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Ausbau Dresdener Bahn und S2 zwischen Lichtenrade und Rangsdorf
geschrieben von Arnd Hellinger 
@Arnd, ich würde diese Frage klar mit ja beantworten, im Sinne der Marktwirtschaft und einem flexiblen Ausgestalten der Aufgabe, die der Aufgabenträger natürlich stellt. Daseinsvorsorge heißt Geld bereitstellen und Anforderungen formulieren, nicht die Umsetzung und Ausgestaltung vorgeben. Das können privatwirtschaftlich geführte Unternehmen besser. Allerdings ist eben die Frage inwieweit DB-Netz dazugehört. Ich bin auch sehr für den großen Plan, ist ja bekannt, aber effizient lässt der sich nur mit marktwirtschaftlichen liberalen Methoden realisieren. Dabei ist es weniger der Wettbewerb, als die Eigenverantwortung, die hier gefragt ist, natürlich gerade finanziell.

Heidekraut zum Hauptbahnhof
😂 🤮 😉😝🤦👍🤔 🙄😏
Hallo,

und auch aus dem PFA 3 (Brandenburg) gibt eine neue Galerie einen Einblick in die Arbeiten während der aktuellen Sperrpause.

https://www.baustellen-doku.info/berlin_dresdener-bahn/PFA3_Landesgrenze-Mahlow-Blankenfelde/20210716/

Viele Grüße
André
Zitat
Joe
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andre_de

Kann es sein, dass der Zug dort nicht kreuzt, sondern einer davon dort übernachtet und einsetzt? Mahlow hat nach dieser Bauphase nur noch ein durchgehendes Gleis, das andere ist aber einseitig weiterhin angebunden.

Viele Grüße
André

Eigentlich auch nicht. Der Zug von "oben" kommt um 5:21 aus Gesundbrunnen, hat 5 min Aufenthalt in Mahlow und nachdem der Gegenzug um 5:25 nach Bernau durch ist, fährt der Zug weiter nach Blankenfelde. merkwürdig...

Vielleicht werden ja die Züge getauscht und es muss ich in beide Richtungen die Bahnsteigseite gewechselt werden,
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PassusDuriusculus
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Joe
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andre_de

Kann es sein, dass der Zug dort nicht kreuzt, sondern einer davon dort übernachtet und einsetzt? Mahlow hat nach dieser Bauphase nur noch ein durchgehendes Gleis, das andere ist aber einseitig weiterhin angebunden.

Viele Grüße
André

Eigentlich auch nicht. Der Zug von "oben" kommt um 5:21 aus Gesundbrunnen, hat 5 min Aufenthalt in Mahlow und nachdem der Gegenzug um 5:25 nach Bernau durch ist, fährt der Zug weiter nach Blankenfelde. merkwürdig...

Vielleicht werden ja die Züge getauscht und es muss ich in beide Richtungen die Bahnsteigseite gewechselt werden,

Das kann die Lösung sein. Meines Wissens soll nach Ende der Sperrpause ein einzelner Zug zwischen Lichtenrade und Blankenfelde pendeln, d.h. von Norden kommend mit Zwangsumstieg in Lichtenrade. Dieser Pendelzug muss dann ja auch hin und wieder mal ins Werk, vielleicht ist dies dann der zugehörige Zugtausch.
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andre_de
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Marienfelde
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andre_de
(...)

Meines Erachtens bist Du mit der Frage der Aufgabenträger (egal ob Länder oder Bund) bei der Problemanalyse komplett auf dem Holzweg. Der Unterschied zu den 1990ern ist ein anderer: Damals wurde das Eisenbahnnetz noch in der "Linienorganisation" der Bahnen geplant und ausgebaut, nicht wie heute in einer Projektorganisation.

Der Unterschied ist ganz wesentlich: In einer Linienorganisation haben die gleichen Leute/Abteilungen über viele Jahre und Jahrzehnte für ihren Netzbereich eine dauerhafte Verantwortung und arbeiten aus eigenem Interesse entsprechend vorausschauend. Mit Umstellung auf Projektorganisation (und in der Folge externe Planungsbüros usw.) ist die fatale Situation entstanden, dass inhaltlich/zeitlich/finanziell ausschließlich in diesem Projekt-Scope gedacht und gearbeitet wird. Nach mir die Sintflut.

