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Dora-Zug kehrt in den Liniendienst zurück
geschrieben von BahnInfo-Redaktion 
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drstar
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der weiße bim
Dass bestehende Linien Teilabschnitte mit geringerer Höchstgeschwindigkeit aufweisen, ist bekannt. Neue Ausnahmeregelungen werden jedoch sicher nicht mehr genehmigt.
Die Geschwindigkeitsüberwachung erfolgt fahrzeugseitig mit dem auf 62 oder 72 km/h eingestellten Deuta-Gerät. Streckenseitig werden Geschwindigkeiten nur an sicherheitsrelvanten Punkten geprüft. Für längere Abschnitte gibt es derzeit keine Überwachungsmöglichkeit. Ein netzweiter Umbau aller Zugsicherungsanlagen und Fahrzeuge wäre unrealistisch.

Wäre es nicht möglich, die Höchstgeschwindigkeit des Zuges durch entsprechende gesonderte Balisen streckenabhängig umzuprogrammieren, sodaß die neue Höchstgeschwindigkeit gilt, bis eine andere gesonderte Balise diese wieder erhöht/reduziert? Damit wäre es ja keine punktförmige Beschränkung mehr, sondern diese wäre streckenabhängig.

Nein, die Technologie mit Balisen entstammt dem ETCS (Electronic Train Control System) der Eisenbahn. Für eine Bahn nach BOStrab ist das viel zu aufwändig und sauteuer.
Seit fast 60 Jahren funktioniert die Zugbeeinflussung mit Magnetfahrsperren einwandfrei und sicher, seit 1994 sind alle U-Bahnstrecken damit ausgestattet.

Nur um die letzten paar Kilometer U5 geringfügig schneller zu machen rechnet sich die Einführung eines komplett anderen Systems nie und nimmer. Das wird bei der irgendwann unausweichlichen Umstellung auf den fahrerlosen Betrieb der gesamten U-Bahn ohnehin nötig sein.

so long

Mario
Zitat
der weiße bim
Die vor zwei Jahren noch bestehende Forderung seitens des Betriebes nach Erhöhung der Streckenhöchstgeschwindigkeit im Abschnitt Tierpark - Hönow auf 70 km/h wurde inzwischen fallen gelassen. Man traut sich an den Umbau nicht mehr ran.

Was ist die Befürchtung bei diesem Umbau?
Zitat
der weiße bim
Seit fast 60 Jahren funktioniert die Zugbeeinflussung mit Magnetfahrsperren einwandfrei und sicher, seit 1994 sind alle U-Bahnstrecken damit ausgestattet.

Die magnetische Fahrsperre wurde meines Wissens schon bei allen Nachkriegs-Neubaustrecken der U-Bahn außer bei der BVB mit der Inbetriebnahme eingeführt. Alle Vorkriegsstrecken und Strecken der BVB wurden erst später bis zuletzt 1994 die U5 darauf umgerüstet.
Zitat
der weiße bim

Nein, die Technologie mit Balisen entstammt dem ETCS (Electronic Train Control System) der Eisenbahn. Für eine Bahn nach BOStrab ist das viel zu aufwändig und sauteuer.

Ach? Erzähl das mal in Wuppertal!

:P
(sorry, nicht bös gemeint, die Vorlage war nur einfach zu gut)

;)
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schallundrausch
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der weiße bim

Nein, die Technologie mit Balisen entstammt dem ETCS (Electronic Train Control System) der Eisenbahn. Für eine Bahn nach BOStrab ist das viel zu aufwändig und sauteuer.

Ach? Erzähl das mal in Wuppertal!

:P

Warum soll dies in Wuppertal interessant sein?
Zitat
Henning


Warum soll dies in Wuppertal interessant sein?

Weil die Wuppertaler Schwebebahn nach BoStrab fährt und das System ETCS hat.
^^

Ich habe nochmal die Kosten recherchiert: Komplette Ausstattung von gut 13 km Strecke inklusive neuem Stellwerk und neuem Betriebsleitsystem, fahrzeugseitige Ausrüstung von 31 Zügen und die ganze Kommunikationsinfrastruktur für 17 Mio. Euro. Kommt mir jetzt nicht so übertrieben teuer vor. Was kostet so ein neues ESTW bei der Berliner U-Bahn?
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andre_de
Zitat
B-V 3313
Glaubst du ernsthaft, man hat das aus Jux und Tollerei gemacht?

