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Busspuren: Kummer
geschrieben von schallundrausch 
Zitat
Logital
Die Botschaft ist, dass das mit unterirdischen Gleisen nicht passieren würde. ;-)

Auch bei unterirdischen Bahnanlagen wird die Fahrleitung bei Feuerwehreinsätzen ausgeschaltet und geerdet, bevor der Gleisbereich von Rettungskräften betreten wird.
Im U-Bahnbereich wird dabei über Lauftext im Daisy-Anzeiger mitgeteilt, dass der Fahrstrom ausgeschaltet ist.

so long

Mario
Zitat
der weiße bim
Zitat
T6Jagdpilot
Die Polizei als Genehmigungsbehörde wird wohl kaum Erlaubnisse erteilen, das die Rollen Blaulicht bekommen.

Sonderrechte werden nur erteilt, wenn eine Gefahr (für Leben, Gesundheit oder große Sachwerte) besteht. Ein stehender Straßenbahnwagen ist im sicheren Zustand.

Blaulicht und Horn benutzt auf Anweisung beispielsweise der Turmwagen der Fahrleitungsmeisterei, da von heruntergerissenen Fahrleitungsteilen möglicherweise eine Gefahr ausgeht. Manchmal sind Personen bei Rauchentwicklung in Gebäuden durch die Feuerwehr mittels Drehleiter zu befreien, dann muss nach neueren Sicherheitsbestimmungen vorher die Straßenbahnoberleitung abschaltet und geerdet werden. Damit ist dann der Fahrbetrieb der Straßenbahn im gesamten betroffenen Abschnitt für die Dauer des Einsatzes unterbrochen.

Genau das meine ich- da nimmt man eben die geringen Sachwerte billigend in Kauf, die Sache der Fahrgäste sind und deren Priorität nicht so groß sind,
als wegen wegen einem falsch parkenden Auto das die Weiterfahrt behindert, der Rolle Sonderrechte zuzuerkennen.

Steht die Bahn aber wegen einer technischen Störung, wird in Abwägung der Sachlage auch dem Schnellentstörwagen der Bim Sonderrechte kommandiert-
wie eben gestern auf der 62/63 und vorgestern auf der 18.
Letzteres zeigt-um mal die parallele zur U-bahnstörung im Kurzmeldungsfred zu ziehen-
das man durchaus bemüht ist Störungen schnell zu beseitigen,gegen ständig maulende Forenuser hilfts anscheinend trotzdem nicht.

T6JP
Hallo Leute,

mal ganz tief durchatmen, bitte. Natürlich ist das nicht die Lösung aller Probleme. Aber wenn man wie Ihr hier für jede Lösung sofort wieder das passende Problem findet, dann können wir eigentlich auch gleich kapitulieren und mit irgendwas beschäftigen, was mehr Spaß macht.
"Ich habe Dir keinen Rosengarten versprochen. (Zumindest nicht bis morgen um acht.)"
Bis jetzt haben wir ein Verfahren, das langwierig, kompliziert und ineffizient ist, so dass es aus Fatalismus von den betreffenden eher gar nicht erst angewandt wird. Ab Ende dieses Monats haben wir dann wenigstens eine gesetzliche Regelung, auf die man sich berufen kann. Wie das dann konkret auf der Straße aussehen wird, kann gar nicht im Gesetz geregelt werden, sondern steht in den dazugehörigen Ausführungsvorschriften. Die müssen aber erst noch erarbeitet werden.
Zumindest werden die BVG künftig selber (wer genau, das steht ja noch gar nicht fest) Umsetzungen veranlassen können, ohne den Umweg über die Polizei zu gehen. Das kann dann zwar immer noch langwierig und kompliziert sein, aber es ist immerhin schonmal deutlich schneller und effizienter als jetzt. Auch "ein bisschen weniger scheisze" ist ja eine Verbesserung.
Das ist die erste Regelung, die bezüglich Abschleppen von Busspuren verändert wird. Wenn danach weitere Regelungen einem schnellen und sinnvollen Verfahren im Wege stehen, dann muss man die halt auch ändern, so einfach ist das.