Bei einem Gespräch von mir mit dem Projektleiter DD-Bahn bei einer Bürgerveranstaltung in Lichtenrade hat er das exakt so bestätigt: Klar könnte er da ein zweites Gleis als "gestrichelte Linie" mit planen und freihalten, aber das ist nicht sein Projektauftrag, der Auftrag des externen Planungsbüros damit erst recht nicht, und niemand tut dementsprechend was und niemand ist für das Desaster verantwortlich. Das hat alles überhaupt nichts damit zu tun, ob irgendein Aufgabenträger was hätte bestellen müssen oder nicht, dieser Aspekt hilft maximal zur nachträglichen Linderung der Symptome einer falsch aufgestellten Infrastruktur-Bewirtschaftung.

Viele Grüße
André

Welche Schlüsse würdest Du jetzt daraus ziehen? Wäre denn ein "Rückschritt" in die Organisationsform der 1990er ein denkbarer und erfolgversprechender Weg?

Rückschritte sind wohl selten ein erfolgversprechender Weg, weil sich die Welt bekanntlich weiterdreht. Ich halte bei der ganzen Diskussion es insgesamt nicht für sinnvoll zu sagen "Modell A hat nur Vorteile und Modell B hat nur Nachteile". Ein wichtiger positiver Schritt in die richtige Richtung war sicher die (Re-)Integration der DB Projektbau in die DB Netz AG. Dies schafft zumindest die Voraussetzung, dass man konkreten Neu- und Ausbau einerseits sowie strategische Netzplanung sowie Netzbetrieb/-bewirtschaftung andererseits besser synchronisiert und verzahnt. So wäre meine Erwartung, dass es bei DB Netz alleine schon aus dem Eigeninteresse für einen stabilen Betrieb und eine Weiterentwicklung des Netzes entsprechende Bestrebungen gibt, z.B. Eingleisigkeiten auf der nördlichen und südlichen S2 aufzulösen. Dass man dies finanzieren muss und letztendlich konkrete Projekte braucht, um es umzusetzen, ist natürlich klar und wird immer so sein. Je weniger Ping-Pong dabei gespielt werden kann und je stärker dies in den DB-Netz-eigenen Zielen verankert ist, umso besser. Man wird sehen, ob und wann die DB Netz ihre Kernverantwortung für das eigene Netz wieder ganzheitlich wahrnimmt.

Viele Grüße
André

Die DB Netz muß ihre Kernverantwortung für das eigene Netz wieder ganzheitlich wahrnehmen - vollkommen korrekt. Wie das politisch sichergestellt wird, ist im gewissen Sinne nachrangig, es muß "nur" funktionieren. Beim Negativbeispiel Dresdener Bahn ist es insbesondere hinsichtlich der S-Bahn fast komplett in die Hose gegangen (klar: Die bessere Kehrmöglichkeit in Lichtenrade mag man als kleinen Fortschritt sehen).

Das Detail des "Baus" einer neuer kleinen Verspätungsursache (Abbau des zweiten Gleises von Blankenfelde nach Schönefeld) ärgert mich nach wie vor sehr. Wenn es nicht gelingt, beim Netz zu grundlegenden praktischen Veränderungen zu kommen, kann man die verkehrspolitischen Klimaschutzziele in Deutschland gleich aufgeben,

Marienfelde.
Zitat
andre_de
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PassusDuriusculus
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Joe
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andre_de

Kann es sein, dass der Zug dort nicht kreuzt, sondern einer davon dort übernachtet und einsetzt? Mahlow hat nach dieser Bauphase nur noch ein durchgehendes Gleis, das andere ist aber einseitig weiterhin angebunden.

Viele Grüße
André

Eigentlich auch nicht. Der Zug von "oben" kommt um 5:21 aus Gesundbrunnen, hat 5 min Aufenthalt in Mahlow und nachdem der Gegenzug um 5:25 nach Bernau durch ist, fährt der Zug weiter nach Blankenfelde. merkwürdig...

Vielleicht werden ja die Züge getauscht und es muss ich in beide Richtungen die Bahnsteigseite gewechselt werden,

Das kann die Lösung sein. Meines Wissens soll nach Ende der Sperrpause ein einzelner Zug zwischen Lichtenrade und Blankenfelde pendeln, d.h. von Norden kommend mit Zwangsumstieg in Lichtenrade. Dieser Pendelzug muss dann ja auch hin und wieder mal ins Werk, vielleicht ist dies dann der zugehörige Zugtausch.

