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Ausbau Dresdener Bahn und S2 zwischen Lichtenrade und Rangsdorf
geschrieben von Arnd Hellinger 
@Andre: Der Hbf selbst ist meines Wissens nach nicht "überlastet", aber in der Tat wurden alle ihn befahrenen Strecken dazu erklärt. Die Stadtbahn ja schon länger und nun auch die Nord-Süd-Strecke in Gänze. So richtig nachvollziehen kann ich das auch nicht, sondern nur, sofern es die Zuläufe beträfe. Zumindest im Nordkopf dürfte etwas Entlastung eintreten, wenn die Ruhr-ICE ihre unnötige Spitzkehre aufgeben und auf die Stadtbahn zurückkehren.

Bezüglich der Kurve Blankenfelde - Schönefeld hast du es gut auf den Punkt gebracht. Das zweite Gleis ist nicht mehr notwendig, wenn der Großteil der Züge "geradeaus" fährt, insofern ist dieser Rückbau zwar tatsächlich nachvollziehbar, aber geschadet hätte die Beibehaltung sicher auch nicht. Eine zweigleisige Verbindungskurve, die beidseitig niveaugleich einfädelt haben wir z.B. im Kreuz Wuhlheide zwischen Stadtbahn und Außenring (Ostendgestell - Eichgestell), wo die Fahrtendichte natürlich auch etwas höher ist.

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Zitat
Jay
@Andre: (...)

Bezüglich der Kurve Blankenfelde - Schönefeld hast du es gut auf den Punkt gebracht. Das zweite Gleis ist nicht mehr notwendig, wenn der Großteil der Züge "geradeaus" fährt, insofern ist dieser Rückbau zwar tatsächlich nachvollziehbar, aber geschadet hätte die Beibehaltung sicher auch nicht. Eine zweigleisige Verbindungskurve, die beidseitig niveaugleich einfädelt haben wir z.B. im Kreuz Wuhlheide zwischen Stadtbahn und Außenring (Ostendgestell - Eichgestell), wo die Fahrtendichte natürlich auch etwas höher ist.

Aber nimmt die Zugdichte auf dieser Kurve durch die im BER "kopfmachende" Fernverkehrslinie zwischen Rostock und Dresden denn nicht sogar wieder zu, jedenfalls im Personenverkehr?

Ansonsten wünsche ich mir natürlich eine gesetzliche Grundlage, mit der man dem eigenen Bahnkonzern derlei Rückbaumaßnahmen untersagen kann.
Hängt ab womit man es vergleicht.

Verglichen mit der Zeit vor 2006 ( 2-3 Personenzüge pro Stunde&Richtung) werden weniger (ungefähr halb soviele) Züge verkehren

Verglichen mit dem Zeitraum 2006-2020 (1 Zug/Stunde&Richtung) werden mehr Züge verkehren.

Verglichen mit dem Zeitraum 2020-2025 (1,5 Züge/Stunde&Richtung) werden gleich viele Züge verkehren


Das ist dann in der Summe ungefähr so viel, wie aktuell schon auf der gespiegelten eingleisigen Kurve Ri. Anhalter Bahn verkehrt.
Welche Geschwindigkeit ist eigentlich für die Mahlower Kurve vorgesehen? Der IC Rostock<>BER<>Dresden wird ja vermutlich nach der Landesgrenze/Lichtenrade nicht noch mal kurz beschleunigen, oder?
Zitat
PassusDuriusculus
Welche Geschwindigkeit ist eigentlich für die Mahlower Kurve vorgesehen? Der IC Rostock<>BER<>Dresden wird ja vermutlich nach der Landesgrenze/Lichtenrade nicht noch mal kurz beschleunigen, oder?

Hi,

für die Mahlower Kurve ist laut PFB eine Streckengeschwindigkeit von 100 km/h vorgesehen. Da wird ab der Landesgrenze also nicht beschleunigt, sondern kurz dahinter bereits wieder abgebremst, da das zum Abzweig gehörende Vorsignal bereits kurz hinter der Landesgrenze steht. Diese "wahnsinnige Geschwindigkeit" ist wohl auch der Grund, dass man dort dann 5 Meter hohe Schallschutzwände mitten auf der Wiese errichten muss...