Das Argument mit den 'erheblichen Sachwerten' finde ich super, denn wenn man die entstehende Verspätung mal der Zahl der Insassen nimmt und dann die verlorenen Arbeitsstunden monetarisiert, dann kommen schon ganz hübsche Summen zusammen.

Einen anderen, teils komplementären, Ansatz, verfolgen die GRÜNE Xhain in der dortigen BVV. Denen geht es zwar explizit um Rad und Gehwege, aber das Konzept lässt sich ja beliebig Ausweiten. Die Grünen wollen eine Kooperation zwischen Ordnungsamt uns Abschleppunternehmen, so dass, wenn kontrolliert wird und erwartbar Fahrzeugumsetzungen anstehen, immer schon eine 'Rolle' auf Abruf um die Ecke wartet. Nächster Schritt ist die Prüfung eines eigenen bezirklichen Abschleppdienstes.
Antrag in der BVV Xhain
Re: Busspuren: Kummer
07.06.2018 18:41
Zitat
der weiße bim
Zitat
Logital
Die Botschaft ist, dass das mit unterirdischen Gleisen nicht passieren würde. ;-)

Auch bei unterirdischen Bahnanlagen wird die Fahrleitung bei Feuerwehreinsätzen ausgeschaltet und geerdet, bevor der Gleisbereich von Rettungskräften betreten wird.
Im U-Bahnbereich wird dabei über Lauftext im Daisy-Anzeiger mitgeteilt, dass der Fahrstrom ausgeschaltet ist.

Die Anzeige im Lauftext ist aber für die FW eher nachrangig. Die achten eher darauf, daß die Kurzschließer stehen (bei der Bim ist es genauso).

Im Gegensatz zur Straßenbahn gibt es im Bereich der U-Bahn kein einziges Fahrzeug mit Sonderrechten.
Zitat
Bd2001
Im Gegensatz zur Straßenbahn gibt es im Bereich der U-Bahn kein einziges Fahrzeug mit Sonderrechten.

Ja, im Zweifel hängt der Entstördienst mit seinem Werkstattwagen im Stau fest.
Aber so ein liegen gebliebener U-Bahnzug oder eine schmorende Elektroverteilung behindern ja nicht die Leichtigkeit des Straßenverkehrs. ;-)

so long

Mario
Dass mit dem neuen Mobilitätsgesetz auch die BVG das Recht bekommen hat, sie behindernde Fahrzeuge direkt abzuschleppen, ist ja schon länger bekannt (und seit nunmehr einer Woche auch geltendes Recht)
Was mir neu ist (und was mir ein wenig diebische Freude bereitet) ist dieser Nebensatz im Neumann-Artikel:
Zitat
P.Neumann
Die BVG darf nun selbst abschleppen oder selbst den Abschleppwagen rufen. Wie zu hören ist, will das Verkehrsunternehmen nun Fahrzeuge für diesen Zweck anschaffen.
Das fänd' ich ja schon ganz schau. Knallgelbe Abschleppwagen mit Weilwirdichliebenherzchen ;)
Berliner Zeitung: Zugeparkte Busspuren Jetzt will auch die BVG abschleppen
Und wieder was neues (zumindest für mich):
Ich wusste nicht, dass die mißbräuchliche Nutzung von Busspuren tatsächlich kontrolliert und auch sanktioniert wird. Das geht zumindest implizit aus diesem Artikel
https://www.tagesspiegel.de/berlin/polizei-justiz/berlin-charlottenburg-mann-faehrt-polizeibeamten-an-und-fluechtet/22903228.html
hervor.
Die zu erwartenden Bußgelder sind jedoch eher gering:

Zitat

[Autofahrer müssen]15 Euro Strafe zahlen, wenn sie den Streifen unbefugt benutzen. Und laut Bußgeldkatalog kann es noch teurer werden: So werden gar 35 Euro fällig, wenn der Linienverkehr behindert wird, 70 Euro bei Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer und 85 Euro bei Verursachung eines Unfalls.
Quelle: http://digitalpresent.tagesspiegel.de/die-radspuren-der-verwirrung
Re: Busspuren: Kummer
11.08.2018 21:15
Na, für den betroffenen Autofahrer wird es nicht bei den 15 EUR bleiben, der hat ein schönes Strafverfahren (und nicht nur OWig) am Hals - den Vorsatz zur Körperverletzung, gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte etc. wird sich wohl leicht beweisen lassen. Da wird es vermutlich auf ein Fahrverbot und eine saftige Geldstrafe oder eben Haftstrafe (vermutlich ausgesetzt zur Bewährung) hinauslaufen.