Zugtausch findet doch quasi täglich statt denn Mo-Fr fahren die ersten 3 Züge ab Blankenfelde über Lichtenrade hinaus und der Pendelzug kommt neu rein.

Samstag/Sonntag gilt das umsteigen in Lichtenrade auch nicht über 24 Stunden.
Zitat
andre_de
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PassusDuriusculus
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Joe
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andre_de

Kann es sein, dass der Zug dort nicht kreuzt, sondern einer davon dort übernachtet und einsetzt? Mahlow hat nach dieser Bauphase nur noch ein durchgehendes Gleis, das andere ist aber einseitig weiterhin angebunden.

Viele Grüße
André

Eigentlich auch nicht. Der Zug von "oben" kommt um 5:21 aus Gesundbrunnen, hat 5 min Aufenthalt in Mahlow und nachdem der Gegenzug um 5:25 nach Bernau durch ist, fährt der Zug weiter nach Blankenfelde. merkwürdig...

Vielleicht werden ja die Züge getauscht und es muss ich in beide Richtungen die Bahnsteigseite gewechselt werden,

Das kann die Lösung sein. Meines Wissens soll nach Ende der Sperrpause ein einzelner Zug zwischen Lichtenrade und Blankenfelde pendeln, d.h. von Norden kommend mit Zwangsumstieg in Lichtenrade. Dieser Pendelzug muss dann ja auch hin und wieder mal ins Werk, vielleicht ist dies dann der zugehörige Zugtausch.

Wenn ich den Fahrplan richtig interpretiere, dann eigentlich nicht.
Vor der Sperrung "parkten" in Mahlow in der Woche (So./Mo.-Do./Fr.) 2 S-Bahnzüge.
Blankenfelde ab 00:42 > Mahlow 00:45 an.
Blankenfelde ab 01:02 > Mahlow 01:05 an.
Wenige Stunden später setzten in Mahlow zwei Züge dort nach Blankenfelde ein und zwar 04:12 und 04:32.

Im ab 09.08.2021 gültigen Fahrplan setzt jetzt nur noch ein Zug von Blankenfelde in Mahlow aus.
Blankenfelde ab 01:06 > Mahlow 01:09 an. (dieser "parkt" wohl über Nacht an einer Bahnsteigkante in Mahlow, um Platz zu machen für den in Blankenfelde übernachtenden Zug)
Letzter ankommender Zug in Blankenfelde ist 01:13, welcher dort übernachtet und dann um 03:58 dort wieder einsetzt.
In Mahlow gibt es wohl weiterhin Zugkreuzungen, aber wohl nur bei Taktsprüngen wie z. Bsp. um 04:42/04:43, wo sich einsetzender Pendelzug mit dem durchgehend fahrend Zug trifft.

Und zum Samstag früh:

Um 04:42 fährt in Gesundbrunnen ein (anderer) Zug ins Inselnetz Blankenfelde (Mahlow ab 05:26) um dort als Pendelzug seinen Dienst zu verrichten.
Um 05:22 fährt dann in Blankenfelde der letzte durchgehende Zug aus dem Inselnetz Blankenfelde raus (Mahlow 05:25 ab).
Diese beiden Züge treffen/kreuzen sich dann in Mahlow um 05:25/05:26.
Am Sonntag gibt's gleiches Prozedere dann zwei Stunden später um 07:25/07:26.
Zitat
andre_de
Hallo,

da bisher wohl noch nicht verlinkt, hier die interessanten Folien der Infoveranstaltung Anfang Juni und die nachgereichten Antworten:

https://bauprojekte.deutschebahn.com/media/projects/7281/docs/PR_berlin-suedkreuz-blankenfelde-dresdner-bahn_informationsveranstaltung_20210604-neu.pdf

https://bauprojekte.deutschebahn.com/media/projects/7281/docs/HZ_dresdner_bahn_faq_20210604.pdf

Viele Grüße
André

Danke auch von mir nachträglich für die Links (wobei der 1. mittlerweile ins Leere führt ,daher hier der neue Link zur PDF )

Auf der Seite 28 wurde geschrieben, dass im September die Fernbahnbrücken am Glasower Damm ausgebaut werden sollen.
Ist das schon geschehen?
Wenn ja hat einer Bilder davon gemacht?



