nach Elbgaustraße fährt. Sie wird eine reine HVZ-Linie wie die S2 und S11. In Harburg Rathaus ist Gleis 2 in der HVZ frei zum Kehren. Die Frage wird sein, ob das auch Fahrplantechnisch ohne weiters so klappt mit den Anschlüssen im HBF. In meinem Beispiel würde die S32 von Gleis 2 & 3 abfahren.

S1 / S21
S2 / S32
S3 / S11
S4 / S31

Ich habe das jetzt nicht durchgerechnet und die einzelnen Zeiten auch nicht im Kopf, aber würde das mit dem Takt ab Diebsteich und Hammerbrook ausführen? Die S3/S31 müsste dann von einen 5/5 Takt stadteinwärts und auf einen 3/3 /4 Takt umgestellt werden. Stadtauswärts gibt es bereits einen 6/4 Takt wo es also keine größeren Umstellung geben muss. Dann muss man die S32 noch auf dem Westast zwischen S3 und S21 unterbringen...
Die Bürgerschaft hat beschlossen die Planung der S32 "weiterhin zügig voranzubringen"...

PS Im August gab es auch eine kleine Anfrage zum aktuellen Stand



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 04.10.2021 14:57 von christian schmidt.
Re: S32 - neuer Anlauf
05.10.2021 06:36
Auch hier interessant, dass man auch einen Anschluss an den City-Tunnel prüft, dies könnte das Thema "S32" schnell obsolet werden lassen, denn hier würde sich die Option S2 (oder nach neuesten Überlegungen auch S4) nahezu aufdrängen.
Diese Verbindung nur für den Fall einer Störung zu schaffen ohne Sie im Alltag zu nutzen, halte ich für eine Fehlplanung. Altona ist für den Westen ein ebenso wichtiges Zentrum wie die Innenstadt, deshalb sollte die S2 dann mindestens als HVZ-Verstärker bis Bahrenfeld Trabrennbahn oder Lurup geführt werden.
Sollte die S4 doch nicht als Express sondern über die S-Bahn Gleise nach Pinneberg und Elmshorn geführt werden, kann man auch die S3 nach Osdorf verschwenken und die S32 als reine HVZ-Linie Harburg Rathaus - Lurup betreiben.
Zitat
NWT47
Sollte die S4 doch nicht als Express sondern über die S-Bahn Gleise nach Pinneberg und Elmshorn geführt werden, kann man auch die S3 nach Osdorf verschwenken und die S32 als reine HVZ-Linie Harburg Rathaus - Lurup betreiben.

Das ist meiner Meinung nach auch die sinnvollste Lösung. Die S3 kann dann mit Langzügen bis Osdorf und die S4 mit 490-Langzügen bis Elmshorn fahren. S4 + S21 reichen bis Eidelstedt, und Elbgaustraße wird durch die nahegelegenen Neubaustrecken entlastet, sodass eine Linie reichen sollte.
Zitat
NWT47
Auch hier interessant, dass man auch einen Anschluss an den City-Tunnel prüft, dies könnte das Thema "S32" schnell obsolet werden lassen, denn hier würde sich die Option S2 (oder nach neuesten Überlegungen auch S4) nahezu aufdrängen.
Diese Verbindung nur für den Fall einer Störung zu schaffen ohne Sie im Alltag zu nutzen, halte ich für eine Fehlplanung. Altona ist für den Westen ein ebenso wichtiges Zentrum wie die Innenstadt, deshalb sollte die S2 dann mindestens als HVZ-Verstärker bis Bahrenfeld Trabrennbahn oder Lurup geführt werden.
Sollte die S4 doch nicht als Express sondern über die S-Bahn Gleise nach Pinneberg und Elmshorn geführt werden, kann man auch die S3 nach Osdorf verschwenken und die S32 als reine HVZ-Linie Harburg Rathaus - Lurup betreiben.

"S32" ist doch nur eine ziemlich schlecht gewählte Abkürzung - hier für eine S-Bahn nach Lurup. Sie ist ziemlich schlecht gewählt weil es erstens ziemlich egal ist welche Linie da dann hinfährt, und weil dasselbe Kürzel auch für ein anderes Projekt benutzt wird, nämlich die Takverdichtung auf der Strecke nach Harburg.

In der Praxis halte ich auch eine Abzweigung ab Altona immer noch für besser. das ist auch gar nicht so schwierig. Die Rampe in Altona ist, wenn ich das richtig verstehe, extra so ausgeführt das noch ein Gleis aus einem Tunnel unter der Scheel-Plessen-Straße auf Gleis 1 eingeführt werden kann. Richtung Lurup müssten wohl zwei der östlichen 5 Abstellgleise dran glauben.

Das war ja auch die ursprüngliche S-Bahn-Planung (bzw. so zumindest von der S-Bahn GmbH Mitte der 90er in der Bezirksversammlung Altona vorgeschlagen, das war in den paar Jahren nach der Bundesbahnreform als die DB auch an die neue Zeit glaubte und nicht dachte durch kaputtsparen die Rendite zwecks Privatisierung zu erhöhen). Auf Abzweigung hinter Diebsteich wurde meines Wissens umgeplant weil halt der Bahnhof Altona verschoben werden soll, und als dann gemerkt wurde dass ohne die ganzen Bahrenfelder Fahrgäste sich die Strecke nicht lohnen wird wurde die Abzweigung ab Holstenstraße entdeckt (von der ich wirklich gerne mal ordentliche technische Plänen sehen würde).

Was die 4-Gleisigkeit nach Elmshorn angeht bin ich mir sicher dass eine 4-gleisige Fernbahnstrecke mit verbind zur S-Bahn soweit südlich wie möglich (also am besten direkt nördlich von Diebsteich) am besten ist. Keiner aus Tornesch und Elmshorn will doch alle Haltestellen der jetzigen S3 abbummeln!



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 05.10.2021 18:57 von christian schmidt.
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