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i2030 - aktuelle Übersicht
geschrieben von Marienfelde 
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S5 Mahlsdorf
Zitat
J. aus Hakenfelde
Aber es dürfte dann dennoch ein Problem geben: gegenseitige Zugsicherung an der Kreuzung, um Kollisionen zu vermeiden, das wurde schon mal in diesem Forum kurz diskutiert.

Sollte dennoch kein Problem darstellen.

https://signalarchiv.de/Meldungen/10000133

Der Artikel ist 13 Jahre alt und entspricht nicht mehr den aktuellen Gegebenheiten. Der Personenverkehr auf der Heidekrautbahn wird wieder aufgenommen werden und auch die M1 verkehrt häufiger als damals. Man sollte Nägel mit Köpfen machen und die Strecken sich dort niveaufrei kreuzen lassen. Das verbessert die Pünktlichkeit, gerade auch wenn man die eingleisigen Abschnitte der M1 in Rosenthal bedenkt.

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Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
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Jumbo
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andre_de
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J. aus Hakenfelde
Aber es dürfte dann dennoch ein Problem geben: gegenseitige Zugsicherung an der Kreuzung, um Kollisionen zu vermeiden, das wurde schon mal in diesem Forum kurz diskutiert.

Wo soll das das Problem sein?

Das Problem könnte der § 12 EBO sein, der besagt:
Zitat
§ 12 EBO
Neue höhengleiche Kreuzungen von Schienenbahnen dürfen außerhalb der Bahnhöfe oder der Hauptsignale von Abzweigstellen nicht angelegt werden…

Eine Straßenbahn ist zwar keine Eisenbahn, sodass die EBO dafür nicht gilt. Dummerweise fährt sie aber auf Schienen und dürfte somit eine Schienenbahn im Sinne des § 12 EBO sein.

Man könnte natürlich das Einfahrsignal des Bahnhofs Wilhelmsruh (NEB) schon nördlich der Quickborner Straße aufstellen. Aber wie man die Straßenbahn dann in die Stellwerkslogik des Bahnhofs einbeziehen könnte, hab ich keine Idee.

Eine Straßenbahn ist sehr sicher keine Schienenbahn nach EBO. Nach Deiner Interpretation wäre es sonst weitgehend unmöglich, überhaupt neue Straßenbahnstrecken anzulegen, da diese permanent andere Verkehrswege höhengleich kreuzen ;-) Im Übrigen fahren Straßenbahnen auf Sicht und ohne Zugsicherung, da gibt's also nichts, was man in ein ESTW der richtigen Eisenbahn einbinden könnte. Überwacht wird einfach, ob der Bahnübergang gesichert ist, in Richtung Straßenbahn als das Aufleuchten des entsprechenden "Ampelzeichens".

Viele Grüße
André
Zitat
andre_de
Eine Straßenbahn ist sehr sicher keine Schienenbahn nach EBO. Nach Deiner Interpretation wäre es sonst weitgehend unmöglich, überhaupt neue Straßenbahnstrecken anzulegen, da diese permanent andere Verkehrswege höhengleich kreuzen ;-)

Ich habe ja auch nicht behauptet, dass die EBO für Straßenbahnen gelten würde. Aus § 12 EBO lese ich nur heraus, dass neue Kreuzungen von Bahnstrecken nach EBO mit anderen Schienenbahnen jeglicher Art nur noch innerhalb von Bahnhöfen / Abzweigstellen nach EBO neu gebaut werden dürfen.
Wenn der Verordnungsgeber in § 12 EBO nur Kreuzungen zwischen Eisenbahnen gemeint hätte, hätte er ja „Eisenbahnen“ schreiben können und nicht den allgemeineren Begriff „Schienenbahnen“.

Aber letztlich ist es auch egal, ob § 12 EBO ein Problem ist. Die BOStrab, die wohl unstrittig für die künftige Straßenbahnlinie gilt, verbietet in ihrem § 15 Abs. 3 ebenfalls eine höhengleiche Kreuzung mit „Eisenbahnstrecken des öffentlichen Verkehrs“, also der Heidekrautbahn.


Beide Verordnungen enthalten zwar auch Öffnungsklauseln, nach denen Ausnahmen genehmigt werden können (§ 3 Abs. 1 EBO bzw. § 6 BOStrab). Aber die Ausnahmen müssen ja nicht genemigt werden, sodass die Kreuzung der Gleise doch zu einem Problem werden kann.


