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Neue Baureihe 483 / 484
geschrieben von Bäderbahn 
Zitat
GraphXBerlin
Ich sprach gerade nur vom "Steuerhebel" den die Altbaureihen eben nicht haben. Mir ist naturlich bekannt, das es ein Schaltwerk gibt welches auch deutlich zu hören ist.
Es ist eben nicht wie z.B. bei der BR243 wo man die Stufen mittels Rad hochgeschaltet hat. ;-)

Die im oben verlinkten Bild eines Fahrschalters gezeigten Stellungen entscheiden nach meinem Verständnis darüber, wie schnell und ggf. wie weit das Schaltwerk hochschaltet. Damit wird dann indirekt die Zugkraft bzw. maximale Beschleunigung vorgegeben. Moderne Triebfahrzeuge haben dagegen eine direkte Zugkraft-Vorwahl.

Was meinst Du mit "Rad bei der Baureihe 243"? Die BR 243 hatte doch kein Rad zur Fahrstufenwahl. Sondern feinste volkseigene Mikroelektronik mit einem Thyristor-Schaltwerk und Geschwindigkeits/Zugkraft- sowie Auf/Ab-Steuerung.

Viele Grüße
André



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 11.01.2021 02:08 von andre_de.
Sorry, es war die BR250.

Video



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 11.01.2021 00:58 von GraphXBerlin.
Zitat
GraphXBerlin
Ich sprach gerade nur vom "Steuerhebel" den die Altbaureihen eben nicht haben. Mir ist naturlich bekannt, das es ein Schaltwerk gibt welches auch deutlich zu hören ist.
Es ist eben nicht wie z.B. bei der BR243 wo man die Stufen mittels Rad hochgeschaltet hat. ;-)

Wobei meiner Erinnerung nach die Umschaltung der Beschleunigung 0,3/0,5 ein Schalter auf dem Pult war.
Das eigentliche elektropneumatische Schaltwerk wurde ja mit dem Drucktaster auf dem Fahrschalter über dem Richtungsschalter betätigt.
Kann mich da mal an eine "Fahrstunde" im alten S-Bahnsimulator erinnern, der ging noch mit Bildplatten und einem 2000er Amiga...

T6JP
Zitat
GraphXBerlin
Ich kann mich aus keinen der vielen Führerstandsvideos erinnern, das der Tf den Schlüssel mehrmals umgestellt hätte.

Warum sollte es auch erforderlich sein, an jedem Bahnhof mit einer anderen Beschleunigung abzufahren? Das wird einmal eingestellt und gut ist. Ich kann mir auch nicht vorstellen, daß bei der BR 483/484 da großartig dran herumgespielt wird. Verwechsel das nicht mit der Geschwindigkeitsvorwahl, das ist nochmal eine andere Geschichte.


Bitte sprechen Sie während der Fahrt mit dem Busfahrer/der Busfahrerin - er/sie hat sonst niemanden.
Zitat
GraphXBerlin
Zitat
andre_de
Zitat
GraphXBerlin
[...] dass die Altbaureihen eine stufenlose 100%-Steuerung haben. Ich denke so ganz falsch ist es auch nicht.

Wie soll denn eine stufenlose Steuerung funktionieren, ohne Halbleitertechnik? Ich glaube schon, dass das ganz falsch ist. M.W. hatten die Altbaureihen ebenfalls ein Schaltwerk. Bei der Historischen S-Bahn in Erkner ist davon sogar ein funktionsfähiges Exemplar als Demonstrator zu besichtigen.

Anbei ein Bild eines am Zug montierten Schaltwerks, ich hoffe, ich habe das richtige Gerät erwischt. Man erkennt die Schaltwalze sowie die beiden Magnetventile zum stufenweisen Hochschalten sowie zum Auslösen.

Viele Grüße
André

Ich sprach gerade nur vom "Steuerhebel" den die Altbaureihen eben nicht haben. Mir ist naturlich bekannt, das es ein Schaltwerk gibt welches auch deutlich zu hören ist.
Es ist eben nicht wie z.B. bei der BR250 wo man die Stufen mittels Rad hochgeschaltet hat. ;-)

Auch bei Peter Bley heißt es zur Steuerung der Baureihe 275/475:
"Die gewünschte Anfahrbeschleunigung wird mit einem besonderen Fahrschalter eingestellt. Es sind vier Fahrstellungen vorhanden. Zwei Stellungen entsprechen bei vollbelastetem Zug mittleren Anfahrbeschleunigungen von 0,3 bzw 0,5 m/s2, die beiden anderen Stellungen sind für Vorwärts- bzw. Rückwärtsrangierfahrten bestimmt."