Zitat
andre_de
Natürlich DÜRFTE die Bahn, sie MUSSTE nur nicht und tat es leider auch nicht. Genauso hätte sie in Mahlow und Blankenfelde die in den 90er Jahren angelegten 2-gleisigen Vorleistungen erhalten DÜRFEN, leider MUSSTE sie aber nicht und baut sie nun rücksichtslos zurück.


Zitat
andre_de
Kleiner Denkanstoß: 1992 fuhr die S-Bahn bereits wieder über Lichtenrade und Mahlow nach Blankenfelde. Alles, was dabei neugebaut wurde, wurde zweigleisig vorbereitet (Bahnhof Mahlow, Bahndamm, Kreuzungsbauwerk Potsdamer Kurve, EÜ Tunnelweg, Bahndamm, Bahnhof Blankenfelde). Was ist denn aus Deiner Sicht damals so total schief gelaufen? Da hat auch kein SenUVK, Potsdam, VBB, Kreis oder sonstwer was bestellt. Und auch damals galt eine Bundeshaushaltsordnung mit Zwang zum sparsamen Mitteleinsatz. Es gibt nur einen Unterschied zwischen "perspektivisch sparsam" und "sehr kurzfristig sparsam". Trotzdem hat die (damals noch) Reichsbahn von Beginn an vorgesehen, ein zweites Gleis aufbauen zu können. Teils einfach nur durch Platz lassen, teils durch Bauen, wo es Sinn gemacht hat. All dies reißt die Deutsche Bahn jetzt vollständig ab! Und niemand hat diesen Abriss beauftragt!

Edit: Siehe z.B. hier auf den Bildern 9, 12 und 15:
https://www.baustellen-doku.info/berlin_dresdener-bahn/PFA3_Landesgrenze-Mahlow-Blankenfelde/20200418_2/

Viele Grüße
André

Auch hier bin ich vollständig deiner Meinung. Leider wird heutzutage überhaupt nicht mehr perspektivisch geplant. (wenn dann sind das absolute Ausnahmen).
Die in der FAQ gegebenen und hier auch schon thematisierten Antworten zu den Fragen nach der 2 Gleisigkeit zeigen einmal mehr wie engstirnig (verantwortungslos) und kurzfristig gedacht geplant wird.
Insbesondere , da man ja sogar von der zukünftigen 2 Gleisigkeit zw. Rangsdorf und Blankenfelde ausgeht, um einen 10 Minuten Takt realisieren zu können, ist es umso unverständlicher, dass man zB beim EÜ Glasowbach die wirklich vorhandene Breite nun "künstlich verengt und so der möglichen 2 Gleisigkeit von vornherein soviel in den Weg legt , dass es vermutlich gar nicht gebaut wird.

Die Antworten 8 und 63 in der FAQ widersprechen sich hiermit ganz gewaltig.

Es ist wirklich traurig zu sehen, wie unverantwortlich bei solchen Planungen vorgegangen wird.
Man muss ja nicht überall auf Vorrat bauen, aber wenn man nicht mal Platz lässt für mögliche Erweiterungen, dann zeugt das sehr deutlich den mangelnden Weitblick. Wie du auch schon richtig in deiner Bilderstrecke kritisiert hast, ist es umso unverständlicher, dass zB am Kreuzungsbauwerk Glasower Damm nicht mal das Widerlager für 4 Gleise wiederaufgebaut wird. Gerade bei den langen Planungszeiten und auch demzufolge hohen Kosten (nebst der erforderlichen Sperrungen später) ist so etwas nicht mehr nachvollziehbar.
Übrigens macht mich die Antwort auf Frage 43 sehr stutzig

Zitat
FAQ 43
Bekommt der Tunnelweg in Blankenfelde eine S-Bahnbrücke für ein oder zwei Gleise?

Die S-Bahngleise werden so errichtet, wie sie heute schon vorhanden sind. Das heisst der Tunnelweg wird einen eingleisigen Überbau erhalten. Ein vorsorglicher zweigleisiger Ausbau hätte zu erheblichen Grundstückseingriffen geführt, da die Bahndämme deutlich breiter sein würden. Die Grundstücke der ersten Reihe der Anwohner wären hiervon stark betroffen.

Wenn ich deine Bilderstrecke (aus dem oberen Zitat) so betrachte plus die Google Luftaufnahmen, so kann ich diese Antwort überhaupt nicht nachvollziehen. Der Platz für 2 Gleise ist definitiv jetzt schon da, was soll da noch breiter werden?
Das klingt eher wie eine nachträgliche Rechtfertigung für ihre eingereichte Planung als wirklich ein Argument zu sein und klingt für mich eher nach Ausrede und "Dummenfang".