Ich habe mehrmals erlebt, wie Herr K. in kleiner Runde sehr frühzeitig, mit glänzenden "Kinderaugen" und verschmitzt von der Idee berichtet hat. Da war viel persönliche Emotion dabei und es machte nicht den Eindruck, dass dort eine sachliche Aufwands/Nutzen-Abwägung stattfand. Mein persönlicher Eindruck, wie gesagt.

Die Aussagen, die mir zu Kenntnis kamen, machen eher den Eindruck, dass die Not so groß ist, dass man sich nicht mehr anders zu helfen wusste. Glänzende Kinderaugen habe ich dabei nicht gesehen.

Die Taktverdichtung auf der U6 war immerhin nötig, um die Linie im Innenstadtbereich überhaupt noch stabil zu halten. Der U7 kann man bei der derzeitigen Qualität auch nicht noch mehr Züge nehmen. Da man kurzfristig nirgendwo Züge bekommen konnte, war das wohl die einzige Möglichkeit, die dringend benötigten Züge von der Großprofil-Linie zu nehmen, die am wenigsten ausgelastet ist.
Heute ist wieder Krantag am Hauptbahnhof. Gegen 10 Uhr war der Triebwagen 2247 verladen, 2246 folgte bis halb 12 (siehe Fotos).
Am Nachmittag soll auch noch der "letzte Mohikaner", der F79-DTw 2658-2659 herausgehoben werden. Dann ist die U55 erstmals seit 2006 wieder fahrzeugfrei.

so long

Mario


War der DL denn überhaupt mal im Einsatz?

Beste Grüße
Harald Tschirner
Zitat
Harald Tschirner
War der DL denn überhaupt mal im Einsatz?

Dem Vernehmen nach nur gelegentlich zu Bewegungsfahrten ohne Publikum.
Aber auch D-Prototyp 2000 ist zuletzt im Februar im Planbetrieb unterwegs gewesen, 2020 war auf der U55 fast doppelt so viel im Einsatz.

so long

Mario
Hier nun noch die

Zitat
BVG Pressemitteilung

Berlin, 31. Mai 2018



Für so viel Schotter macht die U55 mal Pause



Ende 2020 soll es soweit sein: Wenn bei den noch anstehenden Arbeiten zum sogenannten Lückenschluss alles nach Plan läuft, fahren die Züge der U5 dann vom Berliner Hauptbahnhof unter der historischen Mitte Berlins hindurch zum Alexanderplatz und weiter bis zum Bahnhof Hönow im Osten der Stadt. Nach etwas über zehn Jahren Betrieb wird die jüngste und kürzeste U-Bahnlinie der Hauptstadt, die U55 zwischen Hauptbahnhof und Brandenburger Tor, dann schon wieder Geschichte sein – sie geht in der verlängerten U5 auf. Doch bis dahin gibt es zwischen Brandenburger Tor und Alex noch einiges zu tun. Nächster Schritt: Gleisbau.



Schon die blanken Zahlen beeindrucken. Für den Abschnitt zwischen Brandenburger Tor und Museumsinsel werden in den kommenden Monaten 2.500 Kubikmeter Gleisschotter, 4.530 Meter Schienen und 3.145 Schwellen in den Neubautunnel eingebracht. Allein die benötigten Stahlschienen wiegen zusammengenommen 222 Tonnen. Eine logistische Herausforderung, die nur mit einer Pause für die U55 zu bewältigen ist: Da sich als „Lieferanteneingang“ für so viel Material nur die Öffnung hinter dem Hauptbahnhof eignet und die dortige, provisorische U-Bahnwerkstatt der Stummellinie als Lager und Logistikzentrum fungieren wird, muss der Betrieb auf der U55 von Montag, den 4. Juni bis Dienstag, den 11. Dezember 2018 eingestellt werden.



Die ersten U-Bahnfahrzeuge der U55 wurden bereits mit dem Kran aus der Werkstatt gehoben und per Tieflader in die Betriebswerkstatt Friedrichsfelde gebracht. Die beiden verbleibenden, je zweiteiligen Fahrzeuge machen in der kommenden Woche ebenfalls Platz für die Bautrupps, ihre Werkzeuge und das Baumaterial.



Nun sind Schotter und Schienen zwar im wahrsten Sinne des Wortes Grund-lage für den U-Bahnbetrieb, aber eben nicht ausreichend. Und so werden neben den Gleisen auch noch rund 200 Kilometer Kabel verlegt – für die Zugsicherung, die Fernmeldeanlagen und den Bahnstrom. Und wenn die U55 schon mal in den Zwangsurlaub geht, nutzt die BVG die Unterbrechung gleich für weitere Arbeiten, etwa den Einbau von Fahrtreppen und die Vorbereitung des Gleichrichterwerks und der Fahrleitungsschaltstelle für den späteren Betrieb der „langen“ U5. Bis zum Lückenschluss in gut zwei Jahren wird es auf der U55 dann nur noch kürzere Unterbrechungen geben, etwa zur Inbetriebnahme der Stellwerkstechnik.

