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Aktualität und Richtigkeit der Fahrgastinformation II
geschrieben von Alter Köpenicker 
Sonntag 16.30 Neukölln-Treptow über Baumschulenweg.
Sitze gerade in einer S42 die überpünktlich ist, aber online mit 3min Verspätung angezeigt wird und an den Bahnsteigen der Bahnhöfe erst in 5min abfahren soll.
Ab kommenden Montag wird die Wegeleitung im Umsteigebahnhof Stadtmitte (U2/U6) versuchsweise neu konzipiert, siehe Internet-Seite des Bahnhofsbetreibers: [www.bvg.de]

Zitat
BVG
Richtig rauskommen!

Fahrgäste, die am U-Bahnhof Stadtmitte ankommen, müssen bei zwei sich kreuzenden Linien und insgesamt zehn Ausgängen schon etwas Ortskenntnis mitbringen, um an der richtigen Stelle aus dem Untergrund an die Oberfläche zu kommen. Und wer bisher, trotz des mehrfach ausgezeichneten BVG-Wegeleitsystems, am falschen Ende ans Licht kam, musste schon etliche Meter laufen.

Deshalb hat die BVG den Umsteigebahnhof zwischen U2 und U6 für den Test eines neuen Systems zur Ausgangskennzeichnung ausgewählt. Pünktlich zum Start des Weihnachtsmarktes auf dem nahen Gendarmenmarkt am kommenden Montag, 26. November, wurde das Wegeleitsystem der Station angepasst. Jeder der zehn Ausgänge hat nun einen Erkennungsbuchstaben. Zusammen mit dem ebenfalls angepassten Umgebungsplan soll die Orientierung vom Bahnsteig zum Ziel an der Oberfläche damit nun kinderleicht werden.

Profitieren sollen natürlich die Fahrgäste der U-Bahn, die nun leichter ans Ziel finden oder auch Treffpunkte vereinbaren können. Wer sich zum Beispiel zum Besuch des Weihnachtsmarktes verabreden möchte, findet seine Freunde ganz praktisch am Bahnhofsausgang A.

Wie das System bei den Fahrgästen ankommt, ob es ihnen wie geplant hilft oder ob noch Verbesserungsbedarf besteht, soll in den kommenden Monaten in einer den Test begleitenden Marktforschung untersucht werden. Auch der BVG-Kundenrat wird einbezogen.

Erst wenn alle Ergebnisse vorliegen, fällt eine Entscheidung, ob die neue Ausgangskennzeichnung auch auf anderen Bahnhöfen genutzt werden soll. Denn der Aufwand für die Umrüstung ist tatsächlich groß. Allein am U-Bahnhof Stadtmitte mussten für den jetzt startenden Test fast 100 große und kleine Schilder ausgetauscht werden.

so long

Mario
Oha...die BVG testet mal wieder etwas, das anderswo schon lange Standard und mutmaßlich (!) erfolgreich ist...

Es MUSS ein Hobby sein - leisten kann ich mir das nicht... :)
Zitat
micha774
Sitze gerade in einer S42 die überpünktlich ist, aber online mit 3min Verspätung angezeigt wird und an den Bahnsteigen der Bahnhöfe erst in 5min abfahren soll.

Das macht die S-Bahn absichtlich, um die Fahrgäste nicht mit ihrer Püntlichkeit aufzuwühlen. ;-)
Zitat
Philipp Borchert
Oha...die BVG testet mal wieder etwas, das anderswo schon lange Standard und mutmaßlich (!) erfolgreich ist...

Ich kenne das aus dem Ausland. Da waren die Ausgänge oft mit Buchstaben oder Zahlen beschriftet und Karten auf dem Bahnsteig zeigten an, welchen Ausgang man nehmen muss, um entsprechend am Ziel anzukommen. Man schaute dann also auf diese Karte und wusste, welchen Aufgang man nehmen muss.
Och, man braucht gar nicht ins Ausland gucken. Nicht mal in eine andere Stadt. Es reicht sich in das Jahr 2007 zum Alex zu begeben und zu schauen, was es neben den BVG-Tunneln gegeben hat :-)

Viele Grüße
Florian Schulz

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Zitat
Philipp Borchert
Oha...die BVG testet mal wieder etwas, das anderswo schon lange Standard und mutmaßlich (!) erfolgreich ist...
Warum der Sarkasmus? Irgendeiner muß es einführen und andere ziehen nach. Ganz normal. Sicherlich wird es dies in anderen Metropolen weiterhin nicht geben. Nicht immer so negativ über die BVG denken ;-)

"Zielanzeigenverzeichnis Berlin 2018-Eine Sammlung" Die Preview erhältlich unter www.graphxberlin.de
Zitat
GraphXBerlin
Warum der Sarkasmus? Irgendeiner muß es einführen und andere ziehen nach. Ganz normal. Sicherlich wird es dies in anderen Metropolen weiterhin nicht geben.