Viele Grüße
André
Hallo,

mit den fragwürdigen Planungen der Deutschen Bahn an der Dresdener Bahn - konkret die Ignoranz hinsichtlich eines zukünftigen zweigleisigen Ausbaus der S-Bahn in Brandenburg - beschäftigt sich ein Artikel im neuen Heft der Zeitschrift Signal, der auch online verfügbar ist:

https://www.gve-verlag.de/signal/files/SIGNAL2020-2-Blankenfelde.pdf

Viele Grüße
André
Zitat
andre_de
Hallo,

mit den fragwürdigen Planungen der Deutschen Bahn an der Dresdener Bahn - konkret die Ignoranz hinsichtlich eines zukünftigen zweigleisigen Ausbaus der S-Bahn in Brandenburg - beschäftigt sich ein Artikel im neuen Heft der Zeitschrift Signal, der auch online verfügbar ist:

https://www.gve-verlag.de/signal/files/SIGNAL2020-2-Blankenfelde.pdf

Viele Grüße
André

Der aktuelle Ausbau der Dresdener Bahn wird den späteren geplanten (zweigleisigen) Ausbau der Berliner S-Bahn nach Rangsdorf insgesamt behindern. Im Jahr 2040 wird diese verpfuschte Planung eine der Ursachen des Verspätungsgeschehens auf den Nordsüdstrecken der Berliner S-Bahn sein.

Dies im Detail zu belegen, finde ich verdienstvoll.

"Es bleibt zu hoffen, dass bei allen Beteiligten schnellstens ein Rückbesinnen auf frühere Tugenden erfolgt! Ein solches Planungsdesaster wie hier beim Wiederaufbau der Dresdener Bahn darf sich nicht wiederholen."

Hier ist meines Erachtens die Politik gefordert. Praktisch wird die Bahnpolitik sehr vom (eigenen) Bahnkonzern bestimmt. Der Konzern selbst ist dem Gemeinwohl aber gerade nicht verpflichtet, sondern er soll gewinnorientiert arbeiten.

Solange diese falsche politische Ausgangsbasis besteht, ist meine Hoffnung auf "nachhaltigere" Bahnplanungen in unserem Land recht begrenzt,

Marienfelde.
Zitat
andre_de
Mit den fragwürdigen Planungen der Deutschen Bahn an der Dresdener Bahn - konkret die Ignoranz hinsichtlich eines zukünftigen zweigleisigen Ausbaus der S-Bahn in Brandenburg - beschäftigt sich ein Artikel im neuen Heft der Zeitschrift Signal, der auch online verfügbar ist:

https://www.gve-verlag.de/signal/files/SIGNAL2020-2-Blankenfelde.pdf

So berechtigt die im Artikel formulierte Kritik auch ist, so problematisch finde ich die daraus abgeleitete Forderung, jetzt noch Änderungen an der festgestellten und in Umsetzung befindlichen Planung vorzunehmen. Die Erweiterung der S-Bahn auf durchgehend zwei Gleise bis Blankenfelde dürfte nämlich den rechtlich zulässigen Rahmen einer simplen Planänderung bei Weitem übersteigen und ein komplett neues PFV mit ungewisser Dauer sowie ebensolchem Ausgang auslösen. Das hätte wiederum jahrelangen Baustillstand zur Folge - wollen wir das wirklich?

Auf anderen S-Bahn-Abschnitten wird doch auch trotz Eingleisigkeit ein 10-Minutentakt gefahren. Ich werde aber die Tage nochmal überlegen, auf Basis Deines SIGNAL-Artikels eine Eingabe zu verfassen... :-)

Viele Grüße
Arnd
Zitat
Arnd Hellinger
Zitat
andre_de
Mit den fragwürdigen Planungen der Deutschen Bahn an der Dresdener Bahn - konkret die Ignoranz hinsichtlich eines zukünftigen zweigleisigen Ausbaus der S-Bahn in Brandenburg - beschäftigt sich ein Artikel im neuen Heft der Zeitschrift Signal, der auch online verfügbar ist:

https://www.gve-verlag.de/signal/files/SIGNAL2020-2-Blankenfelde.pdf

So berechtigt die im Artikel formulierte Kritik auch ist, so problematisch finde ich die daraus abgeleitete Forderung, jetzt noch Änderungen an der festgestellten und in Umsetzung befindlichen Planung vorzunehmen. Die Erweiterung der S-Bahn auf durchgehend zwei Gleise bis Blankenfelde dürfte nämlich den rechtlich zulässigen Rahmen einer simplen Planänderung bei Weitem übersteigen und ein komplett neues PFV mit ungewisser Dauer sowie ebensolchem Ausgang auslösen. Das hätte wiederum jahrelangen Baustillstand zur Folge - wollen wir das wirklich?

