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Umbau Schöneweide
geschrieben von Logital 
Jay
Re: Umbau Schöneweide
02.09.2020 22:06
Zitat
andre_de
Zitat
les_jeux
Vermutlich sind die Zeitabläufe durch das lange ausstehende Planrecht für den Strab-Tunnel gestreckt worden bzw. neuerlich durcheinander geraten. Wann kam eigentlich da der Planfeststellungsbeschluss? Das hatte ich gar nicht mitbekommen und war dann neulich überrascht, dass da überhaupt schon gebaut wird. Jedenfalls vermute ich, dass man kurzfristig/über den Sommer keinen Bauauftragnehmer gefunden hat, der da mit "vollem Hafer" hätte loslegen können. Gab/gibt ja doch einiges an Großbaustellen derzeit bzw. zuletzt, sowohl landes- als auch bundesweit. Wenn es der gleiche Auftragnehmer wie für den Personentunnel ist, hat der möglicherweise mittelfristig entsprechend umdisponiert.

Nein, das ist alles nicht richtig. Der Rohbau des Straßenbahntunnels gehört zum Projekt "Modernisierung Bahnhof Schöneweide" und ist mit diesem bereits vor längerer Zeit planfestgestellt und vergeben worden. Es handelt sich hier um eine Vorsorgemaßnahme, die die Bahn erbringt, unabhängig vom Verfahren zur Straßenbahnlösung Schöneweide. Und die Bauarbeiten der Bahn in Schöneweide laufen nicht erst seit Sommer.

@Arnd: Vor Ort habe ich mit niemandem gesprochen. Ist ehrlich gesagt nicht gerade die freundlichste Baustelle.

Viele Grüße
André

Auch das ist nicht richtig. Da sich Senatens nicht zum ob und wie entscheiden konnte, wurde die Eisenbahnüberführung (EÜ) für die Straßenbahn nicht mit den Bahnanlagen planfestgestellt. Dies erfolgt tatsächlich erst mit dem noch ausstehenden Planfeststellungsbeschluss zur Verkehrslösung Schöneweide. Es handelt sich hier also um einen "Schwarzbau" in Form einer Vorwegnahme, wie es aktuell auch im Gewerbegebiet bei Grünheide passiert. Der Senat hat der DB hierfür entsprechend versichert die Kosten zu übernehmen, sollte der Planfeststellungsbeschluss nicht oder anders zustande kommen und damit der Rück- oder Umbau erforderlich werden.

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Zitat
bb-bahn
Eine Auflistung der Gründe für die geplante (erneute), Verzögerung im Bauablauf gibt es hier https://bauprojekte.deutschebahn.com/mobile/p/berlin-schoeneweide] .

Mit neuen groben Terminplan in Jahren der Fertigstellung der Bauabschnitte.

Im wesentlichen als Auszug vom Text:

„Derzeit befinden sich die Arbeiten im Bauzustand 1. Ursprünglich war vorgesehen, diesen von Dezember 2019 bis Dezember 2020 durchzuführen. Durch die verspätete Installation und Inbetriebnahme der bauzeitlichen Personenaufzüge verschiebt sich jedoch der Bauablauf. Darüber hinaus musste im Bauzustand 1 mehr Zeit für den Rückbau der Verbindungshalle zwischen dem historischen Empfangsgebäude und dem Personentunnel aufgewendet werden. Dadurch verzögern sich auch die Arbeiten in den Bauzuständen 2 und 3. Diese werden voraussichtlich bis Dezember 2022 beendet.
Der Rückbau der provisorischen Aufzüge am Sterndamm ist für das 1. Halbjahr 2023 vorgesehen. Er kann erst stattfinden, nachdem die neuen Aufzüge und Fahrtreppen in der Personenunterführung in Betrieb gegangen sind.„

Sorry, aber die Verzögerung wegen der zu spät gelieferten/abgenommenen temporären Aufzüge hätte man durch ergebnisorientiertes Arbeiten in der Folgezeit bis heute mehr als kompensieren können. Zwei Bahnsteighälften nebst Gleisen und Zugangstunnel-Rohbau rück- und neu aufzubauen, schafft die DB woanders auch in weniger als einem Jahr.