Auch hier bin ich der Meinung : wenn man "gewollt" hätte, wäre auch jetzt noch durch ein entsprechendes Planänderungsverfahren ein leichtes gewesen , zumindest den späteren Ausbau mit vorzubereiten oder wenigstens nicht zu verbauen.

Dazu mal ne Frage an die Experten hier.
Bei wievielen der letzten PFBs wurden kurzfristige Planänderungsverfahren (vielleicht auch nachträglich) eingereicht , ohne dass es noch mal zu Neuanhörungen kommen musste und diese dadurch noch in die Länge gezogen wurden , um letztlich geschaffene Tatsachen (auch nachträglich) zu "legalisieren" bzw neue kurzfristigen Anforderungen perspektivisch nicht zu verbauen?

Gruss 67er
Zitat
67er
Dazu mal ne Frage an die Experten hier.
Bei wievielen der letzten PFBs wurden kurzfristige Planänderungsverfahren (vielleicht auch nachträglich) eingereicht , ohne dass es noch mal zu Neuanhörungen kommen musste und diese dadurch noch in die Länge gezogen wurden , um letztlich geschaffene Tatsachen (auch nachträglich) zu "legalisieren" bzw neue kurzfristigen Anforderungen perspektivisch nicht zu verbauen?

In größeren Projekten gibt es praktisch immer Planänderungsverfahren, und zwar mehrere. Bei den Abschnitten der ICE-Neubaustrecken geht das in den 2-stelligen Bereich. Das ist ein völlig übliches Verfahren und keineswegs die "große Ausnahme", und schon gar nicht führt es automatisch zu jahrelangen Projektverzögerungen, wie es die Deutsche Bahn gerne darstellt. Wenn es im eigenen Interesse ist, ist sie schnell dabei mit Änderungsverfahren, nur wenn andere was wollen, dann geht das "natürlich" überhaupt nicht!

Siehe z.B. die Veröffentlichungen des EBA, da stehen 842 Meldungen zur Planfeststellung immerhin 444 Meldungen zu Planänderungen gegenüber:
[www.eba.bund.de]

Viele Grüße
André
Hallo,

wieder mal ein Foto-Update aus dem Brandenburger Abschnitt. Große Fortschritte gibt es am Außenring (Gleisverschwenkung, neues ESTW) und auch alle Überführungen in Mahlow sowie die EÜ Tunnelweg in Blankenfelde sind nun intensiv im Bau.

https://www.baustellen-doku.info/berlin_dresdener-bahn/PFA3_Landesgrenze-Mahlow-Blankenfelde/20211109/

Viele Grüße
André
Zitat
andre_de
Wieder mal ein Foto-Update aus dem Brandenburger Abschnitt. Große Fortschritte gibt es am Außenring (Gleisverschwenkung, neues ESTW) und auch alle Überführungen in Mahlow sowie die EÜ Tunnelweg in Blankenfelde sind nun intensiv im Bau.

https://www.baustellen-doku.info/berlin_dresdener-bahn/PFA3_Landesgrenze-Mahlow-Blankenfelde/20211109/

Danke sehr. :-)

Gibt es eigentlich eine nachvollziehbare Erklärung, warum der alte Fernbahn-Überbau der Dresdener Bahn am Glasower Damm über den BAR noch nicht zurückgebaut wurde? Wann soll das nachgeholt werden...?

Viele Grüße
Arnd
Zitat
andre_de
Hallo,

wieder mal ein Foto-Update aus dem Brandenburger Abschnitt. Große Fortschritte gibt es am Außenring (Gleisverschwenkung, neues ESTW) und auch alle Überführungen in Mahlow sowie die EÜ Tunnelweg in Blankenfelde sind nun intensiv im Bau.

https://www.baustellen-doku.info/berlin_dresdener-bahn/PFA3_Landesgrenze-Mahlow-Blankenfelde/20211109/