In diesem Film wird die Funktionsweise des elektropneumatischen Schaltwerks der BR 275/475 erklärt.

Die grundsätzliche Art der Motorsteuerung ist bei den Altbauzügen die gleiche wie bei der BR 250. Bei der S-Bahn hat man nur das Hochlaufen des Schaltwerks automatisiert:
  • Bei BR 250 (wie auch bei den Einheitsloks der DB oder der BR 103) wird das Schaltwerk direkt betätigt. Damit ist nicht gemeint, dass das Schaltwerk direkt unter dem Handrad sitzt, aber es werden die Steuerbefehle erteilt und damit die Fahrstufe vorgegeben. Hierdurch stellt der Lokführer prinzipiell die Zugkraft ein: Dreht er das Rad zum Anfahren aus dem Stand auf Stufe 1, wird die Lok nur sehr sanft anfahren, dreht er es gleich auf Stufe 5 hoch, etwas zügiger. Der Lokmführer bewegt sich nun immer im Bereich zwischen zu schwacher Beschleunigung (erschwert Einhaltung des Fahrplans) und einer Überlastung des Fahrzeugs, indem die Stromstärke in den Fahrmotoren zu groß wird (hohe Fahrstufe bei niedriger Motordrehzahl). Hierfür gab es auf alten Lokomotiven eine Anzeige "Oberstrom". Wurde der technisch zulässige Wert überschritten, löste der Hauptschalter aus. Zum zügigen Anfahren bei trockenen Schienen wurde also versucht, die Anzeige "Oberstrom" möglichst hoch zu halten, ohne sie über den maximal zulässigen Wert ansteigen zu lassen. Da mit zunehmender Motordrehzahl der innere Winderstand der Fahrmotoren steigt, sinkt die Stromstärke und es kann über das Schaltwerrk eine höhere Spannung angelegt werden, so dass der Strom wieder ansteigt. Zum Fahren mit konstanter Geschwindigkeit wurde dann nur noch in einem sehr kleinen Bereich hin und her geschaltet.
  • Bei Schnellbahnen, wie den Altbauzügen unserer S-Bahnen, wollte man den Triebfahrzeugführern ein solches manuelle Schaltwerk aufgrund der vielen Anfahrvorgänge nicht zunmuten. Hier hat man den Prozess des Hochschaltens automatisiert. Im Film oben wird eine Stromstärke von 350A genannt - bei Unterschreiten wird automatisch in die nächste Fahrstufe hochgeschaltet. Mit dem Fahrschalter, den der Tf herunterdrückt, wird also lediglich dieses automatische Hochlaufen initialisiert.
    • Eine geringere Anfahrbeschelunigung lässt sich nun realisieren, indem man das Schaltwerk langsamer Hochlaufen lässt (zum Beispiel, indem man die Stromstärke vor dem Schalten weiter absinken lässt), also so, als wenn auf einer Altbaulok der Lokführer das Handrad langsamer dreht.
    • Als Konsequenz ist ein Fahren mit konstanter Geschwindigkeit nicht so einfach möglich, aber ja aufgrund kurzer Bahnhofsabstände und schwacher Beschleunigung auch kaum notwendig.
    • In den Rangierstufen werden vermutlich nur die untere(n) Schaltsufe(n) verwendet, so dass nicht weiter hochgeschaltet wird.

Gruß
Salzfisch

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Berlins Straßen sind zu eng, um sie mit Gelenkbussen zu verstopfen!
Zitat
Salzfisch
Auch bei Peter Bley heißt es zur Steuerung der Baureihe 275/475:
"Die gewünschte Anfahrbeschleunigung wird mit einem besonderen Fahrschalter eingestellt. Es sind vier Fahrstellungen vorhanden. Zwei Stellungen entsprechen bei vollbelastetem Zug mittleren Anfahrbeschleunigungen von 0,3 bzw 0,5 m/s2, die beiden anderen Stellungen sind für Vorwärts- bzw. Rückwärtsrangierfahrten bestimmt." [...]

Hallo Salzfisch,

vielen Dank für das Video und für Deine umfangreichen Erläuterungen! Das deckt sich vollständig mit meinem Verständnis der Funktionsweise.

Viele Grüße
André
Zitat
Salzfisch
Auch bei Peter Bley heißt es zur Steuerung der Baureihe 275/475:
"Die gewünschte Anfahrbeschleunigung wird mit einem besonderen Fahrschalter eingestellt. Es sind vier Fahrstellungen vorhanden. Zwei Stellungen entsprechen bei vollbelastetem Zug mittleren Anfahrbeschleunigungen von 0,3 bzw 0,5 m/s2, die beiden anderen Stellungen sind für Vorwärts- bzw. Rückwärtsrangierfahrten bestimmt."