Wenn sich aber an Bahnsteigen, Treppen etc. über drei Monate lang fast gar nichts tut, deutet das eher auf optimierungsfähige Prozessorganisation seitens des Bauherren hin...

Viele Grüße
Arnd
Re: Umbau Schöneweide
02.09.2020 22:38
Zitat
Jay
Zitat
andre_de
Zitat
les_jeux
Vermutlich sind die Zeitabläufe durch das lange ausstehende Planrecht für den Strab-Tunnel gestreckt worden bzw. neuerlich durcheinander geraten. Wann kam eigentlich da der Planfeststellungsbeschluss? Das hatte ich gar nicht mitbekommen und war dann neulich überrascht, dass da überhaupt schon gebaut wird. Jedenfalls vermute ich, dass man kurzfristig/über den Sommer keinen Bauauftragnehmer gefunden hat, der da mit "vollem Hafer" hätte loslegen können. Gab/gibt ja doch einiges an Großbaustellen derzeit bzw. zuletzt, sowohl landes- als auch bundesweit. Wenn es der gleiche Auftragnehmer wie für den Personentunnel ist, hat der möglicherweise mittelfristig entsprechend umdisponiert.

Nein, das ist alles nicht richtig. Der Rohbau des Straßenbahntunnels gehört zum Projekt "Modernisierung Bahnhof Schöneweide" und ist mit diesem bereits vor längerer Zeit planfestgestellt und vergeben worden. Es handelt sich hier um eine Vorsorgemaßnahme, die die Bahn erbringt, unabhängig vom Verfahren zur Straßenbahnlösung Schöneweide. Und die Bauarbeiten der Bahn in Schöneweide laufen nicht erst seit Sommer.

@Arnd: Vor Ort habe ich mit niemandem gesprochen. Ist ehrlich gesagt nicht gerade die freundlichste Baustelle.

Viele Grüße
André

Auch das ist nicht richtig. Da sich Senatens nicht zum ob und wie entscheiden konnte, wurde die Eisenbahnüberführung (EÜ) für die Straßenbahn nicht mit den Bahnanlagen planfestgestellt. Dies erfolgt tatsächlich erst mit dem noch ausstehenden Planfeststellungsbeschluss zur Verkehrslösung Schöneweide. Es handelt sich hier also um einen "Schwarzbau" in Form einer Vorwegnahme, wie es aktuell auch im Gewerbegebiet bei Grünheide passiert. Der Senat hat der DB hierfür entsprechend versichert die Kosten zu übernehmen, sollte der Planfeststellungsbeschluss nicht oder anders zustande kommen und damit der Rück- oder Umbau erforderlich werden.

Soweit bekannt, was den Hintergrund angeht. Aber sorry, eine Vorwegmaßnahme ist kein Schwarzbau! Der Punkt ist, dass der Rohbau (!) des Straßenbahntunnels nicht im Rahmen des Straßenbahn-Vorhabens errichtet wird (dessen Planfeststellungsbeschluss m.W. noch aussteht), wie les_jeux dies vermutet hat und seine weiteren Vermutungen darauf aufbauten. Tatsächlich ist der Tunnel-Rohbau Teil der Pläne und Genehmigungen für das Bahn-Bauvorhaben Schöneweide, und ist in dessen Zuge auch vergeben worden. Hier ist also nicht vor wenigen Monaten nachträglich etwas reingerutscht, wie les_jeux dies vermutet hatte. Die Bahn kann in ihren Projekten alles mögliche in Beton gießen, wenn sie das für sinnvoll hält. Um diese Vorleistung dann allerdings tatsächlich als Straßenbahntunnel nutzen zu können, bedarf es der Planfeststellung für die Straßenbahnlösung, bis dahin ist es einfach nur ein Stück Stahlbeton in der Erde.