Naja, es gibt das aber schon erfolgreich vielerorts auf der Welt und wir ziehen gerade zaghaft nach, natürlich mit ausführlichen Tests, obwohl das System eben längst international etabliert ist. Macht die S-Bahn aber auch nicht anders, jedes Mal muss das Rad neu erfunden werden und am Ende schmückt man sich mit der großen Innovation, die andere Länder seit einem Jahrzehnt bereits haben. Aber ich finde es schön, dass Frau Nikutta von ihren Reisen etwas mitgenommen hat.
Zitat
Florian Schulz
Och, man braucht gar nicht ins Ausland gucken. Nicht mal in eine andere Stadt. Es reicht sich in das Jahr 2007 zum Alex zu begeben und zu schauen, was es neben den BVG-Tunneln gegeben hat :-)

Viele Grüße
Florian Schulz
Das könnte auch aus einem anderen Land stammen.
Zitat
Railroader
Zitat
GraphXBerlin
Warum der Sarkasmus? Irgendeiner muß es einführen und andere ziehen nach. Ganz normal. Sicherlich wird es dies in anderen Metropolen weiterhin nicht geben.

Naja, es gibt das aber schon erfolgreich vielerorts auf der Welt und wir ziehen gerade zaghaft nach, natürlich mit ausführlichen Tests, obwohl das System eben längst international etabliert ist. Macht die S-Bahn aber auch nicht anders, jedes Mal muss das Rad neu erfunden werden und am Ende schmückt man sich mit der großen Innovation, die andere Länder seit einem Jahrzehnt bereits haben. Aber ich finde es schön, dass Frau Nikutta von ihren Reisen etwas mitgenommen hat.
Wiederum kann es aber auch sein, dass andere Metropolen oder Städte Sachen von uns übernehmen und testen. Ich finde man muß Neuerungen nicht immer darstellen als wenn wir ständig nur auf dem letzten Stand sind. Die Bezeichnung von Ausgängen mittels Buchstaben ist ja auch nur eine Variante und kein nötiges "must have".

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Zitat
GraphXBerlin
Wiederum kann es aber auch sein, dass andere Metropolen oder Städte Sachen von uns übernehmen und testen. Ich finde man muß Neuerungen nicht immer darstellen als wenn wir ständig nur auf dem letzten Stand sind.

Ich weiß ja was du meinst. Würden wir uns nur nicht immer so groß als die Erfinder irgendwelcher Neuerungen auftun, die andere längst haben, wäre der Spott auch weniger. Wir hatten ja wirklich tolle Erfindungen, wie den Transrapid, den andere dann verwirklicht haben, nur wir nicht. Deutschland hinkt gerade wirklich etwas hinterher und ein wenig Demut, statt der ständigen Selbstbeweihräucherung, würde uns mal ganz gut tun.
Ich kann nicht erkennen wo die BVG ihre Testeinführung der Buchstaben für Ausgänge als internationale Neuerung angepriesen hat. Dies bezieht sich nur auf Berlin und man nennt andere Städte als Vergleich. Davon abgesehen ist es Krümelkacke an Information die nur für Touristen und Wenigfahrer interessant ist. Somit müssen wir uns hier gar nicht auf eine Diskussion einlassen. ;-)

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Zitat
Philipp Borchert
Oha...die BVG testet mal wieder etwas, das anderswo schon lange Standard und mutmaßlich (!) erfolgreich ist...

Naja, mal gucken. Die Kombination H-J finde ich jedenfalls sehr unglücklich und sowas sollte bei einem Test eigentlich schon vorab auffallen.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Zitat
Jay
Naja, mal gucken. Die Kombination H-J finde ich jedenfalls sehr unglücklich und sowas sollte bei einem Test eigentlich schon vorab auffallen.

Gleich kommt einer um die Ecke und sagt, dass du dich nicht so anstellen sollst und ein weiterer wird sagen, dass hier ein Problem konstruiert wird, das doch sonst keinem auffallen würde (es sei an die 88 Waschladungen im Design des Herrenfußballnationaltrikots erinnert).
Ich würde deinen Satz allerdings sogar noch zuspitzen: Es sagt etwas aus, dass es niemandem aufgefallen ist...
Zitat
eiterfugel

Es sagt etwas aus, dass es niemandem aufgefallen ist...