Viele Grüße
André

Vielen Dank, André, für die tollen Bilder. Es ist sehr schade zu sehen, wie kurzsichtig hier wieder gebaut wird, ein- anstatt zweigleisig
für die S-Bahn. Wieder mal typisch für dieses Land: Auf Sparflamme bauen wenn es um die Bahn geht aber Milliarden für unnötige
Autobahnneubauten zum Fenster rauswerfen. So wird das nix mit der Verkehrswende. VG aus Niedersachsen, Rüdiger
Gab es nicht mal in der untergegangenen Republik den Spruch: Wir Sparen, koste es was wolle!
Die Planungen für diese Strecke sind aus den 90ern. Das zog sich alles so lange hin,
dass selbst jetzt - wo man gewisse Dinge anders sieht und anders planen würde -
es nicht mehr ändern würde, um den endlich positiv ergangenen Planfeststellungsbeschluss nicht
zu gefährden. Jetzt wird man zwischen LIchtenrade und Blankenfelde das eine Gleis für
die S-Bahn leider für lange Zeit so haben. In Blankenfelde hat man zudem das Parkhaus so
gebaut, dass ein viertes Gleis nicht mehr hinpasst.
Zitat
TomB
Die Planungen für diese Strecke sind aus den 90ern. Das zog sich alles so lange hin,
dass selbst jetzt - wo man gewisse Dinge anders sieht und anders planen würde -
es nicht mehr ändern würde, um den endlich positiv ergangenen Planfeststellungsbeschluss nicht
zu gefährden. Jetzt wird man zwischen LIchtenrade und Blankenfelde das eine Gleis für
die S-Bahn leider für lange Zeit so haben. In Blankenfelde hat man zudem das Parkhaus so
gebaut, dass ein viertes Gleis nicht mehr hinpasst.

Das ist zwar grob gesagt richtig, im Detail aber doch falsch. Es gibt das Mittel des Planänderungsverfahrens, mit dem man die eine oder andere EÜ durchaus noch einmal hätte anpassen können. Zudem gibt es für den Mauerweg ein eigenes Verfahren.

Wie es André zusammenfassen würde: Wenn die Bahn will, dann gibt's (still und heimlich) ein Planänderungsverfahren, wenn sie es nicht will, zieht sie die "geht nicht"-Karte, siehe S-Bahnhof Kamenzer Damm, mit der Drohung, dass sich dann alles ganz doll verzögert.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Zitat
Jay
Wenn die Bahn will, dann gibt's (still und heimlich) ein Planänderungsverfahren, wenn sie es nicht will, zieht sie die "geht nicht"-Karte, siehe S-Bahnhof Kamenzer Damm, mit der Drohung, dass sich dann alles ganz doll verzögert.
Eine mögliche Sichtweise. Entscheidend ist aber auch, was politisch gewollt (und nicht nur angekündigt und versprochen) ist. Und Akteure, die nicht nur Strategiepapiere produzieren, sondern "machen".
Mal ein Beispiel aus einer anderen Region: die neue ICE-Strecke Wendlingen - Ulm war durchgeplant und schon im Bau (!), da kam das Land Baden-Württemberg, der Kreis und die Gemeinden und wollten einen Regionalbahnhof Merklingen, haben sie bekommen. Wiederum Land, Kreis, Städte und Gemeinden wollten eine Anbindung von Tübingen mittels Regionalzügen an die durchgeplante ICE-Strecke und weiter zum Flughafen und nach Stuttgart rein. Haben sie bekommen (kleine Wendlinger Kurve). Nachdem man erkannt hatte, daß es im eingleisigen Bereich der kleinen Wendlinger Kurve zu Trassenkonflikten kommt, hat man das ganze in zweigleisig (große Wendlinger Kurve) umgeplant.
Wie kommt das alles ? Weil das Land und die Kommunen aktiv geworden sind und (nicht unerheblich) für die Mehrkosten aufgekommen sind. Die wollten das einfach.
Auf Berlin bezogen: Ich kann nicht erkennen, daß im Zusammenhang mit den absolut notwendigen zweigleisigen Ausbauten der S-Bahnstrecken in Berlin irgend Jemand "was will", geschweige denn "tut".



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 29.12.2021 21:15 von Jim Knopf vom Niederrhein.
Zitat
Gleisdreiecke
Gab es nicht mal in der untergegangenen Republik den Spruch: Wir Sparen, koste es was wolle!

Zumindest hat man darauf geachtet, dass man sich nicht irgendwas dauerhaft VERbaut.
Zitat
Jim Knopf vom Niederrhein
Auf Berlin bezogen: Ich kann nicht erkennen, daß im Zusammenhang mit den absolut notwendigen zweigleisigen Ausbauten der S-Bahnstrecken in Berlin irgend Jemand "was will", geschweige denn "tut".