Was aus Deiner Sicht an meinem Beitrag falsch gewesen sein soll, erschließt sich mir noch nicht.

Viele Grüße
André
Re: Umbau Schöneweide
02.09.2020 23:23
Zitat
andre_de
@Bd2001: Kam aus Deiner Anfrage beim Landesdenkmalamt was raus?

Meine Antwort landete im Nirwana. Angeblich ist das Forum moderiert und die Antwort muß freigeschaltet werden.

Die Antwort lautete: "die Baumaßnahmen zur Erneuerung des Bahnhofes Schöneweide sind vom Eisenbahnbundesamt genehmigt und erfolgen in Abstimmung mit den Denkmalbehörden. Die ehemaligen Aufsichtsgebäude auf den Bahnsteigen werden nach Neubau der Bahnsteige wieder errichtet."

Eine Rückfrage ob es dazu von Seiten des Landesdenkmalamtes Auflagen gibt blieb unbeantwortet. Es ist daher auszugehen, daß es keine gibt.

Anfrage beim EBA ergab dazu noch keine Antwort. Ebenso steht noch die Genehmigung des Antrages von DB Netz aus, die Bahnsteige zu kürzen. Dazu gab es Widersprüche mehrerer EVU. Trotzdem baut DB Netz weiter als wären diese Bahnsteigkürzungen genehmigt.
Jay
Re: Umbau Schöneweide
02.09.2020 23:30
Die Anführungszeichen beim "Schwarzbau" waren bewusst gesetzt, um zu zeigen, dass es das natürlich nicht ist. Genauso wenig, wie der Tesla-Bau trotz noch ausstehender Baugenehmigung einer ist.

Deine Aussage ist in dem Punkt falsch, dass der EÜ-Rohbau eben nicht im Rahmen des Bahn-Vorhabens genehmigt wurde, sondern dies erst (nachträglich) mit dem Planfeststellungsbeschluss für die Verkehrslösung erfolgen wird. Da sich die Lage verändert hat, wäre eigentlich ein Planänderungsverfahren notwendig gewesen. Ein Bekannter fragte daher beim EBA nach, warum dies nicht erfolgt ist und bekam daraufhin die Antwort, dass das nicht notwendig sei, da die EÜ Straßenbahn in Gänze erst mit dem BVG-Verfahren planfestgestellt wird. Durch den Reset des BVG-Verfahrens (u.a. wegen der geänderten Lage) kam es zur bekannten Verzögerung im Planungsdurchlauf und der Beschluss lag nicht rechtzeitig vor. Das natürlich völlig unabhängig von den Bauverzögerungen, insofern hat die falsche Vermutung von les_jeux nichts damit zu tun.

Und ja, ich finde das auch reichlich seltsam, zumal es eine Abweichung vom üblichen Prozedere ist, aber ich denke das EBA sollte schon wissen, was es da genehmigt hat (bzw. genehmigen muss) und was nicht. Wenn sich also Bahn und BVG auf diese Aufteilung der Genehmigungsverfahren geeinigt haben, dann nehme ich das trotz Zweifeln so zur Kenntnis.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Re: Umbau Schöneweide
03.09.2020 00:19
Zitat
Jay
Und ja, ich finde das auch reichlich seltsam, zumal es eine Abweichung vom üblichen Prozedere ist, aber ich denke das EBA sollte schon wissen, was es da genehmigt hat (bzw. genehmigen muss) und was nicht. Wenn sich also Bahn und BVG auf diese Aufteilung der Genehmigungsverfahren geeinigt haben, dann nehme ich das trotz Zweifeln so zur Kenntnis.