Edit:
Zitat
andre_de
Überwacht wird einfach, ob der Bahnübergang gesichert ist, in Richtung Straßenbahn als das Aufleuchten des entsprechenden "Ampelzeichens".
Stimmt. Wenn das Aufleuchten des roten Signalgebers bzw. des Balkensignals der Lichtzeichenanlage gemäß §37 StVO aus Eisenbahnsicht eine ausreichende Sicherung gegenüber Straßenverkehrsteilnehmern wie Fußgängern, Autos, LKWs oder Bussen darstellt, dann sollte das auch gegenüber Straßenbahnen ausreichen.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 15.09.2020 22:38 von Jumbo.
Zitat
Jumbo
Zitat
andre_de
Eine Straßenbahn ist sehr sicher keine Schienenbahn nach EBO. Nach Deiner Interpretation wäre es sonst weitgehend unmöglich, überhaupt neue Straßenbahnstrecken anzulegen, da diese permanent andere Verkehrswege höhengleich kreuzen ;-)

Ich habe ja auch nicht behauptet, dass die EBO für Straßenbahnen gelten würde. Aus § 12 EBO lese ich nur heraus, dass neue Kreuzungen von Bahnstrecken nach EBO mit anderen Schienenbahnen jeglicher Art nur noch innerhalb von Bahnhöfen / Abzweigstellen nach EBO neu gebaut werden dürfen.
Wenn der Verordnungsgeber in § 12 EBO nur Kreuzungen zwischen Eisenbahnen gemeint hätte, hätte er ja „Eisenbahnen“ schreiben können und nicht den allgemeineren Begriff „Schienenbahnen“.

Ich verstehe, worauf Du hinaus willst. Aber die EBO kann nur Dinge regeln, die unter ihre Zuständigkeit fallen. Straßenbahnen gehören nicht dazu. Im gleichen Satz ist ja z.B. die Rede von Bahnhöfen, Hauptsignalen und Abzweigstellen, alles Dinge, die es bei der Straßenbahn gar nicht gibt. Der Begriff "Schienenbahn" kann u.U. seine Ursache darin haben, dass m.W. z.B. Magnetschwebebahnen in den Regelungsbereich fallen.

Zitat
Jumbo
Aber letztlich ist es auch egal, ob § 12 EBO ein Problem ist. Die BOStrab, die wohl unstrittig für die künftige Straßenbahnlinie gilt, verbietet in ihrem § 15 Abs. 3 ebenfalls eine höhengleiche Kreuzung mit „Eisenbahnstrecken des öffentlichen Verkehrs“, also der Heidekrautbahn.

Beide Verordnungen enthalten zwar auch Öffnungsklauseln, nach denen Ausnahmen genehmigt werden können (§ 3 Abs. 1 EBO bzw. § 6 BOStrab). Aber die Ausnahmen müssen ja nicht genemigt werden, sodass die Kreuzung der Gleise doch zu einem Problem werden kann.

Danke, das ist hier sicher relevant. Allerdings für die irgendwann vielleicht mal zu genehmigende und zu bauende Straßenbahnstrecke. Nicht aber jetzt für die Wiederinbetriebnahme der Heidekrautbahn, denn die kreuzt keine Straßenbahn :-) Und selbst wenn eine neue Bahnstrecke eine bestehende Straßenbahnstrecke kreuzen will und bekommt dafür nach EBO eine Ausnahmegenehmigung, dann würde die BOStrab-Vorschrift wohl gar nicht gelten, denn die bezieht sich ja nur auf Straßenbahn-Neubaustrecken und kann auch nur diese regeln.

Viele Grüße
André
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andre_de
Allerdings für die irgendwann vielleicht mal zu genehmigende und zu bauende Straßenbahnstrecke. Nicht aber jetzt für die Wiederinbetriebnahme der Heidekrautbahn, denn die kreuzt keine Straßenbahn :-)

Richtig, für die Wiederinbetriebnahme der Heidekrautbahn ist die möglicherweise in Zukunft zu verlängernde Straßenbahn erstmal noch kein Hindernis. Aber man sollte meiner Meinung nach die Straßenbahnverlängerung auch nicht verbauen.
Wenn nämlich die Straßenbahn dereinst doch verlängert wird, könnte die NEB sich bei meiner Interpretation des § 12 EBO dagegen wehren, dass in ihr Gleis kreuzende (Straßenbahn)schienen eingebaut werden. Oder jemand bringt erfolgreich einen Einwand gegen eine Ausnahmegenehmigung. Und da bin ich erstmal pessimistisch eingestellt – umsobesser, wenn ich Unrecht habe.

Wobei ich vermute, dass es für eine niveufreie Kreuzung sowieso einfacher sein dürfte, die Straße samt Straßenbahn abzusenken und die Eisenbahntrasse unverändert zu lassen. Müsste man mal vergleichen, wie lang z.B. die Rampen in Leipzig zwischen den Haltestellen Westplatz und Sportforum Süd sind – aber das mach ich nicht mehr heute :-)
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