Hallo Arnd,

nein, das wollen wir nicht, und eine solche Forderung steht auch nicht im Artikel. Die Forderung dort (letzter Abschnitt) bezieht sich klar auf zukünftige Projekte. Im aktuellen Fall wäre lediglich bei den drei EÜs nördlich von Mahlow noch ein einfaches Planänderungsverfahren denkbar, um die Rampen minimal anzupassen. dann ließe sich zumindest der Begegnungsabschnitt verlängern, was für die Betriebsstabilität sehr wichtig wäre. Man kann dann auch eher mit einer eingleisigen Strecke leben. Der aktuelle BegegnungsPUNKT am Bahnhof Mahlow (und dessen Zementierung mit der aktuellen Planung) ist dagegen völliger Murks, erst reicht bei einem perspektivischen 10-Minuten-Takt.

Viele Grüße
André
Wie sieht es eigentlich derzeit baustellenmäßig an der Dresdener Bahn auf brandenburgischem Gebiet so aus? Wartet man das Ende der diesjährigen Vegetationsperiode ab oder gibt es inzwischen sichtbare Bau(vor)arbeiten?

Viele Grüße
Arnd
Zitat
Arnd Hellinger
Wie sieht es eigentlich derzeit baustellenmäßig an der Dresdener Bahn auf brandenburgischem Gebiet so aus? Wartet man das Ende der diesjährigen Vegetationsperiode ab oder gibt es inzwischen sichtbare Bau(vor)arbeiten?

Läuft ;-) Also im Ernst: Dort wurde schon begonnen, insbesondere mit Baufeldfreimachung im Bereich der Mahlower Kurve. Außerdem ist die erste Bauphase, nämlich der Umbau des Außenrings in diesem Bereich, bereits in vollem Gange. Ich habe auch schon Fotos gemacht, muss nur mal Zeit finden zur Aufbereitung.

Viele Grüße
André
Zitat
andre_de
Zitat
Arnd Hellinger
Wie sieht es eigentlich derzeit baustellenmäßig an der Dresdener Bahn auf brandenburgischem Gebiet so aus? Wartet man das Ende der diesjährigen Vegetationsperiode ab oder gibt es inzwischen sichtbare Bau(vor)arbeiten?

Läuft ;-) Also im Ernst: Dort wurde schon begonnen, insbesondere mit Baufeldfreimachung im Bereich der Mahlower Kurve. Außerdem ist die erste Bauphase, nämlich der Umbau des Außenrings in diesem Bereich, bereits in vollem Gange. Ich habe auch schon Fotos gemacht, muss nur mal Zeit finden zur Aufbereitung.

Dann hat DB Netz also nur auf die Rücknahme der Klage seitens der Gemeinde und anschließende Baufreigabe durch das BVerwG Leipzig gewartet. Na ja, sollte der Flughafen tatsächlich in drei Monaten eröffnen, wollen Pofalla und Kaczmarek natürlich auch wenigstens etwas zum Vorzeigen haben, woraus man ihre ernsthafte Absicht ableiten können soll...

Ich freue mich schon auf Deine Bilder. :-)

Viele Grüße
Arnd
Zitat
andre_de
Zitat
Arnd Hellinger
Wie sieht es eigentlich derzeit baustellenmäßig an der Dresdener Bahn auf brandenburgischem Gebiet so aus? Wartet man das Ende der diesjährigen Vegetationsperiode ab oder gibt es inzwischen sichtbare Bau(vor)arbeiten?

Läuft ;-) Also im Ernst: Dort wurde schon begonnen, insbesondere mit Baufeldfreimachung im Bereich der Mahlower Kurve. Außerdem ist die erste Bauphase, nämlich der Umbau des Außenrings in diesem Bereich, bereits in vollem Gange. Ich habe auch schon Fotos gemacht, muss nur mal Zeit finden zur Aufbereitung.

Viele Grüße
André

Nächstes Jahr gibt es dann sogar zwei 3-monatige-Sperrungen am Glasower Damm, einmal nur die Kurve von Selchow nach Blankenfelde und beim zweiten Mal noch inklusive des Außenrings selbst am zukünftigen Kreuz.