Ich glaube, Deine Zweifel lassen sich so auflösen: Was dort gerade gebaut wird, ist kein Straßenbahntunnel, sondern ein Stück Stahlbeton, das lediglich dazu dienen soll/muss, 6 Gleise über einem Stück Luft zu halten. Dieses Teil war bereits 2018 in den Plänen der Bahn enthalten und es ist davon auszugehen, dass es nach den Regeln für Eisenbahnbauwerke geplant, berechnet, geprüft und genehmigt wurde.

Zu einem Straßenbahntunnel wird es erst mit dem noch ausstehenden PFB für die Straßenbahnlösung. Erst dort wird man die nutzungsspezifischen Belange prüfen und genehmigen. Ich glaube nicht, dass dies genehmigungstechnisch so ein großer Sonderfall ist, eher der Regelfall bei Vorleistungen. Auch die S21-Vorleistung unter der Minna-Cauer-Straße oder die A100-Vorleistung am Ostkreuz waren/sind erstmal nur Beton im Boden. Zu einem Eisenbahn-/Autobahn-Tunnel wurden/werden sie erst durch die zugehörigen Verfahren dieser Vorhaben.

Viele Grüße
André
>Es ist daher auszugehen, daß es keine gibt.

Na normalerweise gilt doch die Auflage der Denkmalbehörde, dass der Wiederaufbau denkmalpflegerischen Gesichtspunkten (Richtlinien) zu erfolgen hat. also im Falle eines Abrisses und Wiederaufbau, dass der ursprüngliche Zustand wieder hergestellt werden muss. Ob das nun der Isst-zustand ist oder ein historischer, das wird nur die Denkmalbehörde beantworten können.

Heidekraut zum Hauptbahnhof
Zitat

"bb-bahn" am 2.9.2020 um 21.27 Uhr:

Eine Auflistung der Gründe für die geplante (erneute), Verzögerung im Bauablauf gibt es hier [...]

Entschuldigung, Dir ist da bei der Kodierung der URL ein kleiner Fehler unterlaufen. Im Quelltext Deines Beitrags kann man es sehen, aber hier darstellen nur sehr schwer (deshalb das Auslassungszeichen [...] ;-)).

Korrigiert müsste es so aussehen: https://bauprojekte.deutschebahn.com/mobile/p/berlin-schoeneweide

Und für die Liebhaber der "Nicht-Mobilansicht": https://bauprojekte.deutschebahn.com/p/berlin-schoeneweide

Gruß, Thomas

--
Thomas Krickstadt, Berlin, Germany, usenet@krickstadt.de
Zitat
andre_de
Zu einem Straßenbahntunnel wird es erst mit dem noch ausstehenden PFB für die Straßenbahnlösung.

Das Bauwerk wird hoffentlich kein Tunnel, sondern eine Unterführung. Unterführungen zählen nach der DIN 1076 nicht zu Tunnelbauwerken, wenn diese in offener Bauweise hergestellt wurden und kürzer als 80 Meter sind.

so long

Mario
Aber wie wird die sogenannte Mittelhalle, die ja auch eine Fußgängerunterführung zu den Bahnsteigen war, in Zukunft aussehen? Und wie sah es eigentlich aus, bevor diese Mittelhalle errichtet wurde. Daran kann ich mich noch gut erinnern, als die erneuert bzw. umgebaut wurde, aber wie es vorher aussah, nicht wirklich.

Heidekraut zum Hauptbahnhof
Hallo!
Man ging hinten aus dem Empfangsgebäuder durch eine Tür wieder raus, quasi auf den Hof und dann geadewegs in die Unterführung. Hüben und drüben war ein Zaun hinter dem teils irgendwelche Geräte und Sachen gelagert waren. In der Lanzeitgesamterinnerung: Es sah nicht gerade gepflegt aus.
Grüße
Danke, das hatte ich so nicht mehr auf dem Schirm.

Heidekraut zum Hauptbahnhof
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