Na bitte, dann hat mich meine Erinnerung also doch nicht im Stich gelassen. Vielen Dank für die Recherche.

Zitat
Salzfisch
In diesem Film wird die Funktionsweise des elektropneumatischen Schaltwerks der BR 275/475 erklärt.

Schönes, altes Video - vor allem der alte Ringbahnhof Papestraße, wenn man bedenkt, wie es heute dort aussieht. Bemerkenswert auch, daß damals die Zahl achtundsechzig aus den Ziffern 6 und 2 bestand.


Bitte sprechen Sie während der Fahrt mit dem Busfahrer/der Busfahrerin - er/sie hat sonst niemanden.
Danke Salzfisch!

@Alter Köpenicker

Beim TheTrainTV-Kanal (CFT Video) findest Du noch zahlreiche weitere Videos u.a. zu den Altbauzügen (BVG-Zeit, zurWende, nach der Wende...) oder zur BR480 nebst U-Bahn etc.
Beim ein oder anderen Film sieht man sehr schön die noch stillgelegten S-Bahnhöfe wie u.a. Papestr.
Der Kanal ist sehr zu empfehlen für die "ewiggestrigen Nostalgiker" wie mich ;-)
Allet ne Wolke mit der Neuen! - Peter B, seines Zeichens S-Bahn-Fan in prominenter Position, hat sogar richtig Pipi inne Augen ;)

[www.berliner-zeitung.de]

Aber schön zu lesen, dass das Feedback insgesamt positiv ausfällt und die ersten 12 Tage rund laufen.
Zur Erfolgsmeldung passend war heute, am 13.1.21, ein Halbzug BR 485 im Umlauf der S47. 15.04 Uhr ab Hermannstraße...
.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 13.01.2021 18:50 von Flexist.
Zitat
Slighter
Allet ne Wolke mit der Neuen! - Peter B, seines Zeichens S-Bahn-Fan in prominenter Position, hat sogar richtig Pipi inne Augen ;)

[www.berliner-zeitung.de]

Aber schön zu lesen, dass das Feedback insgesamt positiv ausfällt und die ersten 12 Tage rund laufen.

Der Artikel klingt für mich ein bischen nach Auftragswerk, wie so manch anderer Beitrag in dieser Zeitung.

Gruß O-37
Bei dem Verleger würde mich das zumindest nicht verwundern.
Aktuell ist der Zugbetrieb zwischen Schöneweide und Spindlersfeld eingestellt. Grund ist eine liegengebliebene neue S-Bahn. Abschleppen geht wohl nicht uns so wartet man auf die Servicetechniker.
Zitat
Bd2001
Aktuell ist der Zugbetrieb zwischen Schöneweide und Spindlersfeld eingestellt. Grund ist eine liegengebliebene neue S-Bahn. Abschleppen geht wohl nicht uns so wartet man auf die Servicetechniker.

Die kamen um 10 nach 11 mit einem "Werkstattzug", welcher recht langsam über den BÜ Ostritzer Ri Spindlersfeld rollte.
Da sich binnen 30min nichts tat,bin ich weiter.

T6JP


Zitat
Bd2001
Aktuell ist der Zugbetrieb zwischen Schöneweide und Spindlersfeld eingestellt. Grund ist eine liegengebliebene neue S-Bahn. Abschleppen geht wohl nicht uns so wartet man auf die Servicetechniker.

Grund dafür war wohl eine größere Stromschienenlücke.
Jay
Re: Neue Baureihe 483 / 484
14.01.2021 15:57
Zitat
RF96
Zitat
Bd2001
Aktuell ist der Zugbetrieb zwischen Schöneweide und Spindlersfeld eingestellt. Grund ist eine liegengebliebene neue S-Bahn. Abschleppen geht wohl nicht uns so wartet man auf die Servicetechniker.

Grund dafür war wohl eine größere Stromschienenlücke.

Nein, das war ein anderer Vorfall. In Spindlersfeld gibt es keine Stromschienenlücke.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Hier noch ein Zeitungsbericht dazu

[www.tagesspiegel.de]
Da sieht man, dass es eine gute Entscheidung war erstmal die S47 damit zu bestücken, wobei das Problem natürlich auch an der Herrmannstraße hätte entstehen können.

#freeAssange
Hallo zusammen,

ist bekannt, welcher Triebzug betroffen war?

Danke und viele Grüße
Manuel
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