Für Berlin und seine Bewohner bringt der Wiederaufbau zweiter Gleise oder Neubau seperater Vorortgleise für den S-Bahnverkehr nur wenige Vorteile, die Hauptnutznießer sind die Speckgürtelbewohner, die bei absehbar erheblicher Verteuerung des Pendelns mit Kraftfahrzeugen künftig zunehmend öffentliche Verkehrsmittel nutzen müssen. Da die Einkommensteuern für die in Berlin beschäftigten Brandenburger dem Umland zufallen, muss das Land Brandenburg beim Ausbau der Verkehrswege stärker tätig werden. Bis zum letzten Berliner Bahnhof sind die Strecken längst zweigleisig.

so long

Mario
Zitat
der weiße bim
Zitat
Jim Knopf vom Niederrhein
Auf Berlin bezogen: Ich kann nicht erkennen, daß im Zusammenhang mit den absolut notwendigen zweigleisigen Ausbauten der S-Bahnstrecken in Berlin irgend Jemand "was will", geschweige denn "tut".

Für Berlin und seine Bewohner bringt der Wiederaufbau zweiter Gleise oder Neubau seperater Vorortgleise für den S-Bahnverkehr nur wenige Vorteile, die Hauptnutznießer sind die Speckgürtelbewohner, die bei absehbar erheblicher Verteuerung des Pendelns mit Kraftfahrzeugen künftig zunehmend öffentliche Verkehrsmittel nutzen müssen. Da die Einkommensteuern für die in Berlin beschäftigten Brandenburger dem Umland zufallen, muss das Land Brandenburg beim Ausbau der Verkehrswege stärker tätig werden. Bis zum letzten Berliner Bahnhof sind die Strecken längst zweigleisig.

Hmm. Dem könnte man jetzt mit Fug und Recht entgegnen, dass es dem Land Berlin - auch in dessen Funktion als Träger der Straßenbaulast - durchaus erhebliche Vorteile brächte, könnten mehr Brandenburg-Pendelnde statt des MIV die S-Bahn nutzen. Dazu bräuchte sie - die S-Bahn - aber neben Fahrzeugen sowie Fahr- und Werkstattmitarbeitenden eben auch eine Infrastruktur, welche auf den Außenästen entsprechende Angebotsausweitungen ermöglichte.

Ein Problem dabei liegt sicherlich auch im geografischen Zuschnitt der brandenburgischen Reform-Landkreise sowie in der in Brandenburg bestehenden Zuständigkeitsteilung für den Nahverkehr. Hier könnte es evtl. helfen, die Aufgabenträgerschaft für die außerhalb Berlins liegenden S-Bahn-Abschnitte vom Land auf die Stadt Potsdam sowie die bedienten Umlandkreise zu übertragen und die Bundes-Regionalisierungsmittel entsprechend der Netzanteile an diese durchzureichen...

Viele Grüße
Arnd
Zitat
Arnd Hellinger
Zitat
andre_de
Wieder mal ein Foto-Update aus dem Brandenburger Abschnitt. Große Fortschritte gibt es am Außenring (Gleisverschwenkung, neues ESTW) und auch alle Überführungen in Mahlow sowie die EÜ Tunnelweg in Blankenfelde sind nun intensiv im Bau.

https://www.baustellen-doku.info/berlin_dresdener-bahn/PFA3_Landesgrenze-Mahlow-Blankenfelde/20211109/

Danke sehr. :-)

Gibt es eigentlich eine nachvollziehbare Erklärung, warum der alte Fernbahn-Überbau der Dresdener Bahn am Glasower Damm über den BAR noch nicht zurückgebaut wurde? Wann soll das nachgeholt werden...?

Vielen Dank - auch an Rüdiger! - für das Feedback :-) Nein, ich habe dafür auch keine Erklärung und war vor Ort entsprechend überrascht. Der Rückbau hätte sich ja während der Sperrpause regelrecht aufgedrängt. Nun muss der Außenring wohl nochmal für einige Zeit gesperrt werden. Wobei dies für den S-Bahn-Teil ohnehin nicht vermeidbar wäre, vielleicht ist die Bündelung ja der Grund. Vermutlich passiert das dann dieses Jahr, wenn die S-Bahn nach Blankenfelde für einige Monate nicht fährt.

Viele Grüße
André
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