Im Bahnhof Wünsdorf ist man jetzt schon fleißig am Buddeln und setzt neue Oberleitungsmasten um die Querträger abreißen zu können.
In Zossen soll es nächstes Jahr losgehen.

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MfG, S5M



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 31.07.2020 22:11 von S5 Mahlsdorf.
Zitat
S5 Mahlsdorf

Nächstes Jahr gibt es dann sogar zwei 3-monatige-Sperrungen am Glasower Damm, einmal nur die Kurve von Selchow nach Blankenfelde und beim zweiten Mal noch inklusive des Außenrings selbst am zukünftigen Kreuz.

Heißt also wieder Umleitung über Falkenberg für die EC-Züge? Und die IC werden dann ja wohl nicht über BER T1-2 fahren?

Beste Grüße
Harald Tschirner
Zitat
Harald Tschirner
Zitat
S5 Mahlsdorf

Nächstes Jahr gibt es dann sogar zwei 3-monatige-Sperrungen am Glasower Damm, einmal nur die Kurve von Selchow nach Blankenfelde und beim zweiten Mal noch inklusive des Außenrings selbst am zukünftigen Kreuz.

Heißt also wieder Umleitung über Falkenberg für die EC-Züge? Und die IC werden dann ja wohl nicht über BER T1-2 fahren?

Ich weiß es nicht, aber wenn genauso gesperrt wurd, wie S5 Mahlsdorf schreibt, sind EC und RE3 nicht betroffen; RE7 und IC dagegen sehr wohl, letztere bei der zweiten Sperrung sogar doppelt, da dann auch die RB22.
Bei den wenigen Fluggästen in Schönefeld / BER sollte es auch im nächsten Jahr kein Problem sein, auf den IC-Halt am BER zu verzichten und den IC Dresden-Rostock durch eine direktere Führung in den Berliner Nord-Süd-Tunnel zu beschleunigen.
Zitat
andre_de

Hi,

für die Mahlower Kurve ist laut PFB eine Streckengeschwindigkeit von 100 km/h vorgesehen. Da wird ab der Landesgrenze also nicht beschleunigt, sondern kurz dahinter bereits wieder abgebremst, da das zum Abzweig gehörende Vorsignal bereits kurz hinter der Landesgrenze steht. Diese "wahnsinnige Geschwindigkeit" ist wohl auch der Grund, dass man dort dann 5 Meter hohe Schallschutzwände mitten auf der Wiese errichten muss...

Viele Grüße
André

Das klingt für mich nach dem selben Schwachsinn, nach dem am Ostkreuz für die Regionalbahn-Kehre im Bereich der Weichen eine LSW errichtet wurde, weil man die falsche Zielgeschwindigkeit für die Weichen im Abzweig zugrunde gelegt hat. Nämlich die Geschwindigkeit im Hauptgleis. Das stand auch irgendwo im Ostkreuz-Thread.

Gruß Olli
Zitat
Global Fisch
Zitat
Harald Tschirner
Zitat
S5 Mahlsdorf

Nächstes Jahr gibt es dann sogar zwei 3-monatige-Sperrungen am Glasower Damm, einmal nur die Kurve von Selchow nach Blankenfelde und beim zweiten Mal noch inklusive des Außenrings selbst am zukünftigen Kreuz.

Heißt also wieder Umleitung über Falkenberg für die EC-Züge? Und die IC werden dann ja wohl nicht über BER T1-2 fahren?

Ich weiß es nicht, aber wenn genauso gesperrt wurd, wie S5 Mahlsdorf schreibt, sind EC und RE3 nicht betroffen; RE7 und IC dagegen sehr wohl, letztere bei der zweiten Sperrung sogar doppelt, da dann auch die RB22.

Richtig, die Westkurve, wo auch der RE3 langfährt, ist nicht betroffen, also sollte der Fernverkehr dort langfahren.

Bei den anderen Sperrungen soll der RE7 wie folgt ersetzt werden (Angaben ohne Gewähr):

Nur Ostkurve gesperrt (16.1. bis 23.3.): RE7 Ost fährt Wünsdorf - Ludwigsfelde
Ostkurve und Ringstück gesperrt (11.9. bis 11.12.): RB22 fährt ab Struveshof nach Zossen

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MfG, S5M
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