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i2030 - aktuelle Übersicht
geschrieben von Marienfelde 
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Jay
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Nemo
[...] Was aber gehen sollte wäre eine Neubaustrecke zwischen Nauen und Wustermark für die schnellen Züge und dann eine Einfädelung auf die SFS von Hannover.

Ist ja eine nette Idee, aber was soll das bringen? Die Züge nehmen einen Umweg und treffen in Wustermark auf eine bereits gut ausgelastete Strecke, die mit dem angedachten Halbstundentakt nach Hannover noch dichter belegt wird.

Es geht um die Trennung von schnellem und langsamen Verkehr. Ist natürlich nicht der große Wurf der 6gleisigen Bahnstrecke. Aber wesentlich einfacher zu realisieren, da man einem Bauern leichter ein Stück Acker abkaufen kann als einem Einfamilienhausbesitzer ein Stück Garten.

Bei gleichschnellen Zügen kann man bekanntlich durchaus sehr dicht fahren. Bei einem 30min-Takt aus Hamburg + einem 30min-Takt aus dem Pott + stündliche Fahrten über Wolfsburg und Kassel + noch die Amsterdamer Züge wird es natürlich auch auf der südlichen Strecke eng, aber wegen gleicher Geschwindigkeit könnte es noch möglich sein. Östlich von Spandau wird dieses Angebot mit dem Regionalverkehr verzweigt, da werden heute aus 6 Gleisen westlich 4 Gleise östlich. Der mehrgleisige Ausbau Richtung Nauen würde dann 8 Gleise westlich von Spandau auf 4 Gleise östlich von Spandau verengen. Das scheint mir auch nicht sonderlich viel zu bringen.

U.U. kann man auch die Richtungen der Strecke nach Hamburg trennen-dann braucht man zwischen Nauen und Spandau nur 3 Gleise und das andere Gleis könnte man dann parallel zur Stammbahn legen.

Evtl. ist auch leichter zusätzliche Gleise parallel zur Lehrter Bahn zu realisieren als parallel zur Hamburger Bahn. Die südliche Strecke scheint mir nicht ganz so dicht bebaut.

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
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Nemo
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Jay
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Nemo
[...] Was aber gehen sollte wäre eine Neubaustrecke zwischen Nauen und Wustermark für die schnellen Züge und dann eine Einfädelung auf die SFS von Hannover.

Ist ja eine nette Idee, aber was soll das bringen? Die Züge nehmen einen Umweg und treffen in Wustermark auf eine bereits gut ausgelastete Strecke, die mit dem angedachten Halbstundentakt nach Hannover noch dichter belegt wird.

Es geht um die Trennung von schnellem und langsamen Verkehr. Ist natürlich nicht der große Wurf der 6gleisigen Bahnstrecke. Aber wesentlich einfacher zu realisieren, da man einem Bauern leichter ein Stück Acker abkaufen kann als einem Einfamilienhausbesitzer ein Stück Garten.

Eine solche Verbindung ist doch völliger Unsinn, erst recht entlang der früheren Bahnstrecke Wustermark-Nauen! Schon rein trassierungstechnisch: Der minimale Radius einer Schnellfahrstrecke liegt bei rund 6,5 km. Ein entsprechendes "S" zur Verbindung der beiden Strecken wäre 13 km hoch.

Zweitens bringst Du hier die Verantwortlichen völlig durcheinander. Wie soll denn bitte aus einem i2030-Projekt (Regionalverkehr in Verantwortung der Länder) eine neue Verbindungskurve für den Fernverkehr rauskommen?

Dass die SFS aus Hannover genug ausgelastet ist, hatte Jay schon geschrieben. Die Maßnahmen aus dem Deutschlandtakt sehen u.a. vor, die beiden Strecken (Hannover und Hamburg) kreuzungsfrei und parallel befahrbar in den Bahnhof Spandau einzuführen. Das plant man nicht ohne Grund, Deine Idee hätte den genau gegenteiligen Effekt.

Vielleicht legt Ihr einfach mal nicht jedes Wort von Frau Günther (bzw. von dem, was da bei dem TSP-Redakteur angekommen ist) auf die Goldwaage. Ggf. fehlt in ihrer Aussage einfach nur ein "bis zu". Im Bereich Spandau Westkopf ergeben sich dann tatsächlich 6 Gleise aus Hamburg: 2 für die S-Bahn-Verlängerung und 4 Fernverkehrsgleise, in die die Hamburger Strecke - nach Realisierung der Deutschlandtakt-Baumaßnahme - flexibel einfahren kann.

Aber lustig, wie aus so einem einzigen (ggf. falsch) zitierten Satz manche hier sofort zum Google-Luftbild und Filzstift greifen und irgendwelche freakigen Ideen entwickeln, von denen nie irgendwo die Rede war.
@André: Soweit ich das verstanden habe, setzen i2030 bzw. Deutschlandtakt tatsächlich erstmal auf durchgehend 6 Gleise. Das ist allerdings nicht final, sondern der Bearbeitungsstand, der "schön wäre". Jetzt wird geguckt, wieviel da tatsächlich notwendig ist. Im Deutschlandtakt sind ja z.B. weiterhin die Halte Albrechtshof und Seegefeld für den Regio vorgesehen. Das ergibt aber wenig Sinn, wenn die S-Bahn bis Finkenkrug geführt wird, insofern gehen ich davon aus, dass beide Haltepunkt im Regionalverkehr entfallen. Auch die S-Bahn benötigt nicht zwangsweise durchgehend zwei Gleise, daher denke ich ebenfalls, dass es weniger wird.