Zusätzlich vermittelte Herr Kutscher noch folgendes:

- auch wenn die Anlagen für die Zugsicherung jetzt eingebaut werden, werden sie im Dezember nicht in Betrieb gehen und der bisherige Pendelverkehr ohne Signale wird wieder aufgenommen

- es gibt im bisher genutzten Tunnel etwa 300 Stellen an denen mehr oder weniger Wasser eindringt. Diese Lecks werden nunmehr allesamt beseitigt

- es werden in den vorbereiteten Bereichen des Hbf weitere Fahrtreppen eingebaut, die Gesamtzahl soll sich anschließend auf 6 belaufen. Allerdings werden im Dezember noch nicht alle betriebsbereit sein.

- wenn eines Tages der durchgehende U5-Betrieb aufgenommen wird, werden die Züge vor dem Hbf die Gleiswechsel nutzen und in beide Bahnsteiggleise einfahren. Hierzu muss das derzeit nicht genutzte Gleis um einen 100m Durchrutschweg erweitert werden, was jetzt ebenfalls vorbereitet wird.

- die derzeit vorhandene Werkstatt nördlich hinter dem Hbf wird erst nach vollständiger Aufnahme des durchgehenden Betriebes aufgegeben.

Bild1: Die DL-Einheit am 31.5. in der Werkstatt, im Hintergrund die Eintrittsöffnung
Bild2: Ob durch diesen Streckentunnel jemals U-Bahnzüge aus Richtung Moabit in den U-Bhf. Hauptbahnhof einfahren werden?

Beste Grüße
Harald Tschirner


@182 004: Wenn drei DTW aufwändig saniert und teuer überführt werden und dann gerade einmal ein Jahr oder nicht mal ein Jahr fahren ( bzw. gar nicht im Hinblick auf die Dl), dann findest du dieses Unterfangen trotzdem noch sinnvoll und unterstellst, die BVG wisse schon, was sie tut? Hat sie das je? Hat sie das in Anbetracht der verheerenden Fahrzeugausmusterungen, der späten Neubestellungen, der Fahrzeug-Verkäufe und -Rückmietaktionen von einem amerikanischen Unternehmen? Ich staune echt, wie man so fest im Bann von Weil wir dich lieben stehen kann, dass man der BVG vor diesem Hintergrund keine Planlosigkeit, kein konsequentes Chaos attestieren will. Das grenzt ja schon an Hörigkeit, mein Lieber.

Drei DTW, von denen einer kaum im Einsatz war, ein zweiter gar nicht und deren Zukunft nun wieder ungewiss ist. Im Grunde hätte man sich den ganzen Murks sparen können: Die U55 war vor einem Jahr noch so wichtig, dass man Unsummen für die Modernisierung der Doras ausgegeben hat, jetzt aber kann man über ein halbes Jahr ersatzlos auf diese Linie verzichten. Aber nein, die BVG weiß ja, was sie tut. Allen voran unsere Oberpädagogin Frau Doktor.


Zitat
Philipp Borchert
Weitaus "spinnerter" wirkte die Nummer mit der EII-Einheit auf der U5. Das schien mir konzeptloser und/oder war von Anfang an ein Museumsprojekt.

Du meinst den EIII, nicht? Der EIII war - teils aus nostalgischen Gründen, teils als Verstärkung - speziell für den Fahrgastandrang während der IGA gedacht. Und diesen Soll hat er doch erfüllt, oder nicht? Wieso soll das jetzt eine Spinnerei gewesen sein? Gut, drei Viertel der Fahrgäste jedes Wochenende waren Pufferküsser, mich nicht ausgenommen, aber auch das war ja abzusehen.

D

In Bus und Bahn offenbaren sich die sozialen Abgründe unserer Mitbürger.
Zitat
Stahldora
@182 004: Wenn drei DTW aufwändig saniert und teuer überführt werden und dann gerade einmal ein Jahr oder nicht mal ein Jahr fahren ( bzw. gar nicht im Hinblick auf die Dl), dann findest du dieses Unterfangen trotzdem noch sinnvoll und unterstellst, die BVG wisse schon, was sie tut?

(...)