Aber prinzipiell hast Du recht, 15 EUR als Strafe finde auch ich zuwenig - EBE von 60 EUR bei Fahren ohne gültigen Fahrausweis ist schon viermal so hoch...

Dennis
Re: Busspuren: Kummer
11.08.2018 23:00
Du hast völlig Recht. Im Vergleich zu vielen anderen Ländern in Europa sind die Bußgelder in Deutschland beim Regelverstoß im Straßenverkehr ziemlich niedrig.
BVG-Busspurbetreuer dürfen jetzt Falschparker anzeigen

... meldet der Tagesspiegel. Nach wie vor sind die zu erwartenden Bußgelder viel zu gering, doch bei dem BVG-typischen Marketinggag musste ich doch ein wenig schmunzeln:

Zitat

Autofahrer erhalten unter dem Scheibenwischer, fast wie beim Knöllchen, ein Kärtchen mit dem Hinweis auf die Anzeige und dass die weitere Bearbeitung durch die Polizei erfolge. Und mit der Aufschrift: „Sie haben Parkplatzprobleme? Fahren Sie doch mal mit uns.“

Wenn schon 25,- Euro kein Umdenken bewirken, dann kann man vielleicht mit ein bisschen Häme was erreichen. Köstlich.
Das passier mir ja sonst nicht:
aber hier muss ich Frau Reetz mal rechtgeben.

http://www.taz.de/Radverkehr-in-Berlin/!5550263/

Zitat

Radverkehr in Berlin
Voll neben der Spur
Busspuren, die auch Radler nutzen, sollte es laut Mobilitätsgesetz nicht mehr geben. Doch die Verwaltung zweifelt an der Umsetzung.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 27.11.2018 14:46 von schallundrausch.
Re: Busspuren: Kummer
27.11.2018 15:06
Zitat
schallundrausch
Das passier mir ja sonst nicht:
aber hier muss ich Frau Reetz mal rechtgeben.

http://www.taz.de/Radverkehr-in-Berlin/!5550263/

Zitat

Radverkehr in Berlin
Voll neben der Spur
Busspuren, die auch Radler nutzen, sollte es laut Mobilitätsgesetz nicht mehr geben. Doch die Verwaltung zweifelt an der Umsetzung.

Zitat
Zitat aus dem Artikel
Ein „Generalbeschluss“ und eine Vereinheitlichung seien nicht möglich, weil man auch den Interessen der Autofahrer Rechnung tragen will. Auf manchen Busspuren seien etwa nachts gar keine Busse unterwegs. Deswegen bedürfe es „jeweils der Einzelprüfung, welche zeitliche Ausweitung wo möglich ist“.

Das ist natürlich wichtig! Weil nachts auch so viele Autos unterwegs sind. Mir ist schon klar, was damit gemeint ist: kostenlose Parkplätze. Aber genau diese Zweitnutzung ist ja die Ursache, warum die Busspuren in der Praxis nicht funktionieren.
Interessant. Da werden auf den Hauptverkehrsstraßen künftig je eine Busspur, eine Fahrradspur und eine für den restlichen Verkehr eingerichtet.
Die Busspur am besten ganz rechts, um das Kreuzen anderer Fahrspuren beim Bedienen der Haltestellen zu vermeiden.

Schwieriger wird es das Kreuzen feindlicher Fahrspuren beim Rechtsabbiegen zu vermeiden, wodurch die Zahl schwerer Unfälle verringert werden könnte. Außerdem behindern wartende Rechtsabbieger zunehmend den Verkehrsfluss. Statt rechts abzubiegen könnte man auch geradeaus fahren, dreimal links abbiegen und nochmal geradeaus.

so long

Mario
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