Ansonsten gilt natürlich: Für den Straßenbau wird ziemlich selbstverständlich Privatgrund in Anspruch genommen und ggf. enteignet. Das geht für den Schienenverkehr rechtlich natürlich ganz genauso. Ob wir das wollen, steht natürlich auf einem anderen Blatt.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Ich habe nie von einer Wiederinbetriebnahme der Nebenstrecke von Nauen nach Wustermark geschrieben, sondern von einer Neubaustrecke, dementsprechend ist die alte Trassierung absolut irrelevant. Außerdem verschiebt diese Idee die Verzweigung des Knotens Spandau lediglich teilweise auf einen Punkt vor Spandau. Daher sehe ich keine Einschränkung der Kapazität. Östlich von Spandau geht der gesamte Verkehr auch über nur 4 Gleise und der meiste Fernverkehr geht sowieso in Richtung Tunnel und nicht auf die Stadtbahn, er wird also vorher zusammengeführt. Die Verzweigen im Knoten Spandau müssen natürlich dennoch umgebaut werden.

Das ich nun auf die undeutsche Idee gekommen bin für einen Nahverkehrsausbau den Fernverkehr zu verschieben tut mir natürlich leid! Sowas geht natürlich nicht! Da wird man dann wohl die S-Bahn unterirdisch bis Falkensee verlängern müssen, da oben kein Platz mehr für ein weiteres Gleis ist. Das ist dann sicherlich wesentlich günstiger als illegal Fernverkehrsstrecken zu verschieben.

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
@Nemo: Der Deutschlandtakt sieht 7 Fahrten pro Stunde und Richtung in Spandau im Fernverkehr vor. 2x Hamburg - Tunnel, 2x Hannover - Stadtbahn, 3x Hannover - Tunnel. Es sind also zwei parallele Fahrlagen möglich und eine davon liegt auch tatsächlich parallel. (Abfahrt Minute 38/41)

Problem bleibt aber aus meiner Sicht eben auch der Umweg, den deine Idee beinhaltet. Hamburg-Berlin ist für 230 km/h ausgebaut und wird auch mit Zügen Vmax 200 befahren. Ein Umweg müsste ausgeglichen werden, um den Zeitverlust auszugleichen. Vmax erhöhen mag für jene Linien funktionieren, die mit 300er oder 250er-Fahrzeugen bestückt werden, aber eben nicht für die 200er. Und das Ziel des Deutschlandstaktes ist es ja gerade die Infrakstruktur von den Kantenfahrzeiten abzuleiten und nicht irgendwas hinzubauen und dann zu gucken, wie es in den Fahrplan passt.

Übrigens: Spandau Ost liegen 5 Streckengleise nebeneinander. ;) Der Unterschied zum Westzulauf liegt aber in der Vmax. Zwischen Regional- und Fernverkehr gibt es dort keine Geschwindigkeitsdifferenz mehr, insofern kommt man dort auch mit weniger Gleisen aus.

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Nemo
Ich habe nie von einer Wiederinbetriebnahme der Nebenstrecke von Nauen nach Wustermark geschrieben, sondern von einer Neubaustrecke, dementsprechend ist die alte Trassierung absolut irrelevant.

Meine Anmerkung hierzu war nicht gegen Dich gerichtet. Sorry, dass das so rüber kam. Irgendjemand anderes hatte auf Deinen Beitrag hin diese Strecke in die Diskussion eingebracht.

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Nemo
Außerdem verschiebt diese Idee die Verzweigung des Knotens Spandau lediglich teilweise auf einen Punkt vor Spandau. Daher sehe ich keine Einschränkung der Kapazität. Östlich von Spandau geht der gesamte Verkehr auch über nur 4 Gleise und der meiste Fernverkehr geht sowieso in Richtung Tunnel und nicht auf die Stadtbahn, er wird also vorher zusammengeführt. Die Verzweigen im Knoten Spandau müssen natürlich dennoch umgebaut werden.

Beides stimmt so nicht. Natürlich ändert sich westlich von Spandau die Streckenkapazität, wenn der gesamte Fernverkehr aus Hannover und Berlin dann nur noch auf zwei Gleisen den Bahnhof Spandau erreicht, statt auf 4 Gleisen. Und es stimmt auch nicht, dass östlich von Spandau alles in den Tunnel fährt. Bitte schaue Dir die Deutschland-Takt-Entwürfe an, danach wird es (wieder) deutlich mehr Fernverkehr auf der Stadtbahn geben. Genau darauf zielt ja auch das zusätzliche geplante Überwerfungsbauwerk/Verbindungskurve westlich von Spandau ab, um dies zu ermöglichen.

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Nemo
Das ich nun auf die undeutsche Idee gekommen bin für einen Nahverkehrsausbau den Fernverkehr zu verschieben tut mir natürlich leid! Sowas geht natürlich nicht!

Was nützt die Idee denn, wenn es zwar eine Lösung für das Nahverkehrs-Problem wäre, aber dann der Fernverkehr nicht mehr funktioniert bzw. das ganze nicht kompatibel zum Deutschland-Takt ist? Siehe auch die Ausführungen von Jay und auch hier die Empfehlung von mir, dass Du Dich mal mit den Deutschland-Takt-Entwürfen beschäftigst.

Viele Grüße
André
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