Drei DTW, von denen einer kaum im Einsatz war, ein zweiter gar nicht und deren Zukunft nun wieder ungewiss ist. Im Grunde hätte man sich den ganzen Murks sparen können: Die U55 war vor einem Jahr noch so wichtig, dass man Unsummen für die Modernisierung der Doras ausgegeben hat, jetzt aber kann man über ein halbes Jahr ersatzlos auf diese Linie verzichten. Aber nein, die BVG weiß ja, was sie tut. Allen voran unsere Oberpädagogin Frau Doktor.

Und du kannst nicht bis in den Dezember denken und dir selbst herleiten, welche Fahrzeuge ab dem 11.12.2018 wieder die U55 bedienen werden?

x--x--x--x

Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Ich denke, das passt hier am besten rein: Gestern Abend habe ich die letzten Runden von F79-Einheit 2658 vor Betriebsschluss aufgenommen. Entstanden ist dieses Video: Klick!
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Stahldora
Du meinst den EIII, nicht? Der EIII war - teils aus nostalgischen Gründen, teils als Verstärkung - speziell für den Fahrgastandrang während der IGA gedacht. Und diesen Soll hat er doch erfüllt, oder nicht? Wieso soll das jetzt eine Spinnerei gewesen sein? Gut, drei Viertel der Fahrgäste jedes Wochenende waren Pufferküsser, mich nicht ausgenommen, aber auch das war ja abzusehen.

Eben. Für Freaks. Fahrgastmassen musste die U5 ja nun nicht wirklich abgreifen, oder? Dann fuhr das Ding ja gerade mal einen Monat lang und nur an Samstagen, an allen anderen IGA-Tagen sind alle auch so klar gekommen. Ein echtes "Soll" hat sie m.E. nicht erfüllt - und das war ja auch nie vorgesehen.

Da hat die eine D-Einheit weitaus produktiver "zugepackt". Und eigentlich sollten das auch die beiden anderen Einheiten tun, sodass ein kompletter F-Zug für den Fuhrpark auf den anderen Linien frei geworden wäre. Gut, hat nicht so geklappt wie gehofft, aber vielleicht wird's ja noch was ab Dezember. Mal sehen, welche Wagen man im Dezember wieder in die Grube lässt.

Es MUSS ein Hobby sein - leisten kann ich mir das nicht... :)
Zitat
Philipp Borchert
Da hat die eine D-Einheit weitaus produktiver "zugepackt". Und eigentlich sollten das auch die beiden anderen Einheiten tun, sodass ein kompletter F-Zug für den Fuhrpark auf den anderen Linien frei geworden wäre.

Es wurde ja ein kompletter Sechswagenzug F79 von der U55 abgezogen. Die Einheiten 2660-2661, 2668-2669 und 2674-2675 sind auf den Linien U6 bis U9 unterwegs.

Die Aufarbeitung kommt außerdem dem Erhalt von technischen Denkmalen für den Museumsbetrieb zugute. Während die letzte, als Einzelstück nicht mehr einsetzbare E III/4 Einheit leider in den Schrott ging, haben im Großprofilnetz ein B2-, C2- und nun auch ein kompletter D/DL- und ein EIII/5-Zug gültige Untersuchungsfristen und können in den nächsten Jahren zu Sonderfahrten eingesetzt werden.
Obwohl die Berliner Straßenbahn erheblich weniger Fahrzeuge als die U-Bahn betriebt, werden bei der Straßenbahn mehr Fahrzeuge denkmalgerecht aufgearbeitet für die Nachwelt erhalten, und alle gehören der BVG (nicht wie beim Bus einem Verein). Und das ist gut so.

so long

Mario
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der weiße bim
Heute ist wieder Krantag am Hauptbahnhof. Gegen 10 Uhr war der Triebwagen 2247 verladen, 2246 folgte bis halb 12 (siehe Fotos).
Am Nachmittag soll auch noch der "letzte Mohikaner", der F79-DTw 2658-2659 herausgehoben werden. Dann ist die U55 erstmals seit 2006 wieder fahrzeugfrei.

Was bedeutet "Mohikaner"?

Fahrzeuge fuhren auf der U55 meines Wissens erst 2009.
Zitat
der weiße bim
Zitat
Harald Tschirner
War der DL denn überhaupt mal im Einsatz?

Dem Vernehmen nach nur gelegentlich zu Bewegungsfahrten ohne Publikum.
Aber auch D-Prototyp 2000 ist zuletzt im Februar im Planbetrieb unterwegs gewesen, 2020 war auf der U55 fast doppelt so viel im Einsatz.

Warum waren diese beide Einheiten nie bzw. so lange nicht im Fahrgastbetrieb?
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