Ist es, aber ich war ganz froh, dass man hier im Forum noch seine Ruhe hatte vor dem ganzen politischen Scheiß. Nun also auch hier )-:
Zitat
Railroader
Naja, es gibt das aber schon erfolgreich vielerorts auf der Welt und wir ziehen gerade zaghaft nach, natürlich mit ausführlichen Tests, obwohl das System eben längst international etabliert ist.

Also mir ist so ein System bislang nirgendwo aufgefallen und ich kann auch keinen Mehrwert erkennen, im Gegenteil. Benutze ich beispielsweise im U-Bhf. Mehringdamm den Ausgang Yorckstraße, sollte doch jedem klar sein, wo ich das Tageslicht wieder erblicke, anders, als wenn ich künftig den Ausgang C benutze; wer weiß, wo man da rauskommt?


Es fährt keinmal am Tag ein Bus und das in beide Richtungen.
Zitat
Alter Köpenicker
Zitat
Railroader
Naja, es gibt das aber schon erfolgreich vielerorts auf der Welt und wir ziehen gerade zaghaft nach, natürlich mit ausführlichen Tests, obwohl das System eben längst international etabliert ist.

Also mir ist so ein System bislang nirgendwo aufgefallen und ich kann auch keinen Mehrwert erkennen, im Gegenteil. Benutze ich beispielsweise im U-Bhf. Mehringdamm den Ausgang Yorckstraße, sollte doch jedem klar sein, wo ich das Tageslicht wieder erblicke, anders, als wenn ich künftig den Ausgang C benutze; wer weiß, wo man da rauskommt?

Das System soll ja die bisherigen Informationen nicht ersetzen, sondern ergänzen. Im Übrigen stößt auch hier das bisherige System an seine Grenzen, wenn man nicht die Yorckstraße, sondern den Mehringdamm sucht. Denn dahin führen alle Ausgänge an der nach ihm benannten Station.

Es ist letztlich das Pendant zu Linienbezeichnungen - denn warum heißt es am Mehringdamm "Übergang zur U6" statt "Übergang zu den Zügen Richtung Alt-Tegel und Alt-Mariendorf"? Weil es letztlich eine sinnvolle Verknappung und Zusammenfassung von Informationen darstellt. Man muss (auch an an etwas komplexeren Stationen als Mehringdamm) nicht an jedes Schild "Zu den Zügen Richtung Alt-Tegel und Alt-Mariendorf" schreiben (und das womöglich mehrsprachig), sondern kann sich mit einem simplem "U6" begnügen, wobei der Effekt durch die Linienfarbe unterstützt wird.

Ähnlich bei der Ausgangsbezeichnung: man schaut einmal nach, zu welchem Ausgang man muss (vielleicht wird das auch direkt in die Fahrverbindungssuche aufgenommen, oder öffentliche Einrichtungen geben neben dem nächsten U-Bahnhof auch den richtigen Ausgang an) und sucht dann nur noch den Buchstaben, statt an jedem Schild alle Angaben zu lesen. Das geht viel schneller, ist im Augenwinkel erfassbar, und somit gerade an Stationen mit einem hohen Anteil an Nicht-Stammkunden auch ein Beitrag zur Beschleunigung des Fahrgastflusses. (Diese Nicht-Stammkunden müssen noch nicht einmal Touristen sein - es reicht ja, wenn nebenan ein Ziel ist, das viele Menschen aus dem Stadtgebiet alle Jubeljahre mal frequentieren.)

Für Touristen wiederum, die kein Deutsch sprechen, ist das System auch einfacher als sich Straßennamen zu merken, denen sie folgen müssen, vor allem wenn ihre Zielstraße gar nicht angegeben ist, weil sie 5 min entfernt ist. Ich selbst habe auch sehr positive Erfahrungen mit solchen Ausgangsbezeichnungen in Städten mit komplizierten, unverständlichen Fremdsprachen gemacht, in denen irgendwie alles gleich klingt, v.a. in München und Budapest. Deshalb fände ich es sehr positiv, wenn man das System auch in Berlin konsequent einführen würde - wobei natürlich der Alexanderplatz dafür prädestiniert wäre.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 24.11.2018 08:59 von def.
@Köpenicker : Städte die das haben haben auf dem Bahnsteig einen Lageplan, auf dem aufgezeichnet ist, wo man an der Oberfläche raus kommt.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 24.11.2018 08:58 von Railroader.
Zitat
Railroader
@Köpenicker : Städte die das haben haben auf dem Bahnsteig einen Lageplan, auf dem aufgezeichnet ist, wo man an der Oberfläche raus kommt.

Stimmt, ein wichtiger Hinweis.
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